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Profighost

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League of Legends - Collector's Pack
League of Legends - Collector's Pack

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Negative Erlebnisse um ein Vielfaches größer als Spielspaß, 12. Januar 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Nach ca. 7 Wochen relativ intensiven Spiels (ca. 400..500 Spielstunden, lange Lvl.30) deinstalliert.

Das Spiel ist von der grundsätzlichen Idee her eigentlich recht gut und von der Umsetzung ausreichend gemacht - auch wenn es mit jedem Patch ein bischen mehr fehleranfälliger und instabiler wird (aber dieser Zustand muß bei Software i.b. Spielen heutzutage ja leider als 'normal' geschluckt werden).

Der langfristige Spielspaß scheitert aber letzlich an zwei Faktoren:

1. Begrenzt- und Beschränktheit
2. Die Community

Das Spiel ist lediglich reine Perfektion.
Immer dasselbe, Schema 'F' - aber das möglichst präzise.

Der Witz an Multiplayercomputerspielen ist in meinen Augen, daß man mittels Findung neuer Strategien und Taktiken die menschlichen Gegner immer wieder austricksen, überraschen und vor unerwartete Situationen stellen kann, auf welche dann erst mal reagiert werden muß - oder einfach auch nur mal Spaß haben kann, weil man etwas Unkonvetionelles probiert.
Diese Möglichkeit bietet LoL durchaus in begrenztem Umfang - technisch.
Letzlich scheitert es aber an der Beschränktheit der überwiegenden Mehrheit der Mitspieler, die sich strikt an Vorgaben aus dem Internet halten und jeden lautstark niederknüppeln, der es auch nur wagt daran zu denken, davon auch nur ein Quantum abweichen zu wollen.

Grundsätzlich gibt es zum Start zwei Taktiken, was die Verteilung der 5 Champions auf den drei Lanes anbelangt:
2-1-2 oder 1-1-2+J

"Könnte man nicht einfach mal spaßeshalber 1-2-1+J probieren..." "NEIN!"
"Was spricht gegen 2-2-1..." "Geht nicht!!"
"Warum, man..." "NEIN!!!!"
Ende der Debatte.
2-1-2 oder 1-1-2+J
fertig.

Vor jedem Spiel gibt es eine 75 Sekunden währende Phase, die dem Team dazu dient, Champions zu wählen und sich abzusprechen, hauptsächlich, wie die 2-1-2 oder 1-1-2+J Verteilung aussehen soll.
In drei von vier Fällen passiert 40 Sekunden lang gar nichts.
Dann wird eine Absprache getroffen, bei der noch nicht alles geklärt ist.
12 Sekunden, bevor das Spiel startet, fängt mindestens einer an, Alles wieder komplett über den Haufen zu werfen.

Dann startet das Spiel.

Voll konzentriert steht man mit seinem Champion auf der Lane.
Jetzt bloß keinen Fehler machen!
Man steht gestresst unter Hochspannung - vor Angst davor, einen Fehler auch nur anzudeuten (womöglich einen, von dem man noch gar nicht weiß, daß es einer ist), und dann Beleidigungen über sich ergehen lassen zu müssen.
Unterläuft einem dann doch mal ein Fehler - was bei einem Spiel ja in der Natur der Sache liegt - sonst wär's ja kein Spiel, oder der Gegner war schlichtweg einfach mal besser (was in der Weltanschauung der LoL-Gamer schlicht unexistent ist),
fühlt man sich nicht nur mies, weil man gerade spielerich einen auf den Deckel gekriegt hat,
sondern 'freut' sich auch schon auf das dann sofort in vollem Umfang einsetzende Geflame.

Denn bei LoL fallen nur Meister vom Himmel oder die Leute sollten einfach sofort aufhören, das Spiel zu spielen!
Entweder, man ist der absolut perfekte Progamer,
oder der völlig unnütze, kontraproduktive Idioten-noob, der die anderen mit seiner Unfähigkeit belästigt, der Sündenbock, wegen dem das Spiel verloren ist.
Etwas anderes dazwischen gibt es nicht.
Ersteres bekommt man nie gesagt. Und das Zweite bekommt man auch selbst dann ständig unter die Nase gerieben, wenn man gar keinen Fehler gemacht, sondern schon dann
wenn jemand mal wieder einen Sündenbock für seinen Bockmist sucht.

Entweder man kriegt einen auf den Deckel, weil man seinem Teamkameraden nicht aus einer brenzligen Situation geholfen hat,
oder er beschuldigt einen, weil man während dieser Hilfe den gegnerischen Champion getötet hat, obwohl es eigentlich sein verdienter Kill gewesen wäre.
Egal was man macht - man kriegt auf jeden Fall eins drüber.

Der Team-Chat, den man leider nicht abstellen kann und somit zwangsweise mitlesen muss, trieft vor Zynismus, Sarkasmus, Beleidigungen, Schuldzuweisungen, Erniedrigungen
und völlig sinnfreiem Blabla, wie "don't feed", "who feeded?". "omg", "wtf", "nice ks", "noob" usw. etc. etc. - gespickt mit abenteuerlichster Orthographie.

Auf 19/20 aller Chat-Einträge müsste man eigentlich drauf antworten:
"Echt? Ist nicht wahr! Bist Du da alleine draufgekommen, Einstein?"

Fazit:
Wer sich im beschränkten Kommunikationsfeld überwiegend minderbemittelter, großmäuliger Egoisten auf Präkariatsebene wohlfühlt, für den ist League of Legends genau das Richtige.

Ich hingegen muß mir meine Freizeit nicht mit einem Computerspiel versauen, wo ich mich in 9 von 10 Spielen jeweils eine knappe Stunde nur ärgere und beleidigen lassen muß.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2013 7:53 PM CET


Dilbert Principle, The: A Cubicle's-Eye View of Bosses, Meetings, Management Fads & Other Workplace Afflictions
Dilbert Principle, The: A Cubicle's-Eye View of Bosses, Meetings, Management Fads & Other Workplace Afflictions
von Scott Adams
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,20

5.0 von 5 Sternen Umfassender Managementleitfaden - Pflichtlektüre für alle in Großunternehmen, 12. Dezember 2012
Als ich noch im Studium war, wunderte ich mich jedesmal über die Wandlung vom Saulus zum Paulus, die ehemalige Kommilitonen schon nach wenigen Monaten Berufsleben in namhaften Großunternehmen durchgemacht zu haben schienen.

Da gab es nicht wenige Leute, die ein ganzes Semester mit dem ständigen Zocken des Computerspiels Diablo verplempern konnten, nur für minimale Schlafpausen und unumgängliche Toilettengänge unterbrochen, die auf die Frage, ob sie denn mal 3 Sekunden mit anpacken könnten, mal eben nur einen Tisch im Nebenzimmer umzustellen, antworteten, daß dieses nicht ginge, weil sie genau in diesem Augenblick anfangen müssten, sich auf die Prüfung am nächsten Tag vorzubereiten, und die am dann auf die Frage, wie denn die Prüfung verlaufen sei, mit auf den Monitor gerichteten Starrblick antworteten, sie hätten sich krank gemeldet.
Diejenigen von diesem Typus, die dann doch einen Abschluß gemacht haben, sind erstaunlich schnell in namhaften Unternehmen mit guten Gehältern gelandet, hatten binnen zwei, drei Jahren Gehaltserhöhungen und Führungsverantwortung inne, trugen auch privat immer Kleidung, die ihren höherwertigen Status in der Wirtschaft signalisieren sollte und faselten ständig von Fleiß, Leistung, Produktivität und Erfolg.

