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Rezensionen verfasst von
C. Volkmer "(Dr. Christian Volkmer)" (Grafrath)
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Higdon & Tchaikovsky: Violin Concertos
Higdon & Tchaikovsky: Violin Concertos
Preis: EUR 16,13

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zäher, uninspirierter Tschaikowsky / Higdon-Violinkonzert mit fraglichem Repertoirewert, 5. Februar 2011
Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin ein Fan von Hilary Hahn und freute mich schon sehr auf die stark promotete CD von ihr.

Allerdings habe ich eine ganz andere CD gehört als mein Vorrezensent Johannes Löw! Hilary Hahn spielt nämlich alles andere "als einen Tick schneller"!
Hier ein paar Zahlen zum Vergleich: H. Hahn benötigt für den 1. Satz (Allegro moderato) sage und schreibe 19:23 Minuten. Ähnlich langsam ist nur noch A.-S. Mutter unter Karajan (19:18); bei ihrer Einspielung 2003 mit André Previn ist Mutter gut eine Minute schneller. Wenn man 'mal vom Turbogeiger Heifetz (15:51) absieht, brauchen die Geigenspieler, in den mir zur Verfügung stehenden Einspielungen (u.a. Menuhin, Kremer, Fischer, Bell, Jansen, Vengerov) alle um 17:30 bis 18:00 Minuten.
Dementsprechend zäh zieht sich der erste Satz dann auch dahin, trotz des lebhaften "Intros" des Orchesters: Das ist kein Allegro moderato mehr! Natürlich ist H. Hahns Spiel technisch makellos, ihre Intonation sicher und delikat. Dennoch zerfallen ihr die Phrasen in nur noch einzelne schöne Momente. Ihr Spiel wirkt im ersten und folgerichtig noch langsamer gespielten zweiten Satz wie zelebriert, langsam einherschreitend. Ein richtiges Zusammenspiel mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra kommt während fast des ganzen Konzerts nicht wirklich zustande. Vasily Petrenko bringt keinen richtigen "Zug" ins Orchester, ein Dialog zwischen Solist und Orchester gelingt ihm nicht, solistisch geführte Orchesterinstrumente wirken in den Einsätzen wie abgesetzt von der Geigerin. Der Schlusssatz kommt dann dafür wie aus der Rakete geschossen. Durch den großen Tempounterschied verliert das Konzert dadurch seinen inneren Zusammenhang. Auch in diesem Satz bleibt der Dialog mit dem Orchester uninspiriert, abgesehen von den letzten zwei Minuten, die wohl jedes Orchester mitreißen würde.

Dies alles gelingt in der Ersteinspielung von Jennifer Higdons Violinkonzert (ein Jahr später eingespielt) dann doch deutlich besser. In diesem Stück, welches ihre ehemalige Lehrerin Jennifer Higdon Hilary Hahn gewidmet hat, hört man viele neue Klang- und Rhythmuskonstellationen, alles sicher sehr schwer zu spielen. Die Sätze stehen allerdings für mich sehr isoliert da, ein zusammenhängendes "Konzert" kann ich (noch) nicht erkennen. Den Repertoirewert muss jeder für sich entscheiden.

Tschaikowski-Alternativen: Wer eine junge Geigerin hören möchte, sollte die Einspielung von Julia Fischer unter Yakov Kreizberg mit dem Russian National Orchestra (2006) vorziehen. Es ist eine in sich sehr geschlossene, in den Tempi schlüssige und klanglich hervorragende Einspielung, welche dem Violinkonzert wirklich gerecht wird (Echo Klassik 2007).
Eine Referenzaufnahme ist und bleibt natürlich G. Kremers Einspielung von 1979 unter Lorin Maazel mit den Berliner Philharmonikern.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 29, 2012 10:42 AM MEST


