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Rezensionen verfasst von
Artikel 20 Grundgesetz (Bundesrepublik Deutschland)

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Wolfcraft 3009000 2 Klettbänder 30 x 1200 mm
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Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Und plötzlich waren es zwei Teile., 21. Juni 2014
Ich liebe Klettbänder, denn Klettbänder sind ein ganz tolle Sache, wenn sie denn halten, was das Prinzip verspricht.

Dieses Klettband ist allerdings schon nach kurzer Zeit unter Zeugen beim Verzurren eines etwa ein bis zwei Kilogramm schweren Gepäckstückes auf dem Gepäckträger an der Stelle zwischen Haken- und Flauschteil gerissen oder besser gesagt: "gebrochen".

Wieso das denn?

Das liegt ganz einfach daran, dass Haken- und Flauschteil bei genauer Betrachtung nicht verklebt und/oder vernäht sind, wie bei manch anderen Klettbändern, sondern im vorliegenden Fall - vermutlich aus Kostengründen - verschweißt sind.

Qualität schaut anders aus.


SanDisk SDSDX-016G-X46 Extreme SDHC 16GB UHS-I Class 10 Speicherkarte bis zu 45MB/Sek. lesen
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Wird angeboten von MyMemoryDe
Preis: EUR 13,65

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hohe Schreibraten und kurze Zugriffszeiten., 2. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In meiner Kameratasche bzw. im Gepäck befinden sich zwar auch noch eine Class 6-Speicherkarte mit 8 GB und eine etwas ältere Class 4-Speicherkarte mit 4 GB von SanDisk, aber nur noch als "eiserne" Reserve. Zum Fotografieren mit der digitalen Spiegelreflexkamera benutze ich inzwischen nur noch die Class 10-Speicherkarte (in der 16 GB-Variante).

Der Geschwindigkeitszuwachs gegenüber Class 6 bzw. Class 4 steht im vorliegenden Fall nicht nur theoretisch auf dem Papier, sondern macht sich auch praktisch bemerkbar, vor allem bei Serienaufnahmen und beim Durchklicken der Aufnahmen im Wiedergabemodus. Das geht merklich flotter. Und die Kapazität von 16 GB ist mehr als ausreichend. Jedenfalls dann, wenn man keine Aufnahmen im RAW-Format macht und "nur" den JPG-Modus mit rund 6 MB/Bild verwendet.

Falls die Digitalkamera die (hohen) Datenraten unterstützt, ist ein Umstieg auf Class 10 sicherlich sehr empfehlenswert. Auch dann, wenn man keine Videoaufnahmen macht und nur fotografiert.


Wie zerstört man eine Demokratie: Das 10-Punkte-Programm
Wie zerstört man eine Demokratie: Das 10-Punkte-Programm
von Naomi Wolf
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht überall, wo Demokratie draufsteht, ist auch Demokratie drin. Demokratie braucht zivilgesellschaftliches Engagement., 31. Januar 2013
Kritische Befürworter der Demokratie sind der Auffassung, Demokratie wäre nur die zweitbeste Lösung. Eine bessere oder beste Lösung würde es aber nicht geben, denn dafür bräuchte man so etwas wie einen altruistischen, allwissenden, gerechten und omnipotenten Herrscher, mit anderen Worten: ein Fabelwesen wie aus einem Märchenbuch.

Begreift man zudem Demokratie nicht einfach nur als Herrschaft der Mehrheit über den Rest der Bevölkerung oder als simple Wahlfreiheit zwischen Pepsi und Coca Cola, sondern als komplexe Staatsform, die über den Ausgleich von Partikularinteressen dem Wohl der Allgemeinheit und damit am Ende allen Bürgern zugutekommt, dann müssen echte Demokraten aufpassen, dass sich die Demokratie nicht schleichend zur Scheindemokratie und am Ende zur Diktatur entwickelt. Denn nicht überall, wo Demokratie draufsteht, ist auch echte Demokratie drin, wie das Beispiel Deutsche „Demokratische“ Republik gezeigt hat.

"In seiner Anfangsphase offenbart sich eine Diktatur selten durch Massenerschießungen oder durch rauchende Schlote von Vernichtungslagern." heißt es im Klappentext vorn. In Ihrem "Zehn-Punkte-Programm" zeigt die Autorin daher, wie man eine freiheitliche Demokratie Schritt für Schritt zu Fall bringt, an deren Ende dann ein autoritäres System steht.

Dabei handelt es sich mitnichten um eine Fiktion. Ihre Analyse beruht auf historischen Fakten und beschränkt sich auch nicht auf eine ganz bestimmte Diktatur. Die zehn Schritte "sind historisch vielfach erprobt" und folgen immer und überall dem gleichen Strickmuster.

