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Rezensionen verfasst von
beyhar

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Ender's Game  - Das große Spiel
Ender's Game - Das große Spiel
DVD ~ Harrison Ford
Preis: EUR 5,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz passable Verfilmung eines großartigen Romans, 23. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Ender's Game - Das große Spiel (DVD)
Den Roman von O.S.Card finde ich großartig. Zu Beginn des Romans ist Ender 6 Jahre alt und am Ende ungefähr 20 Jahre alt. Es gibt keine Möglichkeit des überlichtschnellen Reisens, weshalb der Angriff auf die Formics (Krabbler) ein Langzeit-Projekt ist und Ender (!!! SPOILER !!!) das Sonnensystem erst nach dem Sieg über die Formics verlässt (Spoiler Ende).

Im Film ist Ender immer gleich alt (zumindest optisch) und der Handlungszeitraum erschliesst sich nicht klar. Sieht eher nach einem verlängerten Wochenende aus. Am Ende reist Ender dann mal schnell in ein anderes Sonnensystem, also gibt es wohl eine überlichtschnelle Reisemöglichkeit. Näher erläutert wird dies nicht, die logische Geschlossenheit und Plausibilität der Geschichte leidet unter solchen Aufweichungen und zeitlichen Verkürzungen aber erheblich.

Trotzdem ist der Film losgelöst von der literarischen Vorlage und im Vergleich zu dem üblichen Hollywood-SF-Humbug ein durchaus passabler SF-Film.


Marsupilami Bd. 4. Der Krater der Kakteen
Marsupilami Bd. 4. Der Krater der Kakteen
von Yann Lepennetier
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen das schönste MARSUPILAMI-Album, 24. Juni 2013
Für mich das schönste MARSUPILAMI-Album, da es keinerlei menschliche Protagonisten gibt, keine Sprechblasen mit Text, nur wenige erklärende Off-Texte. Die Geschichte kommt vollkommen ohne Dialoge aus, ist wunderbar witzig und rührend. Im Mittelpunkt steht der MARSUPILAMI-Nachwuchs, der sich sozusagen als Reifeprüfung alleine im vermeintlich ungefährlichen Krater der Kakteen bewähren muss.


Ein dunkler, hungriger Gott erwacht
Ein dunkler, hungriger Gott erwacht
von Stephen R. Donaldson
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Ab hier gibts kein Zurück, 15. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die neue Rolle von Angus, Piraten-Raumstation KASSAFORT, Abgründe menschlicher Widerwärtigkeiten und grandiose Weltraum-Action. Im 3. Band gerät das Geschehen gewaltig in Fahrt.

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.


Chaos und Ordnung
Chaos und Ordnung
von Stephen R. Donaldson
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der komplexeste AMNION-Roman, 15. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chaos und Ordnung (Taschenbuch)
Wer verfolgt welche Ziele? Der komplexeste Teil des Zyklus. Höhepunkt ist eine grandios geschilderte Weltraum-Schlacht in einem Meteoriten-Feld.

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.


Heut sterben alle Götter. Amnion-Zyklus, Bd.5
Heut sterben alle Götter. Amnion-Zyklus, Bd.5
von Stephen R. Donaldson
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider hat alles ein Ende, 15. Juni 2013
Der Konflikt mit den AMNION erreicht die Erde. Der abschliessende und actionreichste Teil des Zyklus.

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.


Der Amnion-Zyklus, Band 2: Verbotenes Wissen. Der Schritt zur Vision
Der Amnion-Zyklus, Band 2: Verbotenes Wissen. Der Schritt zur Vision
von Stephen R. Donaldson
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte kommt in Fahrt, 15. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Reise zur STATION POTENZIAL im AMNION-Sektor und dort dann ein erster Action-Höhepunkt. Hat man sich hier durchgekämpft, liest man auch den Rest des Zyklus (oder vielmehr: man muss ! ).

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.


Die wahre Geschichte
Die wahre Geschichte
von Stephen R. Donaldson
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein MUSS, ausser man WILL den Rest!, 15. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die wahre Geschichte (Taschenbuch)
Der Start des GAP- oder AMNION-Zyklus. Kann als eigenständiger Roman für sich stehen. Muss man nicht gelesen haben, ausser man will den kompletten Zyklus lesen.

