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Rezensionen verfasst von
xekinai_mia "xekinai_mia"

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Klett Sicher ins Gymnasium Deutsch 4. Klasse. Der komplette Lernstoff: Das Übungsbuch für den Übertritt
Klett Sicher ins Gymnasium Deutsch 4. Klasse. Der komplette Lernstoff: Das Übungsbuch für den Übertritt
von Hannelore Maier
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Konzept, unsauber umgesetzt, 20. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich nutze das Buch, um meine beiden Kinder (9 und 10 Jahre, zweisprachig aufgewachsen, aber französisch beschult) selbst in schriftlichem Deutsch zu unterrichten.

Auf den ersten Blick wirkt es systematisch aufgebaut, klar und ansprechend. Es deckt ein breites Themenspektrum aus den Bereichen „Rechtschreibung“, „Grammatik“, „Texte verfassen“ und „Texten Informationen entnehmen“ ab. Zu jedem Bereich ermöglicht ein Onlinetest die Ermittlung von Stärken und Schwächen des Kindes. Nach einer Auswertung werden dann passende Themenseiten angeboten. Jeder Bereich umfasst eine Reihe verschiedener Themen (der Bereich "Rechtschreibung" z.B. "Lange und kurze Vokale", "Schwierige Laute", "Auslaute"…). Die Themen sind in Unterthemen aufgeteilt, die jeweils auf einer Doppelseite mit immer gleichem Aufbau dargestellt werden: auf eine kurze Einführung folgen Übungen und ein kurzer Abschlusstest mit Zeitvorgabe, der einen Eindruck geben soll, ob das Kind „fit fürs Gymnasium“ ist. Hinzu kommen ausführlichere Tests am Schluss jedes Bereichs. Ein Lösungsheft und kleiner Elternratgeber runden das Ganze ab. Das Buch ist übersichtlich und ansprechend layoutet und illustriert. Die oft etwas konstruierten Beispieltexte fanden meine Kinder nicht den „Brüller“, aber zumindest auch nicht todlangweilig.

Wenn man damit intensiv arbeitet, merkt man allerdings schnell, dass das Ganze ein bisschen mit der heißen Nadel gestrickt wirkt. Es gibt viele Kleinigkeiten, die nicht sauber durchdacht sind, wo Erklärungen verwirrend, Lösungen uneindeutig oder Testaufgaben wenig sinnvoll sind. Fast auf jeder Seite finden sich solche „Mini-Bugs“. Beispiele gefällig?

Seite 6, Dehnungs-h und langes „i“: Hier sollen Wörter in eine Tabelle sortiert werden nach den Kategorien „Hörbares Dehnungs-h“, „Dehnungs-h“ vor l,m.,n,r“; „ie“, „ih“ etc. Die Kategorie „Hörbares Dehnungs-h“ wird aber im Einführungstext gar nicht erklärt, sondern nur in einem kleinen Extra-Kasten am Ende der Seite *nach* der Aufgabe. Zudem waren beide Kinder verwirrt darüber, dass „ih“ eine eigene Kategorie neben „Dehnungs-h vor l,m.n.r“ bildete.

Seite 110, Sachtexten einfache Informationen entnehmen: Hier werden beim Abschlusstest Fragen gestellt, die sich aus dem Text gar nicht beantworten lassen, sondern Vorwissen und Kombinationsgabe erfordern. Das ist m.E. nicht der Sinn eines Tests zum Leseverständnis.

Onlinetest zum Leseverständnis: In einer Testaufgabe sollten Verständnisfragen zu einem Text mit Linien mit den richtigen Antworten verbunden werden. Meine Tochter (die nicht besonders gut auf Deutsch liest) hat die Aufgabe korrekt gelöst, ohne ein einziges Mal in den Text zu sehen. Das lag schlicht daran, dass es jeweils logisch nur eine einzige mögliche Lösung gab (eine Frage begann mit „wann“ und nur eine einzige Antwort enthielt eine Zeitangabe; eine Frage begann mit „wo“ und nur eine einzige Antwort enthielt eine Ortsangabe etc.)