Autoritäre Herrschaftssysteme unterscheiden sich zwar hinsichtlich der propagierten Ideologien ganz erheblich (Stalin, Mussolini, Ostdeutschland, China, Lateinamerika, Chile unter Pinochet), trotzdem "springen in allen Fällen fundamentale taktische Übereinstimmungen ins Auge. ... Ob nun von Kapitalisten, Kommunisten oder Faschisten, es sind zehn Schritte, mittels deren offene Gesellschaften niedergerungen und demokratische Bewegungen zerschlagen werden. Diese zehn Schritte ergeben zusammen mehr als die Summe der Einzelteile. Sind erst einmal alle zehn Schritte vollzogen, verstärkt ein jeder die Macht der anderen und die des Ganzen. (Klein, S. 31)

Zu diesen 10 Punkten zählen unter anderem: Die Überwachung der Bürger, die Einschränkung der Pressefreiheit, die Diffamierung von Kritikern an berechtigten Missständen als Verräter bzw. Spione, willkürliche Verhaftungen, die gezielte Verfolgung einzelner Bürger und vor allem die Unterhöhlung des Rechtsstaates.

Im Kapitel 2 "Die Beschwörung einer äußeren und inneren Gefahr" schreibt die Autorin, Tochter jüdischer Holocaust-Überlebender und jemand, der im Holocaust Verwandte von beiden Seiten der Familie verloren hat: "Viele von uns haben die Vorstellung, die Machtergreifung der Nazis sei mit einer gewissermaßen albtraumhaften Unabwendbarkeit erfolgt. Wir neigen dazu, den Nationalsozialismus als etwas Böses von unfassbarer Dimension zu betrachten, das über Deutschland wie ein metaphysischer Sturm oder ein biblischer Fluch hereinbrach. Aber so zu denken, hilft uns nicht, die Lektionen aus der Geschichte zu ziehen, die wir ziehen müssen." Es wäre 1933 nicht zur sogenannten Machtergreifung bzw. Machtübernahme gekommen, "hätte nicht zuerst ein willfähriger, aber demokratisch gewählter Reichstag das System der Kontrollen und Gegengewichte in der Weimarer Republik geschwächt." (Klein, S. 72)

Im Buch geht es zwar vor allem um das demokratische System der Vereinigten Staaten von Amerika, die politische Entwicklung nach den Anschlägen vom 11. September 2011 und die aktuelle politische Situation in den USA. Klein, S. 32: "An jedem einzelnen Schritt wird heute in den Vereinigten Staaten gesägt." Die Autorin fordert die Bürger und Leser auf, sich wieder auf den Geist der Gründerväter der Vereinigten Staaten zu besinnen und unsere Stimme "wider alle jene zu erheben, die Verbrechen gegen die Verfassung begangen haben - und sie zur Rechenschaft zu ziehen, so, wie die Gründerväter es von uns erwarten." (Klein, S. 247)

Grundsätzlich ist jede aber Demokratie von den Gefährdungen, die Naomi Klein in ihrem Buch beschreibt, betroffen. Das Buch ist daher auch eine Aufforderung, an das Fundament unserer derzeitigen Demokratie, der Bundesrepublik Deutschland, zu erinnern und darüber nachzudenken, warum wir in Deutschland eine 'Verfassung' haben, in der z. B. die Menschenwürde, das Demokratieprinzip und die Sozialstaatsklausel von den Vätern und Müttern des Grundgesetzes rechtlich sogar unter den Schutz der "Ewigkeit" gestellt wurden. Dieses Grundgesetz ist 1949 nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis einer schon einmal gescheiterten Demokratie, der Weimarer Republik, und des Trümmerhaufens, den die Diktatur des Dritten Reiches anschließend 1945 hinterließ.

Demokratie ist weder in Granit gemeißelt noch in Beton gegossen und mehr als ein Glaubensbekenntnis. Nur dann, wenn alle Bürger eines Landes im realen Leben erfahren, dass Demokratie tatsächlich allen nützt und nicht nur den oberen Zehntausend bzw. der herrschenden Nomenklatura und sich die Bürger auch für die Demokratie einsetzen, kann eine echte Demokratie auf Dauer Bestand haben.

Echte Demokratie ist die Aufforderung zu Zivilcourage, zum zivilgesellschaftlichen Engagement, zum Widerstand gegen Demokratie von oben, gegen den schleichenden Abbau des Sozialstaates, der als Generationengerechtigkeit, "neue soziale Marktwirtschaft" und vielen anderen neoliberalen Falschwörter getarnt wird und das Soziale darauf reduziert, bei uns müsse doch niemand verhungern. Nicht überall, wo "Demokratie" draufsteht, ist auch Demokratie drin. Und nicht überall, wo "christlich" und "sozial" draufsteht, ist auch christliche und soziale Politik drin.

Auf den Seiten 251 bis 282 findet man abschließend noch ein paar Sätze zu den Zielen der American Freedom Campaign, zahlreiche Anmerkungen und Literaturhinweise. Ein Stichwortverzeichnis fehlt allerdings.

(Die Rezension bezieht sich auf die 1. Auflage 2008 und Deutsche Erstausgabe der 2007 erschienen Originalausgabe Naomi Wolf.)


