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Dr. Tetzi - Professor der Pinkologie "Prof. der Pinkologie"

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Rattle That Lock (CD + DVD)
Rattle That Lock (CD + DVD)
Preis: EUR 19,99

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht euch nackig ! :-), 23. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rattle That Lock (CD + DVD) (Audio CD)
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Hey ihr Nörgler mit euren 1-Stern-Schimpfkanonaden, macht es so wie ich: macht euch nackig (im übertragenen Sinne) und streift eure mit monstermäßiger Erwartungshaltung durchtränkten Kleider ab (spreche von der monstermäßigen Erwartungshaltung, die sich aus 40 Jahren glorreicher Pink Floyd Großtaten immer noch gierig speist und von der meine Kleider bei The Endless River auch noch durchtränkt gewesen waren - ganz einfach, weil jenes Album kein Soloalbum war, sondern das magische Etikett Pink Floyd trug ' im Gegensatz zu Rattle That Lock, das einfach nur das 4. Soloalbum von Gilmour ist & mehr nicht) ...

So, wenn ihr DAS geschafft habt (ja, ich weiß, das ist schwer, die durchtränkten Kleider wiegen schwer und kleben am Körper, sie abzustreifen ist schmerzhaft) und dann das Album ohne diesen Erwartungs- & Maßstabs-Ballast anhört, was hört ihr dann ?
Natürlich ist das subjektiv und Geschmackssache, von daher schreibe ich an dieser Stelle jetzt nur für mich: ich liebe Gilmour's Gitarrenspiel, ich mag nach wie vor seine Stimme, ich mag melancholische Songs, ich mag gute & bewegende Songtexte und natürlich mag ich es, wenn zwischendurch ein bisschen floydianisches Feeling aufkommt oder Floydianisches anklingt. Was hier fehlt ist natürlich ein großes Konzept (aber das gab es auf Gilmour Soloalben eh nie) ... und Liedübergänge von einem Song in den Nächsten vermisse ich auch ... ABER es ist einfach Blödsinn, den übergroßen Maßstab klassischer Pink Floyd Alben an die Soloalben der einzelnen Floyds zu legen und wer Gilmour kennt, der kennt auch seine drei anderen, recht unspektakulären Soloalben. Was also erwartet ihr denn nun von Gilmour plötzlich ?? Dark Side of the Moon, Part Two ?? Das bekäme nichtmal ein Roger Waters hin !

Wer also wie ich Gilmour's Stimme & Gitarre & Melodien mag, der kann sich an diesem Album bestens erfreuen und im Gegensatz zum sowohl textlich als auch musikalisch recht mauen Vorgängeralbum, haben die einzelnen Songs des neuen Albums einiges mehr zu bieten an Substanz und an Profil als die Stücke auf On An Island.

UND ist es sogar ein Stück dabei, das (zu Floyd-Zeiten) das Zeug gehabt hätte, ein neuer Floyd-Klassiker zu werden ... wie spiegel-online es so passend auf den Punkt bringt: "In Any Tongue" - das beste "Comfortably Numb" seit "Comfortably Numb".
Das Stück ist einfach klasse ... so einen Knaller hätte ich nach dem verwaschenen On An Island Gilmour gar nicht mehr zugetraut. Man stelle sich nur mal vor: dieses musikalisch unter die Haut gehende Stück mit einem bissigen Songtext von Roger Waters und schon hätten wir einen veritablen Pink Floyd Klassiker :-)

Aber neben In Any Tongue hat das Album auch noch einen anderen, großartigen Höhepunkt: A Boat Lies Waiting ' selten so ein bewegendes Stück über das Sterben gehört wie dieses Kleinod. Ich kann mir dieses Stück ehrlich gesagt kaum anhören, weil es mir fast einen Tick zu nahe geht (dazu muss ich anmerken: meine Mutter ist einige Zeit vor Richard Wright an Krebs gestorben ... und nun dieses dem ebenfalls an Krebs verstorbenen Rick Wright gewidmete Stück über das Sterben und den Abschied, bei dem Musik & der wunderschöne Text einfach dermaßen schmerzhaft miteinander verschmelzen, dass es richtig wehtut ... sowas hab ich persönlich lange nicht mehr erlebt bei einem Musikstück).
A Boat Lies Waiting mit diesem an Wright's Stil erinnernden Pianospiel und darüber schwebend diese kristallinen Harmonien aus Gilmour, Crosby & Nash's Stimmen, die so wehmütig-melancholisch den Tod besingen. Großartig.

