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Rezensionen verfasst von
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2"
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Hellboy 14: Hellboy und die B.U.A.P. - 1952
Hellboy 14: Hellboy und die B.U.A.P. - 1952
von Mike Mignola
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

4.0 von 5 Sternen Als erfahrene Handwerker zurück zu den Anfängen, 4. März 2016
1952.

Die B.R.P.D. existiert seit einiger Zeit und auch Professor Bruttenholms Ziehsohn Hellboy ist inzwischen ganz gut gewachsen. Und jetzt soll er auch noch seinen ersten Auftrag als Agent der Behörde erhalten.Einigen gefällt das, anderen nicht, aber der Professor hat ein Einsehen und so geht es nach Brasilien in ein kleines Dorf. Dort geschehen seit einiger Zeit unheimliche Morde, verübt von einem bösen Geist. Am Ende ist die Sache noch bizarrer als zuerst angenommen und die Geschehnissen werden Hellboy einige Dinge lehren. Nicht nur Gute.

"Hellboy and the B.R.P.D: 1952" hat einen sehr sperrigen Titel und möchte das Gefühl der ersten Abenteuer Hellboys wieder aufleben lassen. Das bedeutet, dass Hellboy wieder Agent der Behörde ist und die Geschichten wohl wieder etwas leichtherziger werden, als im wesentlich düsteren "Hellboy in Hell". Düster ist die Geschichte aber trotzdem, was aber durch die bizarren Wendungen zum Schluss hin etwas abgeschwächt wird. Trotzdem wird gestorben und geprügelt und auch sie kann nicht den Entwicklungen der Serie der letzten Jahre entkommen. Das ist aber auch gut so, da sie inzwischen genauso Teil der Serie sind, wie Mignolas routinierter Schreibstil, der mit scheinbarer Leichtigkeit dieses actiongeladene Abenteuer erzählt. Es wird geprügelt, es wird gegruselt und auch wenn es Hellboys erster Auftrag ist, fügt er sich doch gut (wieder) in den Dienst in der Behörde ein. Eine nette Reise in die Vergangenheit, an der auch Neueinsteiger ihre Freude haben werden, für die der Band vielleicht sogar gedacht ist, ein unterhaltsamer Routineauftrag.

Mehr ist "1952" allerdings auch nicht, wenn man sie zum Rest der Serie vergleicht. Mehr muss es allerdings auch nicht sein, aber wenn man sich noch einmal den langen Weg Hellboys in Erinnerung ruft, waren Hellboys Migration in die Mythologie der Welt weit weg von seinen pulpigen Ursprüngen doch das Beste was ihm je passieren konnten. Trotzdem, Spaß soll "1952" machen und Spaß macht die Miniserie am Ende auch und die realistische Zeichnungen Alex Maleevs, der die grafische Gestaltung übernahm, stören auch nicht weiter. Sie stechen aber in der Serie auch nicht besonders hervor, wirken einfach zu "echt" um wirklich künstlerischen Wert zu besitzen. Sie sind funktional, aber die Bilder Ben Stenbecks, der die Fortsetzung "1953" zeichnet, passen besser zum allgemeinen Stil der Serie.

Alles in allem ist "Hellboy and the B.R.P.D: 1952" trotz des sperrigen Titels, ein gutes Abenteuer, dem weitere folgen werden und ein Zeugnis davon, dass die Serie zurecht einer der erfolgreicheren Comics abseits des Superheldengenres ist.

4 von 5 Sternen


Baltimore, or The Steadfast Tin Soldier & the Vampire
Baltimore, or The Steadfast Tin Soldier & the Vampire
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,24

5.0 von 5 Sternen Vampire, Zinnsoldaten und der Kampf gegen das Böse, 9. Dezember 2015
Europa nach den ersten Weltkrieg. Eine geheimnisvolle Plage hat den großen Krieg frühzeitig beendet und nun deren Opfer stehen als Vampire aus den Gräbern wieder auf und jagen die Lebenden.

Auch Lord Baltimore, ehemaliger Soldat und tragischer Held des Buches, hat unter der Grausamkeit der Kinder der Nacht zu leiden und indirekt, trägt er eventuell Schuld an ihren erneuten Erwachen, welches erst im Krieg einsetzte.

Doch er dürstet nach Rache und entwickelt sich über die Jahre zur größten Nemesis der Vampire, während er selbst einen speziellen Vampir jagt, mit dem alles begann.

Und wie dies geschah wird der Leser über drei Freunde Baltimores erfahren, die selbst Grund genug dafür haben zu glauben, dass es mehr auf der Welt gibt, als die Menschen bereit sind zu akzeptieren und es in den düstersten Winkeln der Erde auf sie lauert, um Angst und Schrecken über sie zu bringen.