Schließlich sind die vorgesehenen Felder oft viel zu klein, um die richtige Lösung hineinzuschreiben.

All das ist nicht wirklich schlimm, aber eben auch keine saubere Arbeit. Man kann das Buch sehr gut zum Unterrichten nutzen, sofern man selbst ein bisschen mitdenkt, nicht gut erklärte Dinge erklären kann oder Aufgaben abwandelt. Aber das muss man eben auch tun, wenn man fruchtbar damit arbeiten will. Schade – ein Lehrbuch sollte eigentlich selbsterklärend sein.


Titus & Cräcker: Die Geschichte einer Freundschaft
Titus & Cräcker: Die Geschichte einer Freundschaft
von Ulrich Zaum
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Warmherzig und humorvoll, nicht für ganz kleine Kinder, 27. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der gutherzige, aber etwas simpel gestrickte Frosch will die schüchterne, vornehme kleine Fliege mit einem Happs zum Frühstück verschlingen – aber die wickelt ihn mit ihrer Wortgewandtheit ein und verwirrt ihn so sehr, dass er sie laufen lässt. Und das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Frosch verdankt der Fliege seinen Namen – Cräcker -, allerdings auf ungewöhnliche Art… Und die Fliege verdankt dem Frosch das erste Lächeln ihres Lebens.

Eine zarte, augenzwinkernde, warmherzige Geschichte mit fröhlichen, aussdrucksstarken Bildern mit charakteristischem Strich.
Es stimmt, was ein anderer Rezensent feststellt: Die Sprache ist anspruchsvoll. Ich würde das Buch eher ab sieben Jahren statt wie der Verlag ab fünf empfehlen. Aber es ist eine kluge, originelle, überraschende Sprache – auch geeignet, Kindern die vielen Möglichkeiten der Sprache nahezubringen. Als meine Kinder kleiner waren, habe ich die Geschichte einfach anhand der Bilder in eigenen Worten erzählt – das Vorlesen kann dann später kommen.


Schmidt Spiele 40867 - Der verzauberte Turm, Kinderspiel des Jahres 2013
Schmidt Spiele 40867 - Der verzauberte Turm, Kinderspiel des Jahres 2013
Preis: EUR 24,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas simpel, eher für Vorschulkinder, 8. Juli 2015
Meine Tochter hat das Spiel von einem Kameraden zum 8. Geburtstag bekommen, und wir waren gespannt darauf, weil es ansprechend aufgemacht ist und die Auszeichnung "Spiel des Jahres" normalerweise Spielspaß verheißt. Leider stellte sich heraus, dass das Spiel für die Altersgruppe etwas zu simpel ist. Meine Tochter verlor nach zwei Spielen die Lust, ihr neunjähriger Bruder nach einem. Auch wir Eltern standen nach der ersten Partie da und fragten uns: Das soll alles sein? Seither liegt es in der Ecke. In dem Spiel gibt es keine Entwicklung, keine Dynamik und der Spielverlauf lässt sich kaum beeinflussen. Die einzige Eigenleistung besteht darin, sich zu merken, welche Schlösser man schon ausprobiert hat und (für Robin), in welchen Mulden man schon gesucht hat. Ansonsten handelt es sich um reines Würfelglück. Letztendlich ist es ein etwas peppiger aufgemachtes Würfel-und-Zieh-Spiel. Ich kann mir vorstellen, dass es für 4-6jährige attraktiv ist - dazu tragen die lustige Gestaltung, die Idee mit der springenden Prinzessin und die Möglichkeit bei, die Rolle des bösen Zauberers einzunehmen und den Schlüssel zu verstecken. Daher drei Sterne. Aber leider ist es nicht gelungen, eine Idee zu entwickeln, die Spielspaß für die ganze Familie bietet. Und schließlich finde ich die Spielidee mit der hilflosen Prinzessin, die gerettet werden muss, reichlich angestaubt.
Wer gerne märchenhafte Szenarien mit bösen Zauberern und Helden hat und zugleich ein spannendes Familienspiel ab ca. 6 Jahren sucht, das witzige Effekte mit detektivischem Spürsinn, Kooperation und strategischem Denken verbindet, dem würde ich das Kinderspiel des Jahres 2008 empfehlen: "Wer war's?"


