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Beiträge von Nathan Zuckerman
Top-Rezensenten Rang: 233.271
Hilfreiche Bewertungen: 46
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Rezensionen verfasst von Nathan Zuckerman "Boldo" (Berlin)
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EVIL
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von Jack Ketchum Taschenbuch |
| Preis: EUR 8,95 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Verstörend, beängstigend, großartig, 6. November 2012
Das erschreckendste an diesem Buch ist, wie stets bei wirklich guter "Horrorliteratur", dass es reale Gewalt darstellt, Menschen in Situationen zeigt, in denen sie sich nicht unter Kontrolle haben und Dinge tun, die so unfassbar sind, dass man eigentlich nicht über sie sprechen möchte. Der 12jährige Protagonist des Buches berichtet in aller Ausführlichkeit über die Folter und die Ermordung einer 14-jährigen durch die (psychopathische) Nachbarin, deren Kinder und weiterer Kinder aus der Nachbarschaft, und selbst der Umstand, dass er überwiegend als Zuschauer beteiligt ist, macht seine Rolle in diesem Spiel nur bedingt erträglich. Stephen King hat in seinem Vorwort das Buch mit American Psycho verglichen, und selbst, wenn es weder sprachlich noch inhaltlich daran heranreicht, so ist doch (vorausgesetzt, die Gewalt in American Psycho ist genauso "real" wie in Evil) der Schrecken des Lesers in beiden Fällen ähnlich. Wir stehen fassungslos vor den Ereignissen, den immer grausamer und widerlicher werdenden Gräueln, den Schmerzen und Demütigungen des Opfers, der Gruppendynamik, die im Laufe des Buches zunimmt und die Oberhand gewinnt gegenüber moralischen Bedenken einzelner Protagonisten. Evil ist kein Spaß. Es ist ein entsetzliches Buch, aber es ist auch ein hervorragendes Buch, weil keine einzige Handlung gezeigt wird, die nicht tatsächlich passieren könnte. Das Buch zeigt uns unsere Schwächen, unsere Grenzen, unsere Beschränktheit. Es verstört, vom ersten Moment der Lektüre an. Deshalb lohnt es sich, gelesen zu werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nicht zuviel Respekt, bitte, 6. November 2012
Ich war neulich bei einem Kollegen zu Gast, dem ich dieses Buch mal empfohlen hatte. Es stand, weiß, unbefleckt und wie neu in seinem Regal, und obschon ich ein wenig neidisch war (denn wer hat nicht gern seine Bücher in einem Top-Zustand), liess der Zustand dieses Buches nur den einen Schluss zu: es war noch nicht gelesen. Der Kollege räumte das auch ein, und ich forderte ihn auf, die Lektüre zu beginnen. Danach sieht das Buch vielleicht nicht mehr ganz so schön aus, aber die Mühe lohnt sich. Mein Exemplar von Unendlicher Spaß, gekauft 2010, gelesen 2011, ist in Einschlagpapier eingewickelt, die Kanten sind kaputt und ich will nicht ausschließen, dass einige der 1552 Seiten ein wenig verknittert sind. Das Resultat einer Lektüre, die sich über ein halbes Jahr hinzog und überall stattfand: in der U-Bahn, auf dem Klo, im Bett, auf dem heimischen Sofa, buchstäblich überall. Selbst wenn es nur ein paar Seiten waren, die ich morgens auf dem Weg ins Büro geschafft habe: die kleinteilige, zähe, anstrengende Weise, das Buch zu lesen, hat sich gelohnt. Selbst anderthalb Jahre nach Beendigung der Lektüre ist dieses Buch ein Teil meines Lebens, vor allem der Schlussteil, der das ganze Elend der Drogensucht noch mal anschaulich vor Augen führt; aber auch alle anderen Zeiten, Orte und Personen, die durch den Roman wabern und mäandern, immer wieder auftauchen und verschwinden, Spiele, Filme, Sport, was weiß ich. Das Buch sperrt sich nur scheinbar - in Wirklichkeit wartet es auf nichts sehnlicher, als gelesen zu werden. Man muss den Respekt oder die Furcht überwinden, sich auch darauf einlassen, mal aus dem Fluss rauszufliegen - dann erlebt man Dinge, von denen man nicht zu träumen wagte. Die Handlung, so es eine gibt, ist hier ausführlich dargelegt worden. dazu ist nicht mehr zu sagen. Eigentlich ist sie auch irrelevant. Relevant ist, was David Foster Wallace zu sagen hatte, und wie er es tut. Ich habe nie zuvor das Gefühl gehabt, so sehr in das Innere eines Süchtigen, eines Depressiven sehen zu können wie in diesem Buch, nie so sehr mit der Besessenheit von Menschen für ihre Profession mich auseinandergesetzt gesehen. Sprachlich wie kompositorisch ist dieses Buch wohl nicht zu übertreffen. Von linearer Erzählweise kann keine Rede sein. Dafür wird ein französischer Akzent so gut dargestellt, dass man als Leser ständig applaudieren möchte. Lesen! Mehr ist nicht zu sagen.