Als ich dann selbst in die Großindustrie eintrat, wunderte ich mich, daß alle super beschäftigt und sehr arbeitssam wirkten aber völlig relaxed und nahezu unproduktiv waren. Vor allem aber, warum sich die Produktiviät umgekehrt proportional zum Gehalt verhält. Da wurden stundenlange, völlig unnütze und redundante Meetings abgehalten, um ein und dieselbe triviale Frage mit zehn Leuten zum fünften mal zur derselben Antwort zu führen, die einem Fachmann nach drei Sekunden eindeutig offensichtlich war.

Da wurden Entscheidungen vergessen zu treffen, die man selbst leicht, schnell und richtig hätte treffen können, aber nicht durfte, weil das Management das entscheiden wollte.
Man wurde von Kunden und Vertrieb telefonisch verprügelt - und schließlich auch vom zuständigen Management - weil das Projekt wochenlang komplett still stand, weil die Entscheidung nicht getroffen wurde, die zum Weitermachen unbedingt erforderlich war.
Da tagten dreieinhalb Millionen Euro Jahresgehälter für vier Tage in einem Nobelhotel, ohne zu einem Ergebnis gelangt zu sein, das in irgendeiner Form einen praktischen Nutzen gehabt hätte oder Entscheidungen zu fällen, an die sich die Woche drauf schon niemand mehr hielt.

Auch musste ich feststellen, daß je länger ich in solchen Unternehmen tätig war, meine Produktivität Arbeitseffizienz permanent und massiv abnahm. Dazu passend kann ich aus dem Film "Office Space" zitieren. Softwareingenieur zu externem Unternehmensberater im Interview: "In einer normalen Arbeitswoche mache ich so ca. eine halbe Stunde wirkliche, wahre, echte Arbeit."
Und das stimmt - das ist wirklich so!
Auch von diversen anderen Kollegen und Freunden aus anderen namhaften Großunternehmen hörte ich, daß die effektive Arbeitseffiziens real bei ca. 2..5% liegt.

Und das nicht, weil man etwa faul wäre, sondern weil man im Büro schlicht nicht zum Arbeiten kommt.
Denn die restliche Zeit (98...95%) wird mit größtenteils völlig überflüssigen Aufgaben vergeudet, die zwingend vorgeschrieben sind, dessen Ergebins aber nicht überprüft wird und auch niemanden interessiert.
Da muß man dem Kollegen zum 43sten mal (KEINE Übertreibung), denselben trivialen Sachverhalt am Telefon erklären, den er und fünf seiner Kollegen alle zwei Tage wieder fragen, für welchen man bereits fünf E-Mails in verschiedenen Niveaustufen von ausführlich, umfassend, akademisch, wissenschaftlich bis grafischer Baby-Verständigungssprache verfasst hat, von reiner Text-Mail über sauber gesetztem PDF-Memo bis hin zur Powerpoint-Präsentation, die aber offensichtlich nicht gelesen und/oder nicht verstanden worden sind.

Um die Arbeitseffizienz dann zu messen und die einzelnen Projekte bewerten zu können, kommt das Management auf so wirtschaftsnobelpreisverdächtige Ideen, wie daß alle Mitarbeiter sämtliche Arbeitsleistungen minutiös jedem einzelnen Projekt genauestens zugeordnet zu dokumentieren und die Zahlen monatlich zu präsentieren und zu rechtfertigen haben - ohne auch nur ansatzweise einen Vorschlag zu unterbreiten, wie das denn praktisch in der Realität bei jemandem umgesetzt werden soll, der alle zwanzig, dreißig Sekunden per Mail oder Telefon mit Arbeitsanweisung für eines der anderen seiner 56 Projekte beauftragt wird, und alleine die Bestimmung der Uhrzeiten, die Zuordnung des Projekts und der Eintrag in die höchst unübersichtliche und kryptisch verfasste Exceltabelle mit der Beschreibung der Tätigkeit für das wenige Sekunde dauernde Telefongespräch schon 6,5 Minuten beansprucht.
Mich wunderte es dann auch irgendwann nicht mehr, daß das Management an Ergebnissen ohnehin nur in Form einer auf glatte Zehnerprozentsätze gerundete Excelgrafik interessiert war, die man einfach auch gleich hätte erfinden können - weil nachprüfen tut ohnehin niemand gar nix und Details - und wenn auch noch so entscheidend - interessiern auch nicht.
Das zuständige Management fragte dann, warum denn die Produktivität der Abteilung so plötzlich und massiv eingebrochen sei und reagierte dann auch leicht ungehalten, als man ihnen schwarz-auf-weiß bewies, daß seit Einführung ihrer neuen Projekt-Dokumentations-Arbeitsanweisung, die zusätzlich zu den vier bereits schon vorher vorgeschriebenen eingeführt worden war, faktisch keine Zeit mehr für produktive Tätigkeiten übrig bleibt, weil man überall nur noch dokumentiert, daß man dokumentiert und was man dokumentiert, was wiederum zu dokumentieren ist.
Als Reaktion darauf wurde ein weiteres, zusätzliches - übergreifendes - Protokoll eingeführt, in welchem sämtliche Dokumentationen zusammendfassend zu dokumentieren seien, damit das Management einen schnellen Gesamtüberblick über Alles erhält.

Es geht auch nicht um Kunden oder um Geld mit der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten zu verdienen.
Sicher sollen das alle glauben.
Aber das ist nicht die Wahrheit.
Und das hat jeder schonmal geahnt, der sich mit einem Problem an einen Support gewandt hat.

"Da müssen sie unser neustes Update aufspielen - der Link dazu ist...."
"Wie ich Ihnen bereits sagte, hatte ich das doch gemacht. Erst seit dem habe ich das Problem. Vorher gab es das nicht."
"Welche Version haben sie denn?"
"5.0.0.1.2.3.4.5.5"
"Ja, okay, dann haben sie die neuste Version."
"Und, was mach ich jetzt?"
"Versuchen sie nochmal, das Update zu installieren ... hier ist der Link dazu"
"Ich weiß, wo ich das update downloaden kann - ich habe es bereits installiert."
"Ja, dann probieren sie das doch einfach nochmal. Und wenn das nicht hilft, de- und installieren sie eben die ganze Software nochmal neu. Der Link dazu ist..."
"Auch das habe ich bereits getan - hat nichts geholfen."
"Dann warten sie auf das nächste Update. Der Link dazu ist..."
"Das klingt nicht erfolgversprechend, das Problem habe ich nämlich seit Version 5.0.0.1.2.3.4.2"
"Dann installieren so doch einfach mal Windows neu."
[Apple inc.]

"Guten Tag, mein Internet-Zugang geht nicht mehr."
"Da sind sie hier falsch. Für diesen Fall haben wir eine Internetseite eingerichtet."
-
"Hallo, sind sie noch dran?"
"Sicher. Ich gebe den Leuten aber immer gern ein, zwei Sekunden, um noch mal zu überlegen, was sie gerade gesagt haben."
"Wieso?"
"Wie soll ich den auf eine Internetseite gehen, wenn mein Internetanschluß nicht mehr funktioniert?"
" - stimmt, da haben sie eigentlich recht."
[Deutsche Telekom AG]

Es geht nur um Erwartungshaltungen für die Börse.
Alles andere ist schlichtweg Augenwischerei.

