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Die Kunst der Fotografie: Der Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck
Die Kunst der Fotografie: Der Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck
von Bruce Barnbaum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen philosophisch – psychologische Definition von ‚Kunst‘ und der individuelle Weg dorthin, 21. September 2013
Rezension: Bruce Barnbaum: Die Kunst der Fotografie

Schon beim Auspacken deutet sich an: kein Fotobuch wie viele andere. Quadratisch, ca. 30 x 30 cm groß, über 380 Seiten Kunstdruckpapier schwer.
In der Erwartungshaltung, eine Vielzahl herausragender Bilder mit mehr oder weniger knappen Erläuterungen erklärt zu bekommen, breitet sich erst mal Enttäuschung aus: sehr viel Text, relativ wenige, eher klein gehaltene Fotos, vieles in Schwarz-Weiß.
Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es hier um die Kunst in der Fotografie. Wer ein Buch erwartet hat, mit Anleitungen zu schönen Bildern, wird erstmal enttäuscht sein. Barnbaum versteht unter Kunst das Können, einem Betrachter die Ansicht des Fotografen als seine Interpretation eines Motivs so zu vermitteln, dass er es, am besten genau so, versteht. Quasi non-verbale Kommunikation. Es geht also nicht um handwerkliche Aspekte, die werden vorausgesetzt, bzw. insoweit erläutert, als sie zur interpretativen Umsetzung von Nöten sind.
Barnbaum geht das Thema anders an: wenn du nichts zu sagen hast, halt einfach die Klappe! So könnte man, flapsig formuliert, das Resümee ziehen. Meint hier: wenn du kein wirkliches Interesse am Motiv hast, wird dir kein gutes Bild gelingen.
Sein Buch kommt erstmal sehr psychologisch daher. Kläre, was die wichtig ist, dann mache dein Foto. Immer bringt er Beispiele von seiner Arbeit, verknüpft mit seiner Intention und seinem Standpunkt zum Thema. Oft formuliert er Beispiele, die seinen Vortrag sofort verdeutlichen.
Fotografie ist nonverbale Kommunikation, wie z.B. Musik.
Sein Schwerpunkt ist Oldschool, Fachkamera, 4x5“, Schwarzweißfilm, Dunkelkammer, 1 finaler Abzug. Ein durchgehender Workflow aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Dennoch gelten natürlich viele gestalterische Prinzipien in Zeiten der Megazoom-Kompaktkameras und Smartphones grundsätzlich auch, es wird sich nur kaum einer drum kümmern. Umso interessanter, dass die Originalausgabe des Buches im Jahr 2011 das bestverkaufte Fotografie -Buch in den USA war!
Barnbaum geht ausführlich auf die Grundsätze der Gestaltung im Allgemeinen und bezogen auf Fotografie im Besonderen ein, sodass man sich die ersten beiden Semester des Kunststudiums eigentlich sparen kann.
Er bringt seine Erkenntnisse in einem gut lesbaren Plauderton rüber, sodass das Gefühl entsteht, gerade an einem seiner Workshops teilzunehmen. Besonders muss man in diesem Zusammenhang die Qualität des Übersetzers, Dr. Volker Haxsen, hervorheben, der es geschafft hat, den lockeren Plauderton ins Deutsche zu portieren, ohne den man schnell die Lust an dem Schmöcker verlieren würde. So nimmt man es immer wieder gern zur Hand, sobald man sich physisch und psychisch wieder erholt hat, um weiter zu erfahren, was einen die letzten Jahrzehnte gehindert hat, ein guter Fotograf zu werden.
Ihm geht es nicht darum, seinem ‚Schüler‘ das Handwerk des Fotografierens beizubringen, wie das viele Bücher und Workshops tun. ‚Übe nur fleißig, dann wird aus dir auch ein toller Fotograf ( und kauf dir die Ausrüstung XYZ dazu, sonst wird es nix)‘. Nein, das Handwerkszeug muss man schon selbst mitbringen. Ihm geht’s um Gestaltung und um Authentizität im Bild. Nur, wenn ich meine Aussage so transportieren kann, dass sie der Betrachter versteht, habe ich ein gutes Bild geschaffen; aber dazu muss ich erst mal eine Aussage haben! Simple Abbildung eines Motivs lehnt Barnbaum ab, zumindest als Kunst. Handwerk dokumentiert, Kunst interpretiert!
Barnbaum erwähnt sehr oft Bilder anderer, mehr oder weniger, bekannter Fotografen, ohne diese aber zu zeigen, mag ein Copyright-Problem sein, würde aber durchaus helfen, seine Argumentation nachzuvollziehen.
Die Passage im Mittelteil über Ansel Adam’s Zonensystem ist relativ ausführlich und langatmig, wo doch bisher vorausgesetzt wurde, dass der Fotograf sein Handwerk beherrscht und die Zusammenhänge zwischen Zeit, Blende und Lichtwert bekannt sind.
Der anschließende Teil zur Dunkelkammertechnik ist aus heutiger Sicht antiquiert, wird aber den, der danach sucht, ähnlich bedienen wie z.B. Hedgecoe’s legendäres Dunkelkammerbuch.
Im Kapitel 11 geht er, mit Unterstützung von Bennet Silverman, endlich auf die digitale Fotografie ein. Darin transportiert er das Zonensystem ins Histogramm und erklärt, teilweise fast kochrezeptartig, den Weg zur beherrschten Belichtung, wobei es ein ‚richtig‘ im normierten Sinn durch ein ‚richtig‘ im Sinne der eigenen Interpretation zu ersetzen gilt.
Wichtig ist ihm immer die Authentizität des Bildes: alle Bildbearbeitungstechniken sind zulässig, solange sie der Bildaussage dienen und den subjektiven Eindruck des Fotografen unterstützen. Eine Bearbeitung um ihr selbst willen lehnt er ab, weil nicht authentisch.
Gegen Ende des Buches schlägt er einen großen Bogen zum Ausgangspunkt der philosophischen Betrachtung, wann ist ein Bild / Foto Kunst, dazwischen zeigt er Wege zum bildnerischen Ausdruck.
Das Buch ist in gewisser Weise mit Spannung aufgebaut; gegen Ende löst sich die Spannung, indem er noch einmal konzentriert seine persönliche Sichtweise und sein persönlicher Weg dorthin darlegt.
Das Buch ist eine Mischung aus philosophisch – psychologischer Definition von ‚Kunst‘ und den individuelle Weg dorthin, gemischt mit durchaus praktischen Anleitungen zur Umsetzung der beabsichtigten Darstellungsweise.
Wer öfter in die Verlegenheit kommt, Bilder anderer Fotografen kommentieren zu müssen (oder wollen), findet hier eine reichhaltige Vorlage an fundierten Formulierungen, besser könnte es kein Kunstprofessor ausdrücken.
Meine vier Punkte drücken, bei aller Faszination, die die Ansätze auslösen, auch etwas meine persönliche Hilflosigkeit im Umgang mit ihnen aus.


