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Rezensionen verfasst von
Silas D.

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The Difference Between Hell and Home
The Difference Between Hell and Home
Preis: EUR 17,24

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodic Hardcore mit viel Herz, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dass der Melodic Hardcore lebt haben nicht nur zuletzt Größen wie Stick to your Guns oder The Ghost Inside gezeigt, sondern auch junge, frische Bands wie Being As An Ocean oder Hundredth, die starke Releases veröffentlichten. Zu diesen jungen Bands reiht sich nun auch Counterparts ein.
Nachdem sie mich mit ihren ersten beiden Alben nie vollkommen überzeugen konnten, haben sie das mit ihrem neuesten Werk "The Difference Between Hell and Home" nun vollends geschafft.
Counterparts weiß es endlich die guten Ansätze der Vorgänger auf einem gesamten Album zu vereinen. So verbinden die Kanadier schöne, teilweise fast schon melancholische Melodien mit Härte, die jeden Moshpit zum Kochen bringen wird. So bleibt der Opener "Lost" einem sofort in den Gehörgängen und macht große Lust auf mehr! Und man wird nicht enttäuscht! In den folgenden 30 Minuten bekommt man alles geboten, was ein Hardcorealbum braucht. Sehr melodische Songs wie zum Beispiel das fast schon wehmütige "Decay", Two-Step und Moshparts wie in "Ghost", energiegeladene Brecher wie "Slave" oder Singalongs wie es in "Compass" und dem Übersong "Witness" der Fall ist.
Das Album besitzt im Großen und Ganzen so viele Facetten, dass manche Songs sich erst nach mehrmaligem Hören entfalten. So zum Beispiel "Outlier" oder der fast schon progressive Abschluss "Soil"! Verfeinert wird das ganze noch durch dezent eingesetzten Cleangesang, der jedoch zu keiner Zeit aufgesetzt wirkt oder als notwendiges Übel daherkommt. Ebenso regen die Lyrics durchaus zum Nachdenken an, in denen, so scheint es mir, Sänger Brendan Murphy Lebenserfahrungen verarbeitet und auch seinen Gefühlen guten Ausdruck verleiht!
Counterparts schaffen mit "The Difference Between Hell and Home" ein Album, das jedes Hardcore-Herz höher schlagen lässt, sich im Kopf festsetzt und eine Umdrehung nach der anderen im CD-Player absolviert!
Ein weiterer positiver Punkt ist das Artwork! Ein absoluter Blickfang und definitiv ansprechender als die ganzen "negativen" Cover in der Metal(core)welt.

Fazit:
Wer als Hardcore-Fan hiervon die Finger lässt ist selbst Schuld! Relativ zeitgleich veröffentlichte Alben wie von Defeater, We Came as Romans oder August Burns Red, welche allesamt gut bis sehr gut sind, haben in meinem Player keine Chance gegen dieses famose Stück Musik! Counterparts setzt sich mit ihrem neuesten Werk in der Spitze des Melodic Hardcores fest und muss keine Angst vor bekannteren Genrevertretern haben, da sie vielen durch "The Difference Between Hell and Home" schon weit voraus sind! Absolute Kaufempfehlung!

Anspieltipps:
"Witness", "Lost", "Outlier"