Da ich von eigentlich allen Freunden aus anderen Firmen ähnliche und und nicht selten noch viel unglaubwürdigere, hanebüchenere Storys gehört hatte, dachte ich mir, daß müsste man eigentlich alles mal sammeln und ein Buch draus machen.

Denn der Punkt ist ja:
Die, die in anderen Berufen außerhalb der Großindustrie arbeiten oder die die wirklich an den Maschinen Produkte herstellen, glauben das ja nicht. Sie meinen das wären Phantasiegeschichten, die humoristisch überzeichnet dargestellt würden oder Einzelfälle seien.
Aber diejenigen, die in den namhaften Konzernen und Aktiengesellschaften in Büros arbeiten wissen, daß es tägliche Realität ist, und jeder hat mindestens noch ein Erlebnis auf Lager, was alles noch toppt.

Nur zugeben oder gar aussprechen darf das niemand.
Schon gar nicht öffentlich und erst recht nicht laut.
Weil man dann sich selbst, seine Chefs und sein Unternehmen in ein schlechtes Licht rücken würde, und, was das Allerschlimmste wäre, das gesamte Konstrukt von Fleiß, Arbeit, Erfolg, Qualifikation und Hirarchien, in welchen Glauben wir alle erzogen worden sind und auf welchem unsere gesamte Wirtschaft und letzlich auch Gesellschaft beruht, als ein einiziges Bullshit-Lügengebäude enttarnt werden könnte.

Aber das Buch gibt's schon:
"The Dilbert Principle" von Scott Adams

Umfassend, vollständig, allgemeingültig, detailliert erklärend, leicht und kurzweilig geschrieben mit zahlreichen Comics aufgelockert

Sowohl als zynisch-ironische Unterhaltungslektüre als auch genauso als Karriere Leitfaden zu gebrauchen - da gibt's nämlich kaum einen Unterschied.

Sämtliche Management-Bücher oder Seminare bezüglich Personalführung ist alles Theorie und für die reale Praxis völlig unbrauchbarer Bullshit - weil das macht in der realen Wirtschaft kein Mensch.
Wie Unternehmen und ihr Personal wahrhaftig real agieren und wie man da am besten mitschwimmt oder wirkliche Aufstiegschancen hat, steht alles in diesem Buch.

Da das Buch aus sehr vielen Kurzabschnitten besteht, eignet es sich gut als Pausenlektüre für zwischendurch - auch für Leute, die keine längeren Texte am Stück lesen können oder wollen.

Ich habe nur die englische Orignialausgabe gelesen und möchte behaupten, daß sie der deutschen Übersetzung - ohne sie gelesen zu haben - bei ausreichenden Englischkenntnissen vorzuziehen ist, da sich viele Feinheiten im Wortwitz schlicht nicht übersetzen lassen.


WMF 0635726040 Tee-Ei LiberTea
WMF 0635726040 Tee-Ei LiberTea
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dicht. Durchlässig. Gross. Stabil. Für Vielteetrinker und grosse Kannen., 4. Mai 2012
Endlich ein funktionierendes System für losen Tee!

Vorrausgeschickt sei, dass ich Tee nicht zelebriere, sondern als wilde Mischungen in grossen Kannen zubereite und wirklich literweise trinke.
Das WMF Teeei ist recht gross. Nix für kleine Tassen oder zierliche Kannen.
Für die Teesorten, die ich mir lose, also eben nicht als Beutel kaufe, suchte ich schon seit längerem eine funktionierende Lösung.

Die bekannten Teeeier (und auch diese Doppelsieb-Klemmlöffelteile) - zumindest die, die ich bisher probiert hatte - haben zum einen den Nachteil, dass sie mit einem rel. kleinen Volumen daherkommen, aber vor allem nicht wirklich dicht sind und ihr Verschluss nicht wirklich zuverlässig geschlossen bleibt. Es schwammen also bei den bisher von mir benutzetn Varianten immer Blattkrümel im Tee oder es entlud sich auch schon mal die gesamte Ladung in die Kanne - widerlich und nervig.
Viele dieser Varianten haben z.T. auch keine ausreichende Wasserdurchlässigkeit.
Sprich der Tee wird gar nicht gut genug vom Wasser umspült, und man hat nur eine blassgelbe Flüssigkeit erzeugt, obwohl Teemenge und Ziehdauer einen eher dunkelbraunen Aufguss hätten ergeben müssen.

Eine Alternative stellen leere (jap.) Teebeutel dar, die es bei gut sortieren Teeläden zu beziehen gibt. Die sind allerdings etwas fummelig zu befüllen - sind aber gut geeignet, zum mitnehmen oder verschenken.

Das Teil von WMF ist, wie man auf dem Bild schon erkennen kann, überhaupt nicht eiförmig sondern hat die zylindrische Form einer Dose, so dass der Begriff Teeei eigentlich nicht passt.
Durch die parallelen und passgenau gearbeiteten Seitenwände, die sich um einige Millimeter überlappen, schliesst es aber wirklich dicht, und lässt keine Teeblätter entweichen.
Drei Bajonettverschlüsse halten es sicher geschlossen.
Die beidseitigen Siebnetze, sind dicht genug, um die Tee- und/oder Kräuterbrösel nicht durchzulassen, aber durchlässig genug, dass es gut mit Wasser durchspült wird.

Ferner ist die Dose gross genug, dass auch grössere Portionen noch locker genug für eine gute Durchflutung drin untergebracht werden können.

Kette und Haken sind stabil und robust gearbeitet - definitiv kein billiger Fisselkram, der sich ständig verheddert und nicht wirklich hält.
Die Kette ist auch echt lang genug, dass es auch in grossen Kannen tief runterlangt.

Schliesslich ist es komplett aus Stahl gearbeitet. Also voll spülmaschinenfest und hat kein buntes Designerplastik-Gedöns dran, wo man sich überlegt, ob durch kochendes Wasser evtl. irgendwelche Weichmacher oder Farbstoffe in den Tee ausgewaschen werden.

Es gewinnt sicher keinen modischen Designerpreis für bunten Firlefanzschnickschack - aber das ist mir sowas von egal.
Die Optik ist nebensächlich.
Benutzte Teebeutel schaffen's auch in kein Glamour-Magazin.
Und total Sch..äbig sieht's nun defintiv auch nicht aus.
Es funktioniert sauber und zuverlässig, wie ein Teeei sein soll.
Das ist die Hauptsache.

Da hat sich bei WMF mal jemand der Sache angenommen, ein paar Stunden mit Hirn und Verstand dran rumgetüftelt und eine Referenz geschaffen.
Danke WMF.


Razer Mamba Laser Gaming Maus schnurlos schwarz
Razer Mamba Laser Gaming Maus schnurlos schwarz

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Astreiner Präzisions Hightech Nager mit markanten Systemschwächen, 19. September 2010
Für mich kommen nur optische, schnurlose Mäuse in Frage, aber auch ausnahmslos nix anderes.
Dieses Strippengezuppel und Mauspopelentfernen ("Golfballreinigen") macht mich wahnsinnig!
Nach dem ich mich jahrelang mit dem Logitech optical Mouseman (Logitechs erste schnurlose Maus ohne Golfball) arrangiert hatte,
welcher entgegen anderer Konkurrenzprodukten über keine Dockingstation verfügte (=> doppelter AA-Akkusatz + Extra Ladegerät),
wollte ich mir nun endlich mal was Gutes gönnen.

