Profil für EmpiresDawn > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von EmpiresDawn
Top-Rezensenten Rang: 4.166
Hilfreiche Bewertungen: 582

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
EmpiresDawn

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Skills in Pills (Special Edition)
Skills in Pills (Special Edition)
Preis: EUR 14,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die neuen Nachbarn..., 23. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Skills in Pills (Special Edition) (Audio CD)
Hinter vorgehaltener Hand munkeln die Nachbarn mit entsetzten Augen über die ungeheuerlichen Vorgänge im Anwesen des neuverheirateten Paars Lindemann/Tägtgren.
In ihrem "Home sweet Home" sollen sich allerlei "Ladyboys" tummeln und "Golden Shower"s verteilen, angeblich werden jede Menge Drogen konsumiert, denn schließlich liegen ja "Skills in Pills", es wird nach fetten Frauen gefischt und wenn aus all den Exzessen Nachwuchs hervorgeht, dann hört man Papa Lindemann "Praise Abort" durchs Gemäuer jaulen. Jawohl, damit ihn der Schwede Tägtgren auch versteht versucht er sich neuerdings an Englisch, das klingt dennoch unverändert teutonisch und im Inhalt latent grenzdebil.
Das Fundament des Hauses wurde eindeutig von Tägtgren gelegt, und wirkt als wäre es eigentlich für seine vorherige Geliebte "Pain" gedacht gewesen. Trotzdem wirken er und Lindemann wie ein Traumpaar, das sich gesucht und gefunden hat. Hier folgt ein unvergessliches Erlebnis nach dem anderen, quasi Hit auf Hit, wie etwa die fantastische Hochzeitsreise zum "Yukon"... auch im Vergleich zu dem was man von Lindemann und seiner Ex (?) zuletzt so gehört hat, ist das ganze viel harmonischer und lädt zum wiederholten Besuch ein.
Als zusätzlichen Beweis solltet ihr euch mal das wunderschöne Fotobuch der beiden ansehen. Obwohl die entsetzen Nachbarn auch das als "krank und pervers" bezeichnen... was solls? Allesamt nur... "CUUNNNTS" (9/10)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 24, 2015 6:18 PM MEST


Haven (Mediabook)
Haven (Mediabook)
Preis: EUR 15,99

4.0 von 5 Sternen Gut!, 4. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Haven (Mediabook) (Audio CD)
Als Kamelot-Neuling macht »Haven« für mich erstmal verdammt viel richtig:
Knallende Produktion, tolle melodiöse Stimme, fett drückende Riffs, dazu weibliche Gastauftritte, u.a. von der verehrten Alyssa White-Gluz, die zusätzlich Härte einbringt. Auch ertrinkt »Haven« zu keiner Zeit im Kitsch, die symphonischen Elemente wie Streicher und Chöre wurden gekonnt eingearbeitet und durch angenehme Düsternis ergänzt. Cover und Artwork sind top und die Special Edition wirkt wirklich edel.
Leider gelingt es nicht jedem Song, mich im Refrain derart mitzureißen wie das etwa beim wundervollen »Insomnia« oder dem brillant stampfenden »Citizen Zero« passiert, nicht bei jedem Song hat man im Chorus das Potential des Stücks ausgenutzt (Paradebeispiel: das ansonsten so drückende »Revolution«). Vermutlich ist das von der Band bewusst gewollt, man zieht eine progressive Note poppiger Eingängigkeit vor, bei mir kostet das unterm Strich leider einen Amazon-Stern. Dennoch: ich behalte die Band im Auge! (7/10)