Aber neben In Any Tongue und A Boat Lies Waiting gibt es noch etliche andere gelungene Stücke, die einfach Hörfreude bereiten (WENN ich sie denn NICHT unter der Ewartungshaltung höre, neue vollgültige 70'er Jahre Floyd Meisterstücke zu hören) ... Faces Of Stone und Dancing Right In Front Of Me ' sehr schöne Stücke mit guten, bewegenden Lyrics (von wegen Gilmour kann keine guten Lyrics schreiben) ... und was die anderen Lyrics der anderen Stücke anbetrifft, da muss ich sagen: ich hab voll & ganz meinen Frieden mit Polly Samson geschlossen, die Lyrics sind lesenswert und passen gut zu den Liedern (zu Divison Bell Zeiten war mir irgendwie gar nicht bewußt gewesen, dass sie da bereits die meisten Lyrics auf dem Album verfasst hatte und bei On An Island fand ich (mit Ausnahme von zwei Songs) die Lyrics ziemlich platt & plakativ & nichtssagend ' aber bei dem neuen Album jetzt kann ich nicht meckern, selbst wenn ich wollte).

Und die beiden etwas flotteren Stücke auf dem Album (Rattle That Lock und Today) machen doch echt Laune ... Rattle That Lock ist bei mir zu einem richtigen Ohrwurm geworden mit seinen klasse Vocal-Arrangements und dem verlängerten Gitarrensolo am Ende (auf der Deluxe-Edition zu finden).

Nur die instrumentalen Stücke, allen voran Beauty, wirken ein wenig wie Lückenfüller - die sind schön, die klingen wunderbar vertraut, aber sie werden ausgeblendet, bevor sie sich richtig entwickeln ' da hätte man mehr draus machen können. Schade. Aber so isses.

WER also ein Album erwartet, das die Welt bewegen wird oder ein geniales Meisterwerk menschlicher Schaffenskraft oder ein mördermäßiges Singer/Songwriter-Album (Gilmour war in dem Sinne ja nie ein Songwriter, das darf man auch nicht vergessen) oder ein Album, das an große Pink Floyd Alben anschließt ... DER kann getrost die Finger von dem Album lassen ... wer aber einfach Gilmour's Stimme & Gitarre mag, wer melancholische Songs & Lyrics mag, wer Balladen zugetan ist - der hat Spaß an dem Album und dem kann ich das Album guten Gewissens empfehlen ...

UND die Deluxe-Edition kann ich ebenfalls empfehlen ' allein nur wegen der 4 Barn Jams mit Richard Wright ... macht einfach Spaß, Gilmour & Wright bei dieser lockeren Jam-Session zuzusehen & zuzuhören :-)

Ansonsten, ihr Nörgler, ich hab dennoch Verständnis für euch ;-) Man wünscht sich einfach SO SEHR, dass noch einmal der ganz große Wurf zustande kommt, noch einmal ein Album für die Ewigkeit, noch einmal ein Album, das nicht einfach nur schön ist & Spaß macht zu hören - sondern das einen einfach komplett umhaut ... Oder wenigstens noch einmal ein Album, das WEIT über den Status Quo hinausreicht. Von daher hab ich Verständnis, dass man mit diesen Hoffnungen, Sehnsüchten, Erwartungen im Gepäck ersteinmal ernüchtert & enttäuscht sein kann, wenn man eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Floyd zu Gehör bekommt.
Bei The Endless River war ich ja sogar noch einer der engagiertesten Hauptnörgler gewesen :-D Da ich (immer noch) der Meinung bin, dass man sich The Endless River einfach hätte sparen können - zumindest in DER Form: als mit viel Werbe-TamTam angekündigtes, eigenständiges Album ... mit diesem Pink Floyd's ästhetischem Vermächtnis unwürdigen HorrorCover ... aber schlicht & einfach als simple Bonus-CD bei der 20th Anniversary Ausgabe von The Division Bell wäre das Endless River Material ein schönes Schmankerl gewesen, das zumindest ich unter ganz anderen Voraussetzungen angehört hätte - Stichwort: die Bürde der riesengroßen Erwartungen, die einfach nur enttäuscht werden können ... denn wie ich jetzt zugeben muss: mittlerweile läuft The Endless River bei mir (und darüber bin ich selbst am allermeisten überrascht) ab & zu als doch recht angenehme, schöne Atmo-CD während der Arbeit ... Na jedenfalls, Rattle That Lock höre ich nicht nur nebenbei, über die Scheibe freue ich mich richtig :-) Ich hab's irgendwie geschafft, das Album losgelöst vom übergroßen Pink Floyd Schatten zu hören ...

