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Woodstock

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Stormrider (Rigante, Band 4)
Stormrider (Rigante, Band 4)
von David Gemmell
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,10

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Charakterisierung grandioser Charaktere, 30. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Stormrider (Rigante, Band 4) (Taschenbuch)
Dies ist nun der letzte Teil des Rigante Zyklus und er beendet die Saga der Riganten-Highlander und Clansmen, die ihre karge aber über alles geliebte Heimat auch in diesem vierten Band gegen übermächtige Eindringlinge und das in einem korrupten Kirchenmann zu Fleisch gewordene Böse verteidigen müssen. Zu diesem Zweck gehen die Riganten unter der Führung von Kaelin Ring sogar ein Bündnis mit ihrem ärgsten Feind ein.
Aber der Held dieses Romans ist nicht Kaelin, dessen Jugend man in "Ravenheart" miterleben konnte, sondern Gaise Macon, der als Söldner in der Kavallerie des Königs dient und verzweifelt um die Liebe und Anerkennung seines düsteren und scheinbar herzlosen Vaters kämpft.
Bittere Enttäuschung und ein gebrochenes Herz bringen in Gaise schließlich die schlimmsten Seiten zutage. Ob und wie dieser gute Mann das Böse in sich meistern kann - und vice versa, wie und ob ein böser Mann lernt Gutes zu tun, das ist die fesselnde Frage bis zum überraschenden Ende.

Große und vielschichtige Charaktere wie der Kopfgeldjäger Huntsekker oder der düstere Moidart, machen dieses Buch zu einem denkwürdigen Genuss und beweisen ein mal mehr, dass David Gemmell einfach ein Meister der Charakterbeschreibung ist.
Auch wenn Gaise Macon als Hauptfigur etwas blasser bleibt als so mancher andere geliebte Gemmell-Hero, und er wohl besser eine interessante Nebenfigur geblieben wäre, so ist er doch ein sehr glaubwürdiger Held und seine Entwicklung im Inneren wie im Äußeren lässt ganz sicher niemanden kalt.
Wo Gemmell an detailverliebten Landschaftsbeschreibungen spart, steckt er umso mehr Detailfreude und Können in alle seine "Larger than life Helden", in deren Denken und Fühlen, in die perfekten Dialoge und kernigen Spürche, von denen so mancher für das Buch der gesammelten menschlichen Weisheiten geeignet ist, natürlich nicht zu vergessen, in die schwertkampfgeschwängerte und pulverdampfverpestete Battle-Action.

Vierdreiviertel Sterne
Der "Stormrider" ist nicht ganz so charmant (es fehlt halt ein Jaim Grymauch) und auch nicht ganz so pathetisch wie Ravenheart, mit ein paar Längen im Mittelteil und ein Bisschen zu viel an Handlungssträngen. Dennoch ist es gelungener, schwergewichtiger und sehr bewegender Abschluss der Riganten-Saga mit einem Ende ganz nach meinem Herzen, das mich immerhin noch eine ganze Weile nachdenklich zurückließ.
Eigentlich logisch, es ist ja auch ein echter Gemmell
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2010 12:11 AM CET


Es ist was faul: Roman
Es ist was faul: Roman
von Jasper Fforde
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superhooper Happy End bis demNext, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Da ist sogar etwas oberfaul und zwar in der Republik England.
Und wenn unsere hoch verehrte Heldin, die SpecOps Agentin und Chefin der Jurisfiction Miss Thursday Next (eigentlich Mrs Landen Park Laine, aber das kriegen wir später) nichts gegen die Missstände unternimmt - wie zum Beispiel die übermächtige Goliath Company in ihre Schranken zu weisen, ihren nicht existenten Mann zurück zu holen, den siechen Präsidenten am Leben zu erhalten, die Swindon Mallets zum Sieg beim 88er Super Hoop zu verhelfen und den größenwahnsinnigen aber nur fiktionalen Diktatoraspiranten Yorrik Kaine in den Schmachtfetzen zurück zu verbannen, aus dem er entflohen ist - nun, dann geht die Welt unter.
Das behauptet jedenfalls Papa Next und der ist immerhin ein profilierter und festangestellter Zeitreisender bei der Chrono Garde.
Apropos, da war doch auch noch eine Angelegenheit mit Admiral Nelson und der Schlacht bei Trafalgar zu erledigen und warum Fürst Bismarck unmotiviert bei Thursdays so gut wie verwitweten Mutter zu Hause rumhängt wäre auch mal interessant zu erfahren. Hamlet fängt ein Techtelmechtel mit Lady Hamilton an (fragt nicht was Ophelia dazu sagt) und erlebt nach dem Besuch einer Konflikttherapie eine besorgniserregende Persönlichkeitsveränderung. Die Neandertaler erweisen sich als die eindeutig überlegene Spezies auch wenn das nur der Leser weiß, der letzte Shakespeareklon schreibt im Kleiderschrank den Hamlet zurecht und ganz nebenbei wollen wir Friday Next nicht vergessen, Thursdays zweijährigen Sohn, der ja irgendwie behütet sein will, solange Mama gerade mal wieder die Welt und insbesondere natürlich ihre Heimatstadt Swindon retten muss.
Lorem ipsum dolor sit amet... kann ich da nur sagen!