23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen
23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen
von Ha-Joon Chang
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fehdehandschuh an neoliberale Ökonomen, marktkonforme Politiker, Mainstream-Journalisten und Lobbyisten der Wirtschaft., 26. Januar 2013
In den Medien hieß es: Jahr für Jahr treffen sich einige Tausend hochkarätige "Wirtschaftsführer" im idyllischen und romantischen Davos in der Schweiz. Aha, die Wirtschaft wird also von Führern geführt. Für Demokraten, kritikfähige Bürger und Nachdenker stellt sich sofort die Frage: Und wer "führt" alles andere?

Nun, alles andere regelt bekanntlich der Markt. Jedenfalls dann, wenn man der neoliberalen Ideologie glaubt, die seit den Achtziger Jahren nicht nur in Deutschland regiert. Dem neoliberalen Dogma zufolge sei der "freie" Markt die effizienteste und gerechteste Wirtschaftsform. Wenn es nämlich der Wirtschaft gut gehe, dann würde es allen Bürgern gut gehen und der Wohlstand würde bis nach ganz unten durchsickern. Alle staatlichen Eingriffe in die "Freiheit" der Märkte würden die Effizienz nur bremsen und am Ende den Kuchen, den man verteilen könne, nur kleiner machen. Dies ist eine, wenn nicht die zentrale neoliberale Behauptung.

Der Volksmund sagt zwar: Lügen haben kurze Beine. Man will damit zum Ausdruck bringen: Über kurz oder lang kommen Lügen doch an das Licht des Tages. Das muss aber nicht zwangsläufig so sein und kann sich sehr lange hinziehen. Wenn Unwahrheiten ständig und überall wiederholt werden, dann werden sie überhaupt nicht mehr hinterfragt und zur medialen "Wahrheit". George Orwell formulierte dies in seinem Buch "1984" so: "Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.”

Nun hat die Banken- und Finanzkrise 2007/08 zweifelsohne gezeigt, dass die "freie" Marktwirtschaft bzw. der ungezügelte Kapitalismus gewaltigen Mist bauen kann. Banken, die sich beim Milliardenmonopoly an den sogenannten Finanzmärkten verzocken, müssen auf Kosten der Allgemeinheit bzw. aller Steuerzahler mit Unsummen gerettet werden, weil sie angeblich systemrelevant bzw. zu groß sind, um zu scheitern.

Nichtsdestoweniger halten Neoliberale (und die gibt es selbstverständlich nicht nur bei den "Liberalen", sondern auch bei den Konservativen, Grünen usw.) fest am Dogma, der "Moloch" Staat mit seiner "Bürokratie" bzw. seiner "Überregulierung" und vor allem der "fette" Sozialstaat wären an allem schuld. Die von Spekulanten und Börsenzockern verursachte Krise 2007/08 wird in der öffentlichen Debatte nachträglich zur Staatsschuldenkrise umetikettiert. Das Kochrezept der bornierten schwäbischen Hausfrau lautet nämlich weiterhin: Nur durch einen "schlanken" Staat, deregulierte Finanzmärkte, dem Abbau von Arbeitnehmerschutzrechten und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die Privatisierung öffentlicher Güter (Wasser usw.) und die steuerliche Entlastung der sogenannten "Leistungsträger" bzw. "Besserverdiener" würde der Wohlstand aufs Maximum anwachsen und auch dem Rest der Gesellschaft zugute kommen. Dabei ist der Wettbewerb nicht mehr länger Mittel zum Zweck. Nein, der Steuer- und Lohnsenkungswettbewerb zwischen den Nationen selbst wird zum Ziel erklärt, ohne zu überprüfen, was für die einzelnen Bürger hinten tatsächlich raus kommt.

Das vorliegende Buch ist weder ein theoretisches Lehrbuch der (Mainstream-)Ökonomie, deren abstrakte Modelle die Wirklichkeit verzerrt und/oder verkürzt darstellen, und auch keine »Volkswirtschaftslehre für Dummies«. Es schürft erheblich tiefer als manch ein "Fachbuch" sogenannter "Experten", da es viele allgemein akzeptierte Wirtschaftstheorien, die in zahlreichen Monografien als gegeben hingenommen werden, der Realität gegenüberstellt und mit der tatsächlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte vergleicht.

