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Rezensionen verfasst von
H. W. "Sunny Mars" (München)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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LG 55LB620V 139 cm (55 Zoll) Cinema 3D LED-Backlight-Fernseher, EEK A+ (Full HD, 100Hz MCI, DVB-T/C/S, CI+) schwarz
LG 55LB620V 139 cm (55 Zoll) Cinema 3D LED-Backlight-Fernseher, EEK A+ (Full HD, 100Hz MCI, DVB-T/C/S, CI+) schwarz
Preis: EUR 649,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes Gerät mit Schwächen - es überrascht trotzdem positiv, 29. November 2014
>>> ANLASS DES KAUFS <<<
Bisher war in unserem Haushalt ein 50 Zoll-Plasmagerät im Einsatz. Dieser Fernseher überzeugte mit einem für seine Preisklasse überdurchschnittlichen Bild. Seine Nachteile:
Die anfangs sehr gute Schwarzdarstellung hat im Laufe der Jahre an Qualität eingebüßt. Zudem ist er nicht 3D-fähig. Dieser Nachteil wog in den letzten Jahren immer stärker, da im Laufe der Zeit eine beträchtliche Anzahl interessanter 3D-Filme oder –Dokumentationen veröffentlicht wurde. Ein weiterer Nachteil der Plasmas ist deren, im Vergleich zu anderen Displaytechnologien, deutlich höherer Stromverbrauch.

>>> AUSWAHL DES GEEIGNETEN GERÄTS <<<
Nachdem im Laufe der Jahre zwei sehr teure Fernseher nach recht überschaubarer Betriebszeit ihren Dienst quittiert hatten, steht für mich seitdem fest, dass ich beim Kauf mein Augenmerk auf untere Preisklassen und Schnäppchen lege. Aufgrund dieser Kaufpräferenz nehme ich bewusst Einschränkungen in Qualität und Ausstattung in Kauf.
Herkömmliches TV-Programm findet bei uns selten statt.. Auf Privatsender stoßen wir höchstens beim Zappen, sehr selten bleiben wir dort hängen. Sky ist abonniert und liefert den Großteil des Fernsehprogramms, das wir anschauen. Hinzu kommen Filme von Blu-Ray oder HD-DVD oder Material von VoD-Portalen. Ebenso ist eine Spielekonsole vorhanden.
Da die Plasma-Technologie ihre besten Zeiten hinter sich hat, entschloss ich mich nun für den Kauf eines LCD/LED-Gerätes. Aufgrund der Plasma-Bildqualitätsvorteile war dies kein leichter Entschluss.
Für mich absolut verzichtbar war ein internetfähiger SMART-TV. Diese Funktionen übernehmen Zuhause die ins Heimnetzwerk integrierte Spielkonsole und das AMAZON Fire TV.
Ebenfalls noch verzichtbar waren zum aktuellen Zeitpunkt UHD-Geräte. Es ist derzeit kaum entsprechendes Material vorhanden, und sehr gute Geräte sind noch in einer Preisregion angesiedelt, die ich, wie eingangs erwähnt, beim Fernseherkauf bewusst ausschließe.
Ebenso nebensächlich war für mich die Frage nach der Anzahl von HDMI-Anschlüssen > 1. (Infos dazu unter ANSCHLUSS UND INBETRIEBNAHME)
Aufgrund unserer Sehgewohnheiten und der technischen Rahmenbedingungen entschieden wir uns zum Kauf des LG 55LB620, der im stationären Handel zu einem Preis deutlich unter 600,- EUR angeboten wurde.

>>> ANSCHLUSS UND INBETRIEBNAHME <<<
In meiner heimischen Anlage dient ein DENON-Receiver als Schaltzentrale für die angeschlossenen Komponenten (Blu-Ray- und HD-DVD-Player, Spielekonsole, Sky-Receiver, AMAZON Fire TV). Vom DENON-Receiver führt 1 HDMI-Kabel zum Fernseher. Soll heißen: Altes Gerät abgebaut, neues Gerät aufgebaut (inkl. Montage der Standfüße), HDMI-Verbindung zum DENON-Receiver hergestellt, TV ans Stromnetz angeschlossen = fertig!
Einen Sendersuchlauf musste ich nicht durchführen, da ich das Fernsehprogramm über den Sky-Receiver empfange und dieser bereits eingerichtet war.
Nach ca. 5 Minuten war alles angeschraubt und aufgestellt und angeschlossen
Ein wenig aufwändiger gestaltete sich die Bildkalibrierung. Da ich ein Bilderlebnis erreichen wollte, das dem eines Plasmas zumindest ein wenig ähneln würde, musste ich die Werkseinstellung zahlreicher Bildparameter verändern. Weg vom in meinen Augen “knalligen“ LCD-Bild, hin zu einem Bild, das möglichst natürlich wirken sollte. Nach einigen Stunden des Recherchierens und Justierens habe ich ein Ergebnis erreicht, mit dem ich recht gut leben kann.

>>> BILDQUALITÄT <<<
ALLGEMEIN:
Der erste Eindruck: Ein günstiger LCD-TV ist einem entsprechenden Plasma-Gegenstück deutlich unterlegen. Mein Plasma überzeugte z.B. mit einer gleichmäßigen Displayausleuchtung, guten Kontrast- und Schwarzwerten, sowie einer sehr natürlichen Bilddarstellung. Der LG 55 LB620 wird in manchen Disziplinen meinem alten Gerät immer unterlegen sein, in anderen konnte ich ihm ein wenig auf die Sprünge helfen.

Problem: Clouding und insbesondere dunkle Bereiche in den Ecken des Bildes
Dies kannte ich von meinem alten Plasma nicht. Es tritt auf und ist vor allem auf einfarbigen Flächen wahrnehmbar. In der Praxis tritt dieser Zustand jedoch kaum auf. Das Clouding fällt z.B. bei zugespieltem Material beim Sprung vom Discmenü zum Hauptfilm auf. In den wenigen Sekunden vor Beginn des Hauptfilms ist das Display nicht ganz schwarz und das Clouding ist deutlich wahrnehmbar.
Im bewegten Fernsehbild ist das Clouding von mir nicht wahrnehmbar und bei Filmbildern, die breiter sind als das 16:9-Format, liegen dunkle Stellen in den Displayecken im Bereich der schwarzen Balken… und das stört mich nun wirklich nicht ;-)

Problem: Banding
Wieder ein für mich neues Problem. Auch dies existiert beim 55LB620V. Es hält sich für mein Empfinden jedoch so weit im Rahmen, dass es nicht wirklich stört.
Problem: LCD-Charakter vs. Plasma-Charakter
Ich war als langjähriger Plasma-Besitzer zunächst schockiert über das für mein Empfinden unnatürliche Bild, das der LB620V ab Werk produzierte. Hier habe ich, wie bereits erwähnt, viel Zeit damit verbracht, um die Bildwerte im Detail zu justieren. Das LG-Menü bietet dafür zahlreiche Optionen. Ich glaube, ich habe nahezu jede davon auch zumindest einmal angefasst. Nach mehreren Stunden der Feinjustage habe ich nun aber tatsächlich Bildwerte festgelegt, die meinem persönlichen Geschmack sehr entsprechen. Es wird nie ein Plasma-Bild sein aber ich kann mit dem Ergebnis sehr gut leben.