Schick, edel und elegant kommt sie daher. Viel zu übertrieben, geradezu bombastisch in eigener Vitrine, eher einem eigenen Minishowroom verpackt,
Musste diese Rohstoffverschwendung wirklich sein, liebe Razers? Nur um die Maus einmal in ihrer Verpackung bestaunend anzuschauen
und sie dann sofort auszupacken?
Auch sonst macht einen überzeugenden Design Eindruck.

Wenn man die Razer Mamba fährt, hat man den Eindruck, als wenn man vorher mit grossen Wachsmalstiften gekrickelt hätte und nun ein feines Präzisionsskalpell führt.
Die 5600 dpi braucht's für den alltäglichen Gebrauch lange nicht. Weniger als ein Drittel reicht da völlig aus.
Aber für Hightech-Enthusiasten und 3D-Gamer ein BonBon - Sniper werden nicht nur die hohe Auflösung, sondern vor allem
die Möglichkeit mittels Tasten zwischen fünf Auflösungstufen switchen zu können sehr zu schätzen wissen.

Allerdings muss ich ihr zwei Nachteile - systematische Fehler attestieren:

1. Die Batteriekapazität ist winzig.
Nach 5..6h Akku ist der leer :-(

2. Und geladen wird das schnurlose Teil an seiner Docking Station, die nur über USB versorgt wird.
Laden geht also nur, wenn der Rechner läuft.

Man tut also gut dran, die Razer Mamba möglichst nicht auf dem Mousepad einfach liegen zu lassen, sondern sie möglichst immer in der Dockingstation zu halten,
und hin und wieder auch mal eine Ladepause von ca. 2h Stunden einzulegen.
Bei meinem alten Logitech Mouseman kam es ca. alle zwei Wochen unerwartet vor,
dass die Batterien leer waren. Die waren dann aber innerhalb von 20 Sekunden gewechselt.
Die Mamba muss auf die Dockingstation.
Und wenn ich sehe, dass mein iPhone am USB-Port eine gute Stunde braucht, um voll geladen zu werden, wäre hier bei der Razer auch noch Verbesserungspotentail drin gewesen.

"Okay," kommt dann das Argument, "Dafür kann man die Mamba ja auch an ihre Strippe hängen und hat unendlich Saft."
Abgesehen davon, dass die Steckerverbidnung so fest sitzt, dass man beim Lösen durchaus Gefahr läuft, etwas kaputt zu machen,
kaufe ich mir doch keine schnurlose Edel-Hightechmaus,
um sie an der Leine zu führen.
Sicher nicht!

Doppelt soviel Kapazität in der Batterie,
ein Laderegler mit doppelter Leistung,
und ein kleines Netzteil zur Rechner unabhängigen Versorgung
und es hätte hier 5 Sterne mit Feuerwerk gegeben.

Aber so bleibt mir nur fest zu halten,
dass da mal wieder ein Technical Director und ein Marketing Executive Officer geohrfeigt gehören.

---------------
NACHTRAG 2 Jahre später:

Der Akku gibt seinen Geist auf.
Er verliert spürbar an Kapazität und braucht immer länger, um wieder vollgeladen zu werden - das typische Verhalten einer Akkuzelle, deren Lebenszeit erreicht ist.
Die Kapazität eines voll geladen Akkus reicht für gerade noch knappe 4 Stunden.

Ich kenne mich mit Lithium-Ion-Akkus aus, da ich seit bald zehn Jahren in diesem Bereich beruflich tätig bin.
Eine LiIon-Zelle hält 3 Jahre, eine qualitiv hochwertigere über 5 Jahre.
Offensichtlich wurde auch hier - wie in der überwiegenden Anzahl von Akkugeräten - kein Laderegler eingebaut.
Die Hersteller sparen sich diese Baugruppe ein - der Kunde merkt's eh erst nach ein bis zwei Jahren.
Und daß Akkus nach dieser Zeit den Geist aufgeben, wird ohnehin als normal geschluckt - kennt man ja noch aus NiMH-Akkuzeiten (wo auch keine anständigen Lader verbaut wurden).

Ein Laderegler merkt, wenn die Zelle voll ist, und hört dann auf zu laden.
Das ist aber vielen Herstellern mit ca. 50 Cent für die Baugruppe zu teuer.
Da gilt ganz stumpf: Wenn Netz, dann schieb Strom rein - und zwar solange, wie Netz da ist.

Ergebnis:
Die meisten Akkus in den meisten Geräten werden kaputt geladen.
So auch in der Razer Mamba.

Nun habe ich eine schnurlose Maus an der Leine.
Der Akku wird noch weiter kaputtgeschrubbt, weil ohne Akku läuft das Teil auch nicht an der Strippe (man hätte einfach einen MOSFET für 2 Cent einbauen müssen, der umschaltet - unzumutbare Kosten für den armen Hersteller!)

GOZAIDANG gibt's den prismatischen Einzeller bei Razers Onlineshop direkt als Ersatzteil zu beziehen: 19,95 USD (zzgl. Shipping & Zoll, versteht sich)
(Der Akku kostet Razer im Einkauf keine 30 US-Cent.)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2011 6:00 PM MEST


Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein.
Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein.
von Günter Faltin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starten Sie Ihr Unternehmen JETZT - ein Mutmachender Impulsgeber, 15. Juni 2010
Ich habe mich selbstständig gemacht.
Und ich kann voll und ganz bestätigen, was der Autor Günter Faltin zu Beginn seines Buches beschreibt:

Jeder, der mit der Idee spielt sich in eine Selbstständigkeit zu begeben und anfängt sich Beratung einzuholen, wird von allen Seiten mit quasi immer wieder denselben guten Ratschlägen und Wegweisern geradezu zu bombardiert:

Firmengründung nach DIN 08/15:
1. Neben einer einzigartigen Geschäftsidee müssen Sie Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, Buchhaltung, Unternehmensleitung und Menschenführung aufbieten. - "Wir bilden Sie fort."
2. Geschäftsplan aufstellen - "Wir helfen Ihnen dabei und verkaufen Software dazu."
3. Geld bei Bank leihen - "Wir lassen Sie überzeugend auftreten."
4. Kapitalgesellschaft gründen - "...doch...schon, aber das langfristige Ziel muss der Börsengang sein!"
5. "Besuchen Sie unsere Seminare und Fortbildungsveranstaltungen."
6. "Wir begleiten Sie."

Ich will hier nicht damit sagen, dass der klassische Weg grundsätzlich der Falsche ist oder sämtliche Beratungsansätze eigennützig und fehlweisend sind.
Aber Firmengründungen sind für viele Firmen, gerade Unternehmensberatungen, selbst ein Riesengeschäft.
Entsprechend wird angepriesen, womit Geld zu verdienen ist.

Der klassische Weg birgt letzlich auch die Gefahr, dass man sich im Dschungel der Unternehmensgründung verliert, anstatt sein Unternehmen ans Laufen zu kriegen.
Denn eines darf man nie vergessen:
Wer mit einsteigt, will mit drin bleiben, wenn's denn mal läuft, mitbestimmen, reinquatschen und vor allem aber kräftig mit absahnen,
und natürlich möglichst nichts verlieren, wenn's nicht läuft.
Logisch.

Günter Faltin lehnt diesen Weg auch nicht grundsätzlich ab, denn für viele Unternehmen gibt es keinen anderen.
Doch was er aber aufzeigt ist, dass es eben nicht nur diesen einen gibt, sondern durchaus auch alternative Lösungen genauso funktionieren oder scheitern können,
wie der klassische Weg, und zumindest besser als ihr Ruf sind.

