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DerSchweiger "real_schweiger"

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Philips BDP3380/12  3D Blu-ray Disc/DVD-Player (DivX Plus HD, USB 2.0) schwarz
Philips BDP3380/12 3D Blu-ray Disc/DVD-Player (DivX Plus HD, USB 2.0) schwarz

2.0 von 5 Sternen Laut, langsam und dann defekt, 21. April 2014
Ich habe mir Ende März 2014 den PHilips BDP3380 bestellt und freute mich nach dem Auspacken zunächst an der Optik.
Anschließen und Inbetriebnahme war kein Problem, die wichtigsten Einstellungen lassen sich zügig vornehmen.
Nach dem Antesten von "Avatar 3D" war ich sehr zufrieden mit dem Gerät.

Je öfter der Player jedoch in Betrieb genommen wurde, desto häufiger und unangenehmer fiel die recht hohe Lautstärke beim Einlesen von DVDs und Blu-ray's auf.
Nun gut, sobald das Menu gestartet war, wurde das Brummen leiser...

In einigen Bewertungen wird die "fehlende" Auswurftaste der Fernbedienung genannt. Diese ist zwar vorhanden, funktioniert aber nur nach dem Glücks- oder Zufallsprinzip. Will heißen: Wird der Player gestartet und man möchte die Lade öffnen, funktioniert es in den meisten Fällen per Fernbedienung. War der Player bereits in Betrieb, der Film wurde gestoppt und man möchte ihn austauschen, verliert man rasch den Glauben ans Gute. Benötigt der Player nach Inbetriebnahme einen 3-Sekunden-Druck auf die Taste, so kann man sie hinterher auch gerne 10 Sekunden gedrückt lassen: Nichts passiert.
Nun gut, um den Film zu wechseln steht man ohnehin vor dem Gerät, dennoch ärgerlich.
Benutzt man nun den "Öffnen" Knopf am Gerät, so darf man auch bis zu 10 Sekunden warten ehe etwas passiert. (Brummen und Rattern inklusive)

Weitere Störfaktoren werden während dem Betrieb offensichtlich.
Hat man eine Stelle im Film, die man gerne vorspulen möchte, so reagiert das Gerät gerne verlangsamt auf die Aufforderung. Wer also nicht die nötige Geduld aufbringt ehe etwas passiert (was man mir gelegentlich vorwerfen darf) und ein weiteres Mal drückt, der wechselt unverhofft von Schnellvorlauf auf normale Abspielgeschwindigkeit.
OK, beim nächsten also darauf geachtet und siehe da, er spult.
Wird diese Funktion jedoch zu lange genutzt (ich schätze mal 5 Sekunden), kehrt er nicht mehr in den Abspielmodus zurück sondern lässt einen Fortan das Disc-Menu oder die Ordnereinstellung der ext. Festplatte bestaunen.
Hat man das Glück, dass der Film doch fortgesetzt wird, reibt man sich verwundert die Ohren... der Ton ist weg!

Also gut, dann werde ich keinen Film vorspulen - denke ich dabei.
Ein "Problem" meines Sehverhaltens ist: Ich schaue die Filme oft nicht zu Ende (weil ich abends oft müde werde).
Hatte ich anfangs gehofft, den Film nach späteren Einschalten des Geräts an der gestoppten Stelle fortsetzen zu können, so wurde ich enttäuscht. Die Disc startet sogleich im Starmenu, keine Anfrage, ob ich den Film an der gestoppten Stelle fortsetzen möchte (wie ich es von meinem vorherigen Player gewöhnt war). Nun ja, dann schaue ich abends keine Filme mit Überlänge.

Nach drei Wochen dann der Defekt: Blu-rays und 3D Blu-rays werden wie gewohnt mit lautem Brummen und Rattern eingezogen, es folgte nun ein Knacken und dumpfes Piepen, wiederholtes Rattern und Piepen und schließlich die Meldung "Keine Disc im Laufwerk"!!
DVDs werden weiterhin problemlos abgespielt, für die ursprüngliche Nutzung von (3D) Blu-ray's ist er aber nicht länger zu gebrauchen.

Dieses unrühmliche Ende passt sich dem Gesamtbild an, das ich in den vergangenen drei Wochen vom Player erhalten habe.
Einen Umtausch des Geräts habe ich abgelehnt. Möglich, dass es ein "Montagsmodell" ist, aber nach meiner ersten Philips-Erfahrung kehre ich dann doch lieber zu LG oder Samsung zurück.

Einen Stern (neben dem Amazon-Gnadenstern) gibt es von mir für das Bild, hier gab es nichts zu beanstanden.