Baltimore basiert auf den Ideen und Notizen des Comiczeichners und ' autors Mike Mignola (Hellboy, B.U.A.P.) und wurde von Romanautor Christopher Golden als Roman zusammengefasst, nachdem feststand dass ersterer keine Zeit mehr finden würde, um die angedachte Graphic Novel zu kreieren. Der Roman selbst wurde noch mit vielen Illustrationen von Mignola bereichert und ist in seiner Gesamtform zu einem kleinen Meisterwerk geworden.

Golden und Mignola greifen hierbei auf klassische Motive der Schauerliteratur des 19 Jahrhunderts zurück (böse Geister, verfluchte Tempel, das wahre Böse) und verbeugen sich auch deutlich vor dem Roman ,Dracula' und kreieren in Kombination mit dem Hintergrund des ersten Weltkrieges und dessen schreckliche Folgen, eine ganz eigene düstere und gruselige Atmosphäre, die Baltimore trotz der klassischen Elemente (darunter fällt auch die düstere Hintergrundgeschichte seines Helden) einzigartig macht und wirklich frisch und neu wirken lässt.

Dies gelingt jedoch vor allem auch über seinen Erzählstil. Zwar erfährt man wie Baltimore zum erbarmungslosen Vampirejäger wird, doch erfährt der Leser dies größtenteils über die weiter oben erwähnten Freunde, die aus ihrer Perspektive an wichtigen Stationen in seinem Leben teilnahmen und ihren Zuhörern (und damit auch den Lesern) diese erzählen. Damit wird der Charakter Baltimore, um so mysteriöser und interessanter und auch die drei Erzähler selbst, wissen das Buch auch auf andere Art und Weise zu bereichern, indem sie weitere Geschichten erzählen, welche (auch wie oben schon geschrieben) von ihren eigenen Erlebnissen mit übernatürlichen Wesen erzählen und diese überlebten.

Dadurch gewinnen die Welt und auch die restlichen Charaktere erheblich an Tiefe, von der Abwechslung angesichts der wechselnden Erzählperspektive und den unterschiedlichen Themen der einzelnen Erzählungen einmal abgesehen. Dies macht Baltimore also zu einem erstaunlich vielseitigen, spannenden und sogar sehr gruseligen Abenteuerroman, zählt man noch die atmosphärischen Zeichnungen Mignolas (die wirklich gelungen sind) mit aber es ist kein Buch für jedermann.

Wie schon geschrieben, wird ein Lesegefühl wie aus den alten Schauergeschichten des viktorianischen Zeitalters erzeugt (wenn natürlich auch moderner) und dementsprechend speziell ist auch die dunkle Atmosphäre, auf die man sich einlassen muss. Trotz einiger Action, wird im Buch mehr subtiler Grusel, als blutrünstiger Splatter betrieben und von daher ist es vielleicht weniger für Leute geeignet, die dies von der Geschichte erwarten.

Allen anderen, ob sie nun Horror (oder Darkfantasy) oder den Stil von Mignolas Geschichten mögen (obwohl Golden sie schrieb, ist eindeutig sein Stil zu erkennen) und allen die neugierig geworden sind, kann das Buch nur wärmsten ans Herz gelegt werden.


Witchfinder Volume 3 The Mysteries of Unland
Witchfinder Volume 3 The Mysteries of Unland
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,76

4.0 von 5 Sternen Gewohnte Mysterien und kleine Verbesserungen, 4. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1881. Königin schickt Sir Edward in ein entlegenes Städtchen, um einen Mord aufzuklären. Es geht nicht nur ums Prinzip, sondern auch um die Lieferung eines bestimmten Wunderelixiers. Schnell wird klar, dass mehr hinter der Sache steckt als gedacht und nach einem Angriff wird es persönlich ...

Das uninteressanteste an "Mysteries of Unland" ist die eigentliche Handlung. Vergleicht man sie mit den beiden Vorgängern, fällt sie deutlich ab, das Geheimnis ist nicht sonderlich spannend und die Auflösung erst recht nicht befriedigend. "Mysteries of Unland" hat andere Stärken. Diese liegen darin, wie viel Charakter Sir Edward in dieser Serie erhält. Dienten die ersten beiden Serien nur dazu, um ihn weiter zu entwickeln, erhält der Leser endlich Einblick in die Persönlichkeit des Hexenjägers. Und diese ist mürrisch und mit der Welt frustriert, aber unter der harten Schale befindet sich ein weicher Kern, der wahrhaft heroisch ist. Das macht die Greifbarkeit der Figur endlich komplett und ist einer der guten Punkte "Unlands". Dass die Miniserie auch noch um einige besondere "britische" Thematiken (die Industrialisierung, der Verlust alter Bräuche etc.) bereichert wird, wertet sie ebenfalls auf. Der erzählerische Höhepunkt findet allerdings schon zu Beginn statt, wenn die Autoren Kim Newman (Anno Dracula, Moriarty) und Maura McHugh, in einer schönen Sequenz die Phobie vor fremden Großmächten in Form eines Propagandacartoons parodieren.