Beispiel: Der Geschäftsplan
Es ist völlig unstrittig, dass sich ein zukünftiger Unternehmer einen sehr, sehr guten Plan für sein Unternehmen machen muss.
Potentiale, Zeitpläne, Marktanalysen, Kapitaleinschätzungen, Risikobewertung, Aufgaben, Chancen, Vertrieb, Fallen, etc. etc. etc....

Es ist aber ein Unterschied, ob dieser Plan einem selbst zur Realisierung der eigenen Unternehmensidee dienen
oder aber als repräsentative Bewerbungsmappe dazu verwendet werden soll, Kreditgeber davon zu überzeugen,
dass Sie sicher und kurzfristig eine hohe Rendite erwirtschaften werden.
Nur dass wird Ihnen keine Bank erzählen und jeder Unternehmensberater wird Ihnen davon abraten.
Denn die wollen Ihnen einen Kredit und eine Businessplansoftware und später noch viel mehr verkaufen.

Günter Faltin zeigt anhand von Beispielen auf, dass jeder Unternehmensstart durch gründliches Nachdenken durchaus vom klassischen Weg abweichen kann,
ohne dass das mit Nachteilen verbunden sein muss. Im Gegenteil.
In vielen alternativen Konzepten liegen nicht nur tatsächlich jede Menge Chancen, individuell freier zu sein, seine Energie stärker auf seine Kernaufgaben fokussieren zu können,
sondern auch Risiken zu verringern
- und vor allem überhaupt zu starten!

Eine der wesentlichen Kernpunkte des Buches besteht nämlich genau darin, den Leser zum gründlichen Nachdenken, Überlegen und kritischem Abwägen anzuregen,
Konzepte komplett neu aufzuziehen, zu verwerfen, neue Ansätze zu skizzieren und Kompromisse zu suchen
- was Sie als zukünftiger Unternehmer so oder so werden tun müssen, egal welchen Weg Sie zu Ihrem Unternehmen wählen werden.
Er nimmt Ihnen aber auch die Angst vor der riesigen Hürde des klassischen Weges, weil Sie den nämlich gar nicht zu gehen brauchen.

Beispiel:
Für was wollen Sie das Risiko eine grossen Kredites zur Schaffung einer teuren Firmeninfrastruktur tragen,
wenn Sie durch ein wenig Nach- und Umdenken mit deutlich minimierter Infrastruktur auskommen könnten?

Zitat:
"Erfolgreiche Unternehmen entstehen im Kopf"

Letzlich gibt Ihnen das Buch von Günter Faltin nicht nur den Mut, sondern auch den Impuls, zu starten.
Starten Sie Ihr Unternehmen JETZT.
Das beginnt mit der Planung.
Die ist das A und O.
Dieses Buch regt Sie zu einer gründlich durchdachten Planung an.
Und mit dieser können Sie sofort anfangen.

Danke, für dieses Buch Herr Faltin.


Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht
Der Sauerteig - das unbekannte Wesen - Herstellen, Führen, Pflegen und Backen leichtgemacht
von Martin Pöt Stoldt
  Ringeinband
Preis: EUR 21,90

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Brot backt man besser selbst, 28. April 2010
Gerade als ein im Ausland lebender Deutscher wird man schon bald ein einzigartiges Lebensmittel aus der Heimat vermissen:
Brot

Jeder Deutsche, der schonmal eine längere Zeit im Ausland geweilt hat, kennt mit Sicherheit das frustriert, belustigte Gefühl, wenn man ein sogenanntes 'dunkles Vollkornbrot' mit fast schwarzer Kruste aufgeschnitten hat und wieder ein helles, gobporiges, viel zu weiches, fluffiges Brot in Händen hält, das man in Deutschland vielleicht gerade eben nicht mehr zu einem reinen Schneeweißbrot deklassiert hätte. ÄTZEND!!

In jedem Land der Welt gibt es eine gigantische Vielfalt von Weißbroten, hellen Broten und toastbrotähnlichen Sandwichpappen.
Die meisten davon sind sehr grobporig, fast alle hell bis weiß und fast immer viel zu weich, als daß man da vernünftig Butter drauf schmieren könnte.
Denn dafür sind diese Brote in der Regel ja auch nicht gedacht.
Sondern um als Beilage anstatt Kartoffeln, Nudeln oder Reis gegessen oder in Saucen getunkt zu werden.

Yufka, Ciabatta, Pita, Baguette, Nan, Ruchbrot, Paillasse.... sind alle lecker.
Es lässt sich aber aus keinem von denen eine AMTLICHE STULLE herstellen!

Denn ein belegtes Brot ist was Urdeutsches und entsprechend gibt's auch nur dort ein dafür brauchbares Brot:
Sauerteigbrote mit hohem Roggen- oder Gersten- und vor allem Vollkornmehl- und/oder Schrotanteil.

Daher ein Tipp an alle in Deutschland, die Verwandte oder Freunde im Ausland besuchen wollen und sich die Frage stellen:
"Was mitbringen?"
Brot!

Auch den 'Anderen', die gutes Brot (noch) kennen und daher schätzen und vermissen, weil es keinen authentischen Bäcker mehr in ihrer Nähe gibt, sondern nur noch die Frischbackstationen in den
Supermärkten, die mitlerweile oftmals sogar weniger schlechte Zementbrötchen oder Pappbrote als die uniformen Backshopketten aus den tiefgefrorenen Industrieteiglingen fabrizieren, wird das
Selbstbacken von Brot eine Alternative bieten.

Abgesehen davon, daß selbstgebackenes Brot besser schmeckt, bekömmlicher, unter Umständen sogar gesünder und evtl. auch billiger als die Industriepappe ist, macht es mehr Spass, weil es selbstgemacht ist, und es bleibt auf jeden Fall länger frisch.
Selbst, wenn's sich dabei 'nur' um eine Fertigbackmischung handelt.

Nachdem ich aus oben geschilderter Unzufriedenheit heraus beschlossen habe, nun (dann auch) selbst Brot zu backen, und begonnen hatte, mich im Internet schlau zu lesen, blieben mir trotzdem immer wieder Fragen offen, die für einen erfahrenen Bäcker wohl kein Thema darstellen, für einen totalen Frischling wie mich aber schon.
"Natursauerteig, spontane Gärung, ohne Zusätze.... - Uiuiuiuiui!! Was da wohl alles schief laufen kann, was man vielleicht nicht merkt... Nachher back ich womöglich Brot aus Schimmelpilzen anstatt mit Hefe...."
Der erfahrene Brotbäcker darf jetzt ruhig schmunzeln.
Aber ich denke, das sind genau die Punkte, die viele Neueinsteiger vor dem Thema Natursauerteig abschrecken.

Dann stiess ich auf
Martin Pöt Stoldts Buch "Der Sauerteig - das unbekannte Wesen"
und hab's mir im Internet bestellt.

Wer Brot von Grundauf selbst backen will, sollte sich dieses Buch zulegen.
Ich kann's nur wärmstens empfehlen.

Ohne langatmig oder zu weit auszuholen, wird kurzweilig und knapp auf wenigen, kurzen, kleinen Seiten ein historisches und biochemisches Grundwissen vermittelt, um verstehen zu können, was da passieren wird, um unnötige Ängste zu nehmen und ein grundlegendes Grundverständnis zu schaffen, auf dem dann weiter aufgebaut werden kann.

Schritt für Schritt wird der Leser in klarer und verständlicher Sprache an der Hand zu seinem ersten Anstellgut, seinem ersten Natursauerteig und seinem ersten eigenen Brot geführt.

