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Rezensionen verfasst von
Openuser

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Strategie des Managements komplexer Systeme: Ein Beitrag zur Management-Kybernetik evolutionärer Systeme
Strategie des Managements komplexer Systeme: Ein Beitrag zur Management-Kybernetik evolutionärer Systeme
von Fredmund Malik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 78,00

3.0 von 5 Sternen provokante Frage, 11. Februar 2016
Ich habe das Buch jetzt nicht gelesen, nur geblättert, ich stelle eine Frage: Wem nutzen solche Bücher?
Ich arbeite in einem DAX-Konzern. Unser Vorstand beschäftigt sich mit sowas ganz sicher nicht, das merkt man.
Aber auch das mittlere Management hat andere Sorgen, die erstellen Rankings auf Basis irgendwelcher Kennzahlen, das reicht denen.
Unsere Politiker dürften auch kaum Zeit haben, das zu lesen. Also nochmal: Außerhalb des Hochschulbereichs: Wer nimmt das zur Kenntnis, was da im Buch steht?


Einführung in die theoretische Philosophie (Lehrbuch)
Einführung in die theoretische Philosophie (Lehrbuch)
von Hübner Johannes Hübner Johannes
  Broschiert
Preis: EUR 24,95

5.0 von 5 Sternen Solche Lehrbücher gab es vor 20 Jahren noch nicht., 30. Januar 2016
Ich stimme dem Vor-Rezensenten in allen Punkten zu. Zwischen 2 Buchdeckeln findet man Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Metaphysik und Philosophie des Geistes. Von Hübner Johannes besitze ich schon sein Lehrbuch in die Ethik, auch sehr empfehlenswert.
Leider habe ich schon den Grundkurs Philosophie von Detel gekauft (5 Bände, Reclam, zusammengenommen auch nicht günstiger).
Würde ich mich zwischen Detel und Hübner entscheiden müssen, würde ich mich für Hübner entscheiden, sowohl inhaltlich als auch vom Format her einfach besser zu lesen als Detel. Lehrbücher in die Erkenntnistheorie besitze ich einige, daher kann ich sagen, dass das Kapitel in Hübner auch ganz hervorragend ist.Seltsamerweise gibt es kaum Lehrbücher für Metaphysik in deutscher Sprache, daher kann man über das Kapitel in Hübner auch sehr glücklich sein. Hübners Buch ging selbstverständlich aus Vorlesungen hervor, ist daher für das Studium sicherlich brauchbar, aber auch Hobbyphilosophen wie ich können es gut lesen und verstehen. Es ist didaktisch gut aufgearbeitet mit Rahmen, Fettdruck, Wiederholungen, farbliche Unterlegungen usw. Rundherum also empfehlenswert.


Ich ist nicht Gehirn: Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert
Ich ist nicht Gehirn: Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert
von Markus Gabriel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hochgeschwindigkeitsphilosophie, 28. Januar 2016
Am Donnerstag, den 28.01.2016, ist in der Wochenzeitung "Die Zeit" eine Rezension vom Philosophen Michael Pauen erschienen. Pauen beschäftigt sich schon sehr lange mit der Philosophie des Geistes, dürfte daher sehr kompetent sein.Pauen wirft Gabriel vor, sich mit Strohmännern auseinanderzusetzen, und eben nicht mit den besten, verfügbaren Argumenten.Nach Gabriel würde sich z.B. der Philosoph Rosenthal in einen Regress verstricken. Nach Pauen umgeht aber der echte Philosoph dieses Regress elegant. Für eine differenzierte Argumentation nimmt sich Gabriel keine Zeit, das wäre zu anstrengend und zeitraubend. Die Meinung von Pauen deckt sich in etwa mit den anderen Rezensionen hier auf dieser Seite.

Nach meiner eigenen Meinung denkt Gabriel rein geisteswissenschaftlich. Er ist hochintelligent, hat sich aber scheinbar nie mit Biologie und Darwinismus eingehend beschäftigt. Eine Auseinandersetzung damit könnte Gabriel wieder "erden".
Außerdem habe ich den Eindruck, dass Gabriel seinen wachsenden Bekanntheitsgrad dazu nutzt, um in immer schnellerer Folge Bücher vorzulegen. Ich fand seine früheren Bücher "An den Grenzen der Erkentnistheorie", "Die Erkenntnis der Welt", und vor allem "Skeptizismus und Idealismus in der Antike" wahnsinnig gut. Das vorliegende Buch scheint mir wesentlich weniger gründlich durchdacht zu sein.