Und NA KLAR, natürlich wäre es toll, wenn Gilmour auf seine alten Tage hin urplötzlich von Ambitionen durchdrungen wäre, ein quasi neues "Pink Floyd" Album in Eigenregie zu erschaffen (was aber eh in die Hose gehen würde) ... und NA KLAR fände ich es toll, wenn Roger Waters Musik + Texte zu Rattle That Lock beigesteuert hätte UND Richard Wright ein paar Wright-Harmonien UND Nick Mason die Drums spielen würde ... GENAUSO wie ich (und da bin ich mir jetzt schon ziemlich sicher) auf Roger Waters' neuem Soloalbum (das 2016 erscheinen soll) Gilmour's Gitarre & Stimme & warme Melodien vermissen werde, ebenso wie Wright's Harmonien und Mason's typischen Drum-Sound (auch wenn das neue Waters Album per se natürlich mehr Ecken & Kanten & Konzept & Gift enthalten wird als das gefällige Rattle That Lock) ... aber an diesem Punkt bewegen wir uns einfach im Bereich der Fiktion und innerhalb dieses fiktionalen Erwartungs-EventHorizon kann jedes neue Soloalbum eines Floyds einfach nur abk***** (an dieser Stelle hat Amazon meinen Text zensiert :-D daher die ***** hinter abk)
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Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 2, 2015 4:06 PM CET


Dub Side of the Mule (Special Edition 3CD+DVD)
Dub Side of the Mule (Special Edition 3CD+DVD)
Preis: EUR 19,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wuff Wuff Wuff, 8. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Normalerweise schaffe ich es nicht, eine Rezension OHNE viele Worte zu schreiben ... bei diesem Album tue ich es aber mal: wow, geil, was für eine coole live Performances, was für eine hammer Band !

(muss dazu sagen, ich kannte Gov't Mule bis vor kurzem noch gar nicht - sträflicherweise ... aber da ich John Scofield Fan bin, hab ich mir das Sco-Mule Album geholt ... nicht schlecht ... und da ich auch Pink Floyd Fan bin, hab ich mir dann auch das Dark Side of the Mule Album geholt ... und WOW ! Ich war bzw. bin begeistert ... und jetzt dieses Konzert, von dem ich mir bisher nur die erste Disc (von der Deluxe Edition) angehört hab und ich muss schon wieder sagen: Wau Wau Wau)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2016 10:53 PM CET


Duets: Re-Working the Catalogue
Duets: Re-Working the Catalogue
Preis: EUR 11,49

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DSDS, 20. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Duets: Re-Working the Catalogue (Audio CD)
DSDS

Also erstmal die gute Nachricht vorweg: mit einer einzigen, leicht zu verkraftenden Ausnahme hat dieses Album mit DSDS natürlich rein gar nix zu tun :-) ... Nur halt das Duett mit Joss Stone ist daneben, da die Gute den an sich wunderschönen Song ("Wild Honey") einigermaßen "kaputt" jodelt, als ob sie ne hohle DSDS Tröte wäre, sprich eine "Soulsängerin" mit gaaaanz doll Soulgesang OHNE auch nur ein Quentchen echtem Soul in der Stimme. Wie man als R&B und Soulsänger mit Stil & Klasse auch klingen kann, zeigen ihr die anderen tollen Duettpartner auf diesem Album.

Auswahl der Duettpartner

Und dass Joss Stone und Gregory Porter und Michael Bublé die einzigen drei "hippen", angesagten, eine jüngere Zielgruppe ansprechenden Sänger auf diesem Album sind und alle Anderen große Namen und/oder Urgesteine und/oder in Vergessenheit geratene Musiker sind, ist einer der Gründe für die Qualität dieses tollen Albums. Kein Versuch von Van Morrison, sich an ein eher jüngeres (Massen-)Publikum anzubiedern, sondern einfach nur seine Musik und sein Musikverständnis mit "seinen" Sängern - und das hört man dem Album an. Und es ist eine helle Freude, all diese Musiker Stücke von Van Morrison singen zu hören, und dann auch noch im Duett mit Morrison's stets faszinierend kontrastierender Stimme.