In 23 einzelnen Punkten kommt der Autor jeweils zu dem Ergebnis, dass neoliberale Ökonomen und Politiker immer nur die halbe Wahrheit sagen. Geht man davon aus, dass es sich dabei nicht um dumme Menschen handelt, dann haben wir es hier ganz offenkundig mit Bauernfängern, Hochstaplern, Schwindlern und Lügenmäulern zu tun. Eine mögliche Erklärungsursache für dieses Verhalten liefert sicherlich auch das Buch von Hans-Jürgen Krysmanski: 0,1% - Das Imperium der Milliardäre

Im Kapitel "Dreizehn" geht der Wirtschaftswissenschaftler Ha-Joon Chang unter anderem auf die viel gepriesene »Trickle-down-Theorie« [etwa: "Theorie des Hinabsickerns"] bzw. die Entlastung der "Besserverdiener" ein und muss bei Lichte betrachtet feststellen: "Reiche Leute noch reicher zu machen, schafft für alle anderen nicht automatisch mehr Wohlstand." (Chang, S. 185)

"Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in den meisten reichen kapitalistischen Ländern eine rapide Zunahme der Steuerprogression und der Sozialausgaben zu beobachten. Trotzdem (oder vielmehr deshalb, siehe ...) gab es in den Jahren zwischen 1950 und 1973 die höchsten Wachstumsraten aller Zeiten." (Chang. S. 192) Als sich von Mitte der Siebziger an das Wirtschaftswachstum in den reichen Volkswirtschaften verlangsamte, entstaubten die Vertreter der freien Marktwirtschaft ihre Rhetorik aus dem 19. Jahrhundert.

Seit den Achtzigerjahren herrschten dann in den meisten dieser Länder Regierungen, die eine "Politik betrieben, die in letzter Konsequenz dazu führte, dass das Einkommen von den Armen auf die Reichen umverteilt wurde." (Chang, S. 193) Steuererleichterungen für Reiche bzw. Steuersenkungen für Spitzeneinkommen, die Deregulierung der Finanzwelt und andere Bereiche, die Liberalisierung des Handels usw. führten im Ergebnis dazu, dass sich die Einkommensungleichheit in den meisten Ländern zwar erheblich vergrößerte. "Tatsache ist jedoch, dass sich das Wirtschaftswachstum seit Beginn der neoliberalen und reichenfreundlichen Reformen in den Achtzigerjahren verlangsamt hat. ... Schön und gut, die Reichen haben ihr größeres Stück vom Kuchen bekommen - die Geschwingkeit aber, mit welchem der Kuchen zunimmt, hat sich verringert." (Chang, S. 195) Das Problem ist, dass die Konzentration des Volkseinkommens in den Händen der oberen Zehntausend, wenn man alles dem Markt überlässt, entgegen der neoliberalen Theorie weder zu einem höhereren Wirtschaftswachstum noch zum propagierten "Sickereffekt" nach unten führt.

Das Buch wendet sich naturgemäß an alle (neoliberalen) Wirtschaftswissenschaftler bzw. Ökonomen, aber vor allem an Bürger, denen man das Nachdenken im Lande der Dichter und Denker noch nicht abgewöhnt hat. Bürger, denen die herrschende Nomenklatura einerseits einreden will, sie wären viel zu dumm, um die Komplexität der "Wirtschaft" auf gesamtwirtschaftlicher Ebene verstehen zu können. Gleichzeitig wird immer so getan, als ob der Kapitalismus so funktionieren würde wie der private Haushalt der bekannten "schwäbischen Hausfrau".

Der Erfolg des Buches liegt nicht zuletzt daran, dass der Autor eine einfache Sprache verwendet und Fachbegriffe auf das unbedingt Notwendige beschränkt. Englische bzw. angloamerikanische Fachbegriffe werden eingedeutscht.

Am Ende des Buches findet man noch "Anmerkungen" bzw. Quellen- und Linteraturhinweise. Ein Personen-, Orts- und Sachregister rundet das Buch ab. Ein paar Tabellen und Diagramme zur Veranschaulichung hätten aber mit Sicherheit nicht geschadet.

Das Buch ist ein Fehdehandschuh an alle neoliberalen Ökonomen, marktkonformen Politiker, Mainstream-Journalisten und Lobbyisten der Wirtschaft. Ich habe allerdings erhebliche Zweifel daran, dass diese Damen und Herrschaften so viel Mumm in den Knochen haben, um diesen Fehdehandschuh aufzunehmen.

(Die Rezension bezieht sich auf die 1. Auflage der Taschenbuchausgabe April 2012.)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2014 3:37 PM CET


LaCie Cozy  Transporttasche  6,4 cm (2,5 Zoll)  Design by Sam Hecht  Schwarz
LaCie Cozy Transporttasche 6,4 cm (2,5 Zoll) Design by Sam Hecht Schwarz

4.0 von 5 Sternen Rechteckig, praktisch, gut., 23. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Transporttasche ist im geschlossenen Zustand sehr formstabil, ausreichend gepolstert und insgesamt gut verarbeitet. Außerdem sind zwei praktische Zusatzfächer vorhanden. In der Netztasche innen kann man z.B. ein USB-Kabel (und ggf. auch noch einen Kugelschreiber) verstauen, in der äußeren einen kleinen Notizzettel oder etwas anderes in dieser Größe.

(Alternativ passen auch zwei Standard-Festplatten der Größe 2,5 Zoll hinein. Das USB-Kabel muss man dann allerdings in der Außentasche verstauen. Zudem ist die Innenseite mit der Netztasche nicht so weich gepolstert wie die Innenseite mit dem Gummiband.)

