Profil für lottasbuecher > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von lottasbuecher
Top-Rezensenten Rang: 11.640
Hilfreiche Bewertungen: 178

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
lottasbuecher "Sie liest und meint "Die Realität stört immer"" (Bremen)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-19
pixel
Drei auf Reisen
Drei auf Reisen
von David Nicholls
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

4.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Geschichte, wenn man sich die ganze Kunst wegdenkt., 5. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Drei auf Reisen (Gebundene Ausgabe)
David Nicholls: Drei auf Reisen
Kein und Aber | 544 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: us

ZITAT:
"Du meinst, die Liebe, die man für sein Kind empfindet, ist nicht echt, sondern etwas rein Biologisches?" "Im Gegenteil. Sie ist echt, weil sie biologisch ist! Wie man für deine Freunde, Partner, ja sogar Geschwister empfindet, hängt von ihrem Verhalten ab. Bei den eigenen Kindern spielt das keine Rolle. Es ist egal, was sie tun. Eltern lieben ihre Kinder nicht weniger, wenn sie Rotzlöffel sind, oder?"

+ EINSTIEG
Ich glaube ich habe selten bei einem Buch schon auf der ersten Seiten so viel gelacht, wie bei diesem. Douglas war mir sofort sympathisch, weil er selbst diesen herben Schlag, den er am Anfang des Buches abbekommt auf eine selbstironische Art und Weise nimmt, die ich absolut bewundere. Man lernt auf den ersten Seiten nicht nur Douglas kennen, sondern erfährt die Lebensustände der Familie und wie Douglas Connie kennengelernt hat. Dieser erste Abschnitt hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wollte unbedingt weiterlesen.

+ SCHREIBSTIL
Der Stil war gerade am Anfang sehr angenehm zu lesen, dadurch kam ich sehr leicht ins Buch rein und konnte mich in die Geschichte hinein denken. In diesem Buch wurde der Ich-Erzähler verwendet, den ich sehr bevorzuge. Douglas berichtete über die Geschehnisse vor und während der Grandtour und ließ dabei immer Passagen aus früherer Zeit einfließen in der Connie und er noch sehr verliebt waren. Der Schreibstil war für mich sehr natürlich. Keine Unterhaltung oder Szene schien gestellt oder weit hergeholt. Sicherlich wurde hier mit einigen Klischees gearbeitet, aber nicht alle Klischees sind falsch, irgendwo müssen sie schließlich herkommen.

+ CHARAKTERE
Douglas ist für mich wirklich der typische Wissenschaftler und Connie die Künstlerin wie sie im Buche steht. Natürlich wurde auch hier mit vielen Klischees gearbeitet, aber das hat die Protagonisten nur umso lebendiger gemacht. Mir hat es gut gefallen. Das einzige Problem war für mich, dass ich mich weder in Douglas, noch in Connie und auch nicht in "Egg" hineinversetzen konnte. Zumindest nicht so richtig. Douglas hätte ich manchmal schütteln wollen, weil er so eingefahren war in seiner Meinung, aber ich hätte mich kaputt lachen können über seine selbstironische Art und Weise. Connie und ihr gemeinsamer Sohn sind beide künstlerisch angehaucht und sie benehmen sich genauso, wie man sich einen exentrischen Künstler vorstellen würde.

+ SETTING
Das Setting war wunderbar. Egal an welchen Ort die Familie, bzw. Douglas gerade war, ich konnte es mir bis ins kleinste Detail vorstellen. Besonders leicht fiel es mir natürlich bei den Orten, die ich selbst schon einmal bereist habe, aber auch Venedig und Amsterdam beispielsweise waren für mich greifbar und real. Übrigens hat mich dadurch ziemlich das Fernweh gepackt.

- VERLAUF
Ja, der Verlauf. Mein Sorgenkind bei diesem Buch. Es fing so gut an und ich dachte, dieses Buch und ich, wir werden dickste Freunde, aber dann wurde es irgendwie langsam und sehr kunstbehaftet. Das ist eigentlich so meine Kritik. Immer wenn sie irgendwo waren ging es praktisch nur um Kunst, Bilder, Gegenständen und seine Gedanken dazu wurden mir zu auszuführlich beschrieben. Ich habe nun mit Kunst leider gar nichts am Hut und konnte mit diesen Ausführungen so gar nichts anfangen. Bis zu einem bestimmten Punkt habe ich mich oftmals arg gelangweilt, auch wenn es zwischendurch natürlich witzige Szenen gab.

+ ENDE
Es ist vielleicht nicht das Ende, das ich erwartet habe, aber es ist perfekt. Es ist genau das richtige Ende für dieses Buch. Ich glaube, wenn es zu meinem erdachten Ende gekommen wäre, wäre die Geschichte wahrscheinlich ziemlich unglaubwürdig. So, wie es endet, so ist das Leben. Das Leben hält sich nicht immer an das Drehbuch. Das Ende konnte mich wirklich überraschen.

FAZIT: Note 3
Das Buch war nicht durchweg schlecht. Auf gar keinen Fall. Die Geschichte glänzt durch einen herrlich humorvollen Einstieg, klischeebesetzte aber tolle Charaktere und einen sehr natürlichen Schreibstil. Auch die verschiedenen Settings konnten mich von sich überzeugen und löst bei mir den Wunsch zu reisen aus. Allein der Verlauf der Geschichte hat mich leider enttäuscht. Es ging mir zu langsam voran und alles in dieser Geschichte war einfach zu kunstlastig. Für mich als Kunstmuffel war das leider nichts.Trotzdem habe ich mich doch dazu entschieden, dem Buch eine zwei zu geben, weil es eine wunderbare Geschichte ist, wenn man sich die Kunst einmal wegdenkt. Ich habe das nochmal ein wenig sacken lassen und mit meiner Ma darüber gesprochen und kann sagen: "Ja, es ist ein gutes Buch."


Eleanor & Park
Eleanor & Park
von Rainbow Rowell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine wirklich zauberhafte Geschichte, wenn dieses Ende nicht wäre, 22. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Eleanor & Park (Gebundene Ausgabe)
Rainbow Rowell: Eleanor und Park
Hanser Verlag | 360 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: Eleanor and Park

ZITATE

* Es war nur logisch, dass Tina in Eleanors Sportkurs war - denn Sport war die Fortsetzung der Hölle, und Tina war definitiv ein Teufel. Ein merkwürdiger Teufel in Kleinformat. So was wie ein Spielzeugteufel.

* Park macht große Augen. Das heißt, mäßig große. Manchmal fragte sie sich, ob die Form seiner Augen einen Einfluss darauf hatte, wie er Dinge sah. Vermutlich war das die rassistischste Frage aller Zeiten.

* Er hatte sich sogar gefragt - im Ernst, während er sie küsste, hatte er sich das gefragt -, ob er vielleicht schwul war. Allerdings verspürte er auch keine Lust, JUngszu küssem. Und wenn er an She-Hulk oder Storm dachte (und nicht an Dawn, dieses Mädchen), war das Küssen viel besser. Vielleicht fühle ich mich von echten Mädchen nicht angezogen, hatte er damals gedacht. Vielleicht bin ich so wa swie ein perverser Cartoon-Sexueller.

* Oder vielleicht, dachte er jetzt, erkannte er all die anderen Mädchen nicht. So wie ein Computerlaufwerk eine Diskette ausspuckt, wenn es die Formatierung nicht erkennt. Als er Eleanors Hand berührte, erkannte er sie. Er war sich ganz sicher.