Ich empfand schon immer gerade die Duette als eine zusätzliche Bereicherung in Van Morrison's umfangreichem Werk ... all die großartigen Duette (mit John Lee Hooker, Bobby Bland, Ray Charles, Tom Jones, Mose Allison, B.B. King, Carl Perkins, usw., usw.) ... toll, dass diese Tradition jetzt ihre Fortsetzung erfährt - und dann auch noch in solch geballter Form.

Die Musik

Abgesehen davon, dass Van Morrison nicht in der Lage zu sein scheint, auch nur ein einziges wirklich schlechtes Album zu machen, zeigen die Stücke auf diesem Album einmal mehr Morrison's famoses, unglaublich vielseitiges und dabei so stilsicheres, authentisches Songwriting-Talent: egal welche Stilrichtung, welche Epoche - immer klingen die Songs derart authentisch, als ob's Evergreens und Klassiker aus der jeweiligen Stilrichtung wären, als ob Van Morrison nie was anderes gemacht hätte als NUR Blues oder NUR R&B und Soul oder NUR Country und Folk oder NUR Gospel oder NUR Funk oder oder ... Blues Stücke wie "How Can A Poor Boy?" klingen so dermaßen schwarz und original, als ob dieser Song ein Klassiker des Blues wäre, dabei stammt dieses Stück gerademal erst vom Album "Keep It Simple" aus dem Jahr 2008. Und genauso verhält es sich mit all den anderen Songs von Van Morrison.

Die Songs / die Arrangements

Ich bin restlos begeistert von der Songauswahl - keine Hits und Gassenhauer wie "Moondance" oder "Brown Eyed Girl" - sondern alles eher unbekanntere Stücke, die ich persönlich gar nicht so wirklich auf dem Schirm hatte und die für mich jetzt wahre Neuentdeckungen sind - was den tollen, neuen Arrangements zu verdanken ist, die diese Songs nicht nur in neuem Licht erscheinen lassen, sondern bei manch einem Song (wie z.B. "Higher Than The World" oder "Get On With The Show") sein eigentliches Potenzial sogar erst freilegen bzw. erstrahlen lassen. Diese neuen Versionen machen durchweg Laune, das Album hebt geradezu die Laune :-) So gutgelaunt, sonnig, unbeschwert, poppig (im positiven Sinne poppig) und R&B und Soul durchdrungen hat man Van Morrison lange nicht mehr gehört.

Einzige Ausnahme: "Wild Honey" - der Song gewinnt durch das neue Arrangement rein gar nix - der Originalversion mit seinen magischen Bläser-Arrangements vom Ausnahme-Album "Common One" ist nichts hinzuzufügen.

Schön auch, Morrison mal wieder mit den charmanten Streicher-Arrangements von Fiachra Trench arbeiten zu hören, welche auf seinen drei letzten Studio-Alben kein Bestandteil waren ... und ich liebe die Instrumentierung seiner Songs ... und ich liebe den Einsatz von Hammond-Orgel, die in all ihrem Facettenreichtum zum Feeling von Morrison's Stücken beiträgt ... und sein unikates Saxophonspiel & Gitarrenspiel - auch wieder zu hören auf dem Album + bei diesem Album auch einige sehr schöne Soli von z.B. Mark Knopfler oder George Benson oder Steve Winwood ... und seine durchweg hervorragende Band, die swingenden Posaunen-Soli von Alistair White, etc. ... und natürlich Morrison's tolle, warme Bläser-Arrangements. Ich glaub die Rolling Stone war es, die mal gesagt hat: "No one arranges brass like Van Morrison"

Einziger Wermutstropfen

Einziger Wermutstropfen: das Duett mit Van Morrison's altem Weggefährten Georgie Fame, denn ich mag den Klang von Georgie Fame's bluesiger "Balu"-Stimme so gern, dass ich ihm ein paar eigene Zeilen gegönnt hätte ... aber ausgerechnet das Duett mit Georgie Fame ist das einzige Stück auf dem Album, bei dem Morrison und sein Duett-Partner nicht abwechselnd singen, sondern die ganze Zeit komplett im Duett. Allerdings ist der Song bzw. das neue Arrangement des Songs wiederrum so schwungvoll und ins Ohr gehend, dass ich drüber hinwegsehen kann :-)

