Profil für cyberhog > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von cyberhog
Top-Rezensenten Rang: 2.637
Hilfreiche Bewertungen: 464

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
cyberhog (Wesseling)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18
pixel
Ledergürtel Skulls Gr. 100
Ledergürtel Skulls Gr. 100

2.0 von 5 Sternen Gutes Design - dürftiges Material, 19. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ledergürtel Skulls (Textilien)
Wenn man mit dem Design dieses Gürtels etwas anfangen kann, wird man es auf jeden Fall mögen. Er sieht optisch ansprechend aus und steht der Abbildung in nichts nach.

Allerdings lässt die Qualität des Gürtels doch ein wenig zu wünschen übrig. Bei mir hat er am Ende zwar immerhin über ein Jahr gehalten, aber er hat bereits nach wenigen Monaten damit angefangen, sich ohne jegliches Zutun stellenweise in seine Bestandteile aufzulösen. Das Material ist an einigen Stellen deutlich eingerissen und löste sich voneinander ab.


Herr der Fliegen: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
Herr der Fliegen: Roman (Fischer Taschenbibliothek)
von William Golding
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Es soll ganz groß werden hier.", 1. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Die Insel gehört uns. Sie ist prima. Mensch, bis die uns holen, das gibt so ein Ding!" - So klingen die ersten Ansprachen von Ralph, dem demokratisch gewählten Anführer einer Gruppe sechs- bis zwölfjähriger Jungen, die wegen eines Atomkrieges evakuiert werden sollten, sich aufgrund eines Flugzeugabsturzes aber auf einer unbewohnten Insel wiederfinden. Zuerst übernehmen die Kinder die Verhaltensweisen, die ihnen die zivilisierte und kultivierte Welt der Erwachsenen beigebracht hat. Sie errichten Wohnstätten, pflegen sich so gut es geht und versuchen, durch eine als Versammlungsinstrument benutzte Muschel einen starken Bezug zur Demokratie herzustellen. Ein Feuer auf der höchsten Stelle der Insel soll dafür sorgen, dass sie von vorbeifahrenden Schiffen gesehen werden.
Doch je mehr Zeit ins Land streicht, desto bequemer und roher wird die Gruppe. Wozu soll man Hütten bauen, wenn man baden gehen oder exotische Früchte essen kann? Wozu soll man die Demokratie beachten, wenn weit und breit kein Erwachsener zu sehen ist, der das Verhalten der Kinder zurechtstutzt? Und wieso soll man das rettende Feuer unterhalten, wo man doch erfolgreiche Jagden nach Schweinen abhalten kann? Die allgemeinen Interessen der Gruppe rücken mehr und mehr in den Hintergrund, während sich die Hemmschwellen immer weiter verschieben und einzelne Charakterzüge immer stärker herausstellen. Der Konflikt zwischen den Jungen erlebt ihren Höhepunkt, als das Gerücht umhergeht, das sich auf der Insel ein Monster befindet. Daraufhin verlässt einer der Jungen, mit Namen Jack, die Gruppe und gründet ein totalitäres Lager für Jäger. Mit Masken und Kriegsbemalung bedeckt schrecken die Mitglieder dieser Gruppe sogar vor Gewalt und Mord nicht zurück...

Es gibt viele Beispiele für Geschichten dieser Art. Die Kuriosität ist, dass manche von ihnen sogar im Roman selbst genannt werden. So stößt man hier auf Abenteuergeschichten wie "Die Schatzinsel", "Schwalben und Amazonen" oder "Die Koralleninsel". In der Tat versprüht die Insel am Anfang eine Art Freiheit, die sich auch auf den Leser überträgt. Warme Temperaturen, ein glänzender Pazifik, saftiges Obst und jede Menge Freizeit sorgen hier für so manchen Kopfstand, sodass man sich fragt, was William Golding einem hier eigentlich erzählen möchte.
Doch der erste Versuch des rettenden Feuers, der fürchterlich schiefgeht und ein Todesopfer fordert, ist ein böses Omen. Die Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel düsterer und die anfangs so friedliche Insel wird mehr und mehr zu einer Art Gefängnis. Diese Entwicklung wird von der gut gewählten Symbolik unterstützt, die William Golding für seinen Roman verwendet hat. Die Insel kann man mit dem Paradies vergleichen, das sich durch ein Buschfeuer und nicht zuletzt durch die simple Erwähnung einer Schlange zu einem Inferno entwickelt.