+ EINSTIEG
Der aller erste Einstieg in die Geschichte beginnt aus Parks Sicht, er beschrieb, dass Eleanor weg ist und dass sie nicht wiederkommen wird, er lässt den Leser ganz tief in seine Gedankenwelt und .. auf einmal ist August 1986. Und hier beginnt Eleanors und Parks gemeinsame Geschichte. Sie lernen sich im Bus kennen auf dem Weg zur Schule. Eleanor ist neu an der Schule und hat somit auch noch keinen Platz im Bus, bis Park sich ihrer erbarmt und sie neben sich lässt. Ich mochte den Anfang gerne, weil so gut wie jeder Leser solche Situationen kennt, egal ob aus der einen oder aus der anderen Perspektive.

+ SCHREIBSTIL
Der Schreibstil hat mir, genau wie bei "Zwei Worte von und eins zurück" sehr gut gefallen. Ich habe gar nicht gemerkt, wie viel ich eigentlich gelesen habe, erst wenn ich das Buch einmal aus der Hand gelegt habe, und auf die Seitenzahlen geblickt habe. Die Autorin schreibt im auktorialen Erzählstil und berichtet aus zwei verschiedenen Perspektiven. Ich hätte mir für dieses Buch einen Ich-Erzähler gewünscht, weil dann Gedanken und Gefühle wahrscheinlich noch klarer heraus gekommen wären. Ich konnte mich zwar immer gut in die Situationen hineinversetzen, aber für eine Geschichte mit Perspektivenwechsel, finde ich, den Ich-Erzähler einfach praktischer. Dessen ungeachtet ist der Schreibstil sehr einfühlsam und ruhig, auch in Situationen, die den Leser dazu bringen wütend zu werden. Die Autorin schreibt ohne große Effekthascherei und künstliches auf die Tränendrüse drücken, das ist ein großer Pluspunkt. Alle Gespräche und Situationen wirken sehr natürlich.

+ CHARAKTERE
Endlich mal keine 0815 Charaktere, die man in jedem zweiten Roman findet. Eleanor und Park sind zwei sehr eigene Charaktere, die sich langsam aber sicher in das Herz ihrer Leser schleichen. Eleanor kommt aus ärmeren Verhältnissen, ihre Mutter ist Hausfrau und ihr Stiefvater Richie geht arbeiten und verwaltet das Geld für die Familie, was leider so viel heißt, dass er das Geld versäuft und das was überbleibt für Verpflegung von ihr und ihren drei Geschwistern draufgeht. Eleanor ist erst vor kurzem wieder zu ihrer Familie zurück gekommen, denn sie war für ein Jahr in einer Pflegefamilie gewesen. Dadurch ist sie die Neue an ihrer Schule und muss auch noch mit dem Bus zur Schule fahren. Eleanor trägt andere Klamotten als alle anderen und hat rote lockige Haare, was sie zum Gespött der Schule macht. Park hingegen ist schon länger an der Schule, die anderen Schüler mögen ihn zwar auch nicht, aber sie akzeptieren ihn. Er sieht asiatisch aus, weil seine Mutter aus Korea kommt und das ist, wie es scheint, sein großes Problem. Park ist mir sympathisch, weil er so einfach ist, er denkt nicht lange nach ob er etwas macht oder nicht. Er macht es einfach. Ich konnte mich sowohl in Park als auch in Eleanor sehr gut hineinversetzen. Ihre Reaktionen und Gedanken waren für mich nachvollziehbar und logisch. Beiden taten mir oftmals sehr leid.

+ SETTING
Die Geschichte spielt in Ohama. Ich muss sagen, dass ich mit den Bundesstaaten der USA nicht viel anfangen kann und ich auch gar nicht weiß wie es dort aussehen könnte bzw. sollte. Daher hätte Ohama für mich auch in der Anarktis sein können. Für mich hat das Setting wieder keine große Rolle gespielt, zumindest nicht ob es nun Ohama oder sonst wo in der USA ist. Wichtig war für mich dieses Kleinstadt-, bzw. Dorfflair, das für mich auch wirklich gut heraus kam. Jeder kennt jeden und die Eltern sind schon mit den Eltern der Freunde zur Schule gegangen. Ich konnte mir gut vorstellen, wie es bei Eleanor zu Hause aussieht und wie es sich anfühlt dort wohnen zu müssen.

/ VERLAUF
Beim Verlauf bin ich zwiegespalten. Den ersten Teil fand ich wirklich gut. Es hat mir gefallen, wie die Beiden sich kennengelernt haben und sich langsam einander angenähert haben. Ich fand es schön zu lesen, wie behutsam sich die Freundschaft zwischen ihenen entwickelt. Auch als sie offensichtlich befreundet sich und sich stetig in einander verlieben fand ich den Verlauf noch wirklich gut, weil es nicht so übertrieben war, alles entwickelt sich nach und nach und sie fassen immer mehr Vertrauen zu einander. Und dann wurde es auf einmal weniger interessant. Es waren irgendwie immer wieder die gleichen Abläufe und ich hatte mich schon sehr daran gewöhnt, es kam kaum zu neuen Ereignissen. Eleanor wurde weiterhin geärgert und gemobbt und die Beiden trafen sich weiterhin. Dann kam es zum großen Knall und dann..

- ENDE
Dann war auf einmal alles vorbei. Das Ende hat mir leider gar nicht gelegen. Ich kann leider nicht so viel dazu sagen ohne zu spoilern, aber es war nicht das Ende, das ich mir gewünscht hatte. Es musste nicht unbedingt ein Happyend sein, aber das war nicht das Richtige. Es war mir insgesamt zu offen. Was wird denn jetzt weiter?

BEWERTUNG: Note 2
Ich habe ein bisschen hin und her überlegt, aber die positiven Aspekte der Geschichte überwiegen, weshalb ich dem Buch die Note 2 gebe. Der Einstieg, der Schreibstil, die Charaktere und das Setting konnten mich voll und ganz von sich überzeugen. Beim Verlauf war ich, wie erwähnt, ein bisschen zwiegespalten, aber er war nicht unbedingt schlecht. Einzig das Ende war so gar nichts für mich. Ich habe keinen richtigen Abschluss gefunden und irgendwie warte ich immer noch darauf. Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne Jugendbücher lesen, die etwas mit Liebe zu tun haben. Eleanor und Park sind wirklich zwei wunderbare und starke Charaktere, die sich ins Herz des Lesers schleichen. Meinetwegen hätte das Buch noch 200 Seiten mehr haben können.


Sternschnuppenstunden
Sternschnuppenstunden
von Rachel McIntyre
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr gutes Buch bzgl. Mobbing, 18. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Sternschnuppenstunden (Gebundene Ausgabe)
Rachel McIntyre: Sternschnuppenstunden
Magellan Verlag | 301 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Teil einer Reihe: Nein | Originaltitel: Me and Mr J | Note 1

+ Einstieg
Schon der Anfang des Buches bringt mich auf unglaublich sympathische Weise zum Lachen, denn ich kann es Lara so gut nachempfinden. Lara, die Protagonistin des Buches schreibt in ihrem ersten Tagebucheintrag von wem und warum sie das Tagebuch hat. Ihre trockene Art war mir sofort sympathisch. Mir fiel der Einstieg in Laras Leben sehr leicht.