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Parkerilla
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| Wird angeboten von EliteDigital DE |
| Preis: EUR 15,95 |
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nie wieder anhalten...., 1. November 2012
Ich steh ja eigentlich nicht so auf Live-Platten. Den wenigstens Bands gelingt es, einen gelungenen Konzertabend auf Tonträger zu transportieren, und wenn, sind die Defizite in der Umsetzung trotzdem immer zu erkennen. Aber wer jemals The Heat in Harlem, Tear Your Playhouse Down oder New York Shuffle von dieser Platte gehört hat, der muss hingerissen und verzückt zugeben: es gibt Künstler, die es können. Aus meiner Sicht die überzeugendste Veröffentlichung von Graham Parker and The Rumour, einer Band und eines Künstlers, die leider viel zu wenig Beachtung gefunden haben. Parker hat es als einer der wenigen Europäer verstanden, den Rhythm and Blues nicht nur zu kopieren, sondern weiter zu entwickeln und ihm seinen ganz besonderen Stempel aufzdrücken. In den 70ern war ich leider zu jung, um ihn live erlebt zu haben, kenne aber seinen Rockpalast-Auftritt, der schon etwas außergewöhnliches war. The Parkerilla gibt einen guten Einblick, was man versäumt haben könnte. Die Musik hat einen Drive, wie man ihn selten erlebt. Der (vor-)letzte Song, Soul Shoes, ist in dieser Performance nicht zu schlagen, kraftvoll, energetisch, großartig. Mal versucht, dazu Auto zu fahren? Man möchte nie wieder anhalten...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein schönes Geschenk!, 1. November 2012
Clark W. Griswold will mit seiner Familie, seinen Eltern und Schwiegereltern Weihnachten feiern. Der Weg zum Fest ist mit allerlei Hindernissen gepflastert. Und als auch noch Cousin Eddie auftaucht, wird die Familie auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Nachbarn fühlen sich gestört, die örtliche Stromversorgung muss die Zusatzversorgung einschalten und an Weihnachten zeigt sich, dass ein Weihnachtsbaum nicht reicht. Und wenn sich herausstellt, dass die jährliche Weihnachtsgratifikation des Hausherrn anders ausfällt als erwartet, ist aber was los und es gibt eine besonders schöne Bescherung... Ja, der Film ist albern, er ist weihnachtlich, amerikanisch, kitschig - aber ich sage: er ist es jedes Jahr wert, mindestens zweimal in der Vorweihnachtszeit gesehen zu werden. Wer einmal die abenteuerlichen Vorfälle in der Griswoldschen Weihnachtsvorbereitung miterlebt hat, wird sie nicht missen wollen. Ein gewohnt chaotischer Chevy Chase, eine hinreißende, leicht genervte, aber treue Beverly D'Angelo, eine zuckersüße Juliette Lewis sowie der grandiose Randy Quaid sind die Stützpfeiler in dieser irrsten (und besten) Geschichte aus der National Lampoon Vacations-Reihe. Die deutsche Synchronisation ist erstaunlich gut, Sprüche wie "Ich muss was essen, damit ich meine Rückenschmerzenpillen nehmen kann! " oder "Fröhliche Weihnachten. Das Scheißhaus war voll" sind in meiner Familie längst zu klassischen Redewendungen und stehenden Begriffen geworden. Der Soundtrack, für den Angelo Badalamenti, Haus- und Hofkomponist von David Lynch, verantwortlich zeichnet, ist spritzig und ohne Schmalz, und die Story ist gradlinig und klar, ohne übertriebene Rührseligkeit. Und der Bruder von Bill Murray spielt auch mit. Beachtenswert sind außerdem: der Cholesteringehalt von Eichhörnchen, Weihnachtsaußenbeleuchtung, die nicht blinkt,Rotzi und die Blutpolka und geröstete Miezekatzen. Unbedingt empfehlenswert, in deutscher Synchronisation wie im Original.