Vom einfachen Foto zum besonderen Bild: Kreative Photoshop-Workshops
Vom einfachen Foto zum besonderen Bild: Kreative Photoshop-Workshops
von Carsten Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 32,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Ansatz, mit handwerklichen Schwächen, 17. März 2013
Das Buch von Carsten Schröder versteht sich als eine Art gebundenes Script zu Workshops, wie sie z.B. bei div. Volkshochschulen angeboten werden. Dabei versucht es nach allgemeiner Einführung in Bildgestaltung, die meiner Ansicht nach gestalterisches Allgemeingut bedient und wenig griffig ist, und einem Ausflug in Grundfunktionen von Photoshop, anhand von konkreten Beispielen in drei Schwierigkeitsstufen den Workflow zum Bild zu erklären.
Dabei fällt zunächst auf, dass die Bildschirmzitate äußerst winzig, bis nahezu nicht erkennbar ausgefallen sind. Wer auf eine Lesebrille angewiesen ist und keine qualitativ hochwertige Lupe zur Hand hat, ist aufgeschmissen! Auch das Ablesen von Screenshots, deren Reglereinstellungen man in den eigenen PC übertragen soll, gestaltet sich schwierig. Der erklärende Text fließt so neben den Bildern herum, sodass man sich oft fragt, an welchem Screenshot man jetzt was ablesen können sollte.
Hat man die ersten Schwierigkeiten überwunden und möchte einen Workshop beginnen, macht sich die nächste Enttäuschung breit: der, im Vorwort angegebene Link funktioniert nicht! Auflösung bringt die Einband-Rückseite: CarstenSchroeder, ohne Unterstrich!
Ich lud das Bild auf meinen PC, öffnete Photoshop CS3. Vom Unter- bzw Übertitel geleitet ‚+++für Photoshop CS3 bis CS6 und PS Elements 10/11+++‘, folgte die nächste Ernüchterung, da die Workshop-Anleitungen max. bis CS4 zurückreichen. Als CS3-Nutzer musste ich mich an einigen Punkten auf ‚Unebenheiten‘ gefasst machen, bzw. wurde ganz aus der Bahn geworfen, wenn die Funktionalitäten nicht vorhanden waren. Als Foto-Amateur, der seine Bilder hauptsächlich mit Lightroom bearbeitet, fand ich manche Bearbeitungsschritte erst durch Vor-und Zurückblättern genauer beschrieben.
Darüber hinaus finde ich den Inhalt ansprechend und didaktisch so gewählt, dass man von unterschiedlichen Vorkenntnisständen abgeholt wird und eine Reihe von Standard-Bearbeitungen damit in den Griff bekommt, dieses komprimiert in einem vergleichsweise handlichen Buch.
Formal spricht mich die Workshopaufmachung, wie sie diverse Fotozeitschriften anbieten, quasi als Comic-Strip mit kurzen Untertiteln und mitgelieferten Beispielbildern auf CD, mehr an.
Der Titel hat in mir eine Erwartungshaltung geweckt, zu erfahren, was ein ‚besonderes Bild‘ ausmacht, welche Tricks es gibt, in Wettbewerben vorne dabei zu sein. Stattdessen halte ich eine Art Grundlagenkochbuch in Händen, das mir erlaubt das eine oder andere Rezept nachzuklicken. Ob meine Bilder deswegen ‚besser‘ werden?
Zusammenfassend würde ich dem Inhalt eine Note 2-3 geben, der Aufmachung höchstens eine 4-.


