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Rezensionen verfasst von
JestersTear "stschmmz" (Mainz)

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Leamington Spa Convention 2012 2CD + DVD
Leamington Spa Convention 2012 2CD + DVD
Wird angeboten von Fishheads Club DE
Preis: EUR 22,00

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entzauberung oder Magie, 1. Dezember 2014
Das vorliegende Package besteht aus zwei CDs und einer DVD, die in einem nett aufgemachten JewelCase mit 8-seitigem Booklet, das auch einige LinierNotes von Fish enthält, präsentiert werden. Aufgenommen wurde das Ganze im Oktober 2012 bei der Fish-Convention im Leamington Spa. Wie auch bei Marillions A Sunday Night Above the Rain ist damit schon mal sichergestellt, daß sich im Publikum ausschließlich Leute befinden, die mit dem gebotenen Material sehr vertraut sind.

Und das macht sich von Anfang durch rege Publikumsbeteiligung auch bemerkbar. Es gibt sicherlich einige Lieder in der Karriere von Fish, die für eine Konzerteröffnung hervorragend geeignet sind, aber nur wenige, die besser als Script for a Jester`s Tear" hätten sein können. Hier stellt sich natürlich auch gleich die Frage nach Fluch oder Segen der Marillionklassiker. Fish ist es nie gelungen sich völlig von seiner Zeit bei Marillion zu emanzipieren. (im Vergleich zu anderen Solo-Künstlern, die in ihren Solo-Konzerten kein Material aus ihrer Bandvergangenheit mehr darbieten). Bei Fish gab es in der Vergangenheit zwar Phasen, in denen er mal mehr und mal weniger Marillionship" im Programm hatte, ganz ohne ging es, soweit ich weiß, nie.

Das Programm in Leamington enthielt insgesamt sechs Klassiker aus Marilliontagen, zu denen teilweise noch etwas zu sagen sein wird. Ich selbst (mal wieder mit Verweis auf mein Amazon-Pseudonym) halte es für einen Segen, daß Fish dem Song-Material aus Marilliontagen die Treue hält, gefallen mir seine Interpretationen durchweg besser, als die Ansätze, die es mit Steve Hogarth als Marillionfrontmann immer mal wieder gab, sich des vor 1989 entstandenen Materials anzunehmen. Darüber hinaus hat Fish sich über die Jahre ein Repertoire geschaffen, daß ausreicht um mehrere Stunden an Konzerten zu füllen. Die Songauswahl für eine solche Veranstaltung lag ihm schon immer sehr am Herzen und er gehört nicht zu denen, die bei jeder Tour die immer gleichen Songs im Gepäck haben. So ist auch die Mischung in Leamington ein Mix aus alt und neu. Und zwei zum Zeitpunkt der Aufnahme noch unveröffentlichte Songs vom Album Feast of Consequences" finden sich ebenfalls im Programm: der Titeltrack des Albums und The Other Side of Me".

Musikalisch wird das ganze hervorragend umgesetzt von Frank Usher, Foss Patterson (und Mickey Simmonds), die beiden Garvin's in der Rhythmusabteilung und Steve Vantsiss, der bei einigen Stücken den Bass übernimmt . Besonders bei den Fish-Material kann ich das auch kritiklos hinnehmen, bei den Marillionklassikern fehlt mir trotz der hervorragenden Umsetzung ein bißchen die Magie, die die Original-Jungs in den Songs transportieren konnten. Unbestrittenes Highlight - und einer der Hauptgründe, warum ich mir diese Scheibe zugelegt habe - war die Aufführung von ... GRENDEL.

Bei keiner Veröffentlichung, zu der ich bisher eine Rezension geschrieben habe, ist mir die Bewertung so schwer gefallen, wie bei dieser. Es stimmt so vieles an diesem Package und ich hatte durchaus meinen Spaß beim Hören. Eigentlich klare 5 Sterne.