Auch der Titel des Buches ist gut gewählt. In einem Kapitel wird einem Schwein von den Jägern der Kopf abgetrennt. Dieser wird auf einem Speer aufgespießt und dem Monster präsentiert. Der Kadaver lockt schnell die Fliegen an und wird somit zum "Herr der Fliegen". Dieser Begriff ist allerdings auch ein Synonym für den Teufel, auch Beelzebub genannt. Der abgetrennte Schweinekopf "spricht" zu einem der Jungen und erklärt ihm, dass die Bestie, die auf der Insel vermutet wird, in der Gruppe selber haust. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gruppe logischen Argumenten jedoch nicht mehr zugänglich.

Reduziert man diesen Roman auf die eigentliche Geschichte, könnte sich sehr schnell eine gewisse Langeweile aufbauen. Hinzu kommt, dass dieses Buch an vielen Schulen zur Pflichtlektüre im Englischunterricht zählt, was dazu führt, dass man auf viele negative Meinungen mancher Schüler stößt. Nimmt man allerdings die Symbolik und die Entwicklung mit Rücksicht auf Einblicke in die menschliche Psyche mit in seine Bewertung auf, wird schnell klar, dass William Golding hier ein Meisterwerk abgeliefert hat. Nicht umsonst wurde der 1993 verstorbene Schriftsteller 1983 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.


Asterix 35: Asterix bei den Pikten  KT
Asterix 35: Asterix bei den Pikten KT
von Jean-Yves Ferri
  Broschiert
Preis: EUR 6,50

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Last der Vergangenheit, 1. November 2013
Nun ist sie also da, die 35. Asterix-Geschichte. Plötzlich und ohne große Ankündigung. Und zum ersten Mal in über 50 Jahren war keiner der beiden Gründer daran beteiligt. René Goscinny ist ja bekanntlich schon vor über 30 Jahren gestorben. Sein letztes Mitwirken ist auf "Asterix bei den Belgiern" zurückzuführen. Albert Uderzo hat seit "Der große Graben" alle Fäden selbst in der Hand gehalten und mit durchaus netten Ideen noch für ein paar schöne Geschichten und Lacher gesorgt. Und dennoch wurde das Niveau merklich schwächer, bis die Reihe mit "Gallien in Gefahr" (2005) und "Asterix und Obelix feiern Geburtstag" (2009) ihren absoluten Tiefpunkt erreichte. Auch ich habe diesen beiden Heften nur einen Stern gegeben. Es konnte eigentlich nur besser werden - und trotzdem hatten die beiden neuen Macher im Hintergrund eine ziemlich große Last zu tragen. Was für großartige Innovationen soll man nach über 50 Jahren noch bringen? Keine leichte Aufgabe für Neutexter Jean-Yves Ferri und Neuzeichner Didier Conrad.

Meine größten Bedenken sind zwar nicht eingetroffen, aber vom Niveau der ehemaligen Asterix-Geschichten ist auch dieser Band meilenweit entfernt. Irgendwie hat man an sehr vielen Stellen das unangenehme Gefühl, dass diese Geschichte von Fans der Reihe erstellt wurde. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad wagen sich zwar an alles heran, was die bisherigen 34 erschienenen Asterix-Geschichten ausgemacht hat, wirken dabei aber oft zaghaft und manchmal sogar hilf- und einfallslos. Sie wollten hier anscheinend alles auf einmal ausprobieren, was oft dazu führt, dass viele Stellen konstruiert und gewollt wirken und der dazugehörige Gag nicht mehr zündet.

