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Rezensionen verfasst von
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2"
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Mouse Guard Volume 1: Fall 1152
Mouse Guard Volume 1: Fall 1152
von David Petersen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,00

4.0 von 5 Sternen Eine gefährlich große Welt, mit tapferen kleinen Helden, 29. Juni 2013
Wir schreiben das Jahr 1152, drei Jahre nach den großen Krieg gegen die Wiesel. In den Mausterritorien herrscht wieder Frieden und die Wache (die Titelgebende "Mouse Guard") wacht über den Frieden der jeweiligen Stadtstaaten. Doch ist längst nicht alles heil und schön, alleine schon weil es genug Kreaturen gibt, die größer und gefährlicher als die versammelte Mausheit sind (wie zum Beispiel Schlangen). Viel schlimmer ist jedoch die Verschwörung, die sich im geheimen andeutet und die Territorien in einen alles vernichtenden Krieg zu stürzen droht.

Können die Angehörigen der Wache die drohende Katastrophe noch abwenden?

"Mouse Guard: Herbst 1152" gehört mit zu den beeindruckensten neuen Comicdebüts dieser Zeit. Das liegt gar nicht an der Geschichte, die spannend und solide, wenn auch ein wenig zu fragmentarisch, geschrieben ist, sondern an den großartigen Zeichnungen, die uns Zeichner und Autor David Petersen präsentiert. Seine Mäuse gehen zwar auf zwei Pfoten, sind jedoch weit davon entfernt Menschen mit Tierköpfen zu sein, sondern vielmehr ihren Vorbildern so nah wie es nur geht, um sich vorstellen zu können, dass es so aussehen könnte wenn die kleinen Säugetiere aufrecht gehen und in die Schlacht ziehen könnten. Das tun sie vor einer beeindruckenden Naturkulisse mit intensiver Kolorierung, die die oftmals ganzseitigen Bildern oftmals zu kleinen Kunstwerken machen, die man sich auch einzeln an die Wand hängen möchte. Doch sind sie glücklicherweise weit davon entfernt statisch zu wirken, sondern bieten genau die richtige Portion Dynamik, damit man sie auch als Comic genießen und vor Aufregung zur nächsten Seite blättern kann.

Und das Beste an Mouse Guard: Es ist für jung und alt lesbar. Manche mögen zwar meinen, dass die Kämpfe gegen die größeren Tiere zu gruselig seien, aber da sie weder blutrünstig noch anderweitig explizit ausfallen, hält sich das aus Sicht des Rezensenten in Grenzen. Die Geschichte von Mouse Guard lässt sich von allen die jung sind und von fantastischen Welten verzaubern und auch älteren Semestern, die diese Faszination nicht verloren haben genießen und lädt zum immer wieder lesen und genießen ein und wird auf Grund der großartigen Zeichnungen niemals langweilig werden.

David Petersen hat mit "Herbst 1152" ein schönes Debüt hingelegt, welches Lust auf mehr macht und einen in eine Zeit zurückreisen lässt, in der die Welt noch groß war und an jeder Ecke das Abenteuer lauerte. So bei allen großen Klassikern der Abenteuerliteratur, zu denen Mouse Guard eines Tages vielleicht verdienterweise zählen wird.


Mouse Guard Volume 2: Winter 1152
Mouse Guard Volume 2: Winter 1152
von Joseph Phillip Illidge
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,52

5.0 von 5 Sternen Der beschwerliche Weg durch den Schnee, 29. Juni 2013
Winter 1152.

Nachdem die Rebellion des aufständischen Wächters Midnight niedergeschlagen wurde, wartet nun Monate nach seiner Verbannung die nächste Herausforderung auf die Wache. Die Vorräte reichen nicht aus, um alle angehörigen der Heimstatt der Wache durchzubringen, weswegen die Matriarchin Gwendolyn mehrere Gruppen von Wachmäusen aussendet, um in den anderen Territorien schnell für Nachschub zu sorgen. Eine dieser Gruppen besteht aus den Wächtern Kenzie, Saxon Sadie, Lieam und Celanawe, der legendären schwarzen Angst, deren Auftrag zunächst reibungslos verläuft. Doch wie immer kommt alles anders als gedacht und durch unglückliche Umstände wird die Gruppe entzweigerissen. Während sich Saxon, Kenzie und Sadie durch die Ruinen einer alten Wieselstadt zu kämpfen haben, ist der größte Feind von Lieam und Celanawe eine Eule, die noch eine Rechnung mit der Wache offen hat. Doch auch Zuhause hat Matriarchin Gwendolyn mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen.

