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Rezensionen verfasst von
Sibylle Quenett
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Was ist mit den Amis los?: Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben
Was ist mit den Amis los?: Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben
von Christoph von Marschall
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilfreich, 3. Februar 2012
Christoph von Marschall hat schon recht: Der Atlantik wird breiter. Das Verständnis zwischen Amerikanern und Europäern, vor allem den Deutschen, nimmt ab. In seinem Buch "Was ist mit den Amis los" erklärt der Historiker und Journalist, der seit sieben Jahren als Korrespondent aus Washington und den USA berichtet, warum das so ist. Der Autor beantwortet Fragen, die ihm unzählige Leser seiner bisherigen Bücher auf Lesereisen in Deutschlang gestellt haben. Weshalb die Amerikaner anders als die Deutschen den Staat höchstens dulden, aber nicht viel von ihm erwarten, weshalb sie im Zweifel für die freie Entscheidung und nicht für eine wohlmeinende staatliche Bevormundung sind und weshalb selbst die wachsende soziale Ungleichheit in ihrem Land viel akzeptierter ist als in Deutschland. In dem sehr persönlich gehaltenen und gut lesbaren Buch berichtet von Marschall auch über den ganz normalen Alltag in den USA und scheut sich nicht, die Situation in Deutschland aus der Sicht eines 'Expatriot' zu bewerten. Anders als in seinen beiden Büchern über Barack und Michelle Obama bleibt deshalb die historische Analyse diesmal ein wenig kurz. Das ist schade, denn an dieser Stelle würde man meist gern noch ein wenig mehr lesen. Deshalb nur 4 Sterne.


EisTau: Roman
EisTau: Roman
von Ilija Trojanow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltig, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: EisTau: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich müsste man nach der Lektüre der letzten Seiten sofort wieder zum Anfang zurückkehren. Soviel Wissen bringt Ilija Trojanow in seinem Buch "Eistau" auf gerade einmal 168 Seiten unter. Auch wer sich noch nie mit Gletschern oder dem nur vermeintlich ewigen Eis der Antarktis beschäftigt hat, wird hier zum heimlichen Glaziologen gemacht. Wissen, das nicht akademisch anstrengt, sondern im Gegenteil nach mehr ruft. Denn Trojanow schreibt mit ganz einfachen Sätzen, prägnant und doch in jedem Moment verständlich. Ein überraschendes Buch, das den Leser nicht unterfordert und es ihm dennoch leicht macht.


Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums
Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums
von Stephen Hawking
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Der große Entwurf" bleibt im ungefähren, 3. Februar 2012
Vermutlich ist es doch ein zu hoher Anspruch, das Universum, seine Entstehungsgeschichte und seine Zukunft in einem Buch von 190 Seiten zu erklären. Die Sprache ist verständlich und klar, die Illustrationen sind nicht nur bunt, sondern auch anschaulich. Aufmachung, Druck und Papier bereiten Freude. Aber der mathematische und physikalische Laie, zu denen die meisten Leser eben doch zählen werden, wird zuletzt vor allem mitnehmen, worüber die Forscher nachdenken. Wirklich verstehen wird er es trotz aller Bemühungen kaum. Das liegt natürlich vor allem an der Materie. Quantenphysik, String-Theorie und bis zu 10 Dimensionen sind keine leichte Kost, auch wenn sie hier mit lockeren Sprüchen dargeboten wird. Hawking und Mlodinow geben sich alle Mühe zu belegen, dass Gott für die Schöpfungsgeschichte nicht notwendig war. Aber das muss seiner Existenz nicht widersprechen.
Für einen unterhaltsamen Einstieg in die Materie taugt das Buch. Aber wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen will, wird zu anderen Büchern greifen.


Michelle Obama: Ein amerikanischer Traum
Michelle Obama: Ein amerikanischer Traum
von Christoph von Marschall
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Frau an der Seite des Präsidenten, 12. November 2009
Das Buch des Historikers und Journalisten Christoph von Marschall über Michelle Obama ist kein schnell geschriebenes Buch über die Frau des US-Präsidenten Barack Obama. Vermeintlich weiß die Welt ziemlich viel über die Frau, deren strahlendes Lächeln nicht nur die Amerikaner in den Bann geschlagen hat: Sie hat, aus einfachen Verhältnissen stammend, an einer Elite-Universität Jura studiert, in einer renommierten Anwaltskanzlei gearbeitet, dort ihren späteren Mann kennengelernt, und in Chicago zuletzt als Managerin eines großen Klinikums deutlich mehr Geld verdient als ihr Mann. Aber in dem Buch von Marschalls erfährt der Leser, wie sich Michelle während ihres Studiums als Schwarze an der 'weißen' Universität Harvard gefühlt hat. Woher ihr Familiensinn stammt und wie sie mit Barack durchaus nicht immer einer Meinung war, wenn es um dessen politische Ambitionen ging. Die Frau, die heute so vielfältig als glamouröse Projektionsfläche dient, wäre lange Zeit froh gewesen, wenn ihr Mann mehr an die Familie und deren Unterhalt gedacht als erst einen Sitz im Parlament von Illinois, dann einen Posten im Senat und schließlich die Präsidentschaft angestrebt hätte. Bis die Familie im vergangenen Januar im Weißen Haus in Washington einzog, hat auch das Ehepaar Obama wohl mehr als eine Diskussion über die Aufgabenverteilung in der Familie geführt. Das alles erzählt der Autor in einem klar gegliederten Buch, das die ersten Monate der Präsidentschaft Obamas einbezieht. Obwohl die Präsidentenfamilie mit Angaben über ihren bisherigen Lebensweg oft im Ungefähren bleibt, oder sich sogar in verschiedenen Interviews widerspricht, hat von Marschall viel Licht ins Dunkel gebracht, in dem er als Historiker stets mehrere Quellen herangezogen hat. Dass sein Buch dabei trotzdem gut lesbar bleibt, spricht wiederum für den erfahrenen Journalisten.


Barack Obama - Der schwarze Kennedy
Barack Obama - Der schwarze Kennedy
von Christoph von Marschall
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ und gut lesbar, 9. April 2008
Ein Phänomen wie Barack Obama fällt nicht vom Himmel. Er hat eine Vorgeschichte, persönlich und als Politiker. Es ist das Verdienst von Christoph von Marschall, in der Biografie "Der schwarze Kennedy" diesen Mann lebendig zu schildern und doch gleichzeitig in einen historischen und politischen Kontext einzuordnen. Der Historiker von Marschall beschreibt nicht nur die Aufstiegsgeschichte des Sohnes einer weißen Mutter und eines muslimischen Vaters aus Kenia, seine Jahre auf Hawaii und in Indonesien. Der Leser erfährt auch viel über die Bedeutung der Religion in den USA oder über die gesellschaftliche und politische Integration der Schwarzen, von denen viele erst jetzt anfangen, über ihre Rolle als "Opfer" neu nachzudenken. Sollte Obama seine Chance als Präsidentschaftskandidat bekommen und gewählt werden, könnte das die USA, aber auch die Beziehungen zu anderen Staaten verändern. Nach der Lektüre von "Der schwarze Kennedy" wird verständlich, warum sich so viele Amerikaner für diesen Mann begeistern und einsetzen.


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