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TheTwoBeats "- das ist meine Signatur -" (Hessen)

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Kein Titel verfügbar

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen in jeder Hinsicht unverständlich, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses offenbar nicht unbekannte Buch begegnete mir namentlich in einem Vorwort aus einem Buch zur Psychoanalyse, und als ich mich zu diesem Buch kundig machte, wurde meine Neugierde geweckt. Ich beschloss, mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen und kaufte mir schließlich ein Exemplar.

Und ich habe mir wirklich Mühe gegeben, all das hineinzugucken, was es vorgeblich sein soll. Doch nichts davon habe ich wiedergefunden. Es ist einfach nur widerlich. Nach der gefühlten zehntausendsten sexuellen Handlung mit einem Kleinkind, auf vollkommen inadäquate Weise beschönigt, hat mich ein Brechreiz schließlich vom weiterlesen abgehalten. Wozu das gut sein soll, und ob das nun Sittengemälde sein soll, oder eine Anspielung auf die Latenzphase, die angeblich nur kulturell, nicht aber biologisch bedingt ist, interessiert mich reichlich wenig. Das alles täuscht nicht darüber hinweg, daß hier im Stakkato Abartigkeit an Abartigkeit gereiht wird, und das ist nicht Kunst, das ist nicht kritische Raffinesse, das ist einfach Schund.

Ein vorblättern zum Lebensintervall, das für sexuelle Handlungen eher angemessen ist, schafft indes auch keine Abhilfe. Es ist reine Pornographie, und was sich zwischen den Akteuren ansonsten abspielt, nichts weiter als Füllmasse, wie sie bei Pornographie eben zu finden ist.

Abartig schlecht. Und etwas, daß mehr noch als jedes einschlägige Video weit entfernt von Kindern deponiert werden sollte. Was für mich nun denkbar einfach war, denn ich hab' es in den Abfall entsorgt.


Resident Evil Revelations 2 - [PlayStation 4]
Resident Evil Revelations 2 - [PlayStation 4]
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 24,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schwache Fortsetzung eines guten Neuanfangs, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Resident Evil erlebte mit seinem Ableger "Revelations", der zunächst auf Handheld erschien, eine erfreuliche Wendung des bis dahin fortschreitenden Abstiegs einer großen Marke. Bedingt durch die begrenzten Möglichkeiten der ursprünglichen Hardware blieb wenig Raum für Blendwerk, und Resident Evil musste sich durch eingängiges Gameplay und alte Tugenden beweisen. Dies gelang so gut, daß auch die Portierungen auf andere Systeme trotz schwacher Präsentation zu gefallen wußten. Die überwiegend engen Räumlichkeiten und der unaufgeregte Spielfluß erinnerten an die ersten Teile, die Spielmechanik wurde dem vierten Teil entliehen. Für schnelle Matches wurde ein Raid-Modus beigefügt, der sich allein oder mit anderen Mitspielern bestreiten ließ.

Zu meiner Freude nahm ich zur Kenntnis, daß "Revelations" nun fortgesetzt wird. Dieser Teil knüpft in beinahe jeder Hinsicht am Vorgänger an, auch die Erzählweise und ein NPC als ständiger Begleiter werden übernommen. Der NPC ist in diesem Fall allerdings keiner, denn im Grunde spielt man während der Kampagne beide Figuren, zwischen denen man je nach Spielsituation wechselt, da jeder individuelle Talente besitzt. Diesem Element sah ich zunächst skeptisch entgegen, es funktioniert aber gut, und Wechsel sind nicht so oft erforderlich, als daß sie den Spielfluß beeinträchtigen würden. So könnte man meinen, "Revelations 2" sei im Grunde eine angemessene Fortsetzung, und könne ebenso wie sein Vorgänger überzeugen.

Das tut es aber nicht. Warum nicht? Weil der Bonus, den der Vorgänger hatte, nun verspielt ist. Beim ersten "Revelations" konnte man der altbackenen Spielmechanik noch einen gewissen Charme abgewinnen, und man konnte die technisch schwache Präsentation verzeihen. Schließlich handelte es sich um die gelungene Abkehr von der desolaten Entwicklung der Hauptreihe, und dafür, daß es eine Handheld-Portierung war, war die Umsetzung vollkommen in Ordnung. Nun aber sind die Weichen neu gestellt, und der Titel wurde als Multiplattform-Titel geplant. Nun wäre es an der Zeit gewesen, die Grafik zeitgemäß aufzubereiten, und an der simplen Spielmechanik Feinschliff vorzunehmen.
Nichts davon ist passiert. Kaum sind die ersten Lorbeeren verdient, schon wird sich auch schon wieder darauf ausgeruht. Die Serie scheint sich auch hier in eine Sackgasse zu entwickeln. Mit welcher Trägheit die der Name "Resident Evil" ein weiteres Mal verbraucht wird, ist nicht schön mit anzusehen. Dem Hoffnungsträger "Revelations" ist die Puste jetzt schon ausgegangen.

Schade.


