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Patty

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Dezembergeheimnis
Dezembergeheimnis
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine dieser Geschichten, von denen es viel zu wenig gibt!, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dezembergeheimnis (Kindle Edition)
Ich verfolge die Veröffentlichungen des Schandtatenverlags schon eine Weile und als ich gelesen habe, dass sich neue Autoren dazugesellt haben, war ich sofort Feuer und Flamme. Man sollte von vornherein wissen, dass ich ein absoluter Weihnachtsfreak bin, es ist also eher unschwer zu erraten, dass ich bei Caroline Richters Titel "Dezembergeheimnis" sofort Aufregung breit gemacht hat. Ich habe eine Weile gebraucht, um das Buch zu lesen. Nicht deswegen, weil es schwer zu lesen ist, sondern weil ich mir dafür Zeit nehmen wollte, um alles aufsaugen und genau studieren zu können und ich kann's nicht anders sagen: es hat sich gelohnt.
Aber fangen wir von vorne an. "Dezembergeheimnis" ist ein Ebook und ganz ehrlich, ich als eingefleischter Buchleser tue mich immer noch so schwer damit einen Reader in der Hand zu halten und nicht jede einzelne Seite blättern zu können, aber bei diesem Buch war es einfach ganz ganz anders.
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich sofort: dieses Buch will ich lesen. Eigentlich ist es recht schlicht: Geäst, leise, feine Schneeflocken und zwei Vögel im Hintergrund, aber ich finde gerade dieses Bild macht die ganze Geschichte, die dieses Buch beinhaltet aus. Man hat sofort ein warmes Gefühl im Bauch, kann die Stille und die Gemütlichkeit von Winter und Weihnachten spüren und und ist einfach gespannt.
Das Cover zeigt für mich etwas, was sich durch das ganze Buch und die Geschichte zieht: eine gewisse unschuldige Intimität und diese habe ich in dieser Art nur in sehr wenigen Werken lesen können.
Gleich am Anfang wird der Leser ohne viele erzählerische Schnörkel in das Leben der Lea Wegener "hineingeworfen". Lea ist in den Zwanzigern, Single und ungeküsst. Wir finden uns in den nachweihnachtlichen Feiertagen wieder, in denen sich Lea das wünscht, was sich wohl jeder Single in dieser Zeit wünscht: sich zu verlieben. Was auf diesen Wunsch folgt, ist so ziemlich die märchenhafteste, aber auch allerschönste Geschichte, die ich seit langem lesen durfte. Lea backt sich ihren Traummann, nicht mit Absicht versteht sich, aber dennoch steht er dann einfach plötzlich in ihrer Küche und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Caroline Richter hat sich die schwierige Aufgabe gemacht, ein Märchen in die Realität zu projizieren und so trifft der Leser, gemeinsam mit Lea, auf Noel, einen Mann aus Kuchenteig, welcher an Niedlichkeit und Charme kaum zu übertreffen ist.
Die Autorin hat es geschafft, einen durch und durch reinen, ziemlich naiven, aber gerade deswegen sympathischen Charakter zu kreieren, welcher von der ersten Zeile an vereinnahmend wirkt und der nicht mehr loslässt. Durch fast kindliche Augen, entdeckt Noel seine und Leas Welt und nach und nach nähern sich die beiden immer mehr an.
Was mir besonders an "Dezembergeheimnis" gefallen hat, ist die Art und Weise, wie die Autorin mit der Situation der beiden umgegangen ist. Die beinahe vorsichtige, unschuldige Schreibweise, lässt den Leser die Intimität spüren, welche sich zwischen den beiden immer mehr aufbaut. Man spürt dieses Kribbeln zwischen den Worten, man fühlt dieses Herzklopfen in den kleinen Gesten... ganz und gar, als wäre man selbst zum ersten Mal verliebt.
