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Rezensionen verfasst von
H. Weisser "Sunny Mars" (München)
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Miami Vice
Miami Vice
Preis: EUR 7,97

2.0 von 5 Sternen Nur ein Bruchteil (!) des gesamten Soundtracks ist hier enthalten..., 10. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Miami Vice (Audio CD)
Zugegeben: Der Film ist hervorragend und die auf diesem Album enthaltenen Stücke sind allesamt gut.

NUR: Wie kann es sein, dass der von John Murphy komponierte, wunderschöne "Original Score" auf dem Album in Form von zwei Titeln - "Mercado Nuevo" und "Who Are You?" - gewürdigt wird und über die übrigen 20 (!) Titel im wahrsten Sinne des Wortes der Mantel des Schweigens gehängt wird? Ich verstehe beim besten Willen nicht, weshalb wir in unseren Breiten mit einem Soundtrack-Album abgespeist werden, das nicht wirklich eines ist. Im Gesamtkontext kann ich das vorliegende Album daher nur unterdurchschnittlich bewerten.

Dabei ist John Murphy mit dem "Original Score" ein melancholisches Werk gelungen, das einerseits die Atmosphäre des Films perfekt einfängt, welches andererseits jedoch auch für sich genommen sehr gut hörbar ist. Ich kann es daher nur jedem empfehlen und möchte es insbesondere jenen ans Herz legen, die den Film mögen und auf der Suche nach mehr Soundmaterial sind.

Tipp an die Fans: Einfach einmal nach "John Murphy, Miami Vice" googlen...


Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
DVD ~ Ben Stiller
Preis: EUR 14,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!, 5. Mai 2014
>>> ZUM FILM <<<
Ben Stiller ist einer bekanntesten Komödiendarsteller der vergangenen Jahre. In sehr erfolgreichen - und teilweise sehr guten - Produktionen wie z.B. VERRÜCKT NACH MARY oder MEINE BRAUT, IHR VATER UND ICH oder auch TROPIC THUNDER konnte er sein komödiantisches Talent mehr als nur einmal unter Beweis stellen. Weniger bekannt war Ben Stiller jedoch bisher für Filme, die mehr als nur die Lachmuskeln fordern.
Um so überraschter bin ich nun nach der Sichtung von DAS ERSTAUNLICHE LEBEN DES WALTER MITTY. Denn hier hat Ben Stiller es geschafft, mich mit seiner ausgezeichneten Regie und einer sehr guten Leistung als Darsteller nicht nur zum Lachen zu bringen, sondern auch mein Herz zu berühren.

Wie oft erträumen wir uns eine ideale Welt? Wie oft sind wir darin die optimierte Version unseres eigenen Ichs? Und wie oft stellen wir fest, dass wir im realen Leben doch nur eine unbedeutende Existenz führen, die wenig aufregend ist? Und letztlich die entscheidende Frage: Was tun wir tatsächlich, um unsere Träume zu erfüllen?
Die Kernaussage des Films ist eine zutiefst menschliche - und dabei trotzdem für die meisten von uns nur schwer zu realisieren. Insofern steckt in allen von uns ein kleiner oder großer Walter Mitty. Den Walter Mitty des Films unterscheidet von 99% des Kinopublikums vermutlich nur, dass er infolge seltsamer Umstände und einer Reise um die halbe Welt die Chance bekommt, vergessene Stärken wiederzuentdecken und in kurzer Zeit eine unglaubliche Wandlung durchzumachen. Die Masse des Publikums benötigt dafür, wenn es gut läuft, mehrere Jahre oder die Wendung zum Positiven bleibt gänzlich aus.
Aber wie auch immer: Der Titelheld bietet für jeden von uns ausreichend Projektionsfläche, um sich von der Handlung gefangen nehmen zu lassen.

In wunderschönen, teilweise surreal wirkenden Bildern begibt sich Walter Mitty auf die weltumspannende Suche nach einem Fotojournalisten - um am Ende in erster Linie sich selbst zu finden. Auch optisch macht Walter Mitty eine sichtbare Wandlung durch. Vom braven Biedermann zum Helden mit Dreitagebart in knapp zwei Filmstunden. Das wirkt gewagt, visualisiert jedoch den Handlungsverlauf und Mittys Charakterentwicklung perfekt. Meine Freundin, normalerweise weder von Stillers Talent noch von seiner Optik wirklich beeindruckt, meinte nur: "Der sieht ja richtig gut aus!" ;-)
Mittys Reise selbst wird in bombastischen Landschaftsaufnahmen eingefangen und von einem wunderschönen Soundtrack untermalt. Ehe man sich versieht, beginnt man selbst zu träumen...

Sean Penns Rolle ist klein aber sein Kurzauftritt beeindruckt sehr. Die Sympathieträgerin des Films ist neben Walter jedoch sein großer Schwarm Cheryl. Man kann nicht anders, als sie zu mögen!

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf einem 50-Zoll Plasma)
Das Bild ist beindruckend gut! Eine hohe Schärfe und überdurchschnittliche Schwarz- und Kontrastwerte sorgen dafür, dass das Bild beinahe plastisch wirkt. Vor allem die Island-Aufnahmen entfalten dadurch ihre ganze Pracht.

TON (gehört auf einem 7.1-Set)
Der Ton liegt auf deutsch nur im datenreduzierten DTS 5.1-Format vor. Und da macht der Sound wirklich ALLES richtig. In den actionreichen Szenen entaltet er durch seine Bassgewalt und hervorragende Dynamik eine Wucht wie man sie im Heimkino nur selten hört. In zahlreichen ruhigeren Momenten hingegegen sind selbst lese Umgebungsgeräusche auch aus den Surroundlautsprechern sehr gut zu hören. Ein permanenter unaufdringlicher aber jederzeit hörbarer Surroundteppich ist die Folge. -> subjektiv perfekt!
Getrübt wird der Eindruck erst im direkten Vergleich mit der englischen 7.1 HD MA-Tonspur. Wer eine entsprechende Ausstattung besitzt, wird im Vergleich zur deutschen Tonspur kleine Unterschiede hören können. Aber ohne den Direktvergleich ist die deutsche Tonspur vollkommen ausreichend!

EXTRAS
- entfallene und erweiterte Szeenen
- "Hinter den Kulissen"-Doku
- Bildergalerie
- Musikvideo
Die Doku ist nicht sehr aufschlussreich. So erfährt der interessierte Zuschauer einiges über die Kurzgeschichtenvorlage und den Originalfilm aus dem Jahre 1947 mit Danny Kaye. Und beeindruckt dürfte jeder vom Aufwand sein, der in das Produktions- und Farbdesign des Films gesteckt wurde. Ich vermisse lediglich einen Audio- bzw. Regiekommentar.

>>> FAZIT <<<
DAS ERSTAUNLICHE LEBEN DES WALTER MITTY ist eine kleine Geschichte und gaaanz großes Kino zugleich. In surrealen Bildern eingefangene Tagträume für die einen, ein interessanter Selbstfindungstrip für die anderen. Wunderschöne Bilder und ein ebenso schöner Soundtrack, Alles wird auf der Blu-Ray perfekt präsentiert und durch sehenswerte Extras ergänzt. -> Pluspunkte wohin man schaut -> von mir gibts die volle Wertung und eine DICKE Empfelhung


Dark Souls II - [Xbox 360]
Dark Souls II - [Xbox 360]
Preis: EUR 42,19

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beim Sterben ist jeder der Erste, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Dark Souls II - [Xbox 360] (Videospiel)
Ich habe über viele Jahre viele Video-/ Computerspiele gespielt, doch nur wenige haben sich so in mein Gedächtnis gebrannt wie DARK SOULS im Jahr 2011. Der Kauf der Fortsetzung DARK SOULS 2 war daher nur die logische Konsequenz.

Die Geschichte in DARK SOULS 2 – wie auch der Spielverlauf - entwickelt sich weitgehend aus sich selbst heraus. Der rote Faden, wie man ihn aus Genrekollegen kennt, ist anfangs kaum ersichtlich. Hinzu kommt ein Schwierigkeitsgrad, der von den meisten als „bockschwer“ bezeichnet wird. Das stimmt genau so – und doch auch wieder nicht…!

