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Beiträge von cyberhog
Top-Rezensenten Rang: 3.388
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Rezensionen verfasst von cyberhog (Wesseling)
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4.0 von 5 Sternen
Die Zeitreisen gehen weiter, 19. April 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Bei diesem Spiel handelt es sich um den zweiten Teil der Ego-Shooter-Reihe TimeSplitters, die mittlerweile drei Spiele umfasst. Er erschien im Jahre 2003 für die Playstation 2, die Xbox und den GameCube und ist die Fortsetzung des ersten Teils, der 2000 erschienen ist. Der dritte Teil - TimeSplitters: Future Perfect - folgte 2005. Direkt beim ersten Antesten merkt man, dass man deutliche Fortschritte gemacht hat, wenn auch manche Fehler aus dem ersten Teil auf direktem Wege importiert wurden. Dennoch gibt es sehr viele positive Änderungen. So ist die Story des Spiels endlich erkennbar, auch wenn die Missionen weiterhin zusammenhangslos erscheinen. Eigentlich muss die beliebte Hauptfigur der Ego-Shooter-Reihe, Sergeant Cortez, mittels Zeitreisen die restlichen Zeitkristalle einsammeln, durch die man die für den dritten Teil nötigen Zeitreisen machen kann. Dennoch spielt man auch hier wieder die verschiedensten Figuren, die auf den ersten Blick ebenfalls zusammenhangslos erscheinen. Insgesamt gibt es zehn Zeitkristalle einzusammeln, die sich nicht nur an den verschiedensten Orten, sondern auch in den verschiedensten Zeiten befinden. Sowohl an den Zeiten als auch an den Orten merkt der Spieler mehr als deutlich, dass es sich hierbei um das Bindeglied zwischen dem ersten und dem dritten Teil der Ego-Shooter-Reihe handelt. 1990: Sibirien 1932: Chicago 1895: Notre Dame 2280: Planet X 2019: Neo Tokio 1853: Wilder Westen 1972: Nuklearspalter 1920: Aztekenruinen 2315: Roboterfabrik 2401: Raumstation Was mir sofort aufgefallen ist, ist die in jeglicher Hinsicht verbesserte Grafik. Zwar hatte schon der erste Teil eine relativ gute Grafik, aber hier wurde noch eine gehörige Portion Authentizität hinzugefügt. Vor allem Notre Dame sieht wirklich beeindruckend gemacht aus und besticht durch eine sehr hohe Detailgenauigkeit. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, dass der Spieler in den Missionen nun verschiedene Ziele zu verfolgen hat. Auf die Eintönigkeit des ersten Teils wurde voll und ganz verzichtet. Diesmal muss man nicht einfach nur einen Gegenstand finden und mitnehmen, sondern auch Verfolgungsjagden starten, Computer hacken oder einer Anspielung auf Quasimodo helfen. Leider überschreitet das Spiel dabei manchmal eine Grenze, denn manche Missionen sind wirklich sehr schwierig geraten. Es gab schon Spieler, welche für die Mission "2019: Neo Tokio" ein halbes Jahr gebraucht haben. Der Schwierigkeitsgrad wurde also deutlich erhöht. Hier ist mehr gefragt als Zielgenauigkeit, nämlich Geschick und Fingerspitzengefühl. Die weiteren Funktionen unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen des ersten Teils. So gibt es auch hier wieder einen Arcade-Modus und einen umfangreichen Leveleditor. Der Arcade-Modus wurde deutlich verbessert. So kann man hier rund 100 Figuren und viele weitere Level erspielen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Unterteilung des Arcade-Modus' in "Arcade - Liga" und "Arcade - Eigen". Die Liga ist aufgeteilt in die Amateurliga, die Ehrenliga und die Eliteliga, wobei man sich die letzten beiden durch gute Leistungen in der Amateurliga verdienen muss. Die Herausforderungen, die man dort zu bewältigen hat, sind abwechslungsreich und variieren in ihrem Schwierigkeitsgrad. Der restliche Arcade-Modus ist aufgeteilt in die viele einzelnen Spiele, die man auch im Mehrspielermodus absolvieren kann. Auf der einen Seite können auch hier wieder Optionen wie "Deathmatch", "Team-Deathmatch", "Capture the Bag" oder "Bag Tag" gespielt werden, aber auf der anderen Seite gibt es auch neuartige Entwicklungen wie "Sturmangriff", "Tabula Rasa", "Vampir", "Dieb" oder "Affiger Assistent". Meiner Meinung nach merkt man insgesamt ziemlich deutlich, dass die Fortsetzung versucht, die Schwächen des ersten Teils auszubügeln und gleichzeitig durch neuartige Entwicklungen zu bestechen. Eigentlich fehlt diesem Spiel, das von vielen Zeitschriften und Kritikern übrigens als bestes Spiel dieser Ego-Shooter-Reihe bewertet wurde, nicht viel. Dennoch merkt man an vielen Stellen leider sehr stark, dass manche Optionen noch in den Kinderschuhen stecken und noch nicht ganz ausgereift und überzeugend sind.