Sol Invictus
Sol Invictus
Preis: EUR 14,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ultimativ... enttäuscht., 17. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Sol Invictus (Audio CD)
Faith No More waren immer die einzige Band, von der ich eine Reunion für essentiell hielt. Die Combo um den verrückten Ausnahmesänger Mike Patton hat die alternativen 90er geprägt wie kaum eine andere, durch ständige Experimente und Neuerfindung ihres Sounds blieb die Band immer interessant. Dass die Fans noch heute darüber streiten ob denn "The real Thing", "Angel Dust" oder "King for a day" das beste Album der Band ist, dient als Beleg dafür.
Umso größer ist nun die Ernüchterung angesichts von "Sol Invictus". Es klingt nach FNM, es wird mit verschiedensten Stilen und Rhythmen experimentiert, die Stimme ist so gut wie immer, aber dem Album fehlt es von vorne bis hinten an memorablen Songs, ja, an Hits. Nach einigen Durchgängen verspüre ich nicht den Hauch eines Drangs einen dieser Songs noch einmal zu hören. Und es liegt nicht nur an der Erwartungshaltung: ich wage zu behaupten mit dieser Scheibe hätten FNM in den 90ern keinen Hund hinterm Ofen hervorgeholt und wären nie so bekannt geworden.
Die teilweise hervorragenden Kritiken schiebe ich (zum Teil) auf auf den emotionalen Überschwang angesichts der Freude über neues Material der Band. Natürlich enthält das gut produzierte (und nach 18 vergangenen Jahren auch viel zu kurze) Album ein paar nette Ideen. Aber "nett" ist halt mal der kleine Bruder von "sch... ade" und Faith No More ja eigentlich sowas wie Genies. Und somit ist "Sol Invictus" die ultimative Enttäuschung. Wow... (5/10)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2015 7:42 PM MEST


Love Story
Love Story
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen The Wolf of Nashville, 12. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Story (Audio CD)
Yelas zweites Major-Album schlägt seinen Vorgänger "Radioactive". Das verstärkte Einweben von zumeist düsteren Southern/Country/Blues-Elementen war genau der richtige Schritt und lässt den Sound noch musikalischer erscheinen. Yela rappt immer noch großartig, aber als Sänger kommt er fast noch besser. Checkt "Devil in my Veins", "Empty Bottles", "Heartbreak" und "Tennessee Love". Selbst super-zerbrechliches wie "Have a great flight" klappt. Und der Hit "Til its gone" erzeugt eine wunderbar düstere Atmosphäre, die von Abgründen und düsteren Umtrieben in Amerikas Sümpfen des dreckigen Südens ahnen lässt.
Bei manchen Songs fungiert ein gewisser Herr Mathers als Produzent und wenn der dann beim genialen "Best Friend" einen Rap-Part beisteuert, wagt man auch diesem jungen Mann eine große Zukunft zu prophezeien. Sehr coole Scheibe! (8/10)

PS: nach einigen Durchfäufen erhöhe ich nochmal um einen Punkt. Zu gut, das Zeug!


Endless Forms Most Beautiful
Endless Forms Most Beautiful
Preis: EUR 17,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jaws on the FLOOR? Nur live..., 13. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endless Forms Most Beautiful (Audio CD)
Ich versuche mich kurz zu halten:
Mir persönlich ist es ein wenig zu viel Material, das auch beim ESC funktionieren könnte, es dürften ruhig ein paar mehr härtere Momente sein und die Hinzunahme des Flötenschlumpfes als festes Bandmitglied wäre für mich auch nicht nötig gewesen.
Größtes Manko ist, dass man das Potential der fantastischen Floor nicht komplett genutzt hat. Auch auf der aktuellen Tour kann man sich davon überzeugen, dass es kaum einen Gesangsstil gibt, den die Dame nicht perfekt und mit unbändiger Power meistert. Und genau diese Power der bisher stärksten Nightwish-Sängerin hat man hier versäumt einzufangen. Sämtliche Songs klingen live einen ganzen Zacken geiler.
Ob man sie bei den Aufnahmen bewusst gebremst hat, oder liegt vieles am Mix?
Ansonsten haben auch die nicht Unrecht, die hier ein weiteres perfekt klingendes Nighwish-Album hören, bombastisch orchestriert und mit viel Liebe zum Detail. Aufgrund dessen und der hörbaren Arbeit, die in dem Album steckt, gebe ich trotz meiner vielen Kritikpunkte (7/10)


