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Rezensionen verfasst von
Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland)
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Die narzisstische Gesellschaft: Ein Psychogramm
Die narzisstische Gesellschaft: Ein Psychogramm
von Hans-Joachim Maaz
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,95

11 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbrauchbar und gefährlich, 12. September 2012
Herr Maaz macht sich anheischig, mit einer Theorie des Narzissmus unsere ganze Welt und ihre Misere zu erklären. Das geht gründlich schief, schon deshalb, weil es ihm nicht einmal gelingt plausibel zu machen, was die "narzisstische Störung" überhaupt ist. Zwar sagt er, dass sie in Selbstüber- ("Größenselbst") bzw -unterschätzung ("Größenklein") besteht, aber das ist letztlich nichts anderes als Wortgeklingel. Dass diesen Worten ein tatsächliches wissenschaftlich feststellbares einheitliches Phänomen zugrundliegt, bleibt eine bloße, von ihm durch nichts belegte oder begründete Behauptung. Sodann führt Herr Maaz alles, was ihm an unserer Gesellschaft nicht gefällt, und das ist ziemlich viel, auf diese narzisstische Störung der Menschen zurück. Eine derartige Simplifizierung hat leider keinerlei Erkenntniswert und ist daher unbrauchbar. Zweitens ist es auch sehr bedenklich, wie Maaz mit seinen Theorien nunmehr politikverdrossen gegen die westliche Demokratie zu Felde zieht, indem er aller Politiker ausnahmslos als gestörte Menschen bezeichnet, denen es angeblich um nichts als Bestätigung ihrer narzisstischen Größenphantasien geht. Gleichzeitig sind aber in seine Augen auch die Wähler narzisstisch gestört und wählen angeblich die Politiker, die ihnen, um an der Macht zu bleiben, das Blaue vom Himmel versprechen, während sie diejenigen Politiker abwählen, die ihnen reinen Wein einschenken. Wenn dieser Befund teilweise richtig sein mag, ist er doch ebenso teilweise auch grottenfalsch. Und nicht nur das, sondern er ist auch gefährlich. Letztlich sagt Maaz nichts anderes als dass die Demokratie angesichts der nicht auszurottenden Tendenz des Menschen zu narzisstischen Störungen eine dem Menschen nicht gemäße Staatsform ist. Darum möchte er gerne die in Wahlen legitimierten Institutionen durch "Expertengremien" ersetzen. Als ob die selbsternannten Experten nicht die schlimmsten Narzissten wären - und merkt er eigentlich nicht, wie nah er mit diesen Thesen am Programm der Neonazi-NPD entlangschrammt, die ebenfalls "Machteliten" an die Stelle gewählter Volksvertreter setzen will? Maaz' Theorien, verbunden mit seinen simplifizierenden Welterklärungen, ebnen die Wege in Politikverdrossenheit, Extremismus und Diktatur.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2013 11:55 PM CET


Schweigeminute: Novelle
Schweigeminute: Novelle
von Siegfried Lenz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Harmlos, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Schweigeminute: Novelle (Taschenbuch)
Wahrscheinlich mache ich mich hier mal wieder unbeliebt, aber ich finde diese Erzählung von Siegfried Lenz doch ein wenig harmlos und inhaltsarm.

Ein Sommer an der Ostsee in der schönen, alten Bundesrepublik, eine zarte Schüler-Lehrerin-Liebe, ein Unglücksfall... Alles sehr schön geschrieben und auch nicht so oberlehrerhaft wie Martin Walsers Goethe-Schmonzette oder so peinlich-kunstgewerblich-selbstverliebt wie Mosebachs Mond, aber eben doch auch nicht wirklich ergreifend.

Eine schönere Coming-of-age-Geschichte an der deutschen Küste als Hausmanns Abel mit der Mundharmonika wird wohl nicht geschrieben werden.

Und von den großen alten Männern unserer Literatur würde ich mir etwas weniger Altersmilde und etwas mehr Alterszorn wünschen.


Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung
Warum ich kein Christ sein will - Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung
von Uwe Lehnert
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Definitiver Abschied von der Bibel, 28. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"Ein Buch für Menschen, die dem Glauben der Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber stehen und für ihre Einstellung Argumente suchen", so wird dieses Werk auf dem Umschlag charakterisiert.