Inspiration: Ein Buch für Fotografen
Inspiration: Ein Buch für Fotografen
von 1x.com (Hrsg.)
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein gewöhnliches Fotobuch, 18. November 2012
Wer die Fotografen-Plattform „1x.com“ kennt, weiß, welch hoher Qualitätsstandard dort herrscht. Hier hat nun der dpunkt-Verlag ein Buch veröffentlicht, dass dem ambitionierten Fotografen einen Blick hinter die Kulissen freigibt. Anhand von ca. 100 ausgewählten Bildern aus den Sparten Abstraktion, Action, Architektur, Kinder, Reportage, Montagen, Landschaft, Makro, Natur, Nachtfotografie, Menschen, Stillleben und Straßenfotografie erhält der Leser eine Erläuterung des Fotografen zur Entstehungsgeschichte des Bildes, zur Intention, zur technischen Ausstattung, zur Vorgehensweise und zur Nachbearbeitung des Bildes, ein bisschen so, als würde man dem Fotografen über die Schulter schauen. Dabei formuliert jeder Fotograf sehr individuell. Sehr oft gibt es am Ende des Kapitels Tipps, falls man sich selbst in dem Genre versuchen möchte.
Das Buch, in gewohnt gediegener Qualität, ist nicht nur anregend, sondern auch unterhaltsam und kurzweilig, da die Fotografen, in der ganzen Welt beheimatet und unterwegs, sehr lebendig berichten und die Übersetzung aus dem Schwedischen Original ins Deutsche sehr flüssig und gut zu lesen ist. Dem Leser ist freigestellt, jederzeit in ein Thema einzutauchen und sich Anregungen für einen bevorstehenden Foto-Trip zu holen. Deutlich wird auch, dass hervorragende Fotos selten aus Zufall entstehen. Meist geht dem eine Intention, Konzept, Planung voran, handwerkliche Beherrschung wird vorausgesetzt.
Ein Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt, sowohl um darin zu blättern und sich ‚Inspiration‘ zu holen (daher wohl der Titel!), als auch um gezielt nach zu schlagen, ‚wie hat er das gemacht?‘.
Ein Buch, das ich allen ambitionierten Fotografen, egal ob Profi oder Amateur, uneingeschränkt empfehlen kann!


Wie Bilder wirken: 52 große Fotografien und was sie einzigartig macht
Wie Bilder wirken: 52 große Fotografien und was sie einzigartig macht
von George Barr
  Broschiert
Preis: EUR 39,90

4.0 von 5 Sternen Eine Ausstellung in 52 Bildern, 6. Februar 2012
Ein sehr wertiges Buch im Quadratformat, erinnert an analoges Mittelformat.

