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Rezensionen verfasst von
Stefan Schwetje (Braunschweig)
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Trilogie: Auschwitz und danach
Trilogie: Auschwitz und danach
von Charlotte Delbo
  Sondereinband

5.0 von 5 Sternen Auschwitz : erzählt mit deiner umwerfenden Dramatik, 29. April 2014
Ich habe schon viele Bücher von Auschwitz-Überlebenden gelesen, aber dieses Werk stellt alles in den Schatten. Die Art, wie Charlotte Delbo dem Leser Auschwitz und ihre dortigen Erlebnisse rüberbringt, ist einzigartig !
Sie erzählt es in einer derart hochtrabenden Dramatik, dass der Leser wirklich das Gefühl hat, gerade dieses selber zu erleben. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, schaut nicht weg, trotzdem hat man nie das Gefühl : sie würde übertreiben !
Noch bewegender ist der dritte Teil der Trilogie (Mass unserer Tage) - sie berichtet aus dem Leben nach Auschwitz.
Ein Leben, so ihre Worte, welches eigentlich kein Leben ist. Die Erinnerungen sind unauslöschlich, aber das Leben muss und wird weiter gehen. Gerade das Leben nach Auschwitz ist so brilliant Emotional herübergebracht, dass man als Leser die eigenen Emotionen gar nicht in Worte fassen kann.
Sehr zu Empfehlen !!!!!!!!


Tausend Jahre habe ich gelebt: Eine Jugend im Holocaust
Tausend Jahre habe ich gelebt: Eine Jugend im Holocaust
von Livia Bitton-Jackson
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen Ein tief bewegendes Drama !, 2. Februar 2013
Wenn ich ein Buch geschrieben hätte und diese Zeit miterlebt hätte, hätte es wohl nicht anders angefangen. Eine ruhiges kleines Dorf und eine Kindheit die jeder von uns so oder ähnlich miterlebt hat. Das allein versetzt den Leser schon in die Hauptperson des Buches hinein, er fängt an sich für diesen Menschen zu interessieren, beginnt darüber nachzudenken was in dieser Person vorgeht, und schaut dabei auf sich selber mit einer Frage im Hinterkopf die da lautet : "Hätte ich das überstanden" ?
Nach einem Aufenthalt im Ghetto kommt Ellie als 13 jährige Ungarische Jüdin im Sommer 1944 nach Auschwitz. Allein jetzt klingeln bei jedem Leser, der sich mit dem Thema befasst hat, sämtliche Alarmglocken ! Die Selektion an der Rampe zu überleben grenzt nahezu an ein Wunder, aber Ellie schafft es ! Nur ein paar Wochen später kommt sie nach Plaszow, unerträgliche Arbeit und das mörderische KZ - Leben setzen ihr weiter zu. Ein paar Wochen später landet Ellie wieder in Auschwitz, wo sich ihre Mutter, die ihr momentan die einzige Bezugsperson ist, schwer verletzt. Mit viel Mut gelingt es Ellie ihre Schwerverletzte Mutter, kurz vor einer Selektion im Krankenbau zu retten und sie mithilfe anderer Inhaftierter aus dem Krankenbau zu schmuggeln. Hunger, Durst, die Ungewissheit und eine Mutter die kaum im Stande ist alleine zu stehen, fordern einem Dreizehn - jährigen Mädchen alles ab, doch Ellie gibt nicht auf ! Anfang September 1944 kommt sie zusammen mit ihrer Mutter in Augsburg an, wo beide von dort an in den Michelwerken für die Deutsche Luftwaffe als Zwangsarbeiter dahin frissten. Zuerst geht es beiden etwas besser, Auschwitz und die Gaskammern sind weit weg, dass Arbeitsklima ist Menschlicher als in Auschwitz und Hoffnung keimt auf. Doch nicht lange und Ellie und ihre Mutter kommen in das Lager Landsberg, welches zum Konzentrationslager Dachau gehört. Wie durch ein Wunder treffen dort beide auf Ellies Bruder - ein Mensch der nur noch aus Haut und Knochen besteht. Doch auch hier gelingt es Ellie ihren älteren Bruder durch Essensrationen, die ihre Mutter, die mittlerweile im Küchendienst arbeitet, besorgt, aufzupeppeln. Doch auch hier ist ihre Leidensgeschichte noch nicht zu Ende. Es folgt im April 1944 eine Mörderische mehrtägige Zugfahrt. Eine Zugfahrt die begleitet wird von Hunger und Durst, einem Täuschungsmannöver der Nazis bei denen etliche Zuginsassen ihr Leben durch die Maschinengewehrsalven verlieren oder schwer verletzt im Zug zurückbleiben. Letztendlich erleben Ellie, ihre Mutter sowie ihr Bruder "Bubi" die Befreiung durch die Amerikaner im Bayrischen Seeshaupt ! Wochen später und endlich wieder in ihrer Heimat angekommen folgt der nächste Schock - die Tatsache das ausser ihnen niemand sonst aus der Familie den Holocaust überlebt hat.


