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Beiträge von cyberhog
Top-Rezensenten Rang: 3.439
Hilfreiche Bewertungen: 360
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Rezensionen verfasst von cyberhog (Wesseling)
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5.0 von 5 Sternen
Der Verstand isst mit, 11. Oktober 2012
Der US-Regisseur Morgan Spurlock ist so gesund, wie ein Mensch nur gesund sein kann. Seine Blutwerte sind in Ordnung, seine Organe vollkommen intakt und seine Fitness ist ebenfalls nicht zu beanstanden, da er unter anderem weder raucht noch trinkt. Nur dreißig Tage später ist sein Blut voller Cholesterin, seine Leberwerte gleichen denen eines Alkoholikers und seine Fitness ist miserabel. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Morgan Spurlock hat sich einem interessanten wie riskanten Selbstversuch unterzogen. Er nahm 30 Tage lang nur Produkte von McDonald's zu sich. Drei komplette Mahlzeiten am Tag - natürlich SuperSized-Menüs -, jedes Produkt auf der Speisekarte sollte mindestens einmal ausprobiert werden. Gleichzeitig wollte er keinen Sport betreiben und seinen Körper auch sonst in keiner Art und Weise anstrengen. Was wie ein ganz normaler Selbstversuch begann, wurde für Morgan Spurlock nicht nur zu einer körperlichen, sondern auch zu einer seelischen Folter. Am Anfang schmeckt es ihm noch gut, aber nach der ersten Vomitation geht es ihm immer schlechter. Er bekommt Atemnot, nimmt über zehn Kilo zu und kann seinen Hobbys nicht mehr richtig nachgehen. Das Essen von McDonald's ist für ihn zu einer Sucht geworden. Es geht ihm schlecht, weil er zu viele Produkte dieser Fastfoodkette gegessen hat, aber sobald er wieder einen Burger zu sich nimmt, ist sein Körper zufrieden. So nimmt Morgan Spurlock innerhalb eines Monats so viel Fast Food zu sich, wie er es in acht Jahren nur hätte tun dürfen. Man kann sogar davon sprechen, dass akute Lebensgefahr besteht. Der Film besteht allerdings nicht nur aus dem Selbstversuch Morgan Spurlocks, sondern lässt auch die gesellschaftlichen Aspekte, die McDonald's, Burger King und andere Fastfoodketten ausüben, nicht außer Acht. Die Spielplätze und der Clown Ronald McDonald sind hierbei nur zwei Beispiele dafür, wie Kinder bereits auf diese spezielle Fastfoodkette getrimmt werden - und zwar so sehr, dass sie Bilder von Ronald McDonald mit Begeisterung erkennen, während ihnen Bilder von Jesus völlig fremd sind. Auch die Werbesongs diverser Fastfoodketten sind Kinder und Erwachsenen natürlich gleichermaßen bekannt - und zwar dermaßen bekannt, dass sie diese im Gegensatz zur amerikanischen Hymne, die an amerikanischen Schulen jeden Morgen gesungen wird, auswendig kennen. Insgesamt sind übrigens 60% der Amerikaner übergewichtig. Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich mit niedrigen Erwartungen an diesen Film gegangen. Ich wusste ja sowieso, dass Fast Food ungesund ist und sich negativ auf den gesamten Körper und dessen Wohlbefinden auswirken kann. Ich wusste nicht, was dieser Film mir noch mitteilen oder was ich daraus für Lehren ziehen sollte. Aber was ich dann gesehen habe, überstieg ehrlich gesagt meine Vorstellungen. Dass jemand, der vollkommen gesund ist und weder raucht noch trinkt, sich innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne in akute Lebensgefahr begibt - und das ohne Zigaretten und Alkohol - war in meinen Augen in negativem Sinne beeindruckend, erstaunlich und lehrreich zugleich. Morgan Spurlock hat übrigens ein halbes Jahr gebraucht, um sein Übergewicht wieder loszuwerden. Die gesellschaftlichen Aspekte und Auswirkungen, die in diesem Film genannt werden, fand ich sogar noch tiefgründiger und erstaunlicher. Ich würde wirklich jedem empfehlen, sich diesen Film anzusehen, da er Aspekte aufgreift, die uns in jedem Land, in jeder Stadt und an jeder Autobahn mehrfach begegnen.
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5.0 von 5 Sternen
Das erfolgreichste SNES-Game aller Zeiten, 24. September 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Bowser hat es wieder einmal geschafft! Eine Unaufmerksamkeit der beiden mutigen Klempner Mario und Luigi hat dazu geführt, dass die Prinzessin wieder von Bowser entführt werden konnte. Auf der Suche nach der Prinzessin stoßen die beiden Brüder auf ein seltsames Ei, aus dem ein Dinosaurier namens Yoshi schlüpft. Er erzählt ihnen, dass seine Brüder von Bowsers Kindern entführt wurden. Das scheint ein neuer Auftrag für Mario und Luigi zu sein! Bei diesem Spiel handelt es sich nicht nur um die Rückkehr unserer Helden Mario und Luigi, sondern auch um den ersten Auftritt des beliebten Dinosauriers Yoshi, der Mario seitdem als Reittier und Freund zur Seite steht. Und nicht nur das, bei diesem Spiel handelt es sich um das erfolgreichste Game, das jemals für das Super Nintendo hergestellt wurde. So kann Super Mario World bis heute rund 20,61 Millionen Verkäufe aufweisen. Und bei den vielen Specials, Extras, Zusätzen, Funktionen, Items, Gegnern, Figuren und der Vielfalt an Spielspaß ist das ehrlich gesagt nicht weiter verwunderlich. Ich kenne das Spiel jetzt seit rund 16 Jahren und spiele es pro Jahr mindestens noch einmal durch. Es hat sich fast zu einem Ritual entwickelt. Mario und Luigi müssen sich hier durch knapp 100 Level kämpfen, die fast allesamt verschiedene Bedingungen, Schwierigkeiten und Extras aufweisen. Manche Level sind innerhalb kürzester Zeit geschafft, aber wenn es darum geht, bestimmte Extras zu finden oder Geheimgänge zu erkunden, wird dem Spieler einiges an Schläue und Kombination abverlangt. Hierbei wird besonders die Anpassungsfähigkeit des Spielers gefördert: mal befinden sich Mario und Luigi auf einer Ebene, mal im Wald, mal in der Luft, mal unter Wasser, mal in einem Geisterhaus, mal in einem Schloss, mal auf Eis und dann wieder tief unter der Erde - hier werden wirklich so ziemlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Wie in Super Mario Bros. 3 müssen hierbei auch wieder alle acht Koopas besiegt werden. Iggy, Morton, Lemmy, Ludwig, Roy, Wendy und Larry stehen ihrem Vater Bowser zur Seite, halten je einen von Yoshis Brüdern gefangen und attackieren unsere beiden Helden auf eine spezielle Art und Weise. Da ist es ein Glück, dass Mario und Luigi diese gefährliche Reise nicht alleine durchstehen müssen. Neben den allseits bekannten Items, welche verschiedene Zustände bei Mario und Luigi bewirken, steht hier vor allem Yoshi, der sich als sehr große Hilfe erweist, immer bereit zum Kampf. Eine einfache Rezension bietet ehrlich gesagt fast nicht genug Platz, um alle Features und die unglaubliche Vielfalt an Extras aufzuzählen, die sich in diesem Spiel findet. Aber das hier soll zum Glück auch keine Komplettlösung werden, sondern lediglich eine subjektive Betrachtung des Spiels. Das erolgreichste SNES-Game aller Zeiten besticht auch heutzutage noch durch eine enorme Präsenz, die sich unter anderem viele Let's-Player zum Vorteil machen.