Bereits das Titelbild gibt Rätsel auf: Warum ist der Titel spiegelverkehrt? Es scheint sich um eine Mattscheibe einer Mittelformatkamera mit Lichtschacht zu handeln, das deutet schon etwas auf die Liga, in der wir uns hier bewegen. Warum sind dann die übrigen Schriftzeichen seitenrichtig?
Hier beschäftigt man sich, ein gewisses Grundinteresse vorausgesetzt, bereits mit den Hintergründen und Umständen der vorliegenden Darstellung.

Dies dient als gute Einleitung zum eigentlichen Inhalt, in dem Barr 52 Bilder (für jede Woche des Jahres eines?), die er zufällig, willkürlich, absichtlich, nach seinem Gusto, aus den Werken seiner Fotografen-Kollegen, überwiegend aus der Nordamerikanischen Hemisphäre, oder dem Internet, zusammengestellt hat.
Jedes Bild wird, sauber in die leere Seite eingesetzt, wiedergegeben und auf den Folgeseiten als kleines Thumbnail wiederholt, sodass vielfach ein ständiges Zurückblättern unterbleiben kann.

Mit dem Beginn des Textes fühlt man sich in eine Ausstellung versetzt, in der ein kompetenter Führer dem geneigten Betrachter das vorliegende Bild aus seiner persönlichen Sichtweise erklärt. Plötzlich erkennt man Details, die man beim Durchblättern völlig übersehen hätte, ja man erwärmt sich sogar für Bilder, die man, je nach eigenem Geschmack, komplett überblättert hätte.

Den zweiten Teil der Bilddiskussion steuert der Bildautor selbst bei, in dem er die Umstände, die zum vorliegenden Bild geführt haben, sowie seine näheren und weiteren Beweggründe (auch politische), mit diesem Bild an die Öffentlichkeit zu gehen.

Schließlich ein Beitrag zur Person, vom Bildautor verfasst, wobei man manchmal den Eindruck gewinnen kann, er habe sich einem Fragebogen gegenüber gesehen.
Jedes Kapitel endet mit einer kurzen Erläuterung der eingesetzten Technik, wobei sich so ziemlich alles findet, angefangen von der selbstgebauten Kamera 'Jonny Cash' über diverse Analogformate zur großformatigen Fachkamera, gängige Digitalformate bis zum iPhone.

Ein interessantes, lehrreiches und bisweilen auch unterhaltsames Buch für Foto- und Kunst-Interessierte, das man auf vielfältige Weise nutzen kann. Zum Beispiel: jeden Sonntagabend ein Werk, in einem Jahr ist man durch. Oder: ich schau mir das Bild an und lese die Technik nach, bei Interesse lese ich weiter, Oder: ich kenne ein Bild, oder den Fotografen. Oder ich erkunde alle abstrakten Bilder (es gibt darin einige!) Ein schönes Buch zum zwischendurch schmökern, und allmählich betrachtet man die eigenen und auch fremde Bilder mit anderen Augen.

Einen kleinen Punktabzug bekommt die Auswahl der Bilder aus meiner persönlichen Sicht, aber, Geschmäcker sind verschieden...!


Professionelle Bildverwaltung für Fotografen: Organisation, Abläufe, Werkzeuge
Professionelle Bildverwaltung für Fotografen: Organisation, Abläufe, Werkzeuge
von Peter Krogh
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Nix für Knipser, 7. August 2011
Wie schon der Titel erahnen lässt, richtet sich die deutsche Ausgabe von ' The DAM Book' weniger an den 'Gelegenheitsknipser', dem die Archivierung seines Bildgutes nicht so wichtig ist.
Man könnte auch, in Anlehnung an einen bekannten Spruch, sagen: Das Buch hilft einem, Probleme zu lösen, von denen man bisher nicht wusste, dass man sie haben könnte!
Vielmehr wird ein, arbeitsreicher Weg aufgezeigt, der einem über das ganze Fotografenleben hilft, in einheitlicher Struktur die gemachten Bilder abzulegen und wiederzufinden.
Das informative Buch richtet sich an Fotografen, die die Problematik erkannt haben, und nicht scheuen, durch Migration Ordnung in ihren Datenverhau zu bringen. Auch muss man bereit sein, diszipliniert den Weg weiter zu verfolgen, will man den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen.
Das Buch ist reich bebildert, mit vielen Schemadarstellungen, Ergänzungen und Anmerkungen (z.B. für deutschsprachige Leser), dabei locker und flüssig übersetzt, somit gut lesbar. An den vorliegenden Fotos des Autors bekommt man einen Eindruck, wie er Schlagwörter einsetzt und wozu sie nützen (können).
Die Kapitel sind klar abgegrenzt, deshalb auch einzeln nachlesbar und jeweils mit einer Einleitung versehen.
Nachdem im 1. Kapitel erklärt wird, was unter 'Digital Asset Management (DAM)' zu verstehen ist, erklärt Krogh in den folgenden Kapiteln, angefangen von der Informationsstruktur über erforderliche Hard und Software, den 'wasserdichten' Workflow, dem er sogar eine Checklise beipackt. Schließlich widmet er sich dem Migrieren von Bilddaten.
Hier, am Ende des Buches, befindet sich sozusagen der Einstieg, wenn man davon ausgeht, das der Leser bereits selbst versucht hat, irgendwie seine Bilderflut zu strukturieren und durch Backups zu sichern.
Krogh erklärt genau SEINEN Weg, der akribisch durchdacht und ausgearbeitet wurde.
Dabei wird auch deutlich, dass im Jahr 2007, als das Buch erschienen ist, die Programme noch nicht den heutigen Standart hatten.
So dient Photoshop CS2 mit seiner Bridge als Grundlage für Kroghs Vorgehen, die grundlegenden Gedanken sind aber allgemein gültig.
Ideal wäre, das Buch zu lesen und das DAM-System einzuführen, bevor man beschließt, fotografisch tätig zu werden. Allerdings wäre man kaum in der Lage, die Notwendigkeit für den Aufwand zu erkennen.
Empfehlenswert für Fotografen, die ernsthaft sich um ihren Datenbestand bemühen wollen.


