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Rezensionen verfasst von
Helsant (Wien)

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Nationalpark Berchtesgaden & Co: 37 Touren in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und der Schweiz; wandern in allen 13 Nationalparks der Alpen; ein kompakter Wanderführer
Nationalpark Berchtesgaden & Co: 37 Touren in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und der Schweiz; wandern in allen 13 Nationalparks der Alpen; ein kompakter Wanderführer
von Peter Mertz
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alpen-Nationalparks: Perlen einer Gebirgskette, 27. April 2015
Die Ansprüche an Wanderführer sind extrem hoch: Animierend sollen sie sein, den Zauber der Landschaft vermitteln; und haben sie dazu beigetragen, die Leute auf den Weg zu bringen, soll selbiger so exakt beschrieben sein, dass man sich, jeder Sorge um einen Verlust der Orientierung enthoben, ganz dem Naturerlebnis hingeben kann. Zu diesen gar nicht selbstverständlichen Basics, die nur mit echter Begeisterung und tatsächlichem Erwandern der beschriebenen Routen erfüllt werden können, gesellt sich noch eine Fülle an Details, die als Mehrwert in Summe einen Titel aus der Masse der Konkurrenz hervorheben (oder eben nicht): Übersichtlichkeit, maximal rasch auffindbare praktische Toureninfos und -tipps, GPS-Datenverfügbarkeit, zusätzliche Infos über Naturbesonderheiten …

Wer sich mit Peter Mertz zum Wandern in den Nationalparks der Alpen aufmacht, ist im Hinblick auf alle angeführten Kriterien bestens bedient: Der Tiroler Naturwerker verfügt als Biologe, Naturfotograf und Autor von mehr als 70 (!) einschlägigen Büchern über enorme Erfahrung und Sachkenntnis, schreibt aus eigener Anschauung (was man nicht nur in den Texten spüren kann, sondern in Form der zu 99 % von ihm selbst beigesteuerten Fotos auch nachweislich vor Augen geführt bekommt) und steuert naturkundliche Zusatzinformationen in großer Zahl bei. Vielleicht mehr als alles andere sind es diese Infos, die die Lust darauf wecken, die Naturräume zu erkunden und sich mit neuem, geschulterem Blick in ihnen zu ergehen.

Erscheint solch geballte Kompetenz dann noch bei einem der höchstspezialisierten Verlage für Outdoor und Reise, Bruckmann, kann der sofortige Erwerb des Titels nur noch wärmstens empfohlen werden: Selbst wenn Sie noch kein Wanderlustiger sind, könnten Sie es mit diesem Buch im Rucksack sehr schnell werden.


Kärnten: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps-
Kärnten: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps-
von Sabine Becht
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karnt’n(-Reiseführer) is’ lei ans, 25. März 2015
Zugegeben, ich öffnete diesen Guide mit gehöriger Skepsis. Ich bin nämlich Kärntner – und jetzt sollen mir ausgerechnet zwei deutsche Reisejournalisten erzählen, was in meinem Herkunftsland so los ist? Die Skepsis wich alsbald neu bestärkter Gewissheit: Wie gewohnt liefert der MMV beste Qualität – eine Fülle an praktischen Reiseinformationen, launig-liebevolle Nebengeschichten, solide aufbereiteter landeskultureller Hintergrund, informative Grafiken, illustrative (durchwegs farbige) Bebilderung, gut beschriebene Wanderrouten … Die beigelegte Karte hätte man sich in diesem Maßstab (1:400.000) sparen können, in Summe aber ein Start-Ziel-Sieg: Erstaunlicherweise gibt es nämlich zu Kärnten, immerhin seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen für Bundesdeutsche (und Niederländer und zunehmend Italiener, echt jetzt), einen einzigen weiteren Reiseführer im Premium-Segment auf dem Markt (Dumont), und den steckt der MMV-Führer allemal in die Tasche. (Nebenbemerkung dazu: Ja, solche Reiseführer kosten mehr und wiegen mehr, aber die billigen, dünnen Schmalspurvarianten sind einfach generell nutzlos.)