BLUFF!: Die Fälschung der Welt
BLUFF!: Die Fälschung der Welt
von Manfred Lütz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen das war leider nichts, 4. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: BLUFF!: Die Fälschung der Welt (Taschenbuch)
Manfred Lütz war für mich eine Zufallsentdeckung, als ich mir sein Buch "Irre!" eher aus einer Laune heraus zulegte, und vom Inhalt positiv überrascht wurde. Nicht nur erschien es mir inhaltlich überzeugend aufgearbeitet, Lütz selbst erschien mir als mit dem Herzen bei der Sache, während ich seinen Überlegungen folgte.

Auf diese Weise sah ich nun der Lektüre von "Bluff!" sehr positiv entgegen. Leider wurde ich enttäuscht. Lütz greift zentrale Themen auf, bearbeitet sie allerdings wenig detailliert und recht einseitig. Das bewegt sich noch weitgehend im vertretbaren Rahmen, da er seiner vergleichsweise ausführlichen Kritik doch immerhin kurze Anmerkungen hinzugesellt, es gäbe natürlich auch gutes darüber zu sagen. Es ist, denke ich, in Ordnung, in einem an ein breites Publikum gerichteten Buch in erster Linie einen klaren Kurs beizubehalten. Und wenn Lütz mit humorvollem Scharfsinn das "Burnout"-Phänomen seziert, oder das brisante Thema "Legenda nera" aufgreift, stellt er deutlich unter Beweis, daß auch ein kleines Buch Größe haben kann.
Hingegen wird im Verlauf allmählich unangenehm offenkundig, daß hier neben der solide geratenen Milieu-Analyse eine Intention eingeschlichen wird, die doch bemerkenswert platt geraten ist: befreie dich von den Scheinwelten, öffne dich für das Existentielle, und du wirst Gott begegnen. Nein, platt formuliert er es nicht, scheint diesen Eindruck gegen Ende auch noch etwas relativieren zu wollen, aus meiner Sicht sind diese Versuche allerdings wenig überzeugend.

Manfred Lütz bleibt dabei wahrhaftig und sympathisch, von religiösem Eifer keine Spur. Diese bemerkenswerte, unverhohlene Geradlinigkeit ist dabei deutlich lobend zu erwähnen. Ein echte Ärgernis hingegen ist die offenbar aus purem Mangel an Einblick resultierende Grundhaltung, Atheismus sei eine Folge dieser schadhaften Scheinwelten, und vor allem per se defizitär. Daß es außerhalb des Vorstellungsvermögens des Autoren zu liegen scheint, daß sich existentielle Erfahrungen gänzlich areligiös bewältigen lassen, und es ein Leben jenseits des Gut-/Böse-Dualismus gibt, sei ihm nachzusehen. Ich hätte ihm nur eigentlich zugetraut, über so einen Irrtum erhaben zu sein. Jedenfalls fällt sein "Finale", in dem er nun eine Lösung anbieten möchte, unfreiwillig missionarisch aus. Leider.


Die Massenpsychologie des Faschismus
Die Massenpsychologie des Faschismus
von Wilhelm Reich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 6,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen untrennbar verknüpft mit dem Lebenswerk des Autoren, 22. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser sperrige Titel verweist auf ein zentrales Problem, das sich bei der Bewertung dieses Buches ergibt: es ist eingebettet in das Wirken von Wilhelm Reich und fällt zwangsläufig befremdlich für jeden Leser aus, der aufschlußreiche Informationen zum Thema Massenpsychologie, Faschismus oder über das dritte Reich aus dem Buch ziehen möchte. Und sich unversehens einem Wortgewitter gegenübersieht, in dem zu weiten Teilen die Ideen von Arbeitsdemokratie und Sexualökonomie diskutiert werden, die sich meilenweit entfernt davon bewegen, was man gegenwärtig an Informationen zum dritten Reich aus dem Schulunterricht zieht. Dabei klingen, in dieser überarbeiteten Fassung, auch immer wieder die Konflikte an, die Reich mit der Psychoanalytischen Vereinigung oder der kommunistischen Partei austrägt, denen er einerseits viele Impulse seines Gedankengebäudes verdankt, andererseits aber auf eine Weise weiterentwickelt hat, die ihn schließlich von diesen Wurzeln entfremdeten. Zudem gerät durch die Überarbeitung auch die Chronologie aus den Fugen, und so verwirrt es mitunter, wenn Betrachtungen aus den frühen 30'er und den späten 40'er Jahren wechselseitig auftreten.

Inwiefern Reich's Rekonstruktion der Natur des Faschismus oder des Antisemitismus (den er, entgegen etablierter Lehrmeinung, nicht wesentlich von jeder anderen Xenophobie unterscheidet) stattzugeben ist, möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Dazu mag man sich eine eigene Meinung bilden. Viele seiner Ansichten wirken aus heutiger Sicht befremdlich, wie eben auch die Psychoanalyse selbst oder der dialektische Materialismus Marx' aus heutiger Sicht zwar Anerkennung erfahren, aber vorwiegend historische Anerkennung, ohne daß ihnen noch besonderer Nutzen zugesprochen werden würde. Reich hatte aus meiner Sicht beiden Schulen schon seinerzeit mit bemerkenswerter Genauigkeit ihre Schwächen aufgezeigt, mit der festen Absicht, ihre zeitlosen Eigenschaften vor dem Verfall zu bewahren, denen sie inzwischen auch tatsächlich anheimgefallen sind. Und hierin ist die Stärke dieses Buches zu suchen. Genauer gesagt, die Stärke seines Lebenswerkes, das u.a. in diesem bekannteren seiner Werke zum Ausdruck kommt.