Der zweite Band der Reihe um die kleinen Mäusekämpfer in einer großen und gefährlichen Welt, setzt das fort was den ersten Band "Autumn 1152" gut machte und verbessert das, was es noch zu bemängeln gab. So gehen die Kapitel nun wesentlich flüssiger von einem zum nächsten über und auch die Handlung selbst ist, wenn auch weniger episch als im Vorgänger, runder und kompetenter erzählt. David Petersen hat sich also weiterentwickelt und das tut der Serie auch gut.

Viel wichtiger als das gesteigerte handwerkliche Können ist jedoch, dass alle Figuren in "Winter 1152" an Tiefe gewinnen und so aus den eher zweidimensionalen Charakteren aus den Vorgänger, nun rundere und interessantere Figuren werden, an deren Seite man gerne die Reise fortsetzen möchte und an deren Leid man teilhat und mit denen man an den richtigen Stellen mitfühlt. Eine schöne Steigerung also, die der Serie endgültig zu ihrer Identität verhilft und den Lesegenuss noch einmal deutlich steigert. Dazu trägt auch dazu bei, dass man mehr über die Welt von Mouse Guard und den im ersten Band angedeuteten Krieg gegen die Wiesel erfährt, was die Welt wiederum greifbarer und das gesamte Szenario umso faszinierender macht.

Kurz gesagt "Winter 1152" ist besser als sein Vorgänger und setzt neue Maßstäbe, die die Folgebände hoffentlich halten, wenn nicht gar übertreffen können. So zumindest steht er gut für sich und bereitet weiterhin jung wie alt eine Menge Spaß beim lesen, so wie es sein soll, wenn einem ein neues Abenteuer erwartet.


Mouse Guard 2: Winter 1152
Mouse Guard 2: Winter 1152
von David Petersen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beschwerliche Weg durch den Schnee, 29. Juni 2013
Winter 1152.

Nachdem die Rebellion des aufständischen Wächters Midnight niedergeschlagen wurde, wartet nun Monate nach seiner Verbannung die nächste Herausforderung auf die Wache. Die Vorräte reichen nicht aus, um alle angehörigen der Heimstatt der Wache durchzubringen, weswegen die Matriarchin Gwendolyn mehrere Gruppen von Wachmäusen aussendet, um in den anderen Territorien schnell für Nachschub zu sorgen. Eine dieser Gruppen besteht aus den Wächtern Kenzie, Saxon Sadie, Lieam und Celanawe, der legendären schwarzen Angst, deren Auftrag zunächst reibungslos verläuft. Doch wie immer kommt alles anders als gedacht und durch unglückliche Umstände wird die Gruppe entzweigerissen. Während sich Saxon, Kenzie und Sadie durch die Ruinen einer alten Wieselstadt zu kämpfen haben, ist der größte Feind von Lieam und Celanawe eine Eule, die noch eine Rechnung mit der Wache offen hat. Doch auch Zuhause hat Matriarchin Gwendolyn mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen.

Der zweite Band der Reihe um die kleinen Mäusekämpfer in einer großen und gefährlichen Welt, setzt das fort was den ersten Band "Herbst 1152" gut machte und verbessert das, was es noch zu bemängeln gab. So gehen die Kapitel nun wesentlich flüssiger von einem zum nächsten über und auch die Handlung selbst ist, wenn auch weniger episch als im Vorgänger, runder und kompetenter erzählt. David Petersen hat sich also weiterentwickelt und das tut der Serie auch gut.