In einem Land vor unserer Zeit. Die Insel
In einem Land vor unserer Zeit. Die Insel

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Buch - mit Kleinigkeiten zum bemängeln, 18. August 2013
Der Titel lässt es erahnen: Das im Unipart-Verlag erschienene Buch bebildert den fünften Film der Reihe "Die geheimnisvolle Insel".
Mit einem anderen Buch "Litlefoot's neue Abenteuer" war ich nicht sehr zufrieden. Die Story entfernte sich weit vom Inhalt des Films, so nicht im vorliegendem Buch.

Ein Schwarm Blattfresser befällt das Große Tal der Dinosaurier und hinterlässt kahle Bäume. Nun müssen die Dinos aufbrechen um einen neuen Platz zum Leben zu finden. Auf dieser Reise gibt es Streit zwischen den erwachsenen Dinos, was Litlefoot und seine Freunde dazu bewegen lässt, auf eigene Faust einen geeigneten Platz zu finden.
Hier stoßen sie auf eine abgelegene Insel und zu ihrer Überraschung treffen sie dort einen alten Bekannten.

Natürlich gibt "Die Insel" nicht alle Facetten des Films wieder. Einige Motive werden nur oberflächlich behandelt (etwa der Aufbruch von Littlefoot und seinen Freunden, die Bezwingung des großen Wassers um letztlich die Insel zu erreichen, die Vielfältigkeit der dort lauernden Gefahren, etc.), dennoch verfolgt das Buch die Schritte der kleinen Dinos wie meine Tochter es zuvor im TV sehen konnte.
Sehr wohlwollend nahm ich zur Kenntnis, dass Spike tatsächlich nicht ein Wort spricht, allerdings kommt mir Petry viel zu knapp vor.
Zugegeben, seine Sprache vorzulesen dürfte eine Herausforderung darstellen, dennoch hätte es mehr als ein Satz sein dürfen.

Meine Tochter war in der Summe sehr erfreut, das Buch steht momentan sehr hoch auf ihrer Favoritenliste und mir hat das Vorlesen ebenfalls Spaß gemacht. Gerne hätten es noch einige Sätze mehr sein können, aber auch so war das beidseitige Vergnügen groß.

Die Bebilderung ist OK. Sie zeigen immer das, was auf der jeweiligen Seite vorgelesen wird. Litlefoot und seine Freunde sind jederzeit zu erkennen, und doch bin ich nicht ganz glücklich über die Qualität der Bilder.
Liegt vielleicht auch daran, dass die vorherigen Bücher detailliertere Darstellungen präsentierten.
Auch ist die Farbgebung der Umgebung nicht immer glücklich gewählt.

Vielleicht bin ich hier zu streng, aber die Summe der kleinen Dinge die mich stören veranlasst mich dazu, einen Stern abzuziehen.
4 Sterne zeugen aber immernoch von einem großen (Vor-)Lesespaß.


The Last Stand (Uncut) [Blu-ray]
The Last Stand (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Arnold Schwarzenegger
Preis: EUR 9,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gekonnter Mix aus Action, Coolness und Humor, 22. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: The Last Stand (Uncut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich war zugegeben etwas skeptisch, als es hieß, Arnie würde wieder vor die Kamera treten.
Sein Auftritt in "Expendables 2" war (wie der gesamte Film) unterirdisch. Dass es natürlich ein Action-Streifen sein musste war klar, erhöhte meine Erwartungen jedoch nicht im Geringsten.
Kürzlich aber sah ich "The last stand" und stehe kurz davor, zu applaudieren.

Als Sheriff der Grenzstadt Sommerton Junction möchte Owens, dem Alter Tribut zollend, seine Karriere in ruhigeren Gefilden ausklingen lassen. Mit der Ruhe ist es jedoch bald vorbei, als er einen Farmer ermordet in dessen Haus vorfindet und das FBI mitteilt, dass ein entflohener Drogenboss auf dem Weg nach Sommerton Junction sei.

Wie in Action-Streifen nicht unüblich, ist die Handlung übersichtlich. Interessant wird der Film u.a. dadurch, dass der Fokus nicht alleine auf Schwarzenegger liegt. Dem entflohenen Drogenboss Cortez (jung, gutausehend, Hobby: Rennfahrer) und dem ihm hinterher hechelndem FBI wird viel Platz geboten.
Das ist meistens sehr schön anzusehen, ist Arnie's Schauspiel doch ein wenig eingerostet.

In "The last Stand" werden natürlich einige Klischee's in Szene gestellt: Es gibt hier den alternden und ermüdeten, dennoch kauzigen, Kollegen von Owen ebenso wie den jungen und aufstrebenden Möchtegern-Cop, den es nicht schnell genug an die "Action" zieht.
Die Kleinstadt ist ruhig und gemütlich. Footballspiele sind hier die reinsten Gassenfeger, jeder kennt jeden usw.