+ Schreibstil
Der Schreibstil war so passend, dass ich wirklich dachte, dass das Buch von einer sechzehnjährigen geschrieben wurde. Ich konnte mich so gut in Lara und ihre Situation hineinversetzen. Konnte ihre Gefühle nachempfinden und wollte sie manchmal einfach nur in den Arm nehmen, um ihr zu sagen, dass irgendwann wieder alles gut wird. Lara ist der Ich-Erzähler der Geschichte und führt den Leser durch ihren Alltag. Dadurch, dass der Leser ihr Tagebuch liest, fühlt man sich ihr sehr nah und vertraut. Ein bisschen so, als wäre man ihre beste Freundin. So oft musste ich beim Lesen lachen, weil der Humor in diesem Buch so zu mir passt.

+ Charaktere
Ich mochte Lara von Anfang an. Lara ist, wie ich schon erwähnt habe, die Protagonstin des Buches und sie ist das Mobbingopfer ihrer Schule und der Jungsschule. Sie hat rote Haare, ist dünn und hat auch noch den, für sie, schlimmsten Nachnamen der Welt: Tittle. Und als wenn das nicht schon genug wäre, lebt ihre Familie in einer Arme-Leute-Gegend und ihre Eltern streiten sich ständig wegen ein und dem selben Thema: Geld. Lara hat es wirklich nicht leicht. Sie muss Zeitungen austragen, um ein bisschen was für sich zu verdienen damit, sie sich etwas leisten kann. Lara war mir beim Lesen sehr nah. Ich konnte ihr nachempfinden in was für einer schrecklichen aussichtslosen Situation sie sich befindet und ich wollte sie einfach nur daraus holen. Dann gibt es natürlich noch Mr. Jagger, ihr Prinz auf dem weißen Pferd, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch verdammt nett ist, zu der kleinen Außenseiterin. Was ich an Mr. Jagger besonders mag, ist dass er nicht übertrieben wirkt. Und zu guter Letzt: Die Mobbing-Clique. Genau so stellt man sich miese fiese Mädchen/Jungs vor, die jemandem nur etwas Schlechtes wollen, weil derjenige weniger Geld hat, keine Oberweite oder ähnliches. Ich habe sie gehasst.

+ Setting
Laras Zuhause, ihre Schule und Umgebung wurden gut beschrieben. Ich hatte zwar keine genaue Vorstellung von der Stadt, konnte mir aber Laras Umfeld sehr gut vorstellen. Es wirkt immer ein bisschen düster, was auch zu Laras Beschreibungen ihres Alltags gepasst hat.

+ Verlauf
Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen. Anfänglich war ich zwar ein bisschen genervt von ihrer immer wieder gleichen Beschreibung ihrer Tagesabläufe, aber das Ganze hatte einen Sinn. Das ist nun mal Laras Leben, so und nicht anders muss sie damit zurecht kommen. Sie muss jeden Tag zur Schule, die Hänseleien und Mobbingattacken ertragen, sie muss immer zu ihrer Granny, sie muss Zeitungen austragen und sie muss jeden Abend den Streit ihrer Eltern mit anhören, oder selber hineingeraten. Das ist ihr Leben und das wird mit der Zeit beim Lesen auch sehr deutlich. Der Verlauf ist insgesamt spannend und bleibt dies auch bis zum Schluss. Es gibt einige Ereignisse und Wendungen, die mich mit Lara zittern lassen haben, manchmal wollte ich sie schütteln und sagen: "Mädchen wehr dich."

+ Ende
Das Ende war gut gewählt, denn wenn es noch weiter gegangen wäre, wäre es wahrscheinlich zu sehr in die Länge gezogen gewesen. Ich konnte das Buch mit dem Ende sehr gut abschließen. Man hatte so einen klaren Cut, der verständlich ist, weil das Buch in Tagebuchform geschrieben wurde. Trotzdem hätte ich sehr gerne gewusst, was aus einigen Personen wurde.

+ Gestaltung
Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet. Ich liebe es unheimlich, dass es tatsächlich aussieht, wie ein benutztes, beschriebenes Tagebuch. Das war wirklich eine tolle Idee. Nur der Titel hat mir nicht so gut gefallen. Habe ich es überlesen oder kommt nämlich so gar nichts mit "Sternschnuppen" in diesem Buch vor?

Zitat
* Stell dir eine Mischung auf Edward Cullen und Mr Darcy vor, liebes Tagebuch. Aber glaub mir, selbst dann hast du noch keine Ahnung, wie unglaublich fantastilliös Ben Jagger aussieht. Und ich bin bei Weitem nicht die Einzige, der das aufgefallen ist: Das kollektive Wimperngeklimper der 11G hätte den armen Kerl fast aus den Schuhen geweht.

Bewertung: Note 1
Ich muss diesem Buch eine eins geben. Wie ich schon erwähnt hatte, war ich anfänglich kurze Zeit zum Verlauf genervt, habe aber schnell den Sinn damit verstanden. Die Geschichte ist einfach wie gemacht für Jugendendliche. Es gibt einen leichten Einstieg, eine sympathische Protagonistin, einen spannenden Verlauf und ein lehrreiches Ende. Ich würde mir wünschen, dass diese Geschichte vor allem von den Mobbingtätern gelesen wird. Vielleicht können sie daraus lernen, wie Opfer sich in solcher Situation fühlen.


Liebe mit zwei Unbekannten
Liebe mit zwei Unbekannten
von Antoine Laurain
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Liebesgeschichte, die einfach überzeugt und überrascht, 15. Februar 2015
Antoine Laurain: Liebe mit zwei Unbekannten
Atlantik Verlag | 239 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: La femme au carnet rouge

ZITATE
Dann tippte er - wie alle Schriftsteller - seinen Namen und seine Romantitel und verfolgt die Kritiken auf Blogs und Literaturwebseiten, lächelte über eine gute Rezension und fluchte über eine mittelmäßige, die mit der Beleidigung endete: "Dieser Roman wird mir nicht in unsterblicher Erinnerung bleiben." Manchmal schrieb er auf fnac.com oder amazon.com unter Pseudonym selbst welche, er schmeichelte sich und lobte das riesige Talent von Frédéric Pichier.

Laurent blätterte um und entdeckte zwei mit Kugelschreiber geschriebene Zeilen: "Für Laure, in Erinnerung an unsere Begegnung im Regen. Patrick Modiano." Die Schrift tanzte vor seinen Augen. Modiano, der ungreifbarste unter den französischen Autoren. Der seit Ewigkeiten nicht mehr in der Öffentlichkeit auftrat und nur ganz selten ein Interview gewährte. (...) Ein Buch mit Widmung von ihm zu besitzen erschien mehr als unwahrscheinlich. Und doch waren die Zeilen da.

Wenn es eine Sache gab, die die Pubertät ausmachte, dann die Lachanfälle. Später lacht man nie mehr auf diese Art. Die jähe Erkenntnis, dass die Welt und das Leben vollkommen absurd sind, löst diese Lachkrämpfe bis zur völligen Atemlosigkeit aus, während der gleiche Gedanke einem zwanzig Jahre später nur noch einen ergebenen Seufzer abringen kann.

+ EINSTIEG
Als erstes wird man als Leser Zeuge des Überfalls auf Laure. Das hat mir als Anfangsszene gut gefallen, weil nicht lange herumgeschwafelt wurde, sondern das Buch gleich mit der auslösenden Situation anfängt. Laure steht auf einmal ohne ihre Handtasche da und muss nun überlegen was sie machen soll, denn in ihrer Handtasche befand sich nicht nur ihre Geldbörse und ihre Haustürschlüssel, sondern praktisch ihr ganzes Leben.