Lightroom-3-Praxis: Fotoworkflow mit Adobe Photoshop Lightroom 3
Lightroom-3-Praxis: Fotoworkflow mit Adobe Photoshop Lightroom 3
von Marc Altmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solides Werk für Einsteiger und Profis, 29. Januar 2011
Der erste Eindruck von Marc Altmann's 'Lightroom-3-Praxis': ein solides Buch, nicht gerade ein Leichtgewicht, erinnert mich an ein Schulbuch. Der Inhalt bestätigt dies.

Dieses Buch braucht Konzentration und Ausdauer. Sehr hilfreich ist es, gleichzeitig Lightroom auf dem PC laufen zu haben, denn oft erschließen sich die Erklärungen besser, wenn man die Vorgehensweise unmittelbar nachvollzieht.

Der Einsteiger lernt, in 15 Kapiteln über 370 Seiten, wie man Bilder importiert und was man bei den verschiedenen Dateiformaten beachten muss, wie man vernünftig organisiert, um nicht einige Tausend Bilder später im Chaos zu versinken, welche Werkzeuge einem zur Entwicklung zur Verfügung stehen, wie sie arbeiten und was sie bewirken und schließlich die Möglichkeiten, die Bilder wieder auszugeben, bzw. an weiterbearbeitende Software zu übergeben, was hier zu beachten ist, um möglichst wenig an Qualität zu verlieren.
Ebenso findet der versierte Anwender eine Fülle von Hinweisen, die die tägliche Arbeit erleichtern. Auch Ausflüge in andere, ergänzende Programme werden unternommen, besonders detailiert natürlich in Photoshop, das ja sozusagen 'der große Bruder' von LR3 ist.

Anhand des Workflows erklärt Altmann die Hintergründe, geht z.B. detailiert auf die Farbmodelle und deren Behandlung ein. Er erklärt, wo möglich, verschiedene Arbeitsweisen an persönlichen Beispielen und setzt gerne mal Verweise auf andere Textstellen im Buch, wo man detailierter nachlesen kann. Spätestens jetzt wird dem Leser die Sinnhaftigkeit des Einmerkbandes klar: man findet damit schnell wieder an die ursprüngliche Textstelle zurück.

Schließlich geht Altmann im letzten Kapitel detailiert auf die Dateisicherung und Archivierung ein, erklärt beispielhaft die Vorgehensweise und beleuchtet auch die Fallstricke, die zu beachten sind, falls es überraschend zu Datenverlust kommt

Abgerundet wird im Anhang mit hilfreichen Links, weiterführender Literatur und Angabe von (Zusatz-)Software

Alles in allem ein sehr fundiertes Werk, das man sich erarbeiten muss, mindestens so gehaltvoll, wie ein zweitägiger Intensiv-Workshop. Danach wird man immer wieder gerne darauf zurückgreifen.
Als schnelles Nachschlagewerk, ohne sich vorher eingearbeitet zu haben, taugt es nur bedingt.


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