Das Albumcover

na geht doch ... ein gutes, ansprechendes, komplementierendes Albumcover tut doch nicht weh, lieber Van ;-) Im Gegensatz zu Deinen beiden letzten Nicht-Covern ;-)


Convergence
Convergence
Preis: EUR 15,49

2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sorry ..., 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Convergence (Audio CD)
Sorry, hatte diese Rezension zuerst auf der englischsprachigen Seite von AMAZON geschrieben und bin jetzt zu faul, sie nochmal auf deutsch zu schreiben ;-) Daher diese Rezension etwas gestelzt in grammatikalischem Horror-Englisch ;-)

Sorry, but my opinion ist totally the other way round: Boris' work with Malia is a terrible boring effort, without any inspiration or any great musical ideas. If you like Jazz, then beware: there is no Jazz at all on this album, just some sluggish pop / chill out music with maximal some jazzy clichés. It's not a great Malia album, but it's not even a great female Yello album, too. It's just a collection of all the sorted out slow-ballad-material from "The Eye" and "Touch Yello" with Malia singing some simple melodies on it ... in some rare moments sounding a little bit like Goldfrapp's Felt Mountain album, but the rest just like exchangeable, trivial chill out billowing.

The material from Boris is just the sorted out lower material from the last two Yello albums, which you can hear already with Heidi Happy singing on it on "Touch Yello" and Jade Davies singing on it on "The Eye" - without any new impulses or ideas or sounds from Boris.
If you like these pillowy, creamy, squashily, soft boiled, plastic-synthie sound ... okay ... but it's a whole album with it (without some powerful, dynamic Yello songs between) ... just "Smouldering Ashes" is the only interesting piece of music with some unique chords in the backround and a kind of dramatic suspense.

When i heard that Boris Blank will make an album with a real jazz musician - i was thrilled and i was really looking forward to that album and somehow i expected something exciting like "Point Blank" with Malia singing maybe some kind of scat vocals on it ... but i really did not expect "The Eye" + "Touch Yello" in slow motion ...

This critic is not about the lyrics or Malia's nice voice or Boris' perfect sound quality !


Electrified (2CD)
Electrified (2CD)
Preis: EUR 15,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Boris - ein Vorbild für alle Unrechtsstaaten dieser Erde, 1. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Electrified (2CD) (Audio CD)
CD Nr.1

Wenn all die von Korruption verseuchten Staats & Regierungsgebilde dieser Erde nur halb so viel Transparenz zustande brächten wie Boris Blank in jedem einzelnen seiner kleinen Klangwunder - dann hätten wir auf dieser Erde (fast) nur noch vorbildliche Regierungen.

Ich bin schon mein halbes Leben lang Yello Fan und man sollte eigentlich meinen, dass mich die (mir vertrauten) Yello Klänge nach einer so langen Zeit nicht mehr (komplett) vom Hocker hauen können.
Aber ich höre mir diese Archivstücke hier an und mir klappt die Kinnlade (wiedermal) runter, als ob ich grad das erste Mal in meinem Leben Yello Sounds zu Gehör bekäme.
Ich kenne kaum einen anderen Act, der Musikstücke mit einer DERMAßENEN klanglichen Transparenz produziert. Wenn man sich gute Kopfhörer aufsetzt und dann irgendein Stück dieser CD anstellt, betritt man in dem Moment wahrlich eine Klangkathedrale - eine Kathedrale im räumlichen Sinne, einen Raum, ein Gebäude mit Klängen ... und die unglaubliche Räumlichkeit von Boris Blank's Musik weist eine fantastische klangliche Transparenz auf: keine Note, kein noch so kleines Fragment, kein Bestandteil, kein Detail, kein "Instrument" wird überlagert von anderen Klangschichten, nix wirkt verwaschen ... jeder einzelne Ton ist glasklar zu hören und räumlich zu orten und fügt sich dennoch mit allen anderen Tönen zusammen in ein in sich geschlossenes Klangbild ... und die Bässe (seit jeher einer meiner Lieblingsbestandteile im Yello Universum) sind so dermaßen fett, voluminös, ausgeklügelt - aber in keiner Sekunde auch nur ansatzweise dumpf oder dröhnend.

Und musikalisch gesehen sind die technoiden Stücke auf CD Nr.1 alle so druckvoll, detailreich an rhythmischen Ideen, abwechslungsreich, voller abgefahrener Sounds, tanzbar ... dass selbst ich (der ich nun eigentlich gar kein Fan von Techno bin) hier am Ende noch zum Techno Fan mutiere. Der treibenden Dynamik dieser Stücke mit ihrem urbanen Flair kann man sich kaum entziehen.