Boyhood
Boyhood
DVD ~ Ellar Coltrane
Preis: EUR 5,97

17 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hält nicht, was er verspricht, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Boyhood (DVD)
Ich bin jetzt wahrscheinlich eine Spielverderberin. Aber leider konnte mich der Film nicht so vom Hocker reißen, wie ich erwartet und gehofft hatte.
Die Idee, eine Geschichte über 12 Jahre in "Echtzeit" mit tatsächlich alterndem Personal zu drehen, finde ich faszinierend. Ich hatte mich darauf gefreut, Kindern beim Wachsen zuzusehen. Die Umsetzung allerdings zündete bei mir nicht so richtig.
Zum einen ist es vielleicht einfach die Fremdheit der texanischen Kultur. Schießübungen, Bible Belt und Irakheimkehrer sind einfach nicht meine Welt. Aber der Haupt-Haken ist, denke ich, drehbuchbedingt. Die regelmäßige Verwandlung von Olivias Männern in gewalttätige Trunkenbolde fand ich überzeichnet; wie es dazu kam, wurde nicht so richtig plausibel. Wie überhaupt so Manches: Trotz, oder gerade wegen der langen abgebildeten Zeitspanne lässt der Film paradoxerweise wenig Zeit für Entwicklung und Entfaltung. Kaum deutete sich ein Konflikt, eine Veränderung, eine interessante Entwicklung an (Kinder fragen erstmals kritisch nach Papas Leben; Mason wird von Schulkameraden gemobbt; eine Klassenkameradin interessiert sich für ihn; der Vater enttäuscht ihn, indem er ein längst vergessenes Versprechen bricht...) - zack, Schnitt, die Protagonisten sind wieder ein Jahr älter und was daraus geworden ist, weiß man nicht. So hat man zunehmend das Gefühl einer Aneinanderreihung von Episoden, die immer zufälliger und belangloser scheint - und trotz einiger berührender Einzelszenen und ausdrucksvoller Schauspieler stellte sich nach anderthalb Stunden Langeweile ein. Leider geht der Film danach noch siebzig Minuten weiter, und der ständige Wechsel der Frisuren reißt es nicht wirklich raus. Dazu permanentes Product Placement, von der XBox bis zu Harry Potter, und besonders penetrant Apple. Die letzten zwei, drei Szenen (an dieser Stelle kein Spoiler!) fand ich dann wieder stark - leider zu spät. Es bleibt hängen, was Olivia in der vorletzten Szene sinngemäß sagt: Ich hatte Kinder, ich hatte meinen Job, ich hatte Männer, Ihr seid aus dem Haus, und was kommt als nächstes? Meine Beerdigung!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2015 1:10 AM CET