Viel wichtiger als das gesteigerte handwerkliche Können ist jedoch, dass alle Figuren in "Winter 1152" an Tiefe gewinnen und so aus den eher zweidimensionalen Charakteren aus den Vorgänger, nun rundere und interessantere Figuren werden, an deren Seite man gerne die Reise fortsetzen möchte und an deren Leid man teilhat und mit denen man an den richtigen Stellen mitfühlt. Eine schöne Steigerung also, die der Serie endgültig zu ihrer Identität verhilft und den Lesegenuss noch einmal deutlich steigert. Dazu trägt auch dazu bei, dass man mehr über die Welt von Mouse Guard und den im ersten Band angedeuteten Krieg gegen die Wiesel erfährt, was die Welt wiederum greifbarer und das gesamte Szenario umso faszinierender macht.

Kurz gesagt "Winter 1152" ist besser als sein Vorgänger und setzt neue Maßstäbe, die die Folgebände hoffentlich halten, wenn nicht gar übertreffen können. So zumindest steht er gut für sich und bereitet weiterhin jung wie alt eine Menge Spaß beim lesen, so wie es sein soll, wenn einem ein neues Abenteuer erwartet.


Mouse Guard 1: Herbst 1152
Mouse Guard 1: Herbst 1152
von David Petersen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gefährlich große Welt, mit tapferen kleinen Helden, 29. Juni 2013
Wir schreiben das Jahr 1152, drei Jahre nach den großen Krieg gegen die Wiesel. In den Mausterritorien herrscht wieder Frieden und die Wache (die Titelgebende "Mouse Guard") wacht über den Frieden der jeweiligen Stadtstaaten. Doch ist längst nicht alles heil und schön, alleine schon weil es genug Kreaturen gibt, die größer und gefährlicher als die versammelte Mausheit sind (wie zum Beispiel Schlangen). Viel schlimmer ist jedoch die Verschwörung, die sich im geheimen andeutet und die Territorien in einen alles vernichtenden Krieg zu stürzen droht.

Können die Angehörigen der Wache die drohende Katastrophe noch abwenden?

"Mouse Guard: Herbst 1152" gehört mit zu den beeindruckensten neuen Comicdebüts dieser Zeit. Das liegt gar nicht an der Geschichte, die spannend und solide, wenn auch ein wenig zu fragmentarisch, geschrieben ist, sondern an den großartigen Zeichnungen, die uns Zeichner und Autor David Petersen präsentiert. Seine Mäuse gehen zwar auf zwei Pfoten, sind jedoch weit davon entfernt Menschen mit Tierköpfen zu sein, sondern vielmehr ihren Vorbildern so nah wie es nur geht, um sich vorstellen zu können, dass es so aussehen könnte wenn die kleinen Säugetiere aufrecht gehen und in die Schlacht ziehen könnten. Das tun sie vor einer beeindruckenden Naturkulisse mit intensiver Kolorierung, die die oftmals ganzseitigen Bildern oftmals zu kleinen Kunstwerken machen, die man sich auch einzeln an die Wand hängen möchte. Doch sind sie glücklicherweise weit davon entfernt statisch zu wirken, sondern bieten genau die richtige Portion Dynamik, damit man sie auch als Comic genießen und vor Aufregung zur nächsten Seite blättern kann.

Und das Beste an Mouse Guard: Es ist für jung und alt lesbar. Manche mögen zwar meinen, dass die Kämpfe gegen die größeren Tiere zu gruselig seien, aber da sie weder blutrünstig noch anderweitig explizit ausfallen, hält sich das aus Sicht des Rezensenten in Grenzen. Die Geschichte von Mouse Guard lässt sich von allen die jung sind und von fantastischen Welten verzaubern und auch älteren Semestern, die diese Faszination nicht verloren haben genießen und lädt zum immer wieder lesen und genießen ein und wird auf Grund der großartigen Zeichnungen niemals langweilig werden.

David Petersen hat mit "Herbst 1152" ein schönes Debüt hingelegt, welches Lust auf mehr macht und einen in eine Zeit zurückreisen lässt, in der die Welt noch groß war und an jeder Ecke das Abenteuer lauerte. So bei allen großen Klassikern der Abenteuerliteratur, zu denen Mouse Guard eines Tages vielleicht verdienterweise zählen wird.