+ SCHREIBSTIL
Der Autor hat einen sehr angenehmen leichten Schreibstil. Er verwendet kurze und einfache Sätze. Ich bin praktisch nur so durch die Seiten geflogen und habe Laurents und Laures Geschichte inhaliert. Antoine Laurain versteht sich darauf die Geschichte gefühl-, und humorvoll zu gestalten ohne auf bestimmte Stereotype oder Klischees zurückzugreifen. Der auktorialen Erzähler passt wie angegossen, so konnte man nicht nur in Laures und Laurents Gefühlswelt blicken, sondern zum Beispiel auch in die des Schriftstellers Frédéric Pichier, ohne einem ständigen Perspektivenwechsel ausgesetzt zu sein.

+ CHARAKTERE
Ich bin selber ein bisschen verliebt in Laurent. Laurent ist kein männlicher Protagonist, wie man ihn aus jedem zweiten Liebesroman kennt. Laurent ist anders. Er wird weder als herausragend attraktiv beschrieben, noch ist er wahnsinnig erfolgreich. Laurent konnte mich von sich überzeugen, weil er einfach so normal wirkt. Er war nicht immer zufrieden mit seinem Leben und hat daran etwas geändert, jetzt ist er Buchhändler mit einer kleinen Wohnung über dem Geschäft. Er scheint zufrieden zu sein. Bis er Laures Handtasche findet. Über die weibliche Protagonistin Laure erfährt der Leser nicht so viel wie über Laurent. Man weiß am Anfang nicht viel mehr als er und beginnt sich mit Laurent auf die Suche nach ihr und kommt ihr somit immer näher. Auch am Ende des Buches weiß der Leser nicht sehr viel über sie, aber für mich hat das sehr gut gepasst.

+ SETTING
Eigentlich waren die Örtlichkeiten in der Geschichte nicht wirklich wichtig, aber es kam doch sehr deutlich heraus, dass die Geschichte in Frankreich spielt. Vor allem dadurch, dass Worte wie "Lycée" (dt. Gymnasium) nicht mit übersetzt wurden, habe ich mich gefühlt als wäre ich gerade mitten in Frankreich. Die Beschreibung der kleinen Cafés und Buchhandlungen war so schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt.

+ VERLAUF
Was soll ich sagen, ich liebe dieses Buch. Zu Beginn des Buches erfährt man, wie ich schon sagte, auf welche Art und Weise Laures Handtasche abhanden kommt. Danach geht es viel mehr um Laurent, der ihre Handtasche findet und sich auf die Suche nach der Unbekannten macht. Das sympathische daran ist, dass er sie nicht einfach so findet, er muss sich wirklich Mühe geben und ja, vielleicht hat er einen Geistesblitz, aber ich finde der ist nicht abwägig. Insgesamt fand ich den Verlauf einfach nur schön. Man begleitet Laurent nicht nur auf die Suche nach der Frau sondern durch sein ganzes Leben mit allen Schwierigkeiten, beispielweise seine Tochter, die ganz schön pfiffig ist oder sein Leben als Buchhändler, das mich fasziniert hat.

+ ENDE
Was für ein schönes Ende. Ich glaube, ich habe selten so ein passendes, rundes, alles zusammenfassendes Ende gelesen. Ich fand das einfach nur gut. Ich will gar nicht so viel darüber verraten. Ihr solltet es selber lesen und euch genau darüber freuen wie ich. Ich würde mir mehr solches Ende für Bücher wünschen.

BEWERTUNG: Note 1!
Ich liebe dieses Buch! Jeder, der gerne Liebesgeschichten liest, sollte diese auf jeden Fall lesen. Das Buch glänzt durch sympathische klischeefreie Charaktere, einen leichten, gefühl-, und humorvollen Schreibstil, eine mehr als passende Umgebung, einen Verlauf der mein Herz höher schlagen ließ und ein wunderbares, ich möchte sagen perfektes Ende. Absolute Leseempfehlung.


Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte
Euer Traum war meine Hölle: Als Kind misshandelt und missbraucht in einer Sekte
von Natacha Tormey
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Meine Hochachtung für dieses Buch, 13. Februar 2015
Natacha Tormey: Euer Traum war meine Hölle
Bastei Luebbe | 284 Seiten | Erscheinungsjahr: 2015 | Originaltitel: Born into the Children of God

ZITAT
Heftig sauste die Fliegenklatsche auf meinen Hintern hinunter und brannte auf meiner Kinderhaut. Ich schrei auf, mehr vor Schreck und Empörung als vor Schmerz, biss die Zähne fester zusammen, entschlossen, ihm die Befriedigung zu versagen, er habe mich zum Weinen gebracht. "Ungezogenes, nichtsnutziges Ding!" brüllte er und schlug erneut zu. Und dann noch ein drittes Mal. "Ich hoffe, du begreifst, warum ich das tun muss, Natacha. Es ist nur zu deinem eigenen Besten, weil ich dich liebhabe. Und jetzt geh ins Bett und bitte den Herrn, dir zu vergeben", sagte er mit schnellem Atem.

MEINE MEINUNG
Das Buch beginnt mit der Geschichte von Natachas Vater. Sie berichtet, wie es dazu kam, dass ihr Vater der Sekte beigetreten ist, die damals noch "Children of God" hieß. Sie berichtet unter welchen Umständen ihr Vater, Marcel, ihre Mutter kennenlernen und wie sie heirateten. Bis dahin waren die Erzählungen schon absolut befremdlich für mich, aber noch in einem ertragbaren Maße. Mir fiel es sehr schwer mich in die Situation hineinzuversetzen, weil ich für diesen Glauben nicht empfänglich bin.

Die Autorin berichtet von ihrem Leben und ihrem Leiden innerhalb der Sekte, die sich mit der Zeit umbenannt hat in "Family". Dies sollte klar machen, dass sie alle zusammengehören. Für mich war es besonders schwer zu verstehen, wie erwachsene Menschen diesem 'King David' (dem Oberhaupt der Sekte) wirklich glauben konnten, auf ihn gehört haben und seine 'Lehren' verbreitet haben. Jedes erwachsene Mitglied der Sekte durfte jedes Kind der Sekte maßregeln und erziehen, schließlich waren sie eine 'Family'. Im Lauf der Geschichte wurde die Lehren und Regeln immer absurder und Natacha musste mehr als einmal mit ihrer Familie in andere Länder umziehen, sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen, sich wieder neuen Erwachsenen (Onkeln und Tanten) aussetzen und dabei blieben nicht selten diejenigen auf der Strecke, die ihr wichtig waren.

Es ist für mich wirklich unbegreiflich, wie man sich über Jahre derartig manipulieren lassen kann und das als Erwachsener. Sicherlich hatte das ein und andere Mitglied einfach schlichtweg seinen Spaß an der Ideologie dieser Sekte, aber das schien bei den Eltern von Natacha nicht der Fall gewesen zu sein. Ich könnte jetzt noch stundenlang darüber berichten, was Natacha geschrieben hat und wie ich zu diesen Sachverhalten stehe, aber ich empfehle: lest es.