Das Wut weg Buch. Spiele, Traumreisen, Entspannung gegen Wut und Aggression bei Kindern
Das Wut weg Buch. Spiele, Traumreisen, Entspannung gegen Wut und Aggression bei Kindern
von Thomas Kaiser
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für mich begrenzt hilfreich, 8. Mai 2014
Das Buch ist schön aufgemacht und enthält viele Ideen für Spiele, Traumreisen und Entspannungsübungen. Sicher ist das für viele Zwecke schön und kann helfen, insgesamt zu einem reicheren Gefühlsleben zu finden und die eigenen Emotionen besser zu verstehen und integrieren.
Das Buch bietet jedoch m.E. wenig Hilfe für akute Wut-Situationen (wie bleibe ich cool und hole das Kind runter, wenn es z.B. nicht mitgehen will und sich auf der Straße tobend auf den Boden wirft, oder wenn Geschwister "ausrasten" und sich prügeln und mir selbst schon der Kragen platzt?) und auch wenig praktische Anleitung zur Analyse und Vorbeugung solcher Situationen. Soll ich Geschwistern, die sich gerade außer sich vor Wut kratzen und beißen, vorschlagen: "Kämpft doch mal, ohne Euch zu berühren"? Oder einem tobendes Kind im Supermarkt eine Traumreise anbieten? Oder wird eine Entspannungsübung zu Hause in ruhiger Stimmung verhindern, dass es das nächste Mal tobt? Kaum. Hilfreichere Tipps habe ich aus einem Buch gezogen, dass sich eigentlich mit elterlicher Wut beschäftigt: "Wenn Eltern die Wut packt" von Matthew McKay. Hier gibt es konkrete Analyseinstrumente, was Stress- und Konfliktsituationen auslöst. Außerdem Tipps, wie man diesen Situationen vorbeugen kann (manchmal sind es so simple Sachen wie checken: Wann haben die Kinder zuletzt gegessen oder geschlafen?) und sehr praktische Beispiele, wie z.B. Gespräche über Konfliktthemen geführt Regeln ausgehandelt (und umgesetzt) werden können.


Eine Art zu leben: Über die Vielfalt menschlicher Würde
Eine Art zu leben: Über die Vielfalt menschlicher Würde
von Peter Bieri
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönlich gefärbtes Kaleidoskop, 23. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun also Würde. Peter Bieri, bekannt durch seinen spektakulären und faszinierenden Versuch, Willensfreiheit mit Determinismus zu versöhnen und als "Handwerk der Freiheit" neu zu buchstabieren, setzt sich wieder mit einer grundlegenden aufklärerischen Idee auseinander: der Würde des Menschen. Der Begriff wird in seiner schillernden Vielschichtigkeit abgetragen. In bekannter Bieri-Manier wird dem nachgespürt, was wir eigentlich meinen, wenn wir Würde sagen. Konkrete Situationen, konkrete Redeweisen schaut Bieri sich an und nimmt sie vorsichtig auseinander: Würde als Selbständigkeit, als Achtung vor Intimität, als Selbstachtung, als moralische Integrität...

Das ist reich und dicht und toll formuliert - und überzeugt mich dennoch weit weniger als das provokante "Handwerk der Freiheit". Zu assoziativ kommt das alles daher, es fehlt der klare, disziplinierte, argumentative Aufbau. Bieri ist stark, wo er sich mit Einwänden gegen sein Begriffsverständnis auseinandersetzt: Mit dem Kleinwüchsigen, der es nicht entwürdigend findet, beim "Zwergenweitwurf" geworfen zu werden, weil er damit freiwillig seinen Lebensunterhalt verdient. Mit den Facebook-Reisenden, die nichts Würdeloses daran sehen können, persönliche Details im Internet zu verbreiten, sondern für die das eine Frage von Transparenz und menschlichem Austausch ist.

Aber der Schlagabtausch bleibt häufig im Nirwana stehen. Die umstrittene Frage bleibt am Ende offen. Oder sie wird zwar beantwortet, aber es baut nichts darauf auf - es wird einfach eine neues Päckchen mit einer neuen Bedeutungsvariante geöffnet.
Und diese Auseinandersetzungen kommen zu selten vor. Bieri betreibt über lange Strecken Exegese statt Argumentation und allzu häufig und zu deutlich ist das die Exegese höchst persönlicher Empfindungen. Die Würdevorstellungen des mitteleuropäischen Bildungsbürgers werden dann zu allgemeinmenschlichen Würdevorstellungen, und es kommt zu so zweifelhaften Aussagen wie: Aberglauben ist würdelos. Am Ende bleibt man ziemlich ratlos mit einem Bündel unterschiedlichster (und erkennbar milieuspezifisch gefärbter) Bedeutungsnuancen statt einer einenden Idee zurück.