Was mich beim ersten Hören der CDs wirklich schwer beeinträchtigt hat, war dieses Mal Fishs Stimme. Gut, und ja ich weiß, daß er da immer wieder für kritisiert wird und wurde - ohne daß ich mich dieser Diskussion je angeschlossen hätte. Ein Fish bei schlechter Stimme war immer noch besser als das meiste Chart-Gedudel im Radio. Aber hier ... ich weiß nicht, was an diesem Abend mit Fishs Stimme los war. Schon beim Opener fällt das auf, zieht sich durch alle Songs. Und dann Grendel, durch das Usher-Solo am Ende auf über 20 min ausgeweitet: da stimmt einfach nichts mehr und es tut einem schon fast körperlich weh, wie Fish sein Organ durch den Song quält. Gerne würde ich etwas anderes Schreiben, aber da müßte man mich mit Sicherheit als taub bezeichnen.

Ich empfehle daher, sich auf jeden Fall als erstes die DVD anzuschauen. Da ist die Stimme zwar auch arg angegriffen, aber im Zusammenhang mit der visuellen Umsetzung, fand ich es dann nicht ganz so dramatisch, wie bei der Beschränkung auf den Audioteil der CDs. Zudem hat man bei den CDs alle Ansagen drastisch gekürzt, und wer jemals auf einem Fish-Konzert war, weiß wie essentiell die für die Stimmung sind. Außerdem erscheinen Songs wie Square Go oder Pilgrim's Address erst durch die einleitenden Worte im richtigen Licht und können ohne diese sehr leicht mißinterpretiert werden.

Es ist und bleibt ein tolles Set, das an diesem Abend gespielt wurde. Wer also auf die von Fish zelebrierte Mischung aus konventionellem Rock und Progressive-Rock steht, sollte sich diese CD zulegen. Wer aber eine glockengleiche Gesangsstimme (die hatte Fish nie) erwartet - oder wenigstens ein bißchen von der Gesangsleistung aus Marilliontagen, sollte die Finger von diesem Package lassen. Einsteigern in die musikalische Welt des Derek Dick würde ich raten, mit einem anderen Werk zu beginnen, obwohl man es durchaus als (man möge mir den Ausdruck verzeihen) "Zeitdokument" für die Konservierung eines Fish-Konzerts betrachten kann.

Wenn ich mir jetzt die "Sterne"-Definition von Amazon anschaue, würde zwei Sterne heißen "Gefällt mir nicht" - was ich nicht sagen kann. Drei Sterne heißen "nicht schlecht", vier "gefällt mir". Unter dieser Betrachtung geb ich vier Sterne, obwohl ich im Kontext des Gesamtwerkes von Fish eher zu drei neigen würde.


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Scorpionsalbum aller Zeiten ..., 3. November 2014
Exakt heute vor 30 Jahren, am 03.11.1984, war ich beim Konzert zur Tour dieses Albums, fiel mir im Laufe des Tages ein. Und im Anfall aufwallender Nostalgiegefühle dachte ich mir, daß das ein guter Zeitpunkt wäre, mal für dieses Album eine Rezension zu schreiben.

Love at First Sting erschien als lange ersehnter Nachfolger von Blackout Anfang Mai 1984. Vorab war Rock you like a Hurricane" als Single veröffentlicht, das dazu gehörende Video in den damals einschlägigen Hitparaden-Formaten (Formel 1) gezeigt worden. Noch bevor die Musik eine Rolle spielte, konnte man sich an dem äußerst gelungenen, wenn auch etwas sexistisch geratenen Album-Cover mit Fotos von Helmut Newton erfreuen, womit den Scorpions erneut die Zusammenarbeit mit einem international renomierten Künstler gelang..

Doch eines reißerischen Covers hätte diese Platte gar nicht bedurft - selbst ein weißer Schuber hätte ausgereicht, denn was die schwarzen Rillen hergaben, suchte zur damaligen Zeit seines Gleichen vergeblich. Schon der Opener Bad Boys Running wild" zeigt auf, wo es lang geht. Purer Hard-Rock und das zumindest auf der damals ersten Seite der LP ohne einziges Luftholen, sieht man von dem ruhigen Anfangsteil von Coming Home einmal ab. Die zweite Seite fällt zwar gegen die erste ein klein wenig ab, aber das vorgelegte Niveau der ersten fünf Tracks ist so unwahrscheinlich hoch, daß das kaum ins Gewichts fällt, denn mit "Big City Nights" und "Still Loving you" sind auch hier noch zwei Songs vertreten, die sich zu wahren Evergreens der Hannoveraner entwickeln sollten. Einzig "As soon as the good Times roll" fällt qualitätsmäßig ein wenig zurück. Crossfire ist bedingt durch seinen Marschrhythmus ebenfalls eines der besonderen Stücke dieses Albums.