Extinct (Limited Media Book + Bonus DVD)
Extinct (Limited Media Book + Bonus DVD)
Preis: EUR 18,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Goth Metal-Thron 2015, 12. März 2015
Selten genug sind sie, jene Metalbands, die sich auch nach vielen, vielen Jahren im Business noch steigern.
Gründe gibt es viele: stilistische Stagnation und endlose Wiederholung... das Feuer der Jugend erlischt... Querelen und Line-Up-Änderungen zerstören die ursprüngliche Band-Chemie.... oder die Stimme des Sängers ist nicht mehr was sie mal war ... in einigen wenigen Fällen killt auch zu viel Erfolg den Hunger die Band. Ja, die Machine Heads regnet es wahrlich nicht vom Himmel.
Als weiteres positives Beispiel sind nun die Portugiesen von Moonspell anzuführen.
Über 25 Jahre (!!!) gibt es die Band bereits und sie hat schon seit jeher verstanden, dass kreativer Stilstand kreativen Tod bedeutet.
Das Vorgänger-Doppel-Album »Alpha Noir/Omega White« trennte auf seinen beiden Seiten in beeindruckender Weise die stilistischen Pole der Band, Death/Black Metal und Gothic Rock.
Auf »Extinct« werden die beiden Seiten nun wieder ineinander integriert, das Pendel schlägt aber mehr in Richtung Gothic Metal. Die harscheren Elemente der Band, inklusive monströser Riffs und Growls, sind durchaus vorhanden, aber werden, so wie es sein sollte, allzeit dem eingängigen Song untergeordnet. Und WIE eingängig die sind... wirklich alle zehn Songs spielen sich auf höchstem Niveau ab, so melodisch war die Band noch nie. Wer einen Vorgeschmack braucht liegt mit dem Opener »Breathe«, dem mörderisch guten Titelsong oder den Hits »Funeral Bloom« und »The Future is dark« nicht falsch.
Die Produktion ist perfekt gelungen, druckvoll und transparent, die fantastischen Keyboards und Synths (oft als Streicher) erweitern die Songs um eine zusätzliche Ebene. Ab und zu geben diese Teile den Songs einen tollen, orientalischen Einschlag. Dabei umschifft man gekonnt die ausgelutschten Klischees des Genres und klingt beeindruckend unkitschig.
Desweiteren liefert Fernando Ribeira, unterstützt von Gastsängern, die vielleicht beste und variabelste Gesangsleistung seiner Karriere ab. Das »Knödelige«, das mich auf früheren Alben der Band (»Ööööpiüüüm«) desöfteren zum Schmunzeln gebracht hat ist hier endgültig verschwunden.
»Extinct« schafft das Kunststück einerseits wie das hungrige und zeitgemäße Werk einer jungen Band zu klingen, andererseits die gesamte Erfahrung der letzten 25 Jahre auszuspielen, ist für mich somit nicht weniger als das Beste was Moonspell je gemacht haben und ein erster Anwärter auf das Album des Jahres: ab auf den Goth Metal Thron! (10/10)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2015 9:56 PM MEST


Bloodstone & Diamonds (Ltd. Digi Book)
Bloodstone & Diamonds (Ltd. Digi Book)
Preis: EUR 17,99

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen And with this now we die..., 10. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine Lieblingsband hat es wieder getan: ausgestattet mit dem Willen zur ewigen Veränderung liefert sie ein Magnum Opus des modernen Metals ab.
Vergleiche mit anderen Bands oder der eigenen Vergangenheit kann man sich getrost schenken, denn auch wenn man einzelne Elemente zuweisen kann, klingt nichts und niemand wie Machine Head 2014.
Nach Neo Thrash, Nu Metal und der Progressiv-Phase beginnt hiermit die vierte Ära: die epischen Jahre?
Produziert von Robb Flynn und Juan Ortega, und unterstützt von Soundhexern wie Colin Richardson, Andy Sneap, Rhys Fulber, sowie zwei Streichorchestern gibt es 71Minuten beeindruckendster Musik.
Herausragende Songs:
Der Opener "Now we die" zeigt wie großartig die einstmals reine Brachialband nun mit Dramatik, Emotion und Melodie umgehen kann. Der Power-Regler ist ganz oben und der Refrain ist großes, mit Streichern unterlegtes Gefühlskino. Und was für ein Breakdown! Anwärter auf meinen absoluten Lieblings-Song!
Der Hit "Ghosts will haunt my bones" verbindet brachiale Oberton-Riffs und mörderische Dynamik mit wunderbar fließenden Melodien. "Night of Long Knives" löst zu Beginn verwirrende Geschwindigkeitswechsel zwischen ruppigem Groove, Thrash und Blastbeats mit einem europäisch beinflussten Killer-Refrain auf. Das 8-Minütige "Sail into the Black" braucht Zeit, denn hier gibt es komplettes Neuland: gregorianische Choräle, Pianos und überwältigende Düsternis. Die spät einzetzenden Riffwalzen, nun mache ich doch einen Querverweis, erinnern an die Black Metal-Kollegen von Behemoth. Macht nach mehreren Durchgängen süchtig.
"Beneath the Silt" bringt ultratief gestimmten Gitarrengroove in Kontrast mit schmeichelndem hohem Gesang. "In comes the Flood", ein Angriff auf Geldgier und Kapitalismus, benutzt nochmal Streicher... weibliche "America, America"-Gesänge, stampfende Rhythmen und tolle Gitarrenläufe münden in einen weiteren epischen Chorus. Schlicht brilliant!
"Damage Inside" liefert als reduziertestes Stück der Bandgeschichte den totalen Kontrast zur sonstigen Gewalt und Opulenz: Das ist außer dezentester Backgroundmusik nicht viel mehr als Flynns nackte, vibrierende Stimme, ein emotionaler Zusammenbruch von einem Lied. Woah. Deutlich heftiger und keinen Deut weniger emotional: "Game Over". Ein Meisterstück der Dynamik. Wenn der Song nach Spannungsaufbau punk-metallisch anspringt, gibt es kein Halten mehr und dieser Chorus, dieser Chorus. Ein Überhit, der Single werden muß!
Während alle Beteiligten, inklusive Neuzugang Jared MacEachern am Bass, ihr A-Game abliefern, ist das Prunkstück dieser 71 Minuten doch: Mr. Flynn himself, der mittlerweile zusätzlich zu seinem berüchtigen Löwengebrüll mit seiner Stimme ein Dutzend verschiedener Klangfarben abruft.
Wer auf diesem Album mit Gewalt nach Mäkeln sucht, der mag sie vielleicht finden. Fans, die unbedingt die Wiederholung einer geliebten Phase der Bandgeschichte brauchen (ein endloses Problem der Metalszene, das aufregenden Experimenten im Weg steht), werden sicher vor den Kopf gestoßen.
Der Rest kniet nieder vor einer Band, die so ambitioniert, wagemutig und ohne kreative Schranken zu Werke geht, wie sonst niemand. Über 20 Jahre im Geschäft, und hungrig wie am ersten Tag.
Das Genre-definierende und -sprengende Werk 2014! Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Wagnis belohnt wird! (10/10)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2015 3:08 PM CET