Dieses Buch ist
oberschräg, superwitzig, unsagbar einfallsreich, knallig, liebenswürdig böse - schlicht ffordial, aber das ist dem Leser dieses vierten Teils von Thursday Nexts Abenteuern längst nichts Neues mehr. Es ist daher einfach eine Pflicht und eine Ehre und ein hochklassiges Vergnügen sich in diese ffordsche Parallel-Buchwelt zu vergraben, der Jurisfiktion sei Dank die dort alles in Ordnung hält, von einem Minotaurus und einer aufsässigen dänischen Jungfer vielleicht mal abgesehen.
Lorem ipsum dolor sit amet... kann ich da nur noch mal sagen und finis!

Ach halt, doch noch nicht ganz finis, denn immerhin sollte man keinesfalls aus den Augen zu verlieren, dass Thursdays Abenteuer 14 Jahre später weitergehen und zwar Irgendwo ganz anders.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 10, 2010 11:26 AM MEST


Invisible - Gefangen im Jenseits
Invisible - Gefangen im Jenseits
DVD ~ Gustaf Skarsgård
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Albtraum vom Tod, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Invisible - Gefangen im Jenseits (DVD)
Niklas (Gustaf Skarsgård) ist ein Musterknabe und der Stolz seiner Mama. Er steht kurz vor dem Abitur und seine Aussichten sind blendend. Mama hat schon alles für ihn geplant, den Studienplatz als Wirtschaftswissenschaftler, die heiße blonde Freundin, die gesamte Zukunft eben, und Niklas traut sich nicht seiner dominanten Frau Mama zu sagen, dass er eigentlich etwas ganz anderes machen und Schriftsteller werden möchte.
Oh ja, Niklas hat es nicht leicht, und noch schwerer wird's, als er eines Nachts aus für ihn völlig unerfindlichen Gründen von seiner kriminellen Klassenkameradin Annelie (Tuva Novotny) und ihrer Gang zusammengeschlagen und im Wald verscharrt wird. Der Albtraum aber beginnt als Niklas am nächsten Tag in der Schule auftaucht und niemand ihn wahrnimmt. Bis Niklas begreift, dass er eigentlich gar nicht mehr richtig lebt, ist es für eine Rettung womöglich zu spät. Verzweifelt versucht er Annelie dazu zu bringen der Polizei oder seiner Mutter zu verraten wo sein Körper verscharrt ist, denn ausgerechnet Annelie ist die einzige die ihn hören kann.

Weit über eine gelungene Sozialstudie oder ein packendes Teeniedrama hinaus, hebt sich dieser schwedische Mysterthriller angenehm vom amerikanischen High-School-Einheitsbrei (und ganz besonders von seinem amerikanischen Remake) ab und besticht durch eine klischeefreie Story, die bewegend und sehr bedrückend in Szene gesetzt ist und Dank seiner außergewöhnlichen Kameraführung und virtuoser Schnitte und erst Recht Dank der bemerkenswert guten Darsteller ein Meisterwerk dieses Genres geworden ist.
Ein paar hammerharte Szenen werden mir wohl unauslöschlich im Gedächtnis eingebrannt bleiben.

in toto:
Ein langsamer, psychologisch sehr eindringlicher Gänsehaut-Mystery der allerfeinsten Sorte, made in Schweden und wohl gerade deshalb ein herausragender Film.

DVD:
Laufzeit 95 Minuten
Bildformat 16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat Deutsch: Dolby Digital 5.1, Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Schwedisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch (in der Originalfassung nicht ausblendbar!)