Auch die Geschichte ist so schon sehr oft dagewesen. Bei einem Strandspaziergang treffen Asterix und Obelix auf den Pikten Mac Aphon, der - abgesehen von der Tatsache, dass sein kompletter Körper eingefroren ist und er seinem Namen alle Ehre macht - ein großes Problem hat: Sein Rivale, Mac Abberh, hat es nicht nur auf die Herrschaft über alle Pikten, sondern auch auf Mac Aphons Verlobte abgesehen. Es versteht sich von selbst, dass Asterix und Obelix sich dazu bereit erklären, den Pikten bei seiner Reise zu unterstützen. Mit Stimmenelixier und Zaubertrank im Gepäck machen sie sich auf den Weg ins damalige Schottland, nach Kaledonien.
Seltsam jedoch, dass Obelix seinen Idefix freiwillig zu Hause lässt, mit der Angabe, er sei zu klein. Vielleicht täuschen mich meine Erinnerungen, aber hat Obelix seinen kleinen Hund nicht sogar schon nach Ägypten, Großbritannien, Spanien, Korsika oder den fernen Osten mitgenommen? Und wozu braucht man plötzlich Stimmenelixier, um ungewollte Redepausen zu kurieren, wo in der Vergangenheit doch immer ein Schluck Zaubertrank gereicht hat? Man könnte jetzt meinen, dass dies Kleinigkeiten sind, aber mit solchen Details steht und fällt eine Geschichte. Und in meinen Augen sind sie mindestens genauso wichtig wie die üblichen Hiebe für den Barden und die Römer, das Festessen am Ende der Geschichte, die kleinen Streitereien zwischen Asterix und Obelix (die hier leider sehr hyperbolisch dargestellt werden) und die lustige Darstellung fremder Kulturen. Um die Leser zu beruhigen: Diese Details sind natürlich allesamt in der Geschichte zu finden. Manche von ihnen zwar wie erwähnt gewollt und ohne Witz, aber anwesend - frei nach dem Motto: "Hauptsache, wir haben das untergebracht!". Auch wenn die Eigenarten der Pikten ruhig ein wenig mehr in den Vordergrund hätten treten dürfen. Die vielen verschiedenen Stämme, Krieger mit Karomuster, die für unsere Gallier unbekannten Tiere und der Vorgänger von "Nessie", ein verspieltes Ungeheuer namens "Fafnie", sind hier zwar vertreten, aber meiner Meinung nach hat trotzdem zu viel gefehlt - vor allem, wenn man sich nochmal vor Augen führt, mit welchen Meisterleistungen damals die Briten, die Schweizer, die Goten oder die Spanier dargestellt wurden.

Was bleibt über diesen Band als Fazit zu sagen? Es ist ein leises Aufatmen für absolute Fans dieser Reihe. Ein erster zaghafter Schritt zurück in die richtige Richtung. Aufgrund der fehlenden Fantasy-Elemente hat man endlich wieder das Gefühl, in das Jahr 50 v. Chr. eintauchen zu können. Hoffen wir, dass Jean-Yves Ferri und Didier Conrad nicht direkt die Lust auf Asterix verlieren und sich weitere Geschichten zutrauen. Vielleicht wachsen sie noch dermaßen gut in den Stoff hinein, dass man sie als würdige Nachfolger von René Goscinny und Albert Uderzo bezeichnen kann. Latürnich!


Aladdin (Special Edition, 2 DVDs)
Aladdin (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Donald W. Ernst
Wird angeboten von fallo8
Preis: EUR 17,95

5.0 von 5 Sternen Magisch und zauberhaft, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aladdin (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Aladdin, ein armer und doch herzensguter Mensch, ist auf das Leben auf der Straße angewiesen. Er muss stehlen, um essen und überleben zu können und sich vor den Wachen verstecken. Sein einziger Freund ist dabei der Affe Abu. Doch für Aladdin gibt es Hoffnung: Da er ein sogenannter ungeschliffener Diamant ist, dessen wahre Werte sich noch offenbaren müssen, ist er befugt, die Wunderhöhle zu betreten, die viele Reichtümer und einen ganz besonderen Schatz birgt. Doch auch Dschafar ist hinter diesem Schatz her. Sein Ziel ist es, Herrscher von Agrabah zu werden...

Wenn man von Disneyfilmen spricht, darf man den musikalischen Charakter eines Streifens natürlich nicht außer Acht lassen. Die Musik ist bei Disneyfilmen fast immer auf einem konstant hohen Niveau. Das gilt auch für diesen Streifen, der mit "Arabische Nächte", "Schnell weg" (mit Zusatz), "Nur ein kleiner Freundschaftsdienst", "Prinz Ali" (mit Zusatz) und "Ein Traum wird wahr" gleich fünf verschiedene Musikstücke bietet. Meine Favoriten sind dabei eindeutig die Lieder, die vom Dschinni gesungen werden. Allerdings ist auch die Liebesballade nicht zu verachten, immerhin haben Alan Menken und Tim Rice hierfür einen Oscar gewonnen.