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3.0 von 5 Sternen
Leider nur unterer Durchschnitt, 19. April 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen
Bei diesem Spiel handelt es sich um den Anfang der Ego-Shooter-Reihe TimeSplitters, die mittlerweile drei Spiele umfasst. Der erste Teil erschien im Jahre 2000 für die Playstation 2, ehe 2003 und 2005 die beiden Fortsetzungen folgten. In TimeSplitters spielen Zeitreisen eine sehr große Rolle. Vielleicht sollte man eine solche Zeitreise auch für eine Rezension zum ersten Teil nutzen. Denn vergleicht man den ersten Teil mit den heutigen Voraussetzungen, die so ein Spiel erfüllen muss, erscheint es ziemlich schwach. Dem Spieler werden hier lediglich drei Spieloptionen zur Verfügung gestellt: Der Story-Modus, der Arcade-Modus und der Leveleditor, wenn man einmal von den Challenges, die man im Laufe des Spiels freischalten kann, absieht. Der Story-Modus besteht aus insgesamt neun einzelnen Missionen, die jeweils in einem Dreierpack erscheinen und nach und nach freigeschaltet werden müssen. Dazu gibt es noch drei verschiedene Schwierigkeitsstufen: leicht, mittel und schwer. Leider fällt der Story-Modus mehr als dünn aus. Man kann die jeweilige Mission entweder mit einer weiblichen oder mit einer männlichen Figur starten. Und hier beginnt das Spiel mit seinen Lücken, denn was auf der Rückseite der Verpackung noch wie eine sehr spannende Geschichte klingt, wird im Spiel leider nur durch ein kurzes Missionsziel abgehandelt. Dieses Ziel sieht dabei immer gleich aus: man läuft mit seiner Figur durch ein Level, schießt sich den Weg frei, sammelt den geforderten Gegenstand ein, was die TimeSplitters zu einem Angriff reizt, und kehrt schließlich zum Ursprungsort zurück. Nach einiger Zeit wird diese Eintönigkeit leider sehr langweilig, zumal die jeweiligen Missionen offenbar keinen Bezug zueinander haben. Jedenfalls wird dem Spieler nichts erklärt oder geschildert, denn es gibt weder Zwischensequenzen noch genauere Angaben. Und als wäre das schon nicht genug, sind die Missionen auch noch dermaßen leicht, dass man sie innerhalb weniger Minuten geschafft hat. Insgesamt kann man also sagen, dass man es hier mit eintönigen und zusammenhangslosen Missionen zu tun bekommt. Deswegen gebe ich an dieser Stelle den Tipp, dass man eine Mission am Besten im Mehrspielermodus durchspielt, da diese Maßnahme viel mehr Spaß bereitet. 1935: Grabstätte 1970: Chinatown 2005: Cyberden 1950: Dorf 1985: Fabrik 2020: Planet X 1965: Villa 2000: Hafen 2035: Spaceways Allerdings gibt es auch zwei positive Aspekte über den Story-Modus zu sagen. Der erste positive Aspekt ist, dass mit steigender Schwierigkeitsstufe nicht nur die Anzahl der Gegner steigt, sondern auch die Anzahl der Räume. Außerdem befindet sich der Gegenstand, der einzusammeln ist, je nach Schwierigkeitsstufe an einer anderen Stelle. Der zweite positive Aspekt ist, dass man durch einmaliges Durchspielen die Challenges freischalten kann. Trotz dieser beiden Aspekte ist der Story-Modus in meinen Augen jedoch nicht überzeugend. Der Arcade-Modus gibt da schon etwas mehr her. Hier werden Aufgaben gesetzt, die mittlerweile bei jedem Ego-Shooter Gang und Gebe sind. So gibt es hier altbekannte Optionen wie "Deathmatch", "Team-Deathmatch" oder "Capture the Bag" zu erkunden. Zwar kann man noch nicht zwischen allzu vielen Figuren wählen, aber der Spaßfaktor ist hier auf jeden Fall höher als im Story-Modus. Zum Schluss muss ich allerdings auch noch drei positive Aspekte über das Spiel loswerden. So finde ich Design und Musik der jeweiligen Missionen sehr gelungen, hier ist die Grafik auf jeden Fall sehr lobenswert. Außerdem finde ich es gut, dass es viele verschiedene Waffen gibt. Das sorgt für Abwechslung und ist obendrauf auch noch sehr realistisch, da es sich hier um real existierende Waffen handelt. Wenn man also gedacht hat, dass man hier ausschließlich mit Laserkanonen durch die Gegend läuft, hat man sich geirrt. Was bleibt also als Fazit zu sagen? Das Spiel ist in meinen Augen leider nur unterer Durchschnitt. Für damalige Verhältnisse ist dieser Ego-Shooter sicherlich als positiv zu bewerten. Wenn man aber, so wie ich, zuerst einen anderen Teil von TimeSplitters durchgespielt hat, sollte man vom Kauf des ersten Teils absehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Kompensiert und beibehalten, 11. April 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Bevor ich dieses Spiel zum ersten Mal gespielt habe, kannte ich bereits den ersten Teil, den ich gelungen fand - mehr aber auch nicht. Für den zweiten Teil erwartete ich einige Veränderungen und Verbesserungen. Als ich das Spiel zum ersten Mal laufen ließ, wurde ich zunächst etwas enttäuscht: die Grafik in der Einführung ist zum Fürchten und aktiv werden kann der Spieler wiederholt erst in Hogwarts. Aber alles, was danach passierte, war das absolute Gegenteil! Dieses Spiel hat fast alle Fehler des Vorgängers kompensiert und die positiven Aspekte dabei beibehalten. Das Spiel ist wirklich sehr nah an Buch und Film, sodass man nicht einmal Buchkenntnis besitzen muss, um dem Ablauf hier folgen zu können. So verpasst der Spieler hier den Hogwarts-Express, muss sich mit großen Spinnen und einem Basilisken herumschlagen, den Vielsaftrank brauen, Duelle im Duellierclub bestehen, Qudditch spielen und natürlich den Erben von Slytherin ausfindig machen. An alles und mehr wurde hier gedacht! Weitere positive Aspekte sind sicherlich die vielen neuen Zaubersprüche, die Harry erlernen muss. Die praktischen Herausforderungen nach dem Abschluss der Theorie sind diesmal ebenfalls spannender gestaltet. So gibt es diesmal einige wirklich fiese Gegner, einige Sterne, die man einsammeln muss und obendrauf auch noch ein Zeitlimit, das allerdings eine mehr als angenehme Länge besitzt. Je nachdem, wie der Spieler sich schlägt, kann er sein Bohnen-Konto durch ein weiteres Extra auffrischen. Und das Sammeln der Bohnen ist auch hier wieder eine wichtige Sache, denn schließlich gibt es wieder einige Gegenstände zu sammeln! Diesmal tauscht man nicht nur mit Fred und George, sondern mit Schülern aus ganz Hogwarts. Und diesmal gibt es nicht nur Karten zu tauschen, sondern auch wichtige Ausrüstung für Quidditch und Zutaten für einen Heiltrank, den man in einigen Situationen bestimmt brauchen wird. Das Sammelspektrum mit den Karten wurde darüber hinaus kräftig erweitert. Diesmal gibt es Karten in bronze, silber und gold zu finden, wobei man sich bei den letzten etwas gedulden und fleißig sammeln muss. Die Farbe einer Karte hängt von der Schwierigkeit des Fundes ab. Ist eine Karte leicht zu finden, ist sie meist bronze. Ist eine Karte schwer zu finden oder erst nach einigen Spielstunden und erlernten Zaubersprüchen zu erreichen, ist sie meist silber. Und obwohl es paradox klingt, sind vor allem die Karten in bronze und silber wichtig. Denn wenn man zehn Karten einer Gattung gesammelt hat, bekommt Harry etwas, was er sehr gut gebrauchen kann und das ihm im Kampf gegen den Basilisk sicherlich helfen wird. Ein weiterer positiver Aspekte ist sicherlich, dass die Figuren beim Sprechen diesmal sogar ihre Münder bewegen. Auch Harry, der im ersten Teil fast gar nicht zu hören gewesen ist, ist hier endlich oft zu hören. Und zwar im Gespräch mit vielen altbekannten Figuren, die man bereits kennt! Alle Figuren aus dem ersten Teil sind wieder mit von der Partie und werden diesmal von neuen Figuren wie Gilderoy Lockhart oder Tom Vorlost Riddle unterstützt. Hinzu kommt noch der unverwechselbare Soundtrack, der größtenteils schon im ersten Teil dieser Reihe zu hören war, und fertig ist ein wunderbares Spiel, das man sicher nicht nur einmal durchspielen wird! Und da man diesmal bestimmt sieben bis zehn Spielstunden brauchen wird, heißt das schon eine ganze Menge!