Und dann sind da natürlich noch die dramatischen Stücke, komponiert von Karl May auf seinen interstellaren Reisen ;-) ... Stücke wie "Bosphorus" und "Cult Of Mirrors", bei denen man geradezu hören kann, wie die Fantasie des Autors auf direktem Wege 1-zu-1 in eine akustische Beschreibung von Ort, Geschehen & Szenerie transformiert wurde (so wie auch Karl May's detailgetreue Szenerien einzig allein seinem Kopf entsprangen ... wobei der "Bosphorus" hier auch ein Bosphorus auf einem weit entfernten Planeten sein könnte) ...
Auch diese "Filmmusik" Stücke: ein TRIP über Kopfhörer. Bei vielen Stücken von Boris Blank ist es fast schon weniger "Musik hören" als vielmehr "erleben".

CD Nr.2

Auf der zweiten CD befinden sich als Schmankerl etliche Tracks, die noch aus der Roten Fabrik stammen und teilweise sogar noch bevor Yello das Licht der Welt erblickte. Für Yello Fans sicherlich mal ganz interessant zu hören, was in jenen Zeiten alles so an (nicht verwendetem) Material entstand oder wie aus einem "Young Dr. Kirk" das Intermezzo "Reverse Lion" wurde, etc.
Aber im Großen & Ganzen wohl eher für Sammler interessant, zumal (mir) etliche der Stücke ein bisschen zu sehr nach "New Age" klingen und zu (ich nenn es mal) "lieblich". Aber ich persönlich war halt auch noch nie ein sonderlicher Fan von Boris Blank's "lieblichen" Stücken (die in meinen Ohren immer ein bisschen zu nah am Kitsch waren und die schönerweise eher selten ihren Weg auf ein Yello Album fanden).

Ich fand die atmosphärischen, dramatischen, Filmmusik-artigen Stücke (wie z.B. das namenlose Intermezzo zwischen "The Evening's Young" und "She's got a Gun" oder den "Indian Summer" am Ende der gleichnamigen "Oh Yeah" Version) immer grandios und Gänsehaut-mäßig ... ebenso solch großartige, geheimnisvoll-melodiöse Songs wie "Moon on Ice", aber auch dick aufgetragene, romantische Stücke wie "Capri Calling" oder träumerische Bühnenstücke wie das Unikat "Otto di Catania" und natürlich auch weite Klanglandschaften & Gemälde wie "Ciel Ouvert" ... doch jene seichten, "lieblichen" Stücke, wenn Boris Blank sich an netten, recht austauschbar klingenden Melodien versucht, die er (in jüngster Zeit) zumeist in einen süßlich klingenden Synthie-Teppich tunkt (von Instrumentals wie "L'Hôtel" bis hin zu den ganzen Balladen auf "The Eye" oder auch den Stücken auf dem MALIA Album) - die waren nie wirklich mein Ding. Und die 2. CD geht eher in Richtung dieser Sorte Musik (wenn auch hier im Charme der 70'er/Anfang 80'er Jahre).
Daher von mir für die 2. CD nur 3 Sterne. Interessant ist sie für Yello Fans aber allemal, nur sie reißt mich persönlich nicht mit.

Zudem hatte ich auch Anderes erwartet ... im Booklet des Albums heißt es, es wären Archivstücke aus 40 Jahren zu hören, aus allen Yello Phasen ... aber ich kann auf CD Nr.1 sowohl von den Zutaten her als auch vom Sound her nur die Phase ab "Zebra" bis "Touch Yello" heraushören, während dagegen die Stücke auf CD Nr.2 für mich größtenteils nach Roter Fabrik klingen. Von den Elementen und vom Sound her kann ich (mit zwei, drei Ausnahmen) gar keine Stücke aus der Yello Phase von "You gotta say Yes to another Excess" bis hin zu "Baby" heraushören ... und ich hatte mich halt auf ein paar verlorene Schätzchen aus genau jener Phase gefreut - auf ein paar extravagante, percussive "One Second" Ausschweifungen beispielweise oder auf aussortierte Versionen von Feuerwerken wie "On the Run", usw.

Somit von mir 3 Sterne für CD Nr.2 und 5 Sterne für CD Nr.1 - und daher als Mittelwert insgesamt "nur" 4 Sterne.

