Profil für JuleS. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von JuleS.
Top-Rezensenten Rang: 3.215.186
Hilfreiche Bewertungen: 2

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
JuleS.

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Kerzenlicht für eine Leiche: Mitchell & Markbys achter Fall. Mitchell & Markby, Bd. 8
Kerzenlicht für eine Leiche: Mitchell & Markbys achter Fall. Mitchell & Markby, Bd. 8
von Ann Granger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2.0 von 5 Sternen Platt und zäh..., 26. April 2014
...leider.
Immer noch auf der Suche nach einem würdigen Christie-Ersatz hab ich's mir gekauft, weil sich die Leseprobe (Prolog) sehr flüssig las und ein mysteriöses Ausgangsszenario zu bieten hatte.
Leider kann der restliche Roman weder in Stil noch in Spannung oder Charakteren mit dem Prolog mithalten.
Die knapp 400 Seiten hätten auf 200 gestaucht sein können. Ab und an habe ich mich dabei ertappt, Absätze zu überspringen, da sich vieles immer und immer und immer wieder wiederholt. Verpasst hab ich trotzdem nichts.
Die immer gleichen Verhöre kommen ab und an tatsächlich an die erzählerische Kraft einer Agatha Christie heran - allerdings lassen sie die berühmten "Chrimmicks" vermissen - jene Sätze, die die befragten Personen nebenbei fallen lassen und die den ermittelnden Detektiv (und aufmerksamen Leser) auf die Spur des Mörders führen und somit die Handlung vorantreiben.
Beides hier nicht der Fall.

Leider schafft Ann Granger es auch nicht, scharf gezeichnete, interessante Charaktere zu erschaffen. Die Personen werden nach und nach eingeführt und nicht von Anfang an präsentiert, was dem Leser gegenüber unfair ist, da er den Mörder gar nicht erraten kann, ohne alle Verdächtigen zu kennen. In diesem Sinne ist's auch kein wirklich stark erzählter "whodunit".
Hinzu kommt, dass sie ihre Charakterzeichnungen nicht durchhält. So macht z.B. der ehemalige Totengräber und Trunkenbold Bullen in seinen ersten Sätzen immer grammatikalische Fehler, die in seinem langen Monolog zum Ende hin wie weggeblasen sind.
Zu skurril gemeinten Namen wie Dr. Truelove sage ich mal nichts ;-).
Leider fehlt auch der bei Christie viel gelobte trockene britische Humor.
Mit dem ermittelnden Kommissar Alan Markby bin ich gar nicht warm geworden, seine amateurhaft ermittelnde Verlobte Meredith Mitchell fand ich allerdings ganz süß und um einiges sympathischer.

Da ich mich stellenweise dazu zwingen musste, das Buch wieder in die Hand zu nehmen, nur ein *.

Den zweiten gibt's dafür, dass ich beim "dramatischen Showdown" auf dem Friedhof herzlich lachen musste/durfte.

(Mich würde interessieren, was andere Christie-Fans zu Ann Granger sagen. Also, äußert euch gerne! :-)).


Las Rosas
Las Rosas
von Anthony Pastor
  Broschiert
Preis: EUR 19,80

3.0 von 5 Sternen Heillos überladene Bilder, 22. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Las Rosas (Broschiert)
Als ich vor zwei Wochen in Berlin diesen speziellen Comic-Laden betrat, hätte ich nie erwartet, mir dort etwas zu kaufen, da ich keine Comic-Leserin bin/war (wenn man von den Donald Duck-Heftchen im Warteraum beim Zahnarzt mal absieht).
Dann war es bei dieser Graphic-Novel aber die Story, die mich doch zu dem Zwanziger in meiner Hosentasche greifen ließ. Klingt ja auch spannend: "Ein Trailer-Park neben der Tankstelle an einer Wüstenstraße im tiefen Süden der USA. Hier im ŽDorf der FrauenŽ taucht eines Tages die geheimnisvolle Rosa auf und alles gerät aus dem Gleichgewicht, denn alte Geschichten kommen wieder hoch."

Zur Geschichte sei gleich gesagt: sie ist nicht halb so spannend, wie der Klappentext andeuten will. Gut, kann man sich denken, es ist ja auch ein Comic (aka Graphic-Novel) -da kommt es nicht auf die Story an.

Leider haben mich die Zeichnungen auch nicht überzeugt: heillos überladene Schwarzweiß-Bilder, in denen man manchmal die Personen mit der Lupe suchen muss, da Räume und Hintergründe teilweise mit den Menschen zu verschmelzen scheinen.
Kurz gesagt, würde ich A. Pastors Zeichnungen als unentschlossen, überladen und etwas wirr bezeichnen.

Dennoch bin ich irgendwie auf den Geschmack gekommen und dieser "Tortilla-Western" wird zwar immer meine erste, nicht aber letzte Graphic-Novel gewesen sein.