... trotzdem Ja zum Leben sagen - Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
... trotzdem Ja zum Leben sagen - Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
von Viktor E. Frankl
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ergreifend, 1. Februar 2012
Jeder Leser sollte sich vorab darüber im klaren sein, was er von diesm Buch erwartet ? Wer mehr über das Leben eines KZ Häftlings erfahren möchte, ist mit diesem Buch nämlich der perfekte Fehlgriff gelungen - aber... !!!
Tja, wenn das Wörtchen aber nicht wer. Das Buch ist aufgeteilt in die Abschnitte :
- Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager
- Das Lagerleben
- Nach der Befreiung aus dem Lager
Alle Abschnitte werden rein Psychologisch beschrieben, Was fühlt, denkt und hofft der Häftling. Hat er Hoffnung oder nicht - und was führt dazu das er Hoffnung hat bzw. keine hat. Besonders ergreifend ist Psychologisch gesehen der letzte Abschnitt - als Leser, der ja selber kein KZ erlebt hat, kann man nicht immer nachvollziehen was in einem Häftlig vorgeht, aber im besagten letzten Abschnitt ist das dem Verfasser sehr sehr gut gelungen. Man kann, auch wenn man es selber nicht erlebt hat, durchaus nachvollziehen warum ein Häftling bei der Befreiung keinen Freudensprung gemacht hat, warum das jetzige Leben was vor einem liegt, auch wenn man noch nicht weiß was kommt, von manchem so und von manchem so gesehen wird !
Ich würde glatt behaupten das der letzte Abschnitt ein Lebensführer in allen Lebenslagen darstellt - einfach Genial !!!


Durch die Hölle von Auschwitz und Dachau: Ein Junge erkämpft sein Überleben
Durch die Hölle von Auschwitz und Dachau: Ein Junge erkämpft sein Überleben
von Leslie Schwartz
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberflächlich aber trotzdem Lesenswert !, 28. Dezember 2010
Das Buch von Leslie Schwartz verrät im erstem Moment nicht viel über einen Häftling, der sowohl Auschwitz als auch Dachau überlebt. Zumal seine Flucht aus Auschwitz, wenn man es überhaupt als Flucht betiteln möchte, mehr oder weniger ein "hineinstolpern" in einen Abtransport nach Dachau betrifft.
Seinen Leidensweg in beiden Konzentrationlagern beschreibt Leslie viel zu oberflächlich. Man hat ab und an das Gefühl das er nicht von sich selber sondern von der Allgemeinheit der Häftlinge erzählt, praktisch gesehen liest das Buch sich wie ein "Aufklärungsbuch" "Das ist ein Konzentrationslager - und so läuft es hier ab"!
Interessanter oder besser gesagt mehr auf sich bezogen ist die Nachgeschichte. Also die Befreiung und der erschwerliche und lange weg zurück nach Ungarn. Leslie will zurück in seine Heimat, um im Elternhaus, dass mittlerweile besetzt ist, Nachforschungen bzgl. eines Onkels aus Amerika anzustellen.
Ein Buch mit Happy End das trotz der stellenweisen Oberflächlichkeit zu Empfehlen ist. Denn eins darf man nicht vergessen: Die Tatsache das Leslie gerade einmal 14 Jahre alt ist, als er im Sommer 1944 in Auschwitz landet !