Siren Charms
Siren Charms
Preis: EUR 8,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sounds of a band fading?, 22. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Siren Charms (Audio CD)
Obwohl ich mich mit dem Vorgänger »Sounds of a Playground fading« nach etwas Eingewöhnungszeit doch gut anfreunden konnte, schien es mir nach der Veröffentlichung der ersten beiden Songs von »Siren Charms« so, als müsste ich den Herren aus Gothenburg nun endgültig von Bord gehen: der Rückgang an Härte wäre zu verschmerzen, aber das klang zudem oft so seltsam verwaschen, und zudem schräg gesungen...
Nun, in Erwartung einer kleinen Katastrophe überrascht das Album dann doch positiv.
Neben dem härtesten Song »Everythings Gone« und dem rockenden »Paralyzed« sind es überraschenderweise sogar einige der softesten Momente, die mir am besten gefallen: Bei »With Eyes wide open«, »Dead Eyes« und »Filtered Truth«. schaffen sie es die In Flames-typische positive Entrückheit in einen Alternative Rock-Kontext zu setzen, und es entstehen ein paar feine Ohrwürmer. Elektronik wird gekonnt eingesetzt und sorgt für nette Farbtupfer.
Insgesamt aber gibt es doch zu viele Momente an denen man konstatieren muß: soll es für die Band weiter in diese Richtung gehen, müssen die Melodien einfach besser funktionieren und Anders ein stärkerer Clean-Singer werden. Die Vokabeln »schräg«, »weinerlich« und »verwaschen« kommen mir doch viel zu oft in den Kopf, man bekommt desöfteren den Eindruck, dass er sich die Melodien erst während des Einsingens ausgedacht hat. Zudem hat man bei manchen Riff-Passagen das dringende Gefühl, das schon von der Band selber zu kennen, etwa bei der schlecht gewählten Single »Rusted Nail«. Klar, manches hört man sich mit der Zeit auch schön, aber die große Begeisterung stellt sich kaum ein. Das ist extrem schade, zählten IF doch vor allem zwischen »Clayman« und »Come Clarity« zu meinen absoluten Favoriten.
Fazit: nicht so schlecht wie befürchtet, positiv betrachtet klingen In Flames weiterhin einzigartig, aber »Siren Charms« ist dennoch ihre vielleicht schwächste Platte... (6/10)