Tyler Crook zeichnet das alles in einem ausdrucksstarken und leicht cartoonhaften Stil und heraus kommt vielleicht nicht das beste Abenteuer des "Witchfinders", aber ein "gutes", das vier Sterne erhält.


Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Nemo: Fluss der Geister
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Nemo: Fluss der Geister
von Alan Moore
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Den Fluss der Zeit hinab, verfolgt von vergangenen Geistern ..., 19. November 2015
... zieht es Janni Dakkar 1975 zu ihrer letzten Reise, als Gerüchte über das Überleben ihrer Erzfeindin Ayesha vernimmt. In Brasilien soll sich die Unsterbliche aufhalten und in Brasilien wird es Janni zu Ende bringen. Sie muss es vielleicht auch, da ihr eigener Tod immer näher rückt und die Last ihrer Jahre schwer auf ihr lasten.

"Nemo: River of Ghosts" spielt dieses Mal auf "The Boys from Brasil" und noch obskurere Filme an, die unter anderem James Bond parodieren, und erzählt an sich keine wirkliche Geschichte. Vielmehr ist es der lange Abschied einer Figur, deren Reise der Leser schon drei Bände davor mitverfolgte, die er aber nie wirklich kennenlernte. Zumindest das ändert sich in "River of Ghosts". Man spürt einfach wie müde und alt die amtierende Nemo geworden ist und dass sie spürt wie die Last der Jahre sie langsam zerdrückt. Es wird nun Zeit, dass die Alten der jungen Generation Platz macht, ein wiederkehrendes Thema in Moores Werk, nur dass es dieses Mal funktioniert. Woran das liegen mag ist schwer festzumachen. Vielleicht liegt es daran, dass die Figur menschlicher denn je rüberkommt oder daran, dass der Geschichte der übliche moor'sche Zynismus abgeht, der sich sonst durch die ganze Reihe zieht. Auf jeden Fall fühlt sich "Rivers of Ghost" wie der gute Abschluss einer Trilogie an, die letztendlich wohl immer nur mittelmäßig war und zum Glück früh genug erkannte wann es Zeit war von der Bühne abzutreten.

Kevin O'Neill hat auch noch einmal richtig Spaß wenn er neben der üblichen Brüste, Dinosaurier, Monster aus der schwarzen Lagune und alte Ruinen zeichnen darf. Das sieht gut aus, macht Spaß und am Ende ist "Nemo: River of Ghosts" ein solides Bändchen, dem bald/hoffentlich/endlich wieder ein richtiger Höhepunkt folgen wird. Genug Material zum schöpfen neuer Visionen ist ja vorhanden und die Liga hatte da ja noch nie Berührungsängste, wenn sie nicht die Wertlosigkeit der modernen Fiktion beklagte.

4 von 5 Sternen


Astragard Band 1: Der Weg ins Ungewisse (Astragard - Legende von Mideria)
Astragard Band 1: Der Weg ins Ungewisse (Astragard - Legende von Mideria)
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Beginn einer ungewissen Reise, 19. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Passstadt Arista.

Eine Bastion gegen den Feind aus der verlorenen Welt, steht sie als die erste Verteisigungslinie der freien Völker und ist daher auch schon zu Beginn des Bandes Schauplatz einer großen Schlacht. Angeführt von ihren General Hevlyn stellen sich die Angehörigen aller Rassen dem en Massen vorhandenen, aber gesichtslosen Feind entgegen. Der Ausgang dieses Kampfes wird vielleicht das Schicksal aller für immer verändern...

"Astragard: Der Weg ins Ungewisse" ist der erste einer auf sechs Bände angelegten Comicserie, der schon einmal durch sein eigenwilliges Format auffällt. Statt in die Höhe, gehen die Seiten eher in die Breite, was dem Aufbau der Panel schon eher einen filmhaften Aufbau gibt und auch die Lesegeschwindigkeit erheblich erhöht. Allerdings lässt es die Bilder damit auch wesentlich dynamischer, wenn nicht gar lebendiger wirken, was den Lesegenuss sehr verstärkt. Allerdings hat man damit den Band auch schneller durch, als dies auf 48 Seiten im ansonsten gewohnten Albenformat sowieso schon der Fall ist und lässt damit schon die Frage aufkommen, ob der Preis von knapp 20 Euro gerechtfertigt ist. Dem wird aber mit einer sehr guten Bindung und ansprechender Papierqualität entgegengewirkt, die auch noch Jahre hält (der Rezensent weiß wovon er spricht, da er sein Exemplar des ersten Bandes schon seit 2010 besitzt, als der Comic noch nicht über Amazon vertrieben wurde).