Inwiefern dieses Buch aufbaut auf Gabriels Sinnfeldontologie kann ich nicht sagen. Mir ist aber noch der Hinweis wichtig, dass sich im Philosophischen Jahrbuch seit 2013 ein Disput nachlesen lässt zwischen Gabriel und 7 professionellen Philosophen, in der neuesten Ausgabe antwortet Gabriel auf die Attacken dieser Philosophen. Das hat allerhöchstes Niveau, und man sieht, dass Gabriel sehr ernst genommen wird. Das vorliegende Buch aber scheint er nicht sehr gründlich durchdacht zu haben.


Theorien der Intentionalität im Mittelalter (Klostermann RoteReihe)
Theorien der Intentionalität im Mittelalter (Klostermann RoteReihe)
von Dominik Perler
  Taschenbuch
Preis: EUR 32,00

5.0 von 5 Sternen Jede Erkenntnis erfolgt durch eine Angleichung des Wissenden an das Gewusste (Thomas von Aquin), 20. Januar 2016
Das Pendant zu "Skeptische Debatten im Mittelalter", siehe meine Rezension dort. Ein paar Jahre früher geschrieben, im Jahr 2001. Daher gilt alles, was ich dort über Perler ganz allgemein geschrieben habe, auch hier.

Man könnte den Band auch als Einführung in die Intentionalitätstheorien insgesamt lesen. Denn Perler kontrastiert die mittelalterlichen Theorien mit den neueren Theorien, bis zu John Searle. Der Band beginnt und endet mit Brentanos Theorie der intentionalene Inexistenz, Perler erläutert Brentanos Standpunkt so auführlich und verständlich, wie ich es vorher noch nie gelesen habe.
Im folgenden werden mehrere einflussreiche Modelle, aus der Zeit zwischen 1250 bis 1330, u.a. von Thomas von Aquin, Dietrich von Freiberg, Duns Scottus und das alternative Zeichen-Modell von Wilhelm von Ockham vorgestellt.

Immer wieder zeigt Perler, dass diese Theorien nur verständlich sind vor dem Hintergrund des aristotelischen metaphysischen Weltbildes und der Seelenvermögen. Nämlich weil man beim Wahrnehmen und Denken intelligibel Formen ohne Materie aufnimmt.
Die mittelalterlichen Autoren zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie das Homunculus-Problem vermieden haben, es ist immer der ganze Mensch, der etwas wahrnimmt oder denkt, und nicht das Wahrnehmungsvermögen oder der Intellekt oder das Gehirn. Darüber hinaus reduzierten diese Autoren Intentionalität nicht auf sprachliche Äußerungen, wie es die moderen Philosophie teilweise macht. Es gibt auch die Intentionalität der Wahrnehmung (man sieht etwas) und Intentionalität beim Denken (an etwas denken). Und besonders wichtig drittens: Diese Autoren wußten, dass eine genetische Erklärung, also wie intentionale Akte zustande kommen, nicht ausreicht.Denn die Kernfrage ist doch: Wie gelingt es überhaupt, sich auf etwas zu beziehen?

Perler geht sehr ins Detail, aber gerade das ist notwendig, um ein Gefühl dadür zu vermitteln, wie mittelalterliche Philosophen gedacht haben und was wir heute vielleicht noch von ihnen lernen können. Die üblichen Philosphiegeschichten (Precht, Schupp, Kenny, Röd) gehen nur mit wenigen Sätzen auf diese Dinge ein, zwangsläufig bleibt alles fremd, undeutlich, unverständlich verwunderlich. Bei Perler hingegen hat man das Gefühl nachvollziehen zu können, warum diese Denker so gedacht haben, wie sie es taten.