The Few and Far Between
The Few and Far Between
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neuer Sänger, neuer Sound, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Few and Far Between (Audio CD)
Vanna haben mich mit ihrem 3. Album "And They Came Baring Bones" sehr überzeugt und auch live sind sie ein echtes Erlebnis. Mit dem neuen Gitarristen/Sänger Joel Pastuszak und Drummer Eric Gross haben sie sich nun an den Nachfolger gewagt, der den Namen "The Few and the Far Between" trägt. Doch nicht nur das Line-Up hat sich geändert, sondern auch der Sound. Joels Stimme ist tiefer als Evans und es scheint, als ob sich die Band an diese angepasst hat. Insgesamt ist das neue Album chaotischer, härter und bei weitem nicht mehr so melodiös wie noch "ATCBB" oder "A New Hope". Man erkennt eher Einflüsse ihres ersten Werkes "Curses" oder von Bands wie "The Chariot", ohne diese jedoch in irgendeiner Weise zu kopieren.
Vanna haben sich definitiv weiterentwickelt und zeigen mit "The Lost Art of Staying Alive", "Casket Rythm" oder auch "When In Roam" Songs, die eher an "Trashmouth" oder "Magnetic Knives" erinnern. Alle der genannten Songs kommen ohne Clean Vocals aus und gehen direkt nach vorne. Andere Songs, wie "I Said I'm Fine" oder "A Thin Place" sind gewöhnungbedürftig und entfalten sich erst nach mehrfachem Hören. An diesen Liedern merkt man, dass Vanna kein Fan von Stagnation sind. Jedes ihrer Alben klingt anders und das neue, 4. Werk sticht dabei mit dem eigensten Sound heraus.
Andererseits sind auch Stücke drauf, die auf die Vorgänger hätten passen können. So z.B. "Year of the Rat", "The Dreamer/The Thief/The Relic" oder mein persönlicher Favorit "His Heels". Hier darf Joel sein Können beweisen und zeigt auf, dass, auch wenn er nicht ganz Evans Qualität erreicht, ein würdiger Nachfolger ist!
Auch die balladige Nummer "Please Stay" fällt auf, da sie sehr ruhig gehalten ist, jedoch nur Davys Screams den Gesangspart bilden.

Im Großen und Ganzen haben Vanna wieder ein starkes Album abgeliefert, welches sich jedoch erst entfalten muss. Nach den ersten beiden Mal hören war ich noch sehr skeptisch, in der Zwischenzeit bin ich überzeugt. Sie haben einen härteren, chaotischeren Weg eingeschlagen, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Sie haben sich ganz einfach weiterentwickelt. Und wer Evan noch nachtrauert, der soll sich sein überragendes Soloprojekt "Wind in Sails" anhören!
Vanna haben ein sehr gutes Album abgeliefert, welches womöglich eines der besten dieses Jahres wird. Trotzdem fand ich "ATCBB" immer noch ein Stück besser. Daher "nur" 4 Sterne. Gewohnt starke Leistung.

Anspieltipps: "The Lost Art of Staying Alive", "Year of the Rat", "His Heels"


Nostalgic Sentiments
Nostalgic Sentiments
Preis: EUR 7,74

4.0 von 5 Sternen Starkes Comeback!, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Nostalgic Sentiments (MP3-Download)
6 Jahre ist es nun schon her, als My Bitter End ihr zweites Album "The Renovation" herausbrachten. Eine, im ausgelaugten Genre Deathcore, bis heute willkommene Abwechslung und meiner Meinung nach bis heute ein Werk, das diesen Musikstil "renoviert"!
Umso mehr hab ich mich gefreut, als sie bekannt gaben, nach langer Pause, in welcher die Mitglieder andere Musikprojekte verfolgten, zurückzukommen.
Was mir an ihren früheren Werken sehr gut gefallen hat, waren Tyler Guidas variable Screams und Growls, sowie das technisch anspruchsvolle Riffing und die ins Ohr gehenden Melodien.
Ihre neue EP "Nostalgic Sentiments" beginnt mit dem Song "Chemical Abundance of Stars in the Halo (Cash)". Der Song startet ruhig und ist sogleich der melodiöseste und kürzeste Song auf der neuen Veröffentlichung. Die Melodie geht sofort ins Ohr und wenn man diese Band schon von ihren älteren Werken kannte, weiß man sofort um wen es hier geht! Darauf folgt der Song "From Far Away", welcher der härteste der Platte ist, aber trotzdem sofort ins Ohr geht und hängen bleibt. Auch hier eine starke Leistung! Den folgenden Track kennen Fans der Band bereits. "Becoming Misfortune" war schon auf ihrem Zweitwerk vorhanden und wurde für diese EP neu aufgenommen. Track 3 war nie einer meiner Favoriten der Band und das hat sich auch nun nicht geändert. Trotzdem ist und bleibt er ein solider Song, bei dem man aufgrund der starken ersten Strophe nicht auf die Skip-Taste drücken will.
Es folgt "The Dividing Line", ein Song, der wachsen muss. Vorab veröffentlicht konnte ich noch nicht so viel mit dieser Nummer anfangen, doch wird sie von hören zu hören besser und fällt wieder durch anspruchsvolle Gitarrenarbeit und ein starkes Solo zum Schluss auf! Hat sich in der Zwischenzeit sogar zu einem meiner Lieblinge von MBE entwickelt!
Mit "Neighbors" folgt leider der schwächste MBE-Song. Sehr breakdownlastig und ohne echte Melodie kommt dieser Song einem leider wie ein Füller auf einer nur 6 Songs starken EP vor. Auch die Clean Vocals klingen relativ monoton (immer noch viel besser als von manch "Größen" in der Core-Welt) und waren auf alten Songs wie "To All Things Expendable" definitiv besser! Die Ernüchterung wird jedoch durch die Schlussnummer "Insistence Phase" vertrieben. Dem stärksten Lied auf "Nostalgic Sentiments"! Es fängt knallend und hart an und wird gegen Ende immer ruhiger. Ein sehr variables Stück in dem kaum eine Melodie zweimal auftritt. Fast schon progressiv, was MBE schon immer leicht waren. Ebenso gefallen mir auch die Lyrics sehr gut, da sie viel Freiraum zum Interpretieren lassen. Und die Zeile "We all shared the cup, so we all share the fever" bleibt ganz einfach hängen und wirkt von Mal zu Mal imposanter! Der abschließende Track ist somit einer der besten aus der MBE-Schmiede.