Disneyfilme werben bekanntlich immer damit, Abenteuer für die ganze Familie bereitzuhalten. Das ist hier auf jeden Fall gelungen. Ich habe mittlerweile viele verschiedene Versionen dieses Märchens aus 1001 Nacht gesehen, aber die Disneyfassung sticht meiner Meinung nach eindeutig heraus. Mit diesem Film ist Disney wieder einmal ein Streifern voller Magie und Zauber gelungen. Die Charaktere sind sehr vielseitig, liebevoll gezeichnet und werden gekonnt in Szene gesetzt. Vor allem der mittlerweile allseits bekannte Dschinni sticht hierbei heraus, der in der deutschen Fassung unverwechselbar von Peer Augustinski gesprochen wird.


In einem Land vor unserer Zeit 3: Die Zeit der grossen Gabe
In einem Land vor unserer Zeit 3: Die Zeit der grossen Gabe
DVD ~ Andrea Romano
Preis: EUR 5,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht doch!, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Probleme mit Hyp, Mutt und Nod, den Mitgliedern einer ziemlich fiesen Dinobande, geraten schnell in den Hintergrund, als Steine vom Himmel fallen und dafür sorgen, dass die Wasserzufuhr, die das große Tal bisher versorgt hat, unterbrochen wird. Während die Erwachsenen in großer Sorge um sich, das Tal und ihren Nachwuchs sind, besinnen sich Littlefoot und seine Freunde, das Problem selbst in die Hand zu nehmen.

Bei diesem Film hat man wieder auf Mittel gesetzt, die bereits im ersten Film zu sehen waren. Dieser Umstand sagt mir aufgrund der Authentizität sehr zu, führt aber auch dazu, dass man die Altersfreigabe bei diesem Film auf jeden Fall ernst nehmen sollte. Littlefoot und seine Freunde müssen hier nicht nur gegen Durst und andere Dinosaurier kämpfen, sondern bekommen es zusätzlich mit Feuer und Scharfzähnen zu tun. Die Kämpfe und Probleme werden teilweise sehr realistisch dargestellt, weshalb man die ganz kleinen Kinder auf keinen Fall mit diesem Film konfrontieren sollte.

Moralisch hat der Film auch wieder einiges zu bieten. Schon der Titel verrät, dass hier die Zeit des Teilens anbricht. Außerdem bietet der Film einen guten Blick auf die Welt der Kinder und auf die Welt der Erwachsenen. Während die Kinder zusammenhalten und sich dazu entschließen, die Probleme zu lösen, streiten sich die Erwachsenen in zunehmender Hysterie um Macht und Anerkennung. Diese Sichtweisen werden in drei verschiedenen Lieder gut ausgedrückt.

"Größer ist besser"
Die Dinobande wird hier von drei größeren Dinos geärgert, die es sich nicht nehmen lassen, ihre Größe auszuspielen. Um ihre gehobene Position zu erläutern, singen sie dieses Lied. Hier kommt zum Glück ein wenig Stimmung auf! Ein ziemlich flottes Lied mit einem guten Text und einer annehmbaren Umsetzung. Es muss eben doch nicht immer alles niedlich sein.

"Ich bin stark"
Der Vater von Cera erklärt hier, dass er für das Wohl des großen Tals sorgen wird. Das Wasser ist knapp, und er kündigt an, dies zu ändern. Melodie und Text stimmen, einzig und allein die Umsetzung lässt hier ein wenig zu wünschen übrig. Vor allem am Anfang des Songs wirkt es so, als habe man den Sänger hier spät in der Nacht oder direkt nach dem Aufstehen ans Werk gelassen.

"Kinder wie wir"
Littlefoot erklärt seinen Freunden hier, dass die Dinos, die den Vorgänger umgesetzt haben, im Grunde auch nur Kinder sind und geschützt werden müssen. Zum Glück ist dieses Lied eine Art Ballade. Die ruhige Tonlage führt immerhin dazu, dass der Song diesmal mit einer gefühlvolleren Stimme umgesetzt werden kann. Der Text ist ebenfalls annehmbar, wenn er auch dem kindlichen Schema entspricht.

Insgesamt handelt es sich um eine der besten Fortsetzungen der Reihe. Wie schon im ersten Film wird die Situation um die Dinosaurier fast ohne Kitsch und realistisch dargestellt. Die Lieder zählen vor allem in ihrer Gesamtheit mit zu den besten und stimmungsvollsten, die es in diesen Filmen bisher gegeben hat. Obwohl der Film nur ein Jahr nach dem zweiten Teil kam, sieht man doch deutlich, dass man sich wieder mehr Mühe gegeben hat. Es geht doch!