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4.0 von 5 Sternen
Eine Frage der Frustrationstoleranz, 24. September 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Schlumpfine und ein Schlumpf zerstören den Zeitkristall, dessen Splitter sich auf der ganzen Welt verteilen, und müssen ihn wieder zusammenfügen. Dabei müssen sie durch insgesamt sechs Kontinente (Südamerika, Nordpol, Nordamerika, Afrika, Australien, Asien) reisen, die jeweils aus drei Leveln bestehen, wobei Asien einen Endgegner aufweisen kann. In fast jedem Level geht es darum, eine bestimmte Anzahl an Kristallsplittern einzusammeln, wobei sich den Schlümpfen alle möglichen Gefahren und Gegner in den Weg stellen. Bei "Die Schlümpfe reisen um die Welt" handelt es sich um ein Spiel von Infogrames, dessen Titel immer etwas belächelt wird. Mit den Schlümpfen verbindet man sicherlich einfache Spiele, die nicht nur in Windeseile durchgespielt, sondern auch noch ausschließlich auf Kinder zugeschnitten sind. Aber ich sage gleich, dass man sich noch nie so in einem Spiel geirrt haben wird. Ich selber habe es vor 15 Jahren gespielt und bin nie richtig weit gekommen. In den vergangenen Monaten habe ich es noch einmal versucht. Und obwohl es viel besser geklappt hat, habe ich dem Endgegner noch nie gegenüber gestanden. Ich persönlich halte dieses Spiel für Menschen mit einer geringen Frustrationstoleranz und besonders für Kinder nicht geeignet. Misserfolge und lange Anlaufzeiten werden hier bei einigen Leveln leider keine Fremdworte sein. Selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe - es gibt leicht, mittel und schwer - ist das Spiel noch eine echte Herausforderung. Die einzige Hilfe besteht darin, dass man nach jeweils zwei erfolgreich absolvierten Kontinenten ein Passwort erhält - also im gesamten Spiel gerade einmal zwei Stück. Natürlich hat das Spiel auch viele positive Seiten. Es wäre unangebracht, es nur aufgrund des wirklich sehr hohen Schwierigkeitsgrades schlecht zu bewerten. So gefallen mir hier zum Beispiel die abwechslungsreichen Gebiete und Aufgaben, die man als Spieler meistern muss. Manche Level machen wirklich Spaß und lassen sich durch genug Training sehr leicht absolvieren. Hinzu kommt, dass die Grafik wirklich ansprechend und detailreich ist. Und zum Schluss gebe ich noch einen Tipp: dieses Spiel sollte man unbedingt mit Musik spielen, denn diese ist sehr gelungen. Eine gelungene Grafik und eine schöne Spielmusik sind mir bei Infogrames immer wieder mal aufgefallen.
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3.0 von 5 Sternen
Der Abschluss des Jahrtausends, 24. September 2012
"Nein, Obelix, du bekommst keinen Zaubertrank! Du bist doch als kleiner Junge in den Kessel gefallen." Eingefleischte Asterix-Fans werden sich an diesen Satz so sehr gewöhnt haben, dass er am Ende wahrscheinlich nur noch als Quelle des täglichen Amusements gedient haben wird. Doch Albert Uderzo lässt in diesem Band eine wahre Bombe platzen, denn Obelix bricht das Verbot des Druiden Miraculix und trinkt einen ganzen Kessel voller Zaubertrank. Daraufhin geschehen merkwürdige Dinge mit ihm, die sich durch den Lauf der Geschichte ziehen... Der 30. Band der Asterix-Reihe erschien 1996 und war somit der Abschluss des vergangenen Jahrtausends. Der Nachfolger, Asterix und Latraviata, folgte erst fünf Jahre später. Leider ist der Abschluss alles andere als ein Volltreffer geworden. Der Band ist zwar wieder etwas besser als sein Vorgänger "Asterix und Maestria", hängt sich aber an viel zu vielen Stellen unnötig auf. Die Geschichte mit und rund um Obelix vermag anfangs zwar noch Spannung aufzubauen, dümpelt am Ende allerdings nur von einer Station zur nächsten. Wie bei "Asterix im Morgenland" bedient sich Albert Uderzo dabei übrigens wieder an einem sehr fantasievollen Stoff, den man so niemals mit Asterix assoziieren würde. So machen Asterix, Obelix und Miraculix hier unter anderem einen Abstecher nach Atlantis, das zeichnerisch zwar sehr beeindruckend ist, in so eine historische Geschichte jedoch nicht passt. Sicher, die Asterix-Bände haben immer durch ein wenig Fantasie, zeitgemäße Anspielungen und augenzwinkernden Humor bestochen, aber was Uderzo uns hier zeigt, erinnert eher an eine utopische oder paradisische Vorstellung. Die Geschichte mit der entführten römischen Galeere wirkt im ganzen Band wie eine unwichtige Nebenhandlung, die nur dazu dient, die traditionellen Römer und die damit zusammenhängenden Raufereien vorkommen lassen zu können. Wenn ich mir diesen Band vornehme - und das ist nicht unbedingt selten der Fall - kann es vorkommen, dass ich die Seiten, welche diese Geschichte behandeln, einfach überspringe. Die Geschichte wirkt wie ein Alibi oder ein nachträglicher Seitenhieb, der darauf abzielt, die 48 Seiten irgendwie entstehen lassen zu können. An manchen Stellen bekommt der Leser den Eindruck, Albert Uderzo hätte hier zwei Geschichten miteinander verknüpft, die inhaltlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Früher, als René Goscinny noch für das Erzählen der Geschichten verantwortlich gewesen ist, hatte man bei jedem Bild das Gefühl, dass es die Geschichte weiterbringt. Das kann man von diesem Band wahrlich nicht behaupten. Dennoch ist an diesem Band nicht alles schlecht. Die Zeichnungen sind wie immer erstklassig und die Geschichte um Obelix ist stellenweise gut durchdacht und lesenswert, wenn sie auch des Öfteren durch den ein oder anderen Stolperstein ausgebremst wird. Es freut mich vor allem, dass Albert Uderzo hier endlich wieder auf die tiefe Freundschaft zwischen Asterix und Obelix eingeht - ein Umstand, der in den nachfolgenden Heften leider so gut wie gar nicht mehr behandelt wird.