BILDQUALITÄT BLU-RAY (2D und 3D):
Ich muss gestehen, dass ich diesbezüglich geplättet bin: Sehr scharf inkl. sehr guter Farb-, Kontrast- UND SCHWARZwerte. Besonders das Schwarz wird weit besser dargestellt, als ich vermutet hätte. Getestet habe ich dies mit der 2D- und 3D-Blu-Ray von PROMETHEUS (das Bild des Films ist aus meiner Sicht grundsätzlich referenzwürdig). Solch schwarze Weltallszenen hätte ich bei einem LCD dieser Preisklasse nicht erwartet. Das passive 3D-Bild begeistert richtiggehend.

BILDQUALITÄT TV-Programm SD und HD:
SD = SD eben. Es reißt mich nicht zu Begeisterungsstürmen hin, da bei uns jedoch nur selten SD-Material läuft, ist dies vernachlässigbar. Das HD-Material wird mit allen weiter oben beschriebenen Problemen wiedergegeben. Ein aus meiner Sicht gutes HD-Bild, das jedoch sicher von Geräten höherer Preisklassen übertroffen wird.

>>> SOUNDQUALITÄT <<<
Nicht beurteilbar, da der Fernseher Bestandteil einer 7.1-Heimkinoanlage ist und der Sound darüber ausgegeben wird.

>>> SONSTIGES <<<
Im Zusammenspiel mit einer Spielkonsole ist kein "input lag" feststellbar. Der LG eignet sich also problemlos für einen entsprechenden Rinsatz

>>> FAZIT <<<
Ich muss bei der Bildqualität gegenüber meinem alten Plasma in mehreren Bereichen Abstriche hinnehmen. Vor allem dem sehr natürlichen und sehr sauberen Plasma-Look werde ich sicher lange nachtrauern. Hinzu kommen LCD/LED-Typische Probleme wie Clouding oder Banding, die ich so bisher nicht kannte. Sie halten sich bei meinem Gerät jedoch in akzeptablen Grenzen bzw. sind im Paxisbetrieb nicht oder kaum feststellbar
Andererseits punktet der LG 55 LB620V jedoch in Bereichen, die mich überraschen: Die Schärfe ist knackig, das Schwarz ist schwärzer als erhofft, die 3D-Darstellung überzeugt voll und ganz.
Überragende Bilder oder gar Referenzbilder produziert der LG 55 LB620V sicher nicht. Für die Masse der Käufer sollte die gebotene Qualität jedoch absolut ausreichend sein. Das Gerät ist ein ganz heißer Preis-/ Leistungstipp.


Her [Blu-ray]
Her [Blu-ray]
DVD ~ Joaquin Phoenix
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe in der digitalen Welt 3.0, 15. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Her [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Wer Spike Jonzes Filme (z.B. ADAPTION oder BEING JOHN MALKOVICH) kennt und weiß, wie sehr sie polarisieren, wird um HER entweder einen großen Bogen machen oder voller Vorfreude auf ein neues Jonze-Werk "abseits der Spur" sein. Ich gehörte zu letzterer Gruppe, zögerte jedoch lange, mir den Film aufgrund der erzählten Geschichte - Mensch verliebt sich in eine Computerstimme - anzuschauen. Mittlerweile weiß ich: Die Skepsis war unbegründet...

Die vielleicht klügste Drehbuchentscheidung war es, HER in einer (vermutlich?) nahen Zukunft anzuisiedeln. Diese ist nahe und vertraut genug, um sich mit den täglichen Sorgen und Nöten der handelnden Personen identifizieren zu können; und ausreichend weit entfernt, um die Leistungsfähigkeit der gezeigten IT-Technologie und der mit ihr verbundenen Gadgets zumindest glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Und so entwickelt sich inmitten einer vollkommen vernetzten Welt, in der sich die "Intelligenz" von Software bzw. Betriebssystemen mindestens auf der Ebene der menschlichen Akteure befindet, eine ungewöhnliche Love-Story zwischen Mr. Durchschnittsbürger und Mrs. Betriebssystem.
Wer an dieser Stelle aussteigt, weil er sagt, das erschent ihm zu durchgeknallt, verpasst zweifellos eines der intelligentesten und melancholischsten Sci-Fi-Satire-Liebesdramen, die je gedreht wurden. Wobei mir beim Schreiben dieser Zeilen auffällt, dass ein solches Filmgenre sehr wahrscheinlich nicht existiert und der Film alleine schon dadurch einzigartig ist.

Die für mich größte Überraschung waren die starken Emotionen, die HER in mir ausgelöst hat. Spike Jonze gelingt mit Hilfe des grandiosen Drehbuchs, einer gelungenen Bildsprache, einem wunderschönen Soundtrack und einem hervorragend aufspielenden Hauptdarsteller tatsächlich, den Zuschauer mehr als nur zu berühren. Joaquin Phoenix trägt den Film quasi alleine und liefert gleichzeitig seine vermutlich reifste Leistung ab.
Beschäftigt damit, die starken Emotionen zu verarbeiten und die intelligente Inszenierung zu genießen, merkt der Zuschauer erst im Verlaufe des Films, dass die erzählte Geschichte lediglich als Mittel dafür dient, wirklich grundlegende Fragen zur menschlichen Existenz aufzuwerfen.
Meine Freundin und ich saßen gebannt vor dem Fernseher, litten mit dem durch und durch sympathischen Theodore (Joaquin Phoenix), lachten mit ihm und hofften inständig, dass er die große Liebe finden würde. Und so saßen meine Freundin und ich am Ende des Films, beinahe sprachlos und mit mehr als nur feuchten Augen, vor dem Abspann und sagten beide quasi zeitgleich: "Wow, gaaanz großes Kino!".