Schneewittchen-Party
Schneewittchen-Party
von Agatha Christie
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In zwei Tagen verschlungen, denn.., 7. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schneewittchen-Party (Taschenbuch)
...dieser A.C. fesselt durch flüssige Schreibweise, interessante Charaktere und einen Kindermord, der innerhalb der ersten 20 Seiten passiert.
Hercule Poirot taucht fast zeitgleich auf und weicht dem Kreis der Verdächtigen -sowie seiner Freundin Ariadne Oliver- bis zur Aufklärung nicht mehr von der Seite.
Es wird viel in der dunklen Vergangenheit der Dorfbewohner von Woodleigh Common gewühlt und etliche (mitunter falsche) Fährten gelegt, die aber letztendlich zur Aufklärung beitragen.
Thematisch und stilistisch ist "Schneewittchen-Party" mit "Lauter reizende alte Damen" und "Die Katze im Taubenschlag" vergleichbar. Auf Figuren aus letztgenanntem wird sogar Bezug genommen, was mich persönlich ganz besonders freut, denn so erfahren wir, was aus dem Mädchenpensionat Meadowbank und seiner Leiterin Miss Buldstrode geworden ist.
Und wir klappen das Buch mit der neugewonnen Weisheit zu, dass jeder Mensch dazu geboren ist, "entweder zu hängen oder zu ertrinken".
Dennoch einen Punkt Abzug für einen kleinen Spannungshänger in der Mitte und den hastig zusammengeschnitzten (etwas abstrusen) Schluss.


Der unheimliche Weg
Der unheimliche Weg
von Agatha Christie
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht eins ihrer schlechtesten.., 21. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der unheimliche Weg (Taschenbuch)
...sondern DAS schlechteste Werk!
Als mir -als ausgemachter Christie-Fan immer auf der Suche nach ungelesenen Werken der Queen- eines Tages "Der unheimliche Weg" in die Hände fiel, jubelte ich innerlich. Leider wich diese Freude schnell ausgemachter Enttäuschung, denn A.C. bleibt in diesem Roman weder ihrem Schreibstil noch ihren Handlungsmotiven treu, und so schippert "Der unheimliche Weg" irgendwo zwischen "A Brave New World" und "1984" dahin und säuft im Vergleich zu diesen beiden Klassikern kläglich ab.
Nach dem Lesen bleibt die berechtigte Frage: was ist dieser Roman eigentlich? SciFi-Roman, Spionagethriller, Krimi oder gar (Liebes)-drama?

Die Antwort: Von allem ein bisschen und nichts so richtig. Und Spannung kommt so gut wie gar nicht auf -wie bei einem schlecht gemixten Long Island Ice Tea, der allenfalls Trägheit statt Erregung auslöst.

Eine geniale Krimiautorin muss eben nicht alle Genres bedienen können - genausowenig wie ein Schauspieler alle Rollen gleich gut spielen können muss ;-).


Das Geheimnis der Schnallenschuhe
Das Geheimnis der Schnallenschuhe
von Agatha Christie
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

2.0 von 5 Sternen "Poirot, Sie sind nicht auf der Höhe"..., 13. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...sagt Inspektor Japp ein wenig müde -dem muss ich leider zustimmen. Ich als Christie-Fan aus der ersten Reihe gebe zu, dass ich mich ab und an bei dem Wunsch ertappt habe, dieser Krimi möge endlich enden.
Poirot scheint schläfrig, äußert ab und an den Satz "Ich wüsste gern.." und lässt den Leser entgegen seiner sonstigen Gewohnheit nicht an seinen Gedankensprüngen teilhaben, sondern spannt ihn bis zum bitteren Ende auf die Folter.
Es geistern unendlich viele Namen durch die Story -leider sind mir die zahlreichen Charaktere nicht im mindesten ans Herz gewachsen, was vor allem daran liegt, dass A.C. sie nur streift und nicht -wie üblich- ausgefeilte Charakterstudien einbaut.
Die Auflösung -sofern sie einen denn noch interessiert- scheint weit hergeholt und nicht nachvollziehbar.
Also für mich definitiv kein Highlight und qualitativ kaum vergleichbar mit ihren Meisterwerken wie "Tod auf dem Nil", "Mord im Orient-Express", "Das unvollendete Bildnis" oder "Blausäure", gesellt sich "Das Geheimnis der Schnallenschuhe" in meinem Bücherregal eher zu schwächeren Werken wie "Bertrams Hotel" oder "Passagier nach Frankfurt".


Lauter reizende alte Damen
Lauter reizende alte Damen
von Agatha Christie
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

5.0 von 5 Sternen Einer meiner Favoriten..., 23. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lauter reizende alte Damen (Taschenbuch)
Tuppence Beresford macht sich auf die Suche nach einem "im Kamin eingemauerten Kind" und einer reizenden alten Dame, die unter mysteriösen Umständen aus einem Altersheim verschwindet.