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2.0 von 5 Sternen
Der Absturz beginnt, 18. August 2012
Mit diesem Band begann so etwas wie der freie Fall des Niveaus der Geschichten des Galliers Asterix. Wenn man mal von den Kurzgeschichten absieht, die in "Asterix plaudert aus der Schule" veröffentlicht wurden und teilweise noch gemeinsame Produktionen von Goscinny und Uderzo sind, war "Asterix und Latraviata" der Startschuss für schwache sowie für ideen- und belanglose Geschichten, die einem nicht das Gefühl geben, dass man sie unbedingt gelesen haben müsste. Die Geschichte des Bandes ist schnell erzählt: Asterix und Obelix feiern Geburtstag und bekommen dabei Besuch von ihren Müttern, die ihren Söhnen schöne Geburtstagsgeschenke bereiten. So bekommt Asterix ein römisches Schwert, während Obelix seine Römerhelm-Sammlung durch ein glanzvolles Exemplar aufstocken darf. Sie wissen nicht, dass diese Utensilien eigentlich dem Zenturio Pompejus gehören. Dieser glaubt, dass Astronomix und Obelodalixder - die Väter von Asterix und Obelix - diese beiden wertvollen Mitbringsel gestohlen haben, weswegen er sie verhaften lässt. Nun ist es an Asterix und Obelix, ihre Väter zu befreien... Die Geschichten um Asterix und Obelix haben sich immer irgendwo und irgendwie wiederholt. Mal musste ein Volk von den Römern befreit werden, mal wurde jemand entführt, mal wurde man in anderen Ländern gebraucht. Manchmal wurde sogar aus einer Banalität eine Geschichte gestrickt, von der man nicht wusste, dass sie dermaßen gut werden könnte. Aber hier reden wir von der Zeit, in der René Goscinny noch Autor der Geschichten war und sie durch viele Seitenhiebe, Running Gags und nicht zuletzt durch augenzwinkernden Humor schmücken konnte. Albert Uderzo ist ein begnadeter Zeichner, aber von René Goscinny hat er in all den Jahren wohl nichts gelernt. Zwar waren seine ersten drei Produktionen in Eigenregie - "Asterix und der große Graben", "Die Odyssee" und "Der Sohn des Asterix" - stellenweise noch ziemlich amüsant, aber bereits deutlich entfernt vom Niveau der meisten früheren Bände. Danach war es meiner Meinung nach leider immer schlechter um die Abenteuer des kleinen Gallier bestellt, und dieser Trend setzt sich mit diesem Band gnadenlos fort. Hier geht es sogar so weit, dass Uderzo sich an Grundrisse der vorherigen Bände nicht mehr erinnern kann. So haben Asterix und Obelix plötzlich am selben Tag Geburtstag, womit die Frage bleibt, welcher Tag eigentlich in "Obelix GmbH & Co. KG" gefeiert wurde. Und als wäre das noch nicht genug, bekommt man eine Story serviert, deren Grundriss sicher nicht allzu schlecht ist, die aber mit teilweise viel zu albernen Handlungssträngen verziert wurde. Manche Stellen wirken so, als hätte Uderzo sie nachträglich in eine viel zu kurze Story geschoben, um noch auf 48 Seiten kommen zu können. Früher hatte man bei jedem Bild das Gefühl, dass es einen Teil zur Geschichte beiträgt. Das kann man in und von "Asterix und Latraviata" wahrlich nicht behaupten. Vor allem die Stelle, in der Asterix von Obelix eine geklebt kriegt, daraufhin benommen wird und durch den Zaubertrank eine gehörige Dosis Hyperaktivität verliehen bekommt, ist an Lächerlichkeit nur sehr schwer zu überbieten. So etwas hätte seinen Weg früher in keine Geschichte von Asterix gefunden, da bin ich mir absolut sicher. Wenn dann auch noch peinliche deutsche (!) Werbesprüche im Comic auftauchen, ist das Desaster perfekt. In diesem Band gibt es sehr viele Stellen, bei denen man der Seitenzahl mehr Beachtung schenkt als der eigentlichen Geschichte und an denen man das Heft frustriert schließen möchte. So gesehen sind die Werbesprüche vielleicht doch eine gute Idee, denn für dieses Heft würde mir leider kein positiver Slogan einfallen. Ich kann diesem Band wirklich nicht viele positive Aspekte abgewinnen. Der Grundriss der Geschichte ist annehmbar und der Anfang wird sogar relativ ansprechend umgesetzt. Die Zeichnungen sind wie immer hervorragend und die Idee, die Eltern von Asterix und Obelix vorzustellen, war längst überfällig. Aber das reicht in meinen Augen leider noch lange nicht, um diesem Produkt mehr als zwei Sterne zu geben.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Alben wie diese, 30. Mai 2012
Die Toten Hosen haben es wieder einmal geschafft! Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum liefern uns die sechs Punkrocker 16 frische Songs, von denen manche im Radio und sehr viele bei Auftritten gerne gespielt werden dürfen. Doch was verbirgt sich hinter dem "Ballast der Republik" eigentlich genau? Dazu müssen wir einmal mehr einen analystischen Blick auf alle Songs werfen. "Drei Kreuze (dass wir hier sind) (3/5)" Bei diesem Song handelt es sich um ein rein instrumentales Intro mit 87 Sekunden Länge, weswegen ich an dieser Stelle drei Sterne vergebe. Intros fallen in meiner Gesamtwertung nicht ins Gewicht und bekommen fast immer eine Mindestanzahl an Punkten. "Ballast der Republik (5/5)" Nach einem halbwegs gelungenen Übergang dürfen die Hosen das erste Mal richtig rocken. Ein ernstes Thema, ein guter Text, eine einfache Melodie und ein wilder Refrain - was will man mehr? "Tage wie diese (4/5)" Dieser Song sollte mittlerweile bekannt sein, wird er im Radio doch rauf und runter gespielt. Das finde ich schade, da einem die Lust auf einen Song dadurch irgendwie vergehen kann. Aber wenn man diesen Umstand ausklammert, bleibt eine wahre Hymne, die wir bei der anstehenden EM sicher noch oft hören werden. Allerdings finde ich, dass dieser Song eher in der Mitte des Albums hätte kommen sollen, da er hier fast