Drums 'n' Chant
Drums 'n' Chant
Preis: EUR 17,95

20 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überflüssig, 9. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Drums 'n' Chant (Audio CD)
Mit großem Werbeaufwand bringt die Deutsche Grammophon diese CD heraus. Allenthalben sind Interviews mit dem vor Selbstgefälligkeit strotzenden Martin Grubinger zu lesen und zu hören.
Möglicherweise ist es ja ein spannendes Experiment, zwei so völlig unterschiedliche Klangwelten zusammen zu bringen.
Also: Gedacht, gekauft, gehört.
Das Ergebnis enttäuscht auf der ganzen Linie. Es klingt, als würden aus zwei Radios gleichzeitig zwei unterschiedliche Programme ausgestrahlt. Zwar nimmt die Perkussion Rücksicht auf die Einsätze und Pausen des Mönchsgesangs - aber das was's dann auch schon! Die Rhythmen laufen völlig unbeeinflusst nebeneinander, ebenso wie die Melodien. Vor allem passen die gregorianischen Tonarten nicht zu der Stimmung der Perkussionsinstrumente! Zudem hat man den Eindruck, als würde die Perkussion einem Playback zugemischt, da der Hall der beiden Klangebenen völlig unterschiedlich ist.
Man frägt sich eigentlich nur, warum die Mönche aus Münsterschwarzach diese heilige, liturgische Musik für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben, zumal der Perkussions-Künstler nach eigener Aussage selbst "mit heilig nichts anfangen" kann. Eine Fortentwicklung dieser religiösen Musik in unsere Zeit wird wohl auch nicht die Intention der Protagonisten gewesen sein. Ist es dann aber nicht ein Missbrauch liturgischer Musik? Die verantwortlichen Mönche sollten darüber einmal nachdenken und sich nach anderen Einnahmequellen umsehen!
Die CD ist in meinen Augen und Ohren völlig überflüssig.


Cours intensif. Französisch als 3. Fremdsprache / Vokabellernheft 1. Lernjahr
Cours intensif. Französisch als 3. Fremdsprache / Vokabellernheft 1. Lernjahr
von Dieter Kunert
  Broschiert
Preis: EUR 4,75

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praktisches Vokabellernheft, 5. September 2010
Das Vokabellernheft zum Französischlehrgang als 3. Fremdsprache bringt die neue Sprache durch abwechslungsreiche Wortschatzübungen, Vokabelnetze und Verweise auf Latein und Englisch rasch nahe. Am Ende jeder Lektion stehen Übungsaufgaben, schwierige Wörter oder Wörter, die einfach nicht in den Kopf wollen, werden immer wieder aufgegriffen. Das praktische Format lässt das Vokabular zu einem praktischen und ständigen Begleiter für die Jacken-oder Umhängetasche werden.
Die 2-Sterne-Rezension des Vorgängers bezieht sich anscheinend garnicht auf das Vokabellernheft, sondern eher auf den Frust seiner schulischen Leistungen.


Chopin: Sämtliche Walzer
Chopin: Sämtliche Walzer
Preis: EUR 21,90

32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chopin-Walzer mit Alice Sara Ott: Eine Entdeckung wert!, 7. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Chopin: Sämtliche Walzer (Audio CD)
Wieder ein Jungstar, wieder eine Chopinplatte, so dachte ich, als ich die Ankündigung der DG las. Eher distanziert und abwartend legte ich die Platte (CD) auf - und war aufs Angenehmste überrascht.
Alice Sara Ott spielt die Walzer in durchaus tänzerischem, eher etwas langsamerem Tempo als manch einer ihrer Kollegen, welcher sich als Tastenlöwe profilieren möchte. Sie gestaltet die kleineren Werke durchaus individuell und sehr einfühlsam. Die "grande valse" werden ganz im Dienst der Musik Chopins perfekt aber ohne Effekthascherei vorgetragen. Der Anschlag ist sehr differenziert und angemessen, der Ton schön.
Die weiter unten genannten Kritikpunkte gehen meiner Meinung nach ins Leere:
Dass "Deutsche" Chopin erst gar nicht spielen könnten, und wenn dann nur nach jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelangem Üben, bzw. dass man in Paris ausgebildet sein müsse, um Chopin überhaupt "richtig" spielen zu können, ist angesichts der Größe der Musik Chopins völliger Unsinn: Bei großer Musik gibt es nicht nur ein "Richtig".
Dass eine junge Frau nicht die Reife eines Claudio Arrau haben kann - und natürlich auch nicht mit dessen abgeklärter (und für Arrau selbst und dem Arrau-Hörer mit entsprechender Hörerwartung "richtigen") Sichtweise spielen kann - ist selbstredend und kann ihr nicht als Mangel angelastet werden. Oder sollen alle Pianisten erst mit 70 Jahren ins Aufnahmestudio?
Alice Sara Ott wird der Aufgabe technisch und interpretatorisch mit einer Aufnahme gerecht, die durchaus ein eigenes Profil erkennen lässt, welches sich aber - angenehmerweise - nicht in den Vordergrund spielen will: Bestes Musizieren im Dienst der großen Musik Chopins.
Da die Aufnahme auch klangtechnisch überzeugt (Tonmeister ist Rainer Maillard, der auch für die Grimaud, Argerich und Yundi Li aufnimmt), kann die CD zu Beginn des Chopinjahres voll empfohlen werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2010 9:12 PM MEST