Nun hatte ich selbst dieses Buch schon vor einiger Zeit bestellt, und nach kurzer Lektüre auch schon wieder beiseite gelegt. Zu sperrig, zu entrückt, zu wenig an historischen Tatsachen orientiert erschien es mir zu sein, und es schien mir den Aufwand nicht zu lohnen, mich durch etwas hindurch zu quälen, was keinen offenkundigen Benefit abzuwerfen schien. Nachdem ich dann, aus anderer Motivation heraus, sein Buch "Die Funktion des Orgasmus" las, war ich aber davon überzeugt, etwas Großes vor mir zu haben, und ich beschloss, seine Bücher in chronologischer Reihenfolge anzugehen. Beginnend beim "triebhaften Charakter", über andere noch erhältlich frühe Schriften, um schließlich wieder Zwischenstopp bei der "Massenpsychologie des Faschismus" zu machen. Das sich mir nun in einem ganz anderen Licht präsentierte, da ich nun den roten Faden kannte, den es in dem Buch nachzufolgen gilt.
Dieses Buch steht (leider) nicht für sich. Es ist eingebunden in die von Reich entwickelte Perspektive, die sich folgerichtig durch den Faschismus pflügt und an diesem konkreten Beispiel seine Richtigkeit bezeugt. Ohne Kenntnisse zur Psychoanalyse, insbesondere dessen Ausrichtung durch Reich, fehlt einem aber der "methodische Teil", der für gewöhnlich jeder wissenschaftlichen Arbeit vorangestellt wird, um den Leser davon in Kenntnis zu setzen, wie gearbeitet wurde, und wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Und so bleiben auchdie gelegentlich eingestreuten Lehrsätze blass und wirken geradezu beliebig, zumindest für kritische Leser mit geringer Suggestibilität, die mehr erwarten als nur schöne Worte.

Schweren Herzens kann ich also nur sehr eingeschränkt empfehlen, dieses Buch zur Hand zu nehmen, wenn einem die Arbeit von Wilhelm Reich nicht weiter interessiert. Es wirft dann zu wenig ab respektive hält es zu vieles im Verborgenen. Es hat für sich keinen wegweisenden Charakter sondern mutet dann eher als Kuriosum an. Für dem Autor zugeneigte Leser hingegen ist dieses Buch ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Gesamtbild von Reich's Lebenswerk und als solches unverzichtbar.
Für den Teil der Interessenten, die unschlüssig sind, ob sie sich mit Wilhelm Reich befassen sollten, möchte ich einen Abschnitt aus der Eröffnung des Buches zitieren:

"In der oberflächlichen Schichte seines Wesens ist der durchschnittliche Mensch verhalten, höflich, mitleidig, pflichtbewusst, gewissenhaft. Es gäbe keine soziale Tragödie des Menschentiers, wenn diese oberflächliche Schichte des Wesens mit dem tiefen natürlichen Kern unmittelbar in Kontakt wäre. Dies ist nun tragischerweise nicht der Fall: Die oberflächliche Schichte der sozialen Kooperation ist ohne Kontakt mit dem tiefen biologischen Kern der Person; sie ist getragen von einer zweiten, einer mittleren Charakterschichte, die sich durchwegs aus grausamen, sadistischen, sexuell lüsternen, raubgierigen und neidischen Impulsen zusammensetzt. [...] das antisoziale im Menschen, als sekundäres Resultat der Unterdrückung primärer biologischer Antriebe [...].
Dringt man durch diese zweite Schichte des Perversen tiefer ins biologische Fundament des Menschentieres vor, so entdeckt man regelmäßig die dritte und tiefste Schichte, die wir den "biologischen Kern" nennen. Zutiefst, in diesem Kern, ist der Mensch ein unter günstigen sozialen Umständen ehrliches, arbeitsames, kooperatives, liebendes oder, wenn begründet, rational hassendes Tier. Man kann nun in keinem Falle charakterlicher Auflockerung des Menschen von heute zu dieser tiefsten, so hoffnungsreichen Schichte vordringen, ohne erst die unechte scheinsoziale Oberfläche zu beseitigen. Fällt die Maske der Kultiviertheit, so kommt aber zunächst nicht die natürliche Sozialität, sondern nur die perverssadistische Charakterschichte zum Vorschein.
Díese unglückselige Strukturierung ist dafür verantwortlich, daß jeder natürliche, soziale oder libidinöse Impuls, der aus dem biologischen Kern zur Aktion vordringen will, die Schichte der sekundären perversen Triebe zu passieren hat und dabei abgebogen wird. Diese Abbiegung verändert den ursprünglichen sozialen Charakter der natürlichen Impulse ins Perverse und zwingt derart zur Hemmung jeder echten Lebensäußerung."