Die äußere Oberfläche der Tasche ist vergleichsweise schmutzunempfindlich und griffig. Auch der Reißverschluss macht einen hochwertigen Eindruck. Wenn man den Reißverschluss mit etwas Silikon aus der Dose einsprüht, läuft er anschließend noch flotter um die Ecken.

Was man verbessern könnte und sollte, das ist das Gummiband zur Fixierung der Festplatte. Es ist zwar rund 2,5 cm breit und für externe Festplatten wie die z.B. die Transcend StoreJet passt es wie die Faust aufs Auge, da diese 2,5 Zoll Festplatten etwas dicker sind. Bei "dünnen" Festplatten mit z.B. 8 mm Bauhöhe und glatter Oberfläche ist das Gummiband aber etwas zu weit bzw. zu locker Die Festplatte rutscht dann beim Transport hin und her. Wer das nicht mag: Ein Stück Moosgummiplatte schafft Abhilfe. Ein verstellbares Gummiband oder ein zweites und strafferes Gummiband wäre allerdings von Hause aus die wesentlich bessere Lösung gewesen.


Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet
Machtwahn: Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zu Grunde richtet
von Albrecht Müller
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Fundierte Neoliberalismuskritik und mehr., 22. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor ist Jahrgang 1938 und inzwischen über 70 Jahre alt. Mit diesem Alter gehört man heute bekanntlich noch nicht zum alten Eisen, aber der Autor ist zweifelohne das, was Motorradfahrer einen alten Hasen nennen würden. Jemand, der in seinem Leben schon reichlich Erfahrung gesammelt hat und einen falschen Hasen von einem echten Hasenbraten unterscheiden kann. Jemand, der erkennt, wenn man ihm einen "falschen Fuffziger" unterschieben will bzw. Leute mit gezinkten Karten spielen.

Dabei führt der Titel "Machtwahn" zunächst etwas in die Irre, da er nahelegt, es würde sich um Personen handeln, die nicht wissen, was sie tun, wenn sie etwas tun. Nun kann zwar man auch das nicht ausschließen und würde für die These der Mittelmäßigkeit sprechen. In der Regel kann man jedoch davon ausgehen, dass die herrschende Nomenklatura in unserem Lande genau weiß, was sie tut, wenn sie denn etwas tut.

Der Untertitel klingt etwas arrogant und impliziert, der Autor wäre ein Besserwisser. Wahre Genies wissen, dass sie im Grunde nichts wissen, aber sie sind lernfähig und hinterfragen die sogenannten Sachzwänge, die angeblich keine Alternativen zulassen würden. Der Physiker Albert Einstein fomulierte es anders: Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein.

Im Vorwort schreibt der Autor dann: "Unter unseren Eliten finden sich hochbegabte und bewundernswert engagierte Menschen. Aber die geben nicht den Ton an. Unter den wirklich Einflussreichen muss man sie mit der Lupe suchen. (Albrecht, S. 12)

Warum redet unsere sogenannte "Führungselite" nie Tacheles? Tacheles reden bedeutet, etwas offen und direkt anzusprechen, die Verursacher bzw. Verantwortlichen für eine Misere beim Namen zu nennen. Tacheles reden bedeutet, eine Sache auf den Punkt zu bringen statt um den heißen Brei herum oder alles schönzureden und die Schuld auf vermeintliche Sündenböcke zu schieben.

An dieser Stelle wird dann auch deutlich, worum es in Wahrheit geht. In Wahrheit geht es nicht um Wahrheit. In Wahrheit geht es um Macht. Warum sonst spricht man in der öffentlichen Debatte z. B. von "notleidenden" Banken, wenn man Spekulanten meint, die sich beim Milliardenpoker an den Finanzmärkten verzockt haben und die auf Kosten der Allgemeinheit unterstützt werden müssen, weil sie angeblich zu groß sind, um Pleitegehen zu können? Mit anderen Worten: Die sparsame schwäbische Hausfrau muss für die Zockerei Spekulanten und Großbanken zahlen.

Im Zentrum der Analyse steht die Kritik am Neoliberalismus. Einer radikalen und fundamentalistischen Heilslehre, die auf dem Menschenbild des sogenannten "homo eoconomicus" der Wirtschaftswissenschaften beruht, aber zunehmend alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst. Die Kernthese der neoliberalen Ideologie besagt, dass grenzenloser Wettbewerb, persönliche Raffgier bzw. ungezügelter Eigennutz durch die unsichtbare Hand "freier" Märkte am Ende zu Reichtum für alle Bürger führen würde, wenn sich der Staat aus allem raus hält. Freiheit bedeutet in diesem Sinne nicht die Freiheit der Bürger, sondern die ungezügelte Freiheit der Wirtschaft und der Banken. Aber selbst Adam Smith, der gemeinhin als Urvater liberaler Politik herhalten muss, war sich der Grenzen der „unsichtbaren Hand“ und der sogenannten "freien" Marktwirtschaft bewusst.