Insgesamt haben die Herren Schenker, Meine, Jabs, Rarebell und Buchholz mit diesem Album ihr Masterpiece abgeliefert, auf das sie drei Alben lang hingearbeitet haben. Es ist und bleibt der anschließend unerreichte Höhepunkt ihrer an Höhepunkten nicht armen Karriere. Viele der Songs sind bis heute Dauerbrenner im Liveprogramm (was ich an der ein oder anderen Stelle zwar auch schon bemängelt habe, aber der Einmaligkeit dieses Albums schadet das keinesfalls).
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 24, 2015 1:20 PM CET


Kaliveoscope (Special Edition 3CD+DVD)
Kaliveoscope (Special Edition 3CD+DVD)
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaleidoscope live - Hervorragend !!!, 29. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Same procedure as on every record … könnte man sagen. Wie zu jeder Tour gibt es auch zu Kaleidoscope-Tour die passende Live-Veröffentlichung. Was bei den drei Vorgängeralben geklappt hat, kann im vierten Anlauf nicht falsch sein. Und wie bereits bei der Whirlwind-Tour sind zwei Silberlinge nicht mehr ausreichend, um das Ereignis für die Nachwelt festzuhalten. Und damit habe ich auch schon mein erstes und einziges Problem mit der Veröffentlichung.

Dieser „Package-Wahn“, der seit einiger Zeit um sich greift, nervt mich, der ich in erster Linie an der Musik interessiert bin, grandios. Im Falle von Transatlantic komme ich da mit der Special Edition ja noch leidlich auf meine Kosten, da ich nur eine DVD zusätzlich erwerben muß, die zwar insgesamt äußerst unterhaltsam ist, mich aber nur bedingt interessiert. Ich sehe auch den Mehrwert der Deluxe-Edition – aber wo ist der Sinn darin 2 DVDs und eine Blueray-Disc in einer Box zusammenzupacken, die inhaltlich praktisch identisch sind – nur um festzustellen, daß das Bild der Blueray besser ist, als das der DVD? Gut, es gibt ja für alles einen Markt und es wird niemand gezwungen etwas zu kaufen, was er nicht will, aber eine Standard-nur-CD-Version hätte mir persönlich auch gereicht (selbst wenn ich mich damit als hoffnungslos altmodisch oute – schon weil ich auf der CD-Version bestehe und mich nicht mit einem einfachen Download zufrieden gebe.).

Zum Inhalt (meine Aussagen beziehen sich auf die Special Edition bestehend aus 3 CDs mit dem Tilburg-Konzert und 1 DVD mit dem Konzert im Kölner E-Werk). Das Konzert in Köln auf der DVD macht Freude bei der Betrachtung. Die Spiellaune der fünf Protagonisten ist ungebrochen und vor allem Mike Portnoy legt sich als Volksbelustiger immer wieder kräftig ins Zeug. Schon interessant, wie der sein Schlagzeug bearbeitet. Die anderen Musiker verrichten ihr Tagewerk da etwas zurückhaltender, vor allem der kühle Blonde aus Schweden, während Neal Morse hinter seinen Keyboards teilweise auch ganz aufgeregt herumzappelt. Musikalisch ist alles erste Sahne – natürlich möchte man fast sagen. Die Setliste wird vom aktuellen Album dominiert, das komplett eingespielt wird. Aber die neuen Songs klingen in ihren Live-Versionen noch besser als auf dem Studio-Output. Lediglich bei Morse habe ich den Eindruck, daß er in diesen Tagen ein wenig erkältet war – seine Stimme klingt vor allem bei den Ansagen etwas nasaler als gewohnt. Auch die alten Alben kommen nicht zu kurz – wenn auch teilweise in Medley-Form gekürzt daher. Gleich das zweite Stück – My new World – vom Debütalbum, wird richtig abgerockt – meiner Meinung nach eine der besten Versionen dieses Stücks. Interessant ist auch die Lösung des Whirlwind-Problems. Auf den letzten beiden Live-Alben noch ein CD-füllender Einzeltrack, wird das Werk auf etwas über 30 min. gekürzt. Aber mithin die kurzweiligsten 30 min, die man sich wünschen kann. Ich kann zwar nicht genau benennen, welche Teile gespielt wurden, aber so wie sie zusammengesetzt waren, war das ein echtes Hörerlebnis, das alleine den Kauf der Scheiben lohnt. Und so geht es mir eigentlich mit dem gesamten Werk. Es macht einfach Spaß den Mannen beim Musizieren zuzuhören – und Dank der DVD zuzusehen.