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Wird angeboten von CSL-Computer
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen leicht zu bedienen, 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bei meiner letzten Zeitschaltuhr habe ich die Bedienungsanleitung verloren. Ohne diese war es wirklich schwierig, die Programmierung noch vorzunehmen. Bei dieser Zeitschaltuhr braucht man keine Anleitung. Die Programmierung ist sehr leicht.


Ravensburger 12057 - Girly Girls Edition - Agatha Ruiz de la Prada: Blumenvase, 216 Teile 3D Puzzle
Ravensburger 12057 - Girly Girls Edition - Agatha Ruiz de la Prada: Blumenvase, 216 Teile 3D Puzzle
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Sieht toll aus, 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor dem Kauf war mich nicht klar, wie dieses Produkt wasserdicht sein soll. Lösung: In der Vase steckt ein Plastikbecher.
Die Vase ist gross, zieht wirklich schön aus. Klar, den Puzzle-Spass hat man nur einmal. Aber meine Tochter ist
stolz auf die Vase, sie stellt immer Blümchen rein. Ich habe schon Spielzeuge gekauft, die weniger genutzt worden sind als diese Vase für ein paar Euro.


Geldbörse mit Reißverschluss - Münzfach Rindsleder schwarz
Geldbörse mit Reißverschluss - Münzfach Rindsleder schwarz
Wird angeboten von dhv-lederwaren
Preis: EUR 24,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Qualität, 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich benutze die Börse jetzt seit 6 Monaten, noch keine Beschädigung entdeckt. Endlich ein Münzfach, aus dem keine Münden herausfallen.
Das hat aber auch einen Nachteil: Das Münzfach ist recht klein, das Suchen einzelner Münzen ist schwierig. Dennoch überwiegen für mich die Vorteile die Nachteile. Ich würde die Börse nochmal kaufen.


Allein gegen die Schwerkraft: Einstein 1914 - 1918
Allein gegen die Schwerkraft: Einstein 1914 - 1918
von Thomas de Padova
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu wenig über Einstein, 8. Januar 2016
Ich schließe mich der Meinung des Rezensenten Gold Alfred an.

Ich fahre einen Dacia, und bin damit grundsätzlich zufrieden. Steige ich aber einmal in einen BMW X 3, ist dann doch ein deutlicher Unterschied festzustellen. Ähnlich ist es bei Büchern. Die 5-Sterne Rezensenten scheinen das Buch von de Padua nicht verglichen zu haben mit anderen Büchern über Einstein, beispielsweise mit Fölsings Biografie aus dem Jahr 1993. Obwohl Fölsings Werk in die Jahre gekommen ist und überarbeitet werden sollte, kann de Padua in keiner Weise damit konkurrieren. Man vergleiche einfach das Kapitel "Als Pazifist in Preußen" aus Fölsing mit dem Text von de Padua.

De Padova schreibt mehr über den 1. Weltkrieg als über Einstein selber und die ART. Es gibt zahlreiche Seiten zum Ausbruch des Weltkrieges, es gibt sogar ein Abschnitt über Verdun, Fotos von Schlachtfeldern, Flugzeugen, bis hin zur Revolution. Aber deshalb wird man das Buch nicht lesen mögen, 2014 sind über den Weltkrieg fundierte Darstellungen erschienen. Es gibt ein paar interessante Abschnitte, wie sich der Weltkrieg auf Leben und Arbeiten der Berliner Physiker und auch Einstein ausgewirkt hat, das sei zugegeben. Aber vieles geht einfach am Thema vorbei.
Über die ART schreibt de Padova sehr populär, es geht um Raumschiffe, Borduhren, ruhende und bewegte Lichtstrahlen, Fahrstühle, Zwillingsparadoxon, über alles wurde in anderen populären Büchern und Zeitschriften schon tausende Mal geschrieben, als Vergleichsreferenz kann man vielleicht Texte der Zeitschrift PM heranziehen.

Da sich de Paduva auf die Zeit zwischen 1914 - 1918 beschränkt, bleiben wesentliche Teile von Einsteins Leben und seinem wissenschaftlichen Werk natürlich unerwähnt. So erfährt man nichts über die 4 berühmten Publikationen im Jahr 1905, Einsteins "annus mirabilis" oder über die berühmte Zeit beim Patentamt oder die Akademie Olympia und der Hume-Lektüre oder über sein späteres, sehr bewegtes Leben. Einstein hat soviele Facetten, sein Humanismus, seine Schlichtheit aber auch seine Güte, trotzdem konnte er sehr verletzend sein. Fölsing malt alles ausführlich aus, das Bild von de Paduva wirkt im Vergleich dazu sehr blass.