Hinsichtlich des Hintergrunds, dass Cortez in die Todeszelle abtransportiert werden soll, wird das FBI meiner Meinung nach etwas sehr dümmlich in Szene gesetzt. Natürlich darf hier der überfordert wirkende Einsatzleiter (dargestellt von Forest Whitaker) nicht fehlen. Mit zunehmender Verzweiflung muss er mitansehen, wie Cortez jede aufgestellte Barrikade des FBI per Corvett Z1 hinter sich lässt. Dies geschieht natürlich nicht ohne großes Blutvergießen.
Die Tölpel vom FBI mag ich mal verzeihen (sonst hätte es einen Arnie doch nicht bedarft!), dieses Gebrause in der Corvett ging mir nach einer Weile dann doch ziemlich auf die Nerven.
Ich gebe zu: Fast&Furious ist ein Film, den ich nie zu Ende schauen würde und vermutlich liegt es an meiner Unwissenheit über getunte Sportfahrzeuge, dass mir die Spielchen, die Cortez mit dem Wagen vollführt, ziemlich albern vorkommen.

Sehr schön hingegen gefällt mir, dass der Film nicht übertriebene Action präsentieren will. Arnie wirkt alt, aber auch cool - seine Sprüche passen in den meisten Momenten und auch die eingstreuten Schmunzler finden mein Gefallen. Das Finale an der Grenze ist glücklicherweise nur eine Spur zu lang, es stört bloß ein wenig, dass Arnie selbst als Sheriff noch die Terminator-ähnliche Schmerzfreiheit besitzt - aber was tut man nicht alles für sein Vaterland. Dieser Patos kommt glücklicherweise nur in einer Szene unnötig explizit zur Geltung. Dass Owen das Gesetz über sein Leben stellt ist erfreulicherweise nicht allzu deutlich dargestellt.

Fazit: Gut gemachter Action-Film, der hier und da etwas übertreibt, in dem Arni aber recht wohlwollend in Szene gesetzt wird. Tolle Bilder und pointierter Humor runden das Filmerlebnis ab.
The Last Stand verkommt glücklicherweise nicht in einer One-Man-Show und hat mir recht gut gefallen.
Leider trüben mir die Corvett und die missglückten Handlungen des FBI das Gesamtbild.
4 Sterne und damit überraschend mehr, als ich zuvor für möglich gehalten hätte.


In einem Land vor unserer Zeit: Littlefoot erlebt neue Abenteuer
In einem Land vor unserer Zeit: Littlefoot erlebt neue Abenteuer
von Annette Weber
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend für Kenner der Filme 2 und 3, 21. Juni 2013
"Littlefoot erlebe neue Abenteuer" beinhaltet im Groben die Handlung der Filme "Das Abenteuer im Großen Tal" sowie "Die Zeit der großen Gabe".
Das Buch macht optisch nicht sehr viel verkehrt, meine Tochter liebte es beim ersten Anschauen und freute sich auf ein Wiedersehen mit den von ihr geliebten Dinos.
Beim ersten Lesen machte sich aber bald Ernüchterung breit. Tatsächlich scheint es so, als habe die Autorin lediglich die Bilder zum Buch vorgelegt bekommen. Eine Notiz mit den Namen der Dinofreunde lag dem wohl bei, denn hier macht sie immerhin keinen Fehler.

Die Eigenarten der Freunde (Starrköpfigkeit bei Cera, aufgeregtes "Ya ya ya" von Ducky, gramatisch verkehrte Sätze von Petrie etc.) kommen in nicht einem einzigen Satz zur Geltung.
Jeder spricht hier die selbe Sprache, jeder Satz klingt identisch. Besonders überrascht war meine Tochter, dass Spike plötzlich wie ein Wasserfall reden konnte ("wann hat er das denn gelernt?")
Dass die Geschichte aufgrund des Umfangs nicht 1:1 von den Filmen übernommen werden konnte, leuchtet mir ja noch ein. Aber leider werden Inhalte und Umstände die zu den Geschehnissen führen dann doch sehr frei wiedergegeben.
So fallen z.B. in der ersten Geschichte bloß Cera und Littlefoot in den Sumpf - das Bild zu dieser Szene zeigt aber, wie alle Freunde von Littlefoots Großvater gerettet werden.
Diese Pannen schleichen sich vermehrt ein und verwundern den Leser selbst dann, wenn er die Filme nicht kennt.

Nachdem mich meine Tochter nach dem ersten Lesedurchgang auf meine "Pannen" hingewiesen hat, konnte ich ab dem zweiten Mal improvisieren. Zum Glück sieht sie die Unterschiede nicht so eng (sie akzeptiert auch die Unterschiede zwischen den Filmen und Büchern der "Conni" Reihe).