Lea wird als sehr unsichere Person beschrieben und auch wenn ich in einigen Rezensionen gelesen habe, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass sie in diesem Alter noch ungeküsst ist und ihr jegliche Erfahrung in Liebesdingen fehlt, empfinde ich diese Tatsache im Kontext dazu, wie die Autorin sie und ihr Wesen beschrieben hat, in gar keinem Fall unrealistisch. Gerade Menschen, die sich sozial eher zurückziehen, vielleicht nicht jedem sofort auffallen, oder eben extrem unsicher sind, rutschen schnell in unserer Gesellschaft einfach mal "durch". Lea ist eine absolut sympathische, sehr gut gezeichnete Person, für die ich so viel Empathie empfinde, dass ich zeitweise wirklich gedacht habe, dass dieser oder jener Gedanke mein eigener hätte sein können. Es gibt da so ein Gespräch zwischen ihr und Noel, etwa in der Mitte des Buchs, wo ich dachte: du sprichst mir gerade aus der Seele.
Noel wirkt in dieser Geschichte beinahe wie ein Katalysator für Lea, er kitzelt das aus ihr heraus, was sie sich nicht getraut hat und ebenso ist es auch umgekehrt: Lea zeigt ihm die Welt aus ihren Augen, nur damit er lernt, dass er sie auch aus seinen eigenen Augen sehen muss.
Caroline Richter schafft es mit einem einfachen, aber sehr zauberhaften Schreibstil ihre Leser in den Bann zu ziehen. Ab und zu musste ich schmunzeln oder sogar lachen, über witzige Einschübe, welche die Zuckrigkeit ein wenig unterbrachen und damit die nötige Brise Realität mit einbrachten.
"Dezembergeheimnis" verzaubert schnell und schenkt dem Leser das Gefühl, dass es manchmal auch wichtig ist, auf die kleinen Dinge zu achten und diese zu schätzen. Das Leben muss nicht immer voller Action sein, manchmal reicht es aus, auf der Couch zu sitzen und zu beobachten, wie man sich irgendwie immer näher kommt, oder die Lieblingsfarbe des anderen zu erfragen, oder über die Präferenz von geraden und ungeraden Zahlen zu diskutieren. Gerade diese Kleinigkeiten, verleihen dem Buch Charakter und sehr viel Tiefgang. Man liest es und wünscht sich dieses Gefühl zurück... das Gefühl vom Neuentdecken, ganz unschuldiger Gefühle und gleichzeitig schafft es die Autorin, die Hoffnung zu vermitteln, dass einem sowas auch noch passieren kann, wenn man schon längst aus dem Teenager-Alter heraus ist.
Natürlich kann man dem Buch eine gewisse Absurdität nicht absprechen, aber ich finde, gerade das macht ein Märchen ja aus: dass es immer ein wenig Fantasie verlangt, um sich darauf einlassen zu können und genug Interpretationswillen, um das Geschriebene auf seinen eigenen Alltag projizieren zu können.
Abschließend lässt sich sagen, dass ich wegen "Dezembergeheimnis" die ein oder andere Träne vergossen habe. Es waren nicht immer traurige Tränen (auch wenn diese sich absolut NICHT vermeiden ließen), sondern manchmal auch einfach Tränen, weil ich überwältigt war von der Schönheit einer Situation, oder einfach der Stimmung, die dieses Buch vermittelt.
Ich empfehle dieses Buch vor allem Menschen, die den Zauber von Märchen noch nicht vergessen haben und sich immer noch gerne von Geheimnissen locken lassen. Ein Kribbeln im Bauch, ein Lächeln im Gesicht, Herzklopfen und einige Tränen, all das wird euch beim Lesen dieses Buchs erwarten.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich "Dezembergeheimnis" nicht das letzte Mal gelesen habe (und dass ich mir die Printversion kaufen werde, sobald diese erscheint :D).