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf einem 50 Zoll Plasma-Display)
Die Bilder sind zumeist mit einem reduzierten Kontrast aufgenommen. Nach meinen Informationen ist dies ein bewusst gewähltes Stilmittel des Regisseurs, um die Stimmung des Films zu unterstreichen. Abgesehen davon ist das Bild schlichtweg hervorragend, besonders die Detailschärfe weiß zu überzeugen.

TON (gehört auf einer 7.1-Anlage)
In Gedächtnis blieb mir vor allem der sehr präsente Soundtrack. Ansonsten gilt: HER ist ein Dialogfilm, bei dem keine Soundgewitter zu erwarten sind. Eine Bewertung ist daher kaum möglich. Da mich der Film jedoch emotional stark ergriffen hat und auch der Soundtrack einen beträchtlichen Teil dazu beigetragen hat, würde ich sagen: Alles richtig gemacht! ;-)

EXTRAS
Kleinere "Hinter den Kulissen"-Ausschnitte, Interviews -> nichts, was mich besonders begeistert hätte.

>>> FAZIT <<<
HER ist einer jener kleinen Filme, die ein größeres Publikum verdient hätten. Er spielt perfekt auf der Klaviatur aller menschlicher Emotionen und vollbringt das Kunststück, eine eigentlich skurrile Liebesgeschichte zwischen Mensch und Betriebssystem nicht nur glaubwürdig, sondern auch ergreifend und zutiefst menschlich darzustellen. Das ist tatsächlich gaaanz großes Kino!


Forever (Deluxe 2CD)
Forever (Deluxe 2CD)
Preis: EUR 17,99

75 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Queen-Resteverwertung im 21. Jahrhundert - für Unverbesserliche und Neugierige, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Forever (Deluxe 2CD) (Audio CD)
Meine Merkmale:
- QUEEN-Fan seit frühester Jugend
- Ich besitze jedes Album und unzählige Singles (mehrere davon in verschiedenen Veröffentlichungen)
- Ich hatte auch das Glück, die Band auf der "The Works"-Tour vor einer halben Ewigkeit live erleben zu dürfen.

Zu den Alben, die ich besitze, gehören mir als unverbesserlichem Fan und Sammler auch mehrere Greatest Hits-Alben. Nun erschien also mit QUEEN FOREVER wieder eine Sammlung alter und noch älterer Titel. Gebraucht hätte ich diese Veröffentlichung daher sicher nicht. Ich war jedoch neugierig auf die drei mehr oder weniger neuen Titel.

Der mir einzig wirklich unbekannte Titel ist jedoch LET ME IN YOUR HEART AGAIN, der im Rahmen der Studiosessions für das THE WORKS-Album aufgenommen wurde und anschließend in der Versenkung verschwunden ist. Wäre es dabei geblieben - ich wäre nicht unglücklich gewesen. Die Komposition bzw. die Songstruktur wirkt sehr willkürlich und begeistert mich in keinster Weise.
Mit der LOVE KILLS-Ballade, die von Freddie Mercury für Giorgio Moroders sehr spezielle 80er-Jahre-Interpretation des Sci-Fi-Klassikers METROPOLIS aufgenommen wurde, sieht es hingegen überraschend gut aus. Mit angezogener Handbremse, dem typischen QUEEN-Chorgesang und Brian Mays Gitarrenriffs entwickelt das Stück eine Kraft, die Freddie Mercurys Original schlichtweg in den Schatten stellt..
Als dritter "neuer" Titel ist THERE MUST BE MORE TO LIFE THAN THIS enthalten, das 1985 erstmals auf Mercurys Solo-Album MR. BAD GUY zu hören war. Und, ja, hier ist Freddie Mercury tatsächlich erstmals im Duett mit Michael Jackson zu hören. Gefällt der Titel? Nun, ja... wäre ich nicht nur ein unverbesserlicher, sondern auch ein Queen-Fan, der zu keinerlei Kritik fähig ist, würde ich die Frage mit einem klaren "Ja!" beantworten. ;-)

Der Rest des Albums besteht aus Remaster-Versionen mehr oder weniger bekannter Titel. Jeder eingefleischte QUEEN-Fan bekommt ihm bereits bekannte Stücke in aufgewärmter, d.h. remasterter Form geboten.
Wirklich interessant dürfte das Album daher nur für jene potentiellen Käufer sein, die nur die Greatest Hits-Alben besitzen und nun ein wenig tiefer ins QUEEN-Universum hineinschnuppern möchten. So sind auch wunderschöne Stücke wie z.B. LILY OF THE VALLEY, NEVERMORE oder IN THE LAP OF THE GODS enthalten. Diese sind der breiten Masse unbekannt und spiegeln vor allem die frühe QUEEN-Phase wieder.
Andererseits geht so manchem der frühen QUEEN-Songs ein Großteil seiner ursprünglichen Faszination verloren, wenn er aus der Struktur des Albums gerissen wird, zu dem er eigentlich gehört. Dies gilt ganz besonders für die hier enthaltenen Stücke der Alben QUEEN II, A NIGHT AT THE OPERA und A DAY AT THE RACES.

>>> FAZIT (inkl. einer sehr persönlichen / nostalgischen Sichtweise) <<<
Fans, die bereits jedes QUEEN-Album besitzen, kommen mit QUEEN FOREVER kaum auf ihre Kosten. Ob ihnen die drei "neuen" bzw. neu eingespielten Titel den Kauf des Albums wert sind, müssen sie für sich selbst entscheiden. Neugierige Käufer, die QUEEN bisher nur an der Oberfläche kennen, dürften deutlich mehr Freude an dem Album haben.
Ich persönlich finde es schade, wie das QUEEN-Vermächtnis mit aller Macht bis auf den letzten Tropfen ausgequetscht wird. Und sollten die verbliebenen QUEEN-Mitglieder, Brian May und Roger Taylor, weiterhin so geschäftstüchtig bleiben wie derzeit, wird uns in Zukunft sicher noch der ein oder andere "bisher unveröffentlichte Titel" aufgetischt werden. Und sei es nur in der Form, dass weiterhin Titel aus Freddie Mercurys Solo-Schaffen mit May'schen Gitarrenriffs und QUEEN'schen Chorgesängen unterlegt werden, um sie dann nochmals als QUEEN-Songs unters Volk werfen zu können.

Nicht missverstehen: Das Album an sich bietet wirklich außergewöhnlich gute Musik. Ist es deswegen automatisch ein gutes Album? Nein, es ist nur ein Sampler - der bei mir das flaue Gefühl hinterlässt, dass das Plattenlabel in Zusammenarbeit mit dem Duo May/Taylor wieder einmal/noch einmal einen ordentlichen Reibach machen möchte! Und es ist für mich ein Grund mehr, vor John Deacon und seinem konsequenten Rückzug von der Band den Hut zu ziehen.