Daß die Zugaben mit Nights in White Satin und die beiden Songs mit dem Focus-Sänger als Gast auf der Einzel-DVD fehlen ist zwar bedauerlich, aber auch durchaus ertragbar. Und die Frage wie viele Versionen man von "We all Need some light" wirklich braucht, möchte ich an dieser Stelle nicht erörtern.

Insgesamt bekommt man auf jeden Fall eine große Packung hervorragenden Progressive Rocks, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2014 8:51 AM CET


Genesis Revisited: Live at the Royal Albert Hall
Genesis Revisited: Live at the Royal Albert Hall
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live at the Albert Pub ..., 2. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum vierten Mal präsentiert der Meister eine Scheibe zum Thema „Genesis Revisited 2”. Nach den überaus gelungenen Neuaufnahmen der Genesis-Klassiker auf „Genesis Revisited 2” folgte die fragwürdige „Genesis Revisited 2 - Selelction”, die nur eine Auswahl der ursprünglichen Veröffentlichung zuzüglich eines bislang unveröffentlichten Titels enthielt. Darauf folgte dieses Jahr die erste Live-Präsentation in dem üppigen 3CD/2DVD-Package, das meiner Meinung nach etwas überdimensioniert aber äußerst gelungen war. Nun folgte die nächste Veröffentlichung mit einem 2CD/1DVD-Package, das ein weiteres Konzert aus dem zweiten Teil der Tour für die Nachwelt erhält. Einen Auftritt in der Royal-Albert-Hall.

Die Setliste variiert im Vergleich zum Hammersmith-Konzert ein wenig, enthält aber zahlreiche Dopplungen. Insgesamt fällt das Konzert etwas kürzer aus als bei der Hammersmith-Veröffentlichung. Auch dieses Mal hat sich SH einige Gäste eingeladen: neben John Wetton, der bei Firth of Fifth zum Zuge kommt und Amanda Lehmann, die eine Akustikversion von Ripples präsentieren darf, helfen dieses Mal Ray Wilson (Carpet Crawlers und I know what I like) und Roine Stoilt (Gitarre bei Return oft he Giant Hogweed) aus. Besonders der Auftritt von Ray Wilson ist für mich sehr gelungen. Schon deswegen weil es Ray Wilson ist, der die Musik von Genesis in den letzten Jahren immer wieder sehr gelungen live präsentiert hat, was ihm immer mal wieder auch negativ angekreidet wurde. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Hackett und Wilson für das Projekt Genesis Revisited III (gut das ist Wunschdenken und gehört eigentlich nicht hierher).

Insgesamt liefert die Band um Steve Hackett wieder ein tolles Konzert ab. Die Mannen sind von der langen Tour gut eingespielt, das merkt man. Nad Sylvan versucht sich ein ums andere Mal mit theatralischen Einlagen in den Vordergrund zu rücken, dabei ist es auffallend, daß er im Setting auf der Bühne immer ein Stück hinter SH platziert ist (eigentlich ungewöhnlich für einen Sänger). Auf den CDs hat man die eine oder andere Ansage von SH rausgeschnitten oder gekürzt, was den Scheiben aber nicht schadet. Musikalisch bleibt mein Highlight nach wie vor: Supper’s Ready – an diesem Stück werde ich mich auch in Jahren noch nicht satt hören. Die „neuen“ Stücke (Carpet Crawlers, Giant Hogweed, The Fountain of Salmacis und Ripples) passen sich gut in das Gesamtgefüge ein. „The Return of the Giant Hogweed“ kommt geradezu fulminant durch die Boxen – dennoch bleibt es für mich ein verzichtbares Stück (Geschmacksache).

Über Bild und Ton der DVD möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern. Da ich selbige nur auf Standard-Stereo-Equipment genossen habe und für mich 5.1-Sound ohnehin nicht relevant ist.