Übrigens, hört euch mal "The last Mile" und "The Time Tunnel" und dann Alan Parsons Project's "I Robot" (von 1977) und Pink Floyd's "On the Run" (von 1973) an ... :-)
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 23, 2015 6:45 PM CET


Nick Mason's Fictitious Sports
Nick Mason's Fictitious Sports

5.0 von 5 Sternen WAS für ein Dreiklang :-o, 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Nick Mason's Fictitious Sports (Audio CD)
Carla Bley (samt Hofstaat), Robert Wyatt (der herrlich spleenige Textzeilen singt), Nick Mason an den Drums. Also zwei Musiker (Bley & Wyatt), die bekannt sind für ihre Charthits & Disco-Evergreens ;-) und der Drummer von Pink Floyd. Das Ergebnis: der Vorläufer von Endless River ;-)

Nein, mal im Ernst: dieses Carla Bley Album (von Nick Mason produziert, betrommelt & betitelt und von Robert Wyatt besungen) klingt selbstredend nicht nach Pink Floyd (wobei die Drums durchaus floydianisch klingen bzw. typisch nach Nick Mason), ist aber dennoch mit das interessanteste "Soloalbum" eines Floyds UND gleichzeitig eines der schrägsten Pop/Rock/Jazz Alben, das ich je zu Gehör bekommen hab - UND amüsanterweise dabei dennoch auch wiederrum das "eingängigste", "zahmste", "lieblichste", "mainstreamigste" Album von Carla Bley bzw. das einzige Pop/Rock Album im grandiosen und nicht allzu leicht zugänglichem Jazz Oeuvre von Frau Bley.

Dank der im Großen & Ganzen klassischen Songstrukturen und dem Groove und den mehr oder weniger eingängigen Refrains, Nick Mason's rockigem Schlagzeuzg, den witzigen Texten - könnte dieses herrliche Album durchaus hörbar auch für Leute sein, die sonst nicht viel mit Jazz am Hut haben und denen Carla Bley's Musik bislang noch nicht in die Ohren gedrungen ist.

Und theoretisch & eigentlich könnten GERADE Pink Floyd Fans durchaus Gefallen an dem Album finden, denn Vieles im Werk von Pink Floyd hat ja durchaus Abseitiges, Schräges, Ungewöhnliches jenseits aller Hörgewohnheiten zu bieten (von den Pink Floyd Frühwerken Piper, Saucerful, More, Ummagumma, Atom Heart Mother, Meddle, über Roger Waters & Ron Geesin's Music from The Body, bis hin zu The Wall) ... und daher könnten gerade Floydfan-Ohren durchaus offen sein für diese fiktiven Sportarten, die zusätzlich zu aller Schrägheit aber auch mit dem groovigen Spiel einiger hochkarätiger Solisten garniert sind ... allein nur das fast schon funkige, mitreißende Sax Solo im Mittelteil von "Wervin", das auf Nick Mason's hämmerndem Beat improvisiert ist: abgefahren und tanzbar zugleich.


Then Play on
Then Play on
Preis: EUR 14,42

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Zierde beraubt, 19. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Then Play on (Audio CD)
Gute Klangqualität ist eines Albums Zierde (und gar manch Albums einzige Zierde) ... diese Zierde fehlt diesem Album ganz & gar - was ihm nach meinem Empfinden dennoch keinerlei Abbruch tut, denn diese melodischen Peter Green/Fleetwood Mac Bluesrock-Stücke haben soviel Klasse, soviel geradlinige Schönheit, dass zumindest mich die fehlende Brillanz der Tonaufnahmen rein gar nicht stört.

Und auch die offenbar ein wenig wahllose Anordnung der Stücke tut dem Album keinen Abbruch - das Album wirkt dennoch wie aus einem Guß ... transportiert eine Atmosphäre, wie ich sie bislang nur bei Peter Green's Fleetwood Mac gehört habe. Danny Kirwan & Peter Green als die beiden Songwriter, Sänger und Gitarristen liefern hier einige ihre schönste Stücke.