Fölsing beschreibt, wie Einstein bereits im November 1907 die ersten Schritte zur ART machte, de Padua steigt erst mit dem Jahr 1913 ein, viel zu spät. Die ART ist Einstein nicht von jetzt auf nachher eingefallen, er hat jahrelang darüber nachgedacht.

Natürlich ist es legitim, sich beim Schreiben auf einen Zeitraum zu beschränken, wie es de Padua getan hat (1913 bis 1918). Aber der Leser muss dann auch wissen, das er nur einen ganz kleinen Ausschnitt gezeigt bekommen hat, möglicherweise nicht mal den interessantesten.


Geschichte der Philosophie: Von den Anfängen bis zur Gegenwart und Östliches Denken (Fachbuch Metzler)
Geschichte der Philosophie: Von den Anfängen bis zur Gegenwart und Östliches Denken (Fachbuch Metzler)
von Helferich Christoph Helferich Christoph
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen gute einbändige Philosophiegeschichte, 7. Januar 2016
Ich habe mir fast alle Geschichten der Philosophie angeschaut oder gekauft, vom Röd (20 Bände) bis Dtv-Atlas. Ich muss die Werke in eine Reihenfolge bringen, kann nicht immer 5 Sterne vergeben. Für Helferich gebe ich gerne 4 Sterne. Aus folgendem Grund: Ich habe das Gefühl, dass der Inhalt dieses Fachgebietes nicht mehr gut zwischen zwei Buchdeckel passt, da dann zuviel gekürzt oder ganz weggelassen werden muss.
Der 20-bändige Röd muss für Laien nicht sein, aber 3 Bände (z.B. Precht oder mein Favorit Franz Schupp) sollten es schon sein. Wer sich ernsthaft für Philosophie interessiert, (wie könnte man sich nicht ernsthaft dafür interessieren?) sollte sich auf mindestens 3 Bände einlassen.
Bei Helferich kommt noch dazu, dass er die östliche Philosophie aufgenommen hat,diese 65 Seiten fehlen dann auch noch zur Darstellung der westlichen Philosophie. Besonders die Philosophie des Mittelalters kommt bei Helferich zu kurz weg, wie überhaupt dieser Zeitraum oft unterschätzt wird (siehe meine Rezension Perler, Skeptische Debatten im Mittelalter). Den Helferich könnte man sicher auch gut in Schulen einsetzen.
Über Schopenhauer schreibt Helferich 4 Seiten, das ist nicht viel, aber genau dass, was über Schopenhauer eben geschrieben werden muss.
Für Schwergewicht Kant gibt es richtigerweise 20 Seiten, Lebensführung, Laufwerke, Hauptwerke, wichtige Begriffe, für eine erste Einführung mehr als ausreichend.
Für Platon hat Helferich klar zu wenig Platz eingeräumt, Störigs Kleiner Weltgeschichte der Philosophie ist hier besser, und der Röd (2 Bände) behandelt Platon ausführlich in einem speziellen Abschnitt.
Bei der östlichen Philosophie liegen Helferich und Störig gleichauf, wobei ich persönlich den Störig verständlicher finde.
Die Stoa wird bei Helferich auch stiemütterlich behandelt, Störig ist da besser, Röd zieht davon.