Der Skepsis und der bestärkten Gewissheit folgte die Beschämung: Je länger ich in dem Band blätterte, desto deutlicher wurde mir, welch ungeheure Ahnungslosigkeit in puncto Kärnten mir zu eigen ist. Gut, ich habe meinen Lebensmittelpunkt vor mittlerweile 32 Jahren nach Wien verlegt, aber trotzdem … Jedenfalls habe ich beschlossen, Stück für Stück meine Wissenslücken zu schließen, wann immer es mich in mein Herkunftsbundesland verschlägt – den perfekten Buchbegleiter habe ich jetzt ja. Als Erstes erwies ich Thomas von Villach meine Reverenz, weil ich nämlich nicht einmal vom berühmtesten mittelalterlichen Freskenmaler Kärntens je was gehört hatte, obwohl der noch dazu aus meiner Heimatstadt kommt. Bei der Gelegenheit durfte ich mich gleich von einem weiteren Klischee verabschieden, dem des überteuerten, überlaufenen, Touristen abzockenden Kärntens nämlich. Gilt nicht, zumindest in diesem Fall: Beim Besuch der wirklich großartig freskengeschmückten Kapelle in Thörl-Maglern waren wir allein, und zu zahlen gab es auch nichts – sieht man von der rührenden Möglichkeit ab, eine Spende für ein paar Minuten Innenbeleuchtung zu hinterlassen. (Mit Licht hat man untertags übrigens weniger gesehen als ohne; gespendet wurde natürlich trotzdem.)


Spielwiesen - Mixed Media und Acryl
Spielwiesen - Mixed Media und Acryl
von Franziska Schmalzl
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensfreudeschock für Zeitgeistgenossen, 1. Juli 2014
Franziska Schmalzl hat sich von der coolen Abgebrühtheit der Erwachsenenwelt verabschiedet und das kindliche Staunen wiedererlangt. Sie hat das Streben nach Perfektion und Anerkennung als besten Trick der Unglücklichmaschine entlarvt: 100% sind nicht zu erreichen; es dennoch zu versuchen der sicherste Weg, mit angelegten Ohren hechelnd im Hamsterrad übrig zu bleiben.

„Spielwiesen“ ist ein vielschichtiges Buch – wie es sich gehört für das Werk einer Künstlerin, die mit Marc Chagall versucht, „Schichten seelischer Wirklichkeit auf die Leinwand hinüberzutragen“. Es ist Werkschau und Anleitung, eine Ermutigung, ein Frohsinn. Es setzt viele Zeichen einer Unbeschwertheit, die gerade deshalb so kräftig leuchtet, weil sie aus dem Dunklen kommt: Unter den fett grinsenden Bienen, modebewussten Feuersalamandern und dem Schaf, dem unser Mitgefühl gehört, weil es nicht aufs Bild durfte, verbirgt sich oft ein düsterer Hintergrund.

Licht und Schatten, Farbenfreude und Farbmutlosigkeit existieren stets zur gleichen Zeit. Es ist depressiv, nur das Negative zu sehen – und falsch; es ist naiv, nur das Positive zu sehen – und falsch. Es ist „Franzi“, wie die Spielwiesenagitateurin von ihren Freunden genannt wird, die beides kennt, beides würdigt – uns aber nur jene Seite vor Augen führt, die uns die Freude am Spiel wiederbringt und gute Laune verbreitet.

Spielwiesen ist eine Befreiung: Nicht nur Kreuzwege, so erfahren wir, auch Blumenwege können zur Erlösung führen. Bevor Schmalzl sich ganz der Malerei widmete, sagt sie, hätte sie nicht gewusst, „wie glücklich ein Mensch überhaupt sein kann“. Jetzt weiß sie es und lässt uns an daran teilhaben. In ihren eigenen Worten, mit denen sie nicht minder virtuos-verspielt umzugehen versteht wie mit Farbe, Pinsel und Spachtelmasse.