Gegen Ende reißt Bieri dann einige hochspannende Fragen an und behandelt sie sehr klug und berührend: Sinn des Lebens, Sinn für Proportionen, Schuld und Vergebung, Umgang mit Endlichkeit und Verfall. Leider allerdings nur sehr kurz, und mit Würde hat das nach meinem Empfinden nur noch am Rande zu tun. Es ist, als verwende Bieri den Begriff der Würde als großes Füllhorn für alles, was in einem Menschenleben wichtig sein kann - aber dafür ist der Begriff eigentlich zu klein.

Im Grunde, denke ich, ist alles viel einfacher. These: Es gibt an der Würde nichts Allgemeinmenschliches. Würde hängt an der Achtung. Wenn ich mich selbst achte, erlebe ich mich als würdig. Wenn ich mich so verhalte, dass andere mich achten (können), erleben die anderen mich als würdig. Und wenn mich jemand miss-achtet, erlebe ich selbst oder Dritte das als Verletzung meiner Würde. Würde ist ein Proxy für: Respekt verdienen oder bekommen.

Womit man sich aber Respekt verdient oder wofür man ihn bekommt, ist kulturell höchst relativ. In manchen Ländern geht eine respektable Frau verschleiert - und das Entblößen des Haares gilt als würdelos. In einer europäischen Fußgängerzone gilt es als würdelos, sich nackt auszuziehen und laut zu schreien - bei einem schamanischen Tanz bekommt der Schamane, der dasselbe tut, höchsten Respekt. Die Frage nach der Würde, die philosophisch so sperrig wirkt, lässt sich soziologisch ziemlich schlicht auflösen. Spannend wäre dann nicht die Frage: Was "ist" Würde? Sondern: Wie leben wir in Frieden in einer Welt zusammen, in der Würde eine zugleich so essenzielle und so kontroverse Vorstellung ist? Die Frage verliert man leider, wenn man Würde philosophisch essenzialisiert.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2014 8:31 AM CET


Alles von Zackarina und dem Sandwolf (Gulliver)
Alles von Zackarina und dem Sandwolf (Gulliver)
von Åsa Lind
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Ein starkes Tier, 22. November 2013
Zackarina wohnt mit ihren Eltern in einem kleinen Haus am Meer. Sie spielt gerne Fußball, wünscht sich ein Kaninchen und liebt Papas Schokoladenkuchen. Und sie ist tagtäglich mit vielen Rätseln konfrontiert: Wo war ich, bevor ich auf die Welt kam? Warum meckern die Großen immer? Warum ist das Universum so doof groß?
Und wenn Zackarina eine Frage hat, dann besucht sie den Sandwolf. Der lebt am Strand, ist glitzergelb, schön und stark, und alt wie das Universum. Und wenn er einmal zufällig keine kluge Idee hat, dann erlebt sie mit ihm bestimmt etwas, was sie das Rätsel in einem neuen Licht sehen lässt.
Zackarinas Welt ist klein. Das Haus am Meer, Papa und Mama, die Rätsel, der Sandwolf. Nur ein einziges Mal kommen ein paar Tanten zu Besuch, es gibt keine Schule, keine Gleichaltrigen, keine Welt außen herum - außer, wenn Mama ins Büro verschwindet. Ein Kammerspiel. Aber das stört nicht. Denn dieses Kammerspiel hat alles, was es braucht. Ein liebenswert echtes Kind, kluge Fragen und originelle Antworten. Oder Gegenfragen. Eine klare, einfache, gestochen scharfe und zugleich poetische Sprache. Die liebevollen Bilder von Philip Waechter stützen die Erzählungen einfühlsam. Philosophie in Bestform - mitten im Leben.
Am stärksten ist der erste Band - später wird Einiges für meinen Geschmack zu konstruiert. Die erst eher sparsam eingestreuten phantastischen Elemente häufen sich, manches wirkt abgehoben. Nichtsdestotrotz: Eines der wenigen Bücher, das meine beiden sich sonst nie einigen Kinder (Junge, 8 und Mädchen, 6) ebenso lieben wie ich.


