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Rezensionen verfasst von
Michael Schulz "Michael Schulz" (Braunschweig)
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Verdi, Giuseppe - La Traviata
Verdi, Giuseppe - La Traviata
DVD ~ Angela Gheorghiu
Preis: EUR 25,13

27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genuss pur, 2. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdi, Giuseppe - La Traviata (DVD)
Die Produktion der Mailänder Scala aus dem Jahre 2007 bietet ein Fest für Augen und Ohren.
Die von Dante Ferretti entworfene Ausstattung ist traumhaft, die wundervollen Kostüme von Gabriella Pescucci sind eine Augenweide.
Angela Gheorghiu überzeugt auch heute noch als Violetta, 14 Jahre nach ihrem sensationellem "Traviata-Debut" am Royal Opera House Covent Garden unter der Leitung von Sir Georg Solti, nicht nur mit den Attributen einer schönen Frau und verhaltenem Spiel, nein, die Gheorghiu bringt auch vokal viel Timbre und sehr schönen Körperklang ein. Sie darf zu Recht als ein Glücksfall und ideale Rollenvertreterin bezeichnet werden. Vergeßt die Netrebko.
Den schwärmerischen Alfredo verkörpert Ramon Vargas glaubhaft, wie ihm auch der Wandel zum gekränkten und eifersüchtigem Liebhaber gelingt. Vokal bringt er sein schönes, makelloses Timbre bestens ein.
Einziger Totalausfall (dennoch spreche ich eine Kaufempfehlung aus) ist Roberto Frontali als Vater Germont, da er die Reste seines wenig erfreulichen Stimmaterials einsammelt. Schade.
Die kleineren Partien sind mit Ausnahme von Natascha Petrinsky als Flora (unschöne Vokalverhärtungen) "Scala-angemessen" besetzt; der Chor singt prägnant und zeichnet sich überdies durch erstaunliche Spielfreude aus.
Lorin Maazel am Pult des Scala-Orchesters musiziert flott und plastisch - ein Genuss der Sonderklasse.
Ich lege trotz meiner Einschränkung allen Liebhabern authentischer Opern-Aufführungen diese DVD anŽs Herz, allein schon wegen Gheorghiu, Vargas, des grandios spielenden Orchesters unter Maazel und der traumhaften Ausstattung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2014 9:05 PM MEST


Verdi, Giuseppe - Macbeth [2 DVDs]
Verdi, Giuseppe - Macbeth [2 DVDs]
DVD ~ Zeljko Lucic
Preis: EUR 24,99

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt kaufen!, 2. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verdi, Giuseppe - Macbeth [2 DVDs] (DVD)
Die Handlung der Oper ist in der Gegenwart angesiedelt (Regie: John Noble).
Naturreminiszenzen verfremden die Innenräume der recht düsteren Szenerien (Bühne: Mark Thompson).
Es wird geradezu begreiflich, dass hier eine verwildert und morbide Gesellschaft giert, lügt und mordet. Sehr eindrucksvoll!
Zeljko Lucic als Macbeth macht hier einmal mehr deutlich, weshalb er gegenwärtig an allen großen Opernhäusern der Welt in dieser Rolle gefragt ist.
Maria Guleghina als seine Frau, Lady Macbeth, zeigt sich hier einmal mehr als Vollblutweib und singt bis auf ganz wenige scharfe Höhen in vortrefflicher stimmlicher Verfassung.
Bestens unterstützt werden beide Hauptprotagonisten durch James Levine am Pult des brillant spielenden Orchesters der MET, umso stärker wirken dann die Steigerungen und Ausbrücke dieses mordlüsternen Päärchens; herrlich!
John Relyea als Banquo und das übrige Ensemble, einschließlich des Chores, befinden sich auf MET-angemessenem Niveau.
Dank gilt auch hier der EMI-CLASSIC, diese Aufnahme so schnell auf den Markt gebracht zu haben, zudem noch mit interessantem Bonusmaterial, welches uns Einblicke hinter die Bühne erlaubt, auch ist ein Interview mit Lucic/Guleghina enthalten. Der Einblick in die Probenarbeit mit John Noble ist auch sehr interessant.
Unbedingt kaufen.


Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel [3 DVDs]
Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel [3 DVDs]
DVD ~ Philip Langridge
Preis: EUR 16,99

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 21. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Pfui Deibel?
Zunächst einmal gebührt der EMI ein großes Lob, sechs Vorzeigeinszenierungen der MET innerhalb kürzester Zeit auf den Markt gebracht zu haben. Neben Hänsel und Gretel sind dies noch Manon Lescaut, La Boheme, Macbeth, The First Emperor und Peter Grimes. Leider ist "Il Trittico", welches ich neben Hänsel und Gretel im Dezember des letzten Jahres live in New York erleben durfte, nicht dabei. Es wäre zu wünschen, dass diese Inszenierung baldigst erscheint. Ich bin jetzt glücklicher Besitzer aller hier vorliegenden Aufnahmen.
Nun zur aktuellen Besprechung von Hänsel und Gretel:
Ich kann mich meiner Vorrezensentin in keinster Weise anschließen, bis auf den Thalbachschen Reinfall dieses Werkes in Dresden. Ganz schlecht, auch musikalisch. Sie sollte die Finger von der Oper lassen, wobei ihr vor Jahren ein sehr hübsches auch in der Ausstattung von Ezio Tofolutti an der Deutschen Oper Berlin "Schlaues Füchslein" gelungen ist.

Sicher, es lässt sich über jede Inszenierung trefflich streiten.

Auch mir ist im Prinzip das widerliche moderne Regietheater der Herren Konwitschny, Baumgarten, Jossi Wieler/Sergio Morabito (grauenvoller Maskenball an der Dt. Staatsoper Berlin), Marthaler (der Tristan in Bayreuth ist eine Unverschämtheit) oder der schrecklichste von allen, Calixto Bieito, der seinen wirkliche ekelerregenden Mist über die deutsche Opernlandschaft ausschütten darf, ein Graus.

M. E. trifft aber nichts von alldem auf diese hier besprochene Inszenierung zu, die eine erfolgreiche Co-Produktion der Welsh National Opera und der Lyric Opera of Chicago darstellt.

Der Regisseur Richard Jones geht einen anderen Weg als allgemein üblich, allein schon vom Ansatz her, dass der "Hunger" hier die alles entscheidende Rolle spielt; dass stimmt doch auch. Die Familie hat auf gut Deutsch gesagt nichts zu "fressen" und Hänsel und Gretel träumen sowohl am Tag und des Nachts von Süßikeiten, Kuchen, von allem, Hauptsache, man etwas zu "verschmausen"; nachvollziebar.
Und endlich hat auch jemand mal den Mut gehabt, den unseligen "Engelskitsch" in der Traumsequenz nicht inszenieren zu wollen. Sicher, ein großes Ärgernis für all die Omas, die ihre lieben Kleinen als Kinderengelchen-Ballett nicht auf der Bühne zu sehen bekommen.
Ähnliche Wege in der Traumsequenz sind in Zürich Frank Corsaro und sein Ausstatter Maurice Sendak gegangen (sehr farbiges und schönes Bühnenbild; hier treten in etwa angedeutete "Engel" auf, wobei eines sein Leben lassen muss; sehr anrührend.
An der Deutschen Oper Berlin begab sich das Team Andreas Homoki/Wolfgang Gussmann auch auf einen anderen Weg, einen sehr vergnüglichen und sehr poetischen in der Traumsequenz, ganz voller Poesie, wenn vom Bühnenboden sich ein wunderschöner Halbmond senkt und Clowns die Spielfläche bevölkern.

Sicher, die Inszenierung von Richard Jones kommt düsterer daher, ist jedoch konsequent und wird bis zum Finale auch so durchgehalten.
Mich hat die Traumszene (ich möchte nichts verraten) sowohl live als auch jetzt auf DVD wieder sehr berührt.