Braucht man diese CD/DVD, wenn man Live at Hammersmith schon sein Eigen nennt? Nicht wirklich und ganz unbedingt. Als Genesis-gelegentlich Hörer oder Einsteiger ist man u.U. mit einer Variante bestens bedient. Für jeden, der mit einer phantastischen Präsentation außergewöhnlichen Liedguts einen Ausflug in die kreative Welt der 70er machen möchte, kann ich die Scheibe aber nur wärmstens empfehlen.


Das Märchen Vom Gezogenen Stecker Live (Limited Deluxe)
Das Märchen Vom Gezogenen Stecker Live (Limited Deluxe)

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live die 6., 1. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kurz vor Ende der „BAP zieht den Stecker“-Tour, die nur aus markenrechtlichen Gründen nicht „Unplugged“ genannt werden durfte, erschien nun die dazugehörige Live-CD. Ich habe die Tour selbst bei einem Konzert erleben dürfen und mich damals nach dem Konzert schon hoffnungsfroh gefragt, ob es diese CD denn wohl jemals geben wird.

Und nun ist sie da. Die beiden Silberlinge enthalten in etwa die komplette Setliste eines Abends. Dreißig Lieder in ein neues Gewand verpackt und mit einer außerordentlichen Spielfreude präsentiert (so kam es mir jedenfalls beim selbst besuchten Konzert vor). Die Mannschaft um Wolfgang Niedecken hat sich dieses Mal wieder ein wenig verändert. An der Percussion unterstützt Rhani Krija, der schon an den Pandora-Alben mitwirkte und bei der damaligen Tour bei einigen Konzerten dabei war, die Rhythmusabteilung. Anne de Wolf, die schon fast als offizielles Mitglied gewertet werden kann, spielt eine Vielzahl verschiedener Instrumente. Besonders auffällig ist der Wechsel an der Gitarre. Da Helmut Krumminga aus persönlichen Gründen nicht an der Tournee teilnehmen konnte, wurde dieser durch Ulrich Rode, dem Mann von Anne de Wolf, hervorragend vertreten. Wie eigentlich bei jeder Tournee betonte WN auch bei dieser, daß die präsentierten Stücke nicht einfach eine „Best of“-Zusammenstellung sein sollen. Für diese Konzertreihe hat man sich natürlich hauptsächlich Material ausgesucht, daß sich für eine akustische Performance eignet. Die rockigeren Songs bleiben ein bißchen außen vor, was der ganzen Präsentation einen ruhigeren Anstrich verpaßt. Acht Stücke stammen vom der Tour zugrunde liegenden Niedecken-Solo-Album. Der Rest ist eine bunte Mischung aus dem reichhaltigen Songangebot der fast 40-jährigen Bandgeschichte bei der jedes Studioalbum mit mind. einem Song Berücksichtigung findet. Ungewollt entsteht daraus dann doch eine Art „Best of“-Mischung, die aber durchaus subjektiv gewertet ist. Einige Stücke, die auf einem Rock-Album eher schnulzig daherkommen, entfalten in der akustischen Umgebung durchaus neue Qualitäten. Als Highlights tauchen dann auch verschiedene „alte“ Bekannte auf, die auf keiner Live-Veröffentlichung von BAP fehlen dürfen und dennoch immer wieder Höhepunkte sind, z.B, Verdamp lang her im gefühlt 1000. Arrangement, Kristallnaach oder Do kanns zaubere. Besondere Highlights sind im Zugabenteil, also gegen Ende der 2. CD, Novembermorje und natürlich die herrliche Über-Ballade vom Salzjebäck-Album, die ich (soweit ich mich erinnere) erstmals bei der abgelaufenen Tour live erleben durfte: Sendeschluß. Mit diesem Song klingt diese tolle CD dann auch aus.

Ohne Einschränkungen bleibt als Fazit ein hervorragendes Live-Album, das voller Überraschungen steckt. Daß man für die CDs die Ansagen von Wolfgang Niedecken auf ein Mindestmaß zurückgeschnitten hat, geht zwar ein bißchen zu Lasten der Gesamtatmosphäre, da die meisten Songs sehr straight hintereinander gespielt werden, kommt der Musik selbst aber zu Gute, da man sonst vielleicht tatsächlich drei CDs gebraucht hätte um die drei Abende in der Philharmonie würdig zu präsentieren.