Das ist leider eine dumme Beschreibung und sie wird der Arbeit Lehnerts überhaupt nicht gerecht. Denn wäre sie richtig, so würde sich das Buch nur an solche Leser wenden, die ein bereits über Bibel und Christentum gefasstes (Vor)Urteil bestätigt haben wollen.

In Wirklichkeit ist Lehnerts Buch eine für jeden ernsthaften Christen unverzichtbare und zugleich äußerst sorgfältige, abwägende, seriöse und an keiner Stelle polemische oder gehässige Auseinandersetzung mit allen Argumenten, die für oder auch gegen den Glauben an den Gott bzw. die "Dreieinigkeit" vorgebracht werden können. Wer sich die von ihm aufgeworfenen und sich aufdrängenden Fragen nie gestellt hat, kann kein überzeugter Christ sein, sondern nur ein unreflektierter Nachplapperer unverstandener Glaubenssätze.

Die Schlüsse, zu denen Lehnert kommt, fallen allerdings für die biblischen Lehren vernichtend aus - in intellektueller ebenso wie in moralischer Hinsicht. Würden die Menschen, die aus intellektueller Bequemlichkeit (=Denkfaulheit) oder Konformismus nach wie vor irgendwie dem biblischen Glauben zuneigen, die Fragen, die Lehnert aufwirft, zu Ende denken, müssten sie seine Ergebnisse teilen.

Die Fanatiker und Fundamentalisten, die allerdings keinerlei Argumenten zugänglich sind, auch nicht dem, dass sie sich vielleicht irren könnten, wird sicherlich auch Lehnerts brilliantes Buch nicht überzeugen. Aber sie werden es wahrscheinlich auch nicht lesen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2014 2:49 AM CET


Die Perspektive des Gärtners: Roman
Die Perspektive des Gärtners: Roman
von Håkan Nesser
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seifenblase, 21. Juni 2012
Es verheißt selten etwas Gutes, wenn der Protagonist eines Romans ein Ich-Erzähler und zugleich auch noch von Beruf Autor ist - wie hier z.B. auch bei Cowboysommer: fällt dem "wirklichen" Autor denn nichts Originelleres ein? Wenn es Nesser hier dennoch gelungen ist, mich zunächst anfangs durch die Schilderung seltsamer, scheinbar übernatürlicher Geschehnisse in die Geschichte hineinzuziehen, so habe ich an irgendeinem Punkt, wie so oft, zu befürchten begonnen, dass er die geschürte Erwartung nie und nimmer würde einlösen können. So war es dann leider auch. Die Story platzte auf den letzten Seiten wie eine Seifenblase, die Auflösung hatte nichts mehr mit den Charakteren des Romans, ihren Sehnsüchten, Ängsten, Fähigkeiten und Defiziten zu tun, sondern der berüchtigte Deus ex Machina betrat die Bühne, bereitete dem Geschehen ein schnelles, prosaisches Ende und verleidete mir retrograd vollständig sogar die Lektüre derjenigen der vorangegangenen Seiten, die ich - neben etlichen überflüssigen und überflüssig ausgewalzten Passagen - zumindest partiell spannend gefunden hatte.


Die Vollidioten: Ein historischer Roman aus dem Jahr 1972
Die Vollidioten: Ein historischer Roman aus dem Jahr 1972
von Eckhard Henscheid
  Gebundene Ausgabe

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von grausamer Banalität, 26. März 2012
Die Erlebnisse des Protagonisten und seiner Bekanntschaften im Frankfurter Westend, im Umkreis der "Pardon"-Redaktion, der linken Szene in Frankfurt und vor allem der Kneipe "Menz" (auch "Krenz" bzw. "Opas letzte Pinte" genannt) innerhalb eines Zeitraums von wenigen Wochen sind von geradezu grausamer Banalität. Dass eine Figur des Romans (leicht zu identifizieren als Wilhelm Genazino) einen "Verein zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge" gegründet hat, scheint keine zufällige Parallelität zu sein. Doch Henscheid betrachtet all diese Vorgänge (hauptsächlich den, dass sich ein Schweizer namens Jackopp in eine kleine dralle Pardon-Mitarbeiterin verliebt, ohne dass dies Folgen hat, und dass der Ich-Erzähler sich von einem Pumpgenie namens Kloßen wider bessere Einsicht um manchen Zwanzigmarkschein erleichtern lässt) mit einer solchen Mischung aus scheinbar kulleräugiger Naivität und abgefeimtester Distanz, die mich ich jedesmal bei der Lektüre erneut fast vor Vergnügen schreien lässt. Wie er es schafft, dieses Vergnügen über einen ganzen Roman ohne jede Handlung zu transportieren, das zu analysieren wäre des Schweißes eines Germanistik-Doktoranden wert, aber vielleicht will ich es auch gar nicht wissen, sondern es nur genießen. Allerdings glaube ich, dass man schon eine spezielle Art von Humor haben muss, um dieses Vergnügen zu teilen. Frauen, das ist meine Erfahrung, finden das Buch doof.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2014 6:29 PM CET