QUEEN FOREVER? Kann man haben, man kann jedoch auch gut darauf verzichten.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2014 7:43 PM CET


The Evil Within (100 % Uncut) - [Xbox One]
The Evil Within (100 % Uncut) - [Xbox One]
Wird angeboten von Laservideo24-Preise inkl. Mwst
Preis: EUR 53,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trial & Error vs. Atmosphäre & Horror, 28. Oktober 2014
>>> ZUM SPIEL <<<
Nach Alien: Isolation ist THE EVIL WITHIN das zweite Spiel innerhalb kurzer Zeit, das den Geschmack von Freunden klassischer Survival Horror-Kost zufriedenstellen möchte. Entworfen wurde THE EVIL WITHIN von keinem geringerem als Shinji Mikami, der vor einer gefühlten Ewigkeit mit RESIDENT EVIL das Survival Horror-Genre quasi mit begründet hat.
Das kann für THE EVIL WITHIN Gutes bedeuten – muss es jedoch nicht. Denn Herr Mikami hält in dem Spiel ausschließlich an einstmals bewährten Elementen fest, die heute ein wenig angestaubt wirken und einem überragenden Survival-Horrorerlebnis entgegen stehen.

>>> GAMEPLAY <<<
Shinji Mikami schickt den Spieler mit sehr begrenzten Ressourcen auf einen Survival-Trip in der 3rd Person-Perspektive. Einfach in ein Szenario zu stürmen und wird um sich zu ballern, ist daher sowohl dämlich als auch nicht Erfolg versprechend. Der Spieler muss sich daher zunächst mit jeder neuen Umgebung vertraut machen, um entscheiden zu können, wo schleichen und wo das Beseitigen von Gegnern angebracht ist. Mit diesen Elementen erinnert THE EVIL WITHIN sehr an alte RESIDENT EVIL-Teile, insbesondere an das sehr gelungene RE4. Mit diesem Teil verbindet Mikamis neuestes Werk auch einen Großteil des Settings: Verlassene Dörfer, dunkle Katakomben, alte Gemäuer. Bis hierher macht THE EVIL WITHIN eine sehr gute Figur.

LEIDER setzt Mikami jedoch ausschließlich auf Elemente, die RESIDENT EVIL einst erfolgreich gemacht haben – und scheint dabei entweder übersehen oder nicht verstanden zu haben, dass zu einer guten Horror-Atmosphäre erst in zweiter Linie ein hoher Gore-Anteil und viel Blut gehören. Davon hat THE EVIL WITHIN wahrlich eine Menge zu bieten - und berührt mich trotzdem nur wenig.
Seine stärksten Moment hat THE EVIL WITHIN in jenen Momenten, in denen eigentlich nur wenig passiert: Beim Schleichen durch einsame oder dunkle Umgebungen oder auch – manche werden darüber schmunzeln – beim regelmäßigen Besuch in der Klapse, bei dem Charaktereigenschaften verbessert werden können. Eine düstere Umgebung, als Sound alleine das „Tick-Tack“ einer Uhr und eine mysteriöse Krankenschwester reichen aus, um für Spannung und Beklemmung zu sorgen. Leider werden nur wenige dieser überragenden Szenen geboten.

Eine Vielzahl der zu lösenden Aufgaben ist nach dem banalen – und auf Dauer nervenden – Trial & Error-Prinzip gestrickt. Und mit jedem Versuch, einen starken Gegner endlich zu überwinden werde ich als Spieler aus der eigentlich gelungenen Spielatmosphäre gerissen. Das ist für einen Titel, dessen Spielerlebnis weitgehend auf einer gut inszenierten Horroratmosphäre fußt, ein absolutes „No go!“. Mit dieser Art von Spielherausforderungen mögen mehrere RESIDENT EVIL-Teile vor Jahren sehr gut funktioniert haben. Nur hat sich die Art, Geschichten zu erzählen in den letzten Jahren ebenso verändert wie das entsprechende Spieldesign. Beispiele gefällig: DEAD SPACE 1 und der atmosphärische Survival Horror-Überflieger überhaupt: ALIEN ISOLATION. Letzterer hat sogar (endlich!) bewiesen, dass ein sehr gutes Spiel ohne einen einzigen Bosskampf auskommen kann.
Im letzten Kapitel schließlich verlässt THE EVIL WITHIN vollständig den Survival Horror-Pfad. Zahlreiche Gegner müssen ausgeschaltet, Hindernisparcoure müssen überwunden und der unvermeidliche Endboss muss besiegt werden -> Action und Trial & Error so weit das Auge reicht. Das mag den einen gefallen, andere werden enttäuscht sein. Ich gehöre zu letzteren, da ich die japanische Art, Spielherausforderungen zu designen - Gegner -> mehr Gegner -> stärkere und mehr Gegner -> ENDBOSS! - noch nie für sehr originell gehalten habe. In einem Survival Horror-Titel, der Spannung und Atmosphäre erzeugen will, wirken diese Elemente völlig deplatziert.

Sehr ärgerlich: In actionreichen Szenen spielt einem der unglücklich gewählte und nicht veränderbare Bildausschnitt oftmals einen Streich. Die Kamera befindet sich nahe hinter dem Spielcharakter, so dass man in Eifer des Gefechts leicht den Überblick verliert.

>>> GRAFIK & SOUND <<<
- Sehr gute Charakteranimationen
- Hübsche Umgebungsgrafiken mit teilweise matschigen Texturen
- Die Breitbildbalken können nur stören, wenn man auf einem kleinen Display spielt
- Atmosphärischer Sound, jedoch deutlich hinter Referenztiteln zurück

>>> UND SONST? <<<
Meine bisherigen Zeilen mögen sehr hart klingen. Insgesamt habe ich den Titel jedoch gerne gespielt. Er ist kurzweilig, wenn man seine Erwartungen zurückschraubt. Und er wird mit zunehmender Spieldauer inhaltlich immer durchgeknallter. Fragt mich bitte nicht, um was es genau in THE EVIL WITHIN geht - aber ich fand es richtig schön schräg ;-)
Wer das Spiel mag, erhält eine Langzeitmotivation durch weitere, weil schwerere Spielmodi. Diese werden freigeschaltet, wenn man das Spiel einmal absolviert hat.