Eines des besten Fleetwood Mac Alben und eines meiner Lieblingsscheiben aus jenem magischen Jahrzehnt.
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Stillness
Stillness
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen schon wieder ..., 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Stillness (MP3-Download)
... so ein tolles 70'er Jahre Schatzkästchen, von dem ich mal behaupte, dass es in der Versenkung verschwunden ist und einem breiteren Publikum nicht bekannt sein dürfte. Also quasi ein "Geheimtip" für alle Liebhaber 70'er Jahre Musik, die das musikalische Feeling & Lebensgefühl der frühen 70'er lieben UND die auch den typischen Sound vieler 70'er Alben lieben (ich meine damit zum Einen den Klang der Instrumente, so wie er dank der Abmischung in den Studios zustande kam - ob dieser Sound nun auf den Zeitgeist oder auf die zu jener Zeit technischen Möglichkeiten der Musikstudios zurückzuführen ist oder auf beides, keine Ahnung ... und zum Anderen meine ich das Songmaterial und auch das Spiel der Musiker)

Und wer sich vom Namen Sergio Mendes & Brasil'66 "abschrecken" lassen sollte, weil er mit Sergio Mendes nur "Mas que nada" und brasilianischen Bossa Nova, Samba und Jazz verbindet - dem sei gesagt: weit gefehlt, denn dieses Album klingt so gar nicht nach dem typischen Sergio Mendes Sound ! Dieses Album ist durch & durch ein klasse 70'er Jahre Pop & Rock Album (mit ein paar wenigen Anleihen bei brasilianischer Musik).

Klasse auch "Sometimes in Winter" von Blood Sweat & Tears ... klingt ganz & gar anders als das Original, aber nicht weniger schön.

Hätte ich nicht die alten Sergio Mendes Alben aus den 60'ern kürzlich für mich entdeckt, wäre mir dieser kleine Schatz wohl entgangen.

Es war (leider) das letzte Album in dieser Formation (Brasil'66).
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Guardians Of The Galaxy: Awesome Mix, Volume 1
Guardians Of The Galaxy: Awesome Mix, Volume 1
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Piña Colada / grün, 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film macht durch & durch Spaß und das auch dank des tollen Soundtracks. Diese Zusammenstellung teils bekannter und teils eher unbekannterer 70'er Jahre Stücke, Klassikern & Gassenhauern ... und Ohrwürmern, die man zwar kennt, die einem aber irgendwie aus dem Gedächtnis entschwunden waren (in meinem Fall der Piña Colada Song) hat wirklich voll & ganz den Titel "Awesome Mix" verdient :-)

Und so heiß wie Zoë Saldaña in grün - so grandios das Soul-Stück "Fooled Around And Fell In Love", das ich vorher gar nicht kannte (wie ich gestehen muss). WAS für ein Song ! Also DER Song vereint in seinen kurzen 4:35 Minuten nun wirklich ALLES, was ich an den 70'ern liebe.


Tell Me Something. The Songs Of Mose Allison
Tell Me Something. The Songs Of Mose Allison
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 32,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sechser im Lotto mit nur 4 Treffern ;-), 18. November 2014
Diese Scheibe ist für mich ein (musikalischer) "Sechser im Lotto": da sind vier verschiedene Musiker, deren Musik ich unabhängig voneinander sehr schätze. Und genau diese Vier produzieren ein gemeinsames Album und das Album wird dann auch noch ein unwiderstehlich swingendes Glanzstück. Was will man (in dem Falle ich) mehr ?

- Ich liebe Van Morrison's Stimme (Van Morrison & Mose Allison's Duett auf dem Stück "Perfect Moment" mit ihren dermaßen kontrastierenden Stimmen, ist einfach nur grandios und gefällt mir fast besser als das Original)
- ich mag Georgie Fame's herrlich Balu-artige Stimme und sein bluesig-jazzig-swingendes Orgelspiel
- ich mag Ben Sidran's Groove und sein markantes Pianospiel
- und zu den großartigen, unikaten Songs von Mose Allison braucht man eigentlich kein weiteres Wort verlieren

Die Interpretationen der Allison Songs werden Mose Allison und seinen Texten, seinem Swing, seiner ungewöhnlichen Rhythmik durchaus gerecht. Alles was diese 4 Musiker ausmacht, findet sich auf diesem Album wieder. Die Songs wirken insgesamt (dank Georgie Fame's Orgel) alle ein Stückchen wärmer & weicher & nicht ganz so garstig wie die Originalstücke von Mose Allison. Es groovt & swingt an allen Ecken & Enden, die Begleitmusiker sind hervorragend und die Texte von Mose Allison bringen einen zum schmunzeln & nachdenken & staunen.


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