wie eine Bremse wirkt. "Traurig einen Sommer lang (4/5)" Hier wird es dann wieder ein wenig wilder. Doch obwohl das Thema ziemlich ernst ist, wird es nicht überstrapaziert. Die Toten Hosen beschreiben hier, wie sie die Tode bestimmter Musiker erlebt haben und was für einen Effekt diese auf sie persönlich hatten. Hoffentlich bleiben uns die Hosen noch eine ganze Weile erhalten! "Altes Fieber (5/5)" Hier beginnt wieder eine Art Selbstreflexion der Bandmitglieder, die man bereits auf dem letzten Album in einigen Songs finden konnte. Aber dieser Song hängt die Latte noch ein wenig höher und besticht durch eine Empathie, dass man als Zuhörer fast schon meint, diese Zeiten selber miterlebt zu haben. Hinzu kommt ein wieder mal grandioser Songtext mit einem wunderschönen Refrain! "Zwei Drittel Liebe (5/5)" Es ist schwer, in all den Highlights einen Favoriten ausfindig zu machen. Aber wenn ich mich für einen Song entscheiden müsste, würde ich mich wohl für diesen entscheiden. Das vorgegebene Thema wird vor allem im Refrain wild vorgetragen und besticht durch ein einfaches wie geniales rhetorisches Mittel. "Europa (4/5)" Hierbei handelt es sich zwar immer noch um keine richtige Ballade, aber um einen Song, der trotz des ernsten Themas durch seine Ruhe besticht und dadurch und trotz des sehr ernsten Themas irgendwie gute Laune macht. Stellenweise klingt er zwar ein wenig künstlich, aber das fällt nicht allzu sehr ins Gewicht, da er einen Rhythmus besitzt, der zum leichten Tanz einlädt. "Reiß dich los (4/5)" Und um unsere neuen und jungen Punker zu beruhigen, wurde natürlich auch wieder eine ordentliche Portion Kritik am System auf das Album gepackt. Allerdings wirkt der Song stellenweise wie gewollt und damit ziemlich erzwungen. Themen dieser Art wurden in der Vergangenheit auf jeden Fall besser umgesetzt. Dennoch handelt es sich um einen überdurchschnittlich guten Song. "Drei Worte (5/5)" Am Anfang fragt man sich, wo dieser Song mit dem Zuhörer hin will, da er in den ersten 43 Sekunden lediglich ein leichtes aber relativ langweiliges Intro in Form einer akustischen Gitarre liefert. Danach beginnt aber der eigentliche Song, der wieder durch einen sehr guten und empathischen Songtext bestechen kann. Die drei wohl berühmtesten Worte der Welt werden hier aufgegriffen und unter einem ganz neuem Licht präsentiert. "Schade, wie kann das passieren? (5/5)" Dieser Song könnte thematisch als Fortsetzung von "Auswärtsspiel" herhalten. Die Stimmung ist musikalisch jedoch um einiges positiver. Was wäre das auch für ein Album geworden, wenn man nicht auch die Fußball-Schublade gedeckt hätte? "Draußen vor der Tür (5/5)" Auch dieser Song hat einen älteren Bruder, nämlich "Nur zu Besuch". Daran kann man locker herleiten, dass es sich um eine Ballade handelt. Diesmal singt Campino nicht über seine Mutter, sondern über seinen Vater. Die Grundstimmung ist allerdings um einiges positiver. Songtexte dieser Art wirken, wenn sie aus Campinos Feder stammen, nie wie ein Reinfall oder aufgesetzt, und so ist es auch hier. "Das ist der Moment (5/5)" Und wieder liefern uns die Hosen eine Hymne ab, die vor allem live ein wunderschönes Erlebnis sein wird. Die Band zieht hier bestimmte Momente aus ihrem Leben heraus, welche die Mitglieder motiviert und inspiriert haben - mit dem Ergebnis, dass genau diese Momente in der Zukunft wichtig sein werden. Dieser Song wird wunderschön vorgetragen und wirkt nicht einmal ansatzweise wie eine Selbstbeweihräucherung. "Ein guter Tag zum Fliegen (5/5)" Dieser Song lehnt sich musikalisch stark an "Europa" an. Er ist ähnlich leicht und locker und gönnt dem Zuhörer eine kleine Verschnaufpause. Diesmal ist das Thema auch leichter anzusehen, was diesem Song auf jeden Fall gut tut. Ein gutes Lied zum Tanzen! "Oberhausen (4/5)" Ganz ehrlich, rein musikalisch könnte dieser Song auch ein Schlager sein, was vor allem für den Refrain gilt. Aber das heißt natürlich noch lange nicht, dass dieses Lied schlecht ist. Ruhige Strophen und etwas schnellere Refrains wechseln sich hier wieder einmal gekonnt ab. Eine lockere Liebesgeschichte aus Oberhauen. "Alles hat seinen Grund (3/5)" Ein gutes Thema mit einem ebenso guten Songtext. Leider finde ich diesen Song rein musikalisch nicht gerade überzeugend. Mit einer besseren instrumentalen Führung hätten die Hosen hier zum Schluss des Albums noch einmal einen Kracher raushauen können, der zum Nachdenken anregt. So bleibt leider nur Standard, was angesichts der Tatsache, dass die vorherigen Titel fast allesamt spitze gewesen sind, aber zu verzeihen ist. "Vogelfrei (5/5)" Was soll dieser Song nun sein? Ernst? Humorvoll? Wozu soll er anregen? Zum Nachdenken? Zum Lachen? Oder ist am Ende wieder alles Kritik an der Religion? Vielleicht an der Vorstellung, die man vom Paradies haben soll? Dieser Aspekt wird für Analysen sicherlich interessant sein. Für mich steht allerdings fest, dass es sich hier um einen mehr als gelungenen Song handelt. Leider erscheint er etwas kurz, da hier ein relativ langes Intro und ein Outro, das sich an die ersten beiden Titel anlehnt, zu finden sind. Wie auch immer - Feuer frei für "Vogelfrei"!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Auch das noch!, 29. Mai 2012