Suits
Suits

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solowerk Nr. 4, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Suits (Audio CD)
Fishs viertes Solowerk kommt wieder etwas progressiver daher, als das Cover-Album Songs from the Mirror. Mehr und mehr entwickelt Fish den Stil, dem er auch auf den folgenden Alben treu zu bleiben versucht. Eine Mischung aus Progressive-Rock, klassischem Hard-Rock angereichert mit zahlreichen anderen stilistischen Elementen. Highlights dieses Album sind sicherlich gleich die ersten fünf Tracks, die einfach alle hervorragend sind. Bei den Songs 6 bis 9 geht dem Meister dann ein bißchen die kreative Luft aus, was jetzt nicht heißen soll, daß die Lieder schlecht wären, mit der ersten Hälfte der Platte können sie aber leider nicht mithalten. Der Abschluß mit Raw Meat versöhnt dann wieder und läßt einen positiven Gesamteindruck zurück.

Für mich heißt das mit den sechs starken Songs und vier nicht ganz so starken immer noch volle Punktzahl. Jemand der etwas objektiver werten würde, gäbe vermutlich 3,5 Sterne, aber Leute, ich habe mein Pseudonym nicht unüberlegt gewählt …


Fugazi (+Bonus CD)
Fugazi (+Bonus CD)
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Der 2. Meilenstein in der Marillion-Historie, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Fugazi (+Bonus CD) (Audio CD)
Der zweite Streich der Jungs aus Aylesbury klingt schon deutlich eigenständiger als das oft mit Genesis verglichene Debüt Script for a Jesters Tear. Für mich war Fugazi der erste Kontakt zu dieser Band – irgendwann vor inzwischen 30 Jahren. Damals hatte ich mit Progressive Rock noch nicht so viel am Hut, die Platte war mir von einem Kollegen empfohlen worden. Und dann die ersten Takte von Assassing, der treibende orientalisch angehauchte Rhythmus, das ausgedehnte instrumentale Intro bis zur ersten Textzeile „I am the Assassing“. Fishs Organ hat mich beim ersten Kontakt alles andere als überzeugt, aber die Musik hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Und tut sie heute noch.
Fugazi ist für mich eine Ansammlung von sieben Top-Klassikern dieser Band, kein einziger Ausfall. Musikalisch ist Fugazi der nie wieder erreichte Höhepunkt in der frühen Schaffensphase dieser Band. In der Besetzung mit Fish sollte nichts Besseres mehr Kommen – mit der h-Phase (Steve Hogarth) der Band, möchte ich diese Scheibe nicht vergleichen. Bedauerlich ist aber, daß, soweit ich weiß, von dieser Platte nach dem Einstieg von h nie wieder etwas im Live-Programm von Marillion zu hören war, was für mich aber ein weiterer Beleg dafür ist, wie sehr dieses Werk von Fish's Präsenz lebte und auf ihn zugeschnitten war.

In der remasterten Special-Edition bekommt man auf CD2 noch ein paar Goodies. Darunter auch die Version von "Three Boats Down from the Candy", die auf der Market-Square-Heroes-EP enthalten war. Außerdem die Maxi-Version von "Cinderella Search" (Assassing B-Seite) und ein AlternativeMix von „Assassing“, der auf der SinglesCollection bereits veröffentlich wurde. Zusätzlich gibt es noch paar Demo-Versionen, die allerdings deutlichen „Work-in-Progress“-Status haben.

Fazit: Die Bonus-CD fällt in ihrer Wertigkeit gegenüber der von „Script for a Jester’s Tear“ etwas ab und ist nur für Fans und Komplettisten von weiterführendem Interesse. Der wichtigste Bestandteil hier ist die jedoch Original-CD, die uneingeschränkt 5-Sterne plus verdient. Für mich eines der besten Alben der 80er Jahre.


A Sunday Night Above the Rain
A Sunday Night Above the Rain
Wird angeboten von per-fekt
Preis: EUR 9,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sounds that can't be made - LIVE, 2. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Sunday Night Above the Rain (Audio CD)
A better way of Life - so das Motto auf der Marillion-Hompage Und in der Tat kann man auch in dieser Veröffentlichung wieder einige positive Eindrücke gewinnen. Aufgenommen beim Marillion Weekend 2013 ist schon einmal eine Sache klar: im Publikum befinden sich nur ausgewiesene Marillion-Fans. Für die Stimmung, die mit den beiden Silberlingen transportiert wird, ist das von sehr großem Vorteil. Das Publikum liebt halt nun mal seine Gastgeber.