Fazit: Eigentlich schade, dass es nicht mehr Bücher aus dieser Film- und TV-Reihe gibt. Wären sie in der Umsetzung mit diesem aber identisch, würde ich mir einen Kauf dennoch gründlich überlegen.
Das Buch ist erzählerisch absolut lieblos, der Wiedererkennungswert zu den Filmen liegt im Grunde nur bei den Namen der Dinofreunde. 2 Sterne von mir, obwohl meine Tochter sicherlich den einen oder anderen mehr vergegben hätte ;)


Peanuts - Glück ist eine wärmende Decke, Charlie Brown [Blu-ray]
Peanuts - Glück ist eine wärmende Decke, Charlie Brown [Blu-ray]
DVD ~ Andy Beall
Preis: EUR 7,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu lang für eine Episode, zu kurz für einen Film, 18. Juni 2013
Ich war etwas irritiert, als ich den Titel im Regal stehen sah. Die Thematik der verschwundenen (oder entwendeten) Schmusedecke gab es bereits in den klassischen Folgen. Wurde hier also eine alte Folge "remastered"?
Nein, dieses Filmchen ist durchaus neu.
Dass Linus seine Schmusedecke über alles liebt ist für Peanuts-Freunde keine Neuigkeit. Ihm wird sogar übel, wenn sie ihm zum Waschen entwendet wird.
Nun kündigt seine Großmutter ihren Besuch an, und er sei der einzige ihrer Enkel, der eine derartige Schwäche habe.
Im weiteren Verlauf der Folge übt sich Linus wenig erfolgreich im Verzicht auf seine Schmusedecke.

In diesen Plot werden kurze "Sketche" mit den übrigen Vertretern der Peanuts eingestreut. Leider ist das Zusammenspiel mit Charlie Brown sehr kurz bemessen. Neben Lucy hat er aber die meisten Auftritte in diesem kurzem Film. Gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit PigPen. Snoopy's Rolle ist eine Untergeordnete - sie wirkt jederzeit einfallslos und konstruiert - darüber hinaus werde ich das Gefühl nicht los, "seine" Szenen bereits in anderen Folgen gesehen zu haben.

Für das Thema an sich ist die Folge zu lang, um altbekannte Figuren wiederzusehen und wertschätzend im "neuen Glanz" betrachten zu können, ist er zu kurz. Darin liegt zum Einem das Dilemma des Films. Angereichert mit kurzweiligen Gastspielen fernab der Thematik "Schmusedecke" verliert diese lange Episode immer wieder den roten Faden.

Dass hier mit einem neuen Look gearbeitet wird, finde ich eher wenig dramatisch. Die Figuren sind allesamt zu erkennen, mit zuweilen nur minimalen Abweichungen zu den Originalzeichnungen bin ich beim Zuschauen im Grunde zufrieden gewesen.
Störend fiel mir hingegen der oft sehr grelle Hintergrund auf. So tut es beinahe in den Augen weh, wenn Sally mit ihren blonden Haaren einen grell-gelben Raum betritt.
Der übrige Look ist schön nostalgisch, es gibt keine LCD-TV's, Notebooks etc.

Die Charakterzeichnung ist hier nicht so pointiert wie man sie aus der Vergangenheit kennt. Man erkennt die Figuren zwar in ihren groben Facetten wieder, die Interaktion zwischen ihnen ist aber höchst unbefriedigend (wie schmachtvoll waren doch einst die Szenen, als Lucy schmachtend vor Schröders Klavier liegt. Alleine hier erkennt man das Manko des Films).

Nur kurz zur Synchronisation: Sie passt zum großen Teil. Leider vermisst man hier und da eine intensivere Akzentuierung, aber das will ich mal verzeihen. Auch in der Vergangenheit hatte ich mir immer wieder mal etwas mehr "Volumen" in den Stimmungen der Peanuts gewünscht.

Unter dem Strich bleiben 3 Sterne stehen. Die 4 Sterne verfehlt die Episode, weil sie nicht in der Lage ist, die 45 Minuten inhaltlich auszufüllen. Abzüge gibt es für die stellenweise wehtuende Farbzeichnung und dem uninspiriert in Szene gesetzten Snoopy.


Resident Evil: Retribution [Blu-ray]
Resident Evil: Retribution [Blu-ray]
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 8,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irgendwann kann doch mal Schluss sein, 19. Mai 2013
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, den Film im Rahmen eines "Herrenabends" gesehen zu haben.
Eins vorweg: Ich bin kein großer Fan des Games (habe nur Teil 1 gespielt), mag Zombie- und Apokalyptische Filme recht gerne. Die Filmreihe hatte ich bis Teil 3 durchgehalten, Teil 4 ging irgendwie an mir vorbei und wenn ich meinen Kollegen trauen darf, hab ich da auch "nix verpasst".

Nun denn, Retribution startet sogleich mit dem Cliffhanger aus dem Vorgänger, rückwärtslaufende Zeitlupe. Alles sehr stylisch und bemüht, die Ballerei in eine gewisse Ästhetik zu bringen. Als Zuschauer empfand ich sogleich die mulmige Gewissheit, wohin es mit dem Film gehen soll.
Später sehen wir Alice inmitten ihrer Familie in wohliger Vorstadtidylle, ehe diese durch einen Zombieangriff jäh zerstört wird.