>>> FAZIT <<<
THE EVIL WITHIN will ein Survival Horror-Erlebnis der Extraklasse bieten und kann diesen Anspruch nicht erfüllen. Das Spiel wirkt über weite Strecken wie eines, dessen Schöpfer irgendwann im Jahr 2005 stehengeblieben ist und dessen überraschend altbackene Umsetzung einem beinahe schon leid tun kann. Altes wird neu aufgewärmt: Setting; Kisten zerschlagen, um Goodies zu erhalten; ein altes Herrenhaus; Gegnerdesign und – verhalten; unzählige kleine und großere Bosse, die im Trial & Error-Verfahren besiegt werden wollen. Alles schon zigmal anderswo gesehen und gespielt – und nicht selten sogar besser.


Alien: Isolation - Ripley Edition - [Xbox One]
Alien: Isolation - Ripley Edition - [Xbox One]
Preis: EUR 50,82

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch eine Granate, spielerisch sehr solide, 21. Oktober 2014
>>> ZUM SPIEL <<<
Wie sehr waren doch die zahlreichen ALIEN-Fans weltweit enttäuscht, als sich im Jahr 2013 das groß angekündigte Aliens: Colonial Marines sowohl spielerisch als auch technisch als gewaltige Mogelpackung entpuppte - und wie groß waren nun entsprechend die Hoffnungen auf ALIEN ISOLATION? Ich für meinen Teil kann sagen: Meine Erwartungen wurden zu 100% erfüllt!

Wer den ersten ALIEN-Film kennt, in dessen Tradition ALIEN ISOLATION steht, der dürfte im Großteil des Spielverlaufs schöne Deja Vu-Erlebnisse haben. So startet das Spiel - nachdem das alte 20th Century Fox-Logo eingeblendet wurde - mit Ellen Ripleys abschließender "... ich bin die einzige Überlebende der Nostromo"-Nachricht aus dem Filmklassiker. Mir als Fan dieses ersten Films jagte das sofort einen leichten Schauer über den Rücken - der im Laufe des Spiels auch nur selten weichen wollte. Denn ALIEN ISOLATION zitiert, obwohl es eine eigenständige Geschichte um Amanda Ripley, Ellens Tochter, erzählt, bei jeder Gelegenheit Ridley Scotts Sci-Fi-Klassiker:
Die Innenausstattung der "Sevastopol" könnte direkt von der Film-"Nostromo" stammen. Die Soundkulisse entstammt ebenso dem Film wie wie Teile von Jerry Goldsmiths Soundtrack. Freunde des Films dürfen sich darüber hinaus auf ein paar begehbare Locations freuen, die sie aus dem Film kennen. Die Geschichte der "Nostromo" wird mehrmals angesprochen und wer eifrig sucht, wird im Spiel mehrere Audiodateien von "Nostromo"-Mitgliedern finden. Zu guter letzt erinnern die teilweise überragenden Licht- und Schatteneffekte doch sehr an die finalen Szenen des ALIEN-Films. Äußerst gelungene Zitate und Querverweise wohin man hört und schaut -> klasse!

Außerdem enthalten sind die beiden, wenn auch sehr kurzen, so doch sehr gelungenen Bonusmissionen "Last Survivor" und "Crew Expendable". Hier besteht die Möglichkeit, Szenen nachzuspielen, die direkt aus dem ALIEN-Film stammen. "Crew Expendable" ist hierbei etwas weiter von der Filmvorlage entfernt als "Last Survivor". Wenn man in letzterem als Ellen Ripley auf der Flucht vor dem Alien durch die Gänge der "Nostromo" schleicht oder hetzt, muss man bei der gebotenen Atmosphäre begeistert sein.

>>> GAMEPLAY <<<
Hier wird der Dramaturgie des Films gekonnt gefolgt. Die Spannung wird langsam aufgebaut und es dauert eine ganze Weile, bis man das Alien zu Gesicht bekommt. Und ab diesem Zeitpunkt ist das Spiel ein Überlebenskampf bzw. Versteckspiel mit begrenzten Ressourcen. In Abhängigkeit des Schwierigkeitsgrdes findet man wenig bis sehr viele Ressourcen. Mit diesen, sowie mit Bauplänen und Werkzeugen kann man dafür sorgen, Amandas Kampfkraft stetig zu steigern. Wer möchte, kann Androiden und menschliche Gegner mit dicken Waffen recht komfortabel bekämpfen. Ich habe das Spiel jedoch weitgehend ohne Einsatz von Waffen und dafür mit einem starken Fokus auf Ablenkungsmanöver gespielt. Das dauert sicher länger, macht aber sehr viel Spaß.

Ich muss ausdrücklich anderen Rezensionen widersprechen, in denen ALIEN ISOLATION als teilweise frustrierend beschrieben wird. Es ist anspruchsvoll, jedoch weit von Frustmomenten entfernt. Und eine deutliche Ansage hinterher: Ein frustrierendes Erlebnis können nur Rezensenten beschreiben, denen es wichtig ist, eine Rezension möglichst frühzeitig einzustellen, ohne das Spiel vorher absolviert zu haben. Oder von Leuten, die ihr Inventar nicht richtig nutzen. Mit Molotow-Cocktails oder einem gefüllten Flammenwerfer im Gepäck lässt sich JEDE unliebsame Begegnung mit dem Alien gesund überstehen. Den Flammenwerfer erhält man jedoch erst nach weit über der Hälfte der Spieldauer...
Ebenso wenig nachvollziehbar sind für mich die geäußerten Kritiken, das Alien wäre viel zu stark. Wie bereits erwähnt, steht das Spiel in der Tradition des Alien-Films von 1979. Wer diesen gesehen hat und die Parallelen zwischen Film und Spiel herzustellen in der Lage ist, dürfte nicht sonderlich überrascht darüber sein, dass die Alienbedrohung den Spieler quasi bis zur letzten Spielsekunde begleiten wird.