Ich habe das Buch sehr gerne und mit Interesse gelesen. Es ist gut geschrieben und ganz ohne Effekthascherei. Natacha berichtet natürlich auch von Missbrauch, aber es liegt nicht das Hauptaugenmerk auf diesen Themen. Manche Passagen waren sehr kühl und analysierend beschrieben, bei denen ich dachte, das dort einfach mehr Gefühl drinstecken müsste, aber wahrscheinlich hat die Autorin einfach zu viel durchmachen müssen oder wollte bei ihren Erzählungen nicht auf die Tränendrüse drücken, was ich vollkommen verstehen kann. Für mich war es spannend zu lesen, wie Natacha ihre Kindheit und Jugend in dieser Sekte empfunden hat, wie sie schon immer ihre Zweifel an der Ideologie hatte und was im Endeffekt aus ihrer Familie geworden ist.

FAZIT: Meine Hochachtung
Ich kann für Natacha einfach nur größten Respekt empfinden. Ich finde es toll, dass sie dieses Buch geschrieben hat und die Umstände, die in dieser Sekte herrschen, dargelegt hat. Ich habe mich vorher noch nie wirklich mit diesem Thema beschäftigt, auch wenn man natürlich einiges darüber hört, sei es in der Schule oder aus dem Fernsehn. Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn niemals hätte ich mir das Ausmaß der Grausamkeit und des Zwangs einer Sekte vorstellen können. Ich würde dieses Buch allen empfehlen: Lesern, die keine Kenntnisse über Sekten und ihre Vorgehensweisen haben und auch Lesern, die sich für das Thema interessieren und vielleicht noch nie was von "Family" gehört/gelesen haben. Dieses Buch gehört gelesen.


Zwei Worte vor und eins zurück
Zwei Worte vor und eins zurück
von Rainbow Rowell
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine nette Geschichte, die etwas anders ist, als ich erwartet habe, 9. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Zwei Worte vor und eins zurück (Taschenbuch)
Rainbow Rowell: Zwei Worte vor und eins zurück
INK Egmont | 409 Seiten | Erscheinungsjahr: 2014 | Originaltitel: Landline

ZITAT
Georgie ärgerte ihn immer gern, indem sie sagte, dass seine Grübchen an ihn verschwendet wären. "Dein Gesicht könnte in einer Erzählung von O. Henry die Hauptrolle spielen. Die liebreizendsten Grübchen der Welt und der Junge, der niemals lachte." "Ich lache sehr wohl." "Wann? Wenn du alleine bist?" "Ja", erwiderte er, "Jede Nacht, wenn ich sicher bin, dass alle Welt schläft, sitze ich auf meinem Bett und lache mich halb tot."

+ EINSTIEG
Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, konnte ich mich sofort in Georgie hineinversetzen, auch wenn ich kurzzeitg von ihrem, für mich männlichen, Vornamen irritiert war. Ich konnte mir haargenau vorstellen, wie sie nach Hause kommt, das Fahrrad in der Einfahrt liegt und die Tür nicht abgeschlossen ist. Ich glaube jede Frau kann nachempfinden, was man fühlt, wenn man nach Hause kommt und es ist nicht so, wie man es erwartet. Ich habe gleich zum Einstieg schon mal einen guten ersten Eindruck von Georgie und Neal bekommen.

+ SCHREIBSTIL
Sehr gut. Ich weiß gar nicht, was ich anderes dazu sagen soll. Selten schaffen Autoren es, dass ich mich so gut in die Charaktere hineinversetzen kann, wenn sie den auktorialen Erzähler verwenden. Es hat mir gut gefallen, dass die Autorin nicht zu langen komplizierten Sätzen neigt. Kurze einfache Sätze ließen sich sehr leicht und flüssig lesen. Besonderer Bonus: Es wurde immer wieder auf Harry Potter angespielt. Das ist ein Hochgenuss für jeden Potterfan. Das Einzige, das mir am Schreibstil nicht so gut gefallen hat, waren die ganzen Klammern. Warum standen da, zum Beispiel, mehrere Klammern hintereinander? Das war für den Lesefluss nicht so angenehm.

+ CHARAKTERE
Wie ich schon beim Einstieg erwähnt habe, mochte ich Georgie sehr gerne. Zwar hätte ich wahrscheinlich niemals die Arbeit über meine Familie gestellt - wobei man niemals nie sagen soll - aber ansonsten konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihre Situation verstehen und ich wollte, dass einfach alles gut werden wird. Neal war mir nicht ganz so sympathisch, ich weiß aber nicht genau woran es liegt. Er ist mir schon bei ihrer ersten Begegnung mit ihm nicht sympathisch, auch wenn er mir leid tut, denn ich könnte nicht damit umgehen, wenn mein Mann eine zweite Frau in seinem Leben hätte, so wie Georgie Seth hat. Seth ist Georgies bester Freund und ihr Kollege. Sie kennt ihn schon länger als Neal, aber es war nie mehr als Freundschaft zwischen ihnen. Seth ist mir unglaublich sympathisch, wahrscheinlich weil er auf mich unkompliziert und loyal gewirkt hat. Auch die Nebencharaktere waren sehr gut gewählt und charakterisiert. Ich habe sowohl Georgies Mutter, als auch Heather ins Herz geschlossen.

+ SETTING
Das Setting war anfänglich nicht besonders spektakulär, das hätte wirklich jeder beliebige Ort sein können, aber dann wurde es besser. Georgie verbrachte viel Zeit im Haus ihrer Mutter, mit dem neuen Freund ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester und dem ein oder anderen Mops. Ich konnte mir das Haus und seine Bewohner lebhaft vorstellen und fand es unheimlich gemütlich. Gerne hätte ich mich mit Georgie auf ihr Bett im alten Kinderzimmer gesetzt. Noch besser wurde es dann zum Ende hin, als Georgie ihre Erlebnisse mit Schnee schilderte. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in einem völlig verschneiten Örtchen gelandet.

- VERLAUF
Leider, war der Verlauf nicht so ganz mein Fall. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass es bestimmt noch zu einer Auflösung kommen wird, aber es kam nicht dazu. Das Buch enthält fantastische Elemente, die nicht einfach so zu erklären sind. Es hat mich nicht über die Maßen stark gestört, aber ich hatte nicht damit gerechnet, weshalb ich dann ein bisschen enttäuscht war. Trotzdem war es schön Georgies Gedanken zu folgen, ihre Entwicklung zu beobachten und zu sehen wie sie sich praktisch neu verliebt. Der Verlauf ist wirklich schwer zu beschreiben, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Aber ich kann euch so viel sagen: Ich habe mit Georgie gebangt und gehofft.

+ ENDE
Ja, das Ende war einfach schön. Genau wie so ein Ende sein muss für ein Buch, das während der Weihnachtszeit spielt. Ich war sehr zufrieden mit dem Ende, auch wenn ich gerne eine plausible Erklärung für die fantastischen Elemente gehabt hätte.

BEWERTUNG: Note 2
Ja, das Buch bekommt eine zwei von mir und hätte vielleicht sogar eine eins bekommen können, wenn es die fantastischen Elemente nicht gegeben hätte, oder zumindest eine plausible Erklärung dafür. Trotzdem war das Buch wirklich unterhaltsam, gefühlvoll und voller schöner Momente, in denen ich mich selber auch wieder gefunden habe. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und versteht sich darauf den Leser zu fesseln. Ich würde dieses Buch allen Lesern empfehlen, die gerne eine nicht ganz so typische Liebesgeschichte lesen wollen und die sich an kleinen fantastischen Elementen nicht stören.