In einem Land vor unserer Zeit 2: Das Abenteuer im grossen Tal
In einem Land vor unserer Zeit 2: Das Abenteuer im grossen Tal
DVD ~ Andrea Romano
Preis: EUR 5,55

4.0 von 5 Sternen Nur für die Kleinen ein Abenteuer, 23. August 2013
Die wohl seltsamste Dinosaurier-Herde aller Zeiten ist wohlbehalten im großen Tal gelandet. Eigentlich könnten Littlefoot, Cera, Ducky, Petrie und Spike fröhlich miteinander spielen. Das Tal beschützt sie vor Scharfzähnen, die (Groß-)Eltern passen auf und Nahrung findet man reichlich. Aber genau das denken sich auch zwei Eierdiebe, die sich ausgerechnet Duckys Nest ausschauen, um ihren Appetit zu stillen...

Nachdem das Schicksal von Littlefoot und seinen Freunden sechs Jahre zuvor bereits geklärt wurde, wird es nun neu aufgerollt. Wer sich aber nun eine ebenbürtige Fortsetzung vorstellt, wird von diesem Film auf jeden Fall enttäuscht sein. Die tristen und traurigen Hintergründe haben sich komplett gewandelt und haben dazu geführt, dass der Reihe ein sichtlicher Einschnitt in ihrem Genre widerfahren ist. Aus dem moralisch wertvollen Zeichentrickfilm ist ein reiner Kinderfilm geworden, der neben entsprechenden Dialogen Lieder zum Mitsingen bietet.

"Komm mit, wir spielen"
Hierbei handelt es sich um das erste Lied, das überhaupt von den Dinos gesungen wird, da es den zweiten Film mehr oder weniger einleitet. Die Dinobande präsentiert hier, was man im großen Tal alles machen kann. Wer die komplette Version des Liedes hören möchte, muss sich allerdings bis zum Ende des Films gedulden. Die Melodie geht schnell ins Ohr, der Gesang ist leider ziemlich furchtbar. Ich habe nichts dagegen, dass man stets die Sprecher auch direkt für die Songs genommen hat, aber vielleicht wäre es doch besser gewesen, ab und zu ein wenig auf die Professionalität zu achten. Insgesamt also ein ziemlich durchwachsener Song.

"Eier"
Dieses Lied wird von Ozzie und Strut gesungen, den beiden Schurken des zweiten Teils. Bei ihnen handelt es sich, wie eingangs erwähnt, um Eierdiebe. Während es für Ozzie nichts Besseres als Eier gibt, weicht Strut auch mal gerne auf Grünfutter aus, was Ozzie abscheulich findet. Eigentlich sind Gesang, Text und Melodie durchwachsen, aber ich persönlich finde es immer wieder amüsant, wie Ozzie und Strut sich hier angiften. Ozzie wird übrigens von Bernd Rumpf synchronisiert, der mittlerweile auch als deutsche Stimme von Severus Snape bekannt geworden ist.

"Wir sind für dich da"
Die Dinos nehmen gerade ihren neuen Freund auf: Chomper, den Scharfzahn. In den Strophen erläutern sie, was sie ihm alles beibringen wollen, im Refrain erklären sie, dass es für sie keinen Unterschied macht, dass Chomper ein eigentlich gefürchteter Scharfzahn ist. Die Aussage dieses Songs ist umfassender, als sie hier aufgefasst werden kann. Doch eine in meinen Augen grausame Tonlage und ein mehr als durchwachsener Text lassen sie zweitrangig werden. Dieses Lied ist ausschließlich für Kinder gedacht. Erwachsene halten sich bei diesem Lied eher die Ohren zu.