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3.0 von 5 Sternen
Aller Anfang ist schwer, 11. April 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Punktlich zum Kinostart wurde dieses Spiel veröffentlicht. Ich war gespannt, was mich erwarten würde. Nutzt das Spiel vielleicht nur die Popularität von Harry Potter aus? Oder taugt es vielleicht wirklich etwas? Die Antwort ist einfach: das Spiel ist irgendwo dazwischen einzuordnen. Auf der einen Seite merkt man mehr als deutlich, dass es noch einige Defizite gibt, aber auf der anderen Seite ist dieses Spiel ein ordentlicher Beginn der beliebten Fantasy-Reihe. Allerdings auch nur für den Beginn! Wäre das Spiel zum siebten Film auf diesem storytechnischen und grafischen Niveau, würde ich sicherlich Punkte abziehen. Der Spieler wird sofort in die Welt von Harry Potter eingewiesen. Leider geschieht dies mit minimalistischen Mitteln, denn anstatt animierte Zwischensequenzen zu zeigen, erzählt man die ersten elf Jahre von Harry Potter mit der Hilfe weniger Bilder! Eingreifen kann der Spieler hier leider noch nicht. Erst in Hogwarts gibt es dann den ersten Einsatz, wenn die berühmten Zwillinge Fred und George dem Spieler helfen, sich mit der Steuerung und in Hogwarts zurecht zu finden. Und dieses Prinzip - erst lernen, dann anwenden - bestimmt das ganze Spiel. Meistens sind natürlich die Zaubersprüche davon betroffen, aber auch Quidditch und Zaubertränke werden nicht vernachlässigt. In der Folge gibt es eine Menge abwechslungsreicher Aufgaben zu bestehen. So muss Harry mehrere praktische Unterrichtsstunden absolvieren, am Flugtraining teilnehmen, Zaubertrankzutaten suchen, einen Bergtroll erledigen oder Norbert, dem norwegischen Stachelbuckel, die Freiheit schenken. Und natürlich darf auch die wichtigste Aufgabe, nämlich die, den Stein der Weisen vor Voldemort zu finden, nicht fehlen. Wenn man dieses breite Aufgabenspektrum liest, könnte man meinen, dass es diesem Spiel an nichts fehlt. Das ist leider nicht ganz der Fall. Dem Spiel fehlt es vor allem an Informationen. Wenn man die Geschichte um den Stein der Weisen nicht kennt, wird man die Story hier wohl kaum nachvollziehen können. Ab und zu werden ein paar kleinere Bilder oder Animationen gezeigt, in denen die Geschichte des Buches in Windeseile erzählt wird. So wird der Vorfall um den Einbruch in Gringotts hier mit einer kleinen Zeile abgehandelt, wodurch der rote Faden leider verloren geht. Das ist kein Einzelfall, sondern Gang und Gebe bei diesem Spiel! Auf einmal ist man dann doch bei Fluffy und muss den Stein retten, und weiß nicht einmal genau, wie und weshalb. Leider führt dieser Mangel an Story und Informationen dazu, dass man dieses Spiel in ein paar Stunden durchspielen kann. Ein weiteres Manko ist die Grafik des Spiels. Zwar ist sie für damalige Verhältnisse ziemlich gut getroffen, aber leider gibt es dennoch einige Aspekte, die mich stören. So bewegen die Figuren ihre Münder beim Sprechen nicht. Außerdem finde ich es schade, dass man sich nicht den realen, sondern den Zeichentrickstil von Harry Potter angeeignet hat. Aber das ist der Aspekt, den man noch am ehesten verkraften kann. Nach so viel Kritik muss ich allerdings auch mal wieder positive Aspekte loswerden. So finde ich es sehr gut, dass es im Spiel einige Szenen zu sehen und Aufgaben zu bewerkstelligen gibt, die im Film fehlen. So muss der Spieler sich hier mit dem lästigen Poltergeist Peeves herumplagen und auf der Jagd nach dem Stein der Weisen auch an Snapes Aufgabe vorbei. Und wo ich schon von Snape spreche, kann ich auch direkt ein Lob an die vielen erstellten und altbekannten Figuren abgeben. Alle mehr oder weniger bekannten Figuren sind dabei, von Albus Dumbledore über Draco Malfoy bis Lord Voldemort. Sogar Professor Sprout hat hier ihren Auftritt, obwohl sie im ersten Film gar nicht zu sehen ist! Allerdings erspare ich es mir an dieser Stelle mal, alle Figuren aufzuzählen, die im Spiel zu sehen sind. Aber der Spieler wird auf sehr viele bekannte Gesichter treffen! Positiv hervorzuheben ist außerdem noch die hohe Anzahl der Geheimnisse, die man in Hogwarts entdecken kann. Zwar kann man nie das ganze Schloss auf einmal erkunden, sondern nur in einzelnen Bruchstücken, aber dafür gibt es stets einiges zu entdecken. Ein großes Highlight sind hierbei sicherlich die Sammelkarten, die der Spieler im Laufe des Spiels findet oder von Fred und George geschenkt bekommt. Wenn man alle gesammelt hat, so erwartet Harry eine Überraschung! Und da man nur einmal die Möglichkeit hat, an die jeweiligen Sammelkarten zu kommen, muss man jeden Winkel von Hogwarts erkunden! Ein weiteres Plus gebe ich an dieser Stelle für den Soundtrack des Spiels. An manchen Stellen will man fast schon mit dem Spielen aufhören, um der Musik zuhören zu können. Die Musik bietet ein breites Spektrum an Stimmungen und trifft die jeweilige Situation immer optimal. Hervorzuheben sind hierbei vor allem das Thema von den Gnomen, das Hauptthema von Hogwarts und die Musik auf dem Weg zu Hagrids Hütte. Aber auch die anderen Musiktitel wissen zu unterhalten!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ein viel zu weites Feld, 1. April 2011