Das Haus des Todes: Thriller
Das Haus des Todes: Thriller
von Paul Cleave
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen ein spannender, gut durchdachter Thriller mit alten Bekannten, 25. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Haus des Todes: Thriller (Taschenbuch)
Paul Cleave: Das Haus des Todes
Heyne Verlag | 576 Seiten | Erscheinungsjahr: 2012 | Originaltitel: The Laughterhouse

Zitat
Das Wohnzimmer ist mit jener Art von Erinnerungsstücken vollgestopft, die ein Familienangehöriger in ein oder zwei Wochen in Kisten packen wird, um sie bei sich für eine Weile wieder aufzustellen, bevor sie dann in irgendeiner Ecke landen. Fotos von Kindern und Enkelkindern, im Park, am Strand, bei Sportveranstaltungen. Wenn wir in einem Harry-Potter-Roman wären, würden die Menschen auf den Fotos jetzt losheulen und uns erzählen, was heute Abend in diesem Zimmer passiert ist.

+ EINSTIEG
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog der 15 Jahre in der Vergangenheit spielt. Der Anfang war schon sehr interessant und ich war ein bisschen traurig, als der Prolog vorbei war und es mit "15 Jahre später" weiterging. Es hat mir gut gefallen, dass man als Leser schon einmal informiert wurde, wer in diesem Buch wieder eine Rolle spielen wird. Als eingefleischter Paul Cleave Leser, habe ich mich natürlich darüber gefreut wieder auf Schroder und Tate zu treffen.

+ SCHREIBSTIL
Mir gefällt der Schreibstil von Paul Cleave gut. Ich mag es besonders, dass er in seine Bücher oftmals einen Persperktivenwechsel einbaut und dabei nicht nur die Perspektive, sondern auch den Erzählstil ändert. Das bedeutet im Klartext, dass immer wenn es um Caleb Cole ging der auktoriale Erzähler genutzt wurde und immer wenn es um Theodore Tate ging der Ich-Erzähler genutzt wurde. Anfänglich habe ich mich über diesen Stilwechsel gewundert, aber im Endeffekt fand ich es sehr gut. Durch seine beschreibende, bildliche Art und Weise die Geschehnisse zu beschreiben kann man dem Gänsehautfeeling nicht entgehen.

+ CHARAKTERE
Als Leserin, die schon mehrere Paul Cleave Thriller gelesen hat, habe ich hier alte Bekannte wiedergetroffen. Schroder beispielsweise begleitet mich schon seit meinem ersten Buch von Paul Cleave. Auch mit Theodore Tate habe ich schon öfter die Bekanntschaft gemacht. Beide sind mir sehr sympathisch, sie sind nicht einfach nur knallharte Ermittler, sie sind menschlich. Wirklich faszinierend aber ist, dass Paul Cleave es bisher immer geschafft hat, dass ich den Täter sympathisch fand. Ich wollte, dass es ihm gelingt seinen Plan durchzuführen. Ich habe mich sowohl in die Situation der Polizei, als auch in die Situation des Täters hineinversetzen können. Vor allem Tate war mir sehr nah, wahrscheinlich aufgrund des Ich-Erzählers, ich konnte gut nachempfinden, wie er sich in bestimmten Situationen fühlt und wie sehr ihn das alles belastet und damit meine ich nicht nur den Fall, sondern auch die Situation seiner Frau.

+ THEMA
Diesmal muss ich diese Rubrik mit in meine Rezension nehmen, denn das Thema des Buches ist wirklich keine leichte Kost. Ich finde es gut, dass es mal in einem Buch aufgegriffen wird. Oftmals fange ich genau deswegen an über solche Themen (nochmal) nachzudenken. Es geht in diesem Buch um eine zweite Chance für Straftäter, vor allem psychisch kranke Straftäter. Sollte man ihnen diese Chance gewähren oder eben nicht. Die Menschen, die das beurteilen müssen haben eine unheimlich große Verantwortung und dürfen diese Entscheidungen nicht leichtsinnig treffen, aber auch wenn sie es nicht wollen, kann es immer wieder zu Fehleinschätzungen kommen.

+ SETTING
Ich liebe Christchurch und ich finde es einfach genial, dass alle Thriller von Paul Cleave in Christcurch spielen. Ich fühle mich dort schon richtig Zuhause, auch wenn ich da auf gar keinen Fall wohnen wollen würde. Dafür ist es mir schlichtweg zu gefährlich. Ich kann es mir immer gut vorstellen, wie es dort aussieht und was für eine Mentalität die Menschen haben, obwohl ich noch nie dort gewesen bin.

+ VERLAUF
Wenn man diesen Buch anfängt, weiß man von Anfang an wer der Täter ist, denn man begleitet ihn auf seinem Streifzug. Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es langweilig werden könnte, weil man den Täter und sein Vorhaben schon kennt, aber man wusste lange Zeit gar nicht, warum der Täter das alles tut. Es schien teilweise sogar unlogisch. Im Laufe der Geschichte erklärt es sich dann und ich habe begonnen immer mehr Verständnis für seine Situation zu entwickeln. Einerseits wollte ich, dass er gefasst wird und andereseits wollte ich es nicht. Ich war oftmals hin und her gerissen. Der Verlauf war die meiste Zeit über spannend. Es gab einzelne Passagen, die ich ein wenig langatmig empfunden habe, aber es kann auch nicht immer nur Action geben.

+ ENDE
Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, was Caleb nun genau vor hat. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht und meine Gedanken wieder verworfen. Was er als wirkliches Ende geplant hatte, fand ich dann ziemlich raffiniert. Ob er dazu kommt es durchzuführen oder nicht, verrate ich euch natürlich nicht. Das Gesamtende des Buches hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ist wirklich passiert, was ich denke, dass es passiert ist? Oder nicht?

SPOILER(?)
Warum zum Teufel hat Caleb ihr einen Finger abgeschnitten.. ich meine musste das wirklich sein? Er hätte Tate sicherlich auch so dazu bekommen ihm zu helfen. Tate war doch irgendwie auch auf seiner Seite. Er hatte doch Verständnis für Caleb. Und dann fand ich die Aktion von der Polizei ziemlich hohl, zu sagen, dass Oktivia einen Herzfehler hat. Ich meine, Caleb hätte auch einfach den Vater oder Katy fragen können, wenn sie wach gewesen wären. Irgendwie unlogisch. Und dann mal ernsthaft.. ist Tate jetzt wirklich gestorben? Einfach so?

FAZIT: Note 2
Mir hat das Buch gut gefallen. Es hat genau meine Erwartungen erfüllt. Ich habe einen Thriller erwartet, der mich fesselt, der mich überrascht und der mich im ein oder anderen Moment auch sentimental werden lässt. Genau das hat Paul Cleave hier abgeliefert. Ich konnte an dem Buch nichts negatives feststellen, aber eine eins kann es von mir nicht bekommen, weil meine Erwartungen nicht übertroffen wurden. Ich bin wirklich froh, dass ich auch dieses Buch von Paul Cleave endlich gelesen habe und freue mich auch schon auf sein neues Werk. Aber eine eins kann ich nicht vergeben, dafür hat mir noch etwas mehr Spannung etwas mehr Überraschung und etwas mehr Kick gefehlt, um es wirklich zu einem überragend guten Buch zu machen.