Asterix 35: Asterix bei den Pikten
Asterix 35: Asterix bei den Pikten
von Jean-Yves Ferri
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein klassisches Asterix-Vergnügen, 7. November 2013
Bravo, Uderzo. Nun hat er sich also einen Stoß gegeben für einen Neuanfang - und einen gelungenen. Bravo, Ferri und Conrad. Nach den immer absurder werdenden Plots der letzten Hefte endlich wieder ein Asterix reinsten Wassers. Wie man ihn kennt - mit klassischen Zeichnungen, den bekannten Charakteren, running gags, Wortwitz, und Volksstämmen, die durch den Kakao gezogen werden. Ohne Liebesgeschichte, Ufos und Pomp. Nichts wirklich Überraschendes - aber alles, wie sich's gehört und vieles zum Schmunzeln. Bravo auch an die Übersetzer und deutschen Bearbeiter: Die gelungenen Wortspiele lassen mich manchmal rätseln, wie das wohl im französischen Original lautete. Vielleicht kaufe ich mir das auch noch.


Mutterkind
Mutterkind
von Jayne Anne Phillips
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leben, Tod und Alltag, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Mutterkind (Taschenbuch)
Ein Buch ohne Spannungsbogen, ohne Höhepunkte, ohne Ziel, ein Buch quasi ohne Plot – geht das? Ein Buch, das einfach nur das tägliche Leben einer Frau erzählt. Ein Leben während eines Jahres in den frühen 80ern, zwischen Geburt und Tod, zwischen langsamem Wachsen (ihres ersten Kindes) und langsamem Sterben (ihrer Mutter). Während dieses Jahres bringt die ehemalige Schriftstellerin Kate ihren Sohn Alexander zur Welt, überwindet Stillprobleme und postnatale Depressionen, heiratet, versucht sich mit den Kindern ihres Mannes aus erster Ehe zu arrangieren, versorgt ihre Mutter Katherine sowie zwei Hunde, trauert manchmal ihrem ungebundenen Leben und ihrer Reise nach Indien nach. Durchbrochen wird die Struktur von Rückblenden in die Zeit, als Kate von Katherines Krebserkrankung erfuhr.

Das alles kommt ohne dramatische Effekte aus. Man wartet ständig, dass etwas passiert – aber es passiert nichts. Oder vielmehr nur das, was eben in jeder ähnlichen Situation passiert. Es wird Wäsche gewaschen, mit dem Mann gescherzt, Babysachen ausgewählt, es wird der Geburtstag des Stiefsohns zelebriert, um seine Gunst zu gewinnen, es wird gestillt und Blumen gepflanzt und Medikamente gekauft. Es werden Gespräche mit Ehemann, Babysitterin, Nachbarin, mit den geschiedenen Eltern geführt. Die Mutter wird langsam schwächer. Der Sohn lernt brabbeln und krabbeln. Es gäbe eigentlich Stoff für Familiendramen, aber die Dramen passieren nicht. Es gibt riskante Situationen, aber auch die haben etwas Alltägliches. Sie passieren, gehen vorbei, sie führen keine Wende herbei und treiben keine Handlung voran. Das Buch erzählt aus Kates Perspektive, aber hält sonst eine gleiche, zuweilen fast gleichmütige Distanz zu allen Figuren. Nah genug, um aufmerksam, respektvoll, manchmal sogar zartfühlend zu beobachten. Nicht nah genug, um starke Emotionen zu zeigen oder zu wecken.