.5: The Gray Chapter (Deluxe Edition im DigiPack + 2 Bonus Tracks)
.5: The Gray Chapter (Deluxe Edition im DigiPack + 2 Bonus Tracks)
Wird angeboten von B68 Solutions
Preis: EUR 14,49

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fettes Comeback, 20. Oktober 2014
The Gray Chapter ist Slipknots erstes Album in veränderter Besetzung, sprich ohne den verstorbenen Bassisten Paul Gray und ohne den gefeuerten Drummer Joey Jordison.
Es ist dennoch ein richtiges Slipknot-Album geworden: das fokussierte Chaos und die überschäumende Aggression der ersten beiden Alben sind zurück, »Sarcastrophe«, »Lech«, »Custer« und »The Negative One« schrauben dem Hörer, mitunter mittels Blast Beats, gepflegt den Kopf ab und sind deutlich heftiger als die Band auf den beiden Vorgänger-Alben zugange war. Dennoch sind diese Stücke oftmals sehr eingängig gehalten.
Die melodischen und manchmal an Stone Sour erinnernden Momente gibt es jedoch auch zu Genüge, etwa beim ansonsten ebenfalls sehr harten »AOV«, der Single »The Devil in I«, das von seinem Kontrast zwischen ruhigen Strophen und hart groovendem Refrain lebt, und dem exzellenten »Nomadic«, das stark an »My Plague« von »Iowa« erinnert.
Auch experimentiert wird, etwa bei »Killpop«, einem abwechslungsreichen Trip aus elektronischen Beats, Brutalität und atmosphärischem Chorus oder dem düsteren Intro-Song »XIX«.
Textlich wird passend zum Titel desöfteren Paul Gray gehuldigt, etwa beim raffiniert aufgebauten »Goodbye« und dem treibenden Ohrwurm »Skeptic«: »The world will never know another man as amazing as you«.
Das langsame »If Rain is what you want« schließt das Album würdig ab, dann folgen noch zwei gute Bonustracks, so dass man bei einer CD-sprengenden Spielzeit von 75 Minuten landet.
Ja, bärenstark ist das alles, und ich wäre geneigt vom perfekten Album zu sprechen, wären da nicht der Drumsound und die Produktion im Allgemeinen. Das klingt schon oft seltsam steril, der Mix ist auch oft zu sehr auf Gesang und Drums fixiert und fällt somit doch hörbar gegen das Produktionswunder »All Hope is gone« ab. Dafür hört man endlich wieder die Percussionisten und Turntables, so dass man sich nicht länger fragt, wofür eigentlich die neun Bandmitglieder nötig sind. Dazu wirkt Corey Taylor wie in der Form seines Lebens und zieht die gesamte Palette dunkler Emotionen...
Insgesamt also ein absolut würdiges, fettes Comeback, das in viele Bestenlisten des Jahres krachen wird. (9/10)
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 21, 2014 11:07 PM MEST


1000 Forms Of Fear
1000 Forms Of Fear
Preis: EUR 11,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop-Album des Jahres?, 29. September 2014
Rezension bezieht sich auf: 1000 Forms Of Fear (Audio CD)
Wie viele andere habe ich Miss Furler über »Breathe Me« aus dem tränentreibenden Finale von Six Feet Under kennengelernt und mir in der Folge auch zwei Alben gekauft. Diese waren recht künstlerisch und interssant, aber nicht so wahnsinnig leicht zugänglich. Auf »1000 Forms of Fear« macht sie nun einen guten Schritt hin zum Pop, zu Rihanna, Beyoncé und anderen Künstlern für die sie bereits Songs geschrieben hat. Eine gewisse künstlerische Spleenigkeit hat sie sich dennoch erhalten, auch hat das Album viele düster anmutende Momente. Dennoch war sie wohl noch nie so hitlastig:
Die bekannte Single »Chandelier« handelt von jungen Mädchen und Alkoholismus und ist ein Wahnsinns-Ohrwurm (ebenso fantastisch: das dazugehörige Video). »Burn the Pages«, »Elastic Heart« und »Free the Animal« sind ähnlich gelungen. Der Super-Ohrwurm »Fire meet Gasoline« hat starke Ähnlichkeit mit Beyoncés »Halo«, ist diesem aber auch ebenbürtig.
Und das lang gezogene Finale von »Dressed in Black« ist nochmal ganz großes Kino.
Stimmlich ist das alles natürlich überragend, vor allem die Stellen an denen sie klingt als würde sie sich überschlagen: Süchtig machend. (9/10)


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5