Wer darin etwas wiedererkennt, das zu ergründen lohnenswert scheint, ist herzlich dazu eingeladen, sich auf die Reise zu begeben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2016 3:13 PM CET


Telekinese und Materialisation: Das Buch der Gedankenkraft und Verkörperung
Telekinese und Materialisation: Das Buch der Gedankenkraft und Verkörperung
von Musallam Dr.
  Broschiert
Preis: EUR 12,60

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch für ... wen?, 22. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das schmale Büchlein mit knapp 80 Seiten Umfang und mit augenfreundlich großen Lettern, bietet wenig Inhalt für vergleichsweise viel Geld. Diesem Missverhältnis wird für gewöhnlich durch Qualität Rechnung getragen. So sollte man meinen. Tatsächlich wird in dem Buch hauptsächlich diskutiert, was betontermaßen NICHT Inhalt des Buches sein sollte: die aus Sicht des/der Autoren misslungene Feldforschung des Dr. Schreck-Notzing, der sich von Illusionisten hinters Licht führen ließ und dem Ruf des Okkultismus damit unfreiwillig Schaden zufügte. So weit so gut - für die, die es interessiert. Das Buch heißt aber offenkundig nicht "Die Verfehlungen des Schreck-Notzing" sondern "Telekinese und Materialisation". Und dann würde ich auch gerne etwas zu ebendiesem Thema lesen, und nicht auf 50 von 80 Seiten lediglich einen Verriss der Experimente des besagten Herren.

Als dann nun im letzten Drittel des Buches tatsächlich zum Thema selbst etwas zu lesen ist, beschränkt sich dies auf Märchen, grobe Analysen des Shintoismus und das knappe umreissen sog. seriöser Experimente, wobei auf Details, Quellenangaben oder Angaben für weiterführende Literatur konsequent verzichtet wird (außer natürlich der verlagseigenen Literatur, die allerdings lediglich durch Titel und Bildchen beworben wird und keine Struktur erkennen läßt, an der man sich orientieren könnte).

Im Überblick also mag die berechtigte Frage auftauchen, wofür ich nun überhaupt einen zweiten Stern vergeben habe. Damit möchte ich die schöne Geschichte honorieren, die Fr. Amakutschi über ihr Leben erzählt, die zwar nicht gerade eine glaubhafte, aber eben doch eine schöne Geschichte ist. Und obgleich an inhaltlichen Impulsen gespart wurde, liefert der Text doch hinreichend Verweise, denen man in Eigenrecherche nachgehen kann. Zudem ist von beiden Mitwirkenden im allgemeinen wenig an (v.a. deutscher) Literatur zu finden, weshalb vielleicht anzuerkennen ist, daß dieser Verlag das tut.

Insgesamt muß ich aber dringend davon abraten, Geld in dieses Buch zu investieren, wenn man sich darüber belesen möchte, das dieses Buch zu beinhalten lediglich vorgibt. Wer gezielt nach den Autoren Ausschau gehalten hat, hat aber möglicherweise Verwendung für dieses Buch.


Resident Evil - Revelations - [PC]
Resident Evil - Revelations - [PC]

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zurück zur Qualität, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hätte ich nach der ersten halben Stunde ein Fazit formuliert, es wären nicht mehr als 3 Sterne drin gewesen. Die sehr maue Grafik, die träge Spielmechanik und die einfältige Story erinnern eher unangenehm an vergangene Spieltage, und beinahe hätte ich mir gewünscht, man hätte sich weniger an den alten Titeln (Resident Evil 1-3/Code: Veronica/Zero) orientiert. Doch das Spiel gewinnt mit jeder weiteren Episode an Fahrt.
Jeder Level wird zu zweit beschritten, den Partner übernimmt dabei der Computer. Wir begehen zunächst ein verlassenes Schiff auf dem Meer, suchend nach Teamkollegen, zu denen der Kontakt abgerissen ist. Hintergrund ist ein versunkenes Utopia, eine solarbetriebene Stadt, die von Bio-Terroristen durch einen Virus bedroht und auf dem Gipfel der Krise komplett zerstört wurde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Aber etwas hat überlebt ...
Auf dem Schiff erwarten uns grausig entstellte Mutationen, denen wir uns mit Waffengewalt entledigen müssen. Der eingangs beruhigende Munitionsüberschuss ist trügerisch. Viele Areale werden wir erneut betreten müssen, und mit steigendem Spielfortschritt werden sie bald nicht mehr reichen. Mit Jill als erstem spielbaren Charakter finden wir eine erste Bekannte wieder, später werden wir Chris steuern.