Gondeln
Gondeln
von Constantin Parvulesco
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,61

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassender Überblick über die venezianische Gondel, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Gondeln (Gebundene Ausgabe)
Constantin Parvulesco legt einen opulenten Bildband über eines der Wahrzeichen Venedigs vor: Die Gondeln.
Das herrlich illustrierte Buch beleuchtet alle Aspekte der Gondel: Von der Frühgeschichte, dem Bau und den Arten der Gondel, dem kulturgeschichtlichen Aspekten und Gebrauch bis hin zum Gondelbauer und Gondoliere.
Das Buch ist eine wunderschöne Einstimmung auf eine Venedigreise und lädt zur nächsten Gondelfahrt "mit wissenden Augen" ein.
Wegen der erotischen und z.T. pornographischen Abbildungen (Kulturgeschichte der Gondel während der venezianischen Libertinage) nicht für Kinder geeignet!


Langenscheidt Italienisch Hören & Sprechen - 3 Audio-CDs mit Begleitheft: Der Audiowortschatz A1 (Langenscheidt Hören & Sprechen)
Langenscheidt Italienisch Hören & Sprechen - 3 Audio-CDs mit Begleitheft: Der Audiowortschatz A1 (Langenscheidt Hören & Sprechen)
Preis: EUR 12,72

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wörterliste fehlt, 11. September 2009
Das Konzept ist prinzipiell in Ordnung: Durch Hören und Nachsprechen zum freien Fremdsprachensprechen gelangen.
Die 3 CDs bieten Wörter zu allen Alltagsproblemen und decken laut Angaben des Verlags den A1-Wortschatz ab.
Allerdings: Eine Liste der zu lernenden Wörter liegt den CDs nicht bei, sie lässt sich auch nachträglich nicht auf der Homepage des Langenscheidtverlags downloaden.
Damit setzt das Mitlernen bereits ein erhebliches Einsteigerwissen voraus, um die authentisch gesprochenen Sätze überhaupt zu verstehen, ein Wissen das m.E. für einen A1-Wortschatz nicht vorausgesetzt werden kann.
Das Produkt muss also dringend nachgebessert werden: Nur vom Hören allein kann man die Wörter nicht (immer) richtig verstehen ... und damit auch nicht richtig lernen! Schade!


Gefährlich! Dinosaurier - Rekorde der Urzeit
Gefährlich! Dinosaurier - Rekorde der Urzeit
von Stuart Martin
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Graphisch imposanter Überblick über Dinos für Jugendliche, 11. September 2009
Wie von ars edition gewohnt, handelt es sich um ein opulent ausgestaltetes Bildsachbuch, welches durchaus für Jugendliche und auch Erwachsene noch sehr ansprechend gestaltet ist.
Die Altersempfehlung 6-9 Jahre ist sicher nicht ausreichend und nur dadurch begründbar, dass die Jüngeren schon allein von den Zeichnungen begeistert sein werden. Ältere werden jedoch auch viele sachliche Hinweise und eine Vielzahl von Fachbegriffen finden - nicht nur die Sauriernamen, die heute wirklich schon jeder interessierte Zweit- oder Drittklässler kennt.
Durch die raffinierten Seitenlayouts (Klappen, Ziehbilder, Taschen) gibt es lange 'was zu entdecken!
Das Buch ist sehr stabil gebunden, die Seiten am Rand z.T. versteift. Alles macht einen soliden Eindruck, der auch häufiges Benützen durch Kinderhände standhält!