Doch was viel wichtiger ist: Kann die vorliegende Handlung und der Comic selbst überzeugen? Nun, das kommt ganz darauf wie man es betrachtet. Normalerweise wird beim Start einer neuen Reihe viel Zeit damit verbracht die Welt, die Charaktere und die Handlung einzuführen.

Im Falle von "Der Weg ins Ungewisse" geht ein Großteil des Bandes für die oben schon beschriebene Schlacht drauf, die in epischer Breite dargestellt wird und zwar das Szenario und die Gefahr durch den unbekannten Feind einzuführen weiß, die eigentliche Handlung jedoch allerhöchstens zum Schluss hin nur leicht beginnt. Auch die Hauptfiguren (General Hevlyn und seine Begleiter) werden nur kurz angerissen und zeichnen sich derzeit eher durch ihre heroische Gesinnung, als durch eigentliche Charakterstärke aus.

Und trotzdem erhält der Band vier Sterne? Wie kommt das?

Ganz einfach: So umfassend die große Schlacht zu Beginn des Bandes auch dargestellt wird, so großartig ist sie auch gezeichnet. Hier bekommt man in epischer Breite alles geboten, was man erwartet und vielleicht aus den Verfilmungen des Herrn der Ringe gewohnt ist und man wird dabei sehr gut unterhalten. Und so sehr man vielleicht auch tiefe Charaktere und eher realistischere Darstellungen des Krieges mag, so macht diese Schlacht schlichtweg einfach Spaß, entführt einen in die Zeiten zurück, als man als Heranwachsender noch selbst davon träumte heroisch in die Schlacht zu ziehen und für eine gute Sache zu kämpfen.

Genau diese Art von einfachen, man könnte sagen naiven, Heldentum bekommt man in "Der Weg ins Ungewisse" geboten und das ohne unappetitliche Zwischentöne, die solche Szenarien oft mit sich bringen, sondern mit einer Unschuld, die in finsteren Zeiten von George R.R.Martins "Eis und Feuer"-Saga und dem ebenfalls sehr finsteren Kosmos von Biowares Videospielreihe "Dragon Age" schon wieder erfrischend ist und das ohne, wie oben schon geschrieben, bedenkliche Zwischentöne. Außerdem wird durch die überall im Text verteilten kleinen Erzählboxen (Astragard liest sich im Allgemeinen von den Texten her wie ein sehr von Pathos getragener Fantasyroman) über die Welt und die Lebensweise der Völker berichtet, sodass man tatsächlich einen guten Einblick in die Welt und ihren Aufbau geboten bekommt. Die Handlung mag also nur kurz angeschnitten werden, das Szenario wird jedoch gekonnt vorgestellt und macht neugierig auf mehr.

Der Ton des Comics selbst ist ernst. Sehr ernst. Wie oben schon geschrieben werden Pathos und Heroentum groß geschrieben, aber es passt zur allgemeinen Stimmung des Comics und vermittelt ein Gefühl des Abenteuers, welches im zweiten Band endlich begonnen wird und hoffentlich auch einige Charaktermomente für Hevlyn und seine Mitstreiter beinhalten wird, da diese zwar zunächst Archetypen der Fantasy stellen, aber trotzdem noch interessant genug wirken, um zu hoffen, dass sich im Verlauf der Handlung noch einiges entwickeln wird. Und wie schon geschrieben befindet sich in nahezu jedem Panel noch eine Textbox, die ein Detail über die Welt vermittelt oder wie im Buchform die Handlung wie in einem Buch vermittelt. Erstaunlicherweise funktioniert dies im Falle von "Der Weg ins Ungewisse" erstaunlich gut, was aber auch daran liegen mag, dass in der Textbox selbst nicht die Handlung einer Figur innerhalb eines Bildes erklärt wird (zum Beispiel: "Hevlyn schlägt zu!"), sondern viel mehr als zusätzliche Ergänzung zur Atmosphäre genutzt wird, eben wie in einem Roman. Dies kann man mögen oder nicht, im Falle von Astragard funktioniert es im ersten Band.

Text und Format sind also stimmig, aber wie sieht es mit dem Wichtigsten, den Zeichnungen, aus? Nun, Thorsten Kettermann, der Zeichner und Autor von Astragard, benutzt einen sparsamen Stil, der an den von japanischen Mangas erinnert, schafft es jedoch die Figuren lebendig und beweglich wirken zu lassen, einer der Gründe warum die große Schlacht so gut funktioniert. Wo er jedoch richtig glänzt sind seine Zeichnungen von den Bergen, Gebäuden und dem einen, im Band vorkommenen, Fabelwesen, die überlebensgroß und schlichtweg atemberaubend wirken und in Kombination mit den sehr schönen Farben, das wahre Highlight des Bandes stellen. Doch ist die Action groß und flüssig dargestellt und die Panels und Perspektiven gut verteilt, sodass man schlichtweg Spaß beim betrachten der Zeichnungen hat.