Der Charakterwechsel ist bedingt durch die Erzählweise des Spiels, denn während das Gameplay an sich sehr geradlinig verläuft, wird die Geschichte dramaturgisch geschickt nonlinear und an unterschiedlichen Orten erzählt, an denen unterschiedliche Teams operieren, deren Handlungsstränge sukzessive zusammenwachsen und im Gesamtbild auf die Auflösung der Geschichte zusteuern. Wir wechseln am Ende jeder der Episoden jeweils den Ort und damit die Spielfigur.

Gespielt wird in typischer 3rd-Person-Manier, das Spieltempo ist jedoch als vergleichsweise behäbig zu bezeichnen. Wir jagen nunmehr keine klassischen Zombies mehr sondern verzerrte Monstren, die zuweilen mehr an "Silent Hill" erinnern. Neben diversen Schießeisen, die sich mittels auffindbarer Kits modifizieren lassen, tragen wir eine Art Scanner mit uns, mit dem wir zum einen verborgene Items ausfindig machen, vor allem aber unsere Gegner analysieren können. Durch diese Analyse können wir uns zusätzliche Gesundheitsboni verdienen. Denn der Charakter regeneriert nicht automatisch, jeder Energieverlust muß ausgeglichen werden. Hierzu ist allerdings kein Gesundheitsbalken angelegt, der Zustand wird visuell vermittelt, durch Farbverblassung und Blutspuren am Bildschirmrand. Wir müssen quasi schätzen, wie es uns geht, was den Einsatz der begrenzten grünen Kräuter interessanter gestaltet.

Back to the roots sind die aus den alten Teilen bekannten Türen, die sich nur mit bestimmten Schlüsseln öffnen lassen. Die Schlüssel erhalten wir in der Regel durch das niederstrecken besonders zäher Kreaturen, die uns besonderen Einsatz abverlangen.
Generell läßt sich die Frage, ob "Revelations" zurück zu den Wurzeln geht, mit Einschränkungen mit ja beantworten. Enge Räume und knappe Munition, die zuweilen das umgehen von Feinden erforderlich machen, ein gemäßigtes Spieltempo, und nur wenige Schocks, dafür aber ein anhaltend beklemmendes Gefühl ... ja, man fühlt sich zurückversetzt, trotz der augenscheinlich zunächst sehr ungewohnten Spielumgebung.

Durch die abwechslungsreiche Erzählweise und das ausgewogene Gameplay vermag das Spiel einen zu fesseln. Als Zusatz gibt es den schon erwähnten Raubzugmodus, der solo oder via Koop gespielt werden kann. Hier werden umschriebene Gebiete mit einem Charakter nach Wahl von Mutanten gesäubert. Durch diese Missionen lassen sich Punkte erspielen und selbige in weitere Ausrüstung investieren. Besondere Leistungen schalten zudem weitere Waffen und Charaktere frei. Dieser Spielmodus vermag dadurch ebenfalls zu motivieren und über die Story hinaus an den Bildschirm zu fesseln.

Im Überblick ein tolles Spiel. Altbacken, aber charmant, durchdacht, abwechslungsreich und mit langer Spielzeit. Es sind Kleinigkeiten, die mich davon abhalten, einen 5. Stern zu vergeben. Da wäre zunächst die Minikarte - sie rotiert nicht mit der Blickrichtung. Mich macht das wahnsinnig! Die im Menü aufrufbare Karte ist zudem unübersichtlich und umständlich zu bedienen. Die Orientierung wird einem unnötig erschwert.
Außerdem wäre technisch einfach mehr drin gewesen. Es ist okay, so wie es ist, aber bei so viel Luft nach oben ist das etwas bedauerlich.

Abgesehen davon hat mich seit Resident Evil 4 (und mit Abstrichen vielleicht auch noch 5), endlich wieder ein Resident-Evil-Titel vollends überzeugen können. Kann es wärmstens empfehlen.


Sniper Elite Zombie Army
Sniper Elite Zombie Army

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zombie, Zombie tralala!, 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Sniper Elite Zombie Army (Computerspiel)
In Kürze und auf den Punkt gebracht: das Spiel ist ein Fest! Rezensiert ist hier der ungeschnittene Originaltitel, da ich jedoch inzwischen in Erfahrung bringen konnte, daß abgesehen von verfassungsfeindlicher Symbolik (die ja nun nun wirklich niemand braucht) alle Inhalte hinübergerettet wurden, dürfte das repräsentativ sein für die deutsche Version.

Und nun in aller Ausführlichkeit zum Spiel: "Sniper Elite" hab' ich nie gespielt, reizt mich auch nicht. Und ja, ich geb' es zu, ich bin ein Opfer des zur Zeit höchst erfolgreichen "alles-worin-Zombies-vorkommen-verkauft-sich-wie-geschnitten-Brot"-Marketings. Aber hey, als ich vor 15-20 Jahren noch die mies produzierten Zombie-Filme unterm Ladentisch der Videothek meines Vertrauens wegkaufen musste und man mich meiner Sammlung wegen für' nen Freak hielt ... das waren harte Zeiten! Ich hab' mir diesen Zombie-Boom mehr als verdient! Endlich gibt's professionell produziertes Material, endlich sind sie angesagt!