Bonus Material - leider etwas spärlich:
Original Kino Trailer
"Visible" Interview mit Marie Biederstedt (Synchronsprecherin von Tuva Novotny - bekannt als Stimme der "Willow" in Buffy
Epix-Trailer-Show
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2010 5:27 PM CET


Cinderella Story
Cinderella Story
DVD ~ Hilary Duff
Preis: EUR 4,44

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Honigsüß und zartschmelzend, 26. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Cinderella Story (DVD)
Seufzundschmachtundschneufz!
Beim Ansehen dieses Films fühlte sich die olle Frau Woodstock wie ein Teenie. Dabei weiß ich nicht einmal genau, woran es eigentlich lag, dass ich auf dem Sofa förmlich dahin schmachtete während ich mit einem Dauerlächeln auf dem Gesicht meinen eigenen emotionalen Verjüngungsprozess beobachtete, denn diese Cinderella Story ist ebenso vorhersehbar wie trivial. Sie ist klischeebehaftet, durchgehend unlogisch, unglaublich kitschig und total überkandidelt, aber auf eine zuckersüße Art und Weise auch hochromantisch, märchenhaft, flott, witzig und total schrill.

Sam Montgomery (Hilary Duff) ist ein High-School-Girl mit Cinderella Biografie. Ihren Vater, Besitzer eines Fast-Food-Restaurants, hat sie früh verloren. Die böse, chirurgisch ver(un)schönte Stiefmutter (Jennifer Coolidge, einfach scheußlich gut) hat zwei hysterische Töchter mit in die Ehe gebracht und Sam nicht nur in die verstaubte Dachkammer der Hauses sondern auch als popelige Serviererin ins geerbte Restaurant verbannt.
Ja, Sam wird schlimmer als ein Aschenputtel behandelt (ihren PC im Dachstübchen vergessen wir mal). Dennoch versucht sie ihren Traum von einem Studium an der Princeton Universität zu realisieren und findet im Internet beim Chatten einen gleichgesinnten Jungen mit dem sie sich anonym über ihre Träume austauscht.
Man verliebt sich cybermäßig und verabredet sich schließlich im realen Leben zu einem Treffen beim Halloween-Ball. Sam staunt nicht schlecht, als sie feststellt, dass ihr Cyber Prinz niemand Geringeres ist als Austin Ames (Chad Michael Murray) der Quarterback des Footballteams und Schwarm aller Highschoolgirls im Umkreis von 2000 Meilen.
Und jeder weiß schon seit seiner Kindheit wie die Story weitergeht.
Nämlich dass Sam-Cinderella an diesem Ball nur mit Hilfe einer guten Fee teilnehmen kann, unerkannt bleibt und sich frühzeitig wieder aus dem Staub machen muss, nicht ohne ihren symbolischen Schuh dort zu verlieren, um von ihrem Prinzen schließlich ausfindig gemacht werden zu können. Und nach diversen Intrigen der bösen Stiefmutter und der betrügerischen Stiefschwestern befreit der Prinz sie dann doch aus den rußhaltigen Niederungen ihres Sklavendaseins, setzt sie aufs weiße Ross mit unzähligen Pferdestärken und reitet mit ihr gen Princeton.

Das Charmante an diesem Film ist die ausgesprochen pointierte Übertragung dieses Aschenputtel-Märchens in den Teenie-Alltag der amerikanischen Neuzeit, was das Ansehen zu einem unterhaltsamen und schokoladigsüßen Leckerbissen und den Film zu einer gelungenen High-School-Komödie macht.
Glücklich wer jung genug ist und Kitsch und Schmalz auch mal ganz gerne in höheren Dosen konsumiert, der kommt hier nämlich voll auf seine Kosten. Alle anderen seien vorsorglich gewarnt, denn es könnte sein, dass reife, anspruchsvolle oder intellektuelle Niveaufetischisten diesen Film womöglich total hassen ;-).

DVD:
Laufzeit: 91 Minuten,
Bildformat 16:9 (1.85:1) anamorph,
Tonformat Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Griechisch, Isländisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch und Englisch
Ausstattung: Szenenanwahl, Animiertes Menü, Menü mit Soundeffekten,
Special Features (DVD ROM Features mit Web-Link):
Ein Treffen mit Hilary und ihren Freunden, Cinderella Couture: Ein Making of über die Entstehung der Mode für ein modernes Märchen,
Finde deinen Prinzen oder Prinzessin,
Our Lips Are Sealed - Musikvideo,
Probeaufnahmen, Kids with a Cause, Wohltätigkeitsorganisation
Zusätzliche Szenen, USA Kinotrailer
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2010 12:54 PM CET


The Hawk Eternal (The Hawk Queen)
The Hawk Eternal (The Hawk Queen)
von David Gemmell
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,86

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Königreich für ein Tor!, 22. November 2009
Durch ein Tor in Raum und Zeit kommt eine alte, sterbende Kriegerin in das Land der Farlain gestolpert. Es handelt sich um Königin Sigarni, die dem geneigten Leser vermutlich schon aus aus "Ironhands Daughter" bekannt ist (Vorausgesetzt der geneigte Leser ist nicht ganz so dämlich wie ich und liest den ersten Band vor dem zweiten ;-)).