>>> TEIL 1: REZENSION FÜR DARK SOULS–ROOKIES <<<

Du kennst die DARK SOULS-Reihe nur vom Hörensagen, bist neugierig auf das Spiel und kannst Dich nicht recht zu einem Kauf entscheiden? Vielleicht helfen Dir die folgenden Zeilen…

>>> Du stürzt Dich gerne von Beginn an mit vollem Eifer und hoher Geschwindigkeit ins Geschehen?
Dann ist DARK SOULS 2 definitiv nichts für Dich! Was in Shootern oder in den meisten Genre-kollegen funktionieren mag, führt in DARK SOULS 2 garantiert ins Verderben! Den Beweis liefert das Spiel bereits im Turtorial (!), wenn man es falsch angeht: Gegner machen Dich in sekundenschnelle platt und interessante Items wirst du garantiert übersehen. Das Spiel fordert Dich vom ersten Moment an dazu auf, langsam, aufmerksam und vorsichtig zu agieren.

>>> Du erwartest eine epische Hintergrundstory, erzählt in ebensolchen Zwischensequenzen?
Dann mach‘ einen großen Bogen um das Spiel! Vielmehr bist Du, wenn Du an Storyinformationen interessiert ist, gezwungen, mit vielen NPCs zu sprechen, die Du im Spiel triffst. Aber DARK SOULS 2 wäre nicht DARK SOULS 2, wenn jeder NPC wie ein offenes Buch plaudern würde. So triffst Du beinahe durchweg auf geheimnisvolle oder deprimiert wirkende Charaktere. Die einen sprechen komplett in Rätseln, die anderen stammeln wirre Sätze vor sich hin. Beides scheint Dich nicht wirklich voran zu bringen.

>>> Du stehst auf eine spannende, geheimnisvolle und melancholische Spielatmosphäre?
Dann kommst Du um DARK SOULS 2 nicht herum! Mit jedem Tod verlierst Du sämtliches Kapital, das Du mit Dir führst. Am Ort Deines letzten Todes kannst Du es einsammeln. Jedoch nur, wenn Du auf dem Weg dorthin nicht vorher erneut stirbst. Spannung und feuchte Hände wirst Du alleine schon deshalb oft spüren.
Alles findet in einer zumeist trostlosen, verfallenden Welt statt, die ihre beste Zeit lange hinter sich hat. Personen, die Du triffst, passen sehr gut in diese zu Ende gehende und traurige Welt. Abseits vom Kämpfen ist dies sogar eine sehr ruhige Welt.
Das absolute Highlight des gesamten Spiels ist das ausgeklügelte Sounddesign: Eine Soundtrack-Untermalung gibt es nur vereinzelt. Zumeist werdet Ihr tatsächlich nur die Umgebungsgeräusche hören: Wind, Regen, eigene Schritte, Geräusche von Gegnern, etc. Und zumeist könnt Ihr die Gegner bereits hören bevor Ihr sie seht! Soll heißen: Eure Überlebens-Chancen erhöhen sich deutlich, wenn Ihr neben Euren Augen auch Eure Ohren ganz weit aufsperrt.

>>> Dein bester Freund ist in der Regel eine Landkarte, auf der Du immer siehst, wo Du schon warst, wo Du gerade bist und wo Du noch überall hin musst? Du möchtest auch, dass Dir auf diesen Karten Gegner angezeigt werden, bevor Du auf sie triffst?
Tja, auch hier sieht es schlecht für Dich aus. Es gibt weder eine Landkarte, noch eine Umgebungsanzeige. Du bist immer wieder gezwungen, herauszufinden, wo Du gerade bist und wo Du als nächstes hin musst. Und Du wirst mehr als nur 1x von Gegnern überrascht werden, die Dich ins Jenseits befördern.
Als einzige echte Orientierung dient dir eine grafische Übersicht mit Orten und Leuchtfeuern (Schnellreisepunkte), die Du bereits besucht und aktiviert hast. Und natürlich Dein eigenes Erinnerungs- und Orientierungsvermögen.

>>> Du liebst es, Deinen Charakter aufzuleveln, sowie Deine Waffen, Fähigkeiten und Rüstungen stetig zu verbessern?
Hier wird es interessant für Dich, denn DARK SOULS 2 bietet Dir diesbezüglich eine bunte Spielwiese wie nur wenige Rollenspiele: Dein Charakter besitzt sehr viele veränderbare Attribute und Du wirst unzählige Items finden, mit denen Du diese verändern bzw. verstärken kannst.
Problem an der Sache: Aus der Beschreibung nur weniger Items ist vorab genau ersichtlich, welchen Effekt sie erzielen. Und richtig böse ist: Es gibt sogar Items, die Dir das schwere Leben in DARK SOULS 2 zusätzlich erschweren.

>>>Du bist ein Multiplayer-Fan?
Dann könnte das Spiel etwas für Dich sein - sofern Du damit leben kannst, dass es nur den klassischen PvP-Modus gibt, in dem Du jeweils gegen einen menschlichen Gegner kämpfen kannst. Er betritt dabei entweder den Ort, wo Du Dich gerade in Deinem Solo-Spiel befindest oder Du tauchst in dessen Welt auf – spontan und auch, wenn Du es nicht willst.
Du kannst selbst bestimmen, welche Art von PvP-Kämpfen Du bevorzugst. Dies geschieht in Form unterschiedlicher „Eide“, die Du im Spiel bei zahlreichen NPCs eingehen kannst. Sollte Dich der ganze PvP-Kram nicht interessieren, kannst Du ein Item einsetzen, das die Verbindung zu den Welten anderer Spieler abschwächt (zur Not kannst Du Deine Konsole auch einfach im Offline-Modus betreiben).
Es geht in DARK SOULS 2 jedoch auch miteinander: Du kannst vor Bosskämpfen die Unterstützung anderer Spieler - Online-Partner und / oder NPCs - anfordern. Bei mir war dadurch der Bosskampf in der verlorenen Festung nach ca. 20 Sekunden erfolgreich beendet….
Mir fällt spontan kein Spiel ein, bei dem Singleplayer-Kampagne so gut mit Multiplayer-Elementen verknüpft worden ist.

Ich darf nicht durchs Spiel rennen, erkenne anfangs wenig Geschichte, habe keine Karte und bei unzähligen Items sehe ich nicht sofort, was sie mir bringen - was soll der Blödsinn? Einfache Antwort: Das Spiel möchte, dass Du Dich mit Ihm – intensiv ! - auseinandersetzt. Du musst viele Dinge einfach einmal ausprobieren, um im Spiel einen Fortschritt zu erzielen. Und Du wirst viele Tode sterben müssen, um Deinen Charakter und Deine Gegner ausreichend kennenzulernen.

Bist du dazu nicht bereit, wirst du das Spiel nach wenigen Stunden frustriert in die Ecke werfen. Wenn Du es aber tust, wirst Du nach einigen Stunden feststellen, dass ein dicker roter Storyfaden erkennbar wird und dass Du die zu bereisenden Gebiete bald wie Deine eigene Westentasche kennst. Vor allem werden auch anfangs scheinbar übermächtige Gegner für Dich irgendwann kein wirkliches Problem darstellen. Deine Lernkurve im Spiel steigt spürbar an und Du wirst echte Erfolgserlebnisse haben.
Und nicht zu vergessen: Mit zunehmender Spieldauer wird quasi eine Art Schleier vom Spiel genommen und dann – allerdings erst dann – wirst Du seine ganze Klasse erkennen können. Insbesondere die unglaubliche Spieltiefe ist hier zu erwähnen. Wo andere Spiele nur an der Oberfläche kratzen, bietet DARK SOULS 2 wie schon der Vorgägner eine Komplexität, die bei Rollenspielen wahrlich nur sehr selten anzutreffen ist.

>>> TEIL 2 – REZENSION FÜR DARK SOULS-VETERANEN <<<

Du hast Dich bereits erfolgreich durch den Vorgänger gekämpft? Dann empfehle ich Dir die folgenden Zeilen, in denen ich vor allem auf die Unterschiede zwischen beiden Titeln eingehe.

- Die Reise an aktivierten Leuchtfeuern ist von Beginn an möglich.