Die deutsche Ausgabe enthält noch einen schönen Artikel über anthropomorphe Helden ( Tiere mit menschlichen Zügen) und ein Interview mit David Petersen, welche beide von Christian Endres geführt werden und den positiven Gesamteindruck abrunden. Außerdem enthält der Band selbst noch einige schöne Artikel, die einem die Welt der Mäuse und der Aufbau einer ganzen näherbringen.

Ein sehr schönes Detail, welches den positiven Gesamteindruck abrundet und neugierig auf mehr aus der Welt der Wache macht.


Mouse Guard
Mouse Guard
von David Petersen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,51

4.0 von 5 Sternen Eine gefährlich große Welt, mit tapferen kleinen Helden, 29. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Mouse Guard (Gebundene Ausgabe)
Wir schreiben das Jahr 1152, drei Jahre nach den großen Krieg gegen die Wiesel. In den Mausterritorien herrscht wieder Frieden und die Wache (die Titelgebende "Mouse Guard") wacht über den Frieden der jeweiligen Stadtstaaten. Doch ist längst nicht alles heil und schön, alleine schon weil es genug Kreaturen gibt, die größer und gefährlicher als die versammelte Mausheit sind (wie zum Beispiel Schlangen). Viel schlimmer ist jedoch die Verschwörung, die sich im geheimen andeutet und die Territorien in einen alles vernichtenden Krieg zu stürzen droht.

Können die Angehörigen der Wache die drohende Katastrophe noch abwenden?

"Mouse Guard: Herbst 1152" gehört mit zu den beeindruckensten neuen Comicdebüts dieser Zeit. Das liegt gar nicht an der Geschichte, die spannend und solide, wenn auch ein wenig zu fragmentarisch, geschrieben ist, sondern an den großartigen Zeichnungen, die uns Zeichner und Autor David Petersen präsentiert. Seine Mäuse gehen zwar auf zwei Pfoten, sind jedoch weit davon entfernt Menschen mit Tierköpfen zu sein, sondern vielmehr ihren Vorbildern so nah wie es nur geht, um sich vorstellen zu können, dass es so aussehen könnte wenn die kleinen Säugetiere aufrecht gehen und in die Schlacht ziehen könnten. Das tun sie vor einer beeindruckenden Naturkulisse mit intensiver Kolorierung, die die oftmals ganzseitigen Bildern oftmals zu kleinen Kunstwerken machen, die man sich auch einzeln an die Wand hängen möchte. Doch sind sie glücklicherweise weit davon entfernt statisch zu wirken, sondern bieten genau die richtige Portion Dynamik, damit man sie auch als Comic genießen und vor Aufregung zur nächsten Seite blättern kann.

Und das Beste an Mouse Guard: Es ist für jung und alt lesbar. Manche mögen zwar meinen, dass die Kämpfe gegen die größeren Tiere zu gruselig seien, aber da sie weder blutrünstig noch anderweitig explizit ausfallen, hält sich das aus Sicht des Rezensenten in Grenzen. Die Geschichte von Mouse Guard lässt sich von allen die jung sind und von fantastischen Welten verzaubern und auch älteren Semestern, die diese Faszination nicht verloren haben genießen und lädt zum immer wieder lesen und genießen ein und wird auf Grund der großartigen Zeichnungen niemals langweilig werden.

David Petersen hat mit "Herbst 1152" ein schönes Debüt hingelegt, welches Lust auf mehr macht und einen in eine Zeit zurückreisen lässt, in der die Welt noch groß war und an jeder Ecke das Abenteuer lauerte. So bei allen großen Klassikern der Abenteuerliteratur, zu denen Mouse Guard eines Tages vielleicht verdienterweise zählen wird.