Wer nun aber annimmt, in dem Roman ginge es um das Leben der besagten Königin, der irrt. Es geht vielmehr um den Straßenjungen Gaelan und um den liebenswürdigen Schurken Caswallon und um das edle Volk der "Highlander", im Buch die Clans genannt, die sich plötzlich einem unbarmherzigen Feind stellen müssen und dieses natürlich auf durch und durch highgemmellsche Weise tun.

Dennoch hat Sigarnis Auftauchen Auswirkungen auf das Leben der Helden in dieser Geschichte, weil irgendwie alles und jederzeit miteinander verflochten und verwoben ist, und ein gerettetes Leben in dieser Welt sich auch auf den Gang der Zeit und der Dinge in einer anderen Welt auswirkt, ja möglicherweise auf tausenden von anderen Dimensionen und Parallelwelten und Zeiten, auf noch ungekämpfte Kriege und ungeborene Helden, und überhaupt, so genau durchschaut habe ich das eigentlich nicht.

Womöglich liegt meine Begriffsstutzigkeit daran, dass ich den ersten Teil "Ironhands Daughter" noch nicht kenne, aber letztlich war es mir auch total egal, denn die Geschichte ist auch ohne, dass man sie völlig durchschaut, so packend und berührend wie nur ein David Gemmell sie schreiben kann. Und wenn echt gemmellige Helden sich dem Kampf gegen eine unbesiegbare Übermacht stellen um das Wenige zu verteidigen was ihnen wertvoll ist, dann sind die diversen höheren oder niedrigeren Tore, die von zauberkundigen (oder vielmehr technikkundigen) Druiden bewacht und benutzt werden, doch von absolut nachrangiger Bedeutung... oder etwa doch nicht?

ER hat es jedenfalls drauf, David Gemmell, meine ich. Er schafft es immer wieder mich mit seinen Stories umzuhauen. Selbst wenn die Geschichten mir inzwischen irgendwie aus irgendwelchen anderen Gemmell-Parallel-Romanen schon ziemlich bekannt vorkommen, und selbst wenn sich die Helden manchmal ziemlich ähnlich sind und man das Gefühl hat ihren Charakter und ihre Abenteuer schon längst zu kennen, weil andere Kerle mit gleichen Charakterzügen in anderen gemmellschen Highländern schon ganz ähnliche Verzweiflungskämpfe gefochten haben.
Wie gesagt, macht gar nix, solange diese gleichartigen Welten und Helden und Geschichten es immer wieder schaffen mich dermaßen zu berühren und zu fesseln gibt es von mir auch immer wieder eine inbrünstige Rezension mit einem inbrünstigen Kompliment an den größten Heroic-Fantasy-Dichter und Hunt Lord David Gemmell ;-).

Und jetzt muss ich endlich lesen, was eigentlich in der Vorgeschichte mit Ironhand's Daughter: A Novel of the Hawk Queen geschehen ist.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2009 10:53 AM CET


Passengers
Passengers
DVD ~ Anne Hathaway
Wird angeboten von bari_medienvertrieb Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,44

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sixth Sense XXS - unoriginell, ungruselig und unüberraschend, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Passengers (DVD)
Claire (Anne Hathaway) ist eine junge und recht unerfahrene Psychologin. Als man ihr eine Gruppe von Überlebenden eines Flugzeugabsturzes zur Therapie anvertraut, erhält sie die große Chance sich beruflich zu bewähren. Einer der Überlebenden, Eric (Patrick Wilson), hat es Claire angetan und die beiden kommen sich näher als es Claire in ihrer Therapeutenfunktion gestattet ist. Außerdem scheint die Fluggesellschaft etwas vertuschen zu wollen und das allmähliche Verschwinden ihrer Patienten ist auch nicht gerade dazu angetan ihr den Job zu erleichtern.