Verkauft wird diese Heilslehre von den Marktfundamentalisten und Marktradikalen seit Jahren unter anderem mit den Slogans: "Sozial ist, was Arbeit schafft." dem "fetten" Sozialstaat, den man verschlanken und auf seine Kernkompetenzen zurückführen müsse, Überregulierung bzw. Deregulierung, der Entlastung der sogenannten Leistungsträger, Eigenverantwortung, Mobilität, Flexibilität, Generationen- und Chancengerechtigkeit statt sozialer bzw. Verteilungsgerechtigkeit, dem Druck der Globalisierung, Standortwettbewerb und vielen anderen Metaphern.

Das Buch erschien bereits 2006, also noch vor der Banken- und Finanzkrise 2007/08, hat aber nichts an Aktualität verloren, auch dann nicht, wenn die Zahlen der Tabellen und Diagramme, die man an einigen Stellen im Buch findet, selbstverständlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind.

Auf der Seite 221 heißt es zum Beispiel: "Unsere Eliten denken einzelwirtschaftlich und betriebswirtschaftlich, wo gesamtwirtschaftliche Betrachtung nötig wäre." Daran hat sich bei Lichte betrachtet nichts geändert. Ganz im Gegenteil.

Die Tatsache, dass die oben genannte Banken- und Finanzkrise im Laufe dieser Entwicklung in Deutschland schleichend zur sogenannten (Staats-)Schuldenkrise umdeklariert wurde, spricht geradezu Bände. Wenn der Staat mit seinen Schulden an allem schuld ist, dann muss man auch nicht mehr über Lohndumping, Altersarmut, Lobbyismus, die negativen Folgen permanenter Exportüberschüsse und darüber reden, dass Banken mit Milliarden auf steigende Nahrungsmittelpreise und Immobilien spekulieren, um sich damit eine goldene Nase zu verdienen.

Das Buch ist verständlich formuliert und inhaltlich überzeugend. Es richtet sich an alle Bürger, die lernfähig sind und die sogenannten Sachzwänge, die angeblich keine Alternativen zulassen, hinterfragen wollen. Am Ende des Buches findet man mehrere Seiten mit Quellenangaben. Ein Stichwort- und Personenregister fehlt allerdings.

(Die Rezension bezieht sich auf die aktualisierte Taschenbuchauflage 2007.)


Bergwandern - Bergsteigen (Rother Reihe Wissen&Praxis)
Bergwandern - Bergsteigen (Rother Reihe Wissen&Praxis)
von Olaf Perwitzschky
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Basiswissen zur Tourenplanung, Orientierung, Gehtechnik, Gefahren, Erste Hilfe, Bergwetter, Schneeschuhgehen., 21. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer in den Bergen nicht nur auf drei Meter breiten und gut ausgeschilderten Forststraßen unterwegs ist, sollte wissen, dass Bergwandern und Bergsteigen auch Gefahren mit sich bringt. Kein Buch kann die persönliche Erfahrung ersetzen. Mit einer guten Vorbereitung und dazu gehört auch das Wissen über das richtige Gehen am Berg, die typischen Fehler bei der Tourenplanung, den Sicherungstechniken, dem Bergwetter usw. lassen sich diese Gefahren aber merklich reduzieren.

In den einzelnen Kapiteln geht es um die Tourenplanung, Orientierung, Gehen am Berg, Schrofen und Fels, Gehen auf Schnee und Eis, Alpine Gefahren, Erste Hilfe am Berg, Bergwetter und das Bergwandern bzw. Bergsteigen mit Kindern. Auf den Seiten 185 bis 193 geht es dann explizit um das richtige Schneeschuhgehen im Winter. Im Anhang auf den Seiten 194 bis 196 wird abschließend gezeigt, wie man einen Achterknoten, einen HMS, einen Mastwurf und einen Prusikknoten knüpft.

Das Buch ist verständlich geschrieben und enthält zahlreiche Fotos und auch einige Skizzen.

Das Buch richtet sich vor allem an ambitionierte Einsteiger. Aber auch dann, wenn man schon einige Touren hinter sich hat, findet man sicherlich noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp. Der Autor weist aber trotzdem darauf hin, dass die sichere Anwendung der vorgestellten Techniken nicht allein durch die Lektüre des Buches erlernt werden kann, sondern nur in Verbindung mit einem entsprechenden Kurs bei einem qualifizierten Anbieter (Alpenverein, Bergschule).

Ein zweiseitiges Stichwortverzeichnis rundet das Buch ab.

(Die Rezension bezieht sich auf die 2. aktualisierte Auflage 2011.)


Chiemgauer Alpen: Mit Berchtesgadener Alpen und Kaisergebirge. 53 Schneeschuhtouren. Mit GPS-Tracks
Chiemgauer Alpen: Mit Berchtesgadener Alpen und Kaisergebirge. 53 Schneeschuhtouren. Mit GPS-Tracks
von Evamaria Wecker
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Den Winter mit Scheeschuhen erleben. Ausgewählte Touren für Fortgeschrittene., 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch enthält insgesamt 53 Schneeschuhtourenbeschreibungen, davon entfallen 32 Tourenbeschreibungen auf die Chiemgauer Alpen, 11 auf die Berchtesgadener Alpen, 9 Tourenbeschreibungen auf das Kaisergebirge und angrenzende Gebiete, die letzte (Nr. 53) beschreibt die "Sachranger Hufeisentour".