Moriarty
Moriarty
von Daniel Corey
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,03

3.0 von 5 Sternen Das Schicksal zu meistern..., 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moriarty (Taschenbuch)
...versucht Professor Moriarty ein weiteres Mal, nachdem er die Ereignisse in der "Black Chamber" knapp überlebt und Einblicke in sein zukünftiges Ableben erhalten hat. Von düsteren Träumen geplagt reist der Meisterverbrecher nach Indien, wo er gedenkt sich mit einem alten Untergebenen zu treffen, um einen geheimnisvollen Baum zu finden, mit dem er meint sein Schicksal doch noch abwenden zu können. Dabei trifft er auf einige alte Bekannte...

Leider, leider kann der zweite Band der Serie "Moriarty" nicht ganz an die Qualität des erstaunlich guten Debütbandes "The Black Chamber" anknüpfen. Schuld daran ist wohl auch die etwas schwache Ausgangssituation. Da er davon geträumt hat, treibt es ihn nach Indien, wo er recht unmotiviert und ohne viel Mühe zu den wichtigsten Stationen der Handlung getrieben wird und das war es dann. Am Ende fragt man sich sogar was denn nun eirklich passiert ist, wozu das alles denn nun wichtig war und wieso man sich groß dafür interessieren sollte. Es ist also die schlimmste Art von Fortsetzung, diejenige die nicht besser sondern schlechter als der gute Vorgänger ist und trotz aller Versuche den Herrn Professor etwas mehr Tiefe zu verleihen nicht wirklich Spaß macht. Trotzdem ist es zumindest handwerklich vom handwerklichen Standpunkt kompetent erzählt, auch wenn das ein relativ schwacher Trost ist.

Zeichnerisch ist jedoch alles beim alten geblieben, es sieht also etwas skizzenhaft und kantig aus, aber damit bleibt der raue Charme aus dem ersten Band bewahrt, sodass zumindest an einer Front das hohe Niveau gehalten wird.

Am Ende kommt "The Lazarus Tree" nur auf 3 Sterne und man wird sehen ob die Serie in einer weiteren möglichen Miniserie wieder zu alter Stärke finden kann.


Nemo: Heart of Ice (Nemo Trilogy 1)
Nemo: Heart of Ice (Nemo Trilogy 1)
von Alan Moore
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,01

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Erbe der Vergangenheit, gefangen im tiefsten Eis, 27. Juni 2013
1925

Obwohl die Geschäfte gut laufen fühlt sich Piratenkönigin Janni, Tochter des berühmten Kapitän Nemos, nicht sonderlich erfüllt, vor allem da sie im Hintergrund weiterhin den großen Schatten ihres Vaters über sich geworfen fühlt. Um endlich mehr als nur die Tochter ihres Vaters zu sein durchsucht sie einige seiner Aufzeichnungen und stößt auf Hinweise auf eine abgebrochene Expedition ihres alten Herrn und beschließt spontan diese zu beenden und dort erfolgreich zu sein, wo er scheiterte.

Doch in der eisigen Kälte des Südpols lauern Gefahren, die keiner erahnen kann und außerdem sind der jungen Piraten weitere Feinde auf den Fersen, deren Fähigkeiten ebenfalls nicht zu unterschätzen sind.

Nach der in dem Wulst von Referenzen und im Metakommentar über den kaputten Zustand der modernen Fiktion jammernden "Century-Trilogie" haben wir es mit dem vorliegenden Band wieder mit einer klassischen Abenteuergeschichte in der Welt der Liga zu tun. Kevin O'Neills Zeichnungen sind gekonnt, die üblichen Referenzen vorhanden (diesmal haben Charles Foster Kane aus "Citizen Kane" und einige obskure, britische Science- Heroes ihren Auftritt), da bleiben nur noch die Fragen wie sich der vorliegende Band insgesamt macht und ob er an den Spaß und die Qualität der ersten beiden Bände herankommt.

Die Fragen lassen sich mit jeweils einem Wort in umgekehrter Reihenfolge beantworten: "Nein" und "Nett".