Trilogie des laufenden Schwachsinns: Die Vollidioten /Geht in Ordnung - sowieso -- genau --- /Die Mätresse des Bischofs /Erläuterungen zur Roman-Trilogie
Trilogie des laufenden Schwachsinns: Die Vollidioten /Geht in Ordnung - sowieso -- genau --- /Die Mätresse des Bischofs /Erläuterungen zur Roman-Trilogie
von Eckhard Henscheid
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial banal, 26. März 2012
Über "Die Vollidioten":

Die Erlebnisse des Protagonisten und seiner Bekanntschaften im Frankfurter Westend, im Umkreis der "Pardon"-Redaktion, der linken Szene in Frankfurt und vor allem der Kneipe "Menz" (auch "Krenz" bzw. "Opas letzte Pinte" genannt) innerhalb eines Zeitraums von wenigen Wochen sind von geradezu grausamer Banalität. Dass eine Figur des Romans (leicht zu identifizieren als Wilhelm Genazino) einen "Verein zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge" gegründet hat, scheint keine zufällige Parallelität zu sein. Doch Henscheid betrachtet all diese Vorgänge (hauptsächlich den, dass sich ein Schweizer namens Jackopp in eine kleine dralle Pardon-Mitarbeiterin verliebt, ohne dass dies Folgen hat, und dass der Ich-Erzähler sich von einem Pumpgenie namens Kloßen wider bessere Einsicht um manchen Zwanzigmarkschein erleichtern lässt) mit einer solchen Mischung aus scheinbar kulleräugiger Naivität und abgefeimtester Distanz, die mich ich jedesmal bei der Lektüre erneut fast vor Vergnügen schreien lässt. Wie er es schafft, dieses Vergnügen über einen ganzen Roman ohne jede Handlung zu transportieren, das zu analysieren wäre des Schweißes eines Germanistik-Doktoranden wert, aber vielleicht will ich es auch gar nicht wissen, sondern es nur genießen. Allerdings glaube ich, dass man schon eine spezielle Art von Humor haben muss, um dieses Vergnügen zu teilen. Frauen, das ist meine Erfahrung, finden das Buch doof.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 1:11 PM MEST


28 Minuten: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
28 Minuten: Kriminalroman (suhrkamp taschenbuch)
von Dave Zeltserman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,22

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen "Charlie Varrick" und "Reservoir Dogs", 23. März 2012
Dieser Roman schreit nach einer Verfilmung, bei den durchgeknallten Typen, die darin vorkommen, und von denen die Hauptfigur Dan noch der normalste, weil verzweifeltste ist. Der hat den Überfall geplant und staunt selbst darüber, dass er sowas Irres macht, er, der arbeitslose Computerspezialist. Der Plan ist natürlich perfekt, wie es sich bei einem Systemanalytiker gehört, aber seine Kumpels sind es nicht. Und so unterscheidet sich die Story doch sehr von Oceans 11, mit dem er hier schon verglichen worden ist. Eher passen Der große Coup - Charley Varrick oder Reservoir Dogs. Denn es sind keine smarten Profis, die hier loslegen, sondern blutige Amateure, und genau so blutig geht der perfekte Plan dann in die Hose. Es bleibt spannend bis zum Schluss, und über die paar flaws kann man hinwegsehen. Auf den Film bin ich schon gespannt...


Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen
von Rolf Dobelli
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

224 von 249 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bullshit Bingo, 23. Februar 2012
Wenn Roland Berger und CEOs von Großunternehmen dieses Büchlein über den grünen Klee loben, heißt das dann etwa, dass sie daraus völlig neue Erkenntnisse für ihre geschäftlichen Entscheidungen gewonnen haben? Das würde die Finanzkrise und noch einiges mehr erklären, denn es steht nicht viel mehr darin als das, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagen sollte: dass nicht automatisch richtig ist, was alle nachplappern, dass Prognosen unsicher sind, wenn sie die Zukunft betreffen, dass 90 % der Menschen ihre Intelligenz und ihre Fähigkeiten als Autofahrer und Liebhaber überdurchschnittlich finden, dass sie eine einzelne Schwalbe mit dem Sommer verwechseln und hochhängende Trauben automatisch für sauer halten... Und so weiter. Das meiste davon kann man übrigens - und zwar weitaus geschliffener und prägnanter und daher mit weit mehr Vergnügen - schon in dem 300 Jahre alten Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit des spanischen Jesuiten Gracian lesen.

Natürlich spricht nichts dagegen, den Menschen immer wieder von Neuem den Spiegel vorzuhalten. Aber warum müssen es bloß diese oberpeinlichen angeberischen Bullshit-Bingo-Sprüche sein, mit denen der Autor uns zuschmeißt - "The survivorship bias", "The sunk cost fallacy" - als ob man diese Erscheinungen nicht in der Sprache Schillers und Schopenhauers ausdrücken könnte! - und warum muss er uns auf jeder Zeile von Neuem wissen lassen, was für ein toller, erfolgreicher, jetsettender und mit Dutzenden wunderbarer Promi-Freunde gesegneter Mensch er doch ist? Diese Prahlerei verursacht Brechreiz.

Schade eigentlich. Denn dass die Denkfehler, auf die der Autor hinweist, allgegenwärtig sind - vom Hartzie bis zum Minister und - wie einige Rezensenten hier bereits herausgearbeitet haben und ich nicht wiederholen muss - bis hin zu ihm selber - lässt sich nicht leugnen.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2013 10:21 AM MEST


Strichcode: Fünfzehn erzählte Begebenheiten
Strichcode: Fünfzehn erzählte Begebenheiten
von Krisztina Tóth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Keine Ahnung, was das soll, 12. Februar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nachdem diese Sammlung von Kurzgeschichten in den Feuilletons überaus bejubelt wurde, habe ich sie mir leider bestellt. Ich habe nach der Lektüre keine Ahnung mehr, was in diesen Elogen eigentlich dringestanden haben könnte und noch weniger, warum etwas wie diese Geschichtchen a) gedruckt und b) ins Deutsche übersetzt und auch noch auf Deutsch gedruckt wird. Es sind vollkommen pointenlose Anekdoten über Frauen, z.T. in Ichform, die sich an überwiegend schäbigen Plätzen in Ungarn oder Paris, wo es stinkt oder wo sich Ungeziefer aufhält, in so ergiebigen Aktivitäten ergehen wie kotzen oder geschlechtlich verkehren. Spaßfrei natürlich. Wer sich, frei nach Reinhard Mey, seine heile Welt kaputt machen lassen will, ist hierbei bestens aufgehoben.


Die Arbeit der Nacht: Roman
Die Arbeit der Nacht: Roman
von Thomas Glavinic
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen aufgeplustertes Gedankenexperiment, 9. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Arbeit der Nacht: Roman (Taschenbuch)
Sicher hat jeder schon einmal, wach oder im Traum, das Gedankenexperiment durchgespielt, was wäre, wenn er morgens aufwachen würde und vollkommen allein auf einer ansonsten intakten Welt wäre. Natürlich wäre sie nicht intakt (wie Alan Weisman in seinem brillanten Buch Die Welt ohne uns: Reise über eine unbevölkerte Erde - welches Glavinic besser hätte lesen sollen, bevor er seinen Roman schreibt - eindrucksvoll nachweist), und man selber auch nicht mehr lange. Darum ist dieses Experiment dann auch - zu Recht - schnell wieder beendet. Glavinic plustert es allerdings auf 380 Seiten auf. Was eine spannende Kurzgeschichte hätte werden können, ist nichts als ein Schlafmittel geworden, wenn auch eines, nach dem man schlecht träumt.


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