Meine Meinung:
Das grenzt schon an eine Blamage, wenn ein Regisseur einen filmischen Aufguss von Sixth Sense versucht und sich dabei schamlos aus der Klamottenkiste aller großen Mysterythriller bedient, aber dennoch kein bisschen Schmiss in seinen Film hineinbringt. Ich rede von Rodrigo Garcias "Passengers". Hier findet man allerlei Vertrautes aus dem Mystery Genre wieder nur nicht den Thrill und die Raffinesse der Originale. Und selbst wenn man die diversen Logiklöcher im Plot großzügig übersieht (ist ja immerhin Mystery) bricht die Begeisterung über das Aufgebot von erstklassigen Hauptdarstellern wie Anna Hathaway (Brokeback Mountain) und Patrick Wilson (Watchmen) spätestens zusammen, wenn das Drehbuch die beiden allzu vorhersehbar und unglaubwürdig agieren lässt.

Eine bewegendes Liebesdrama gekoppelt mit einem spannenden Mysterythriller (mit ein paar klitzekleinen SPOILERN):
Das hätte es sein können, wenn man der Lovestory nicht jede Eindringlichkeit und Emotion genommen hätte und dem Thriller nicht jede Spannung.
Claires unprofessionelles Auftreten nervt auch. Besonders wenn sie mit großen verängstigten Augen orientierungslos von einem Patienten zum nächsten stolpert und absolut dämliche Pseudo-Psychologen-Fragen in die Runde stellt, dann wirkt das einfach nur lächerlich und nicht unheimlich. Da hätte sie sich doch besser eine Scheibe vom souveränen Sixth-Sense-Pendant Psychologen Dr. Malcom abschneiden sollen.
Warum das Liebespaar nach halbherzigen Geplänkel dann doch plötzlich im Bett miteinander endet, war mir auch nicht ganz klar und hat mich - was noch viel schlimmer ist - auch kein bisschen berührt. Ich habe sogar die "große Liebesszene" im Schnellvorlauf angeschaut, weil sie an dieser Stelle nur störte und den Mystery-Anteil unangenehm dominierte.
Ich hoffte zu diesem Zeitpunkt immer noch, dass die große magengrubenbelastende Schauder demnächst doch einsetzen müsste. Anhaltspunkte für wachsende Spannung und seltsame Rätsel gab es ja immerhin. Aber leider glänzte auch die Mystery Geschichte konsequent mit Einfallslosigkeit und Vorhersehbarkeit. Und auch wenn am Ende die meisten Logiklücken mit einem Turbo-Bumm gefüllt werden (vorausgesetzt man kennt The Sixth Sense nicht, ansonsten ist der Turbo-Bumm nur ein abgesoffenes Gurgeln ;-)), und auch wenn die letzten 10 Minuten dann doch noch etwas spannender und gruseliger werden, für die vorangegangen 80 Minuten Langeweile und Plagiat können sie doch nicht mehr entschädigen.

Ergo:
Ein unterdurchschnittlicher Film, der nur wenige echte Höhepunkte hat. Vielleicht sollte dies ja die Teenie-Ausführung von The Sixth Sense werden, aber auch Teenies sind nicht so anspruchslos und werden wohl die diversen Originale diesem langweiligen Sammelsurium an Anleihen vorziehen.

DVD im Amaray Case:
Laufzeit Hauptfilm 89 Minuten, Laufzeit Bonusmaterial ca. 76 Minuten
Bildforma: 16:9 (1.78:1) anamorph, Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1, Untertitel : Deutsch,
Ausstattung: Kapitel, Animiertes Menü, Menü mit Soundeffekten, Interviews Cast, Interviews Crew, B-Roll, Roll Flugzeug


Passage
Passage
von Connie Willis
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Durchgang in eine andere Dimension, nur in welche?, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Passage (Taschenbuch)
Nur so als Vorbemerkung:
Über Connie Willis lasse ich nichts kommen. Ihr Stil ist genau mein Ding, schrille "Madcap-Comedy" mit exzentrischen Figuren, gepaart mit viel Herzenswärme, echter Tragik, großartigen Helden und pathetischen Wendungen. So mag ich's und so fesselt's mich. Nachdem mich Connies "Doomsday Book" pestialisch von den Füßen gefegt hat, hat die Frau bei mir zum Dank dafür mindestens zwei vergurkte Romane gut.

Nein, um Himmels Willen! Ich will damit nicht sagen, dass die "Passage" vergurkt sei. Hätte irgendein anderer den Roman geschrieben, würde ich in 5-sternige Lobeshymnen ausbrechen und über die Sprache und den Einfallsreichtum und die schrägen Charaktere nur so schwadronieren aber - wie soll ich sagen? - für einen echten Willis ist mir das Buch einen Tick zu ausufernd und einen Tacken zu langweilig.
Zum Glück hat Connie Willis eine schwungvolle Schreibe, die mich trotz mancher einschläfernder oder überflüssiger Sequenz wach halten konnte. Dennoch schlich sich gelegentlich beim Lesen der böse Gedanke aus dem woodstockschen Unterbewusstsein hervor und stellte die freche Frage, ob wohl je ein Lektor das Manuskript vor seiner Veröffentlichung gelesen hat.