Wer ein Leben rettet...: Die Geschichte einer Liebe in Auschwitz
Wer ein Leben rettet...: Die Geschichte einer Liebe in Auschwitz
von Jerzy Bielecki
  Gebundene Ausgabe

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Werk das den Titel Meisterhaft verdient !!!, 23. September 2009
Jerzy Bielecki kommt bereits 1940 in das Konzentrationslager Auschwitz. Er muss zuerste viele Monate voller Qualen durch die SS, über die er ausführlich berichtet, überstehen. Noch rauchen keine Schornsteine in Birkenau, die SS hat somit nur wenig Häftlinge um sich, was sich im Alltag deutlich macht. Da gibt es nicht nur stundenlange Appelle sondern auch nahezu mörderischen Sport um die Häftlinge zu beschäftigen. Mit der Zeit und dem wissen eines "alten" Häftlings gelingt es Jerzy immer wieder in bessere Arbeitskommandos zu kommen und somit ein halbwegs leichteres Häftlingsleben zu führen. Anfang 1944 lernt er die junge Jüdin Cyla kennen, in der er sich unsterblich verliebt. Er weiss das die Schornsteine in Birkenau auf Hochtouren laufen und somit auch das Ende von Cyla zu befürchten ist. Zumal er darüber informiert ist das die Rote Armee mehr und mehr Gebiete zurückerobert und somit das Ende der jüdischen Häftlinge nur noch eine frage von Tagen sein kann. Mit zuhilfenahme anderer Häftlinge besorgt er sich einen Passierschein und eine SS Uniform und plant den gemeinsamen Ausbruch mit Cyla. En Ausbruch der an Dramatik einem Thriller in nichts hinterherhinkt.
Dieses Werk ist, ja Hans Rosenthal würde jetzt Spitze rufen, mit spannung, dramatik sowie sachlichen schilderungen der Ereignisse in Auschwitz reichlich gespickt. Es steht auf einer Ebene mit Wieslaw Kielars Welterfolg : Anus Mundi. Fünf Jahre Auschwitz


Im Winter werden die Tage länger: Wie ich Auschwitz überlebte
Im Winter werden die Tage länger: Wie ich Auschwitz überlebte
von Joseph Bialot
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Einzigartiges Dokument, 20. August 2009
Das Buch von Joseph Bialot ist in seiner Art einzigartig ! Ich habe selten ein Buch gelesen das ein Auschwitz - Überlebender in einem deratigen Stil geschrieben hat. Joseph Bialot versteht es das erlebte in einer Art dem Leser rüberzubringen das man das Gefühl hat, man hätte es selber erlebt. Fantastisch ist auch die teils Zynische, Belustigende Art das Geschehene heutzutage dem Leser klar zu machen. Fast jedes Ereignis, über das Joseph Bialot berichtet, gibt er in einer Form wieder, die das erlebte in unzähligen Steigerungsformen schildert.
Darüberhinaus gehört Joseph Bialot zu den wenigen Auschwitz - Überlebenden die die Befreiung durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 vor Ort miterlebt haben, da er sich stets vor der Evakuierung (Todesmärsche) gedrückt hat. Auch berichtet er über seine Leidenszeit im Polnischen Krakau direkt nach der Befreiung bis zur endgültigen Heimkehr nach Paris. Die Abschlußgedanken des Joseph Bialot in seinem einzigartigen Werk sind Meisterhaft ! Dieses Resümee über Auschwitz, was es aus einem Menschen gemacht hat, wie es die Welt verändert hat sollte sich keiner entgehen lassen.