Wahrscheinlich wird er sich in den Folgebänden noch verbessern, aber der erste Eindruck ist schon ein sehr guter, da er eine Energie und Dynamik zu vermitteln weiß, die gefällt und schlichtweg Freude bereitet.

"Astragard: Der Weg ins Ungewisse" ist am Ende also ein guter Einstieg, einer hoffentlich noch viel besser werdenden Serie geworden und weiß es auf die Folgebände neugierig zu machen. Sie kann jeden bedingungslos, ob nun Kindern oder Erwachsenen empfohlen werden und stellt sich schon jetzt als einen Spaß für jung und alt heraus. Hoffentlich bleibt sie das auch weiterhin.

So ungewiss der Weg auch noch sein mag, der Rezensent wird mit Freude an Hevlyns heldenhafter Reise teilnehmen und ist gespannt, was da noch auf ihn zukommen mag.


Hellboy and the B.P.R.D: 1952
Hellboy and the B.P.R.D: 1952
von Mike Mignola
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,11

4.0 von 5 Sternen Als erfahrene Handwerker zurück zu den Anfängen, 19. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hellboy and the B.P.R.D: 1952 (Taschenbuch)
1952.

Die B.R.P.D. existiert seit einiger Zeit und auch Professor Bruttenholms Ziehsohn Hellboy ist inzwischen ganz gut gewachsen. Und jetzt soll er auch noch seinen ersten Auftrag als Agent der Behörde erhalten.Einigen gefällt das, anderen nicht, aber der Professor hat ein Einsehen und so geht es nach Brasilien in ein kleines Dorf. Dort geschehen seit einiger Zeit unheimliche Morde, verübt von einem bösen Geist. Am Ende ist die Sache noch bizarrer als zuerst angenommen und die Geschehnissen werden Hellboy einige Dinge lehren. Nicht nur Gute.

"Hellboy and the B.R.P.D: 1952" hat einen sehr sperrigen Titel und möchte das Gefühl der ersten Abenteuer Hellboys wieder aufleben lassen. Das bedeutet, dass Hellboy wieder Agent der Behörde ist und die Geschichten wohl wieder etwas leichtherziger werden, als im wesentlich düsteren "Hellboy in Hell". Düster ist die Geschichte aber trotzdem, was aber durch die bizarren Wendungen zum Schluss hin etwas abgeschwächt wird. Trotzdem wird gestorben und geprügelt und auch sie kann nicht den Entwicklungen der Serie der letzten Jahre entkommen. Das ist aber auch gut so, da sie inzwischen genauso Teil der Serie sind, wie Mignolas routinierter Schreibstil, der mit scheinbarer Leichtigkeit dieses actiongeladene Abenteuer erzählt. Es wird geprügelt, es wird gegruselt und auch wenn es Hellboys erster Auftrag ist, fügt er sich doch gut (wieder) in den Dienst in der Behörde ein. Eine nette Reise in die Vergangenheit, an der auch Neueinsteiger ihre Freude haben werden, für die der Band vielleicht sogar gedacht ist, ein unterhaltsamer Routineauftrag.

Mehr ist "1952" allerdings auch nicht, wenn man sie zum Rest der Serie vergleicht. Mehr muss es allerdings auch nicht sein, aber wenn man sich noch einmal den langen Weg Hellboys in Erinnerung ruft, waren Hellboys Migration in die Mythologie der Welt weit weg von seinen pulpigen Ursprüngen doch das Beste was ihm je passieren konnten. Trotzdem, Spaß soll "1952" machen und Spaß macht die Miniserie am Ende auch und die realistische Zeichnungen Alex Maleevs, der die grafische Gestaltung übernahm, stören auch nicht weiter. Sie stechen aber in der Serie auch nicht besonders hervor, wirken einfach zu "echt" um wirklich künstlerischen Wert zu besitzen. Sie sind funktional, aber die Bilder Ben Stenbecks, der die Fortsetzung "1953" zeichnet, passen besser zum allgemeinen Stil der Serie.

Alles in allem ist "Hellboy and the B.R.P.D: 1952" trotz des sperrigen Titels, ein gutes Abenteuer, dem weitere folgen werden und ein Zeugnis davon, dass die Serie zurecht einer der erfolgreicheren Comics abseits des Superheldengenres ist.

4 von 5 Sternen


Mogworld
Mogworld
von Yahtzee Croshaw
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,68

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Sterbereise des heiligen Jim, 25. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mogworld (Taschenbuch)
Jim hat es schon nicht leicht. Der junge Magier wollte nur seinen Abschluss an der Magierakademie machen, aber dann überrannte eine Gruppe Krieger die Lehranstalt. Nicht schlimm, jeder muss sterben. Aber dann belebt ihn ein finsterer Magier als untoten Diener wieder und er verwendet den Rest seines Lebens darauf endlich zu sterben. Ein langer Leidensweg erwartet und da niemand stirbt, wird es auch nicht einfacher für ihn sein Ziel zu erreichen ...