>>> GRAFIK <<<
- Charakteranimationen schwanken irgendwo zwischen hervorragend (bei gerenderten Videosequenzen) und sehr durchschnittlich (Animationen direkt im Spiel)
- die sehr gute Umgebungsgrafik beeindruckt insbesondere, wenn die hervorragenden Licht- und Schatteneffekte zum Einsatz kommen

>>> SOUND <<<
Ich kenne kein Sounddesign in einem Spiel, das ähnlich perfekt wäre wie das in ALIEN ISOLATION. Der Soundtrack wird eher spärlich eingesetzt. Wer ihn kennt, wird sich jedoch freuen, wenn er zu hören ist. Selbst Mozarts Stück aus "Eine kleine Nachtmusik" fand seinen Platz im Spiel.
Im Vordergrund steht beinahe durchgehend ein Soundteppich aus Piepen, Rattern, Dampfen, Zischen, Knarzen von Metallstreben, Donnern von Explosionen, dem Ertönen von Warnsignalen oder -sirenen, etc. In Kombination mit der gelungenen Umgebungsgrafik entsteht eine beklemmende und filmreife Atmosphäre wie sie dichter kaum sein kann.
Wichtig für Amandas Überlebenskampf ist die richtige Ortung des Aliens. Dies geschieht oftmals ausschließlich über das Gehör. Auch hier macht das Spiel durch die passenden Geräusche aus verschiedenen Richtungen alles richtig.

>>> KRITISCHE ANMERKUNGEN <<<
In mehreren Reviews war zu lesen, dass sich das Spiel ein wenig in die Länge ziehen würde und dass viele Wege mehrfach zu gehen wären. Meine Meinung dazu: Ja, aber..., denn ich hatte schlichtweg zu viel Spaß an dem Spiel, als dass es mir auch nur eine Sekunde langweilig erschienen wäre. Ich habe die Atmosphäre so sehr genossen, dass ich mir beinahe jeden Winkel der Locations mehrfach angeschaut habe. Ich war quasi auf einem persönlichen, permanenten "Backtracking"-Trip. Außerdem nimmt die "Sevastopol" im Spielverlauf mächtig Schaden, so dass die meisten bereits besuchten Areale bei der Rückkehr dorthin deutlich ramponierter aussehen als beim Erstbesuch. Das unterstützt die perfekte Atmosphäre und trägt zu einem authentischen Handlungsverlauf bei.
Kleinere Logikfehler sind vorhanden: Wieso kann das Alien Schritte hören, nicht jedoch sich öffnende oder schließende Türen? Wieso hört es alle Waffengeräusche, nicht jedoch den Flammenwerfer? Und den Storykern betreffend: Wie kommt es, dass Amanda Ripley 15 Jahre nach den Ereignissen auf der "Nostromo" in ein Alien-Abenteuer geworfen wird, an das sich im Film ALIENS, der 42 Jahre nach dem "Sevastopol"-Abenteuer spielt, niemand erinnert? Dort ist im Extended Cut lediglich die Rede von "war verheiratet" und "ist gestorben am...". Das sieht nach bürgerlichem Leben und Tod aus. Aber das ist alles Erbsenzählerei und Kritik auf hohem Niveau.
Etwas störend ist das sich verändernde Verhalten des Aliens im Laufe des Spiels: Ist es anfangs sehr schwer auszurechnen, so gibt es im späten Spielverlauf viele Orte / Räume, in denen es garantiert Schema-F-artig auftaucht - oder eben nicht. Hier wirken Gegnerverhalten und Spiel unnötig gezwungen bzw. konstruiert - der Feind MUSS schließlich unbedingt noch ein paar Male auftauchen, um den Überlebenskampf nicht zu leicht zu gestalten.

>>> FAZIT <<<
ALIEN ISOLATION raucht die COLONIAL MARINES in der Pfeife! Man hat das Gefühl, dass Fans des ersten ALIEN-Films viel Zeit und Liebe in die Entwicklung von ALIEN ISOLATION gesteckt haben. Dabei nehme ich kleinere Ungereimtheiten gerne in Kauf. So sieht eine atmosphärische Granate aus, so spielt sich eine durchweg spannende Geschichte - UND GENAU SO muss eine Umsetzung einer ALIEN-Lizenz aussehen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2014 12:36 PM CET


Star Trek Into Darkness
Star Trek Into Darkness
Preis: EUR 20,99

1.0 von 5 Sternen Der Umfang ist schlichtweg enttäuschend - aber es gibt inzwischen eine sehr gute Alternative ;-), 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek Into Darkness (Audio CD)
Auch ich gehöre zu den interessierten Hörern, die auf dem Soundtrack zahlreiche Stücke vermissen, die im Film zu hören sind. Und so ging es mir bisher wie einigen anderen Rezensenten: Ich war sowohl von der musikalischen Qualität als auch vom Umfang des Soundtracks sehr enttäuscht. Er wirkte, v.a. wenn man den Film gesehen hat, wie eine Sparausgabe eines weit umfangreicheren Soundtracks.

Als hoffnungsloser Nostalgiker vermisse ich insbesondere den zum Abspann passenden Titel "End Credits". Allen Suchenden und Vermissenden möchte ich sagen: Ihr habt Euch nicht getäuscht! Die hier enthaltenen Titel decken tatsächlich nur einen Bruchteil des gesamten Soundtracks ab. Seit Juli 2014 gibt es eine DELUXE EDITION, die z.B. auf der Homepage eines sehr bekannten Soundtrack-Labels bestellt werden kann. Einfach einmal googlen...

Auf der DELUXE EDITION sind 51 (!) Titel enthalten. Zahlreiche der zusätzlichen Titel sind ausgesprochen gut und heben den Soundtrack auf ein, für mein Empfinden, deutlich höheres Niveau. Und zu guter letzt wird auch allen Nostalgikern wie mir geholfen, denn die "End Credits" sind in voller Länge vorhanden.

Weshalb die DELUXE EDITION bei uns bisher nicht erschienen ist? Keine Ahnung!


Grand Budapest Hotel
Grand Budapest Hotel
DVD ~ Ralph Fiennes
Preis: EUR 14,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent, originell und grandios inszeniert -> eine echte Perle, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Grand Budapest Hotel (DVD)
>>> ZUM FILM <<<
Ich muss gestehen, dass ich von THE GRAND BUDAPEST HOTEL bis vor wenigen Tagen, abgesehen vom Filmtitel und der Tatsache, dass er von der Kritik sehr wohlwollend aufgenommen wurde, keinerlei Informationen hatte. Folglich war der Blu-Ray-Kauf ein echter Blindkauf - den ich in keiner Filmminute bereut habe.

Wes Anderson schuf mit THE GRAND BUDAPEST HOTEL, dessen Geschichte in den 30er Jahren im Südosten Europas in einem fiktiven Land angesiedelt ist, ein kleines Meisterwerk voller (Wort-)Witz, intelligenter Dialoge und Dramatik - eingebettet in oftmals surreal wirkende und teilweise berauschende Bilder. Ebenfalls erwähnt werden muss die grandiose Ausstattung des Films.
In Summe sorgen die gewählten Stilelemente dafür, dass die fiktive Handlung beinahe märchenhaft wirkt.
Für mich das Drebuch-Highlight des Films: Der fiktive Handlungskern ist verknüpft mit deutlichen Anspielungen auf reale Geschichtsereignisse - jedoch ohne korrekten zeitlichen Bezug und ohne die Ereignisse beim richtigen Namen zu nennen. So wird beispielsweise aus der "Spanischen" die "Preußische Grippe" und aus den "SS"-Einheiten des dritten Reichs die "ZZ"-Einheiten, die im GRAND BUDAPEST HOTEL ihr Unwesen treiben.