Ihr sollt die Wahrheit erben: Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen
Ihr sollt die Wahrheit erben: Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen
von Anita Lasker-Wallfisch
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die leider viel zu oberflächlich geschriebene Geschichte der Anita Lasker-Wallfisch, 17. April 2009
Das Buch hat mich leider auf der ganzen Linie enttäuscht !!! Beim Titel : "Ihr sollt die Wahrheit erben" ! wird sich jeder Leser hinterher fragen müssen - welche Wahrheit denn ??? Anita Lasker-Wallfisch geht nicht einmal ins Detail - alle Berichte ihrer Leidenszeit sind nur oberflächlich !!! Das Buch besteht gefühlte 2/3 nur aus Briefen die sie vor der Deportation und nach der Befreiung ihrer, in London lebenden, Schwester schreibt, bzw. sie von ihrer Schwester erhält. Da ist einfach viel zu wenig Hintergrund. Es gibt viele weitaus interessantere Bücher über den Leidensweg der Juden zur Zeit des 2. Weltkrieges.


Die Begegnung. Auschwitz - Ein Opfer und ein Täter im Gespräch
Die Begegnung. Auschwitz - Ein Opfer und ein Täter im Gespräch
von Bernhard Frankfurter
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Menschen die sich für das Geschehen in Auschwitz interessieren !, 17. Dezember 2008
Ein Buch dessen Name schon viel verspricht. Der ehemalige SS Arzt Münch, der in Auschwitz dem Hygieneinstitut unterstellt war, stellt sich den durchaus Kritischen und Bohrenden Fragen der ehemaligen Inhaftierten Dagmar Ostermann (damals Brock) und dem Autor Bernhard Frankfurter. Münch erweist sich hierbei als durchaus gefügig und das obwohl die Fragen keineswegs als zu lasch erscheinen - im Gegenteil, B. Frankfurter sowie D. Ostermann gehen ins Detail und nagen am Gewissen, des später freigesprochenen SS Arztes, Münch. Sicherlich währe das Buch etwas interessanter gewesen, wenn der SS Arzt Münch nicht im Hygieneinstitut gesessen hätte, wo man ja nun doch nicht soviel mit dem täglichen Tagesablauf in Auschwitz und Birkenau mitbekommen hat, sondern z.B. als Block- oder Rapportführer gearbeitet hätte.
Trotz allem erlebt der Leser Auschwitz auch mal aus einer anderen Sicht. Eine Sicht auf ein Konzentrationslager die so ganz anders ist als die eines Inhaftierten.
Besonders Interessant sind auch die Einzelgespräche mit Münch sowie Ostermann in denen es teilweise auch darum geht wie denn das Leben und die Verarbeitung des Geschehenen nach Auschwitz weiterging.


Die Hoffnung stirbt zuletzt
Die Hoffnung stirbt zuletzt
von Halina Birenbaum
  Broschiert