Ich war ständig hin- und hergerissen. Nach den ersten drei Seiten habe ich das Buch weggelegt – vor allem aus Irritation über die ständigen unmotivierten Tempussprünge (die glücklicherweise bald aufhören). Dann nahm ich es wieder auf. Manchmal über lange Strecken gebannt von der leisen Präzision, mit der dieser Alltag erzählt wird. Eine Genauigkeit, die einen Sog entwickelt: man lebt mit. Dann wieder irritiert: Was soll das alles? Wo führt das hin? Was will die Autorin uns damit sagen? Wenn ich Reality-TV haben möchte, kann ich in den Spiegel gucken oder meine Nachbarin beobachten, oder? Ereignislosigkeit auf 430 klein gedruckten Seiten. Ereignislosigkeit? Alltag. Oder doch: Lebensfluss? Einfach: Leben?

Und dann, im letzten Kapitel, wird das Buch (noch einmal) verstörend intensiv. Dann erzählt es die letzten Wochen von Katherines Leben so, dass – außer vielleicht Alexander – nichts anderes mehr Platz hat. Das Sterben, so leise, so unspektakulär wie alles in diesem Buch, füllt alles aus. Und als es zu Ende ist, hinterlässt es Kates Leben offen, als Fragezeichen. Und man klappt das Buch zu und bleibt selbst zurück wie benommen.

Ein Buch, das sich kaum in eine Anzahl von Sternen fassen lässt. Ein sehr spezielles Buch. „Ich werde den Leuten sagen, dass manche Temperamente einfach nicht zusammen passen. Und dass Sie großartige Arbeit geleistet haben“, sagt Kate gegen Ende, als sie eine Pflegerin entlässt. So ist es auch mit diesem Buch. Es ist, auf seine Art, großartig. Und die Frage ist, ob das Temperament des Buches zum Temperament des Lesers passt. Wenn nicht, wird man sich gepflegt langweilen. Wenn ja, wird man, irgendwann, diesen Sog spüren.


Einsteins Versprechen
Einsteins Versprechen
von Àlex Rovira
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen An den Haaren herbeigezogen, 10. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Einsteins Versprechen (Taschenbuch)
Eine Jagd nach Einsteins letzter Erkenntnis, quer durch Europa und die USA, mysteriösen Andeutungen und Hinweisen hinterher. Eine Suche nach einer vermuteten Enkelin des Ausnahmegenies. Immer wieder Halt an biographischen Stationen. Geheimnisvolle Morde, undurchsichtige Gegenspieler. Was anfangs eine furiose Mischung aus Wissenschaftsgeschichte, Krimi und Love Story zu werden verspricht, wird im Laufe der Zeit immer absurder und esoterischer. Eine Halbwüchsige mit blauen Zöpfen und Sendungsbewusstsein, zwei einander bekämpfende weltumspannende Organisationen nach "Gut" und "Böse"-Manier, alchemistische Rahmentexte, eine Wüsteneinsiedlerin und eine pseudophilosophische Poesiealbum-"Erkenntnis" zum Schluss machen das Ganze schon schwer genug verdaulich. Dazu kommt, dass die Handlungen der Personen mit wenig bis keiner plausiblen Motivation ausgestattet sind (was genau treibt eigentlich die blaubezopfte "Lorelei" an? Warum werden ausgerechnet ein paar halbwissende Wissenschaftsjournalisten mit der Suche nach Einsteins Vermächtnis beauftragt?). Viele Handlungsfäden versanden einfach (was war nochmal mit dem Kampf Gut gegen Böse?). Die Protagonisten recherchieren weniger, als dass sie sich von wilden Spekulationen antreiben lassen, die sich dann - o Wunder! - als zutreffend erweisen. Und eine Reihe von Vorkommnissen bleibt unlogisch und kann nicht plausibel erklärt werden (Wie schafft es eine Einsiedlerin in der mexikanischen Wüste, binnen einer Viertelstunde einen handschriftlichen Brief in Madrid zustellen zu lassen oder einen Roboter in Zürich zu programmieren?). Zwei Sterne gebe ich noch für die Idee, die vielversprechend war und für eine gewisse, wenn auch simpel konstruierte "Basisspannung".


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