Später erwacht Alice in einer überdimensionierten, unterirdischen Anlage der Umbrella-Corporation, die für interessierte Investoren in gewisser Weise als "Virus-Appetizer" genutzt wurde. Hier werden in verschiedenen, aneinandergrenzenden Hallen, große Städte der Welt mitsamt Zombie-Epidemie simuliert.
Der Weg zurück auf die Oberfläche führt durch eben jene Städte. Unterstützt durch eine Spionin ihres Erzfeindes Wesker und eines hinzugerufenen Befreiungsteams kämpft sich Alice Stück für Stück nach vorne.

So weit, so gut. Mehr gibt die Story leider nicht her. Es tauchen immer wieder diverse Klons altbekannter Figuren der Reihe auf, fiese Mutanten und quasi ein best-of der schaurigsten Monster der vorherigen Teile komplettieren das Set.
Die Idee der Klone fand ich in früheren Teilen der Reihe zunächst interessant, allderings wurde die Thematik doch etwas zu sehr überstrapaziert. Hier wird in einer späteren Szene der Vogel abgeschossen, insgesamt macht es die Charakterzeichnung jedoch zunichte. (wobei ich anmerken muss, dass diese im Resident-Evil Universum ohnehin nie besondere Tiefen erfahren haben)

Nach der Eröffnungsszene war ich zunächst positiv überrascht. Die Darstellung der Vorstadt-Szene mit den Zombieattacken empfand ich als sehr stark. So stelle ich mir einen Zombie-Film vor.
Dass Resident Evil kein Zombiefilm ist, sondern aufgrund der überdimensionierten Mutanten etc. eher ein Endzeitfilm darstellt, erschwert für mich das weitere Schauen.
Hier krankt der Film mal wieder an unzählig angewandten Storytwists der Vergangenheit. Immer wenn man glaubte, Umbrella ein Bein gestellt zu haben, kam irgendwo ein neuer, großer, wichtiger Standort zur Geltung.
Irgendwann auf den Weg zu "Retribution" hat man wohl selbst vergessen, um was es gehen soll.

In den knapp 90 Minuten des Films wird geballert ohne Ende, viele Szenen und Choreographien wurden ausschließlich für den 3D-Effekt inszeniert. Dem einen mag es gefallen, mir nicht.
Warum die Alice zu Hilfe geeilte Spionin ein rotes Abendkleid tragen muss, erschließt sich mir nicht. Dieses behindert sie im weiteren Verlauf der Geschichte zu keiner Sekunde, alles sitzt, wie es sitzen muss.
An jeder Ecke lauert eine 1000 Zombies/Mutanten zu Eins Situation, Umbrella hat vorsorglich schon mal Waffen ohne Ende für eine mögliche Flucht zur Verfügung gestellt - anders wäre es doch zu einfach gewesen, oder?

Die Story ist tot. Schon längst, und irgendwie will es keiner merken.
Als am Ende ein neuerlicher Cliffhanger zum nächsten Streifen präsentiert wird, will man sich einfach nur noch verzweifelt die Hände vor den Kopf halten. Irgendwann ist doch mal gut, oder nicht?
Muss nun tatsächlich eine epische Schlacht der letzten 4 oder 5 kampffähigen Menschen gegen diese Übermacht von Überwesen wirklich sein?
Die Suche nach der letzten Zuflucht im (recht schwachen) dritten Teil fand ich noch recht spannend und naheliegend.
Bei den unzähligen Klonen (weiß überhaupt noch wer, der wievielte Klon in der wievielten Charakterfacette hier auftaucht?) ist ohnehin deutlich genug, dass im Grunde kein Ende in Sicht sein kann.

"Resident Evil - Retribution" konnte mich ca. 10 Minuten faszinieren. Hier bediente man sich Trademarks, die dem RE-Kosmos schon lange nicht mehr zugehörig sind. Stattdessen gibt es ein Feuerwerk nach dem Anderen, man versucht pseudo-coole Sprüche einzustreuen (dafür ist ein Rescue-Team schließlich da), eine Michelle Rodriguez darf dank Klon-Technik zeigen, dass sie sowohl den guten als auch fiesen Charakter nicht(!) spielen kann und Milla Jovovich trägt während des gesamten Films einen einzigen Gesichtsausdruck. "Menschlich" ist an ihr schon lange nichts mehr, wie es scheint.