Es ist einfach ein "netter" Abenteuercomic mit schönen Referenzen an Lovecraft und eventuell einem angedeuteten Konflikt der Generationen, wie die Alten die Jungen beeinflussen und wie letztere die ihnen nun überlassene Welt formen und das alles liest sich einfach ganz "nett", ohne dass man großartig überanstrengt oder ein weiteres Mal von der schieren Genialität des langsam wohl auch älter werdenden Comicgurus Alan Moores überwältigt wird. Man öffnet den Band, liest ihn, nickt kurz und legt ihn wieder beiseite, ohne groß etwas dabei zu empfinden. Nichts anderes als bei einem durchschnittlichen (die Betonung liegt wirklich auf "durchschnittlich" und nicht "durchschnittlich gut") Comic also und mehr gibt es nicht mehr zu sagen. Man könnte sich jetzt durchaus darüber beschweren, dass Mister Moore scheinbar nicht in der Lage ist die hohen Ansprüche die er an die Fiktion von heute stellt selbst nicht halten kann ( und seit Beginn der Liga, wenn man ehrlich ist), aber das wäre verschwendete Zeit, die man in andere, viel erquicklichere Comics stecken könnte, was der Rezensent auch tun wird.

3 Sterne und hoffentlich findet Mister Moore auf seine alten Tagen doch nochmal zu alter Stärke zurück, wie er es Ende der 90er zu Beginn der Liga einmal getan hat.


Moriarty, Vol. 1: The Dark Chamber
Moriarty, Vol. 1: The Dark Chamber
von Daniel Corey
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,41

4.0 von 5 Sternen Die Rückkehr des Meisterverbrechers, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
London 1914.

De Welt steht vor den Beginn des großen Krieges, ausgelöst durch die Ermordung Erzherzogs Ferdinands von Österreich. Weltuntergangspropheten durchstreifen die Straßen der Nacht und hinter vorgehaltener Hand flüstert man von einer mysteriösen Gestalt namens "Lazarus", deren sinistre Pläne das gesamte Empire ins Chaos stürzen könnten. Um das Unglück noch abzuwenden, sieht der Geheimdienst ihrer Majestät keine andere Möglichkeit, als den brillantesten Ermittler dieser Zeit wieder in den Dienst zu rufen. Nein, nicht Sherlock Holmes, sondern seinen Erzfeind, den inzwischen sehr gealterten und verbitterten Professor James Moriarty!

Zunächst wenig erbaut, dann aber angesichts der Herausforderung sehr interessiert, macht sich der ehemalige Übergeist des Verbrechens an seine Arbeit und stößt schon bald auf Ränke, die besser unberührt gewesen blieben wären...

"Moriarty: The Dark Chamber" eweist sich als eine gut erzähle Comicgeschichte, im Stile von Alternativgeschichten wie Kim Newmans "Anno Dracula" oder die "League of extraordinary Gentlemen" von Alan Moore, was heißt dass hier eale wie auch fiktive Persönlichkeiten des neunzehnten/ frühen zwanzigsten Jahrhunderts in einen Topf geworfen und mit einigen Elementen des Abenteuerromans und Steampunk zusammengeworfen und zu einem großen Ganzen vermischt werden. Diese Mischung geht durchaus auf, die Geschichte ist spannend, sie liest sich flott und da der Herr Professor außerdem zum Ich-erzählen (alle großen Männer haben ja schließlich ihre Macken) neigt, bekommt man tiefe Einblicke in seinen zwar nicht sympathischen, aber doch zumindest interessanten Charakter. Inhaltlich legt der Autor Daniel Corey hier eine gute Leistung hin, doch wie sieht es auf grafischer Seite aus?

Auch nicht viel schlechter. Der Zeichenstil des Zeichners Anthony Diecidue ist sehr skizzenhaft und wirkt mit den dreckigen Farben sehr "kratzig", das heißt als hätte man sie auf den ersten Blick nur schnell hingeschmiert. Doch darin liegt ihre Schönheit, sie verleihen dem ganzen einen rauen und düsteren Charme, der gut zur Atmosphäre der ganzen Geschichte passt und hat man sich an sie gewöhnt, erkennt man in ihrer gewollten Hsslichkeit eine gewisse Schönheit ( wie dies auch bei den Zeichnungen von Diecides Kollegen Kevin O'Neil in der "League" der Fall ist), die durchaus auch auf ihre eigene Art und Weise zu verzaubern weiß.