Duden 01. Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der aktuellen amtlichen Regeln (Buch, App & Software) (Duden - Deutsche Sprache in 12 Bänden)
Duden 01. Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der aktuellen amtlichen Regeln (Buch, App & Software) (Duden - Deutsche Sprache in 12 Bänden)
von Dudenredaktion
  Gebundene Ausgabe

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ab sofort richtig: die Duden, 3. Juli 2013
Gerade mal vier Jahre ist es her, seit der Duden in der in vielfacher Hinsicht innovativen 25. Auflage erschienen ist: Erstmals konnten die Ergebnisse der diversen Reformreformen abschließend dargestellt werden und die Duden-Empfehlungen (gelb unterlegt) wurden eingeführt – vielfach sind heute zwei Schreibweisen gültig, wobei die Logik hinter den Duden-Empfehlungen mehrheitlich durchaus überzeugend ist, in etlichen Fällen aber sicher auf geteilte Meinungen stößt; worin etwa der Vorteil von “buschschen” im Gegensatz zu “Busch’schen Gedichten” liegt, ist mir persönlich ein Rätsel.

Was ist neu an der so rasch erschienenen 26. Auflage? Optisch hat sich fast nichts geändert, außer dass die Kästen jetzt in abgestuftem Dudengelb statt in Blau unterlegt sind, was allfällige Duden-Empfehlungen in den Kästen deutlich dezenter wirken lässt. Die Herausgeber verweisen als beachtenswerteste Neuerung auf Rechtschreib-Software und Wörterbuch-App, die mit dem neuen Duden verbunden sind: Auf [...] kann per aufgerubbeltem Code im Buch das amtliche Regelwerk auch für die elektronische Textverarbeitung sowie Smartphones und Tablets downgeloadet werden. Der übliche Wermutstropfen: Ersteres funktioniert ausschließlich mit MS Word, Zweiteres ausschließlich auf i- und Android-Geräten und z.B. wie leider gewohnt nicht auf meinem alten Nokia-not-really-smart-Phone, aber auch nicht auf Windows8-Mobilgeräten.

Neu sind ferner rund 5.000 Einträge (Liebesschloss, Schnappatmung, Wutbürger, Vorständin …), womit sich deren Zahl auf 140.000 erhöht hat. Dabei ist der 26. Duden aber nicht eine Seite dicker und die Schrift nicht kleiner gesetzt geworden. Des Rätsels Lösung liegt im Wegfall mehrerer Einleitungskapitel, darunter “Heute nicht mehr der amtlichen Regelung entsprechende Schreibungen” und “Die wichtigsten Regeländerungen seit 1996 im Überblick”, womit man 22 Seiten eingespart – und unwiderruflich mit der orthografischen Vergangenheit gebrochen hat.

Neu ist schließlich auch der Preis: die Duden schlagen mit 24,99 (D) bzw. 25,70 (A) zu Buche, mehr als 3 Euro teurer als Auflage 25, der gegenüber sich in der eigentlichen Kernkompetenz, der amtlichen Rechtschreibung, rein gar nichts geändert hat. Fazit daher: Außer für Scrabble-Profis und zwanghaft amtliche Rechtschreiber(innen) tut’s die 25. Auflage noch eine ganze Weile.


Inferno
Inferno
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Aufguss vom Aufguss, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Sich durch einen Thriller gefühlt durcharbeiten zu müssen, ist an sich schon das vernichtendste Urteil, das sich über Bücher aus dieser Unterhaltungsliteraturgattung sprechen lässt. Stammt das Werk von einem gewissen Dan Brown, ist zudem jegliche Zurückhaltung im Hinblick auf die grundsätzlich gewaltige Leistung, die es darstellt, ein 600-Seiten-Buch zu schreiben, unangebracht: Als einer der meistverkauften Autoren der Gegenwart könnte er sich alles erlauben – z.B. 10 Jahre an einem Buch zu arbeiten wie Thomas Harris oder radikal mit der eigenen schriftstellerischen Vergangenheit zu brechen wie Joanne K. Rowling. Dan Brown hat nichts davon gemacht: Er hat den Aufguss, den er mit Das verlorene Symbol vorgelegt hat, noch einmal aufgegossen. Er hat sein derart bis zur völligen Geschmacksneutralität verwässertes Schreibrezept in keinem Punkt verändert. Nur kommt diesmal keinerlei Spannung auf, die Storylöcher haben sich zu Abgründen ausgewachsen, die Motive der Protagonisten schwanken unentschlossen zwischen wirr und abstrus hin und her. Alles ist auf maximalen Showeffekt angelegt und geht fast durchwegs einfach nur auf die Nerven. Und sollte Dan Brown nach seiner zweiten von Kritik und Publikum bestenfalls durchwachsen aufgenommenen Wiederholungstat nun doch mit einem Genrewechsel liebäugeln: Bitte werden Sie kein Reiseschriftsteller, Herr Brown. Wenn Sie schon einige der spektakulärsten Locations Europas zu Kulissen degradieren, deren Beschreibungen ähnlich emotional ausfallen wie Anweisungen für Bühnenarbeiter, sollten Sie sich zumindest um eine brillante Story verdient machen. Deren Grundidee sorgte indes erst kürzlich in der BBC-Science-Fiction-Serie Utopia in erheblich aufregenderer Umsetzung für Gruselschauer, ist also so neu auch wieder nicht. Und was die Ausführung betrifft … siehe oben.