Mir fällt es spontan schwer, die gesamte die Originalität des Films, die in wirklich JEDER einzelnen Szene vorhanden ist, in Worte zu fassen. Ich weiß daher auch, dass ich mir den Film noch öfter anschauen werde(n muss). Schlicht und ergreifend aus der Vermutung heraus, zahlreiche Feinheiten beim ersten Mal übersehen zu haben.

Dass sich zu guter letzt zahlreiche große Namen des internationalen und deutschen (!) Films im GRAND BUDAPEST HOTEL quasi die Klinke in die Hand geben, erfreut den Kenner. Besonders, wenn es sich um schauspielerische Schwergewichte wie Tilda Swinton, Willem Dafoe, F. Murray Abrahem, Harvey Keitel, Bill Murray oder Edward Norton handelt, die für den Film bereitwillig auch kleinste Nebenrollen angenommen haben. Lediglich Ralph Fiennes, der die zentrale Figuar des Monsieur Guvstave verkörpert, hat mehr als nur wenige Sekunden oder Minuten "screen time".

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf einem 50 Zoll-Plasma)
Das Bild macht einen außerordentlich guten Eindruck. Knackscharf und detailreich und mit sehr guten Farb- und Schwarzwerten präsentiert sich das Bild. Durch die hohe Bildqualität sind jedoch die zahlreichen Mixe aus Realfilm- und Miniaturaufnahmen stets als solche zu identifizieren, Wobei ich jedoch davon augehe, dass es die Absicht des Regisseurs war, diesen Unterschied sichtbar zu machen - dies trägt zu dem surrealen Eindruck bei, von dem ich weiter oben gesprochen habe.
Beachtenswert: Das Bildformat wechselt, in Abhängigkeit der geschilderten Zeitebenen, vom 16:9 ins 4:3-Format und wieder zurück. Alle Szenen, die in den 30ern spielen, sind im 4:3-Format zu sehen, d.h. mit schwrzen Balken links und rechts. Nur die Szenen in den 60ern werden im 16:9-Format präsentiert. Da das Breitwandformat erst 1953 das Licht der Welt erblickte, wird dieses Stilmittel nachvollziehbar und ist nur ein weiteres Detail, mit welchem Wes Anderson das aufmerksame Publikum zu begeistern weiß.

TON (gehört auf eine 7.1-Anlage)
Der deutsche Ton liegt im herkömmlichen DT-Format vor - und macht seine Sache sehr gut! Wer den Film im hochauflösenden DTS HD-MA-Format hören will, muss zur englischen Tonspur greifen.

EXTRAS
Diverse Featurettes, eine Bildergalerie und der Original Kinotrailer sind okay aber bei einem Film dieses Kalibers vermisse ein ausführliches Making-Of und insbesondere einen Regiekommentar.

>>> FAZIT <<<
THE GRAND BUDAPEST HOTEL kam für mich wie ein Film aus dem Nichts und hat eingechlagen wie eine Bombe! Ich wusste während des Films nie so recht, ob ich lachen und mitfiebern oder ob ich mich an all den schrägen Charakteren, Drehbuchideen und Kameraeinstellungen erfreuen soll. Da ich davon ausgehe, dadurch viele Details verpasst zu haben, werde ich den Film sicher noch mehr als 1x gerne wieder anschauen, Da auch die Blu-Ray im Bezug auf Bild und Ton voll überzeugen kann, gibts von mir die volle Wertung und meinen Tipp an Freunde schräger Komödien oder Dramen: UNBEDINGT ANSCHAUEN


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47 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gaming & mehr - so langsam rockt die Konsole ;-), 29. August 2014
Bei uns Zuhause diente bisher die XBox 360 als Medienzentrale, d.h. sie wurde / wird neben Ihrer zentralen Funktion als Spielkonsole auch als Mediaplayer genutzt, der problemlos die Musik- und Videodateien eines ins heimische Netzwerk integrierten NAS abspielt. Darüber hinaus nutzen wir gerne die auf der XBox 360 enthaltenen WATCHEVER- oder SKY GO-Apps, um hin und wieder Filme oder Serien anzuschauen.

Als die XBox One angekündigt wurde, war für mich daher die Aussage, dass das Medienstreaming ab Beginn unterstützt werden würde, ein wichtiges Kaufargument. Da bekannt war, dass das Konkurrenzprodukt aus dem Hause Sony diese Funktion nicht bieten würde, schied dieses für mich von vornherein aus.

Ich besitze seit dem Nobember 2013 die Day One-Edition... habe meinen Rezensionstext jedoch regelmäßig aktualisiert und angepasst.

EINRICHTEN DER KONSOLE:
Konsole mit dem AV-Receiver verkabelt, Anschluss an den Router, ggf. notwendige Systemupdates installiert -> alles war sehr schnell aufgebaut und integriert. Durch die sehr hohe Bandbreite meines Internetanschlusses war die One jedoch nach kurzer Zeit aktualisiert.

VERARBEITUNGSQUALITÄT:
Die Konsole selbst ist hervorragend verarbeitet. Alles wirkt sehr wertig, nichts wackelt oder klappert. Zudem war ich vom recht hohen Gewicht der XBox One überrascht. Der mitgelieferte Controller ist bei mir leider nicht optimal verarbeitet (offenbar kein Massenproblem). An der rechten Gehäuseseite scheint an der Verbindungsstelle des Controllerober- und unterteils ein kleiner Spielraum zu bestehen. Folge: Wenn man den Controller fester anfasst, bewegen sich die Gehäuseteile ein wenig und es knarzt und knackt. Keiner meiner XBox 360-Controller zeigte auch nach Jahren ähnliche Schwächen

GRAFIKQUALITÄT:
Was soll ich sagen? Beeindruckend! Ich will hier keine philosophische Diskussion über mögliche Hardware-Vor- und Nachteile der MICROSOFT- oder SONY-Konsole führen. Doch ich bin ich seit Monaten über die nicht enden wollende Auflösungsdiskussion amüsiert. Aus eigener Erfahrung halte ich den 1080p-Fans gerne entgegen, dass man diesen Unterschied nur auf SEHR GROSSEN Fernsehern wahrnimmt - und auch nur dann, wenn man nicht all zu weit vom Display entfernt sitzt.
Und ganz nebenbei erwähnt: Würde für mich die Grafikqualität über allem stehen, dann hätte ich mich für keine der neuen Konsolen entschieden, sondern meinen PC ein wenig aufgerüstet...
Klasse ist: Das Grafikpotential der XBox One kann heute schon erahnt werden. Ich freue mich auf so manche Spiele, die noch erscheinen werden.