Dass Ärzte-Alben immer ein wenig Zeit brauchen, bis sie dem Zuhörer gefallen, ist ja mittlerweile weder eine Neu- noch eine Seltenheit. Aber dieses Album hat im Vergleich zu vielen Vorgängern fast drei Monate gebraucht, um einen halbwegs vernünftigen Eindruck zu machen. Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich diesem Album höchstens zwei Sterne gegeben hätte, wenn ich nach einer Woche eine Rezension hätte schreiben müssen. Mittlerweile glaube ich aber, dass ich dem Album genug Zeit gegeben habe. "Ist das noch Punkrock? (4/5)" - Farin Die Opener der letzten Alben waren ja allesamt nicht mehr der absolute Kracher, aber auf jeden Fall noch überdurchschnittlich gut. Dieser Song reiht sich in diese Kette ein. Schnelle und laute Strophen wechseln sich hier mit einem Refrain ab, der manchmal leider wie eine Bremse wirkt, was zum Glück nicht von allzu langer Dauer ist. Ob Die Ärzte noch Punkrock sind, wird aber jeder Zuhörer für sich entscheiden müssen. "Bettmagnet (4/5)" - Bela Wenn Farin den Opener übernimmt, muss ein Bela B. natürlich sofort nachlegen. Im Gegensatz zu "Jazz ist anders" geht der Titel hier allerdings wieder an Farin. Obwohl Bela textlich gesehen hier bereits seinen Höhepunkt verpulvert, lassen sich bereits einige Schwächen erkennen. Dieser Song wäre auf einem seiner Soloalben besser aufgehoben gewesen. "Sohn der Leere (4/5)" - Rod Der dritte Song gehört - wie schon bei "Jazz ist anders" - Rod. Musikalisch gesehen hat er es natürlich drauf und übertrifft seine beiden Kumpanen nicht selten um Längen. Aber textlich gesehen offenbart auch er hier einige Schwächen. Manche Stellen des Song wirken so, als ob Rod es hier nur darauf angekommen wäre, Reime zu erstellen. Das ist schade, denn aus diesem Thema kann man viel mehr herausholen. "TCR (4/5)" - Farin Dieser Song ist so etwas wie eine Mischung verschiedener Genres. Dies kann als Pluspunkt gewählt werden, aber ich finde, dass es ruhig etwas weniger hätte sein dürfen. Der Song wirkt, als wäre er aus vier verschiedenen Liedern zusammengebastelt worden und wird am Ende leider stark in die Länge gezogen, was den Gesamteindruck doch etwas geschmälert hat. "Das darfst du (3/5)" - Bela Hier gibt sich Bela wieder einmal die Ehre, die Zuhörer zum Handeln zu bewegen. Dieses Thema ist in meinen Augen absolut nichts Neues mehr und wurde in der Vergangenheit viel besser interpretiert. Da ist es kein Wunder, dass dieser Song es zum Beispiel nicht mit "Deine Schuld" aufnehmen kann. Die musikalische Führung ist leider auch ziemlich flau. "Tamagotchi (5/5)" - Belafarinrod Und hiermit wären wir dann beim ersten Song, der von mir die volle Punktzahl bekommt. Hierbei handelt es sich übrigens um einen gemeinsamen Song aller Bandmitglieder. Anfangs dachte ich, wie langsam denn bitte die Uhren von Bela, Farin und Rod laufen müssen, dass sie erst 2012 einen Song über einen Tamagotchi machen. Aber es wird schnell deutlich, dass es hier darauf ankam, das Verfallsdatum gewisser Hypes zu thematisieren. Das ist Rod hier voll und ganz gelungen - und gesanglich hat er eine ordentliche Schippe draufgelegt! "M&F (4/5)" - Farin Ich glaube, jeder hätte vorhersagen können, dass dieser Song mal zur Single wird, da er die Radios mit seiner kommerziellen Art praktisch anlächelt. Und wie wir mittlerweile wissen, ist es genau so gekommen. Ein altbekanntes Thema, das Farin souverän und textlich wie immer gut vorträgt - nicht mehr und nicht weniger. "Freundschaft ist Kunst (2/5)" - Bela Hier fängt Bela leider damit an, textlich dermaßen abzubauen, dass man meint, er hätte heimlich das Genre gewechselt und schreibt nun zusammen mit Rolf Zuckowski Kinderlieder. Das hier aufgefasste Thema bietet nun wirklich sehr viele Facetten. Und was macht Bela? Der reduziert es auf ein "Ich hänge jetzt mit Künstlern rum!" Der Song fängt gar nicht mal so schlecht an, wandelt sich am Ende aber leider in ein Lied ohne Idee und Konzept. "Angekumpelt (5/5)" - Farin / Rod Auch wenn Rod es hier eher humorvoll meint, singt er vielen Fans sicher aus der Seele. Jeder kennt bestimmt mindestens einen Menschen, mit dem er nicht unbedingt befreundet sein möchte - egal, wie die Konditionen stehen. Obwohl Rod im Vergleich zu "Tamagotchi" gesanglich wieder ein wenig nachlässt, kann dieser Song voll und ganz und vor allem textlich überzeugen. "Waldspaziergang mit Folgen (5/5)" - Farin Für mich handelt es sich hierbei um das dritte Highlight des Albums. Es wirkt so, als könnten Bela und Rod machen, was sie wollen - sie können Farin textlich gesehen einfach nicht überbieten. Hier zeigt er einmal mehr, dass er Texte schreiben kann, die sowohl humorvoll als auch warnend angesehen werden können. Die hier aufgenommene Kritik kommt vor allem am Ende des Songs zur Geltung. "Fiasko (5/5)" - Farin Nomen est omen? Falsch! Beim ersten Durchlauf fand ich es sehr befremdlich, dass die erste Strophe aus nur einem Vers bestand, aber mittlerweile kann man diesen Umstand sogar als rhetorisches Mittel durchgehen lassen, da das lyrische Ich hier einfach nur versucht, seiner inneren Verwirrung Herr zu werden, was im Fiasko endet. Das würzt Farin endlich mal wieder mit ein paar lockeren Fremdworten, die seit dem Release sicher schon zur Genüge nachgeschlagen wurden... "Miststück (3/5)" - Bela Habe ich schon erwähnt, dass Bela es mit Texten auf diesem Album nicht besonders hat? Ja, aber das hier ist leider ein peinlicher Beweis dafür, dass man lyrische Einfälle nicht erzwingen kann. Aber genau so wirken manche Verse, die Bela dem Zuhörer auf diesem Album zumutet: erzwungen und im Vergleich zu vielen früheren Liedern absolut unglaubwürdig. Rein musikalisch ist der Song relativ souverän, allerdings ist der Refrain doch arg schwach ausgefallen. "Das finde ich gut (2/5)" - Rod Es hätte mich auch gewundert, wenn Rod auf diesem Album nicht mindestens einmal gefühlvoll geworden wäre. Leider wirkt dieser Song stellenweise wie eine freche Kopie des halben Lovesongs. Hier kommen Emotionen