Ich muss sagen, dieser A. Christie-Roman hätte gut als Vorlage für einen klassischen Hitchcock-Film herhalten können (ich denke hier an "Frenzi" oder "Vertigo"), bezogen auf die -in leuchtenden Farben- beschriebenen Bilder und den Aufbau des Spannungsbogens. Denn dieser Krimi kommt nicht mit der typischen "Ein Mord geschieht, wer war es" -Masche daher, sondern baut seine Spannung langsam auf. Diese Spannung liegt mehr in der Psyche einzelner Figuren sowie einem Brodeln unter der Oberfläche eines kleinen Dorfes, das sich in einem überraschenden Ende entlädt. Es passiert wirklich lange nicht viel: auf der Suche nach der alten Dame, die unter ungeklärten Umständen aus ihrem Altersheim verschwindet, fährt Tuppence durch die Gegend, horcht Leute aus und erfährt dabei nebenbei von einem angeblichen Mord, der 20 Jahre zurückliegen soll...
Das mag für Liebhaber klassischer Krimis langweilig sein -ich finde es sehr spannend.
Gut, ich stehe auch auf Klatsch und Tratsch aus der Vergangenheit -vor allem, wenn ungeklärte Morde, ein unheimliches Haus und "geheimnisvoll blitzende Lichter in der Nacht" zum Reportoire gehören ;-).
In einem Punkt muss ich einigen Vorrezensenten zustimmen: einzelne Sachen scheinen etwas an den Haaren herbeigezogen, einige aufgeworfene Fragen werden nicht genau beantwortet.
Aber das verzeihe ich der Queen diesmal, weil sie mich mit einer aufgeweckten Tuppence und nostalgischen "Cold Cases" beschwichtigt hat.


Inspektor Jury spielt Domino
Inspektor Jury spielt Domino
von Martha Grimes
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lahme Ermittler, schleppende Handlung, 6. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury spielt Domino (Taschenbuch)
"Die Amerikanerin Martha Grimes gilt zu Recht als die legitime Thronerbin Agatha Christies".
Das muss ich leider verneinen. Denn als Agatha Christie-"Fanatikerin" hab ich natürlich alle ihre Romane (manche mehrmals) verschlungen und muss leider sagen, M.G. kommt zwar ansatzweise an die vertrakten Krimihandlungen und Wendungen Christies heran, verzettelt sich dann aber zu oft in verkrampft wirkendem "englischem" Humor und künstlich ausgedehnter Spannungsmache. Die Ermittler brauchen in diesem Fall drei Verhöre einer Person, um ansatzweise eine Idee zu bekommen, wie sie weiter im Fall vorgehen könnten, tauschen sich dabei nicht untereinander aus, sondern vertiefen sich lieber in private Nebenhandlungen, die mit dem Fall null zu tun haben...
Auch Stil und Sprache finde ich persönlich etwas krude -und damit meine ich noch nicht mal pathetische Sätze wie "Der Schnee in Rackmoor war mit Blut getränkt" oder schlichte Grammatik-Fehler wie "Es schien, als hätte sie zum Abschied gewinkt.". Kein Vergleich zu den geschliffenen Dialogen und präzisen Charakterzeichungen A.Christies.
Zwei Punkte gebe ich dennoch für die teils wunderschönen Beschreibungen des rauhen Fischerdörfchens Rackmoor. Die Atmosphäre der nebligen Einsamkeit in dem kleinen Ort, wo alle Einwohner gern schon am Nachmittag einen Whisky, Sherry oder Rackmoor-Nebel zu sich nehmen, ist ein paar mal fast zu mir ins Wohnzimmer geschlichen..;-)
Also, leider für mich keine würdige Nachfolgerin, schade. Ich muss wohl weiter suchen...


Jodie Foster: Eine Biographie
Jodie Foster: Eine Biographie
von Buddy Foster
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tut niemandem weh, 15. November 2011
Buddy Foster beschreibt in einfach gegliederten Sätzen das Leben und die Arbeit seiner Schwester Jodie und versucht -mal mehr, mal weniger dezent- sich als stetigen Wegbegleiter seiner Schwester zu statuieren.
Dass er sein Vorwort mit Äußerungen wie "Ich war ein Kinderstar, habe es aber geschafft, aus Hollywood zu fliehen" durchzieht, stört mich dabei nicht. Es ist sein Buch und er darf sich darin auch einen eigenen Stellenwert einräumen.
Auch finde ich, im Gegensatz zu anderen Lesern und Rezensenten, dass er in keiner Situation über die Stränge schlägt und immer respektvoll gegenüber seinen beschriebenen Personen ist.
Das habe ich von anderen Hollywood-Autoren bzw. Schauspielern, die ihre eigene Autobiographie herausgebracht haben, deutlich kritischer und bissiger erlebt.
Alles in Allem tut "Jodie Foster-Eine Biographie" keiner Person weh.
Und aus den Worten "Ich glaubte schon immer, dass meine Schwester lesbisch oder bisexuell ist" ließ sich doch schon 1999 kein Skandal stricken. Sonst hätte sich das Buch viel besser verkauft.
Also, zwei Punkte Abzug für Beliebigkeit sowie ab und an unstrukturierte Erzählstränge.


Seite: 1