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5.0 von 5 Sternen
Standardwerk der Buchclub-Generation, 1. November 2012
Neben dem Einmaleins des Guten Tons hat Dr. Gertrud Oheim sich vor allem für das Standardwerk "Die Gute Ehe" bei all denjenigen jungen Paaren einen Namen gemacht, die in den 50er- und 60er-Jahren das Glück hatten, die Ehe zu schließen. Es gibt wohl nur wenige Bücher, die auf so anschauliche und einfache Weise gesellschaftliche Umstände einer Epoche darstellen können, wie dieses und andere Werke aus der Ratgeber-Reihe des Buchclubs. Aus heutiger Sicht mag das Buch überholt sein: die medizinischen, rechtlichen und sozialen Fragestellungen und Bewertungen sind längst anderen gewichen, und als "Scherz-Geschenk", wie eine andere Rezensentin es bezeichnete, ist es sicherlich auch geeignet. Aber unterschätzt die Bedeutung solcher Bücher nicht, sie geben Euch Einblick in längst vergangene Epochen, in denen es kein Internet, wenig Film und noch weniger Fernsehen gab. Wer ein Buch ergattern kann, schlage zu!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
STFU!, 1. November 2012
Dieses Buch ist uninteressant, langweilig und überflüssig. Es ist sprachlich und inhaltlich irrelevant, und einer Bewertung bedarf es eigentlich nur, weil die Autorin als ehemaliges Vorstandsmitglied der Piraten in der Öffentlichkeit steht. Die Autorin entäußert ihre Gedanken, in einer Weise, die sie selbst als fragmentarisch bezeichnet, betreibt ununuterbrochen namedropping, um ihre vermeintliche Bildung zu unterstreichen und versucht sich in philosophschen Betrachtungen über Identität und Existenz. Leider ist sie mit ihrem glorreichen Ansatz jämmerlich gescheitert. Die Erwähnung von Adorno oder Hegel ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit deren Denken, und die Aneinanderreihung wirrer Gedanken wird auch nicht dadurch besser, dass sie als fragmentarisch bezeichnet wird. Diese Frau hat nichts zu sagen. Sie befindet sich (mit 27 Jahren!) in einem Stadium, das andere mit Eintritt in die Adoleszenz bereits überwunden haben, indem sie über die Schlechtigkeit der Welt nachdenkt und sich freut, dass es Menschen gibt, die all die Ungerechtigkeiten überwinden wollen. Das ist für ein Buch zu wenig. Vor allem, wenn es sich auf ein Nachdenken beschränkt, das mit geradezu unerträglichem Halbwissen gespickt ist. Wie sagt Julia Schramm (als irgendwer): "Ich fühle mich oft an wohlhabende Kinder einer anderen Zeit erinnert, die den Reichtum der Eltern verprassen, in Casinos, in Opiumhöhlen. So sind wir. Aber wir sind viel mehr." Genau: hedonistisch, verzogen und unreflektiert. STFU!