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Holocaust in seiner erschreckendsten Form !!!, 17. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Hoffnung stirbt zuletzt (Broschiert)
Stellen Sie sich vor sie wären 10 Jahre alt, halt noch ein Kind und würden dieser Kindheit plötzlich, wie aus heiterem Himmel, entrissen. Halina Birenbaums Geschichte beginnt genau dort, am herbeigefügtem Ende einer Kindheit. Sie kommt zusammen mit ihrer Familie als zehnjähriges Mädchen ins Warschauer Ghetto. Sie muss von Heute auf Morgen lernen was es heißt zu Überleben. Kann man das das ganze als Kind überhaupt verstehen, kann man überhaupt nachvollziehen das selbst die eigenen Eltern nun nicht mehr diejenigen sein können die bisher einen immer behütet haben ? Halina muss das Überleben praktizieren, muss im Ghetto stets neue Verstecke suchen, stets neu den Hunger ertragen und für Kinder besonders schwer, stundenlanges Stillschweigen praktizieren. Das alles gelingt ihr nahezu 3 Jahre bis auch Sie mit ihrer Mutter zusammen in einem Deportationszug landet. Wo geht die Reise hin ? Immerhin ist ihr Vater auch schon lange vor ihr von den Nazis deportiert wurden, doch selbst für Trauer blieb Halina keine Zeit. Majdanek heißt die neue Folterkammer, kaum angekommen wird ihr die Mutter entrissen, ihre Mutter die trotz der 3 grauenhaften Jahre im Ghetto ihr immer Mut zugesprochen hat. Nun steht Halina fast alleine da, gerade mal dreizehn Jahre alt und dem Tod so nahe. Doch Majdanek wird nur zur Zwischenstation, nun geht es nach Auschwitz - Birkenau, eine neue unbekannte Hölle wartet auf Halina. Es bringt jetzt nichts dem Buchinteressierten Leser meiner Rezesion jede Einzelheit aus Auschwitz zu erzählen - das Grauen dort, was Halina eindrucksvoll beschreibt, muss jeder für sich selber verarbeiten. Kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee ist Halinas Odysee noch nicht beendet, schwerverletzt durch eine Schusswunde steht nun auch noch ein Todesmarsch nach Ravensbrück an. Was dieses mitterweile vierzehn Jahre alte "Kind" durchlebt hat, ist in Ihrem Buch eindrucksvoll geschildert. Für mich das wohl ergreifendste Buch zum Thema Holocaust, da bleiben Biographien wie Anus Mundi-Fünf Jahre Auschwitz oder Renas Versprechen auf der Strecke !!! Sehr emotional und ergreifend ist aus das Endes des Buches, Halina kehrt vierzig Jahre später an die Orte des Schreckens zurück und berichtet derart einfühlsam von diesen Tagen, dass selbst gestandenen Männern die Tränen in die Augen schießen.
Ein Weltklasse - Buch !!!!!!!!!


Und dann kommst Du dahin an einem schönen Sommertag: Die Frauen von Ravensbrück
Und dann kommst Du dahin an einem schönen Sommertag: Die Frauen von Ravensbrück
von Loretta Walz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prädikat - Besonders Wertvoll !!!, 26. September 2008
Das Buch -Und dann kommst du dahin an einem schönen Sommertag: Die Frauen von Ravensbrück- ist in meinen Augen eines der besten Bücher gegen das Vergessen. Loretta Walz interviewt, in diesem genialen Werk, Zeitzeugen verschiedener Herkunftsländer. Doch dieses Buch liest sich nicht wie ein herkömmliches Interview. Nein, die Frauen beantworten keinerlei Fragen, sondern berichten aus ihrem Leben. Was führte zur Festnahme, was geschah in der Zeit zwischen Festnahme und Deportation, wie erlebte man den grauen Lageralltag, wie ging es nach Befreiung und Kriegsende weiter ? Man bekommt vielerlei Eindrücke auf den damaligen Rassenhass der Nazis. Ganz gleich ob man nun schwere, aber vollkommen unsinnige Arbeiten im KZ ausführen musste, oder als Versuchskaninchen für Medizinische Experimente herhalten musste. Besonders beeindruckend sind auch die Zeitzeugenberichte von Sinti und Roma Frauen die gegen ende 1944 von Auschwitz nach Ravensbrück deportiert wurden. Nicht weniger kalt lässt den Leser auch berichte darüber wie, es in Bergen - Belsen weiterging, nachdem das KZ Ravensbrück aufgelöst wurde. Dieses Buch verdient 5 Sterne, denn es ist :
- Interessant
- leicht zu Lesen
- bietet viel Hintergrundinformation
- gibt jedem Leser das Gefühl nun direkt mit der Zeitzeugin vor Ort zu stehen
- beeindruckt besonders durch die Tatsache das die Zeitzeugen keinerlei Blätter vor den Mund nehmen, sondern die Wahrheit, so hart Sie auch manchmal war, kundgeben


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