Ich möchte an dieser Stelle erst einmal deutlich darauf hinweisen, dass ich mich nicht zu den großen Verfechtern oder Liebhabern der Literaturvorlage von Theodor Fontane zähle und der Aussage von Thomas Mann ("Eine Romanbibliothek der rigorosesten Auswahl, und beschränkte man sie auf ein Dutzend Bände, auf zehn, auf sechs - sie dürfte >Effi Briest< nicht vermissen lassen.") eher nicht zustimme. Allerdings weiß ich dennoch, welchen Stellenwert dieser Roman in der deutschen Lyrik hat und dass er ein wichtiges Werk für den poetischen Realismus ist. Ich selber habe es schließlich auch gelesen, wenn auch nur im Deutsch Leistungskurs. Und eben jener Kurs trägt Schuld an dieser katastrophalen Filmerfahrung, da wir uns den Film einst im Kino ansehen mussten. Nun, vielleicht hätte Hermine Huntgeburth das Buch auch mal lesen sollen. Denn was der Zuschauer hier zu sehen bekommt, hat mit dem Roman "Effi Briest" rein gar nichts mehr zu tun. Natürlich fühlt sich mittlerweile jeder Regisseur dazu berufen, literarische Vorlagen durch eigenes Denken umzustrukturieren oder zumindest ein wenig zu modernisieren. Dieses Vorhaben kann Schlechtes bedeuten, muss aber nicht. Doch in diesem Film wurde mehr als nur umstrukturiert - hier wurde verstümmelt, was das Zeug hält! Die Intentionen, die Theodor Fontane mit diesem Jahrhundertroman verfolgt hatte, wurden hier entweder ignoriert oder in das Gegenteil gekehrt. Außerdem wurden die vielen Andeutungen völlig entwertet, da man sie nun entweder vergeblich sucht oder sogar sieht. Die vielen Affären Effis wurden zum Beispiel in einer derartig hohen Anzahl verfilmt, dass viele Besucher im Kino schon damit anfingen, obszöne Bemerkungen zu machen. Leider führen diese Szenen dazu, dass dem Zuschauer hier eine mehr als grobe Schwarzweißmalerei serviert wird. Ein paar Minuten mehr, und der Film hätte in diversen anderen Genres Platz gehabt. Und dort wäre dieser Streifen wohl auch viel besser aufgehoben! Denn eine Literaturverfilmung ist das hier einfach nicht mehr. Allein die Tatsache, dass Effi in diesem Film überlebt, kehrt sämtliche Intentionen Fontanes in eine andere Richtung. Stattdessen erlebt der Zuschauer eine Effi, die es am Ende schafft, sich alleine durchzuschlagen und ihren Widerstand gegenüber der Gesellschaft praktisch als Aushängeschild benutzt. War Effi Briest vielleicht so etwas wie die erste deutsche Punkerin? Die wenigen Szenen und Dialoge, die sich doch noch voll und ganz an der Originalvorlage orientieren, sind leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und damit viel zu wenig, um hier wirklich noch etwas retten zu können. Manche Szenen wurden eigentlich gut umgesetzt und inszeniert, aber irgendwie schafft es das Drehbuch, auch diese auszubremsen und zu neutralisieren. So wird die Thematik um den Chinesen hier dermaßen in Länge und Breite gezogen, sodass man seine vielen Auftritte zu zählen beginnt. Es wirkt fast schon so, als wollte man dadurch die vielen Defizite im Drehbuch verwaschen oder Effis Ängste nur auf einen Chinesen reduzieren. Eigentlich kann man sogar so weit gehen und sagen, dass dieser Film gar nicht das Schicksal der Effi Briest erzählt, sondern das irgendeiner anderen Frau. Die Tragweite der Literaturvorlage wird hier leider überhaupt nicht getroffen. Die Konventionen und die höfische Etikette werden nicht hinterfragt, wodurch ein solcher Film überflüssig wird. Die Schauspieler haben mich ebenfalls nicht voll und ganz überzeugt. Einzig und allein Sebastian Koch als Geert von Innstetten sowie Juliane Köhler und Thomas Thieme als Effis Eltern können hier noch etwas retten. Und auch André Hennicke als Geheimrat Wüllersdorf mag gerade noch so durchgehen. Die restliche Besetzung wird durch das Drehbuch leider ausgekontert, was auf die anfangs erwähnte Umstrukturierung zurückzuführen ist. Vor allem bei Julia Jentsch habe ich mich über die dürftige schauspielerische Leistung gewundert. In der Rolle der Sophie Scholl blühte sie auf vor einzigartiger Empathie; sogar die Tränen waren echt! Hier wirkt sie leider völlig deplatziert, was eventuell damit zusammenhängt, dass sie für diese Rolle mittlerweile einfach zu alt geworden ist. Klanghafte Namen machen eben noch lange keinen guten Film aus, was man hier wieder einmal mehr als deutlich sehen kann. Theodor Fontane würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, wie sein Werk mehr als 100 Jahre nach dessen Veröffentlichung verfilmt und umgesetzt wurde. Hoffentlich war das die letzte Verfilmung von "Effi Briest", sodass man sich in Zukunft noch am Roman erfreuen und diesen Film damit ganz einfach vergessen kann. Schade eigentlich, denn daraus hätte ein großer Film werden können. Aber wer frische Zutaten nach einem falschen Rezept kocht, der braucht sich über ein miserables Ergebnis nicht zu wundern.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Reise durch Geist und Seele, 30. März 2011