Die Auserwählten - In der Todeszone: Maze Runner 3 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 3)
Die Auserwählten - In der Todeszone: Maze Runner 3 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 3)
von James Dashner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen Meiner Meinung nach leider der schwächste Teil, 15. Januar 2015
James Dashner: Die Auserwählten in der Todeszone + Die Geheimakten
Chickenhouse Verlag | 464 Seiten | Erscheinungsjahr: 2011 | Originaltitel: The Death Cure

Zitat
In der allerletzten Sekunde sagte er: "Ich hasse diese Neppdeppen."

+ Einstieg
Der Wiedereinstieg in die Geschichte hat mir, wie auch schon beim zweiten Teil, sehr gut gefallen. Ich mag diesen nahtlosen Übergang, ohne, dass der Leser etwas vom Geschehen verpasst. Ich wollte außerdem natürlich wissen, was mit Thomas passiert und fand den Anfang sehr spannend. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was sie damit bezwecken wollen.

+ Schreibstil
Der Schreibstil hat mir im dritten Band auch wieder gut gefallen. Die Sätze waren leicht lesbar und verständlich. Die Geschichte wurde im auktorialen Erzählstil geschrieben, aber das Hauptaugenmerk liegt auf Thomas und den Geschehnissen rund um ihn.

+ Charaktere
Es sind keine neuen Charaktere zu den uns bereits bekannten Hauptcharakteren hinzugekommen. Ich mochte Thomas wieder sehr gerne und kann mich irgendwie immer noch nicht mit Theresa anfreunden, auch jetzt, da ich weiß, dass ich die Trilogie beendet habe. Brenda ist neben Newt zu meinem neuen Lieblingscharakter geworden. Sie ist mutig und stark, aber trotzdem ist sie verletzlich und einfach menschlich. Ich mag sie gerade wegen ihrer kleinen Schwächen, die sie nur ungerne zu zeigen scheint.

- Setting
Leider konnte ich mir diesmal das Setting nicht immer besonders gut vorstellen, was im zweiten Band viel besser gelungen war und im ersten sowieso. Die Räumlichkeiten und Gegenstände im Hauptquartier von Angst konnte ich mir noch sehr gut vorstellen und auch den Crank Palast konnte ich mir wunderbar vorstellen, aber mit allen Örtlichkeiten die dazwischen lagen, hatte ich oftmals meine Probleme.

- Verlauf
Ich habe wirklich viel von diesem Schlussteil erwartet und dann kam das. Der Verlauf hat mir leider gar nicht zugesagt. Ich finde, dass die Geschichte sich unnötig in die Länge gezogen hat. Zu Anfang habe ich noch gedacht, dass es spannend wird, aber im Laufe der Geschichte konnte ich schon erahnen, dass es nicht besonders nervenaufreibend werden wird. Natürlich gab es zum Ende hin wieder viel Action, aber das war gar nicht so sehr, worauf ich gehofft hatte. Ich hatte mehr auf emotionale Spannung gewartet, auf das Mitfiebern. Leider hat es sich nicht eingestellt.

+ Ende
Das Ende widerum fand ich gelungen. Es war für mich zwar nicht die erwartete Auflösung, aber ich fand das Ende trotzdem sehr gut gewählt, weil es für mich auch vorstellbar war. Ich war beim Beenden des Buches ziemlich traurig darüber Thomas und die ganzen Anderes verlassen zu müssen. Ich habe gar nicht so richtig gemerkt gehabt, wie sehr sie mir ans Herz gewachsen sind.

+ Geheimakten
Das war eine wirklich gute Idee. Ich habe die Geheimakten in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach unbedingt wissen wollte, wie alles angefangen hat, warum es dazu kam und welche Rolle Thomas und Teresa wirklich gespielt haben. Die Geheimakten konnte mich absolut fesseln. Ich hätte am liebsten noch viel mehr erfahren, auch von den anderen Charakteren.

SPOILER: Bitte, sagte mir, dass ich irgendwas überlesen oder nicht ganz verstanden habe. Was wollte Brenda Thomas sagen, als dieser zu ihr sagte, dass er es nicht wissen will, weil sie in die Zukunft blicken müssen? Ich hoffe ich habe irgendwas überlesen. Ich muss wissen, was Brenda ihm sagen wollte. Ich hatte mir dazu etwas in den Geheimakten erhofft, aber nein, da habe ich auch nichts dazu gefunden.

Bewertung: Note 3
Da ich den anderen beiden Teilen eine zwei gegeben habe, bleibt mir nichts anderes über als für dieses Werk eine drei zu vergeben. Es war für mich eindeutig nicht so gut wie Teil eins und zwei, daher muss die Abstufung vorgenommen werden. Mir fehlte es hier viel an Spannung, der Verlauf konnte mich diesmal kaum mitreißen. Auch das Setting konnte mich diesmal nicht ganz von sich überzeugen, dafür glänzten aber die Charaktere wieder und auch das Ende war für mich absolut zufriedenstellend. Insgesamt gebe ich der Trilogie eine zwei, weil ich gut unterhalten wurde. Ich würde diese Reihe jedem Dystopiefan empfehlen. Ich habe sie sehr gerne gelesen.


Die Auserwählten - In der Brandwüste: Maze Runner 2 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 2)
Die Auserwählten - In der Brandwüste: Maze Runner 2 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 2)
von James Dashner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen ein guter, spannender zweiter Teil, 7. Januar 2015
James Dashner: Die Auserwählten in der Brandwüste
Chickenhouse Verlag | 496 Seiten | Erscheinungsjahr 2010 | Originaltitel: The Scorch Trials

Zitat
"Wer's glaubt, wird selig", sagte Minoh. "Und Bratpfanne kriegt Babys, Winston wird seine Monsterakne los, und unser lieber Thomas wird zum ersten Mal lächeln." Thomas dreht sich zu Minoh um und grinste ihn mit einem aufgesetzten breiten Lächeln an. "Zufrieden?" "Alter", sagte Minoh, "bist du hässlich." "Na wenn du's sagst."

+ Einstieg
Besser ging der Einstieg in den zweiten Teil dieser Trilogie eigentlich gar nicht, weil er nahtlos an den ersten Band angeknüpft hat. Ich, als Leser, hatte nicht das Gefühl, dass mir ein Teil fehlt. Man konnte praktisch genau da weiterlesen, wo das erste Buch aufgehört hat. Das fand ich besonders gut, weil ich alle drei Bücher hintereinander lese. Ich habe mich gleich wieder wohlgefühlt bei Thomas und den anderen.

+ Schreibstil
Diesmal hat mir der Schreibstil besser gefallen, ich kann aber nicht genau sagen, ob es daran lag, dass ich diesmal nur leise gelesen habe, oder ob sich wirklich etwas geändert hat. Es viel mir sehr leicht die Geschichte zu lesen, auch hat mir der auktoriale Erzähler wieder sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl die Sätze sind diesmal nicht so ganz so kompliziert und verschachtelt geschrieben.

+ Charaktere
Natürlich habe ich die Charaktere geliebt und war schon sehr gespannt auf neue Charaktere, auf die man auch gar nicht lange warten musste. Aris haben wir neu kennengelernt, der mir nicht so sympathisch war, aber man hat auch recht wenig von ihm gelesen. Wen ich von den neuen Charakteren wirklich sehr mochte war Brenda. Ich glaube ich wäre ihr in vielerlei Hinsicht ziemlich ähnlich gewesen, auch wenn ich lange nicht so mutig wäre wie sie. Leider hat man von Gruppe B noch nicht all zu viel gelesen, aber ich hoffe, dass sich das im dritten Teil dann ändert.