Die ersten sechsundsechzig Seiten von Mogworld sind brillant. Jims Alltag als untoter Handlanger unter einem sehr annehmbaren dunklen Lord, seine verzweifelten Versuche endlich zu sterben und die fragen die das aufwirft, sind sehr unterhaltsam zu lesen und machen Lust auf mehr. Vor allem, wenn man das Setting bedenkt. Denn "Mogworld" spielt innerhalb eines Online - Rollenspiels, ein schöner Twist der leider schon im Klappentext verraten wird. Aber trotzdem ist die Idee nicht schlecht und der Autor, Ben Yathzee Croshaw, macht einen guten Job dabei zu beschreiben wie sich echte Intelligenz in einer Welt die niemals stirbt vorkommen würde. Es wäre ein reiner Alptraum, eine stagnierende Vorhölle, in der sich nie etwas endet, eine Parodie auf das von vielen angestrebten Paradies oder der Sehnsucht nach einer eskapistischen Welt der Abenteuer, die in Spielen wie "World of Warcraft". Essentielle Fragen werden aufgeworfen: "Was ist ein einzelnes Leben wert?", "Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er all diese schrecklichen Dinge geschehen?" und "Was für ein Psychopath muss man sein, um sein Lebensabend damit zu verbringen in die Wohnungen anderer Leute einzudringen und alles und jeden für ein paar Goldstücke umzubringen?".

Und Anfang und Ende des Buches erkunden diese Ideen auch, machen es zu einem Anwärter als einen der besten Fantasy- und SCIENCE FICTION - Romanen aller Zeiten.

Leider gibt es noch den Mittelteil.

Nach dem starken Start, verliert Mogworld eine Menge seiner Faszination und seines Bisses und verkommt zu einem frühen Roman Terry Pratchetts. Soll heißen, viel Klamauk und offensichtliche Witze, die sich über Fantasy - Klischees und Konzepte des Online - Rollenspiels lustig machen und deren Pointen auch nicht den intellektuellen Wert des Beginns, werden aber durch Croshaws handwerklich guten Stils ausgeglichen. Von daher bleibt abzuwarten, ob der Autor sich noch steigern kann, schließlich hat auch Altmeister Pratchett klein angefangen, bis er wahre Größe erreichte.

4 von 5 Sternen, mit Hoffnung auf Besserung


Almuric
Almuric
von Robert-Ervin Howard
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,86

4.0 von 5 Sternen Bei Thak, was für ein pubertärer Spaß!, 20. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Almuric (Taschenbuch)
Esau Cairn ist schon ein armer Mann. Mit gewaltigen Kräften gesegnet hält ihn jeder für einen tumben Schläger und nach einer besonders hässlichen Sache muss der junge die Erde ganz verlassen und sich auf einer fremden Welt zurechtfinden. Zum Glück ist diese wie für ihn geschaffen: er kann sich täglich prügeln, beim jagen austoben und er findet sogar einen freundlichen Stamm tumber Barbaren, die ihn aufnehmen und ein paar sehr ansehnliche Töchter haben. Kurz gesagt: er hat die Zeit seines Lebens und der Leser darf bis zum Ende daran teilhaben!

"Almuric" ist weder Science-Fiction noch Fantasy. Beide Genres existieren oft in Welten, die zumindest irgendwie Sinn ergeben und sei es auch nur weil sie in unserer modernen Welt verankert sind oder sich auf ältere Konzepte wie den Regeln des Okkultismus oder ähnlichen beziehen. "Almuric" ist Pulp. Kompletter Schund. Die Welt macht keinen Sinn, die Dialoge sind trashig und alle Probleme werden mit Gewalt gelöst und das Niveau der Geschichte befindet sich auf dem, was pubertierende Jungs im Unterricht oder Zuhause schreiben, wenn die Hormone überschwappen und man von einem Alter Ego träumt, das frei von allen Fehlern ist. Nein, Almuric ist keine hohe Literatur, aber es ist auch nicht schlecht. Grund dafür ist, dass sie von Robert E. Howard geschrieben wurde. Über den literarischen Wert der Geschichten von Conans Vaters lässt sich streiten, aber seine Geschichten können wohl mitunter als Blaupausen für populäre, "realistische" Fantasy "A Song of Ice and Fire" oder die "First Law" - Trilogie gesehen werden, denn Conan war zwar immer eine überlebensgroße Figur, aber die Geschichten waren oft gut genug recherchiert, dass man die historischen Bezüge schnell erkennen und sich damit auch vorstellen konnte.

"Almuric" schlägt da in eine ganze Kerbe.