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Wind: Roman
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von Stephen King Gebundene Ausgabe |
| Preis: EUR 19,99 |
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Geht die Suche weiter?, 31. Oktober 2012
Nachdem ich mit den letzten 3 Bänden des Zyklus nie so richtig warm geworden war und ich die Wendungen in Wolfsmonad, Susanna und Der Turm eher als Reaktion auf die Ereignisse in Kings Leben gesehen habe (ich bin überzeugt, es ging ihm nur darum, irgendwie fertig zu werden), hat mich Wind wieder in jeder Hinsicht überzeugt. Kurz, knackig, spannend und mit allen Elementen versehen, die den Dunklen Turm, vor allem die großartigen Bände "Drei" und "tot.", ausmachten. Diese besondere Mischung aus Western, Science-Fiction, Fantasy und weiß der Kuckuck was noch - hier findet sie sich endlich wieder, und es besteht vielleicht doch noch Hoffnung, dass die Welt sich weiter bewegt. 5 Sterne, gerne mehr!
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2.0 von 5 Sternen
Der Untergang eines Epos, 31. Oktober 2012
Ja, die Zeichnungen sind toll. Die Story ist es nicht, und sie wird vor allem den hohen Ansprüchen, die sich vor allem aus der Romanreihe ergibt, in keiner Weise gerecht. Langweilig, klischeehaft, ohne Weiterentwicklung - dafür steht vor allem dieser Band und leider auch die folgenden der Reihe. Für mich Grund genug, den Verkauf der Bücher anzuleiern. Schade - der Versuch einer Adaption und Weiterentwicklung ist grandios gescheitert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Viel Platz für wenig Geld, 31. Oktober 2012
Ein schicker Kühlschrank musste her - da kam der Bauknecht gerade recht. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten habe ich nach über einem Jahr keine negativen Erfahrungen mit Geräuschen gemacht. Der Kühlschrank ist leise, gluckst nicht, lässt sich gut bedienen und bietet enorm viel Platz. Lediglich die Inneneinrichtung ist verbesserungswürdig: die große Flaschenhalterung ist zu leicht, um sicheren Halt zu bieten und die Tür bietet lediglich 6 Eiern Platz. Das ist ein bißchen wenig. Dafür gibt es einen Stern Abzug. Insgesamt ist dieses Gerät aber unbedingt zu empfehlen.
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4 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Ein Beamter gibt Auskunft, 31. Oktober 2012
Das Problem ist die Vereinfachung: Lebenssachverhalte werden dargestellt, als allgemeinverbindlich erklärt, mit Ausnahmen versehen und so zum Bestandteil der politischen Debatte gemacht. Zugegeben: Heinz Buschkowsky spricht eine Vielzahl von Problemen an, die es in Neukölln (und vielleicht auch anderswo) tatsächlich geben mag, versucht aber in der Regel, die Ursachen dafür nur einer Gruppe zuzuschreiben. So bemängelt er, dass im Bericht zur Lage der Ausländerinnnen und Ausländer als Ursache für den schwierigen Zugang der Migranten zum Arbeitsmarkt die Auswahlprozesse der Unternehmen genannt werde und suggeriert, sprachlich recht geschickt und ohne es auszusprechen, dass das natürlich nicht sein könne und die Migranten selber schuld daran seien. Das ist nicht rassistisch, sondern simpel, und genau das ist das Fazit nach knapp 400 Seiten Lektüre: ein Beamter und Leiter einer Verwaltungsbehörde teilt uns in einem viel zu langen Buch zum wiederholten Mal seine hinlänglich bekannten, einfachen Erklärungsmuster der Welt mit. Besser wäre es gewesen, er hätte seine Erfolge, seine Reisen und seine Ziele auf 60 Seiten dargestellt. Das hätte ihm und uns viel Zeit und Ärger erspart. Aber Geld verdienen möchte man ja auch gerne.
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