Diese Rezension habe ich bei allen 5 Bänden des AMNION- (GAP-) Zyklus eingestellt, da keiner der Einzelbände für sich steht, sondern es sich um einen einzigen großen Roman handelt. Lediglich der erste Band (Die wahre Geschichte) zeigt eine gewisse Abgeschlossenheit, da das zentrale Thema die Interaktionen zwischen Gewaltverbrecher Angus Thermopyle und dem in seine Gewalt geratenen Opfer, der Polizistin Morn Hyland ist und der Roman mit der Befreiung von Morn Hyland endet. Am Ende dieses Romans kann man aufhören zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, dass noch etwas wichtiges passieren müsste. Ich kann es verstehen, wenn man keine Lust zum Weiterlesen hat, denn einerseits ist die Handlung bis zu diesem Punkt nicht gerade für zartbesaitete Gemüter geeignet, andererseits ist der sprachliche Stil doch recht sperrig. Was in diesem Band zwischen den zwei Hauptprotagonisten passiert, ist aber essentiell für die Handlungsweisen der Beiden im weiteren Fortgang der Geschichte. Zum sprachlichen Stil werde ich weiter unten noch etwas schreiben. Ist der erste Band von der Personenkonstellation fast ausschliesslich auf die Hauptprotagonisten Angus und Morn konzentriert, werden im zweiten Band (Verbotenes Wissen) einerseits alle weiteren wichtigen menschlichen Protagonisten eingeführt und andererseits eine ausserirdische Zivilisation vorgestellt, die aussergewöhnlich bizarr und fremdartig ist. Auf der Ebene der Handlung zeichnet sich bereits eine großangelegte Intrige im Hintergrund ab, ohne dass man die Rollen der Beteiligten oder deren Ziele einschätzen könnte. Bis kurz vor Schluss dieses zweiten Bandes kam mir das Lesen doch oft wie harte Arbeit vor, doch die Schlussrunde ist dann ein erster herausragender Action-Höhepunkt, der kräftigen Appetit auf den Rest macht. Ab dem dritten Band (Ein dunkler hungriger Gott erwacht) sind die Kapitel nicht mehr nummeriert, sondern jeweils einem der mittlerweile recht zahlreichen Protagonisten zugeordnet und das Geschehen wird aus der emotionalen Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschildert (wobei aber die Erzählposition durchgehend die der dritten Person bleibt). Die Intrige wird immer sichtbarer und die Action-Passagen werden immer fulminanter. Was jetzt vielleicht den Eindruck erweckt, dass es sich bei diesem SF-Zyklus um einen Page-Turner handelt. Das ist aber ganz und gar nicht so. Im Gegensatz zum typischen SF-Mainstream (ich habe z.B. vor diesem Werk Die Kinder der Unendlichkeit" von Andreas Brandhorst gelesen, was spannend und unterhaltsam und gut lesbar war, aber letztlich belanglos und flach, und die Flachheit und Belanglosigket des Romans Die Würfel Gottes" von Mark Alpert, den ich jetzt gerade lese, fällt geradezu schmerzlich ins Gewicht), ist dieser Papierberg ( ca. 3500 Seiten, wären die Bücher gesetzt wie man heute Bücher setzt, kämen gar ca. 5000 Seiten heraus) ausgesprochen schwierig zu lesen. Man merkt deutlich, dass der Übersetzer Horst Pukallus mit wechselnder Tagesform beim Übersetzen dieses Mammut-Werkes zu kämpfen hatte. Aber der Autor hat es weder dem Übersetzer leicht gemacht, noch macht er es dem Leser leicht. Ellenlange Sätze mit unübersichtlichen und komplizierten Konstruktionen zwingen den Leser zu konzentriertem Lesen. Querlesen" ist kaum möglich und ich kam folglich nur langsam voran. Obwohl ich zum schnellen Lesen neige, habe ich fast ein halbes Jahr benötigt, alle 5 Bände zu lesen. Immer wieder musste ich mir ein paar Tage Auszeit nehmen. Erfahrungsgemäß sind diese Auszeiten für die Aufrechterhaltung der Spannung nicht förderlich, in diesem Fall aber gräbt sich die Handlung aufgrund des dem Leser aufgezwungenen konzentrierten Lesens sehr tief ein. Verbunden mit einer gewissen erzählerischen Redundanz durch Wiederholen essentieller Tatbestände jeweils im Rahmen der der jeweiligen Person zugeordneten Erzählperspektive ist es jederzeit wieder möglich, auch nach längerer Lespause innerhalb weniger Seiten wieder in das Geschehen einzusteigen. Nachdem ich nun die Protagonisten für so lange Zeit durch Abgründe von Gewalt, Gier und Machstreben und geradezu grandiose Action und Weltraum-Schlachten begleitet habe, fällt es richtig schwer, sie ziehen zu lassen. Auch wenn keiner der Protagonisten als uneingeschränkter Sympathierträger getaugt hat. Also, was will ich denn nun eigentlich sagen? Dieser Romanzyklus ist keine einfache Kost, definitiv keine Mainstream-SF. Aber man wird reichlich belohnt mit anspruchsvoller, unter die Haut gehender und letztlich sehr befriedigender SF-Unterhaltung, vergleichbar von den Ambitionen her vielleicht mit DUNE von Frank Herbert oder dem INHIBITOREN-Zyklus von Alastair Reynols. Und noch ein Tip: Bitte nicht die Handlungs-Zusammenfassungen auf der Rückseite des Einbands lesen, da zu viel verraten wird, was im Vorgängerband passiert.