Wie schon geschrieben, die Welt macht keinen Sinn und der Held mag im Körper eines Erwachsenen stecken, benimmt sich aber wie ein Jugendlicher, wenn er ständig Leute verprügelt, aber trotzdem schüchtern reagiert wenn die große Liebe mit ihm flirtet. Dass die Geschichte trotzdem funktioniert liegt daran, dass Howards rasanter, von Adjektiven gefüllter Stil,den Plot flott vorantreibt und man selten genug Zeit hat, über das Geschehen wirklich nachzudenken. Wie sollte man auch, wenn so gut wie in jedem Kapitel immer etwas Neues passiert und aufregend bleibt? Was macht es da schon, dass die Figur ein ziemlicher Langweiler ist, der aber trotzdem sympathisch bleibt, da ihm das selbstgerechte Selbstvertrauen eines Conan fehlt? Nichts, denn am Ende hat man Spaß! Zumindest dann, wenn man sich nicht an der Naivität der Geschichte und dem überall vorherrschenden Sexismus gegenüber den weiblichen Hauptfiguren stört. Vom üblichen Rassismus der 1930er einmal abgesehen. Und doch sind selbst diese Aspekte auch schon wieder interessant, da sie zwar hässlich, aber nicht hasserfüllt oder gewollt bösartig sind. Sie sind genauso naiv, wie "Almuric" selbst, der sich ohne einen Funken Ironie präsentiert.

Und darin liegt der größte Reiz "Almurics" als Artefakt einer Zeit, welches heute nicht mehr so existieren könnte, das vielleicht stark gealtert ist, aber trotzdem noch lesbar bleibt, da ihr Herz noch genauso stark schlägt, wie vor vielen Jahren, als sie das erste geschrieben worden. So wie die meisten Geschichten Howards, der später auch immer besser werden sollte.


Almuric.
Almuric.
von Robert E. Howard
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Bei Thak, was für ein pubertärer Spaß!, 18. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Almuric. (Broschiert)
Esau Cairn ist schon ein armer Mann. Mit gewaltigen Kräften gesegnet hält ihn jeder für einen tumben Schläger und nach einer besonders hässlichen Sache muss der junge die Erde ganz verlassen und sich auf einer fremden Welt zurechtfinden. Zum Glück ist diese wie für ihn geschaffen: er kann sich täglich prügeln, beim jagen austoben und er findet sogar einen freundlichen Stamm tumber Barbaren, die ihn aufnehmen und ein paar sehr ansehnliche Töchter haben. Kurz gesagt: er hat die Zeit seines Lebens und der Leser darf bis zum Ende daran teilhaben!

"Almuric" ist weder Science-Fiction noch Fantasy. Beide Genres existieren oft in Welten, die zumindest irgendwie Sinn ergeben und sei es auch nur weil sie in unserer modernen Welt verankert sind oder sich auf ältere Konzepte wie den Regeln des Okkultismus oder ähnlichen beziehen. "Almuric" ist Pulp. Kompletter Schund. Die Welt macht keinen Sinn, die Dialoge sind trashig und alle Probleme werden mit Gewalt gelöst und das Niveau der Geschichte befindet sich auf dem, was pubertierende Jungs im Unterricht oder Zuhause schreiben, wenn die Hormone überschwappen und man von einem Alter Ego träumt, das frei von allen Fehlern ist. Nein, Almuric ist keine hohe Literatur, aber es ist auch nicht schlecht. Grund dafür ist, dass sie von Robert E. Howard geschrieben wurde. Über den literarischen Wert der Geschichten von Conans Vaters lässt sich streiten, aber seine Geschichten können wohl mitunter als Blaupausen für populäre, "realistische" Fantasy "A Song of Ice and Fire" oder die "First Law" - Trilogie gesehen werden, denn Conan war zwar immer eine überlebensgroße Figur, aber die Geschichten waren oft gut genug recherchiert, dass man die historischen Bezüge schnell erkennen und sich damit auch vorstellen konnte.

"Almuric" schlägt da in eine ganze Kerbe.

Wie schon geschrieben, die Welt macht keinen Sinn und der Held mag im Körper eines Erwachsenen stecken, benimmt sich aber wie ein Jugendlicher, wenn er ständig Leute verprügelt, aber trotzdem schüchtern reagiert wenn die große Liebe mit ihm flirtet. Dass die Geschichte trotzdem funktioniert liegt daran, dass Howards rasanter, von Adjektiven gefüllter Stil,den Plot flott vorantreibt und man selten genug Zeit hat, über das Geschehen wirklich nachzudenken. Wie sollte man auch, wenn so gut wie in jedem Kapitel immer etwas Neues passiert und aufregend bleibt? Was macht es da schon, dass die Figur ein ziemlicher Langweiler ist, der aber trotzdem sympathisch bleibt, da ihm das selbstgerechte Selbstvertrauen eines Conan fehlt? Nichts, denn am Ende hat man Spaß! Zumindest dann, wenn man sich nicht an der Naivität der Geschichte und dem überall vorherrschenden Sexismus gegenüber den weiblichen Hauptfiguren stört. Vom üblichen Rassismus der 1930er einmal abgesehen. Und doch sind selbst diese Aspekte auch schon wieder interessant, da sie zwar hässlich, aber nicht hasserfüllt oder gewollt bösartig sind. Sie sind genauso naiv, wie "Almuric" selbst, der sich ohne einen Funken Ironie präsentiert.