Nun aber genug gemeckert, denn beim Beenden des Romans war ich mit allen Längen und Wiederholungen längst versöhnt, schließlich habe ich summa summarum eine Wahnsinns-Geschichte mit einem außerordentlichen Ende goutiert.

Und die Geschichte geht so:
Die Psychologin Joanna Lander forscht auf dem Gebiet der Nahtoderfahrungen. Sie arbeitet in einem Krankenhaus, das nicht nur einen seltsamen Grundriss zu haben scheint und unter undurchsichtigen Sanierungsmaßnahmen leidet sondern auch eine Phantomkantine besitzt. Dort befragt Joanna Patienten, die reanimiert wurden über ihre Erlebnisse nach dem Tod. Die Fragen, die Joanna wissenschaftlich klären will: Wo waren diese Menschen? Gibt es psychische, organische oder gar chemische Ursachen für Nahtoderfahrungen. Und wenn ja, kann man die Erkenntnis wissenschaftlich nutzen? Oder wartet da am Ende des Tunnels tatsächlich ein Engel des Herrn, der alle Sterbenden mit Liebe umfängt, so wie es der Bestsellerautor Mandrake behauptet? Mandrake betreibt die Recherchen für seine zweifelhaften Eso-Bücher im gleichen Hospital wie Joanna, aber seine Methoden sind alles andere als seriös. Er beeinflusst Joannas Patienten und nebenbei versucht er Joanna für seine Sache zu instrumentalisieren. Kein Wunder also, dass die Ärmste ständig auf der Flucht vor diesem Mann ist. DAS ist übrigens ein Dauer-Running-Gag in jedem Connie Willis Roman und kann auf Dauer auch ganz schön nerven.
Anders sieht es da mit dem attraktiven aber auch etwas verbohrten Neurologen Dr. Wright aus. Der plant eine Testreihe bei der er seinen Versuchspersonen eine chemische Substanz injiziert, die Nahtoderlebnisse auslöst. Als ihm die Freiwilligen ausgehen, stellt sich Joanna selbst als Versuchskaninchen zur Verfügung und erlebt Uuuuuunglaubliches.

Das Buch kommt nur sehr langsam in Fahrt. Da wird detailliert das Klinikpersonal eingeführt, wichtige und unwichtige Patienten, Mütter, Ärzte, Versuchspersonen und entfernte Bekannte aller Art charakterisiert, und neben dem Hauptthema "Nahtoderfahrung", das zwischen Esotherik und ernst zu nehmender Wissenschaft austariert wird, zieht die Autorin auch noch ein paar Nebenhandlungsstränge durch die Geschichte, die sie hie und da einflicht oder auch offen lässt. Und Connie Willis wäre nicht Connie Willis, wenn sie sich bei ihren Recherchen nicht in mindestens einem Spezialgebiet so gründlich vergraben hätte, dass jeder Buchstabe, den sie darüber verliert absolut unanfechtbar da steht. In Falle der Passage sind es Katastrophen jeder Art. Die kleine schwerkranke Herzpatientin Maisie (mit mehreren Nahtoderfahrungen) ist die absolute Katastrophenkoryphäe und dank ihr, erhält man als Leser mal ganz nebenbei einen faszinierenden Überblick über die großen Katastrophen der Neuzeit. Naturkatastrophen ebenso wie technische Unglücke, Großbrände, Zugunglücke, Zeppelin- und Flugzeugabstürze und natürlich Schiffsuntergänge, ja, auch den der Titanic - gerade den!

Aber bis man zusammen mit der Titanic untergeht, hat man den etwas mühseligen Einstieg und die diversen unnötigen Schlenker längst vergessen und sich von den packenden Wendungen und tragischen Entwicklungen der Geschichte überraschen und mitreißen lassen ;o)
Aber was red' ich lange? Einfach selbst lesen! You wouldn't regret it.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2009 10:09 PM CET


Miss Pettigrews großer Tag
Miss Pettigrews großer Tag
DVD ~ Amy Adams
Preis: EUR 10,49