+ Setting
Die Brandwüste war wirklich gut beschrieben. Vor allem der Anfang, als die Jungs erst einmal dort hingelangen mussten und auch im weiteren Verlauf, war die Umgebung sehr gut und manchmal sehr bedrückend beschrieben. Ich konnte mir vorstellen, wie es wäre, an der Stelle der Jungs zu sein und jetzt dort nicht weg zu können. Die Orte in diesem Buch sprühen quasi vor Angst und Tod.

+ Verlauf
Ich sage mal der Verlauf war positiv, denn das war er auch überwiegend, aber nicht alles war gut. Am Anfang war es richtig spannend und das blieb es auch wirklich bis circa zur Mitte oder einem dreiviertel zumindest, aber dann ließ die Spannung für mich ein bisschen nach. Der Ausgang vieler Situationen war für mich vorhersehbar und deswegen nicht ganz so spannend. Aber ich gebe zu, einmal haben mir ganz schön die Knie geschlottert. Ich hatte solche Angst, dass ich tatsächlich dachte, dass ich nicht mehr einschlafen würde in dieser Nacht. Insgesamt war es ein guter Verlauf, der zwar nicht immer hochspannend war, mich aber zumindest nicht gelangweilt hat.

+ Ende
Das Ende war mal wieder grandios. Es erwartet den Leser mal wieder ein fieser Cliffhanger, sodass man sofort weiterlesen möchte. Ich bin ganz aufgeregt und muss jetzt auf jeden Fall den dritten und damit letzten Band lesen. Einiges am Ende hat mich ein bisschen verwirrt und ich erhoffe mir Antworten im letzten Teil. Besonders gut fand, ich dass die Chefin von ANGST sich am Ende wieder zu Wort meldet.

Bewertung: Note 2
Auch dieser Teil der Maze Runner Trilogie bekommt von mir eine zwei, was hier nur am Verlauf gelegen hat, der meiner Meinung nach ab ca. der Hälfte ein bisschen an Spannung nachgelassen hat. Es war nicht langweilig, aber der Ausgang vieler Situationen war für mich vorhersehbar. Die Charaktere waren gewohnt gut und auch die, die neu dazugekommen sind waren sehr gut charakterisiert. Abgesehen vom Verlauf konnte auch dieser Teil mich voll und ganz von sich überzeugen. Diesmal war es für mich auch leichter mich auf die Geschichte einzulassen, da ich keine Filmvorgabe hatte.


Die Auserwählten - Im Labyrinth: Maze Runner 1 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 1)
Die Auserwählten - Im Labyrinth: Maze Runner 1 (Die Auserwählten - Maze Runner, Band 1)
von James Dashner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen ein spannender Auftakt für diese Trilogie, 3. Januar 2015
James Dashner: Die Auserwählten im Labyrinth
Chickenhouse Verlag | 496 Seiten | Erscheinungsjahr: 2009 | Originaltitel: Maze Runner

+ Einstieg
Der Einstieg in die Trilogie fiel mir sehr leicht, weil ich zu vor den Film im Kino gesehen hatte und daher schon eine ungefähre Vorstellung von den Vorgängen hatte. Ich empfand so etwas wie Wiedersehensfreude als ich begann das Buch zu lesen.

- Schreib/Stil
Der auktoriale Erzähler passt gut zur Geschichte, man konnte sich einen guten Eindruck verschaffen. Was mich allerdings gestört hat war der Schreibstil. Vielleicht wäre es mir gar nicht aufgefallen wenn meine Freundin <a href="[...]">Jassi</a> und ich uns nicht immer gegenseitig vorgelesen hätten, aber die Sätze waren oftmals sehr verschachtelt oder zu kompliziert geschrieben. Bei manchen Szenen hatte ich den Eindruck, dass die Gespräche sehr gestellt wirkten. Außerdem haben mich diese ständigen Wiederholungen genervt, dass Thomas immer wieder dachte, dass er nichts weiß, aber doch was weiß und nicht weiß was und dass Chuck nervt. Ich meine das habe ich auch nach den ersten drei Erwähnungen verstanden. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war, dass die Lichter ihre eigene Sprache entwickelt haben und dieses Vokabular auch immer genutzt haben.

+ Charaktere
Thomas war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich ihn, vom Film her, noch ein bisschen freundlicher in Erinnerung hatte. Es hat mich ein bisschen gestört, dass er im Buch immer so genervt von Chuck war. Insgesamt hatte ich die Charaktere wie Newt und Alby, beispielsweise, freundlicher in Erinnerung. Das mochte ich am Film ehrlich gesagt ein wenig lieber, auch wenn es nicht besonders realistisch ist. Chuck hingegen hat sich sowohl im Film als auch im Buch in mein Herz geschlichen. Ich fand ihn einfach nur liebenwürdig. Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert, vorstellbar und realistisch.

+ Setting
Ach ich habe das Setting geliebt. Nicht, dass ich da gerne gewesen wäre, aber die Atmosphäre war einfach sehr gut beschrieben. Ich konnte mir wirklich haargenau vorstellen, wie es dort wäre, wie die Aufteilung und wie das Labyrinth auf einen wirkt. Zum Teil deckt es sich mit dem Film, aber in einigen Aspekten ist es unterschiedlich, auch diese konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie zum Beispiel das Gehöft oder den Kartenraum.

+ Verlauf
Ich kann leider nicht so recht sagen, ob der Verlauf spannend war oder nicht, weil ich aus dem Film schon wusste wie das Ganze enden würde. Dadurch habe ich mir teilweise auch selber die Lesefreude genommen, aber ich würde schon sagen, dass der Verlauf spannend war. Es gab immer wieder Höhepunkte und die Lösung des Labyrinths war im Buch auch ganz anders als im Film. Ich muss sagen, dass mir das im Buch besser gefallen hat und ich nicht weiß, warum sie es im Film geändert haben. Ich habe das Buch mit meiner Freundin zusammen gelesen und die war immer sehr gespannt, also kann ich schon sagen, dass das Buch spannend war und der Verlauf mir gefallen hat.

+ Ende
Mir hat das Ende gut gefallen, auch wenn ich einen Aspekt nicht ganz verstanden habe, aber ich habe Hoffnung, dass sich das noch aufklären wird. Wegen einer Sache habe ich fast angefangen zu weinen, ich konnte die Tränen gerade so zurückhalten. Der Epilog hat die Neugier dann noch einmal angestachelt und ich wollte natürlich unbedingt wissen wie es weitergeht.

Zitat
* Thomas wusste, dass er sich stolz oder mutig oder etwas in der Art fühlen sollte, aber da war nichts. Nur Müdigkeit und Erleichterung. "Was haben wir anders gemacht?" "Keine Ahnung. Einen Toten kann man schlecht fragen, was er falsch gemacht hat."

Bewertung: Note 2
Insgesamt bekommt "Die Auserwählten im Labyrinth" eine zwei von mir. Ich fand die Geschichte interessant, die Charaktere waren toll beschrieben und auch der Verlauf ist als spannend zu beschreiben, auch wenn mir der Film die Spannung eigentlich genommen hatte. Es war keine freiwillige Entscheidung gewesen, den Film zu schauen bevor ich das Buch gelesen habe, da der Film in der Sneak Preview kam, trotzdem hat mir das Buch gefallen. Wer eine spannende und gut durchdachte Dystopie anfangen will, der ist bei diesem Buch genau an der richtigen Stelle.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-19