Und darin liegt der größte Reiz "Almurics" als Artefakt einer Zeit, welches heute nicht mehr so existieren könnte, das vielleicht stark gealtert ist, aber trotzdem noch lesbar bleibt, da ihr Herz noch genauso stark schlägt, wie vor vielen Jahren, als sie das erste geschrieben worden. So wie die meisten Geschichten Howards, der später auch immer besser werden sollte.


Almuric (Phantasia Paperback Pulp Fiction)
Almuric (Phantasia Paperback Pulp Fiction)
von Robert E Howard
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Bei Thak, was für ein pubertärer Spaß!, 17. Oktober 2015
Esau Cairn ist schon ein armer Mann. Mit gewaltigen Kräften gesegnet hält ihn jeder für einen tumben Schläger und nach einer besonders hässlichen Sache muss der junge die Erde ganz verlassen und sich auf einer fremden Welt zurechtfinden. Zum Glück ist diese wie für ihn geschaffen: er kann sich täglich prügeln, beim jagen austoben und er findet sogar einen freundlichen Stamm tumber Barbaren, die ihn aufnehmen und ein paar sehr ansehnliche Töchter haben. Kurz gesagt: er hat die Zeit seines Lebens und der Leser darf bis zum Ende daran teilhaben!

"Almuric" ist weder Science-Fiction noch Fantasy. Beide Genres existieren oft in Welten, die zumindest irgendwie Sinn ergeben und sei es auch nur weil sie in unserer modernen Welt verankert sind oder sich auf ältere Konzepte wie den Regeln des Okkultismus oder ähnlichen beziehen. "Almuric" ist Pulp. Kompletter Schund. Die Welt macht keinen Sinn, die Dialoge sind trashig und alle Probleme werden mit Gewalt gelöst und das Niveau der Geschichte befindet sich auf dem, was pubertierende Jungs im Unterricht oder Zuhause schreiben, wenn die Hormone überschwappen und man von einem Alter Ego träumt, das frei von allen Fehlern ist. Nein, Almuric ist keine hohe Literatur, aber es ist auch nicht schlecht. Grund dafür ist, dass sie von Robert E. Howard geschrieben wurde. Über den literarischen Wert der Geschichten von Conans Vaters lässt sich streiten, aber seine Geschichten können wohl mitunter als Blaupausen für populäre, "realistische" Fantasy "A Song of Ice and Fire" oder die "First Law" - Trilogie gesehen werden, denn Conan war zwar immer eine überlebensgroße Figur, aber die Geschichten waren oft gut genug recherchiert, dass man die historischen Bezüge schnell erkennen und sich damit auch vorstellen konnte.

"Almuric" schlägt da in eine ganze Kerbe.

Wie schon geschrieben, die Welt macht keinen Sinn und der Held mag im Körper eines Erwachsenen stecken, benimmt sich aber wie ein Jugendlicher, wenn er ständig Leute verprügelt, aber trotzdem schüchtern reagiert wenn die große Liebe mit ihm flirtet. Dass die Geschichte trotzdem funktioniert liegt daran, dass Howards rasanter, von Adjektiven gefüllter Stil,den Plot flott vorantreibt und man selten genug Zeit hat, über das Geschehen wirklich nachzudenken. Wie sollte man auch, wenn so gut wie in jedem Kapitel immer etwas Neues passiert und aufregend bleibt? Was macht es da schon, dass die Figur ein ziemlicher Langweiler ist, der aber trotzdem sympathisch bleibt, da ihm das selbstgerechte Selbstvertrauen eines Conan fehlt? Nichts, denn am Ende hat man Spaß! Zumindest dann, wenn man sich nicht an der Naivität der Geschichte und dem überall vorherrschenden Sexismus gegenüber den weiblichen Hauptfiguren stört. Vom üblichen Rassismus der 1930er einmal abgesehen. Und doch sind selbst diese Aspekte auch schon wieder interessant, da sie zwar hässlich, aber nicht hasserfüllt oder gewollt bösartig sind. Sie sind genauso naiv, wie "Almuric" selbst, der sich ohne einen Funken Ironie präsentiert.

Und darin liegt der größte Reiz "Almurics" als Artefakt einer Zeit, welches heute nicht mehr so existieren könnte, das vielleicht stark gealtert ist, aber trotzdem noch lesbar bleibt, da ihr Herz noch genauso stark schlägt, wie vor vielen Jahren, als sie das erste geschrieben worden. So wie die meisten Geschichten Howards, der später auch immer besser werden sollte.


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