Natürlich steht der moralische Aspekt auch bei diesem Film wieder im Fokus, allerdings tritt sein Charakter trotz der Vielseitigkeit seiner Gestaltung nicht so deutlich auf wie im ersten Film. Ich begrüße es dennoch, dass den Kindern hier nicht nur Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt vermittelt werden, sondern auch die Akzeptanz anderer Wesen. In dieser Hinsicht nimmt Chomper einen sehr wichtigen Part des Films ein. Und mal ganz nebenbei: Manchmal will man diesen süßen Scharfzahn einfach nur noch knuddeln.
Der Film hat zwar keine Altersfreigabe, sollte stellenweise aber trotzdem mit Vorsicht genossen werden. Es gibt ein paar Momente, die für Kinder erschreckend oder traurig sein können. Aber letztendlich erfüllt der Film seinen Zweck. Während man beim ersten Teil auch als Erwachsener noch mitfiebern konnte, handelt es sich bei diesem Streifen und einen reinen Kinderfilm.


Lass Es Uns Tun
Lass Es Uns Tun
Preis: EUR 21,99

5.0 von 5 Sternen Lass es uns hören, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Lass Es Uns Tun (Audio CD)
Die altbewährten deutschen Punkbands treten langsam aber sicher in den Herbst oder sogar Winter ihrer Karriere ein. Da ist es absolut beruhigend zu wissen, dass der Nachwuchs sich nicht nur sehen, sondern auch hören lassen kann. Die deutsche Ska-Punk-Band Sondaschule hat die Tour zu ihrem neuesten Album vor wenigen Wochen hinter sich gebracht. Rund einen Monat tourte die Band quer durch Deutschland - mit insgesamt zwölf neuen Songs, die alles haben, was eine gute Ska-Punk-Band braucht.

"Neue Welt (5/5)"
Es wurde auch höchste Zeit, dass diverse Internetplattformen und Onlinedienste endlich mal ihr Fett weg kriegen. Aber nicht nur textlich haut dieser Opener richtig rein, auch musikalisch wirkt er ungewöhnlich brachial. Sehr gelungener Opener!

"Deine Ängste (3/5)"
Angesichts des rockigen Anfangs dachte ich natürlich, dass die Stimmung des Openers im zweiten Song übernommen wird. Aber leider münden die Strophen in einen Refrain, der zwar nicht unbedingt schlecht ist, das Tempo des Songs aber dermaßen herunterfährt, dass man im ersten Moment mit dem Tanzen aufhört. Auch das Ende des Songs ist in meinen Augen nicht optimal gelöst. Schade, hier wurde Potential verschenkt!

"Sklave der Uhr (5/5)"
Hier rückt der Ska-Charakter zum ersten Mal so richtig in den Vordergrund. Endlich dürfen die Blasinstrumente zeigen, dass sie von absoluten Könnern bedient werden. Hinzu kommt ein guter wie tiefgründiger Text, der sich dem Thema annimmt, wie manche Menschen mit der Zeit umgehen.

"Sie mich nicht so an (4/5)"
Für dieses Lied gibt es wahrlich nur eine passende Bezeichnung: Macho-Song! Textlich absolut genial, musikalisch eine Mischung aus Entspannung (Strophen) und schnellem Ska (Refrain) und rein stimmlich mehr als passend. Wieso gebe ich dann nicht die volle Punktzahl? Das liegt schlicht und einfach daran, dass der Song nach etwas mehr als zwei Minuten für 20 Sekunden von Gelächter und einer Brummstimme, die den Refrain singt, unterbrochen wird, was mich dann doch gestört hat.

"Irgendwie andersrum (4/5)"
Und der nächste Partysong wird direkt hinterher geschoben. Hier setzen unsere Sondaschüler auf altbewährte Mittel, die zwar nicht mehr wirklich neu sind, dem Hörer aber dennoch Freude und Spaß bereiten werden.

"Es ist wie es ist (5/5)"
Die Strophen könnten kaum nichtssagender sein, der Refrain ist an Zusammenhangslosigkeit kaum zu überbieten und ein richtiges Thema ist auch nicht unbedingt erkennbar. Aber dieser Song macht vor allem durch seine musikalische Untermalung verdammt gute Laune und wertet jeden noch so trüben Tag ein wenig auf. Hinzu kommt eine deutliche Anspielung auf Scooter.

"Für immer nie nüchtern (4/5)"
Ein Song, der mich thematisch und teilweise auch textlich an "Kein Alkohol ist auch keine Lösung" von den toten Hosen erinnert hat. Von Sondaschule ist man solche Songs ja mittlerweile auch gewohnt, weshalb man dieses Stück nicht als Kopie ansehen sollte. Zur Abwechslung wird es vor allem am Anfang des Songs mal richtig ruhig auf der Platte.