- Kein unbegrenzter Respawn der Gegner mehr:
Konnte man bei DARK SOULS 1 durch die Rast an Leuchtfeuern noch dafür sorgen, dass getötete Gegner wieder
aufgetaucht sind, so ist die Anzahl an Respawns in DARK SOULS 2 auf 10 begrenzt. Anschließend ist das Gebiet
tatsächlich gesäubert – außer man verwendet ein Asketenleuchtfeuer. Manche Spieler beklagen dadurch eine mangelnde
Herausforderung in DARK SOULS 2. Ich persönlich finde diese Lösung jedoch sinnvoll, weil man nun nicht mehr endlos
Seelen sammeln und dadurch nicht mehr so schnell aufsteigen kann. Es ist nun einfach eine etwas andere
Herausforderung.

- Zielerfassung der Gegner nicht optimal gelöst /die Steuerung erscheint ein wenig träge
Beim Kampf gegen mehrere Gegner gleichzeitig springt die Zielerfassung automatisch auf den Gegner, der dem Spieler am nächsten steht. Das
sorgt für Chaos, wenn sich die Entfernung des Spielers zu den Gegnern im Kampf ändert. Die Zielerfassung springt dann wild von einem Gegner zum anderen.
Das ist ebenso wenig optimal gelöst wie die etwas träge wirkende Steuerung, die nicht exakt auf Controller-Eingaben anspricht. Mit ein wenig Übung kann man
sich jedoch gut darauf einstellen.

- NPCs und menschliche Spieler können bei Bosskämpfen helfen. Durch diese neue Option werden, wenn man sie denn nutzen will, viele Bosskämpfe tatsächlich
einfacher als im Vorgänger.

- Der Maximal-Level der Lebensleiste sinkt mit jedem erlittenen Tod ein kleines Stück und kann nur mit Hilfe von „Menschenbildern“ wieder aufs Maximum gebracht werden.

- Man kann einmalig seine erspielten Erfahrungspunkte zurücksetzen und neu verteilen.

>>> FAZIT <<<
Dies ist definitiv meine bisher ausführlichste Rezension bei Amazon. Ich wollte sehr ausführlich sein und konnte doch nur an der Oberfläche kratzen. Die Spiele der DARK SOULS-Reihe sind komplexe Rollenspiel-Perlen, wie es sie nur selten gibt.
DARK SOULS 2 macht gegenüber dem Vorgänger nur wenige Zugeständnisse an die breite Masse an Spielern, die ein Spiel bequem absolvieren wollen. Im Kern bleibt das Spiel trotzdem ein echtes DARK SOULS-Spiel. Es punktet mit einem fordernden Schwierigkeitsgrad und einer unbeschreiblichen Atmosphäre, die geneigte Spieler förmlich in der ruhigen und fremdartigen DARK SOULS 2-Welt gefangen nimmt. Es strahlt eine Ruhe aus, die irritierend und faszinierend zugleich ist.
Dass dabei die Grafik nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, vergisst der Spieler spätestens nach dem ersten Tod seines Charakters, der vermutlich keine 5 Minuten auf sich warten lässt. ;-)

Von mir gibt’s, wie schon beim Vorgänger, eine DICKE Kaufempfehlung.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2014 1:06 PM MEST


South Park: Der Stab der Wahrheit - [Xbox 360]
South Park: Der Stab der Wahrheit - [Xbox 360]
Preis: EUR 41,39

14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Definitiv das Durchgeknallteste, was ich jemals gespielt habe - es ist nur leider kein überdurchschnittliches Rollenspiel!, 27. März 2014
Nach langer Wartezeit – und nochmaliger Verzögerung um mehrere Wochen – ist nun SOUTH PARK – DER STAB DER WAHRHEIT endlich in Deutschland erschienen. Ich hatte das Spiel bei Amazon UK geordert, wo es planmäßig Anfang März 2014 erschienen ist. Entsprechend konnte ich es bereits durchspielen und möchte nachfolgend meine Eindrücke wiedergeben.

>>> ZUM SPIEL <<<
SOUTH PARK ist ein klassisches Rollenspiel, bei dem Kämpfe rundenbasiert ablaufen. Man sammelt mit seinem anfangs namenlosen Charakter Erfahrungspunkte, levelt ihn hoch und sammelt bessere Ausrüstung, um das SOUTH PARK-Abenteuer und die Suche nach dem Stab der Wahrheit erfolgreich absolvieren zu können. Auf dieser Suche begegnet man tatsächlich den meisten Charakteren, die man aus der Fernsehserie kennt: Von den Hauptfiguren und Nebenfiguren bis hin zu prominenten Köpfen wie Al Gore (inkl. Schweinebärmann ;-) ), Tom Cruise im Wandschrank (*rofl*) oder Jesus höchstpersönlich. Für Fans der Serie bietet das Spiel quasi ein „Best Of“ aus den zahlreichen SOUTH PARK-Staffeln.

>>> ZUR GRAFIK <<<
Was soll ich sagen? Charaktere, Umgebung – alles 100% SOUTH PARK! Das komplette Spiel sieht aus wie eine überlange Fernsehfolge der SOUTH PARK-Serie. Das geht so weit, dass man sich dafür entschieden hat, das Spiel in einem 2D-Gewand zu präsentieren. Das ist konsequent und trägt dazu bei, dass auch die Serienatmosphäre jederzeit aufkommt.

>>>ZUM SOUND <<<
Unspektakulär aber dem Spiel angemessen. Die von mir gespielte UK-Version entspricht übrigens 1:1 der deutschen Version. Soll heißen: Die Sprachausgabe ist in Englisch, deutsche Untertitel sind vorhanden.

>>> ZUM GAMEPLAY <<<
Dies ist der große Knackpunkt an dem Spiel! Das Leveln erfolgt nach Schema-F: Quests absolvieren, Gegenstände sammeln, Aufleveln, wieder Quests absolvieren, etc. Problem dabei: Die Möglichkeiten der Charakterentwicklung sind im Vergleich zu echten Rollenspiel-Perlen leider sehr überschaubar.
Ebenso negativ: Statt einen natürlich wirkenden Spielverlauf zu erleben, hat man ständig den Eindruck, eine Art Checkliste abzuhaken. Sie muss Punkt für Punkt abgehakt werden muss, um das Spiel voranzutreiben. Das Erforschen unbekannter Gebiete macht dann auch kaum neugierig. Das rundenbasierte Kampfsystem mit eingestreuten Quick-Time-Events wirkt anfangs erfrischend, nutzt sich aber schnell ab und ist insgesamt wenig herausfordernd. Sehr schnell stellt man fest, dass nahezu jeder Kampf mit ein, zwei verschiedenen (Tasten-)Kombinationen absolviert werden kann. Zuletzt ist das Niveau der eingestreuten Rätselaufgaben sehr niedrig und ebenfalls keine echte Herausforderung. So kam bei mir nach relativ kurzer Spielzeit gepflegte Langeweile auf und ich musste mich wirklich abmühen, das Spiel zu Ende zu spielen.

>>> ZUM HUMOR <<<
Der hier gezeigte kreative Irrsinn sucht tatsächlich seinesgleichen. Das kleine Städtchen South Park wird zum Schauplatz der durchgeknalltesten Phantasien, die ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. So darf sich niemand wundern, z.B. im elterlichen Schlafzimmer zu äußerst unpassender Zeit *ggg* einen Feind bekämpfen oder im Enddarm eines Ledersklaven eine Atombombe (!) entschärfen zu müssen. Klingt verrückt? Ist es auch – und macht in vielen Situationen auch Spaß!

Herrlich sind auch die zahlreichen, versteckten Anspielungen auf Genrekollegen. Ich bin in Sachen Videospiele sicher kein wandelndes Lexikon, konnte aber zumindest eindeutige und lustige Hinweise auf die "Elder Scrolls"-Reihe und "Skyrim" erkennen. Wer sich von Euch genauer in der Gaming-Landschaft auskennt als ich und aufmerksam Augen und Ohren öffnet, dürfte im Spiel vermutlich noch viele originelle Seitenhiebe oder Anspielungen entdecken.