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahre Schönheit kommt von innen, 3. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Miss Pettigrews großer Tag (DVD)
Meiomei, ist diese Miss Pettigrew eine sauertöpfische Schreckschraube - auf den ersten Blick!
Es ist die Zeit kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und Miss Guinevere Pettigrew (Frances Mc Dormand) hat nicht zum ersten Mal ihre Anstellung als Gouvernante verloren. Angeblich waren ihr die Sitten in der Familie nicht schicklich genug, immerhin ist sie eine Pfarrerstochter, wenn auch keine taufrische mehr. Tatsache aber ist, dass selbst die Arbeitsvermittlung bei der eigenwilligen Miss Pettigrew nicht mehr weiter weiß, und so endet sie auf der Bahnhofsbank und in der Suppenküche für Obdachlose. In ihrer Not erschwindelt sie sich eine Anstellung als Privatsekretärin bei dem quirligen aber arg naiven Bühnenstarlet Delysia Lafosse (Amy Adams) und landet zu ihrer Bestürzung in der reinsten Lasterhöhle, denn Delysia hat just in dem Moment wo Miss Pettigrew vor ihrer Tür steht schwerwiegende Probleme mit ihren diversen Liebhabern.
Da aber erweist sich die resolute Pfarrerstochter als wahrer Segen, und binnen 24 Stunden bringt sie gleich mehrere entgleiste Leben wieder in Ordnung. Nur mit ihrem eigenen hapert es noch etwas, denn Miss Pettigrew ist nun mal Miss Pettigrew, bodenständig und rechtschaffen und in Wahrheit wunderschön!

DER Geheimtip!
Groovy Swing-Musik (Miss Pettigrews Grosser Tag (O), pfiffige und rasante Dialoge, eine amüsante und warmherzige Geschichte, herzerfrischende Charakterzeichnungen, bestens aufgelegte Top-Darsteller - Ciarán Hinds als Dessous-Designer Bloomfield als extra Schmankerl - und erfreulich detailgetreue Ausstattung der Kulissen (tolle Luxuswohnung, Nachtclub, Autos) und Kostüme.

Miss Pettrigrews Wahnsinns-Tag ist eine märchenhafte Screwball Komödie von Bharat Nalluri mit umwerfend viel Charme, Liebe und Esprit - und (schlagt mich nicht) einer satten Portion vom Stile des guten alten Billy Wilder.
Ein Tag den man sich anschauen sollte.

DVD:
Laufzeit: 88 Minuten, Bildformat:2,35:1 (anamorph), Tonsystem:Dolby Digital, Sprachen:Deutsch (5.1), Englisch (5.1) Ein Genuss im OTon!, Untertitel: Englisch,
Extras, Achtung, wirklich sehenswert:
Zusätzliche und entfallene Szenen; Featurettes: "A Long Way To Hollywood", "Making An Unforgettable Day"; Interviews mit den Darstellern; Audiokommentar von Regisseur Bharat Nalluri; B-Roll
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2009 9:47 PM CET


The Bronte Project
The Bronte Project
von Jennifer Vandever
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chick Lit mit Niveau, oder Liebeskummer à la Bronte, 28. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: The Bronte Project (Taschenbuch)
"And what about that pansy Orwell, weeping into his shirtsleeves about shooting an elephant... Emily Bronte could kick Geroge Orwells ass any day of the week."

Das konstatiert die Heldin Sara Frost während sie alle Höhen und Tiefen eines voll ausgewachsenen Liebeskummers durchleidet. Ihr Verlobter hat sie - angeblich für ein Jahr - verlassen um sich in Frankreich (genauer gesagt bei den Französinnen) selbst zu verwirklichen. Ihr tröges Forschungsprojekt über die verloren gegangenen Briefe von Charlotte Bronte, steckt in einer Sackgasse und die publicitygeile Egomanin Claire Vigee wirbelt den jämmerlichen Rest von Saras Leben auch noch mitleidlos durcheinander.
Als das Trennungsjahr vorüber ist, kennt man als Leser allerlei hochinteressante Details über die Bronte Familie, hat die herrlichsten Narrheiten von Liebeskranken noch einmal hautnah durchlebt, viel geschmunzelt, oft gelacht und sich ganz gewiss mehr als einmal mit der Heldin und ihrem Alltag im wirren Männer-, Universitäts- und Hollywooddschungel identifiziert.
Und natürlich ist Sara nach diesem Trennungsjahr nicht mehr Dieselbe ;-).

Jennifer Vandevers Geschichte greift neben der oberflächlichen Liebes- und Leidensgeschichte der schüchternen Sara auch noch einige andere, ernsthaftere Themen auf und bringt sie satirisch, scharfsichtig und pointiert zu Papier.