Auf diesen Musikträger hat mich einmal mehr das Phantasialand aufmerksam gemacht. Das Lied "Voyager" läuft dort seit 1990 in der Hollywood Tour und wurde von Wavestar produziert und aufgenommen. Ich hatte schon jahrelang nach diesem Titel gesucht, bevor mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht hat. Nachdem ich mir auch ein paar andere Titel angehört hatte, stand der Kauf dieser CD für mich außer Frage. Insgesamt gibt es acht Musiktitel, die allerdings eine Gesamtlänge von 72 Minuten ergeben. Das letzte Lied ist eine Live-Version von "Voyager", die allerdings nicht in optimaler Qualität aufgenommen wurde. "Departure (4/5)" Direkt zu Beginn wird dem Hörer der längste Musiktitel der CD vorgeführt. Er geht knapp eine Viertelstunde und enhält sehr viele verschiedene Stimmungen und Stimmungsschwankungen. Damit wird sofort klar gemacht, womit man es hier zu tun bekommt. Das Lied eignet sich gut für einen Opener einer solchen Platte, bedient sich aber zu sehr an den gängigen Klischees dieses Genres. "Seascape (5/5)" Zwar ist dieser Titel nur halb so lang wie sein Vorgänger, dafür findet er aber dennoch die Zeit, die wenigen Fehler des Openers zu kompensieren. Der Sound klingt hier gleich viel individueller und längst nicht mehr so klischeehaft. Trotz einer relativ eingängigen Melodie gibt es auch hier wieder einige Stimmungsschwankungen, die den Musiktitel nicht langweilig werden lassen. "Landfall (5/5)" Hierbei handelt es sich um mein persönliches Lieblingslied dieser CD, was sicherlich auch mit der Länge dieses Songs zusammenhängt. Eigentlich ist er der einzige Song dieser Platte, der eine normale Länge aufweist. Das macht eine Bewertung viel leichter. Allerdings wäre dieser Aspekt alleine natürlich viel zu wenig, um die volle Punktzahl zu vergeben. Deswegen ist es gut, dass auch der Rest stimmt. Man kann diesen Titel in zwei Teile gliedern. Der erste Teil ist düster und klingt fast schon etwas unheimlich, der zweite Teil des Liedes ist dann etwas lauter und sehr entspannend. "Wavestar (5/5)" Nachdem die ersten drei Musiktitel ziemlich langsam und hoch gespielt wurden, werden diese Komponenten nun ein wenig umgekehrt. Der Rhythmus ist schneller geworden, die instrumentale Führung an manchen Stellen etwas tiefer. Wieder bedient man sich an einer eingängigen Melodie, die allerdings nicht langweilig wird, was wohl mit der verhältnismäßig kurzen Laufzeit des Liedes zusammenhängt. "Acrotramp (4/5)" Anfangs versucht Wavestar hier, den Zuhörer durch ein paar neue Experimente zu beeindrucken. Dies gelingt auch ziemlich gut, der Anfang ist in meinen Augen wirklich sehr gelungen. Mit zunehmender Dauer weicht man hier allerdings wieder auf die gängigen Klischees und bereits bekannte Tonspuren zurück, was den relativ langen Titel dann etwas schwächeln lässt. Vor allem die letzten zwei bis drei Minuten plätschern dann nur noch vor sich hin. "Atmospheres (5/5)" Der Name ist Programm! Irgendwie erinnert mich dieses Lied immer an die Sendung "Space Night" die nachts bei BR zu sehen ist. Dieser Track könnte locker bei dieser Sendung laufen und würde die vorgetragenen Bilder zudem noch perfekt unterstützen. Hierbei handelt es sich um einen eher ruhigen und langsamen Song, der sich damit sehr gut zur Entspannung eignet. "Return (4/5)" Eigentlich kann man dieses Lied als Outro der gesamten Platte ansehen und bewerten, da es sich beim letzten Lied um eine Live-Aufnahme eines alten und bereits vorher veröffentlichten Songs handelt. An einer anderen Stelle würde dieses Lied sicherlich an Wert verlieren, da es doch ziemlich langsam und schleppend klingt, aber als Outro ist dieses Musikstück dann doch ziemlich gut aufgehoben. "Voyager [Live] (5/5)" Zugegeben, die Qualität dieser Live-Aufnahme ist, wie ich im Eingangstext bereits erwähnt habe, alles andere als optimal. Allerdings gibt Wavestar im Booklet an, die Veröffentlichung dieser Aufnahme zunächst gar nicht geplant zu haben. Erst zum Schluss, als alle anderen Aufnahmen bereits fertig waren, fiel auf, dass noch ein weiterer Track passen würde. Und so fiel die Wahl schließlich auf die Live-Version von "Voyager" - das Lied, das seit über 20 Jahren in der Hollywood Tour des Phantasialandes läuft. Da ich meine Erfahrungen zu diesem Lied schon mehr oder weniger berichtet habe, erübrigt sich eine detaillierte Bewertung an dieser Stelle.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Fehlt nur noch der Soundtrack, 29. März 2011
Auf dieser Maxi-CD befinden sich drei verschiedene Musiktitel: 1. Gib niemals auf (3:16) 2. (In My Life) I Will Fight (3:17) 3. (In My Life) I Will Fight Instrumental (3:28) Dieses Lied entstand im Jahre 1993 für die deutsche Ausstrahlung der Serie. Es wurde von Giorgio Moroder produziert und von einem Duo namens Corinna und Dirk gesungen. Bei der Erstaustrahlung von "Als die Tiere den Wald verließen" wurde der Videoclip dieses Songs, von dem es zwei verschiedene Fassungen gibt, stets vor den Folgen gezeigt. Außerdem wurde er bei allen 13 Episoden der ersten Staffel im Abspann verwendet. Dieses Lied ist mittlerweile eine echte Rarität, weswegen der relativ hohe Preis angemessen ist. Der Musiktitel wurde 1993 als Maxi-CD und als Vinyl-Single veröffentlicht, jedoch in geringen Auflagen. Man muss kein Fan der Serie sein, um dieses Lied zu mögen. Man muss sie eigentlich nicht einmal kennen, da die Aussage des Songs eindeutig ist und größere Kreise zieht, als es zunächst den Anschein hat. Zwar sind die Parallelen zwischen dem Geschehen in der Serie und dem Songtext unverkennbar, allerdings kann man diese auch auf das alltägliche Geschehen beziehen. Der Name des Songs ist Programm und erklärt die Aussage praktisch von alleine. In den Strophen erscheint das lyrische Ich als verzweifeltes Individuum, das den Kampf scheinbar aufgegeben hat, bevor es im Refrain dazu auffordert, eben jenen Kampf niemals aufzugeben. Insgesamt handelt es sich hierbei um ein schönes Lied für eine ebenso schöne Serie. Jetzt fehlt in meinen Augen nur noch der instrumentale Soundtrack zur Serie, der von Detlev Kühne und dem WDR Orchester produziert wurde.