DASHBOARD (Stand 16.10.2014)
Gegenüber dem Dashboard der XBox 360 ist das der XBox One ein deutlicher Rückschritt. Es wirkt auch Monate nach der XBox One-Markteinführung weder intuitiv noch aufgeräumt. Eine klare Struktur ist für mich bei heute nur bedingt erkennbar; so werden z.B. alle installierten Apps willkürlich angeordnet angezeigt.
Immerhin nimmt der Uamfang an interessanten Apps allmählich zu. Von den VoD-Apps war zu Beginn nur LOVEFILM bzw. AMAZON INSTANT PRIME VIDEO enthalten. Jüngst kamen MAXDOME, NETFLIX und endlich auch das von mir favorisierte WATCHEVER hinzu. Vermutlich wird auch SKY GO noch folgen.
Der Wechsel aus einem laufenden Spiel ins Dashboard und andere Apps funktioniert wirklich problemlos und sehr schnell.

XBOX LIVE (Stand 16.10.2014)
Ich habe meine Konsole am 22.11.2013 erhalten und eingerichtet. Seit dieser Zeit und bis heute funktioniert auch XBOX LIVE vollkommen problemlos. Das war zu hoffen aber so nicht unbedingt zu erwarten und bestätigt mich in meinen schon in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen: Dieser Online-Dienst ist deutlich stabiler als der der Konkurrenz. Selbst von der DDoS-Attacke auf Microsoft-Server im August habe ich nichts mitbekommen.

EINSATZ ALS MULTIMEDIAKONSOLE (Stand 16.10.2014)
Voilá - es ist vollbracht! Nach dem heutigen Dashboard-Update besitzt die XBOX ONE Multimediafunktionen, die denen der XBOX 360 in vielen Bereichen ebenbürtig und teilweise sogar überlegen sind. Seit heute ist die XBOX ONE DLNA-fähig, d.h. Musik- oder auch Videodateien können innerhalb des heimischen Netzwerks gestreamt werden. Zur Erinnerung: Über Monate musste sich der entsprechend interessierte User fragen, was an der XBox One denn nun ganz besonders multimedial sein soll - und stand im Regen. Beworben wurde die Konsole entsprechend - nur entsprechend liefern konnte sie nicht.
Für eine deutliche Verbesserung des multimedialen Funktionsumfangs haben außerdem die monatlichen Dashboard-Updates gesorgt:
3D-BluRays können nun abgespielt werden und die meisten VoD-Anbieter sind nun auf der One vertreten. Nicht zu vergessen die TV-Funktionen, die es dem Anwender u.a. ermöglichen, bei angeschlossener Kinect und einem angeschlossenen Satelliten- oder Kabel-Receiver das Fernsehprogramm über die XBox One z.B. per Sprachbefehle zu steuern.

Weitere Funktionen (Stand 16.10.2014)
Zahlreiche, zu Beginn fehlende Funktionen, hat Microsoft inzwischen nachgeliefert: Die Akkuanzeige des Controllers, die Speicherverwaltung der Festplatte, den Anschluss externer Festplatten sowie komfortable Social Media- und Chatfunktionen. Selbst das Dashboard wurde ein klein wenig benutzerfreundlicher gestaltet wurde. Es ist zwar noch von der Qualität des 360er-Dashboards entfernt aber ein erster Schritt ist gemacht.

FAZIT (16.10.2014)
Die XBOX ONE macht inzwischen fast alles richtig. Als Spielkonsole überzeugt sie seit der Markteinführung und in Sachen Multimediafähigkeiten ist sie der Konkurrenz ein ganzes Stück voraus. Zahlreiche Kinderkrankheiten wurden per Dashboard-Updates ausgemerzt, so dass ich persönlich nur noch die SKY GO-App, sowie ein intuitiv zu bedienendes Dashboard vermisse. Respekt, Microsoft!


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5.0 von 5 Sternen Was soll ich sagen? Bin begeistert!, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte für meine Freundin & mich 2 Marken mit einer Prägung auf der Vorder- und Rückseite bestellt.
- der Text auf der Vorderseite sollte identisch sein
- der Text auf der Rückseite sollte unterschiedlich sein

-> der entsprechende Mailkontakt lief problemlos und sehr freundlich ab
-> die Umsetzung des Textwunsches erfolgte 100% nach meiner Vorgabe
-> die beidseitige Gravur erfolgte gegen einen geringen Aufpreis

Fazit: Das Schriftbild übertrifft meine Erwartungen und wir haben 2 individuelle Anhänger erhalten, die hervorragend aussehen = perfekt!


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5.0 von 5 Sternen Hier "klappt" beinahe alles, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Origami-"Leder"hülle ist das ideale Mäntelchen für den KINDLE FIRE HD 7:
+ Aufgeklappt und umgeklppt wird aus der Hülle ein stabiler Tablet Ständer.
+ Zugeklappt ist das Display gut vor möglichen Beschädigungen geschützt.
+ Das Gerät passt milimetergenau in die Hülle sitzt sehr fest in ihr.
+ Alle benötigten Tasten und Anschlussbuchsen sind durch Aussparungen in der Hülle sehr gut erreichbar
.
Ganz ohne Kritik geht's dann trotzdem nicht:
- Seltsam ist, dass die geschlossene Hülle einen milchigen Schleier über das Display zu legen scheint -> Hülle geschlossen, Gerät ein wenig liegen lassen, dann Hülle wieder geöffnet - und schon ist der Schleier auf dem Display sichtbar. Dieser ist jedoch mit einem Reinigungstuch leicht wieder zu entfernen.

>>> FAZIT <<<
Die ORIGAMI-HÜLLE macht das, was ihre Aufgabe ist: Sie schützt den KINLDE FIRE HD 7 vor Beschädigungen - und zwar perfekt. Dass sie zudem als Tablet-Ständer dienen kann, ist eine sinnvolle Zusatzfunktion, die ich nicht missen möchte. Das "Schleier"-Problem trübt den Eindruck nur geringfügig.


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