Nun kommt das große AAAABER: Eigentlich ist der Humor SOUTH PARK-typisch und in seinen besten Momenten umwerfend komisch. „Eigentlich“, weil ich wirklich umwerfenden Humor oftmals nicht erleben konnte. Zumeist dreht er sich um Darmwinde in allen denkbaren Variationen…. Sparsam eingestreut mögen solche Sprüche lustig sein, nicht jedoch, wenn sie sich inflationär durchs ganze Spiel ziehen. In diesen zahlreichen Momenten ist der Humor des Spiels einfach nur platt und weit von dem oftmals hintersinnigen, typischen SOUTH PARK-Humor entfernt. Schade, schade…

>>> ZUR USK-Diskussion <<<
Die europäische Version, d.h. auch die UK-Fassung, ist an mehreren Stellen geschnitten. Statt eine Aufgabe zu erledigen, wird an dieser Stelle jeweils eine „Sorry, Europa…“ Texttafel eingeblendet, auf der dann nachgelesen werden kann, was zu sehen gewesen wäre, wenn der Schnitt nicht erfolgt wäre.
Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass in diesen Szenen gewisse moralische Grenzen unterschritten werden, so finde ich es dreist, diese Schnitte durchzusetzen und so mündige Bürger zu bevormunden. Aber Diskussionen in dieser Art werden seit Jahren geführt… ich verstehe den Gesetzgeber an dieser Stelle jedenfalls nicht.

>>> FAZIT <<<
SOUTH PARK – DER STAB DER WAHRHEIT ist 100% SOUTH PARK – leider aber auch nicht mehr. Ich persönlich hatte deutlich mehr erwartet.
Fans der Serie werden sicher viele „Klasse, dass das auch eingebaut wurde!“-Momente erleben und dadurch Spaß mit dem Spiel haben. Eingefleischte Rollenspiel-Fans oder solche Spieler, die auf eine umfassende Charakterentwicklung hoffen, werden jedoch sehr wahrscheinlich weitgehend enttäuscht, auf jeden Fall jedoch ernüchtert sein. Wer die Fernsehserie mag, macht mit einem Kauf sicher nichts falsch, alle anderen sollten ihn sich gut überlegen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2014 10:09 PM MEST


Ryse: Son of Rome - [Xbox One]
Ryse: Son of Rome - [Xbox One]
Preis: EUR 50,99

20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich kam, sah - und staunte!, 5. Januar 2014
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Ryse: Son of Rome - [Xbox One] (Videospiel)
Ich muss vorweg schicken, dass ich mir den Kauf von RYSE - SON OF ROME mehr als nur einmal überlegt habe. Erstens bin ich kein Fan stupider "button smasher sessions", zweitens haben mich zahlreiche negative Wertungen in der "Fach"presse lange vom Kauf abgehalten. Die Neugier auf den Titel war dann allerdings doch zu groß - und ich bin froh, meiner Neugier nachgegeben zu haben.

Positiv:
+ SETTING
Römisches Reich = auf einer Konsole absolut erfrischend und gelungen!
+ GRAFIK
Dies ist nach vielen Jahren tatsächlich der erste Konsolentitel, bei dem ich beinahe durchgend staunend vor dem Fernseher gesessen bin. Seien es nun die per Motion Capturing eingefangenen Charakteranimationen, die beinahe schon fotorealistischen Landschaften oder der immense Detailreichtum in Gesichtern oder auf römischen Rüstungen - quasi im Minutentakt ist mir ein bewunderndes "Wow!" über die Lippen gekommen. Crytek zeigt mit RYSE - Überraschung! - gleich zu Beginn einer neuen Konsolengeneration eindeutig, wo grafisch der Hammer hängt!
+ SOUND
Wer eine 5.1-Anlage Zuhause hat, wird begeistert davon sein, wie raumfüllend der Sound aus allen Boxen kommt. Man fühlt sich tatsächlich mittendrin statt nur dabei. Der gelungene, orchestrale Soundtrack rundet das Erlebnis gekonnt ab.
+ ATMOSPHÄRE
Die Jungs von Crytek haben es geschafft, mich durch die geschickte Kombination von Grafik, Sound und Regie vergessen zu lassen, dass ich eigentlich ein Spiel mit einem sehr, öhm, überschaubaren Spielprinzip gespielt habe (dazu später mehr). Wenn z.B. Marius Titus mit einer römischen Legion im Gefolge durch die nächtlichen Wälder Britanniens schleicht und eine Zeit lang kaum etwas passiert, dann kommt tatsächlch so etwas wie bedrückende Spannung auf. Oder ein anderes Beispiel: Bei der Erstürmung einer Hafenanlage haut einen die Wucht gegnerischer Katapultgeschosse - ohne, dass sie eine echte Gefahr darstellen - förmlich aus den Sandalen. Die inszenierte Dynamik kommt so nicht alle Tage vor.
+ STORY
Oft wird die Geschichte in RYSE als vernachlässigbar angesehen. Ich hingegen war mit Abschluss eines jeden Kapitels neugierig darauf, zu erfahren, wie es wohl weitergehen wird. Und es wird, man glaubt es kaum, eine sehr emotionale Geschichte erzählt.

Negativ
- GAMEPLAY
Im richtigen Moment ein paar Tasten drücken -> das ist tatsächlich schon beinahe alles, was es über das Gameplay zu sagen gibt. Viele Kombinationen und Gegnertypen gibt es nicht, so dass sich die Kämpfe nach kurzer Zeit wiederholen. Und Speere, die man zur Abwechslung hin und wieder per Hand auf Gegner werfen oder per Katapult schießen darf, finden durch eine Zielautomatik beinahe von alleine die zu treffenden Opfer. Allerdings muss erwähnt werden, dass das Spiel auf einer höheren Schwierigkeitsstufe tatsächlich eine Herausforderung darstellt. Für eine minimale Abwechslung sorgen immerhin noch ein paar Sammelaufgaben.
- Leveldesign:
Schlauchartig, mit nur einem möglichen Weg.

NEUTRAL
* SPIELDAUER
Die Singleplayer-Kampagne ist recht überschaubar. Gestört fühlte ich mich dadurch jedoch nur teilweise: So hätte ich gerne noch viele Stunden lang diese UMWERFENDE Grafik bestaunt. Noch weitere Stunden lang eifrig Knöpfe drücken, wäre für mich persönlich jedoch ein eher zweifelhaftes Vergnügen gewesen.

FAZIT:
RYE - SON OF ROME ist mehr als nur ein Grafikblender, vor allem ist er weit mehr als nur eine Grafikdemo. Das Spiel lenkt mit so vielen positiven Qualitäten vom simplen Gameplay ab, dass selbiges tatsächlich beinahe zur Nebensache verkommt. Die Messlatte in Sachen Grafik, Sound und Atmosphäre wird für die NextGen-Konsolen mit diesem Titel vom Start weg auf ein sehr hohes Niveau gelegt. Man fragt sich unweigerlich, ob diesbezüglich noch etwas Besseres kommen kann.
Es wäre zu wünschen, dass Crytek die neu eingeführte RYSE-Marke nimmt und darauf aufbauend einen Folgetitel mit einem größeren spielerischen Tiefgang entwickelt. Es wäre schade, wenn dies schon alles von Marius Titus gewesen wäre...


Xbox One Konsole - Limitierte Day One Edition
Xbox One Konsole - Limitierte Day One Edition

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gaming & mehr: Der Versuch einer objektiven Betrachtung, 5. Dezember 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
>>>WICHTIG<<<
Bei uns Zuhause dient bisher die XBox 360 als Medienzentrale, d.h. sie wurde/wird neben Ihrer zentralen Funktion als Spielkonsole auch als Mediaplayer genutzt, der problemlos die Musik- und Videodateien eines ins heimische Netzwerk integrierten NAS abspielt. Darüber hinaus nutzen wir gerne die auf der XBox 360 enthaltenen WATCHEVER- oder SKY GO-Apps, um hin und wieder Filme oder Serien anzuschauen.

Als die XBox One angekündigt wurde, war für mich daher die Aussage, dass das Medienstreaming ab Beginn unterstützt werden würde, ein wichtiges Kaufargument. Da bekannt war, dass das Konkurrenzprodukt aus dem Hause Sony diese Funktion nicht bieten würde, schied dieses für mich von vornherein aus.

>>>EINRICHTEN DER KONSOLE<<<
Konsole mit dem AV-Receiver verkabelt, Kinect angeschlossen, Anschluss an den Router, "Day One"-Patch installiert -> alles war sehr schnell aufgebaut und integriert. Durch die sehr hohe Bandbreite meines Internetanschlusses war zudem der Patch in wenigen Minuten downgeloaded und installiert.