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4.0 von 5 Sternen
Zurück und doch einen Schritt weiter, 22. März 2011
Ich habe nicht selten gehört, dass es sich bei "Zurück zum Glück" um das schlechteste Album der toten Hosen handeln soll. Anfangs schien sich dieser Eindruck auch bei mir zu bestätigen, aber mit der Zeit wurden die einzelnen Songs und damit auch das Album immer besser. Warum? Um das zu erklären, muss ich wohl einmal etwas weiter ausholen und die einzelnen Songs genauer erklären. "Kopf oder Zahl (4/5)" An einer anderen Stelle würde ich diesen Song bestimmt noch etwas besser bewerten. In meinen Augen handelt es sich hierbei um ein gutes Lied, aber um einen durchwachsenen Opener. Der Refrain versucht sein Bestes, um die Band anzukündigen und den Zuhörer aufzuwecken, aber er kracht leider nicht so, wie er es sollte. Thematisch geht es hier lediglich darum, eine Art Ankündigung der Band vorzustellen. Der Zuhörer hat die Wahl - Kopf oder Zahl! "Wir sind der Weg (3/5)" Auch hier muss ich ehrlich sagen, dass der Song sich an der falschen Stelle befindet. Die toten Hosen geben bereits an zweiter Stelle eine Art Lobhymne auf sich selbst ab, was diesem Song irgendwie den Reiz nimmt. Allerdings finde ich es gut, wie sich die ersten beiden Musiktitel ergänzen. Wurde der Zuhörer eben noch vor die Wahl gestellt, wird hier versucht, ihn von der Band zu überzeugen. "Ich bin die Sehnsucht in dir (4/5)" Dieser Song ist thematisch und textlich sehr gelungen und führt den Zuhörer langsam aber sicher in das Album rein. In diesem Song geht es um viele verschiedenen Ziele und Wünsche, die ein Mensch haben kann. Allerdings vermittelt der Song eine eher negative Botschaft, da er deutlich zu verstehen gibt, dass diese Ziele manchmal eben doch Wunschvorstellungen bleiben. Das einzige, was mir bei diesem Song nicht ganz gefällt, ist, dass an einigen Stellen eine eindeutige Struktur fehlt. "Weißes Rauschen (5/5)" Endlich wird mal richtig reingehauen! Dieser relativ kurze Song hätte das Album locker eröffnen können. Das Potential dazu hat er jedenfalls allemal. Eine ordentlicher Kracher mit einer wichtigen Aussage - was will man mehr? "Alles wird vorübergehen (4/5)" Hierbei handelt es sich um die erste Ballade des Albums. Sie kommt mir persönlich irgendwie etwas zu früh und erinnert sehr stark an Gedichte aus der Epoche des Barock. Die Aussage des Songs ist, dass alles, was der Mensch lernen und schätzen kann, vergänglich ist. Dennoch handelt es sich um einen emotionalen und guten Song. Vor allem die instrumentale Führung ist sehr gut getroffen! "Beten (4/5)" Typisch Campino! Irgendeinen Seitenhieb auf Gott, Kirche und Glauben musste es ja wieder geben. Sie ziehen sich wirklich wie ein roter Faden durch die Alben. Mal handeln ganze Songs über dieses Thema, mal sind lediglich ein paar versteckte Verse zu finden. Hier wird der direkte Dialog mit Gott bevorzugt, was stilistisch gut getroffen wurde, da es den Titel des Songs trifft. "Wunder (5/5)" Dieser Song geht dank einer guten Überleitung aus seinem Vorgänger hervor und ist thematisch sehr stark an "Wünsch dir was" angelehnt. Eine sehr schnelle und laute Nummer mit Ohrwurmcharakter! "Herz brennt (4/5)" Bei diesem Song handelt es sich um die zweite Ballade des Albums. Der Titel ist Programm: Herzschmerz pur. Leider wird hier gänzlich auf das Schlagzeug verzichtet, was ich persönlich sehr schade finde. Das wurde bei der ersten Ballade besser gelöst. Dennoch handelt es sich um einen guten Song mit einem ebenbürtigen Text! "Zurück zum Glück (5/5)" Anfangs mochte ich diesen Song irgendwie nicht. Aber wenn man ihm ein bisschen Zeit gibt, wird er immer besser. Der Song baut sich von Strophe zu Strophe auf. So hört man am Anfang lediglich ein Schlagzeug, bevor die üblichen Gitarren dazukommen. Außerdem besticht das Lied einmal mehr durch einen guten Songtext. "Die Behauptung (2/5)" Es ist wie immer: jede CD braucht einen Tiefpunkt. Und hier trifft es eben diesen Song. Auf mich hat er immer noch keine Wirkung entfalten können. Wie beim Vorgänger setzt man auf einen langsamen Songaufbau, was hier allerdings ganz anders erscheint. Textlich wirkt der Song ungewöhnlich schwach, weswegen das eigentlich wichtige Thema nicht richtig vermittelt wird. Außerdem macht der Song auf mich den Eindruck, als wäre er nicht rechtzeitig fertig und dennoch aufgenommen worden. "How do you feel? (5/5)" Wenn man mal den nicht ganz so guten Songtext ausblendet, bleibt eine meiner Meinung nach sehr gute englische Nummer. Zwar steht diese Nummer deutlich im Schatten seiner englischen Brüder wie "Pushed Again" und wirkt auch irgendwie abgedroschen, aber dafür bietet er das, was die meisten vorherigen Songs des Albums nicht hatten: ordentlichen Krach! "Freunde (5/5)" Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass die toten Hosen sich mit diesem Song selber bejubeln wollen, ist dem nicht so! Im Booklet geben die Bandmitglieder an, dass sie bei diesem Lied an eine ganz bestimmte Person gedacht haben, deren Lebenssituation jedoch vergleichbar mit