Ein Amerikaner in Paris [Blu-ray]
Ein Amerikaner in Paris [Blu-ray]
DVD ~ Gene Kelly
Preis: EUR 12,41

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle Restaurierung, 23. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein Amerikaner in Paris [Blu-ray] (Blu-ray)
"Ein Amerikaner in Paris" - wer kennt nicht das berühmte und oscarprämierte Musical?
Aber wenn man die Blu-ray das erste Mal sieht, glaubt man fast, einen noch nie gesehenen Film präsentiert zu bekommen: Ich habe diesen Film noch nie so scharf, noch nie so kontrastreich und noch nie so farbig gesehen! So sahen also damals die Kulissen wirklich aus; das war ja wirklich eine imposante Inzenierung. Und mit wieviel Liebe damals die Kulissen "gealtert" worden sind, die feinen Strukturen der Hauswände z.B. - alles noch nie so gesehen, da im alten Filmeinheitsbrei einfach untergegangen!
Diese Restaurierung hätte nochmals einen Oscar verdient!
Unbedingt für alle Liebhaber des Musicals zu empfehlen. Auch für alle ein Muss, die sehen möchten, was mit der heutigen Digitaltechnik möglich ist. So ist Gene Kelly und Co. noch nie zu sehen gewesen. So wird die Erinnerung an ihn auch für künftige Zeiten würdig lebendig gehalten!
Danke für diese schöne Blu-ray Disc!


Der verkaufte Patient: Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werden
Der verkaufte Patient: Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werden
von Renate Hartwig
  Taschenbuch

60 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ruferin in der Wüste, 22. Juni 2008
Ich kenne Frau Renate Hartwig als eine aufrichtige, couragierte Autorin. Seit sie die schier unaufhaltsam auf uns alle zukommenden Veränderungen im Gesundheitswesen erkannt hat, ist sie unermüdlich für die gemeinsame Sache von Arzt und Patient unterwegs. Sie hat eine Unterschriftenaktion für die bayrischen Hausärzte initiiert, bei welcher in knapp 2 Wochen 565.000 (!) Unterschriften gesammelt wurden. Sie veranstaltet Großdemonstrationen für den Erhalt der hausärztlichen Versorgung, zuletzt am 07.06.08 im Münchner Olympiastadium, an welcher - bei miserablen Wetter - 25.000 betroffene Bürger/innen teilgenommen haben.

Endlich erscheint nun eine Zusammenfassung ihrer Recherchen in dem Buch "Der verkaufte Patient". Endlich deshalb, weil die Politik und Presse zum großen Teil sie bei ihren Aktionen bisher belächelt oder diese (wie durch den Bayrischen Rundfunk bei der Veranstaltung in München geschehen) einfach totgeschwiegen haben.
Endlich deshalb, weil wir Patienten und Ärzte in Deutschland Frau Hartwig nun alle dadurch Gehör verschaffen können, indem wir das Buch kaufen, lesen, weiterempfehlen:

Schaffen wir gemeinsam das Buch in die Bestsellerlisten!

Dann müssen sich die Presse und letztendlich auch die Politiker damit auseinandersetzen. Dann haben wir alle vielleicht noch eine Chance, dass der Patient auch in Zukunft nicht nur optimale Gerätemedizin und Tabletten bekommt, sondern dass er weiter die Wahl hat von seinem Arzt des Vertrauens betreut, verstanden, begleitet und behandelt zu werden.

Dann haben vielleicht auch noch die Ärzte (wieder) eine Chance, in eigener Verantwortung und nach ihrem Gewissen ihre Patienten zu behandeln, ohne durch Regresse, Fallpauschalen, Bürokratie oder Leistungsvorgaben ihres MVZ (= Medizinisches Versorgungszentrum) gegängelt eine Medizin oftmals nicht für sondern gegen ihre Patienten betreiben zu müssen.