Nun ja, jedenfalls dürfte einigen schon aufgefallen sein: Presse- und Usermeinungen über dieses Spiel gehen weit auseinander. Und das hat auch seinen Grund. Am schlimmsten ist der magere Umfang von gerade mal 5 Maps. Und Zombie-Massaker sind alles andere als originell. Dies dann auch noch ins dritte Reich einzubetten ist jenseits allen guten Geschmacks. Und Abwechslung gibt es praktisch keine.
Aber stellen wir dem die Stärken des Spiels gegenüber: es gibt nur 5 unterschiedliche Gegnertypen (4 reguläre, einen Endgegner), die sich jedoch (a) deutlich voneinander unterscheiden, (b) die rühmliche Eigenschaft besitzen, unterschiedliche Schwachpunkte zu haben und (c) so gut beherrschbar sind, daß sie nicht nerven. Die eigentliche Herausforderung besteht auch nicht darin, ein besonderes Vorgehen auszutüfteln, sondern vielmehr angesichts einer nicht versiegen wollenden Flut von Zombies die Nerven zu behalten und sich auf seine sauberen Schüsse zu konzentrieren.
Und das wird einem wahrlich nicht leicht gemacht. Vor allem im 4er-Koop, dem Herzstück des Spiels, sind es hunderte von Untoten, die unermüdlich vorrücken und kaum Zeit zum durchatmen lassen. Die düstere Umgebung, die bedrohliche Soundkulisse und das ständige druck-machen der Gegner machen es zu einer besonderen Herausforderung, mit Präzision vorzugehen.
Doch Präzision ist der Schlüssel zum Erfolg. Auf höchstem Schwierigkeitsgrad kann man sich kaum mehr Fehlschüsse leisten, stets sollte man die passende Waffe zur Hand haben und stets sollte das Projektil den empfindlichsten Teil des Gegners erwischen. Die Kill-Cam aus "Sniper Elite" unterstreicht dabei zum einen die morbide Spielwelt und macht die dringend erforderlichen Treffer zum Triumph.

Und so ist "Zombie Army" ein Schlachtfest der extravaganten Art. Wir wüten nicht mit der unkontrollierten Wut einer Kettensäge sondern schneiden uns mit der Eleganz eines Skalpells zum Ziel vor. Ein forderndes, knallhartes Inferno, daß einen ins Schwitzen bringt und nach geschlagener Schlacht mit entspannter Zufriedenheit zurücklässt.

Großer Wermutstropfen: online ist nicht viel los. Also kaufen. KAUFEN! Ich will mehr Mitspieler ... und mehr Maps. Hoffentlich kommen noch welche. Mehr DLC oder aus der Community. Aber dafür braucht's einfach viel mehr Mitspieler. Also bitte bitte bitte - kauft!


Bioshock: Rapture Run
Bioshock: Rapture Run

1.0 von 5 Sternen Betrug, 7. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bioshock: Rapture Run (App)
Entspricht der gleichnamigen App ohne "BioShock" im Titel, dort sind dann auch die eigentlichen Screenshots zu sehen. Obige Artworks sind irrefuehrend. Spiel selbst ist totlangweilig und fehlerhaft.


10" Zoll Tablet PC Android 4 (ICS) Webcam/WiFi Internet/HDMI/USB/Micro SD Mobiles Internetgerät mit Mikrofon und Kamera für Skype
10" Zoll Tablet PC Android 4 (ICS) Webcam/WiFi Internet/HDMI/USB/Micro SD Mobiles Internetgerät mit Mikrofon und Kamera für Skype

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guter Einstieg in die Welt der Tablets, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, mir ein Tablet zuzulegen, wollte allerdings nicht viel mehr als 100 Euro ausgeben. In der Preisklasse zwischen 80 und 150 Euro gilt es dabei einige Stolperfallen zu überwinden (geringe Auflösung, wenig RAM, schwacher Prozessor), und so stieß ich schließlich auf dieses Angebot, daß lediglich Zugeständnisse mit Hinblick auf internen Speicher vorwies, und da ich noch eine 16GB Micro-SD-Karte vorrätig hatte, erschien mir das kompensierbar. Daß das Gerät noch dazu einen 10''-Bildschirm hat, macht ihn in dieser Preisklasse zu einem echten Highlight.
Leider gab es noch keine Erfahrungsberichte zu diesem Tablet, und anhand der Daten der Produktbeschreibung läßt sich auch via Google nichts über dieses Tablet in Erfahrung bringen, so war die Bestellung ein Risiko.