Türkisgrüner Winter
Türkisgrüner Winter
von Carina Bartsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

72 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie von einer türkisgrünen Gefühlslawine davongerissen werden..., 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Türkisgrüner Winter (Taschenbuch)
Auch wenn ich Ebooks mittlerweile wirklich schätze, ist es mir bei einigen Büchern wirklich wichtig, sie in der Hand halten zu können. "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch gehört für mich eindeutig dazu. Auch als bekannt wurde, dass das Ebook wesentlich früher veröffentlicht werden sollte, war mir klar, dass ich das durchziehen würde. Ich wollte dieses Buch in der Hand halten. Ein echtes Buch mit echten Seiten und dem echten wunderschönen Cover. Auch wenn es wirklich meine ganze Willenskraft gekostet hat keine Rezensionen zu lesen und alle Facebook-Gruppen für eine Weile zu meiden. Gestern war es dann soweit. Ich hab mir das Buch gekauft und man kann sich glaub ich gar nicht vorstellen, wie unglaublich glücklich ich war, dass das warten nun ein Ende hatte UND dass ich es dieses Mal nun wirklich tatsächlich in eine Buchladen kaufen konnte. Nachdem ich einmal kurz im Bus reingelunscht hatte, hab ich es dann gestern Abend gegen 20:30 Uhr begonnen. Die Kinder waren im Bett und ich habe mich auf ein locker-flockiges Buch mit der gekonnten Brise Sarkasmus, so wie man ihn aus dem ersten Teil kannte, gefreut.
Was mich allerdings tatsächlich erwartete, naja ich denke die Worte "so viel mehr als das", können nicht mal annähernd beschreiben, wie sehr es mir die Füße unter dem Boden weggezogen hat, als ich einmal richtig drin war. Ich habe "Kirschroter Sommer" geliebt. Es war so herrlich lustig und ein wenig kompliziert und an so vielen Stellen einfach nur niedlich und schön. Genau das war es auch, was mich vermuten ließ, dass der zweite Teil ebenso verlaufen würde, doch dem war nicht so. Wer im ersten Teil gerührt war, das ein oder andere Mal vielleicht wehmütig, oder gar traurig gestimmt, der wird von dem Tsunami an Gefühlen, die in "Türkisgrüner Winter" auf ihn warten werden wahrscheinlich erst einmal geschockt sein. Zumindest ging es mir so (und das in einem sehr sehr positiven Sinn!)
Aber einfach mal ganz von vorne. Das Cover kannte ich ja schon eine Weile zuvor und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich einfach schon so lange mehr kein wirklich schönes, passendes Cover gesehen habe, dass ich jedes mal innerlich beglückt seufzen muss, wenn ich mir DIESES Cover ansehe. Es ist schlicht, aber es drückt einfach nur perfekt aus, was einem in diesem Buch erwartet. Anders als bei "Kirschroter Sommer" sieht man sowohl Emely als auch Elyas lächeln (und mensch, wie toll er doch lächeln kann... hach) und sie wirken wesentlich freier, lockerer, als auf dem Cover von Teil 1. Das spiegelt sich genauso auch in der Geschichte wieder, auch wenn es in Türkisgrüner Winter alles andere als undramatisch zugeht. Irgendwie kann man sich vorstellen, wenn man dieses Cover anschaut, dass sich die beiden denken: im letzten Buch hast du uns kennengelernt und in diesem Buch wirst du dich in uns verlieben. Und genauso ist das! Zumindest ging mir das so.

Gut nun zum Leseerlebnis an sich. Das Buch beginnt in gleicher Manier, wie das alte geendet hat.Ohne jegliche Zeitschinderei wird man sofort wieder in die Situation hineingeworfen aus der man gekommen war und ich hatte bevor ich angefangen hatte, wirklich Bedenken, ob ich alles aus Teil 1 noch so auf die Reihe bekomme, oder ob ich es vielleicht nochmal lesen sollte, bevor ich mit Teil 2 anfange, aber nein. Ich weiß nicht wie sie es geschafft hat, aber Carina Bartsch schafft es auch nach über einem Jahr einen genau da abzuholen, wo man stehengeblieben war. Ich hatte absolut keine Schwierigkeiten wieder ins Geschehen einzusteigen. Wir begegnen einer verwunderten, besorgten Emely, die weder von Elyas noch von dem ominösen Luca etwas gehört hat, wir erleben eine Halloween-Party mit und kommen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Ich war bereits darauf vorbereitet wieder auf diesen einmaligen Humor zu treffen und selbstverständlich saß ich mal wieder da und habe mich lauthals kaputtgelacht über Emelys verquere Gedankengänge, über Alex einfach weil sie so ist wie sie ist und natürlich über diese absolut geniale Kostümidee und die damit verbundenen Witze.
Dieser kurze erste Teil hat für mich genau das ausgemacht, was ich im ersten Teil erlebt habe. Die leicht dusselige, sarkastische Emely, der mysteriöse, coole, (heiße), undurchschaubare Elyas. Alles Dinge die für mich vertraut waren und dann (und das finde ich ziemlich grandios, weil ich normalerweise wirklich Probleme mit Fortsetzungen habe, einfach weil ich mir dann immer denke, dass man das hätte auch in ein Buch schreiben können) ändert das Buch so ganz langsam seine Richtung. Ich weiß nicht, ob es anderen beim lesen genauso ging, weil ich wirklich noch nicht in die anderen Rezensionen hineingeschaut habe, aber da gibt es einen Moment (ich möchte nicht spoilern, deswegen sag ich jetzt nichts spezifisch) in dem man wirklich urplötzlich mit so einer haushohen Welle an Gefühlen konfrontiert wird, dass beinahe aus den Latschen kippt. Ich bin keine Romantikerin, absolut nicht, aber ich kann ohne Schwindelei sagen, dass ich vor Rührung weinen musste und darüber war ist so dermaßen erschrocken... es war grandios!