Liebe am Ende der Welt (detebe)
Liebe am Ende der Welt (detebe)
von Anthony McCarten
  Broschiert
Preis: EUR 10,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lauwarm, 9. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Liebe am Ende der Welt (detebe) (Broschiert)
Im Zentrum der Story steht die junge, hübsche Dalia mit dem widerlichen Job: Sie verpackt Rindsschädel in einer Industrie-Schlachterei. In die Schlagzeilen kommt sie allerdings mit ihrer Behauptung, von Aliens entführt worden zu sein und mit diesen einvernehmlichen Sex gehabt zu haben. Sicher ist: Dalia ist schwanger.
Weitere Zutaten zu dieser unlustigen Gesellschaftssatire: ein Bürgermeister, der mit der gewaltigsten Wasserrutsche aller Zeiten seine Stadt zu nie geahnter Größe erheben will; die Weltwirtschaftskrise in Form der Schließung des einzigen bedeutenden Arbeitgebers am Ort, besagter Schlachterei; ein junger Mann, der sich in Dalia verschaut, während er versucht, die örtliche Bibliothek wiederaufzubauen; ein abstoßender junger Mechaniker, der ausschließlich nervt, vor allem Dalia; sensationsgeile Medien, ruhmsüchtige Teenager und eine plattgedrückte Kuh.
Es ist ein halbgares Absurdistan, das McCarten hier bevölkert, ein Sammelsurium schräger Ansätze, die allerdings humorfrei bleiben. Ihr einziger wirklicher Zusammenhang ist letztlich der Schauplatz: die Kleinstadt Opunake. Um als Roman überzeugen zu können, ist das deutlich zu wenig.


Der Tanz der besseren Gesellschaft
Der Tanz der besseren Gesellschaft
von Eberhard Feuchtenbeiner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,51

5.0 von 5 Sternen Erotikon, Erotikon, 30. März 2013
Weil man hier gleich zwei ineinander verwobene erotische Storys vorgesetzt bekommt, die eine altmodisch im Stil, dabei gepfeffert in den Sexszenen, die andere mit erzählerischen Glanzlichtern, erotisch im Genre Rollenspiel anzusiedeln. Gute, flüssig zu lesende Schreibe mit Niveau, die anregend zu unterhalten weiß.