>>>VERARBEITUNGSQUALITÄT<<<
Die Konsole selbst ist hervorragend verarbeitet. Alles wirkt sehr wertig, nichts wackelt oder klappert. Zudem war ich vom recht hohen Gewicht der XBox One überrascht. Der mitgelieferte Controller ist bei mir leider nicht optimal verarbeitet (offenbar kein Massenproblem). An der rechten Gehäuseseite scheint an der Verbindungsstelle des Controllerober- und unterteils ein kleiner Spielraum zu bestehen. Folge: Wenn man den Controller fester anfasst, bewegen sich die Gehäuseteile ein wenig und es knarzt und knackt. Keiner meiner XBox 360-Controller zeigte auch nach Jahren ähnliche Schwächen

>>>GRAFIKQUALITÄT<<<
Was soll ich sagen? Beeindruckend! Ich will hier keine philosophische Diskussion über mögliche Hardware-Vorteile/Nachteile der MICROSOFT- oder SONY-Konsole führen. Doch ich bin amüsiert, wenn die SONY-Fanboys seit geraumer Zeit die Vorteile von 1080 vs. 720 ins Feld führen. Aus eigener Erfahrung halte ich den Leuten gerne entgegen, dass man diesen Unterschied nur auf SEHR GROSSEN Fernsehern wahrnimmt - und dann auch nur, wenn man nicht all zu weit davon entfernt sitzt.
Und ganz nebenbei erwähnt: Würde für mich die Grafikqualität über allem stehen, dann hätte ich mich für keine der neuen Konsolen entschieden, sondern meinen PC ein wenig aufgerüstet...
Klasse ist: Das künftige Grafikpotential der XBox One kann heute schon erahnt werden. Ich freue mich auf so manche Spiele, die noch erscheinen werden.

>>>DASHBOARD<<<
Gegenüber dem Dashboard der XBox 360 ist das der XBox One ein deutlicher Rückschritt. Es wirkt weder intuitiv noch aufgeräumt. Eine klare Struktur ist für mich nicht erkennbar. Stattdessen werden alle installierten Apps willkürlich angeordnet angezeigt. Auch der Umfang der Apps lässt momentan noch stark zu wünschen übrig. Da dass sehr gute WATCHEVER-App noch nicht und stattdessen derzeit nur Amazons LOVEFILM enthalten ist, könnte man meinen, dass es hier eine gut funktionierende Partnerschaft zwischen MICROSOFT und AMAZON gibt..
Der Wechsel aus einem laufenden Spiel ins Dashboard und andere Apps funktioniert dagegen wirklich problemlos und sehr schnell.

>>>XBOX LIVE<<<
Ich habe meine Konsole am 22.11. erhalten und eingerichtet. Seit dieser Zeit funktioniert auch XBOX LIVE vollkommen problemlos. Das war zu hoffen aber so nicht unbedingt zu erwarten und bestätigt mich in meinen schon in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen: Dieser Online-Dienst ist deutlich stabiler als der der Konkurrenz.

>>>KINECT<<<
Ja, es macht Spaß, die XBox mit wenigen Worten an- oder auszuschalten und zu steuern! Ob man diesen Komfort jedoch zwingend benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Interessant wird jedoch werden, ob und wie es den Entwicklern gelingt, die Sprach- oder Gestensteuerung in künftige Core-Games zu integrieren. Ich bin jedenfalls gespannt...

>>>EINSATZ ALS MULTIMEDIAKONSOLE<<<
Hier kommt mein größter Kritikpunkt: MICROSOFT vermarktet seit der Konsolenankündigung die XBox One als Multimediakonsole. Wenn ich nun jedoch sehe, dass die XBox One aktuell deutlich weniger Multimediafähigkeiten aufweist als die XBox 360, dann wundere ich mich doch ein wenig. Ich hatte erwartet, dass Musik- und Videodateien vom heimischen NAS problemloa auf der XBox One abgespielt werden können. Diese Funktion wurde von MICROSOFT im Vorfeld bestätigt. Aktuell schaue ich diesbezüglich jedoch in die Röhre. Ich als Käufer fühle mich an dieser Stelle sowohl verarscht als auch gegängelt, denn Videos und Musik können selbstverständlich seit Tag 1 der Veröffentlichung kostenpflichtig im MS-eigenen Store eingekauft werden...
So lange MICROSOFT hier nicht per Dashboard-Update nachbessert, wird meine XBos 360 noch lange im Einsatz sein.

>>>>>FAZIT<<<<<
Die XBox One macht vieles richtig aber es gibt noch deutlich Luft nach oben: Als Spielkonsole überzeugt sie von Beginn an, die Multimediafähigkeit lässt jedoch noch deutlich zu wünschen übrig. Und das, obwohl vom Hersteller gerade diese Funktionen so deutlich in den Vordergrund gestellt wurde und wird.
Daher gibts von mir derzeit auch nicht die volle Wertung! Sobald diese - hoffentlich - Kinderkrankheiten per Dashboard-Update ausgemerzt worden sind, werde ich meine Wertung hier entsprechend anpassen - versprochen! ;-)


Xbox One Konsole - Limitierte Day One Edition
Xbox One Konsole - Limitierte Day One Edition

36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gaming & mehr: Der Versuch einer objektiven Betrachtung, 1. Dezember 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
WICHTIG:
Bei uns Zuhause dient bisher die XBox 360 als Medienzentrale, d.h. sie wurde/wird neben Ihrer zentralen Funktion als Spielkonsole auch als Mediaplayer genutzt, der problemlos die Musik- und Videodateien eines ins heimische Netzwerk integrierten NAS abspielt. Darüber hinaus nutzen wir gerne die auf der XBox 360 enthaltenen WATCHEVER- oder SKY GO-Apps, um hin und wieder Filme oder Serien anzuschauen.

Als die XBox One angekündigt wurde, war für mich daher die Aussage, dass das Medienstreaming ab Beginn unterstützt werden würde, ein wichtiges Kaufargument. Da bekannt war, dass das Konkurrenzprodukt aus dem Hause Sony diese Funktion nicht bieten würde, schied dieses für mich von vornherein aus.

EINRICHTEN DER KONSOLE:
Konsole mit dem AV-Receiver verkabelt, Kinect angeschlossen, Anschluss an den Router, "Day One"-Patch installiert -> alles war sehr schnell aufgebaut und integriert. Durch die sehr hohe Bandbreite meines Internetanschlusses war zudem der Patch in wenigen Minuten downgeloaded und installiert.

VERARBEITUNGSQUALITÄT:
Die Konsole selbst ist hervorragend verarbeitet. Alles wirkt sehr wertig, nichts wackelt oder klappert. Zudem war ich vom recht hohen Gewicht der XBox One überrascht. Der mitgelieferte Controller ist bei mir leider nicht optimal verarbeitet (offenbar kein Massenproblem). An der rechten Gehäuseseite scheint an der Verbindungsstelle des Controllerober- und unterteils ein kleiner Spielraum zu bestehen. Folge: Wenn man den Controller fester anfasst, bewegen sich die Gehäuseteile ein wenig und es knarzt und knackt. Keiner meiner XBox 360-Controller zeigte auch nach Jahren ähnliche Schwächen

GRAFIKQUALITÄT:
Was soll ich sagen? Beeindruckend! Ich will hier keine philosophische Diskussion über mögliche Hardware-Vorteile/Nachteile der MICROSOFT- oder SONY-Konsole führen. Doch ich bin amüsiert, wenn die SONY-Fanboys seit geraumer Zeit die Vorteile von 1080 vs. 720 ins Feld führen. Aus eigener Erfahrung halte ich den Leuten gerne entgegen, dass man diesen Unterschied nur auf SEHR GROSSEN Fernsehern wahrnimmt - und dann auch nur, wenn man nicht all zu weit davon entfernt sitzt.
Und ganz nebenbei erwähnt: Würde für mich die Grafikqualität über allem stehen, dann hätte ich mich für keine der neuen Konsolen entschieden, sondern meinen PC ein wenig aufgerüstet...
Klasse ist: Das künftige Grafikpotential der XBox One kann heute schon erahnt werden. Ich freue mich auf so manche Spiele, die noch erscheinen werden.