und Glaubwürdigkeit leider nicht vollständig herüber. Man vergisst leider ziemlich schnell, dass es einen Song wie "Das finde ich gut" auf diesem Album gibt. "Cpt. Metal (4/5)" - Farin Wieder einmal wird das Thema von "Unrockbar" aufgegriffen. Dieser Song wurde von sehr vielen Kritikern und Rezensenten bisher als das ultimative Highlight des gesamten Albums herausgestellt. Ich kann dem zwar nicht direkt beipflichten, muss aber sagen, dass es sich auf jeden Fall um einen gelungenen Song handelt. "Die Hard (5/5)" - Rod Ist es ein Zufall, dass Rod neben Farin bei mir auf diesem Album am besten abschneidet? Oder ist er mittlerweile wirklich zu einer dermaßen festen Größe geworden, die nicht mehr aus dem legendären Trio wegzudenken ist? Leider wirkt er für viele Fans immer noch wie ein Fremdkörper in dieser Band, dabei bringt er längst seinen eigenen Stil in die Musik von Belafarinrod. Hier wird textlich zwar nur Magerkost geboten, aber irgendwie kann das Endergebnis doch sehr überzeugen. "zeiDverschwÄndung (3/5)" - Bela Sorry, Bela, aber selten war ein Songtitel dermaßen passend wie hier. Ich weiß, dass ich bestimmt einigen Fans auf den Schlips trete, aber wenn man Belas Songs aus dem Album schmeißen würde, könnte es bei mir locker einen Punkt besser dastehen. Hier ist es textlich zwar wieder einigermaßen annehmbar, aber als erste Single ist dieser Song meiner Meinung nach vollkommen deplatziert. Selbst die gehörige und sonst so überzeugende Portion Selbstironie mag nicht mehr so fruchten wie früher. BELA: 5 Songs / Punkte: 15 von 25 FARIN: 6 Songs / Punkte: 26 von 30 ROD: 5 Songs / Punkte: 21 von 25 Ich glaube, es reicht, wenn ich die qualitativen Unterschiede auf diese Statistik beschränke. Sie sagt in meinen Augen genug über meine Vorzüge auf diesem Album aus. Und wer das Album komplett enttäuschend findet, dem bleibt immerhin noch ein schönes Spiel in der Verpackung. Erwartet uns beim nächsten Album eine kleine Konsole als Beilage?
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Actionfilm! Terminator?, 30. April 2012
Terminator 3 - Rebellion der Maschinen! Was das wohl heißen mag? Die Action ist solide und die Effekte sind wie immer gut. Das Budget war zwar sehr hoch, wurde aber dennoch fast überschritten, sodass Arnold Schwarzenegger eine Szene sogar aus seiner Gage bezahlen musste. Und der Titel verrät bereits, dass der Krieg zwischen den Menschen und den Maschinen in diesem Film beginnt. Eigentlich sind doch alle Voraussetzungen für einen guten Film gegeben, oder nicht? Nein, ganz trifft das leider nicht zu. Ein Umstand, der im Bereich der Medien immer wieder zum Vorschein kommt, macht auch vor diesem Film nicht Halt. Nicht überall, wo ein bestimmter Inhalt draufsteht, steckt er auch wirklich drinnen. Deswegen gibt es passend zum dritten Teil nur drei Sterne. Um meine Position genauer zu erläutern, werde ich meine Kritikpunkte der Reihe nach auflisten. Kritikpunkt 1: Logiklöcher in der Story Nachdem unsere drei Protagonisten die Arbeit von Dr. Miles Bennet Dyson im zweiten Teil komplett zerstört hatten, war ich doch sehr gespannt darauf, wie man diesen Umstand umbiegen und erklären möchte. Das war das Detail, auf das ich mich während des Films am meisten gefreut habe. Aber leider leidet dieser Film unter vielen Logiklöchern in der Geschichte. Erklärungen gibt es fast gar nicht, es wird einfach nur gesagt, dass es so ist. Und Skynet ist plötzlich von Anfang an da, obwohl es ohne Dysons Arbeit gar nicht existieren dürfte. Während des gesamten Films wird dabei der Gedanke übertragen, dass man eine Zukunft, deren Wurzeln in der Vergangenheit liegen, auch nicht durch Zeitreisen verändern kann. Und diese Weisheit ist, wenn man sie auf Terminator bezieht, leider vollkommen unlogisch und setzt den Gedanken der ersten beiden Filme außer Kraft. Wenn man das, was in der Zukunft geschieht, wirklich nicht durch Zeitreisen verändern kann, dürfte es diese Filmreihe überhaupt nicht geben, denn die Maschinen schicken den ersten Terminator aufgrund ihrer Niederlage gegen die Menschen zurück. Kritikpunkt 2: Die fehlende Atmosphäre Konnten die ersten beiden Teile der Reihe durch eine absolut fesselnde und aufgrund der vielen Blicke in Träume und Zukunft apokalyptische Atmosphäre beeindrucken, schafft der dritte Film das leider nicht. In den ersten beiden Filmen fanden fast alle Verfolgungsjagden in der Nacht statt, was die Isolation der Hauptfiguren immer hervorragend untermalt hat. Hier fahren Arnie und seine beiden menschlichen Gefährten bei Sonnenschein durch die Stadt. Es wirkt fast so, als wollten sie an den Strand fahren und Urlaub machen. Der einzige Umstand, der dabei stört, ist der, dass zu allen Seiten Gebäude und Autos explodieren. Die fehlende Atmosphäre kommt auch durch den Humor zum Vorschein, der hier stellenweise sehr erzwungen wirkt. Wenn man die Bilder sieht und die Sprüche hört, kann man nicht glauben, dass es den Protagonisten mit dem Schicksal der Welt ernst ist. Kritikpunkt 3: Terminatrix T-X Eigentlich finde ich die Idee, einen weiblichen Terminator vorkommen zu lassen, um das Werk der Maschinen weiter zu führen, ja durchaus ansprechend. Kristanna Loken besitzt alle Voraussetzungen für eine schöne und doch gefährliche Maschine. Aber leider hat man hierbei viel Potential verschenkt. Was mir an Arnold Schwarzenegger am besten gefallen hat, war die Authentizität, mit der er eine Maschine spielen konnte, was vor allem für den ersten Teil gilt. Er war weder gut noch böse, er hat einfach funktioniert und dabei nie Emotionen gezeigt. Bei der Terminatrix ist das leider anderes. Sie