Ich entscheide mich in der Summe für 2 Sterne. Der Film ist nicht gut, bei weitem nicht. Aber das will er auch nicht, insofern ist er konsequent. Hier soll der Zuschauer bedient werden, der sein oppulentes Heim-Kino ausgereizt haben möchte. Auf eine mögliche Story wird keinerlei Zeit verschwendet. Alice wacht auf und will aus dem Bunker raus. Punkt.
Da ich ohne recht große Erwartung an den Film rangegangen bin, konnte ich in der Summe auch nicht allzusehr enttäuscht werden. Dass ich mich hinterher trotz lecker Bier nicht beim Gastgeber für das Zeigen des Films bedanken konnte, spricht allerdings eindeutig gegen "Retribution".
1 Stern ist bei Amazon minimum, den zweiten Stern gibt es für ein sehr nettes Zombie-Intermezzo zu Beginn des Films. Alles in allem bleibt nichts weiter übrig, dass ein Lob verdient hätte. Von Schauspielerleistung muss man nicht reden, die Effekte sind nett, aber Zuschauer, die gerne mal Filme mit zumindest einem Hauch von Inhalt schauen möchten, kann das nicht trösten.

Auch wenn die Reihe noch unendlich fortgesetzt werden sollte, dies war mein letzter Resident Evil.


The Manuscript Ep (Ltd.)
The Manuscript Ep (Ltd.)
Preis: EUR 13,91

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Map of all our Failures continues, 17. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Manuscript Ep (Ltd.) (Audio CD)
Mit "The Manuscript" veröffentlichen My Dying Bride Überbleibsel der "A Map of all our Failures" Session.
Schon beim ersten Hören überkommt einem das selbe wohlige Gefühl der Traurigkeit, Depression, Melancholie (ach, sucht es euch aus...), das einem schon mit "A Map..." umgarnte.

Der Titelsong ist ein schleichender Hammer, ein Trademark von MDB, hier passt wirklich alles. Mit "Var Gud Over her" wird ordentlich aufs Gaspedal gestiegen. Die zu Beginn einsetzenden Growls verleihen dem Stück Härte und Aggressivität, ohne dabei wirklich böse zu sein. Bei diesem Song bin ich froh, dass er nicht auf "A Map..." erschienen ist, die Grundstimmung des Albums wäre eine etwas andere geworden. Auf diese Single passt er allerdings wie die Faust aufs Auge.
"A pale shroud of longing" kommt ähnlich hart, aber schleppender daher, ehe mit "Only tears to replace her with" ein Rausschmeißer der melancholisch traurigen Art erfolgt.

Insgesamt kommt die Single (oder EP) mit ihren vier Songs auf eine Spielzeit von 27 Minuten.
Angesichts dieser Zahlen erscheinen mir die zum Release aufgerufenen 10,- ein wenig zu hoch, betrachtet man sich aber die Songs an sich, ist jeder Cent bestens investiert worden.

"The Manuscript" fügt sich problemlos in den Kosmos der "A Map..." ein und entführt den Hörer in eine traurig dunkle Welt, die man in diesem Fall aber nur allzugerne besuchen mag.
Berücksichtigt man zudem, dass es sich um "B-Seiten" des letzten Albums handelt, dann kann man zusätzlich nur den Hut ziehen. Diese "Reste" würden viele andere Bands des Genres gerne auf ihr reguläres Album zaubern!

5 Sterne, weil über allem eine enorme Qualität steht.


Höllenqual: Lenz' zehnter Fall
Höllenqual: Lenz' zehnter Fall
von Matthias P. Gibert
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lenz und Hain in Bestform, 15. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Höllenqual: Lenz' zehnter Fall (Broschiert)
Mit "Höllenqual" schickt Mathias Gibert sein Ermittlerduo Lenz und Hain in die zehnte Runde.
Wurde in den letzten Bänden der Reihe durchaus ein wenig geschludert (insbesondere die Auflösung der Fälle hat mich arg irritiert), so liefert Gibert hier nun wieder einen rundum gelungenen Krimi.

Ein Mann verliert durch einen Autounfall, dessen Verursacher unerkannt vom Tatort flieht, seine Frau und seine kleine Tochter. Der Eigentümer des Wagens wird aufgrund Mangels an Beweisen freigesprochen, was das Unfallopfer geknickt zur Kenntniss nimmt. In der Gemeinde der Evangelikalen hofft er, neuen Lebensmut zu erhalten.

Unterdessen bereitet sich Kassel auf die 13. Documenta vor, als Paul Lenz nach einer Sprunggelenks-OP aus dem Krankenhaus entlassen wird. Hain darf seinen Kollegen abholen, und schneller als es beiden lieb ist, bedarf es ihrer ermittlerischen Fähigkeiten.
Bei einem Besuch beim Call-Girl seines Vertrauens wird der Oberbürgermeister Kassels - und Ex-Mann der jetzigen Frau an Lenz' Seite - von einem Unbekannten übel zugerichtet. Das Call-Girl überlebt diesen Überfall nicht.
Trotz Handicap erscheint Lenz am Tatort um kurzerhand von seinem Vorgesetzten zu erfahren, dass er bis zu seiner Genesung nicht mehr gesehen werden möchte.
Dank seines Kollegen bleibt Paul Lenz immer auf dem Laufenden. Sehr bald kommt es zu einem weiteren Mord im Rotlichtbezirk und Lenz + Hain vermuten hier einen Zusammenhang.
Aufgrund der politischen Brisanz wurde der Fall des OB vom BKA übernommen. Diese sind sich sicher, dass es ein Anschlag der rechten Szene sei. In seinem Übermut handelt sich Hain eine Supendierung ein.
Von nun an, ermitteln Lenz und Hain auf eigene Faust - können sie es doch nicht wahrhaben, dass das BKA nur in eine Richtung ermittelt.