Insgesamt legen die Macher mit "The Dark Chamber" also einen guten Start hin, dem hoffentlich noch weitere spannende Ausflüge in jenes abenteuerliche, zwanzigste Jahrhundet folgen werden. Man darf wohl auf jeden Fall gespannt sein, während man bis dahin den vorliegenden Band genießt.


Saga Volume 1 (Saga (Comic Series))
Saga Volume 1 (Saga (Comic Series))
von Brian K. Vaughan
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,30

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf in ein Universum der Technologie und Magie, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alana und Marko sind verliebt.

Viel besser: Alana und Marko sind frisch verheiratet und der Nachwuchs ist bereits auf den Weg. Das junge Familienglück könnte perfekter nicht sein, wenn es da nicht ein kleines Detail gäbe: Beide, Alana und arko sind Soldaten im größte Krieg der Galaxie und normalerweise stehen sie auf der jeweils gegenüberliegenden Seite. Also blieb ihnen nichts anderes übrig, als zu desertieren, doch das Oberkommando beider Seiten will dies nicht auf sich sitzen lassen und schickt gleichermaßen "Spezialisten" um die flüchtigen Verliebten zu finden und zur Strecke zu bringen.

Eine lange Flucht beginnt, mit dem Ziel eine friedliche Heimat zu finden, in einer Galaxie die nur Hass und Krieg zu kennen scheint...

"Saga" die neue Serie von Brian K. Vaughan (Ex Machina, Y the last man), ist ein recht kruder Mix, den man da geboten bekommt. Fantasy und mythische Wesen aus klassischer Fantasy treffen auf Aliens und Technologie wie aus einer Space Opera, die Dialoge sind teilweise arg trashig und eigetlich dürfte das alles nicht funktionieren.

Wie kommt es dann, dass der Band dann trotzdem vier Sterne erhält?

Weil die Mischung halt doch aufgeht und vor den Augen des Lesers ein originelles und aufregendes neues Universum entworfen wird, welches neugierig darauf macht gemeinsam mit den beiden Hauptfiguren erforscht zu werden. Auf fast jeder Seite findet sich eine neue, mal kranke, mal geniale oder auch schlichtweg absurde Idee und so "unrealistisch" die Figuren auch reden mögen die Leichtigkeit der Dialoge hilft dabei darüber hinwegzusehen und sie schnell ins Herz zu schließen.

Kurz gesagt: man hat Spaß beim lesen und möchte wissen wie es weitergeht.

Und während man sich an den Texte erfreut, bringen einen die Bilder der Zeichnerin Fiona Staples zum schauen, vor allem da sie sich als vielseitiges Talent erweist. Egal ob realistisch anmutende (und schön anzusehede) Charaktere wie Marko oder Alana oder überzeichnetete Aliens, die direkt aus einem Cartoon entsprungen zu sein scheinen, sie kann es zeichnen und nichts davon wirkt fehl am Platz.

Das macht Saga zu einem runden Gesamtpaket und den ersten Band zu einem guten Einstieg, der hoffentlich die Neugierde des Lesers im Verlauf der weiteren Handlung belohnt und zumindest zu dieser Zeit einen guten Eindruck hinterlässt und damit seine vier Sterne wohlverdient hat.


The Marquis Volume 1: Inferno
The Marquis Volume 1: Inferno
von Guy Davis
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,35

5.0 von 5 Sternen Intelligente Dark Fantasy mit viel Potenzial nach oben, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Marquis Volume 1: Inferno (Taschenbuch)
Vol de Galle, ehemaliger Inquisitor der Kirche der Heiligen (Church of Saints), befindet sich in einer Identitätskrise. Viele Jahre hat er für die Kirche die Ungläubigen bekämpft und sich auf der Suche nach Dämonen, direkt aus der Hölle, begeben, doch auch wenn man ihn wegen seiner "Erfolge" lobte, so hatte er doch nie das Gefühl erfolgreich zu sein. Doch das Schicksal scheint auf seiner Seite zu sein. In einer Vision erscheint ihm die heiligste aller Heiligen, die Saint de Massard und ertilt ihm die Aufgabe, die wahren Teufel, die sich in den Körpern der Sterblichen verstecken, zu jagen und zu vernichten. Ausgestattet mit speziellen Waffen und der Gabe die in den Körpern der Sterblichen hausenden Kreaturen zu erkennen, wirft Vol de Galle sich den schwarzen Mantel um und setzt sich eine Rabenmaske auf, um als "The Marquis" nun seine Heilige Mission zu erfüllen.