Da muss das vergleichsweise langweilige Leben der Brontes für einen Hollywood-Film erst mal biographisch aufgemotzt werden, und da kommen einem beim Lesen gleich mehrere verkorkste Hollywoodmachwerke in den Sinn, die nur allzu treffend karikiert werden. Da ist die Prinzessin-Diana-Expertin und Professorin, intellektuell zwar überfordert, aber dank ihrer PR erhält sie dennoch die begehrtesten Forschungsmittel.

Ja, die Brontes haben Saras Leben ruiniert, nachdem sie im Alter von 9 Jahren von Wuthering Heights gewissermaßen umgehauen wurde. Auch die professionelle Hilfe ihrer überbesorgten Therapeuten-Eltern konnte da nichts mehr retten:
"Now, how could Cathy and Heathcliff resolve this problem by communicating their feelings before it leads to a fatality?... How could you change that: Could Heathcliff have worn a warmer coat? How about Cathy paying more attention to her health?"
Nein, nichts da! Sara ist seither besessen von der Bronte-Romantik und ihr Verlobter Paul ist nicht ohne Grund ein Abbild von Heathcliff, äh Sir Laurence Olivier. Bis Sara sich aber Charlotte Brontes pragmatische Sichtweise über die Liebe zu Eigen macht - "As to intense passion, I am convinced, that it is no desirable feeling." - geht eben ein ganzes kurzweiliges und geistreiches Buch ins Land.

Viel Spaß dabei.


Projekt Bronte
Projekt Bronte
von Jennifer Vandever
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Chick Lit mit Niveau, oder Liebeskummer à la Bronte, 28. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Projekt Bronte (Taschenbuch)
"And what about that pansy Orwell, weeping into his shirtsleeves about shooting an elephant... Emily Bronte could kick Geroge Orwells ass any day of the week."

Das konstatiert die Heldin Sara Frost während sie alle Höhen und Tiefen eines voll ausgewachsenen Liebeskummers durchleidet. Ihr Verlobter hat sie - angeblich für ein Jahr - verlassen um sich in Frankreich (genauer gesagt bei den Französinnen) selbst zu verwirklichen. Ihr tröges Forschungsprojekt über die verloren gegangenen Briefe von Charlotte Bronte, steckt in einer Sackgasse und die publicitygeile Egomanin Claire Vigee wirbelt den jämmerlichen Rest von Saras Leben auch noch mitleidlos durcheinander.
Als das Trennungsjahr vorüber ist, kennt man als Leser allerlei hochinteressante Details über die Bronte Familie, hat die herrlichsten Narrheiten von Liebeskranken noch einmal hautnah durchlebt, viel geschmunzelt, oft gelacht und sich ganz gewiss mehr als einmal mit der Heldin und ihrem Alltag im wirren Männer-, Universitäts- und Hollywooddschungel identifiziert.
Und natürlich ist Sara nach diesem Trennungsjahr nicht mehr Dieselbe ;-).

Jennifer Vandevers Geschichte greift neben der oberflächlichen Liebes- und Leidensgeschichte der schüchternen Sara auch noch einige andere, ernsthaftere Themen auf und bringt sie satirisch, scharfsichtig und pointiert zu Papier.

Da muss das vergleichsweise langweilige Leben der Brontes für einen Hollywood-Film erst mal biographisch aufgemotzt werden, und da kommen einem beim Lesen gleich mehrere verkorkste Hollywoodmachwerke in den Sinn, die nur allzu treffend karikiert werden. Da ist die Prinzessin-Diana-Expertin und Professorin, intellektuell zwar überfordert, aber dank ihrer Sex-Sells-PR erhält sie dennoch die begehrtesten Forschungsmittel.

Eigentlich waren es ja die Brontes, die Saras Leben ruiniert haben, nachdem sie im Alter von 9 Jahren von Wuthering Heights gewissermaßen umgehauen wurde. Auch die professionelle Hilfe ihrer überbesorgten Therapeuten-Eltern konnte da nichts mehr retten:
"Now, how could Cathy and Heathcliff resolve this problem by communicating their feelings before it leads to a fatality?... How could you change that: Could Heathcliff have worn a warmer coat? How about Cathy paying more attention to her health?"
Nein, nichts da! Sara ist seither besessen von der Bronte-Romantik, und ihr Verlobter Paul ist nicht ohne Grund ein Abbild von Heathcliff, äh Sir Laurence Olivier. Bis Sara sich aber Charlotte Brontes pragmatische Sichtweise über die Liebe zu eigen macht - "As to intense passion, I am convinced, that it is no desirable feeling." - geht eben ein ganzes kurzweiliges und geistreiches Buch ins Land.

Viel Spaß dabei.


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