Dieser Fall liest sich durchgehend spannend und ist flott erzählt. Die Wechsel der Handlungsstränge sind sauber und reißen den Leser nicht aus der Geschichte. Auch wenn man schon bald vermutet, wo der Täter zu finden ist, wartet Gibert mit Wendungen und Überraschungen auf, die sich sehr positiv auf den Spannungsbogen auswirken.
Das Finale ist wieder eines, das mir gewünscht habe. Erfrischend anders und endlich mal wieder in mehr als gefühlt 4 Seiten zu Ende erzählt.

Nachdem sich Maria Zeislinger von ihrem Mann getrennt hatte, war die Schilderung des Privatlebens von Paul Lenz nicht mehr ganz so brisant und auflockernd wie in den ersten Bänden der Reihe. Hier hält sich Gibert in der Darstellung des privaten Ambientes relativ zurück. Dafür wird dem zu lösenden Fall und den Geschehnissen drumherum mehr Raum geboten.

Vielleicht wurde bezüglich des Ermittlerduos etwas zu dick aufgetragen. Ob man seine Karriere in der hier gelesenen Form riskieren mag, möchte ich bezweifeln. Das stört mich als Leser höchstens am Rande, zu interessant sind die Schilderungen der weiteren Handlungsstränge.

Für mich bleiben unter dem Strich 5 Punkte stehen. Ein interessanter Fall, schöne Wendungen und eine Aufklärung, die dem Fall auch würdig ist.


Ravensburger 23361 - Octonauts, Fische retten - Mitbringspiel
Ravensburger 23361 - Octonauts, Fische retten - Mitbringspiel
Preis: EUR 5,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Oktonauten im Einsatz für gute Laune, 9. März 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
"Fische retten" ist ein recht simples aber unterhaltsames Spiel.
Unsere Tochter kennt die Oktonauten aus dem Fernsehen und hatte somit schon vor dem Auspacken ihre Freude.

Das Spielbrett besteht aus 6 Teilen, die vor Spielbeginn aneinandergepuzzelt werden.
Zum Spielen benötigt man die beigelegten 16 Fische sowie einen Würfel.
Die Spielvorbereitung ist somit in wenigen Sekunden vollzogen.

Die Spieler wählen nun einen der vier abgebildeten Oktonauten, in dessen Ecke sie die Fische locken möchten.
In die Mitte des Feldes wird der erste Fisch gelegt und nun wird gewürfelt.
Je nach Abbildung+Zahl wird der Fisch entsprechend in die Richtung seines Oktonauten bewegt. Zeigt der Würfel zusätzlich zur Zahl einen Fisch, dann darf der Spieler nochmal würfen. Wenn nicht, dann kommt der nächste an die Reihe.
Dieser versucht nun den Fisch in seine Ecke zu bekommen.
Je nach Alter des/der Kinder sollte man evtl. die diagonal gegenüberliegenden Ecken wählen, somit ist das hin und her mit dem Fisch etwas länger zu gestalten. Je nach Würfelglück bekommt der erste Spieler den Fisch aber auch in einem Zug in seine Ecke.

Ist der Fisch bei einem Oktonauten angekommen, wird der Nächste in die Mitte gelegt. Das Spielchen geht nun weiter.

So klar und einfach die Regeln, so unterhaltsam das Spiel für jüngere Mitspieler. Das Spiel gewinnt an Reiz, wenn vier Spieler um die Fische würfeln.
Das Spiel zu zweit (mehr Spieler konnten wir erstmal nicht gewinnen ;) ) ist in ca. 5 Minuten beendet.

Möchten Sie die pädagogische Seite des Spieles betrachten, dann können Sie hier eine Förderung des ersten Zahlenverständnis heranführen. Das Kind erkennt die Zahl auf dem Würfel und geht die entsprechende Zahl an Feldern weiter. Ich hoffe, der Spielkarton gibt nicht Werte wie "Strategie" oder ähnliches an, das Spielfeld ist einfach zu klein um hier vorausschauend spielen zu müssen.
Regelverständnis und die Erfahrung gewinnen oder verlieren zu können runden den Förderbereich des Spiels ab.