Der Autor geht ausführlich aber nicht ausschweifend auf die verschiedenen Mehltypen und deren Eigenschaften unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bezeichnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein.

Schliesslich legt er dem Leser nicht nur einen weit umfassenden Querschnitt an Rezepten zum Nachbacken von Broten über Brötchen bis zum Kuchen vor, sondern ermuntert seinen Leser vielmehr dazu, das anhand der Beispiele Erlernte zum Experimentieren für eigene Kreationen anzuwenden.
Letzlich trumpft das Buch auch durch seine klare, einfache, aber nie banale Sprache und dem Anspruch ein Lehrbuch statt einer reinen Rezeptsammlung zu sein, auf.

Der Autor lässt den Leser wissen, daß nicht alles auf Anhieb klappen kann, gibt aber jede Menge Tipps, die zu einem guten Gelingen beitragen.

Zitat:
"Letztendlich jedoch muss jedem Hobbybäcker klar sein, dass auch Fachleuten mitunter etwas misslingt. [...]
Übrigens: Wer behauptet, dass ihm immer jedes Brot gelingt, der sagt die Unwahrheit."

Ferner unterhält der Autor ein eigenes Forum, in welchem sowohl Fragen von blutigen Anfängern, als auch Experimente von erfahrenen Leuten behandelt werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2010 3:52 PM MEST


Siemens VS59E20 XS Dino Bodenstaubsauger / 2200 Watt / Ultra Air II Hygienefilterung / rot
Siemens VS59E20 XS Dino Bodenstaubsauger / 2200 Watt / Ultra Air II Hygienefilterung / rot

108 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nur bedingt einsatzbar - Kaputtgespartes Fehldesign, 22. April 2010
Den Staubsauger Siemens Super XS dino e sollte man der nächstbesten Siemensentwicklungsniederlassung durchs geschlossene Fenster ins Foyer schmeissen.

Hier wurde seitens des Engineerings soviel kaputtgespart, dass dieser Staubsauger letzlich nur noch als 'bedingt einsetzbar' eingestuft werden darf.

Beim Auspacken stellt man fest, dass für die beiden kleineren Zusatzaufsätze (Polster und Schmaldüse) keine Halterung im oder am Gerät vorgesehen ist. Aber diesen Misstand ist man bei Kompaktstaubsaugern der Billigklasse (JA! In genau diese gehört der Siemens XS dino e rein.) ja bereits gewöhnt.
Schlimmer wiegt die Tatsache, dass sich Siemens ein Spritzgusswerkzeug eingespart hat, und beide Aufsätze zu einem Teil zusammengefrickelt hat.
Frage an die Siemens Ingenieure: Welchen Sinn mach eine schmale Düse, mit der man nirgendwo reinkommt, weil 15cm oberhalb die breite Polsterdüse krampt?
Z.B. das Auto damit zu saugen können Sie mit diesem Siemens Sauger voll vergessen!
Es geht nicht!
Und wenn Sie es dennoch versuchen sollten verspreche ich Ihnen, dass Sie mit dem Teil spätestens nach einer halben Stunde den Staubsauger Weitwurf üben.

Der Schalter ist ein weiteres Ärgernis. Um diesen mit dem Fuss zu bedienen bedarf es Gymnastikübungen mit dem grossen Zeh - oder besser - man bückt sich am besten gleich jedesmal.
Denn der Antritt regelt die Leistung meist auch gleich mit runter, da beide Funktionen in ein und demselben Schalter untergrebracht sind - so dass man sich ohnehin bücken muss, um die Leistung wieder hochzudrehen.

Weggespart hat man auch die Taste, mit welcher man das Kabel aufwickelt.
Hier wurde eine Automatik eingebaut.
Um das Kabel einziehen zu lassen, muss man es erst ganz rausholen und an ihm zupfen.
Ärgerlich ist's, wenn man mit ganz ausgefahrenem Kabel saugt, und der Sauger dann einen kleinen Ruck nach vorne erfährt.
Dann passiert es, dass der Staubsauger mitten im Betrieb ausgeht und hinter einem das Kabel munter zockelnd im Geräte verschwindet..... *grummel*

Aber das Allerschlimmste ist der LUFTAUSLASS des recht leistungsstarken Saugers.
Dieser ist nämlich anstatt wie bei anderen Staubsaugern nicht nach hinten oder zur Seite unten, sondern NACH VORNE OBEN(!) gerichtet.
Man steht permanent im Wind des Saugers, was für zugempfindliche und staubsensible Menschen die Hölle darstellt.
Was aber wirklich nervt und in meinen Augen ein Fehldesign darstellt ist die Tatsache, dass der nach vorne gerichtete Luftstrom nicht nur z.B. Papier vom Schreibtisch weht, sondern vor allem den aufzusaugenden Staub aufwirbelt, bevor ihn die Staubsaugerdüse kriegt, so dass man gar keine Chance hat 100% des Staubs zu erfassen.
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2013 10:47 PM MEST


Eine Insel: Roman
Eine Insel: Roman
von Terry Pratchett
  Gebundene Ausgabe

56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wertvolles Jugendbuch für jedes Alter - Ein Prachett anderen Stils, 15. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Eine Insel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eingefleischte Pratchett Fans müssen sich im Klaren sein, dass es sich bei "Eine Insel" nicht um das humoristische Feuerwerk der skurillen Scheibenweltabsurditäten handelt, sondern sich Terry Pratchett mit einem anderen Stil präsentiert, der deutlich weniger Humor enthält, aber trotzdem locker zu lesen und fesselnd geschrieben ist, ohne dabei flach oder dünn zu werden.

Weiter möchte ich vorweg schicken, dass die deutsche Übersetzung (P. Brehnkamm, Manhattan, Hardcover) insgesamt sehr gut gelungen ist. Ich habe das englische Original (noch) nicht gelesen, denke aber, dass ich das hier so behaupten kann. Pratchett Fans wird's wohl noch an die Erinnerung der vor Tippfehlern starrenden, lausigen Übersetzungen der Heyne Paperback-Versionen kalt den Rücken runterlaufen (Ich war schon manches mal echt kurz davor, 'nen Rotstift zu nehmen, und das Buch dem Verlag zurück zu schicken.) - wieviele potentielle Fans mögen da wohl abgeschreckt worden sein?
Das ist hier ganz klar nicht der Fall. Bis auf zwei mir aufgefallene, reine Tippfehler eine insgesamt sehr glatte und geglückte Übersetzung, wie ich finde.

Die Handlung spielt auf einer kleinen Insel im südlichen Pelagischen Ozean. Der Leser reimt sich schnell zusammen, dass die Handlung einem kleinen, polynesisch-indigenem Volk im Südpazifik während der britischen Kolonialisierung Mitte des 19. Jahrhundert angelehnt wird. T. Pratchett distanziert sich von dieser Aussage aber deutlich (Mit drei Ausrufezeichen!). In seinem Nachwort schreibt er, dass er die Geschichte in einem Paralleluniversum spielen lässt. Das gibt ihm die Freiheit die reale historische Zeit für seine Geschichte abzuändern, um den Hauptkern seines Buches herauszuarbeiten: Die Abgrenzungen zwischen Glauben und Wissen.
So nutzt er zum Beispiel Funkruf während der Segelschiffära oder erfindet glaubwürdig sehr interessante Tiere - Ich geb's zu, ich habe nachgesehen, dass es weder ein Segelflossenkrokodil noch einen Baumkraken gibt - zumindest nicht in unserem Universum ;-)

Aber das ist für die Geschichte auch gar nicht relevant. Relevant ist, dass zwei junge, unterschiedliche Menschen aus konträren Welt nach einer verheerenden Naturkatastrophe als einzige Überlebende auf einer kleinen Insel gegenüberstehen und ein neues Leben starten - weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.