Die Frau ist frei geboren - Olympe de Gouges
Die Frau ist frei geboren - Olympe de Gouges
von José-Louis Bocquet
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Recht auf Schafott und Podium, 15. März 2013
Von der Wiege bis zur Bahre, in dem Fall die Guillotine, begleitet diese Bild-Biografie eine der bedeutendsten Vordenkerinnen für die Rechte der Frau und die Abschaffung der Sklaverei: Olympe de Gouge.
Welch scharfer Geist hier seine spitze Zunge wetzte, welch unerschrocken selbstironische Polemikerin hier zu Werke ging, wird im folgenden Zitat deutlich (aus Art. X in "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin"): Die Frau hat das Recht, aufs Schafott zu steigen; sie muss gleichermaßen das haben, ein Podium zu besteigen.
Bocquet hat ein atemloses Szenario geschaffen und damit einem atemlosen Leben ein würdiges Denkmal gesetzt. Mit Fortdauer der komplexen, dialoglastigen Ereignisse ist es allerdings keinesfalls immer leicht, den Rollen der zahlreichen Protagonisten zu folgen, ohne über detaillierte Kenntnisse der französischen Revolution zu verfügen. Leider weist nichts auf den ausführlichen und überaus nützlichen Biografieteil im Anhang hin (Korrektur: es gibt ein Inhaltsverzeichnis, es ist das Letzte in diesem Buch), der in der Reihenfolge des Auftretens genau jene Einordnung der Haupt- und Nebenfiguren ermöglicht, die das Lesen auf einer tiefergehenden Ebene erst möglich macht. Zudem sind diese auch in Sachen Orthografie, Grammatik und sogar Daten fehlerhaft. Ganz im Gegensatz zur Bild-Biografie selbst übrigens, welche mit aller Sorgfalt behandelt wurde, die einer großen historisch-biografischen Arbeit zusteht.
Für deren kunstvolle grafische Umsetzung sorgte die Partnerin Bocquets, Catel Muller, die nach "Kiki von Montparnasse" nunmehr zum zweiten Mal eine besondere Frau mit ihrem charakteristischen Zeichenstil aus harten Kontrasten und weichen Linien in Szene setzt. Ihr Strich ist minimalistisch, wirkt mitunter etwas naiv, bildet aber ein ganzes, pralles Leben in einem Gesicht ab. Er mag nicht in jedem einzelnen Panel die maximale emotionale Tiefe erreichen, doch wer solches verlangt, hat das Medium Comic missverstanden, in dem Texte (auch) illustrieren und Bilder (sehr viel) Handlung voranzutreiben haben.


Eine Geschichte für den König
Eine Geschichte für den König
von Paul Biegel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der alte König und die treuen Tiere, 11. Februar 2013
Sehr hübsche Ausgabe eines niederländischen Kinderbuchklassikers aus den 1960er-Jahren. Erzählt werden einzelne Geschichten, eingebettet in die Rahmenhandlung des im Sterben liegenden, uralten guten Königs, zu dessen Rettung nur das Schlüsselkraut taugt. Während sich der Wunderdoktor auf die lange und gefahrvolle Reise macht, um die Medizin zu finden, besuchen verschiedene Tiere den König und erzählen ihm eine (ihre) Geschichte. Das gibt ihm ein wenig Lebensmut, sodass er einen weiteren Tag auf das Eintreffen des Wunderdoktors warten kann.Und langsam wird auch sein Palast wieder von Leben erfüllt …

Die Struktur macht den schmalen Band zum idealen Vorlesebuch, in dem es auch etwas anzuschauen gibt: Illustrationen von Linde Faas, ebenso zärtlich und liebevoll wie die Geschichte(n) selbst. Das Ganze mag insgesamt ein wenig altmodisch sein, die allegorischen kleinen Erzählungen fern des hyperschnellen Zeitgeists; gerade das hebt das Werk aber wohltuend aus der Masse der Neuerscheinungen hervor. Es ist nicht cool und will auch nicht cool sein: Hier werden so erhabene Dinge wie Freundschaft, Zusammenhalt und Loyalität gefeiert.


Wir vom Jahrgang 1941 - Kindheit und Jugend in Österreich (Jahrgangsbände Österreich)
Wir vom Jahrgang 1941 - Kindheit und Jugend in Österreich (Jahrgangsbände Österreich)
von Caroline Klima
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,50

5.0 von 5 Sternen Ein besonders guter Jahrgang, 6. Februar 2013
“Von Bomben und vom Baden”, “Flucht, Hunger und Angst” – die Titel der beiden ersten Kapitel machen deutlich, mit welchem Erbe dieser Jahrgang geschlagen war. Aber auch in den schlimmsten Zeiten gab es ab und zu etwas zu lachen, und nur wenige Jahre später waren aus den Trümmerkindern tanzkursbegeisterte Backfische und rollerfahrende Mitträger des Wirtschaftswunders geworden.
Neben den für die Jahrgangsbände typischen Alltagsgschichtln punktet 1941 besonders mit Abbildungen von Alltagsdokumenten der Zeit. Eine “Raucherkarte” oder ein “Passierschein der Roten Armee” belegen eindrucksvoll, was durch alle Zeiten und Wirren stets unser Leben bestimmte, heute mehr denn je: die Bürokratie.
Historisch fundierte, sorgfältig recherchierte und dabei leicht gehaltene und anekdotisch gewürzte Minizeitreise in die 40er und 50er Jahre. Ein besonders guter Jahrgang ...


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