Meiner Meinung nach leistet das Spiel genau das, wofür es gekauft wurde: Es bietet eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, macht meiner Tochter viel Spaß und ist mit den nette Oktonauten auf dem Spielfeld versehen ;)
Hierfür gibt es von mir 5 Sterne.


Kosmos  6802510 - Kraken-Alarm
Kosmos 6802510 - Kraken-Alarm
Wird angeboten von dayday Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Spaß mit Kraken-Alarm, 3. März 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Kosmos 6802510 - Kraken-Alarm (Spielzeug)
Bei diesem Spiel scheinen sich die Geister zu scheiden.
Ich selbst kaufte es ohne vorher irgendein Feedback gehört/gelesen zu haben. Während meine Tochter (3,5 Jahre) die Spielmärkchen aus dem Karton löste, setzte ich mich mit der Spielbeschreibung auseinander.
Inhaltlich ist der Spielablauf alles andere als kompliziert, allerdings hätte man diese vielleicht einen anderen Autor schreiben lassen sollen.
Nachdem diese kleine Hürde genommen war ging es mit dem Aufbau weiter. Schnell und unkompliziert, meinte Tochter probierte sogleich das Krakenpendel aus. Diese Übung empfehle ich vor erstem Spielbeginn, denn das Pendel so zu schwingen, dass es auch die Möglichkeit hat, das Schiff zu treffen, ist für kleine Kinderhände nicht immer einfach.
Nachdem auch dieses getestet war ging es zur ersten Spielrunde.

Vor den Spielern liegen in einem "Riff" sämtliche Bildermärkchen in vier kleinen Stapeln. Auf dem Spielbrett sind die jeweiligen Pendants ähnlich dem Memory verdeckt verteilt. Der Schiffskapitän deckt eine dieser Karten auf und hofft zu Beginn (später kann man sich hoffentlich daran erinnern ;) ) das Bildchen auf einem der Stapel liegen sehen zu können. Ist dies der Fall, nimmt der Spieler sich dieses Bild aus dem Riff und er darf eine weitere verdeckte Karte auf dem Spielfeld umdrehen.
Da unter den verdeckten Karten aber auch Wellen und die kleine Krake Kuno versteckt liegen, kommt auch immer wieder Tempo ins Spiel.
Befinden sich das Schiff und die Gummifigur Kuno im selben Feld, wird der Kraken-Alarm ausgelöst. Nun wird das Krakenpendel betätigt. Mal wird das Schiff getroffen und es kippt um, mal nicht. Bleibt das Schiff nach diesem Manöver liegen, ist eine Proviant-Karte fällig (jeder Spieler erhält drei). Gewonnen hat der Spieler, der als erster sieben Bildermarken aus dem Riff gezogen hat.

Soweit, so verständlich.
Bei meiner Tochter funktionierte das Spiel ohne ständiges korrigieren der von ihr gewählten Abläufe, einzig das zielsichere Schwingen des Pendels bereitete anfangs Schwierigkeiten.
Ich möchte hier nicht übertreiben, und dem Spiel pädagogisch wertvolle Verdienste bescheinigen. Sicher, der Memoryeffekt trainiert die Merkfähigkeit des Kindes, das Schwingen des Pendels ziehlt auf die Förderung der Feinmotorik ab, Gesellschaftsspiele vermitteln ein Regelverständnis, die beim Spiel einhergehende Kommunikation ist auch von großer Bedeutung.
Kraken-Alarm bietet somit von vielem etwas, ist in erster Linie jedoch ein Spaßspiel (nicht, dass pädagogisch wertvolle Spiele keinen Spaß machen würden!).
Je nach Interessenslage des Kindes kann es zum Anreiz genommen werden, einige Meeresbewohner kennenzulernen.

Die vom Hersteller empfohlene Spielbarkeit ab 5 Jahren halte ich persönlich für zu spät angesetzt. Sicher, nicht jedes Kind ist gleich und es wird viele Kinder geben, die mit drei Jahren noch nicht in der Lage sind, den Abläufen des Spiels zu folgen, doch hier kennt jeder seine Kinder am besten und weiß, wozu es in der Lage ist oder nicht. Stünde hier "Ab 4 Jahre geeignet" hielte ich es für völlig angemessen.
Sei's drum, beim Kauf eines Spiels achte ich ohnehin nicht auf die Altersempfehlung, sondern darauf, was gefordert wird. Insofern ist es kein Punktabzugskriterium für mich.

Und nun? Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen. 5, weil meine Tochter das Spiel liebt, es versteht und ohne Abzüge im Regelwerk spielen kann. 4 Sterne, weil es irgendwie nicht so ganz an mich herankommt. Andere Spiele machen mir persönlich mehr Spaß, aber kommt es darauf an?
Ich denke ja, wobei ich das Spiel vordergründig für meine Tochter kaufe. Also in diesem Sinne: 5 Sterne


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