Mau ist schätzungsweise 15 oder 16 Jahre alt und hat als einziger Überlebender eines sehr esoterischen Inselvolkes, dass zwischen dem irdischen und einem überirdischem Dasein keine strengen Grenzen gezogen hat, seinen Glauben völlig verloren und sucht nach Antworten. Daphne, ca. 13 oder 14 aus einer englischen Adelsfamilie stammend, ist schiffbrüchig auf die Insel gelangt. Sie steht im Zwiespalt zwischen der biederen Erziehung ihrer omnipräsenten Grossmutter zur Dame der edleren Gesellschaft und ihrem Wunsch eine Wissenschaftlerin zu werden.
Wer jetzt irgendwelche lauwarmen Gedanken a'la "Blaue Lagune" hegt möge sich in genau diese begeben. Dieses Buch ist 100%ig knisterfrei. Wer Pratchett kennt weiss, dass er höchsten andeutet, dass dieses Thema nicht erwähnenswert ist. Die unterschiedlichen Geschlechter dienen hier wiederum zu einer weiteren Differenzierung zwischen den beiden.

Schon bald kommen weitere Leute auf die Insel.
Die beiden Kulturen werden vorurteilsfrei gegenübergestellt und nähern sich gleichberechtigt durch gegenseitiges voneinander lernen und respektieren aneinander an.
Vorurteile den anderen gegenüber werden von Alten reingebracht. Diese lernen entweder aber auch dazu und denken um. Oder sie sterben, wobei sie aber über ihre abschätzige Haltung anderen Menschen generell gegenüber zu Fall kommen.
Ferner stellen beide Hauptcharaktere immer wieder das traditionelle Wissen in Frage, suchen die Wahrheit und Alternativen, so dass sich letzlich eine neue Mischkultur mit dem Besten aus beidem plus Neuem ergibt.

Terry Pratchett gelingt es in einer leicht, aber nie banalen Erzählart eines Jugendbuches zu fesseln und regt die Blickwinkelrichtungswechselfähigkeit seines Lesers an, agiler zu werden, um schliesslich das ganze Weltbild auf den Kopf stellend komplett herumzudrehen.

Meiner Meinung nach hat T.Pratchetts "Eine Insel" den Wert eines zeitlosen Bestsellers.
Ich möchte mir hier nicht anmassen "Eine Insel" auf das gleiche Niveau wie z.B. "Tom Sawyer" zu stellen - das sollen andere mal beurteilen.
Aber auf jeden Fall ist es wertvoller, "Eine Insel" gelesen zu haben, als jeder "Harry Potter".

Ein absolut empfehlenswertes Buchgeschenk für junge Leute ab 12, älter und sich selbst.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2013 2:07 PM MEST


X3 - The Terran Conflict [Hammerpreis] - [PC]
X3 - The Terran Conflict [Hammerpreis] - [PC]
Preis: EUR 8,27

18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen EXXXTREM VIELVERSPRECHEND - BITTER ENTTÄUSCHEND, 23. Juni 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich habe nun 35 Tage, 12 Stunden und 3 Minuten (live-play-time) "X3 Terran Conflict" auf 2 Rechnern gespielt, und dieses Spiel war der Anlass für mich, mir einen High-End Rechner (Quad-Core, Crossfire, etc.) zuzulegen. - ....
Das Spiel hat definitiv Ansaetze zum Genialen, gar keine Frage. Aber die Schwaechen, die hauptsaechlich einfach aufgrund von einer gewissen Unausgegorenheit basieren, machen's dann irgendwann kaputt. Schade. Leider - sehr - EXXTREM-ZUM-HIMMEL-SCHREIEND!!!!!- SCHADE.
Leider. :'-(

Dass Ruckler bis Diashow bei einem System, das gerade mal die ausgewiesenen Mindestanforderungen erfüllt, vor allem bei viel Verkehr im Sektor und Objekten im Sichtfeld nicht ganz ausbleiben, ist zwar verständlich aber schon mal kein Pluspunkt.
Dass das Spiel bei einem Rechner, der die empfohlenen Systemanforderungen (CPU, RAM, Grafikkarte) um das vier- bis achtfache übertrifft, selbst bei runtergefahrenen Grafikeinstellungen immer noch ruckelig läuft, ist schon mal sehr enttäuschend.
Zumal somit dem Spielaspekt der Weltraumkämpfe absolut der Spass genommen wird: Mitten im heissesten Gefecht friert der Bildschirm plötzlich für eine halbe Sekunde komplett ein; danach ist erstmal verwirrte Orientierungsphase angesagt: "HÄ? Wer, wo, was? - ARGH!". Ein Gefecht, in dem ca. 20 Raumschiffe involviert (Da kommen dann noch ein paar Raketchen mit dazu), läuft definitiv schonmal nicht flüssig.
Das Spielprinzip aber zielt mittels Flottenverbänden aus Trägerschiffen, Grosskampschiffen, Staffeln etc. auf gigantiche Weltraumschlachten mit bis zu zig Dutzenden von Schiffen und Stationen - Ich bin in diesem Spiel nie so weit vorgedrungen, aber ich möchte hier behaupten, dass man sich dann dann zwischen zwei Geschossen einer Schnellfeuerkanone gemütlich noch ne Tasse Kaffee holen gehen kann, bevor das nächste Frame sichtbar wäre...

Also wandte ich mich dem zweiten Aspekt des Spiel zu, der mich ohnehin etwas mehr reizt: Dem Aufbau von Fabriken, der Produktion und dem Handel von Waren.
Am Anfang tut man sich schwer, zu starten, weil man viel zu wenig Kohle hat, als dass man lukrative Geschäfte machen könnte. Ausserdem taugt das Schiff mit dem man startet nur bedingt zum kämpfen und gar nicht zum handeln. Und der Verkaufspreis des Kahns liegt unter allem, was einen weiterbringen würde.
Aber als alter Elite-Hase weiss man ja, dass man mit ehrlich verdientem Geld nie zu einem anständigen Startkapital in menschenvertretbarer Zeit kommt ;-)
Tipp:
Missionen mit Gefechten annehmen. Wenn der Gegner, gegen den man mit seiner jugendfreien Ganzjahres-Feuerwerk-Ausrüstung zu Beginn des Spiels ohnehin keine Sonne sieht, kommt, einfach verpissen.
Die Sicherheitskräfte im Sektor erledigen die Piraten dann schon. Man bekommt natürlich jetzt keine Pluspunkte, wegen glorreich erfüllter Mission, sondern Maluspunkte wegen vorsätzlicher Feigheit. Aber egal, jetzt kann man nämlich das Schlachtfeld abgeiern und mit ein wenig Glück findet man den ein oder anderen Laderauminhalt, der ein paar zehntausend Flocken in die Tasche spült - am Anfang ein kleines Vermögen.
So konnte ich mir bald die erste kleine Fabrik bauen.
Mit der Time-Kompression die Uhr mal einige Stunden vorlaufen lassen, um Geld für neue Investitionen zu sammeln, neue und mehr Fabriken, usw.
Mit eigenem Raumschiff weit abseits vom Sektor fliegen, dass einen die Polizeikontrollen nicht ständig unterbrechen. Time-Kompression anschmeissen, und mal über Nacht laufen lassen - da sieht der Kontostand dann schon anders aus ;-)
Schon nach kurzer Zeit hatte ich so ein kleines Handelsimperium im Werte von ca. 3,5 Milliarden mit fast 80 Handelsschiffen...