DASHBOARD:
Gegenüber dem Dashboard der XBox 360 ist das der XBox One ein deutlicher Rückschritt. Es wirkt weder intuitiv noch aufgeräumt. Eine klare Struktur ist für mich nicht erkennbar. Stattdessen werden alle installierten Apps willkürlich angeordnet angezeigt. Auch der Umfang der Apps lässt momentan noch stark zu wünschen übrig. Da dass sehr gute WATCHEVER-App noch nicht und stattdessen derzeit nur Amazons LOVEFILM enthalten ist, könnte man meinen, dass es hier eine gut funktionierende Partnerschaft zwischen MICROSOFT und AMAZON gibt..
Der Wechsel aus einem laufenden Spiel ins Dashboard und andere Apps funktioniert dagegen wirklich problemlos und sehr schnell.

XBOX LIVE:
Ich habe meine Konsole am 22.11. erhalten und eingerichtet. Seit dieser Zeit funktioniert auch XBOX LIVE vollkommen problemlos. Das war zu hoffen aber so nicht unbedingt zu erwarten und bestätigt mich in meinen schon in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen: Dieser Online-Dienst ist deutlich stabiler als der der Konkurrenz.

KINECT:
Ja, es macht Spaß, die XBox mit wenigen Worten an- oder auszuschalten und zu steuern! Ob man diesen Komfort jedoch zwingend benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Interessant wird jedoch werden, ob und wie es den Entwicklern gelingt, die Sprach- oder Gestensteuerung in künftige Core-Games zu integrieren. Ich bin jedenfalls gespannt...

EINSATZ ALS MULTIMEDIAKONSOLE:
Hier kommt mein größter Kritikpunkt: MICROSOFT vermarktet seit der Konsolenankündigung die XBox One als Multimediakonsole. Wenn ich nun jedoch sehe, dass die XBox One aktuell deutlich weniger Multimediafähigkeiten aufweist als die XBox 360, dann wundere ich mich doch ein wenig. Ich hatte erwartet, dass Musik- und Videodateien vom heimischen NAS problemloa auf der XBox One abgespielt werden können. Diese Funktion wurde von MICROSOFT im Vorfeld bestätigt. Aktuell schaue ich diesbezüglich jedoch in die Röhre. Ich als Käufer fühle mich an dieser Stelle sowohl verarscht als auch gegängelt, denn Videos und Musik können selbstverständlich seit Tag 1 der Veröffentlichung kostenpflichtig im MS-eigenen Store eingekauft werden...
So lange MICROSOFT hier nicht per Dashboard-Update nachbessert, wird meine XBos 360 noch lange im Einsatz sein.

Dashboard-Updates, Februar - Juni 2014:
MS hat die ersten großen Dashboard-Updates veröffentlicht. Damit wurden unter anderem bisher fehlende Funktionen wie die Akkuanzeige des Controllers oder die Speicherverwaltung der Festplatte nachgeliefert. Auch das Finden von Freunden läuft inzwischen komfortabler. Eine umfangreiche Liste mit den neuen / verbesserten Funktionen findet Ihr auf einschlägigen Seiten.
Mit dem Juni-Update wurde zudem der Anschluss externer Festplatten ermöglicht. Erfreulich ist ebenso, dass das Dashboard nun erstmalig ein klein wenig benutzerfreundlicher gestaltet wurde. Es ist zwar noch von der Qualität des 360er-Dashboards entfernt aber ein erster Schritt ist gemacht.
Ärgerlich ist hingegen, dass das Streamen von Mediendateien vom heimischen NAS aus noch immer nicht funktioniert. Und noch immer ist die App-Auswahl für den europäischen Durchschnittskunden wenig attraktiv. Aber hier wurden jüngst zumindest interessante Updates angekündigt, die noch im Laufe des Jahres 2014 erscheinen sollen.

FAZIT:
Die XBox One macht vieles richtig aber es gibt noch deutlich Luft nach oben: Als Spielkonsole überzeugt sie von Beginn an, die Multimediafähigkeit lässt jedoch noch deutlich zu wünschen übrig. Und das, obwohl vom Hersteller gerade diese Funktionen so deutlich in den Vordergrund gestellt wurde und wird.
Daher gibts von mir derzeit auch nicht die volle Wertung! Sobald diese - hoffentlichen - Kinderkrankheiten per Dashboard-Update ausgemerzt worden sind, werde ich meine Wertung hier entsprechend anpassen - versprochen! ;-)
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2014 5:06 PM CET


Killing Them Softly [Blu-ray]
Killing Them Softly [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Wird angeboten von Crazydeal Dein An & Verkauf
Preis: EUR 9,49

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auch Dialogfilme können sprachlos machen, 1. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Es gibt Drehbücher, die eine interessante oder auch fesselnde Geschichte erzählen. Im Idealfall werden den handelenden Protagonisten dazu Sätze in den Mund gelegt, die vor Intelligenz oder Wortwitz nur so sprühen. Sollte dann noch ein Regisseur am Werk gewesen sein, der sein Handwerk versteht, dann steht einem guten oder gar sehr guten Film nichts mehr im Wege. Dumm nur, dass es auch Filme wie KILLING THEM SOFTLY gibt. Interessante oder fesselnde Geschichte? Fehlanzeige! Interessante Dialoge? Weitgehend Fehlanzeige! Beeindruckende Regie? Ihr ahnt es schon...

Zugegeben: Nicht jeden Tag wird ein Drehbuchautor mit den Qualitäten eines Quentin Tarantino geboren. Und auch nicht jeden Tag werden originelle Filme im Stile von SNATCH oder BUBE, DAME, KÖNIG, GRAS gedreht, bei denen schon alleine Schnitt und Kameraführung viel Spaß machen. Wenn jedoch mit KILLING THEM SOFTLY ein Film gedreht wird, der deutlich auf Tarantino-Spuren oder den Spuren der genannten Beispiele wandeln möchte, dann muss er, um wirklich gut sein zu können, mehr bieten als Dialoge und bunte Charaktere. Ich empfehle in diesem Falle GESCHLIFFENE Dialoge und INTERESSANTE bunte Charkere, die nicht verschenkt werden

Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, was mir der Film mit seinen endlosen und langatmigen Dialogen tatsächlich sagen möchte. Zumindest werden viele - auch unbequeme - Wahrheiten besprochen und immerhin bin ich nun darüber informiert, welch schräge, sexuelle Vorlieben der heroinsüchtige und dealende Kleinganove Russell hat. Und ich weiß nun auch, dass der desillusionierte Killer Mickey tagelangen Sex in allen Variationen einem anstehenden Mordauftrag vorzieht.
Dass aber ausgerechnet die beiden interessantesten Charaktere Russell und Mickey irgendwann sang- und klanglos im Nirvana einer zähen Inszenierung verschwinden, war sehr ärgerlich.
Wenn ein Charakterdarsteller allererster Güte wie James Gandolfini eine Person spielt, die über ein paar lange Dialoge nicht hinauskommt und beinahe beiläufig aus der Geschichte verschwindet, ohne dass er selbige vorangebracht hätte, dann nennt man dies einen verschenkten, ja geradezu überflüssigen Charakter. Schade um Gandolfini, den ich ansonsten sehr schätze. Und wenn man dann noch sieht, auf welchem Weg Russell aus der Geschichte genommen wird, zweifelt man zunächst an der eigenen Aufmerksamkeit. Ich war daher nach längerem Grübeln sowohl beruhigt als auch verärgert, da für das Grübeln nicht mein Auffassungsvermögen, sondern das löcherige Drehbuch verantwortlich war.

Unfreiwillig komisch wird es, wenn in einem Gespräch um Alkohl und dem Nicht-mögen-wollen von Bier ausgerechnet der braune Gerstensaft immer wieder im Bild zu sehen ist, obwohl er zuvor von einem Gesprächspartner nicht bestellt bzw. an einen Kellner zurückgegeben worden ist.

Spannungsbogen? Kaum vorhanden! Nicht jeder begonnene Handlungsstrang wird auch konsequent und schlüssig zu Ende geführt. Und während man sich als Zuschauer noch fragt, wieso denn nun Person A festgenommen werden konnte oder wo Person B abgeblieben ist, wird schon wieder der nächste - langatmige - Dialog geführt. Und so plätschert der Film gemächlich vor sich hin. Er hat außer dem gnadenlosen und vollkommen unironischen bzw. humorbefreiten Killer Jackie (Brad Pitt) und der deutlich formulierten Kapitalismuskritik rein gar nichts zu bieten, was irgendwie als sehenswert empfunden werden könnte. Immerhin wird der Zuschauer durch Jackie am Ende noch über die "bahnbrechende" Neuigkeit informiert, dass Amerika = business ist.