Gefühle. Ich glaube man kann dieses Buch nur mit diesem einzigen Wort zusammenfassen. Wer nach einer wirklich authentisch geschriebenen Gefühlswelt sucht, wird sie hier finden. Carina Bartsch schafft es Dialoge zu schaffen, die sogar mein unromantisches Herz erreichen, die etwas in meiner Magengegend auslösen und mich zum Weinen bringen. Sie schafft es, dass mir die Luft weg bleibt, wenn es plötzlich richtig dramatisch wird, oder dass ich das Buch einfach mal kurz durch den Raum werfen möchte (ich habs nicht getan, es ist viel zu schön dafür), weil mich manche Sachen einfach unglaublich wütend gemacht haben. Sie schafft es übrigens ebenso, dass ich mich in den kurzen Lesepausen mit den Personen auf dem Cover unterhalte und einem von beiden auch mal mitteile, dass ich gerade ziemlich enttäuscht von ihm/ihr bin.
Dieses Buch lässt mitfühlen, man taucht am Anfang ein und kommt wirklich erst am Ende wieder raus. Die wenigstens Bücher haben mich wirklich so sehr gepackt, dass ich das behaupten kann.

Emely, hach ja. Ich muss ja sagen, dass ich bei "Kirschroter Sommer" noch sehr stark dazu geneigt hab, eine Teambildung entstehen zu lassen. Ich war entweder voll auf Emelys Seite, oder dann aber auf der von Elyas. Der zweite Teil hat mir jetzt aber einfach gezeigt, dass das überhaupt nicht möglich ist. Ich finde es so klasse und erfrischend und einfach sympathisch mal etwas über jemanden zu lesen, der Fehler macht, der nicht immer korrekt und richtig handelt, weil das nunmal einfach real ist. Emely ist unglaublich tollpatschig und in ihrer Handlung absolut gefühlsorientiert und ich kann mich so sehr mit ihr identifizieren. Sie wurde in Teil 2 noch wesentlich tiefgründiger gezeichnet, als in Teil 1. Man lernt sie zu verstehen, merkt allmählich warum sie sich wann wie verhält und sieht vorallem auch, wie ihre Maske langsam fällt und das liebe ich an diesem Buch. Man erlebt etwas, was wirklich tagtäglich passiert, etwas, das echt ist und ist dabei einfach so drin, dass man sich vorkommt als wäre man live dabei. Ihr Sarkasmus ist dieses Mal etwas dezenter gehalten, man sieht viel mehr wie sie eben wirklich ist. Und ich liebe sie!