Die Schneeschuhtouren sind nach Region(en) gegliedert und nach Schwierigkeit bewertet, von "Leicht" über "Mittel" bis "Schwierig", wobei die "Länge der jeweiligen Tour sowie ein möglicher Gipfelaufstieg ohne Schneeschuhe keinen Einfluss" auf die Schwierigkeitsbewertung haben. (Wecker, S. 10)

Aufgrund der ausgewählten Touren ist das Buch m. E. insgesamt nur bedingt für Einsteiger bzw. Anfänger geeignet. Im allgemeinen Teil vor der Beschreibung der einzelnen Touren finden sich zwar einige Hinweise zur "Besten Jahreszeit", zu "Lawinengefahr und Wetter", "Orientierung und Skispuren". Diese fallen aber sehr spärlich aus. Im Abschnitt "Lawinen und Wetter " weist die Autorin zudem explizit darauf hin: "Die beste Ausrüstung nützt allerdings wenig, wenn man damit nicht umgehen kann. Deshalb sollte man den Ernstfall auch üben. - Viele Alpenvereinssektionen und immer öfter auch die Bergwacht und private Organisationen bieten entsprechende Kurse an. Noch beser ist natürlich die Vermeidung kritischer Situationen und das Erlernen von Grundkenntnissen zur Lawinengefahr." (Wecker, S. 12)

Leute, die schon ihre erste Schneeschuhtour hinter sich haben, kommen damit aber mit Sicherheit gut zurecht und finden die passende(n) Tour(en).

Das Buch ist verständlich geschrieben und gut strukturiert. Hervorragend gestaltet sind die kleinen "Höhenprofile". Auch auf besondere Gefahren wie z. B. die Wechte am Gipfel des Hochgern wird im Text hingewiesen,. Eine tabellarische Gesamtübersicht fehlt allerdings.

Das Buch hat mit 11,5 x 16 cm eine kompakte Größe und passt daher in jeden kleinen Rucksack. Wenn man Gewicht sparen will, ist es trotzdem empfehlenswert, von der Tour (eine) Kopie(n) der betreffenden Seite(n) zu machen und nur diese auf die Tour mitzunehmen.

Zu diesem Schneeschuhführer stehen auf der Internetseite des Verlages GPS-Daten zum kostenlosen Download bereit. Für den Download benötigt man allerdings ein Passwort, das im Buch enthalten ist.

Ein zweiseitiges Stichwortverzeichnis rundet das Buch ab.


Leichte Schneeschuhtouren: Allgäuer bis Kitzbühler Alpen - Touren in der Tannheimer Gruppe, Wettersteingebirge, Rofangebirge, Karwendelgebirge, ... und Rundwanderungen (Erlebnis Bergsteigen)
Leichte Schneeschuhtouren: Allgäuer bis Kitzbühler Alpen - Touren in der Tannheimer Gruppe, Wettersteingebirge, Rofangebirge, Karwendelgebirge, ... und Rundwanderungen (Erlebnis Bergsteigen)
von Christian Schneeweiß
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Den Winter mit Scheeschuhen erleben: Touren für Einsteiger., 20. Januar 2013
"Einsame Naturerlebnisse findet man heutzutage auch im Winter zumindest am Wochenende selten in den Alpen, da das Skitourengehen immer beliebter wird", schreibt der Autor in der Einleitung. Und weiter heißt es: "Die Touren dieses Schneeschuhführers gehen daher meist völlig neue Wege und folgen nur gelegentlich leichten Skitouren. Wer nicht Skifahren kann, aber im Winter trotzdem nicht auf das Bergwandern verzichten will, sollte auf Schneeschuhe umsteigen, statt den x-ten geräumten Winterwanderweg im Tal entlangzuhatschen oder den vereisten Rodelweg zu einer Hütte hochzueiern".

Das Buch ist flott und verständlich geschrieben und nach Schwierigkeitsgraden strukturiert:

sehr leicht = überwiegend Fahrwege,
leicht = vorwiegend leichtes Alm- oder Waldgelände,
leicht bis mittel = technisch leichte Tour, verlangt Orientierungsfähigkeit oder Ausdauer oder weist "Problempassagen" auf.

Zur höchsten Kategorie "mittel" zählt der Autor den Zinnenberg, den Schledererkopf, das Gerstinger Joch, den Angerbergkopf und vor allem die lange Kammtour auf den Großen Arber.