Präsentiert werden an diesem Abend hautsächlich die Songs vom letzten Album "Sounds that can‘t be made". Die acht Lieder von diesem Album werden komplett dargeboten. Dazwischen werden einige Goodies aus 30 Jahren Bandgeschichte gesetzt. Gleich der Opener "Gaza" kommt recht fulminant daher. Die ersten Strophen kommen in der Live-Variante ähnlich brachial rüber, wie schon auf der Studio-CD. Mit seinen fast 19 min (incl. Applaus) weißt das Stück eine durchaus Progressive-Rock-taugliche Länge auf. Aber die Marillion von 2013 sind diesem Genre meines Erachtens nur noch bedingt zuzurechnen. Und "Gaza" ist mir, wie der Protagonist aus dem Text, in sich zu zerrissen, um zu einem wahren Klassiker zu werden. 18 min. Laufzeit ergeben leider nicht automatisch ein "Ocean Cloud" (oder, für die Nostalgiker unter den Hörern, ein "Grendel").

Auf CD1 wechseln sich Stücke vom Sounds-Album mit älteren Werken ab. Bezeichnend ist, daß gerade die älteren Werke beim Publikum die wahren Renner sind. Den Beginn von „Waiting to Happen“ trägt das Publikum in weiten Teilen alleine. „This Strange Engine“ und „Neverland“ werden komplett abgefeiert.

Der zweite Silberling fällt gegen den ersten leider etwas ab. Dazu ist er dann zu Sounds-lastig. Montréal, Power und The Sky above the Rain wissen aber dennoch zu gefallen, bleiben aber nahe an den Studioversionen. Nur noch zwei weitere Titel verbleiben von anderen Alben: King of Sunset Town, das auf keiner der zahlreichen Live-Veröffentlichungen jüngeren Datums zu finden ist (außer der zweiten Bootleg-Box) und Garden Party als Abschluß. Gerade letzteres, so sehr es vom Publikum auch gefeiert wird, hinterläßt einen faden Beigeschmack, da h und Fish-Material halt nur bedingt zusammengehen und es unter dem h-Material sicherlich Stücke gegeben hätte, die das Konzert hätten genauso gut abschließen können.

Insgesamt begeistert mich das Album (noch) nicht so sehr, wie die vorangegangenen Live-CDs von Marillion. Vielleicht war es für eine Komplettaufnahme von „Sounds“ einfach noch ein bißchen zu früh. An der Stimmung liegt es jedenfalls nicht, die war hervorragend und wurde bereits eindrucksvoll in der Doppel-CD „Brave live 2013“ gewürdigt, die einen Tag vor dieser Scheibe hier an gleicher Stelle aufgenommen wurde (im Onlineshop von Marillion erhältlich). Mit der Präsentation von "Brave" kann Sounds leider nicht mithalten.

Dennoch gebe ich vier Punkte, wovon mind. einer dem Umstand geschuldet ist, daß es sich um Marillion handelt und Live-Aufnahmen von Marillion eigentlich immer sehr hörenswert sind. Für alle, denen Sounds can‘t be made schon gefallen hat, ein großer Hörspaß auf über 130 min.


Back To Front - Live In London - DVD Deluxe Edition [Deluxe Edition] [Deluxe Edition]
Back To Front - Live In London - DVD Deluxe Edition [Deluxe Edition] [Deluxe Edition]
DVD ~ Peter Gabriel
Preis: EUR 32,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Live-Spektakel, 26. Juni 2014
Mit diesem hochwertigen Package übertrifft sich Peter Gabriel wieder einmal selbst. Ich besitze die 2 DVD/2CD-Ausgabe Auf die Beurteilung von Sound- und Bildqualität möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Für mich ist an dieser Stelle nur der Unterhaltungsfaktor von Interesse - der ist zwar sehr subjektiv - aber bei mir war er beim Betrachten der DVD auf einem durchweg enorm hohen Level.