Zum Schluss wird die "Knusperhexenleiche" natürlich nicht "verspeist".
Man sollte vielleicht den Text kennen oder sich ggfs. die deutschen Untertitel einblenden (geht ganz einfach), denn Vater Besenbinder singt dazu folgendes:
"Kinder, schaut das Wunder an, wie die Hexe hexen kann!
Wie sie hart, knusperhart.........selber nun zum "Kuchen" ward."
In der englischen Sprache dazu:
"See the witch bewitched for good, burned to crisp, sheŽs ditched for good. Now sheŽs dead! WheresŽs her head. Baked into a loaf of "Bread".

Und was sollŽs wenn sie diesen "Lebkuchen", es kann ja gar keine Leiche sein, verspeist hätten? Hänsel und Gretel brechen sich lediglich Teile des linken und rechten Beines vom "Lebkuchen" an und führen diese noch nicht einmal in die Nähe ihrer Münder.

Märchen sind grausam. Ist es denn so niedlich oder komisch, dass die Knusperhexe Kinder, mithin auch Hänsel und Gretel, in den Ofen schieben will? Kann ich nicht komisch finden, und was ist mit der Stiefmutter von Schneewitchen, bei drei Mordversuchen an dieser. Mann, da klopft man sich doch vor Lachen auf die Schenkel, oder?

Was nun in vorliegender Aufnahme in der "Knusperhexenküche" passiert ist schlichtweh ein Hingucker und ein Vergnügen des Beobachtens. Da geht die Post ab. Es werden Kuchen, Torten, Milchmixgetränke etc. herein getragen, dass es eine Wonne ist und jedes Kinderherz höher schlagen ließe. Großes Kompliment an die Requisiteure der MET.
Eim weiterer Pluspunkt dieser Aufführung ist die überbordene Spielfreude des gesamten Ensembles, welches sich zudem musikalisch auf allerhöchstem Niveau befindet, allen voran die bezaubernde Chritine Schäfer als Gretel, Alice Coote als Hänsel und Philip Langridge als Knusperhexe. Dass diese hier von einem Mann gesungen wird, stört nicht und wird an vielen Opernhäusern so praktiziert. Ich persönlich bevorzuge da eine Frauenstimme und bin schon jetzt sehr gespannt, wie sich Anja Silja als Knusperhexe ab 9. Dezember im Royal Opera House Covent Garden London machen wird. Die Regie übernimmt dort Moshe Leiser. Hänsel und Gretel werden von Angelika Kirchschlager resp. Diana Damrau gesungen. Eine Besetzung zum niederknien. Das ROH hat sich im Gegensatz zur MET jedoch für die deutsche Sprache entschieden.

DAS MET-Orchester vorliegender Aufnahme unter dem sensiblen und einfühlsamen Dirigat des noch jungen Vladimir Jurowski bringt sich ebenfalls auf höchstem Niveau ein. Jurowskis Auffassung bei diesem Werk erinnert mich sehr stark an Sir Georg Solti, der ebenso wie Jurowski das Werk Ernst nahm. In vielen Opernhäusern wird gearadezu Hänsel und Gretel von drittklassigen Dirigenten "runtergenudelt" obwohl es eigentlich Chefsache eines GMDŽs sein sollte. Selbst Christian Thielemann war sich in seiner Zeit als GMD an der Deutschen Oper Berlin nicht zu schade, dieses Werk zu dirigieren.

Dass auf vorliegender Aufnahme englisch gesungen wird, stört nicht, rief an einigen Stellen sogar ein leises schmunzeln hervor.

Die Kameraführung ist dank der neu eingesetzten Technik hervorragend, der Ton ist klasse und das Bild gestochen scharf.
Zur weiteren Ausstattung gehört natürlich ein Menü (englisch), einfach zu bedienen, Subtitels in mehreren Sprachen, natürlich auch in Deutsch.
Das Bonusmaterial zeigt Einblicke in die Garderoben oder auch während der Umbauten hinter die Bühne. Sehr aufschlussreich. Ein informatives Booklet (englisch) ist weiterer Bestandteil.

Alles in allem: 5 Sterne und unbedingte Kaufempfehlung. Selbiges gilt auch für die ogen genannten Veröffentlichungen der EMI.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 23, 2009 12:37 AM CET


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