"Aber sicher (3/5)"
Jede Platte braucht einen Tiefpunkt. Auch wenn ich mich mit diesem Begriff an dieser Stelle ein wenig schwer tue. Die Strophen werden in diesem Song nicht gesungen, sondern erzählt. Außerdem münden sie in einen meiner Meinung nach durchwachsenen Refrain. Schade, denn das Thema des Songs ist eigentlich gar nicht so schlecht. Zum Schmunzeln gebracht hat mich hier übrigens das "Dee dee na na na", was mich an den Song "Saturday Night" von der dänischen Sängerin Whigfield erinnert hat.

"Das Leben geht weiter (5/5)"
Man erlebt ja immer wieder so Momente, da ist das Chaos fast perfekt. Wie Recht Sondaschule hier doch hat! Zwar ist die Aussage des Songs nichts Neues mehr und so schon in vielen anderen Stücken überall auf der Welt vorgekommen, aber musikalisch und textlich ergibt sich hier doch ein Gesamtpaket, das sich vom Standard deutlich abhebt.

"Nie im Radio (5/5)"
Und hiermit wären wir bei meinem absoluten Favoriten der Platte. Wie oft liest man über bestimmte Bands, dass sie kommerziell geworden wären oder sich verkauft hätten? Genau an dieser Stelle setzt der Song ein. Er beschreibt den schnellen Weg eines Liedes vom unbekannten Song zum Radio-Hit. Der Songtext gehört mit zu den besten auf der gesamten Platte, und nachdem es ein paar Songs eher ruhige Klänge zu hören gab, wird endlich wieder richtig gerockt.

"Wenn sie tanzt (5/5)"
Im Vergleich zum Vorgänger wird das Tempo wieder deutlich heruntergeschraubt, was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn so ein Thema verdient keine andere Stimmung. Rein textlich handelt es sich einmal mehr um einen der besten Songs der CD. Es geht um eine Frau, die in einer Großstadt lebt, ihre Gefühle im stressigen Alltag nicht zeigt und die Musik als Ventil benutzt. Laut Aussagen von Sondaschule hat sich die Band auf diesem Album zu einer Art "nachdenklichen Kapelle" entwickelt. Diese Bezeichnung trifft den Nagel auf den Kopf und kommt vor allem bei diesem Song deutlich zum Vorschein.

"Lass es uns tun (5/5)"
Zum Abschluss der Platte gibt es eine Ballade ohne Schlagzeug oder fetzige Klänge, sondern einfach nur Costas Stimme und eine Akustikgitarre. Allein für den Vers "Werde tot oder frei, es kann alles passieren - doch für einen Regenbogen musst du Regen akzeptieren." hat dieser Song die volle Punktzahl verdient. Aber er hat wesentlich mehr zu bieten und überrascht den Zuhörer am Ende noch einmal ein wenig.


Infruset (Schwedisches Album)
Infruset (Schwedisches Album)
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Mando Diao kann es auch auf Schwedisch!, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Infruset (Schwedisches Album) (Audio CD)
Ich spreche zwar kein einziges Wort Schwedisch und musste einen gewissen Internetübersetzer benutzen, um wenigstens die Songtitel und damit auch das Thema halbwegs verstehen zu können, aber als langjähriger Fan von Mando Diao empfindet man es natürlich als seine Pflicht, die bisherige Sammlung zu komplettieren. Aufgrund der sprachlichen Barriere - die Songs stammen übrigens aus der Feder von Gustav Fröding - hatte ich anfangs dennoch starke Bedenken, ob ich mich überhaupt auf die Songs einlassen könnte.

Aber diese Bedenken waren schon mit dem ersten Durchlauf verschwunden. Auch wenn man der schwedischen Sprache nicht mächtig ist, fällt es dem Zuhörer doch sehr leicht, sich in die Stimmung der Songs zu vertiefen. Jeder Song ist individuell gestaltet und weiß sofort zu gefallen, was vor allem die ersten fünf Songs des Albums betrifft, die ich schon jetzt als absolut wunderbare und großartige Stücke bewerten und beschreiben würde. Wer auf dieser Platte allerdings den erfrischenden Rock der Vorgängeralben erwartet, wird hier sicherlich enttäuscht werden, da die Jungs von Mando Diao hier ausschließlich auf ruhige Klang- und Stilmittel setzen.