Im Detail beschrieben werden im Folgenden auf jeweils vier Seiten insgesamt 35 überregionale Schneeschuhtouren mit ihrer Hauptroute und eventuell vorhandenen Varianten. Dabei reicht das Gebiet von den Bayerischen Alpen über die Tiroler Berge, wobei der "Schwerpunkt auf den meist sanfteren Bayerischen Voralpen und »Inntaler Vorbergen« liegt, so der Autor in seinem Vorwort. Hinzukommen als "Horizonterweiterung" je eine Tour aus Vorlarlberg und dem Bayerischen Wald (Großer Arber). Neben der ausführlichen Beschreibung im Text finden sich am Rand zusätzlich noch Kurzangaben zum Routenverlauf, zur Tourlänge, den Schneeschuhtypen, der besten Jahreszeit, den Höhenmetern, Anfahrt, Ausgangspunkt, Lawinengefahr, Einkehrmöglichkeiten und zur "Exposition" (d.h. der wesentlichen Hangausrichtung).

Aufgrund der Tourenauswahl eignet sich das "Schneeschuhtouren"-Buch vor allem für Einsteiger und Anfänger, zumal man auf den Seiten 10 bis 23 alles Wichtige zum Thema Schneeschuhwandern erfährt (Schneeschuhtypen, Ausrüstung, Gehtechnik, Gefahrenhinweise).

Das Buch enthält zahlreiche und zum Teil schöne Farbfotos. Ein zweiseitiges "Register" rundet das Buch ab. Auf der Klappeninnenseite hinten findet man abschließend noch eine Auflistung der Touren, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführbar sind.

Manchmal wünscht man sich etwas mehr Details. Das gilt auch für die enthaltenen Minikarten. Vor allem bei der Gesamtübersicht, die sich auf den Innenseiten des vorderen Klappendeckels befindet, handelt es sich um eine sehr grobe und unübersichtliche Abbildung. Und die "Höhenprofile" kann man kaum solche bezeichnen, da sie nur aus einem kleinen Icon bestehen.

(Die Rezension bezieht sich auf die Original-Auflage 2005.)


Bayerische Alpen. 50 Wander- und Schneeschuhtouren - mit Tipps zum Rodeln. Mit GPS-Daten
Bayerische Alpen. 50 Wander- und Schneeschuhtouren - mit Tipps zum Rodeln. Mit GPS-Daten
von Birgit Gelder
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakt, übersichtlich, logisch gegliedert, detailliert und ohne Geschwurbel geschrieben., 20. Januar 2013
Auch im Winter kann man in den Alpen bergwandern. Im Gegensatz zum Sommer sind aber nicht alle Berge in den Bayerischen Alpen dafür geeignet bzw. empfehlenswert. Das "WANDERBUCH" enthält daher "50 ausgewählte Halbtages- und Tageswanderungen zwischen Oberammergau und Reit im Winkel, beliebte Klassiker und stille Geheimtipps - von gemütlichen Hüttenwanderungen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren, dazu zahlreiche Rodelpartien."

Das Buch ist logisch gut gegliedert, übersichtlich gestaltet und ohne Geschwurbel und für jederman verständlich geschrieben. Es eignet sich daher auch für "Einsteiger", da man auf den ersten Seiten 6 bis 19 komprimiert alles Wissenswerte zum Thema Schneeschuhwandern erfährt (Allgemeine Hinweise, Ausrüstung, Gefahren, Natur und Umwelt). Enthalten sind auch ein paar sehr schöne Fotografien, die aufgrund der Größe des Buches naturgemäß nicht voll zur Geltung kommen.

Die Grundstruktur des "Wanderbuches" besteht in der Gliederung nach Gebieten (Pfaffenwinkeln, Ammergauer Alpen, Bayerische Voralpen, Wetterstein, Karwendel, Chiemgauer Alpen) und Schwierigskeitsgraden bzw. Anforderungen (blau=leicht, rot=mittel, schwarz=schwierig). Zudem sind die Touren mit "Sternchen" bewertet worden (empfehlenswerte, sehr lohnende bzw. Paradetour). Auf der vorderen Klappeninnenseite findet man eine sehr übersichtliche Tabelle mit Angaben zu Gipfelhöhen, Höhenunterschieden, Tourlängen, Zeitaufwand, Familienfreundlichkeit (Eignung für Kinder), Aufstiegshilfen, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie der Begehungshäufigkeit.

Was man verbessern könnte, das sind deutliche Hinweise auf die besonderen Gefahren bei den einzelnen Touren. So wird z. B. in den allgemeinen Erläuterungen auf Seite 15 auf die Wechte am Hochgern(gipfel) hingewiesen, in der detallierten Routenbeschreibung auf den Seiten 165 bis 167 findet man aber nur Hinweise auf mögliche freie Schneehänge um das Hochgernhaus. Auf die Wechte am Hochgerngipfel wird nicht hingewiesen.

Ein kleines Stichwortverzeichnis rundet das Buch ab. Ganz am Schluss findet man auch noch nützliche Telefonnummern und Internetadressen.

(Die Rezension bezieht sich auf die 4. aktualisierte Auflage 2012.)


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