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Rezensionen verfasst von
Sren Iden

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Overnite Sensation
Overnite Sensation

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wie geil ist das denn?, 2. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Overnite Sensation (Audio CD)
eine meiner Lieblingszappascheiben! Mal funky, mal Richtung Soul dann wieder Einflüsse von Rhythm & Blues, wahnsinnige Gitarrensoli (zombie woof!). Natürlich manchmal vielleicht etwas zu durchkomponiert, Zappa versteht halt sein Fach... Doch der Flow ist manchmal nicht soo sehr da, weil alles etwas kopflastig ist, nun ja
man kann mal wieder die Grenzen von E- und U- Musik bemühen, bringt aber nicht viel, aufdrehen und durchdrehen!


Supergau Deutsche Einheit
Supergau Deutsche Einheit
von Uwe Müller
  Taschenbuch

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja nicht so fundiert, 2. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Supergau Deutsche Einheit (Taschenbuch)
Gute Nachricht: Herr Müller ist studierter Volkswirt. Schlechte Nachricht: weite Teile seines Buches sind reine Faktenaufreihungen ohne grundlegende Analyse der deutschen Wiedervereinigung. Kann man sich schon fragen, wie lange sein Studium her ist..Klar man muss sich einen tollen reisserischen Titel ausdenken, um eine Menge Bücher zu verkaufen, aber auch weite Teile im Buch sind mit saloppen und teilweise polemischen Argumentationen und vor allem Metaphern versehen. Das mag für Sabine Christiansen als oft zitiertes Beispiel vielleicht reichen, und Michael Glos oder Franz Müntefering(jetzt werde ich selbst polemisch) könnten sich da einiges abschauen, wissenschaftlich ist es aber nicht. Am Ende gibt es dann wenigstens den Versuch, aufzuzeigen, wie ein anreizkompatibler Solidarpakt für mehr Wachstum in Ostdeutschland sorgen könnte.
Leider haben Journalisten in Deutschland einen viel zu hohen Marktanteil bei solchen Schriften, weil diejenigen, die wirklich etwas zu sagen hätten, nämlich Professoren, leider unfähig sind, populärwissenschaftliche Bücher zu schreiben, von Bofinger oder Sinn mal abgesehen. Die Bücher von letzteren sind dann auch wesentlich fundierter und interessanter geschrieben.
In den USA mal wieder ist es anders, Professor Krugman fordert sogar, dass Professoren der Öffentlichkeit verpflichtet sein sollten, einfach und klar ihre Forschungsergebnisse zu erklären, und Krugman, Stiglitz, beide Friedmans können es auch.
Schade, die Faktenaufreihungen sind ja ganz nett für eine 5 stündige Bahnfahrt, aber es bleibt nicht viel hängen ausser dem was wir immer schon wussten, alles zu teuer, Politiker dumm (den Job will bald sowieso keiner mehr machen, bei so viel vorschneller Kritik), Osten abgewirtschaftet und Deutschland am Ende... Medien- und verkaufswirksam, (leider) nicht allzuviel mehr.


Der ökonomische Code: Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt
Der ökonomische Code: Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt
von David D. Friedman
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen für Volkswirte schön im Regal, 23. Mai 2005
Ja es stimmt, die Übersetzung ist grausam. Andererseits ist das als "wissenschaftlich" geltende Baby-Mikrobuch von Varian z.b. noch grausamer übersetzt. Dadurch muss man sich natürlich übermässig durcharbeiten durch ein Buch, das eigentlich eine Lücke auf verständlichem Weg schliessen soll, nämlich insofern als die Wirtschaftswissenschaften auch endlich populärwissenschaftlich beackert werden. In Biologie und Physik gibt es ja einige solche Publikationen. Aber man wird belohnt: Konzentriert gelesen wird das Skelett der theoretischen VWL schön mit Fleisch aufgefüllt. Begleitend vor allem zur Preis- und Spieltheorie ist das sehr zu empfehlen und je früher man es liest umso eher werden die leider immer noch trockenen Vorlesungen plötzlich mit Leben angefüllt und das mechanische Denken scheint auf einmal gar nicht mehr so unrealistisch und sinnlos... Die meisten Probleme von Studenten in der VWL haben wohl mit falschen Erwartungen an das Fach zu tun. Fakt ist: VWL ist weitesgehend Physik der sozialen Beziehungen. Man kann die Annahmen abtun, aber letztendlich wird man Milton Friedman zu Rate ziehen und überlegen ob richtige Prognosen mit falschen Modellannahmen besser sind als falsche Prognosen bzw. gar keine mit richtigen Modellannahmen..
Leider liegt hier auch eine Schwäche im Buch, da der empirischen Seite (wie übrigens an fast allen Univeranstaltungen) nicht viel Raum gegeben wird. Inwieweit das in der populären Form möglich ist, ist eine gute Frage, so dient das Buch eben als schöne Illustration zur Mikrotheorie (Makrofreaks werden es belächeln), ob die theoretischen Ergebnisse empirisch plausibel sind wird halt nicht besprochen. Wenn man an den etwas stumpfen Beispielen im Varian verzweifelt, kann man das hier komplementär konsultieren. Es ist aber z.b. für einen Geisteswissenschaftler ohne Mathe-Leistungskurs eher langweilig und unverständlich, weil entgegen den Aussagen des Autors schon eine Menge vorrausgesetzt wird. VWL ist eben recht esoterisch für Aussenstehende. Friedman Junior mag es hiermit ändern wollen, aber es wird wohl schwer werden.


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