bekommt fast einen Herzinfarkt, als sie merkt, dass John Connor in ihrer Nähe ist und lacht darüber hinaus auch noch über den Terminator T-850. Das finde ich für eine Maschine, die absolut emotionslos sein soll, unpassend. Hinzu kommt, dass die Terminatrix einfach nicht die beklemmende Atmosphäre eines T-800 oder T-1000 auslösen kann. Wenn Arnold Schwarzenegger oder Robert Patrick als Bösewicht agiert haben, hat man als Zuschauer sofort gemerkt, wie die Stimmung sich verändert hat, sobald sie aufgetaucht sind. Und irgendwie haben sie dabei auch einen besseren Eindruck gemacht, denn die Terminatrix wirkt dafür, dass sie einen neuen Superlativ darstellen soll, relativ schwach und agiert oft einfallslos. Kritikpunkt 4: Fehlende Stärke der Hauptfiguren Eigentlich habe ich nichts gegen Nick Stahl. Vor allem in Sin City fand ich ihn sehr gut. Aber als John Connor konnte er mich leider nicht überzeugen. Während des gesamten Films fragt man sich, wie er die Menschheit einmal anführen möchte, ohne dass sie nach zehn Minuten komplett ausgelöscht wird. Ihm fehlen einfach die Werte, die ihm Kyle Reese im ersten Teil zugesagt hat: "Er ist vertrauenerweckend. Er hat Ausstrahlung und Kraft. Ich würde sterben für John Connor." Sicher, Reese redet hierbei über den Connor, den er kennen gelernt hat und schon einige Jahre gegen die Maschinen kämpft. Aber ich würde einem John Connor, wie er von Nick Stahl gespielt wird, nicht einmal in einen Supermarkt folgen. Auch die Figur der Kate Brewster, gespielt von Claire Danes, finde ich nicht gut getroffen. Sie wirkt hysterisch und panisch, soll die Menschheit gleichzeitig aber zusammen mit John im Kampf gegen die Maschinen anführen. Ihr fehlen die starken Charaktereigenschaften, die Sarah Connor dank einer grandiosen Linda Hamilton hatte. Sicher, auch Sarah Connor hat einmal klein und ängstlich angefangen, aber sie hat schnell gelernt, mit ihrem Schicksal umzugehen, hat es akzeptiert und ihren Sohn auf die Zukunft ausgerichtet. In diesem Film wirken John und Kate oftmals planlos und irren scheinbar ziellos durch die Gegend. Man nimmt ihnen nicht ab, dass sie die Welt vor Skynet und den Maschinen retten wollen. Die Action, die Effekte, Arnold Schwarzenegger, ein kurzer Auftritt von Earl Boen als Dr. Peter Silberman, eine schöne Kristanna Loken, ein annehmbarer Soundtrack von Marco Beltrami sowie die restlichen Abstriche der ursprünglichen Geschichte tragen hier allerdings dazu bei, dass der Film bei mir im sicheren Mittelmaß gelandet ist. Für mehr reicht es aber leider nicht. An manchen Stellen hat man leider nicht das Gefühl, dass es sich hier um einen Terminator handelt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Scream It Out Loud!, 11. März 2012
Da ich bisher zu jedem Album der sechs Waliser eine Rezension geschrieben habe, fühle ich mich schon fast dazu genötigt, nun auch diesen Tonträger zu bewerten. Außerdem habe ich mittlerweile mal wieder einen Auftritt von The Blackout erlebt, was mir die Erfahrung gegeben hat, die optimale Interpretation der Songs zu erleben. Ich gebe zu, dass meine Rezension ein wenig spät kommt, aber dafür hat das Album mittlerweile auch viel Zeit zur Überzeugung erhalten. Und das hat sich voll und ganz gelohnt, denn dieses Album braucht eine Menge Zeit, da manche Songs sich erst beim vierten oder achten Durchlauf entfalten. "Ambition is Critical (5/5)" Dieser Song konnte mich anfangs überhaupt nicht ansprechen, da er für die Band sehr untypisch erscheint. Er ist an mehreren Stellen elektronisch verzerrt und angehaucht, was man vor allem bei den Strophen merkt. Hinzu kommt, dass er nicht so kracht wie die Opener der Vorgängeralben, sondern relativ ruhig ist. Außerdem handelt es sich bei diesem Song um den bisher längsten Opener von The Blackout, was die Power irgendwie ein wenig abschwächt. Aber genau dieses Gesamtpaket hat am Ende dazu geführt, dass ich diesen Song mittlerweile richtig gut finde. "Never By Your Side (5/5)" Wenn man einen Opener mit Härte gleichsetzen würde, wäre dieser Song auf jeden Fall die bessere Einführung gewesen. Hier setzt die Band wieder auf die Elemente, die man von ihr gewohnt ist, nämlich auf einen dialogischen Charakter, hohe Schreie, mitreißenden Gesang und harte Gitarren. Thematisch geht es hier um eine eher negative Auffassung von Religion. "Higher & Higher (5/5)" Hierbei handelt es sich um die erste Single des Albums. Und einmal mehr um einen Song, der mich anfangs gar nicht begeistern konnte und mittlerweile zu meinen persönlichen Favoriten dieses Albums gehört. Irgendwie hat mir anfangs die Struktur gefehlt, vom Rap, der den Mittelteil des Songs ausmacht, ganz zu schweigen. Aber irgendwie sind genau das die Punkte, die ich diesem Lied mittlerweile anrechne. "Hope (Scream It Out Loud) (5/5)" Hierbei handelt es sich um den Titeltrack des Albums. Obwohl der Song stellenweise viele rockige Klänge erklingen lässt, klingt er im Gesamturteil eher ein wenig traurig und kann damit als Ballade gewertet werden. Im Gegensatz zum Opener hat mir die elektronische Bearbeitung der Strophen hier nie gestört. Im Gegenteil, die Aussage des Songs wirkt dadurch viel authentischer. "This is Our Time (5/5)" Dieser Song hat mir beim ersten Durchlauf am besten gefallen. Hier kramen die sechs Waliser sämtlicher Power aus und lassen es in den Ohren des Konsumenten wieder einmal richtig krachen. Nach einem Intro, das aus einem simplen Riff, einem eingängigen Beat und hohen Schreien von Sean Smith besteht, folgt der Refrain, der auch den letzten Zuhörer zum Mitsingen bewegt. Ein durch und durch gelungener Song. "The