Elyas, tja was soll man zu ihm nur sagen, ohne zu viel zu verraten? Auch hier geht es in diesem Teil wirklich sehr viel mehr in die Tiefe. Ich fand es hier vorallem total erstaunlich, dass ich in manchen Sachen was ihn angeht doch absolut falsch lag (dabei war ich mir am Ende von Teil 1 so so sicher) und ich fand es auch super, dass man hier mal einen männlichen Charakter erlebt hat, der nicht so "plump männlich" wirkt, wie man es aus wirklich sehr vielen anderen Büchern kennt. Es gibt wirklich viele Sachen, die ich gelesen habe, wo gerade Männer im schwarz-weiß-Schema gedacht und gehandelt haben. Doch bei Elyas weiß man nie woran man ist, man vermutet Dinge und liegt dann dennoch komplett falsch damit und das hat einfach unglaublich Spaß beim Lesen gemacht. Und er ist so unglaublich niedlich, mensch. Ich bin immer noch fassungslos und quietsche innerlich, wenn ich an bestimmte Textpassagen denke, an bestimmte Dinge denke, die er getan hat. Wenn man dieses Buch liest, wird man sich danach wohl auf die Suche nach ebenso einem Jungen/Mann machen, da bin ich mir sicher. Ich hab zumindest schon mal meine Sachen gepackt, um die Welt nach so einem Typen abzugrasen. Carina Bartsch hat es hier wirklich geschafft einen süchtig machenden Charakter zu schaffen. Wirklich, schon allein wegen ihm muss ich das Buch noch mindestens 10 mal lesen.

Richtig klasse fand ich auch, dass neben der Emely-Elyas-Geschichte so viel auch "drumherum" passiert ist. Man lernt endlich die Familien der beiden richtig kennen, ärgert sich mit Alex rum und findet Sebastian irgendwie niedlich. Ich hab aus diesem Buch auch sehr viel über Freundschaft mitnehmen können und wie gerne ich mal wieder auf ein Open-Air-Konzert gehen würde, wie schön Geschenke sein können, die wirklich etwas bedeuten und dass man trotz allem niemals seine Freunde vergessen sollte, auch wenn das Gefühlsleben einen auf Trab hält, denn das Leben kann auch manchmal richtig scheiße sein, wenn man nicht aufpasst.

Dieses Buch, ist ein Buch für die Seele. Man kann lachen, man muss weinen, man schüttelt den Kopf über blöde Missverständnisse und Lügen, die sich verselbstständigen und aus denen man einfach nicht mehr heraus kommt. Es kribbelt im Bauch, es raubt einen den Atem, es verwirrt einen, es nimmt einen ein.

Es gibt so viele Dinge, die ich über dieses Buch sagen kann.
Ich kann nur sagen, dass "Türkisgrüner Winter" absolut lesenswert ist und dass es genau den richtigen Nerv trifft.

Ich habe gestern um 20:30 Uhr begonnen zu lesen und heute morgen um 3:30 Uhr war ich durch.
Die Autorin hat sich meiner Meinung nach von Buch 1 zu Buch 2 nochmals absolut gesteigert und hat das Ende der Geschichte von Emely und Elyas perfekt gemacht.
Es sind die kleinen Geschichten, die uns am meisten berühren. Die Geschichten über die Gefühle von Personen wie du und ich. Ich denke, das hätte Carina Bartsch nicht besser schaffen können.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2013 6:50 PM CET


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut lesenswert!, 3. Januar 2012
Ich habe das Buch direkt beim Verlag bestellt und war überrascht, wie schnell alle Formalitäten erledigt waren und ich es dann in der Hand halten konnte.

Es kam direkt zu Weihnachten und ohne Mist, es war eins der tollsten Weihnachtsgeschenke an mich selbst. Ich hatte es am zweiten Weihnachtsfeiertag so gegen halb vier morgens dann durch und konnte selbstverständlich nicht schlafen. Ich konnte einfach nicht aufhören mich aufzuregen, aber das wird sicher jeder nachvollziehen können, der das Buch schon komplett gelesen hat.
Ich hatte ja schon durch die Inhaltsangabe viel erwartet und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!
So ganz zu Beginn, hat mich Elyas wirklich auf die Palme gebracht. Jedes einzelne Mal. Er war für mich so ein' keine Ahnung Macho-Möchtegern-Klischee und ich hab Emely jedes Mal angefeuert, als sie ihn so richtig hat auflaufen lassen.
Ich war der festen Überzeugung, dass da in der Vergangenheit echt was derbe Schlimmes zwischen den Beiden vorgefallen sein muss (natürlich oder? Denkt das nicht jedes Mädchen/Frau erstmal prinzipiell? Dass der Typ einfach nur ein richtiger Oberarsch war?)
Naja, das hat sich dann gegeben, als die Wahrheit rauskam und meine Güte, sowas passiert ja auch viel zu oft! Ich fand es in dem Moment so passend und toll und obwohl ich eigentlich total auf Dramatisieren stehe, war das einfach nur perfekt und passend.
Von Elyas hat sich meine Meinung von diesem Augenblick an geändert. Sehr stark sogar, weil ich ihm vorher nicht vertraut habe'