KILLING THEM SOFTLY ist ein Film, der viel verspricht und kaum etwas davon hält -> 1x anschauen reicht vollkommen aus (und wäre nicht zwingend notwendig gewesen) -> die Blu-Ray wird wieder verkauft.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 60-Zoll Plasma-Display)
Die Entscheidung, die Bl-Ray wieder verkaufen zu wollen, wurde mir durch die Tatsache erleichtert, dass die Bildqualität über DVD-Niveau nicht hinaus kommt. Schwarzwert, Kontrast, Schärfe: Alles auf durchschnittlichem DVD-Niveau und von HD-Qualität weit entfernt.

Ton (gehört auf 7.1-Set)
Ein Dialogfilm kann selten mit einem imposanten Ton glänzen. KILLING THEM SOFTLY ist eine der positiven Ausnahmen. Imposante Effektegewitter finden nicht statt. Allerdings entsteht in vielen Szenen durch zahlreiche Umgebungegeräusche eine sehr lebhafte Surroundkulisse. Und wenn Jackie zur Waffe greift, wird es phasenweise nicht nur laut, sondern auch intensiv.

EXTRAS
Dazu kann ich leider nichts sagen. Nach dem enttäuschenden Hauptfilm habe ich auf das Anschauen der Deleted Scenes und des "Making Of" verzichtet.

>>> FAZIT <<<
Schade, schade! Wenn auch die internationalen Kritiken insgesamt nur durchschnittlich waren, so war ich nach dem gelungenen Trailer sehr neugierig auf den Film. Aber ganz ehrlich: Ich hätte nichts verpasst, wenn ich KILLING THEM SOFTLY nicht angeschaut hätte. In meinem Augen ist der Film einem cineastischen Totalausfall deutlich näher als einem Meisterwerk, das manche Zuschauer in ihm sehen wollen. Bildtechnisch ist die Blu-Ray eine Enttäuschung, nur der Ton weiß zu gefallen -> Film: 2 Sterne / Technik: 2-3 Sterne


Der schmale Grat [Blu-ray]
Der schmale Grat [Blu-ray]
DVD ~ Sean Penn
Preis: EUR 8,97

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie? Schönheit? Poesie? Es ist Krieg!, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Der schmale Grat [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
"Dieses Böse. Woher kommt es? Wie stiehlt es sich in die Welt? Aus welchem Samen, aus welcher Wurzel ist es erwachsen? Wer tut das? Wer tötet uns? Beraubt uns des Lebens und des Lichts, verhöhnt uns mit dem Anblick dessen, was wir hätten wissen können? Kommt unser Untergang der Erde zu Gute? Hilft er dem Gras beim Wachsen, der Sonne beim Scheinen? Ist diese Dunkelheit auch in Dir? Hast Du diese Nacht durchschritten?"

Die philosophischen und beinahe schon poetischen Worte sind ein Zitat aus "Der schmale Grat". Diese Gedanken eines Soldaten stehen exemplarisch für einen einzigartigen Antikriegsfilm, der als einer der wenigen des Genres den Präfix "Anti-" zu Recht trägt.
Dabei überrascht Terrence Malicks Geniestreich, der inmitten des grausamen Pazifikkriegs im Jahre 1942 auf der Insel Guadalcanal angesiedelt ist, den kriegsfilmerfahrenen Zuschauer nicht nur mit philosophischen Exkursen. Er präsentiert dem Zuschauer darüber hinaus wunderschöne Bilder der insulanen Fauna und Flora, so dass man nicht anders kann, als zu sagen: "DAS ist Leben und es ist wunderschön!". Man könnte sich geradewegs darin verlieren und zu träumen beginnen. Doch "Der schmale Grat" ist, wenn auch ein sehr ungewöhnlicher, so doch in erster Linie ein Antikriegsfilm. Es wird gekämpft, geschlachtet und gestorben.

Der Tod ist grausam! Daher habe ich persönlich mit Kriegsfilmen ein Problem, in denen das Heldentum zum Ideal erhoben wird. Inzwischen unerträglich erscheinen mir daher Szenen in Filmen, in denen ein Sterbender minutenlang darüber redet, wie glücklich er ist, für sein Vaterland sterben zu dürfen. Begleitet wird dies zumeist von getragenen Trompeten- oder Violinenklängen - und über allem schwebt, zumindest gedanklich, die Flagge der USA.
"Der schmale Grat" hat nichts davon. US-amerikanische Flaggen wehen hier höchstens am Heck von Kriegsschiffen. Und es gibt keine draufgängerischen Kämpfer, sondern nur junge Männer, die ums nackte Überleben kämpfen. Und da nicht alle überleben werden, kommt der Tod meist unvermittelt; in einem Fall sogar durch dummes, eigenes Verschulden. Der Tod kommt schnell oder langsam, manchmal leise, dann wieder von Explosionen begleitet. Sehr auffällig ist: In Malicks "The Thin Red Line", so der englische Originaltitel, gibt es keine Helden und schon gar keine Heldentode. Es wird nicht heroisch gestorben, sondern oftmals einfach nur grausam krepiert.
Durch den ungewöhnlichen Ansatz, das Grauen des Krieges mit philosophischen Off-Kommentaren zu unterfüttern und beinahe gleichzeitig in poetischen Bildern zu schwelgen, entsteht eine erschreckend intensive Stimmung.

Überraschend für eine US-amerikanische Produktion: Der Zuschauer erhält auch einen Einblick in die Gedanken gegnerischer Soldaten. Trickreich gelöst wurde dies durch die eingangs erwähnten, regelmäßigen Off-Kommentare. Auch für die Gedanken eines japanischen Soldaten ist dabei Platz. Und vielleicht stellt mancher Zuschauer dabei überrascht fest: Wir alle stellen uns dieselben, grundsätzlichen Fragen.

Hans Zimmers gelungener Soundtrack ergänzt Terrence Malicks eindrucksvolle Bilder hervorragend. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das epische Stück "Journey To The Line", welches im Film während des amerikanischen Überfalls auf ein japanisches Militärlager zu hören ist. Die außergewöhnlich gute Bild- und Soundtrack-Komposition machen diese Kampfszenen zu den eindringlichsten ihrer Art... "magic moments" der etwas anderen Art. Ganz nebenbei erwähnt: Wer die gelungenen Spiegel TV-Dokumentationen über das Dritte Reich und / oder den 2. Weltkrieg kennt, dem dürften "Journey To The Line" und andere Stücke sehr bekannt vorkommen...

Nun habe ich so sehr geschwärmt. Wo ist der Haken an dem Film? Wieso ging "Der schmale Grat" im Vergleich zum nahezu zeitgleich erschienenen "Der Soldat James Ryan" beinahe vollkommen unter?
Nun, die Erzählweise von "Der schmale Grat" ist eher unkonventionell. Einen klassischen Spannungsbogen gibt es nur bedingt. Vielmehr werden mehrere kleine und große Ereignisse aneinandergereiht erzählt. Die Einleitung fällt kurz aus, ebenso erfolgt das Ende beinahe abrupt und die Kamera dokumentiert oftmals die Szenen, statt sie klar umrissen zu erzählen. Insgesamt ist dies wahrlich kein spektakulärer Film. So mancher mag zudem mit der eher philosophischen Sichtweise ein Problem haben.
Ja, dieser Films ist anders. Man spürt diese Andersartigkeit in beinahe jeder Szene. Der Film ist so anders, dass er beinahe surreal wirkt. Freunde pausenloser Kriegsaction oder Spielberg'scher Erzählweise sollten einen großen Bogen um "Der schmale Grat" machen.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Bild und Ton (gesehen auf 50 Zoll-Display / gehört mit 7.1-Set) befinden sich für einen Film aus dem Jahre 1998 absolut auf der Höhe der Zeit. Die Blu-Ray gibt die wunderschönen Bilder endlich so wieder, wie ich es mir schon zu DVD-Zeiten erhofft hatte: Sauber, knackscharf und satt in den Farben. Der Sound steht dem hervorragenden Bild in nichts nach: "Der schmale Grat" hat viele ruhige und vereinzelt actionhaltige Szenen zu bieten. In den ruhigen Momenten werden selbst leiseste Umgebungsgeräusche sehr schön herausgearbeitet. In den actionhaltigen Passagen kommt dem Film seine sehr gute Dynamik und die imposant-druckvolle Surroundkulisse zu Gute.