Die Vorzüge bei Helferich findet man, je näher man der Gegenwart kommt. Entgegen der Vor-Rezensenten bin ich aber nicht der Meinung, dass die Analytische Philosophie nicht ausreichend behandelt wird. Bei Helferich findet man eine gute Charakterisierung, viele wichtige Vertreter wurden zumindest namentlich erwähnt, teilweise sogar mit Fotos.Auch Frege wird nur kurz erwähnt, aber was soll der Autor tun, auf mit einem Absatz oder gar auf einer Seite lässt sich Frege nicht angemessen darstellen, dazu muss immer weiterführende Literatur her. Besonders gefreut hat mich, dass einer meiner Lieblingsphilosophen, Gerhard Ernst, mit seinem neuesten Werk ausführlich gewürdigt wird, mit Foto obendrein.
Helferich ist Top-Aktuell. Rawls, Davidson, Tugendethik, Nussbaum, angewandte Ethik, Ethikunterricht in der Schule, Freiheit des Willens (Libet, Singer, Hirnforschung), Virtuelle Realität, Attac, Philosophie der Gefühle, auch Exoten wie Hadot oder Lyotard, ich meine, was will man mehr?

Das Buch aus dem Metzler Verlag ist schön gebunden, liegt gut in der Hand, ist aktuell, schöne Schriftbild, und vor allem die zahlreichen Abbildungen gefallen mir sehr, daher eine der besten einbändigen Philosophiegeschichten auf dem Markt.


Zweifel und Gewissheit: Skeptische Debatten im Mittelalter (Klostermann RoteReihe)
Zweifel und Gewissheit: Skeptische Debatten im Mittelalter (Klostermann RoteReihe)
von Dominik Perler
  Broschiert
Preis: EUR 34,00

5.0 von 5 Sternen Kann ein Mensch etwas wissen? (Heinrich von Gent), 4. Januar 2016
Ich bin nur philosophischer Laie und würde mir niemals fachliche Urteile erlauben. Ich urteile nur, ob mir ein Buch gefällt, ob ich es interessant finde, ob ich es verstehen kann.
Dominik Perler ist nun ein Autor, der eben auf für Laien verständliche Bücher und Aufsätze schreiben kann. Das vorliegende Buch ist keine Einführung, es ist ein philosophischer Text auf hohem wissenschaftlichen NIveau, und trotzdem kann ich den Inhalt nachvollziehen, daher ist es ein grosses Vergnügen, den Text zu lesen. Perler beschreibt die jeweiligen Positionen ausführlich, stellt sie immer in einen weiten Kontext, bringt anschauliche Beispiele, bietet sowohl ausführliche Zusammenfassungen als auch stichpunktartig konzentrierte Kernsätze.
Nun beschäftigt sich Perler im Buch nicht mit der kompletten Erkenntnistheorie von mittelalterlichen Philosophien. Es geht, wie der Titel auch ankündigt, um skeptische Argumente, die in der Zeit zwischen 1267 (Thomas) bis 1376 (Peter von Aiily) vorgebracht worden sind. Ausführlich behandelt werden Heinrich von Gent, Duns Scotus, Thomas, von Ockham selbstverständlich, und noch einige weitere.

Perler macht deutlich, das die Lektüre lohnt: Es ist nicht so, dass man bei Descartes oder Putnam alles viel genauer und schärfer findet, so dass die Untersuchung der mittelalterlichen Argumente keinen Erkenntnisgewinn brächten. Denn die skeptischen Argumente im Mittelalter gründen auf einem anderen Weltbild, haben andere Zielrichtung, und stehen in unmittelbaren Bezug zur aristotelischen Auffassung, die uns heute fremd geworden ist.

Gelegentlich lese ich auch div. Philosophiegeschichten. Beipielsweise Kenny schreibt auch über die Erkenntnistheorie von Thomas. Aber Kenny tut das in seinem einführenden Werk derart gekürzt und konzentriert, das ich das oft nicht verstehe, und schon gar nicht irgendwas im Gedächtnis hängenbleibt. Perler hingegen führt die Gedanken so ausführlich aus, das ich alles nachvollziehen kann und schon nach einmaligen Lesen könnte ich die Gedanken aus dem Gedächtnis referieren. Nicht gerade schmeichelhaft für Autoren wie Kenny.

Resümee des Buches: Es ist nicht so, dass die Theologie im Mittelalter die Debatten so bestimmt hat, das die Lektüre für uns heute ohne Interesse wäre. Gerade umgekehrt haben theologische Gedanken die philosophischen Diskussionen vorangetrieben. Denn mögliche göttliche Interventionen leiten die Gedanken zur Existens möglicher Welten und treiben gerade deshalb die Debatten voran.
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