Last Goodbye (4/5)" Dieser Song hätte so glatt in einer der vielen Teeniekomödien auftauchen können, die heutzutage in Hülle und Fülle produziert werden. Nachdem der letzte Song für Funkenflug gesorgt hat, wird die Stimmung hier wieder ein wenig sanfter gestaltet. Aber rein melodisch ist der Song auf jeden Fall gelungen - vor allem aufgrund des Refrains. "No More Waiting (4/5)" Bisher dachte ich immer, dass Songs mit einem Text, der lediglich aus knapp zehn verschiedenen Versen besteht, ausschließlich von der deutschen Band Trio kommen, aber mit diesem Song reiht sich The Blackout ebenfalls in diese Etage ein. Der Text ist eigentlich gar nicht so schlecht, kam so oder so ähnlich aber schon sehr oft in der Musikgeschichte vor. Nach eher lahmen Strophen schafft es der Refrain, der sich zunächst auf zwei Wörter beschränkt, den Song noch zu retten. "The Devil Inside (5/5)" Dieser Song ist wieder einer derjenigen, die man sofort mit The Blackout verbindet. Die altbekannten Elemente - die Schreie von Sean Smith und der Gesang von Gavin Butler wechseln sich ab und bilden dadurch einmal mehr einen dialogischen Charakter, die tifen Gitarren hauen wieder einmal ordentlich rein - überzeugen bei diesem Song, ohne aufgesetzt zu wirken. "You're Not Alone (3/5)" Mit diesem Song setzt The Blackout die Thematik des Albums fort, womit der Tonträger seinem Titel gerecht wird. Im Gegensatz zu "Hope (Scream It Out Loud)" ist die Grundstimmung jedoch um einiges fröhlicher. Leider handelt es sich bei diesem Song trotzdem um eine etwas schwächere Nummer. Lediglich der Refrain nimmt ein wenig Fahrt auf, der Rest wirkt trotz der guten Verse leider etwas uninteressant. "Keep On Moving (4/5)" Die dritte und letzte Ballade des Albums. Ich finde es sehr interessant, wie The Blackout das Album gegliedert hat. Denn meiner Meinung nach ist es kein Zufall, dass alle Balladen die Thematik des Albums beschreiben. Allerdings finde ich, dass man die Balladen besser hätte verteilen können. So sticht dieser Song leider nicht gänzlich heraus, sondern wirkt wie eine Fortsetzung zu seinem Vorgänger. Der gute Songtext und die optimistische Stimmung retten diesem Song allerdings noch einige Sympathien. "The Storm (5/5)" Aber The Blackout wäre nicht The Blackout, wenn diese Band sich verabschieden würde, ohne mindestens noch einen etwas härteren Song zu präsentieren. Und so haben sie ein Highlight an das Ende des Albums platziert. Hier beweisen die sechs Waliser, dass sie auch Kracher produzieren können, die sich nicht ausschließlich durch Schreie und harte Gitarren charakterisieren. Vielmehr sind hier ein melodischer Refrain und ein guter Songaufbau die Pluspunkte, die auch ein etwas lähmender Mittelteil nicht neutralisiert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das fünfte Gebot, 27. Februar 2012
Viele Kritiker sehen diesen Film als Argument gegen die Todesstrafe. Am Titel des Films kann man jedoch deutlich erkennen, dass dieser Film nicht nur gegen die Todesstrafe, sondern gegen das Töten allgemein ist. Dazu benutzen Regisseur Krzysztof Kieslowski und Kameramann Slawomir Idziak, dessen Arbeit aus "Harry Potter und der Orden des Phönix" bekannt sein sollte, einfache und zugleich geniale Motive. Der Film zeigt uns drei Figuren, deren Geschichten zunächst völlig unabhängig voneinander verlaufen: Jacek Lazar, der sich scheinbar ziellos durch Warschau treiben lässt, Piotr Balicki, der gerade seine Prüfung zum Rechtsanwalt bestehen muss, und einen Taxifahrer, der noch nicht weiß, welches Schicksal ihn erwartet. Durch den Mord, den Jacek am Taxifahrer ausübt, kommen die Ereignisse ins Rollen, wodurch die drei Figuren untereinander agieren. Jacek wird gefasst und zum Tod durch den Strang verurteilt. Die beiden Tötungen werden gleichgestellt. Beide Täter, sowohl Jacek als auch der Staat, können ihre Opfer nur mit großer Mühe unschädlich machen. Zwischendurch keimt sogar etwas wie Gnade auf - Jacek schaut sich den Taxifahrer einen Moment lang schockiert an und einer der Gefängniswärter gibt ihm kurz vor der Hinrichtung eine Zigarette zur Beruhigung - aber letztendlich werden die beiden Morde zu Ende geführt. Krzysztof Kieslowski stellt die beiden Morde bewusst nebeneinander und behandelt sie gleich. Wenn man den Film das erste Mal sieht, beginnt man, die Figur Jacek Lazar dafür zu hassen, dass sie ihr Opfer so lange bearbeitet, bis es wirklich tot ist. Doch wenn er später hingerichtet werden soll und die Wärter seine Hinrichtung ebenso kalt durchziehen wie Jacek zuvor seinen Mord, kehren sich diese Gefühle genau ins Gegenteil. Nun beginnt man den Staat für sein systematisches Morden zu hassen und Mitleid für Jacek zu empfinden. Mord und Strafe werden gleichgestellt, sodass eine eindeutige Lösung unmöglich wird. Hinzu kommt, dass dem Zuschauer kein richtiger Grund für den Mord an dem Taxifahrer geliefert wird, sodass man die Hinrichtung nicht ablehnen oder befürworten kann. Der Zuschauer soll die Charaktere selber bewerten. Die Mittel, die im Film verwendet werden, stellen den kalten Charakter der Figuren noch deutlicher heraus. Durch den Grünfilter wirken die gezeigten Orte noch trister und leerer, als sie es sowieso schon sind. Außerdem wirkt der Film dadurch krimineller, da dieser Farbton irgendwie an Verbrecherfotos erinnert. Außerdem sieht man kurz vor dem Mord einen Passanten, der ein großes Maßband in der Hand trägt. Die Zahl 5 ist darauf gut zu erkennen und befindet sich genau in der Mitte des Bildes. Dies ist ein Verweis auf das fünfte Gebot: "Du sollst nicht töten".
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