Doch is all dies auch wirklich echt? Oder ist der Marquis nichts weiter als ein wahnsinniger Irrer, der mit der Schuld seiner eigenen schecklichen, im Namen des Glauben begangenen, Taten nicht mehr leben kann?

All dies wird sich im Verlaufe der Handlung herausstellen.

Guy Davis (B.U.A.P. , Sandman: Mystery Theatre) Serie um den Teufel jagenden "Adeligen" beginnt recht klassisch. Wenn man genauer hinschaut, ist der erste, der auf vier Bänden angelegten Reihe, nur eine weitere Origin-Story, in der die Welt und Hauptcharaktere vorgestellt werden, während hier und da etwas Action eingestreut wird, damit man sich nicht zu Gänze langweilt (dies war auch einer der Gründe warum der Rezensent, zunächst wenig begeistert war). Doch irgendwie muss man seine Serie ja starten und Leser neugierig machen und wenn man genauer hinschaut, erkennt man das brodelnde Potenzial dieser Serie, die sich mit ihrer Thematik um Verdammnis, Sünde und Erlösung so gänzlich von ähnlich finsteren Welten abgrenzt, da sie sich nicht in der eigenen Düsternis suhlt und die Dinge in der Welt für gegeben hält, sondern diese durchaus auch in Frage stellt. Sind die Teufel tatsächlich an der Verdammnis der Menschen schuld oder ist es nicht doch der freie Wille der Menschen, der sie der Finsternis anheimfallen lässt? Und wenn es Teufel gibt, sind dann die Methoden der Inquisition trotz der pervertierten Sichtweise der Kirche nicht doch vonnöten? All diese Fragen stellt "The Marquis" und lässt sie zunächst offen, während Vol de Galle in der düsteren Metropole Vernisalle sein Umwesen treibt. Und Guy Davis, der als Autor und Zeichner fungiert, weiß durchaus auch die vielleicht eintretende Routine in den beiden anderen Geschichten des Bandes (die Miniserie "Danse Macabre" macht den größten Teil des Bandes aus, danach folgen die kürzeren Geschichten "Hell's Courtesan" und "A sin of one") zu brechen und einige clevere Ideen einzubauen, die sich recht vergnüglich lesen und den Leser mit einigen Staunen zurücklassen.

Und all das in Davis' unverwechselbaren Zeichenstil gehalten, mit zwar leicht überzogenen menschlichen Charakteren, aber so wundervoll hässlichen Teufeln, dass einem vor Freude das Grauen kommen mag. Einige bezeichnen Davis als den Meister der Monster und wenn man die in der Geschichte auftauchenden zu Fleisch gewordenen Alpträume, in ihren vielfältigen Verformungen aus Fleisch betrachtet, möchte man dem nur zu gerne zustimmen. Anstatt Höner wird man eher Tentakel und übergroße Extremitäten sehen und sie tragen einiges zur Einzigartigkeit des Buches bei. Das alles wird in schwarzweiß präsentiert, sodass die düstere Atmosphäre noch mehr auf den Schultern des Lesers lastet und fertig ist eine der erste Band eine der interessantesten Serien der letzten Jahre, die das Potenzial besitzt als einer der besten Serien aller Zeiten in den Comic-Olymp einzugehen.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein wie es weitergeht und auch wenn der eher klassische Aufbau der ersten Miniserie "Inferno" nur vier Sterne geben dürfte, erhält der Band am End doch fünf Sterne, wegen der unterschwelligen Intelligenz des Skriptes und der Themen die es anspricht.


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