der eigenen ist. Ein sehr reflektierender Song, der den Zuhörer deutlich spüren lässt, dass die toten Hosen mittlerweile erwachsen und reif geworden sind. Was dieser Song für eine Bedeutung für die Band hat, merkt man an der Tatsache, dass er regelmäßig live gespielt wird - ganz im Gegensatz zu den anderen 14 Songs des Albums. "Walkampf (5/5)" Dieser Song dürfte nicht zuletzt durch das dazugehörige Musikvideo bekannt geworden sein. Mittlerweile gehört er zu jenen Liedern von den toten Hosen, die fast alle kennen. Campino rettet einen Wal - und die Band landet mit diesem Song einen großen Fang! "Goldener Westen (5/5)" Nach der mehr oder weniger unfreiwilligen Partynummer wird hier wieder richtig gerockt! Endlich wird wieder das System kritisiert, denn schließlich müssen auch unsere kleinen Punks besänftigt werden. Ein starker Songtext, ein starkes Thema und eine starke Melodie mit Ohrwurmcharakter - hier stimmt einfach alles! "Am Ende (5/5)" Dem Booklet ist zu entnehmen, dass dieser Song nachträglich Kuddels verstorbenem Vater gewidmet wurde. Genau wie bei "Herz brennt" wird hier gänzlich auf das Schlagzeug verzichtet, was hier allerdings viel passender wirkt. Ein starker Songtext rundet das Gesamtpaket ab, hinterlässt aber gleichzeitig einen durch und durch nachdenklichen Zuhörer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Stellt so manche Filmmusik in den Schatten, 22. März 2011
Der Soundtrack von Final Fantasy X hat sich mittlerweile einen mehr als großen Namen gemacht. Er ist sogar unter Personen bekannt, welche dieses Spiel niemals auch nur berührt haben. Oder warum sonst findet man diverse Videos bei Youtube, bei denen vorzugsweise Musiktitel wie "Zanarkand", "Yunas Thema", "Aurons Thema" oder "Suteki Da Ne" verwendet werden? Normalerweise beschreibe ich bei den meisten Platten, die ich bewerte, jedes einzelne Lied ausführlich und erzähle dazu die Hintergrundgeschichte. Aber diese Maßnahme würde bei diesem Soundtrack, der immerhin ganze 91 Titel fasst und insgesamt weit über vier Stunden Musik bietet, gleich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Deswegen werde ich die Kurzfassung dessen, was hier normalerweise zu finden wäre, liefern. Bei diesem Soundtrack handelt es sich um ein erstklassiges Produkt. Natürlich ist es ein großer Vorteil, das Spiel Final Fantasy X zu kennen, da man sofort weiß, welcher Musiktitel welche Stimmung beschreibt und welche Szene im Spiel zu welchem Lied gezeigt wird. Denn wenn man ehrlich ist, dann wäre das Spiel ohne Musik sicher nicht ganz so gut. Die Stimmungen, in denen sich sowohl der Spieler als auch die Protagonisten befinden, werden perfekt aufgegriffen und ausgedrückt. Dadurch, dass das Spiel so gut wie alles besitzt, ist auch der Soundtrack Abwechslung pur. Die ganze Palette an Melodien und Stimmungen ist vorhanden: traurig, düster, gefährlich, lustig, melancholisch, emotional, spannend, nachdenklich, actionreich und geheimnisvoll. Hinzu kommen noch drei vokale Songs ("Otherworld", "Suteki Da Ne" und "Rikki"), denen es an nichts fehlt. Nobuo Uematsu schafft es zudem nicht selten, mit minimalistischen Mitteln das optimale Ergebnis zu erzielen. Aber wie ich bereits erwähnt habe, ist der Soundtrack auch für Leute, die das Spiel Final Fantasy X nicht kennen, mehr als gut geeignet. Dieser Soundtrack stellt meiner Meinung nach sogar so manche Filmmusik in den Schatten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Tiefe Wasser sind nicht still, 15. März 2011
Ein typisches Rammstein-Album? Und das nur ein Jahr, nachdem "Reise, Reise" veröffentlicht wurde? Nun, ganz so stimmt das nicht. Dieses Album könnte glatt als Sammlung einiger B-Seiten durchgehen, enthält es doch immerhin ganze sechs Lieder, die ursprünglich für den Vorgänger geschrieben, aber dennoch nicht aufgenommen wurden. Aufgrund dieser Tatsache sollte das Album auch erst den Namen "Reise Reise Vol. 2" bekommen. Das Album unterscheidet sich allerdings nicht nur in der Entstehungsgeschichte von den anderen Platten, die Rammstein bisher auf den Markt geworfen hat. Man könnte fast behaupten, dass die Jungs so brav wie noch nie sind. Kein einziges Lied schockt den Zuhörer wirklich; das, was man hört, klingt zwar irgendwie typisch, aber alles andere als böse. Dennoch sind unter dem Strich wieder einmal elf facettenreiche Lieder rausgekommen. "Benzin (4/5)" Dieser Song hat bereits im Vorfeld für einige Überraschungen gesorgt, da er bei einigen Konzerten der vorherigen Tour gespielt wurde. Die Entstehungsgeschichte des Songs könnte kurioser nicht sein: laut der Aussage von Till Lindemann hatte er einst eine Tragikomödie gesehen, in welchem der Protagonist süchtig nach dem Geruch von Benzin wird. Ähnlich abhängig klingt auch Till Lindemann in diesem Song. Ein gutes Lied, aber meiner Meinung nach nicht direkt ein guter Opener. Da waren die anderen Einstiege auf jeden Fall besser ausgewählt. "Mann gegen Mann (5/5)" In diesem Lied behandelt Rammstein Homosexualität, was durch den einstigen Arbeitstitel des Songs ("Schwuhla") überdeutlich wird. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um ein Highlight des gesamten Albums. Der Song fängt noch relativ ruhig an, wird aber hinterher ein richtiger Brecher. Der Text ist für so ein Thema absolut treffend gewählt und wird auf altbekannte Art und Weise vorgetragen. "Rosenrot (5/5)" Der Titeltrack des Albums, und ein richtig guter noch dazu. Allerdings muss man dazusagen, dass die melodischen Parallelen zu "Stein um Stein" unüberhörbar sind, was mit dem Arbeistitel der beiden Songs zu erklären ist. Rosenrot war ursprünglich für das Vorgängeralbum vorgesehen und wurde zusammen mit dem Song "Stein um Stein", dessen Arbeitstitel "Rosenrot 60" war, aufgenommen. Inhaltlich schneidet dieser Song sowohl Goethes "Heidenröslein" als auch das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" an. "Spring (4/5)" Dieser Song behandelt die Sensationsgeilheit unserer heutigen Gesellschaft. Das lyrische Ich bemerkt einen Mann, der auf einer Brücke steht und eigentlich nur die Aussicht genießen möchte, von der aufkommenden Menschenmasse aber zum Sprung gedrängt und aufgefordert wird. Der Song endet damit, dass das lyrische Ich selber dafür sorgt, dass der Mann von der Brücke stürzt. Ein aktuelles und wichtiges Thema wurde hier meiner Meinung nach ziemlich gut umgesetzt, wenn der Text an manchen Stellen auch ein wenig schwächelt. Besonders gut hat mir hier Flakes Begleitung im Refrain gefallen! "Wo bist du? (4/5)" Hier wurde zwar nur Standard verwendet, dafür aber auf eine gute Art und Weise. Bei diesem Song handelt es sich um eine harte Ballade, die mit einer Klarinette anfängt, bevor die sonst üblichen Instrumente eingesetzt werden. Gut gefallen hat mir hier, dass man auf das Mittel des Songs "Du hast" gesetzt hat, indem Till Lindemann einen Satz mehrfach anfängt und nach und nach ergänzt, wodurch sich mehrere Interpretationsmöglichkeiten ergeben. Dennoch gibt es auch hier wieder ein paar kleine Schwächen im Text zu bemängeln. "Stirb nicht vor mir (Don't Die Before I Do) (3/5)" Was ist denn nur mit Rammstein los? Schon wieder eine Ballade? Ja, in der Tat, aber eine sehr gewöhnungsbedürftige. Keine harten Riffs, kein gerolltes "R" und kein tiefer Sprechgesang, dafür aber ein Duett mit der schottischen Musikerin Sharleen Spiteri, die vielen als Sängerin der Band Texas bekannt sein dürfte. Ich finde es gut, dass Rammstein solche neuen Schritte wagt, aber wirklich überzeugt hat mich dieses Experiment nicht. "Zerstören (5/5)" Um diesen Song inhaltlich zu erklären, reicht es, auf ein Zitat von Flake hinzuweisen: "Das ist unser Countrysong über George W. Bush und völlig ernst gemeint. Der führt sich in der Welt auf wie ein Kind, das alles kaputt machen will. Dabei vergreift er sich aber nur an fremden Sachen!" Mit dieser Aussage trifft Flake den Nagel auf den Kopf. Ein sehr harter Brecher mit einem türkischen Intro und einem sehr einfach gehaltenen, aber dennoch ziemlich starken Text. Der Song sollte zunächst übrigens "Ankara" heißen. Die letzte Minute des Liedes besteht aus einem kleinen Zusatz, den man fast als eigenständigen Song betrachten kann und der den Zuhörer irgendwie an "Nebel" erinnert. "Hilf mir (3/5)" Der Großteil des Songtextes stammt nicht von Till Lindemann, sondern von Heinrich Hoffmann, der diese Zeilen einst für den "Struwwelpeter" schrieb. Diese Verse sind in "Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug" zu finden. Die Textzeilen wurden teilweise im Detail übernommen, werden aber nur mittelmäßig umgesetzt. Vor allem am Ende zieht sich dieser Song doch sehr in unnötige Längen. "Te Quiero Puta! (2/5)" Rammstein versucht es zum ersten Mal überhaupt spanisch, um sich bei ihren mexikanischen Fans bedanken zu können, denn schließlich belegte das Vorgängeralbum in den mexikanischen Charts den ersten Platz. Was für die Mexikaner sicherlich eine Freude sein wird, ist für mich leider ein ziemlich schwaches Lied. Die Trompeten, das Klappern von Pferdehufen und der spanische Gesang werten das Thema des Songs meiner Meinung nach irgendwie ab und lassen das Lied an sich wie eine Parodie wirken. Dieser Song trifft auch nach all den Durchläufen immer noch nicht meinen Geschmack. "Feuer und Wasser (4/5)" Gegen Ende des Albums holt die Band noch einmal einige Beweise für ihr musikalisches Können heraus. Ein starker Text, der angeblich sowohl von Schillers Gedicht "Der Taucher" als auch von Lindemanns Erfahrungen als Leistungsschwimmer inspiriert wurde, mischt sich hier mit einer bestechenden instrumentalen Führung. Leider braucht dieser Song einige Zeit, um in die Gänge zu kommen, da er ein langes Intro besitzt und nicht gerade kurz ist. "Ein Lied (4/5)" Und am Ende steht ein Lied, das ein Geschenk für alle Rammstein-Fans sein soll. Es ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, da in diesem Song lediglich eine Akustikgitarre und ein Keyboard zu hören sind. Auf alle anderen Instrumente wurde hier verzichtet. Ein sehr ruhiger Ausklang des Albums, der schon fast wie ein Schlaflied wirkt.
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