Die Würfel Gottes: Thriller
Die Würfel Gottes: Thriller
von Mark Alpert
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Durchschnittskost mit ärgerlichen Aspekten, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Würfel Gottes: Thriller (Taschenbuch)
Zwar von der fachlichen Seite her korrekt und gut durchdacht, ist dieses Buch doch nur typische amerikanische Durchschnittskost. Die Personen sind eher flach dargestellt und es ist schon nach kurzer Zeit offensichtlich, aus welchem Lager der verborgene Bösewicht stammt. 2 Sterne, weil die Geschichte so spannend ist, dass ich sie fertig gelesen habe. Reichlich ärgerlich finde ich aber den Umgang mit dem politischen Hintergrund. Angesiedelt in den USA der Bush jr.-Administration und dem Krieg gegen den Terror wird am Anfang noch leichte Empörung über die Nichtachtung fundamentaler Menschenrechte durch das FBI und die Regierung geheuchelt, am Ende ist dann aber alles Friede, Freude, Eierkuchen und gut so, wie es ist. Zum Kotzen!


Warszawa
Warszawa

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spröde und detailarme Live-Versionen, 26. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Warszawa (Audio CD)
Nach dem ersten Kontakt zu PT mit FEAR OF A BLANK PLANET war WARSZAWA der 2. Tonträger von PT, den ich mir zulegte. Anfangs war ich sehr angetan davon. Da der Schwerpunkt des Profgramms Titel aus STUPID DREAM und LIGHTBULB SUN sind, habe ich mir diese beiden CDs erst viel später zugelegt und mich erst einmal auf die anderen Veröffentlichungen konzentriert. Nachdem ich nun STUPID DREAM und LIGHTBULB SUN mein eigen nenne, höre ich mir WARSZAWA eigentlich nicht mehr an, da die hier enthaltenen Versionen doch sehr spröde und detailarm ausgefallen sind, verglichen mit den wunderbar relaxt und detailbesessen ausgeführten Studio-Versionen. Bitte nicht falsch verstehen: WARSZAWA ist gut, kann aber im direkten Vergleich nicht bestehen. So geht es mir auch nur mit dieser CD, die anderen Live-Veröffentlichungen von PT finde ich toll.


Sucker Punch
Sucker Punch
DVD ~ Emily Browning
Preis: EUR 4,97

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur Form, keinerlei Inhalt, 25. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Sucker Punch (DVD)
"300" war wenigstens noch einigermassen spannend, hier jedoch siegt die Form uneingeschränkt über den Inhalt bzw. die Handlung. In der nahezu vollkommenen Entrückung der Handlung aus der "Realität" der Nervenheilanstalt in abstruse Fantasywelten ließen mich die Figuren ganz und gar kalt. Beeindruckend im besten Fall auf der optischen Ebene, aber mangels Spannung versiegte mein Interesse spätestens nach der Hälfte des Films. Diese meine Meinung bezieht sich auf die Kinoversion auf DVD. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein paar Minuten mehr auf BD daran etwas ändern könnte.


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