Und jetzt zeichneten sich die richtig miesen Mankos ab, von denen ich überzeugt bin, dass die in einer Millionen Patches nicht beseitigt werden:
1. Man kann Fabriken aneinanderkoppeln, um die Rohstoffkreisläufe zu schliessen und nicht alles mit Raumschiffen hin und her zu kutschieren. Fabrikmodule lassen sich aber nicht drehen und gehen auch nicht immer an die vorhandene Fabrik dran. Mit nervigem Speichern und Laden ist es dann eher ein Zufallstreffer, wenn die Fabrik an den bestehenden Komplex andockt... - und wieder neu laden. Sehr nervig!

2. Also, dacht ich mir, schaffst du dir so einen Traktorstrahl an, mit welchem du eine Station, die nicht will, in eine neue Position versetzt. Weil auch als 'Dagobert Duck des Weltraums' haut man nicht eben mal 20 Millionen für ein grosses Solarkraftwerk in die Tonne. Pustekuchen! Ich habe das ganze X-Universum mittels zahlreicher automatischer Aufklärer mit Scout-Software durchstöbert und ein nahezu lückenloses Satelliten-Netz aufgebaut. Irgendwann habe ich bei den Teladi sogar ein Schiff gefunden, das mit dem Traktorstrahl kompatibel war - aber den Laser selbst habe ich, ebenso wenig wie den Reperaturlaser je gefunden.
Also weiter mit Speichern, Probieren, Ärgern, Neuladen... *grummel*

3. Irgendwann meldete sich die eine oder andere Fabrik:"Keine Rohstoffe mehr!" - Was'n da los? Kein Versorger mehr - alle kaputt. HÄ? War doch kein Piratenüberfall.
Nach vielen Stunden hab ich's dann rausgekriegt. Wenn man selbst in einem Sektor mit viel Verkehr anwesend ist, baut der Autopilot Mist: Die Schiffe römern dann einfach volles Rohr in die Station *Bumm* - weg.
Auch extrem beliebt: Ein Megatransportschiff, das gerade die drei nagelneu gekauften High-Tech-Fabriken geladen hat. Löst sich mitsamt der Ladung in einer Explosionswolke an der Schiffswerft auf oder findet ums Verrecken das Absprungtor nicht.
Tipp: Verlasse den Sektor, wo viel von Deinen Schiffen und Fabriken ist, und betrete ihn nie wieder - toll!

4. Grosse Stationen mit viel Verkehr verflüssigen auch nicht gerade den Spielablauf.

5.Die Menüführung und Steuerung wird der Komplexität des Spiels nicht gerecht. Z.B. Raumschiffe ausrüsten, vor allem mehrere desselben Typs gleichartig ausrüsten, wird hier zur langweiligen, stumpfen Routine-Klicker-Arbeit. Man vermeidet irgendwann den Kauf von einzelnen Schiffen, weil man keinen Bock mehr drauf hat und ärgert sich irgendwann, dass man maximal nur zehn Schiffe auf einen Schlag kaufen kann. Blöderweise können die Schiffe ab Werk nur mit serienmässiger Standardausstattung geliefert werden - die i.d.R. nicht viel taugt. Also muss man sie zum Ausrüsten wieder woanders hinkarren.
Auf dem Weg dahin sind dann aber ein Drittel von ihnen mangels fähigem Autopiloten irgendwo reingesemmlet - *puff* weg.
Leider bekommt man über verlustig gegangene Schiffe keine Meldung vom System. Also muss man regelmässig seinen Gesamtbestandsbildschirm durchsehen. Wobei hier ab einer bestimmten Unternehmensgrösse die Filterfunktionen auch nicht wirklich mehr Übersicht schaffen können.
Irgendwie soll es ja angeblich möglich sein, einen Schiffstyp zu definieren, und zu sagen "Rüste genauso aus, wie..." Aber da geht's dann auch schon wieder los. Um einfach mal zehn kleine Jäger standarmässig auszurüsten - und zehn Jäger sind in den Massstäben von X3TC einfach mal nix - klappert man das halbe Universum ab, um zehn fusselige Laser, die popeligen Schilde und die paar Raketchen dazu zusammen zu bekommen - von edleren Ausrüstungsgegenständen mal ganz abgesehen.
Also fängt man an, die dazu benötigten Fabriken selber zu bauen, was die unter 1. bis 3. beschriebenen Probleme exponentiell anwachsen lässt - schliesslich stehen Schiffsausrüstungen ganz am Ende der Wertschöpfungskette...

Es gibt ja wohl auch ein recht komplexes Scripting System, mit welchem sich Schiffs- und Stationsbefehle auch recht umfangreicher Natur realisieren lassen sollen.
Aber nach allem, was ich dazu bisher im Internet finden konnte, steige ich da nicht durch. Das Handbuch schweigt sich dazu völlig aus. Lediglich in diversen Foren wird man hauptsächlich fündig, dass eingefleischte Fans das wohl bei früheren X-Versionen zur regelrechten Kür betrieben haben.
Aber ich habe mich da nicht weiter reingesteckt, da ja das Basisspiel in den Grundzügen nicht mal richtig sauber rund läuft.

Und da war bei mir dann irgendwann auch Schicht im Schacht - runter von der Festplatte und ab in den Flohmarktkorb.
Man bewegt sich in X3TC auf einer beschleunigenden Negativ Erfahrungsspirale.
Je weiter man in das Spiel vorgedrungen ist, desto weniger möchte man natürlich vorzeitig aufhören, denn man hat ja schon so viel Zeit und Energie reingesteckt.
Aber je grösser das eigene Unternehmen wird, desto mehr wird einem bewusst, dass X3TC sich selbst nicht gewachsen ist.

Das Spiel X3TC ist einfach nicht in der Lage, die angestrebte und propagierte Gigantomanie auch nur annähernd in den Griff zu kriegen.

Wirklich schade.
Wenn's gut fertig durchdacht worden wäre, ein paar Kinderkrankheiten rausgepatcht würden und ansonsten rund, glatt und fluffig laufen würde, würde man sich nur noch eine internetfähige Multiplayerversion wünschen.
Es hätte ein endgeiler Evergreen werden können.
(Man liest ja, dass die Hersteller genau daran basteln - erstmal besser überkritisch abwarten!)

Aber man sieht ja, dass nicht nur die Hersteller von X3 lediglich daran interessiert sind, abgewandelte Versionen und Doppelpacks auf den von der sog. "kritisch testenden Fachpresse" heissgemachten Markt zu werfen und die Player Community (Ihre Kunden) immer mehr frustrieren,
statt einfach mal etwas 100%ig fertig zu machen statt was 40%iges auf den Markt zu scherbeln.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2009 6:08 PM CET


Imperium Romanum
Imperium Romanum
Wird angeboten von Mc-MEDIA-LEMGO Alle Preise inkl. 19% Mehrwertsteuer. Impressum und AGB`s unter Verkäuferinfo.
Preis: EUR 5,99

2 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!, 7. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Imperium Romanum (Computerspiel)
Nach Tutorial und ersten zwei Level deinstalliert.
Nette Grafik, viel zu einfach, zu wenig Tiefe, zu anspruchslos.... ÄTZEND LAAAANGWEILIG!


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