Im Vergleich zur eher spartanisch ausgestatteten DVD haben die Extras auf der Blu-Ray deutlich an Umfang zugelegt. Zwar trägt der schon immer sehr zurückhaltende Regisseur auch bei "Der schmale Grat" nichts zu deren Inhalt bei; der interessante Audiokommentar, sowie zahlreiche Informationen zum geschichtlichen Hintergrund und zu den Dreharbeiten selbst, entschädigen jedoch zumindest ansatzweise für das Fehlen von Terrence Malick.

>>> FAZIT <<<
Ich schließe mich dem Urteil in der hervorragenden Rezension von Exciter30 an und sage: "Der schmale Grat" ist ein Meisterwerk! Und mögen Vergleiche immer sehr subjektiv und gefährlich sein, so möchte ich doch sagen: Auch für mich schneidet "Der schmale Grat" im Vergleich zu "Der Soldat James Ryan" besser ab (sogar deutlich). Denn Terrence Malick hat den Mut gehabt, seine ungewöhnliche Erzählweise von Anfang bis Ende durchzuziehen und belohnt den Zuschauer mit einem außergewöhnlich ungewöhnlichen Film. Steven Spielbergs "Private Ryan" beginnt hingegen phänomenal, nur um mit zunehmender Spieldauer in typische Klischees zu verfallen. Spielberg sorgt für einen spunghaften Adrenalinanstieg beim Zuschauer. Malick hingegen fordert dessen Hirn und - bei einem Film dieses Kalibers beinahe unglaublich - beliefert dessen Herz. Ich würde die Malick'sche Methode jederzeit wieder bevorzugen.
Nicht zu vergessen: Wer den Film bereits auf DVD besitzt und mit einem Umstieg auf Blu-Ray liebäugelt, dem kann der Umstieg bedenkenlos empfohlen werden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2014 9:21 PM CET


Dredd [Blu-ray]
Dredd [Blu-ray]
DVD ~ Karl Urban
Preis: EUR 9,99

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Held, der zum Lachen in den Keller geht - in einem Film, der Genrefans zu begeistern weiß, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Dredd [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Da in Hollywood interessante Story-Ideen scheinbar zunehmend Mangelware sind, werden nicht nur Filmserien so lange wie möglich fortgesetzt; auch Geschichten, die vor nicht all zu langer Zeit bereits im Kino zu sehen waren, werden neu aufgelegt. In jüngster Zeit wurden so z.B. Filme der 80er oder 90er Jahre in Form von Fright Night oder Total Recall neu aufgelegt. Die genannten Neuauflagen haben gemein, an den Knokassen weitgehend gefloppt zu sein. Umso verwunderlicher ist es, dass die Betriebswirte, Controller und Kostenrechner in Hollywood immer wieder grünes Licht für Remakes und Reboots geben. So auch geschehen bei DREDD. Er basiert auf einer Comicvorlage, dessen weitgehend gesichtsloser Held sich in den 90ern bereits einmal in Judge Dredd auf den internationalen Kinoleinwänden austoben durfte. Auch damals waren die Kritiken eher enttäuschend und der finanzielle Erfolg überschaubar. Trotz aller Risiken wurde nun - mit Karl Urban statt Sylvester Stallone in der Hauptrolle - die Vorlage erneut verfilmt....

... und wurde vom internationalen Kinopublikum weitgehend ignoriert. Schade eigentlich, denn DREDD - ein in Sachen Handlungsverlauf und dargestellter Gewalt durch und durch kompromissloses Stück Film - hätte ein größeres Publikum verdient. So hörte ich, der die Comicvorlage nicht kennt, dass sich DREDD stärker an dieser orientiert als der Stallone-Film. Fans des Comics dürften daher auch eher zufriedengestellt werden als Fans der ersten Filmversion. Ich persönlich habe diesen nur 1x gesehen, war nicht übermäßig angetan und ging daher recht unvoreingenommen an DREDD. Und ich muss sagen, dass mich die 2012er-Version von der ersten Minute an begeistert hat.

DREDD erzählt keine tiefsinnige oder hintergründige Story. Er beschränkt sich auf die Darstellung einer Geschichte, in die Judge Dredd mit seiner Rekrutin Cassandra Anderson geworfen werden. Diese spielt sich vollständig innerhalb eines gigantischen Wolkenkratzers ab. Da es sich hierbei um die Konfrontation zwischen dem Duo Dredd/Anderson und der Drogenbaronin "Ma-Ma" und ihren schwerbewaffneten Schergen handelt, muss jeder Zuschauer wissen: Dialoge stehen bei DREDD nicht im Vordergrund! Vielmehr kämpft sich das ungleiche Duo Stockwerk für Stockwerk nach oben, um Ma-Mas Treiben ein Ende zu setzen. Die Maskenbildner, Pyrotechniker und Effektspezialisten durften sich austoben, um den langen Weg nach oben eindrucksvoll zu gestalten: Feuergefechte, Explosionen, zerfetzte Körper, umherfliegende Gliedmaßen - jeder Grund für ein R-Rating in den USA und eine FSK18-Einstufung in Deutschland wird zelebriert. Dies ist sicher auch einer der Gründe für den sehr überschaubaren Zuschauerzuspruch.

Und trotzdem: DREDD begeistert! Die Handlung ist sehr kurzweilig und trotz der Art der Inszenierung alles andere als dumm. Man verfolgt gespannt, ob und wie Judge Dredd mit seiner Rekrutin im Schlepptau das Abenteuer überstehen werden. Man ist angewidert und fühlt sich unwohl zugleich angesichts Ma-Mas emotions- und gnadenloser Präsenz. Und sollte man trotzdem noch Augen für beeindruckende Bilder haben, so fühlt man sich beinahe geneigt, sich in den faszinierenden Zeitlupeneffekten zu verlieren, welche die Wirkung der Slo-Mo-Droge eindrucksvoll visualisieren.

Karl Urbans Leistung als Judge Dredd ist aufgund der kaum zu sehenden Mimik nicht wirklich beurteilbar. Dafür macht Olivia Thirlby als Dredds Juniorpartnerin ihre Sache sehr gut. Ihr Charakter sorgt durch seine Fähigkeiten auch für die Maximaltiefe in der Story. Lena Headey hat als Ma-Ma relativ wenig Screentime, überzeugt in den wenigen Minuten aber umso mehr. Überrascht bin ich bei ihr über ihre Rollenwahl der jüngsten Zeit. Spielte sie früher (z.B. in Brothers Grimm oder 300 "gute" Charaktere, so beweist sie in Game of Thrones oder nun auch in DREDD, dass sie auch dunkle Charaktere überzeugend darstellen kann. Ich bin gespannt, was da noch alles kommt...

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50-Zoll Plasma-Display)
Ich habe die 2D-Version gesehen und bin vom Bild mächtig beeindruckt. Farben, Schwerzwert, Kontrast, Schärfe. Alles bewegt sich auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau.

TON (gehört auf 7.1-Set)
Der Ton liegt in Deutsch und Englisch im hochaufgelösten DTS-HD Master Audio-Format vor. Der Sound begeistert noch mehr als das Bild. Die aufgebaute Surroundkulisse ist grandios, Dynamik und Bassgewalt begeistern. Besser geht es kaum.

EXTRAS
- 6 Featurettes (nicht wirklich interessant)
- Interviews mit Cast % Crew
- Kinotrailer
- Wendecover
Das Bonusmaterial enttäuscht insgesamt. Da der Film jedoch gefloppt ist, kann man dankbar dafür sein, dass zumindest ein wenig Bonus enthalten ist.

>>> FAZIT <<<
DREDD ist ein kompromissloses Actionfeuerwerk, das trotz kaum vorhandener Storytiefe zu begeistern weiß. Der Film ist sehr kurzweilig und vergeht wie im Flug, die Technik überzeugt auf ganzer Länge -> von mir gibts insgesamt die volle Wertung.


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