Blaubeerblau
Blaubeerblau
DVD ~ Devid Striesow
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blaubeerblau vs. Rosarot, 7. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Blaubeerblau (DVD)
Fritjof (Devid Striesow) arbeitet als Angestellter in einem kleinen Architekturbüro. Er fällt aus allen Wolken, als er von seiner Chefin erfährt, dass er Vermessungsarbeiten an einem "Ort, wo Menschen sterben", einem Hospiz, durchführen soll. Er weigert sich zunächst, diesen Auftrag anzunehmen, willigt aber letztendlich widerwillig ein. Im Hospiz trifft er auf Hannes (Stipe Erceg), einen alten Schulkameraden, der einen baldigen Tod erwartet. Trotz anfänglicher Skepsis gelingt es Fritjof, sich auf das Hospiz und seine Bewohner einzulassen und zu lernen, dass der Tod kein verschwiegenes Thema bleiben sollte.

Ich gebe zu, dass ich am Anfang schon etwas skeptisch gewesen bin. Wie will man uns den Tod medial näher bringen? Wie will man erläutern, dass auch sterbende Menschen immer noch Wesen mit Wünschen, Ängsten und Gefühlen sind, wo sie doch von ihrem Umfeld gerne vergessen oder ignoriert werden? Wie will man an uns appellieren, dass man sich früher oder später mit dem Tod auseinandersetzen muss?
Die Skepsis war vollkommen unbegründet. Die Schauspieler haben mir alle sehr gut gefallen, wobei natürlich ein besonderes Augenmerk auf Devid Striesow und Stipe Erceg gerichtet werden muss, die ihre Sache einfach überragend machen, ohne dabei auch nur eine Sekunde in banales Overacting oder Unglaubwürdigkeit zu verfallen. Hinzu kommt eine zwar einfache, doch für dieses Thema optimale Geschichte hinter den Charakteren und eine wunderschöne musikalische Untermalung von Gerd Baumann. Blaubeerblau ist ein Film, der uns zeigt, dass die Welt nicht so rosarot ist, wie man sie manchmal gerne hätte. Und dennoch ist man es wert, in ihr zu leben. Ein wirklich sehr empfehlenswerter Film!


Watoosh!
Watoosh!

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Als Billy Talent noch Pezz hieß..., 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Watoosh! (Audio CD)
Als die vier Bandmitglieder der kanadischen Rockband "Billy Talent", die nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich und bekannt ist, noch ein wenig jünger gewesen sind, hörten sie noch auf den Namen "Pezz". Erst 1999 nannte man sich aufgrund gewisser Meinungsverschiedenheiten, die eine andere Band mit gleichen Namen zu verantworten hatte, um und richtete seine musikalische Orientierung gleichzeitig anders aus. Seitdem kennt man die Band unter dem Namen Billy Talent, der nicht mehr für Progressive Rock, sondern für Post-Hardcore, Punkrock und Alternative Rock steht. Doch angefangen haben Benjamin Kowalewicz (Gesang), Ian D'Sa (E-Gitarre), Jonathan Gallant (E-Bass) und Aaron Solowoniuk (Schlagzeug) im Jahre 1993 als "Pezz".

Neben einigen lokalen Auftritten konnte die Band 1998 dieses Album aufnehmen. Wer Billy Talent kennt, der wird trotz einiger Differenzen auch ein paar Gemeinsamkeiten entdecken. Der Gesang von Benjamin Kowalewicz ist hier noch ein wenig schräger, die Gitarren sind teilweise unprofessionell gestimmt, der Bass schwankt zwischen unhörbar und viel zu laut und das Schlagzeug ist längst nicht immer synchron zum Rest der Band.
Trotz dieser Unprofessionalität hat diese Platte einen ganz eigenen Charme. So hört man die trotzige und freche Art von Musik auch hier sehr oft heraus. Die meisten Melodien sind trotz ihrer manchmal doch sehr schiefen Spielweise eingängig und laden oft zum Tanzen und Mitsingen ein. Insgesamt ist die Stimmung auf dieser Platte viel positiver als die, die man auf den vier Billy-Talent-Alben vorfinden kann.

Wer anspruchsvollen und perfekt gespielten Rock sucht, erwischt mit "Watoosh!" auf jeden Fall die falsche Platte. Wer sich allerdings für die Anfänge von Billy Talent interessiert oder einfach nur ein Anhänger der Band ist, ist mit dieser CD sehr gut aufgehoben.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18