Das ist auch so eine Sache, die ich total klasse an dem Buch finde. Am Anfang ist man total mit Emely, will ihr 'Gib's ihm, Schwester' zu rufen und dann irgendwie irgendwann wendet sich das Blatt und man kommt zu dem Punkt, an dem man mit ihr nicht mehr unbedingt einer Meinung ist. Man mag Emely immer noch (zu Emely sag ich gleich nochwas), aber man denkt immer mehr: mhm' vielleicht hat sie da jetzt an dieser Stelle doch nicht unbedingt recht.

Das ist einfach eine Sache, die ich echt bewundere und auch eine der tollsten Dinge an diesem Buch, dass man so mitfühlt, dass man eben voll mit dabei ist oder (so wie ich) halblaut vor sich hinredet und dass man trotzdem nicht aufhört zu lesen, auch wenn man feststellt, dass die Protagonistin vielleicht doch nicht nur im Recht ist.
Bei mir passiert das echt nur bei ganz wenigen Büchern in diesem Ausmaß so.
Es ist alles so nachvollziehbar geschrieben, dass man zwar auf die ein oder andere Person wütend wird, aber sie trotzdem versteht.

Emely, hach! Ich mag sie ja so, denn ich kann mich so in sie hineinversetzen. Ich find's toll, dass hier ein Charakter kreiert wurde, von dem ich ausgehe, dass jeder einen Teil von sich selbst in ihm sieht. Da gibt's echt so viele Dinge, wo man sagen kann, oh Gott du sprichst mir aus der Seele, Mädchen. Ich mag ihren Humor. Den mag ich wirklich und jawohl ich hab wirklich mehrmals richtig laut lachen müssen. Ich mag's dass sie einerseits wirklich herrlich unkompliziert ist und andererseits eben überhaupt nicht. Sie ist super gezeichnet und so herrlich sarkastisch.

Naja und Alex, meine Güte sie würde mir wirklich unglaublich auf den Zeiger gehen. Ernsthaft, da gab es ein paar Stellen im Buch, wo ich mich gefragt hab, warum die beiden eigentlich überhaupt befreundet sind, aber andererseits glaub ich, dass jeder irgendwie so eine Freundin hat. Eine von diesen Einfühlsamkeits-Gegnern. Aber, naja irgendwie sind das ja trotz allem die tollsten Freundinnen und man hat ganz stark gemerkt, wie sehr Alex Emily liebt und auch umgekehrt. Ich mag ihre Freundschaft sehr, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich so ein Durchhaltevermögen wie Emely hätte' wahrscheinlich hätte ich sie das ein oder andere Mal richtig zusammengeschissen, aber das würde zu Emely gar nicht passen.

Insgesamt war ich überrascht, wie sehr mir die ganzen kleinen Momente gefallen haben. Die ganzen, kleinen Emily-Elyas-Momente. Mich langweilt sowas schnell, aber es war ganz anders. Ich will gar nicht rumspoilern, aber ich fand den Abend mit dem Baileys-Eis besonders schön. Das war ganz sicher eine meiner liebsten Stellen aus dem Buch.

Zum Ende: Gott dieses Ende! Mehr möchte ich gar nicht dazu sagen... oder nein vielleicht doch: GOTT DIESES ENDE!!

So, jetzt kann ich einfach nicht mehr sagen, als dass mir das Buch gefallen hat. Ich hab zu Weihnachten noch ein anderes Buch bekommen, eins was ich mir auch schon ewig gewünscht habe, aber ich kann es nicht lesen. 'Kirschroter Sommer' geistert mir einfach noch viel zu sehr im Kopf herum. Es wird definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich es gelesen habe, schließlich muss ich mir die Zeit bis zur Fortsetzung vertreiben.

Ich bin begeistert, gerührt und absolut süchtig. Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann!


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