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Rezensionen verfasst von
S. Schulz
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Kings and Queens
Kings and Queens
Preis: EUR 11,91

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Neuauflage von Panic Prevention!, 7. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Kings and Queens (Audio CD)
Mit dem Album "Panic Prevention" und der gemeinsamen Deutschland-Tour mit den Beatsteaks im Jahr 2007 ist Jamie T seit langem kein Geheimtip mehr. Wie er damals auf dem Album alles Konventionelle über den Haufen warf und einfach sein Ding durchzog, hatte mich schwer beeindruckt - und dass Jamie das ganze live noch steigern konnte umso mehr.

Nachdem nun lange kein Lebenszeichen von Jamie zu hören war, kam im Herbst 2009 das lang ersehnte zweite offizielle Album, das nach den vorab veröffentlichten Songs/Videos "Fire Fire", "Sticks and Stones" und "Chaka Demus" Hunger auf mehr machte. Inzwischen ist die Scheibe gut zwei Monate in meinem Besitz und ich höre sie noch immer jeden Tag rauf und runter. Sicher, auch mir ist der Einstieg erst einmal schwer gefallen. Nach dem ersten Hören konnte ich das Album zunächst nicht zwischen "überragend" und "solide" einordnen. Mit jedem weiteren Hören steigerte sich aber meine Begeisterung für diesen grandiosen Longplayer und inzwischen ist es für mich MINDESTENS auf dem Level von Panic Prevention. Was nicht vielen Künstlern zufriedenstellend gelingt, setzt der Londoner hier perfekt um: Ein Nachfolger der ersten CD, der gleichzeitig keine Kopie bzw. Fortsetzung darstellt. Jamie macht auch hier wieder das, was ihm Spaß macht und was seine Musik auszeichnet: ein ständiges Experimentieren mit verschiedenen Musikrichtungen und Effekten, ohne dabei den Bogen zu überspannen. Um nur mal einige zu nennen, verbindet er einen Kinderchor (368) mit akustischen Balladen (Emily's Heart, Jilly Armeen) und Songs, die geradewegs nach vorne gehen (Sticks and Stones, Castro Dies, Hocus Pocus), ohne dabei fließende Übergänge zwischen den einzelnen Tracks des Albums zu produzieren. Das ist sicher unkonventionell und gewöhnungsbedürftig, aber im Grunde genau das, was "Kings & Queens" und Jamie T ausmacht: Individualität und Authentizität. Und beim Vergleich beider Alben ist sowohl musikalisch als auch besonders in den Texten und Jamies Gesang eine deutliche Weiterentwicklung zu hören.

Verglichen mit anderen Künstlern lässt sich dieses Album wohl irgendwo zwischen den Bad Brains, Rancid, Larrikin Love und Tim Armstrong einordnen. In jedem Fall ist es besonders denen zu empfehlen, die diese Bands bzw. den Vorgänger "Panic Prevention" mögen.

Fazit: Jamie T ist unter dem Druck des zweiten Albums ein weiterer, ganz großer Wurf gelungen! Jamie T at his best - unbedingt reinhören.


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