Nun ist es da. Und ich bin positiv überrascht. Die technischen Daten stimmen (weitgehend), Android und Basis-Apps sind eingerichtet, der Einstieg konnte gleich beginnen. Die technischen Eckdaten des Gerätes sind in der Produktbeschreibung erfreulicherweise aufgeführt, ich kopiere sie dennoch der Übersicht halber noch einmal hinein:

- eingebautes WiFi, Micro SD Karte und HDMI Anschluss
- Cortex A9 1.5Ghz Processor, mit Mali-400 GPU
- 10.1", (entgegen der obigen Angaben steht bei mir: 1280x720 als Auflösung)
- 4GB eingebauter Speicherplatz
- Android Version 4.1.1 (nicht 4.0, wie angegeben)

Es ist zu betonen, daß ich zuvor keine Erfahrungen mit Tablets sammeln konnte, daher kann ich kaum Vergleiche anbieten und auch nicht beurteilen, was ein Tablet üblicherweise leisten sollte. Habe ein paar Mal ein iPad in Händen gehalten und mit einem Kindle Fire HD herumgespielt, ansonsten sind es nur mein Kindle Paperwhite und mein Samsung Galaxy Mini, die zumindest Ähnlichkeiten mit einem Tablet-PC haben.

Zu meinen Beobachtungen: der Bildschirm hat wenig Leuchtkraft, die Auflösung ist okay, jedoch nicht vergleichbar mit dem scharfen Bild eines iPad. Der Blickwinkel darf nicht wesentlich verändert und direkter Lichteinfall sollte vermieden werden. Farben und Kontraste sind hinreichend ausgeprägt, um auch Filme mit Genuss sehen zu können. Auf Berührung reagiert der Bildschirm leicht und präzise. DIe Arbeit mit der virtuellen Tastatur funktioniert problemlos.

Anwendungen wie der Internet-Browser, Foto/Video-Galerie, Messenger laufen flüssig, als Daddelkind hab' ich mir auch gleich einige Spiele über den vorinstallierten Google App-Store gezogen und bin positiv überrascht, wie flüssig 3D-Spiele laufen (getestet hatte ich: "Into The Dead", "Highway Derby", "Zombie Frontier").

Die Settings sind übersichtlich, die Bedienung mit dem vorinstallierten Android 4.1.1 Jelly Bean (die Produktbeschreibung scheint nicht mehr aktuell zu sein) gleingt auch ohne Vorkenntnisse intuitiv. Die Einrichtung der WLAN-Verbindung verlief anstandslos und der Empfang ist gut und stabil. Wie es sich mit einem Dongle vierhielte, kann ich nicht beurteilen, da ich etwas derartiges nicht habe.
Die Kamera ist ... naja, eher ein Spielzeug, höchstens als Webcam zu gebrauchen. Mehr wurde ja aber auch nicht versprochen.
Der Akku hält in Ruhe über mehrere Tage, bei Dauerbeanspruchung (etwas abhängig von der jeweiligen Aktivität) ca. 4 Stunden.
Das Tabelt als ganzes wirkt solide verarbeitet, ist angenehm schlicht und liegt gut in der Hand. Für die Anschlüsse hätte ich mir eine Abdeckung gewünscht.

Im Überblick ein Tablet, mit dem man gut online gehen, Fotos und Videos betrachten und ohne weiteres auch ein bisschen daddeln kann. Damit erfüllt es genau meine Ansprüche, und das zu einem sensationell günstigen Preis. Für Enthusiasten mit großer Sicherheit kein Thema, die würden sich auch vermutlich gar nicht erst hierher verirren. Wer, wie ich, ein modernes Spielzeug haben will, daß trotz niedrigen Preises noch hinreichend viel Leistung bringt, könnte damit Freude haben.
Da der Bildschirm allerdings die Schwachstelle des Gerätes ist, könnte es unter Umständen lohnen, eher ein Tablet mit weniger Leistung und dafür besserer Bildqualität zu nehmen.


Dishonored: Die Maske des Zorns (100% Uncut) - [PC]
Dishonored: Die Maske des Zorns (100% Uncut) - [PC]
Wird angeboten von Kunoyo
Preis: EUR 9,90

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thief meets Bioshock, 5. April 2013
Dishonored ist das Gemälde unter den Spielen. Eine Sinfonie. Nein wirklich, dieses Spiel ist etwas ganz besonderes, es gehört der aussterbenden Sorte von Spielen an, die für sich stehen, die eine eigene, lebendige, durchdachte Spielwelt haben, in der man, geführt vom Handlungsstrang, genügend Spielraum für freies Erkunden hat. In dem jedes Spielelement einen Sinn ergibt. In dem Handlung und Gameplay eng miteinander verwoben sind. Das bewährte Spielelemente nicht einfach kopiert sondern zu einem eigenständigen Konzept weiterentwickelt.

Doch beginnen wir von vorn. Beginnen wir mit dem tragischen Attentat auf die Kaiserin und der Entführung ihrer Tochter, der Thronerbin. Wir werden unmittelbar Zeuge dieser Tragödie, die wir vergeblich zu verhindern versuchen, und werden als willkommener Sündenbock zum Schuldigen erklärt durch die nun nachrückende Machtelite. Doch uns gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, unterstützt von Helfern, die sich uns bald als die Kaisertreuen vorstellen, und die mit unserer Hilfe das Kaisertum mit der rechtmäßigen Thronerbin wiederherstellen wollen.
Dazu werden wir auf diverse Missionen geschickt, in denen es in erster Linie darum geht, Personen zu retten, auszuschalten oder zu entführen. Wie wir das anstellen, ergibt sich im Laufe der Mission durch unser Vorgehen. Wir können uns straight zum Ziel vorarbeiten, unseren Job erledigen und wieder untertauchen - oder aber wir erkunden das Gebiet und finden alternative Wege und Möglichkeiten, häufig sogar bekommen wir die Möglichkeit, Kontakte mit bis dato unerwähnten Personen zu knüpfen, die für Gefälligkeiten ihre Unterstützung garantieren.