Jeder, der keine amerikanischen Verhältnisse in unserem Gesundheitswesen haben möchte, jeder, der auch in Zukunft noch bestimmen möchte, wer ihn behandeln darf, muss sich jetzt mit der bereits in beschlossenen Gesetzen vorgezeichneten Zukunft unseres Gesundheitswesens auseinandersetzen und seine (Wähler)Stimme erheben.

Noch ist Frau Renate Hartwig eine Ruferin in der Wüste. Sie ruft die Politiker zur Umkehr ihrer völlig verfehlten, weil unethischen Gesundheitspolitik. Lassen wir Frau Hartwig in ihrem Rufen nicht allein! Erheben wir alle unsere Stimme! Sprechen wir mit unserem Bekannten, Nachbarn, Arbeitskollegen darüber! Sprechen wir mit unseren Abgeordneten! Sagen wir, was uns nicht passt! Kein Politiker soll sagen können, dass er ja nicht gewusst habe, wie sehr den Deutschen an einer vertrauensvollen Arzt-Patient-Beziehung gelegen ist!

Werden wir alle zu Rufern in der Wüste. Dann kann sich noch so Manches und so Mancher stoppen lassen. Lassen wir die Wüste wieder grünen, lassen wir wieder ein vertrauensvolles Miteinander von Arzt und Patient ohne Ängste und Zwänge in unsere deutschen Praxen einziehen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2008 10:01 PM CET


Verschlusssache Jesus: Die Wahrheit über das frühe Christentum
Verschlusssache Jesus: Die Wahrheit über das frühe Christentum
von Michael Baigent
  Taschenbuch

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lügen - Beststeller, 3. Mai 2008
Das Buch stützt seine Behauptungen auf drei Thesen:
1. Weniger als 25% des gesamten Materials sei (bis Sommer 1991) veröffentlicht. Dies beruht auf einer lächerlichen Milchmädchenrechnung: Für die Veröffentlichung aller Qumran-Texte sind 24 Editionsbände der Reihe "Discoveries in the Judaean Desert" vorgesehen. Bis dato waren nur 6 mit Texten aus Qumran "gefüllt". Die Autoren ignorieren schlichtweg, dass fast sämtliche umfangreicher erhaltenen Qumran-Handschriften außerhalb der Reihe erschienen sind. Selbst in ihrem Buch sind Schriften abgebildet und werden ausführlich beschrieben, welche in o.g. Reihe garnicht erschienen sind. Insgesamt ist bis 1991 praktisch alles Lesbare/ Rekonstruierbare an Qumranschriften ediert gewesen; lediglich 20% des Materials (fast ausschließlich aus Höhle 4Q) waren zu diesem Zeitpunkt nicht aufgearbeitet: Alles lediglich kleinste "Schnipsel", keine zusammenhängenden größeren Texte, welche alle schon bis Mitte der 60er Jahre (!) veröffentlicht waren.
2. Die Machenschaften des Vatikans stünden hinter der verzögerten Herausgabe. Fakt ist, dass der Vatikan lediglich Schriftfragmente der Höhle 4Q kaufte, die Texte allgemein zugänglich sind und mindestens die Hälfte der Wissenschaftler Nicht-Katholiken waren bzw. sind.
3. In den Texten würde stehen, dass die Qumran-Leute - und auch Jesus Christus - Widerstandskämpfer gegen Rom gewesen seinen. Nun, fast sämtliche Texte sind gut 100 bis 150 Jahre vor Christus geschrieben worden (Bestimmung des beschriebenen Materials und des Schreibmaterials mittels Radiocarbon, Genauigkeit um 20 bis max. 45 Jahre (bei in Museen präparierten Lederrollen)) - Da erübrigt sich das weitere Nachdenken über diese Behauptungen. Nebenbei gibt's von den Autoren auch noch früher erschienene Bücher mit Beweisen zum Gral und der Ehe von Maria Magdalena mit Jesus (einschließlich Nachkommenschaft bis auf unsere Tage) - Sakrileg lässt grüßen!
Detailliert - und sehr empfehlenswert zum Nachlesen! - wird auf diesen Lügen-Beststeller bei Hartmut Stegemann: Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und Jesus, erschienen bei Herder, eingegangen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 18, 2013 1:36 PM CET


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