Das dargebotene Konzert teilt sich, so Peter Gabriel zur Begrüßung der Fans in der ausverkauften 02-Arena, wie eine gute Speisfolge in mehrere Gänge. Als Vorspeise werden die Stücke in einer Akustik-Fassung angeboten. Den Opener - ein neues sich noch in Arbeit befindendes Stück - präsentiert der Meister am Klavier begleitet nur von Tony Levin am Bass, Danach kommt der Rest der Band, die auch schon 1986/87 auf der So-Tour dabei war, auf die Bühne. Mitten in Family-Snapshot endet der Akustik-Teil und der Elektro-Teil beginnt mit einer fulminanten Lightshow. Es folgt eine gute Best of Auswahl, Stücke, die man von zahlreichen anderen Veröffentlichungen kennt, bis mit "Red Rain" ein weiterer Höhepunkt des Abends beginnt: die komplette Präsentation des Albums "So". Mit Ausnahme von "In your Eyes" auch in der gleichen Reihenfolge, wie auf der Original-CD.
Das über 25-Jahre alte Material erscheint in einem aufgefrischten Gewand und viele Stücke bestehen die Zeitreise ins 21. Jh. mit Bravour. Einzig bei einem meiner Favorites - Don't give up - das mit einem Solo von Tony Levin beginnt, möchte ich leichte Abstriche machen, da Jeanny Abrahamson hier nicht an eine Kate Bush oder an Pala Cole, die bei der Secret World Tour die Duettpartnerin von PG war, heranreichen kann. Als Zugabe gibt es dann noch "The Tower that ate People" visuell sehr stimmig umgesetzt und das schon fast unvermeidliche "Biko" mit dem PG das Publikum dann nach Hause entläßt.

Das gesamte Konzert ist visuell hervorragend umgesetzt, die Lightshow innovativ und abwechslungsreich, wie man es von PG schon gewohnt ist. Die Songauswahl läßt keine Wünsche offen. Mit dem der Deluxe-Edition beiliegenden Buch - wobei beiliegend falsch ausgedrückt ist, da die vier Silberling ihren Platz in der zweiten Seite des Hard-Covers finden - bekommt man ein wirklich hochwertiges Package auch wenn sich musikalisch nichts wirkliches Neues tut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2014 11:39 AM MEST


Der Medicus
Der Medicus
DVD ~ Tom Payne
Preis: EUR 5,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes Filmerlebnis aber ..., 23. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (DVD)
keine Literaturverfilmung im eigentlichen Sinne. Dazu weicht der Film zu sehr von der Originalvorlage ab. Die Punkte, wo es Übereinstimmungen zum Buch gibt wären an dieser Stelle schneller aufgezählt als die Abweichungen. Im Grunde müßte es im Vorspann heißen "sehr frei nach Motiven aus dem Roman "Der Medicus" von Noah Gordon".

Durch die zahlreichen Weglassungen und Umgestaltungen des Handlungslaufs wird der Film in weiten Teilen unlogisch. Dazu zählen m.E. die sehr rasch gewonnenen Sprachkenntnisse des Rob Cole und außerdem seine beachtlichen Lesefähigkeiten, die auch das arabische mit einbeziehen. Wo bitte soll ein, bei einem Bader aufgewachsenes Waisenkind, lesen lernen??? Und kann mir mal einer erklären, warum das Mittelalter in deutschen Produktionen immer so abgrundtief schmutzig dargestellt wird. Die armen Leute und Bauern strotzen nur so vor Dreck. Der Lehrmeister von Cole war "Bader" (doppelt unterstrichen). Das beschränkte sich auch bei Reisenden dieses Berufsstandes nicht nur auf Bart scheren und Zähneziehen, sondern beinhaltete auch auf die Körperpflege, deren Sinn und Wichtigkeit auch im 11. Jh. schon bekannt war.

Kennt man das Buch nicht und sieht über die zahlreichen logischen Brüche und historischen Fehler (die es auch im Buch gibt) hinweg, kann man einen ganz unterhaltsamen Kinoabend erleben. Die Besetzung ist sicherlich sehr gelungen (vor allem Ben Kingsley und Stellan Skarsgard). Die einzelnen Charaktere, die der Film beschreiben will, bleiben aber alle verhältnismäßig flach und es entwickelt sich zu keinem Zeitpunkt eine emotionale Ebene zu den Agierenden.


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