Es steht uns offen, entweder im Verborgenen zu agieren oder aber offensiv alles niederzumetzeln, was uns von der Zielperson trennt. Dazu steht uns zum einen konventionelles Waffenarsenal zur Verfügung, zum anderen übermenschliche Fähigkeiten wie teleportieren, Zeit anhalten, das Kontrollieren von Lebewesen und anderes mehr. Waffen wie Magie werden auf die linke Hand gelegt, während die andere unveränderlich unser Hauptwerkzeug, den Dolch, umklammert hält. Um die magischen Fähigkeiten zu erlangen, benötigen wir Runen, die in den Level verborgen sind und auf unsere Entdeckung warten. Als dritte Säule unserer Fähigkeiten können wir ebenfalls sog. Knochenartefakte aufstöbern, die passive Fähigkeiten ein wenig aufbessern.
Die Spielhandlung hält einige Überraschungen bereit, und es bereitet besonderen Spaß, Personen und Nebenmissionen im Alleingang zu entdecken, daher sei zum Spielablauf nichts weiter verraten. Stattdessen nun einige Worte zu Spielwelt, Gameplay und Technik.

Die Geschehnisse sind angesiedelt in einer Parallelwelt zur Zeit der Industrialisierung. Altertümliche Bauten und dekadente Aristokratie bestehen neben Elektrizität und metallischen Fahrzeugen. Hauptproblem der Stadt sind Ratten, die eine unbekannte Seuche in der Stadt verbreiten, welche Menschen zu willenlosen, tierhaften Geschöpfen macht. Und es wird mit extremen Mitteln dagegen vorgegangen. Interessanterweise hat das eigene Vorgehen Auswirkungen auf das Aufkommen von Ratten und Erkrankten, sog "Weinern". Je mehr Leichen den eigenen Weg pflastern, umso schlimmer ist die Stadt von beidem betroffen. Neben der Abschlußbewertung und dem möglichen Spielende ein weiterer Anreiz, diskret vorzugehen.
Allgemein wird man ungewöhnlich eindringlich in die Verantwortung genommen. Das Überleben von Zielpersonen bestimmt den Spielverlauf zum Teil erheblich. Und ich erinnere mich gut, als ich zu Beginn einen Wachmann meuchelte und anschließend von der Stadtwache gestellt wurde mit den Worten: "du hast gerade eine Frau zur Witwe gemacht, du Schwein!". Diese unerwartete Moralkeule hatte gesessen. So wollte ich mein Spiel nicht gestalten, als Witwenmacher. Ich bin kein Freund von schleichen. Mag's laut und aggressiv. Aber dieses Spiel drängt einen dazu, mit Vorsicht zu agieren. Und die klug gestalteten magischen Fähigkeiten lassen ein kreatives spielen entstehen, das irgendwann jede tödliche Aktion sinnlos und langweilig erscheinen läßt. Großes Lob dafür.

Technisch kommt es ein wenig altbacken daher, zumindest wenn man die falschen Maßstäbe ansetzt. Denn es ging den Gestaltern ganz offensichtlich nicht um eine fotorealistische Nachbildung der Realität, sondern um eine künstlerische Ausgestaltung, die stark an die malerischen Comics erinnert, wie man sie vor allem aus der französischen Comic-Szene kennt.
Die Spielwelt ist zudem äußerst lebendig gestaltet. Es herrscht Betrieb auf den Straßen, die Menschen unterhalten sich (und geben dabei manchmal nützliche Informationen preis) und verhalten sich weitgehend authentisch. Die akustische Ausgestaltung ist gelungen und trägt die Atmosphäre wesentlich mit.

Im Überblick gibt's einfach absolut nichts zu beanstanden. Ein Spiel wie aus einem Guss, ohne Spannungseinbrüche, ohne unnötige Laufwege, in jeder Hinsicht originell und herausragend. Insgesamt habe ich rund 13 Stunden an Spielzeit darauf verwendet, was im Vergleich zu den meisten Veröffentlichungen der Gegenwart ebenfalls sehr positiv zu bewerten ist. Und mir ist in der ganzen Zeit kein Bug untergekommen, angesichts der halboffenen Spielwelt ebenfalls sehr löblich und nicht selbstverständlich.
Und so sehe ich keinen Anlaß, weniger als die volle Punktzahl zu geben. Mehr von solchen Spielen. Dieses hier ist jeden Cent wert gewesen.

Ach ja, wichtig zu erwähnen, da für einige Kunden kaufentscheidend: Dishonored ist an Steam gebunden. Für mich persönlich kein Problem, daher auch keine Abwertung, aber wer das anders sieht, sei auf diesen Umstand dennoch hingewiesen.


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