Es bleibt zu sagen, dass MBE stark wie eh und je zurück sind! Leider hätten sie sich für die 5 Sterne auf einer EP keinen Füller leisten dürfen, aber darüber kann man als Fan von abwechslungsreichem und innovativen Deathcore hinwegschauen! MBE sind ein leuchtender Stern zwischen unzähligen, gleich klingenden Bands, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Ich bin sehr zufrieden und freu mich schon auf das anstehende Full Length. Starke 4 Sterne!


The Union of Crowns
The Union of Crowns
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 15,55

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Thron ist nicht mehr frei, 19. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: The Union of Crowns (Audio CD)
Bury Tomorrow, die fünfköpfige Band aus Southampton, hat es schon mit Portraits geschafft 2 1/2 jahre konstant in meinem IPod oder auf der Anlage zu laufen, ohne langweilig zu werden, was zuvor nur PWD mit Horizons gelungen war. Für mich haben sie mit ihrem Erstlingswerk schon den Vogel abgeschossen und das beste Album der letzten 3 Jahre veröffentlicht. Die Erwartungen an The Union of Crowns waren also extrem hoch und ich sagte mir schon, "wenn sie nicht ganz die Qualität von Portraits erreichen, darf man es ihnen nicht übel nehmen, nicht mal Parkway Drive hat es mit Deep Blue geschafft!"

Und jetzt, fast ein Jahr nach dem Release des Songs Lionheart, ist es endlich da. Album Nummer 2: The Union of Crowns!

Track 1, Redeemer, beginnt sehr melodisch und mit einer gesungenen Passage. Ich möchte hier anmerken, dass Gittarist und Clean-Sänger Jason Cameron mit der beste Sänger im Genre Metal und Hardcore ist, den man finden kann! Dieser Junge könnte auch locker als Solokünstler Karriere machen! Aber zurück zum Song. Dieser ist sehr eingängig und abwechslungsreich und vor allem das Intro zeigt einem, was man in den nächsten 55 Minuten zu erwarten hat! Man knüpft dort an, wo man aufgehört hat! Verändert hat sich nicht viel, aber das ist auch gut so!
Mit The Maiden gehts dann auch schon weiter, von der Struktur ähnlich wie der erste und genauso stark. Gefallen findet man an dem ruhigen Zwischenspiel und dem Übergang zum letzten Refrain. Kein Wunder, dass die Jungfrau kein Wort sagt, wahrscheinlich staunt sie vor Freude ;)
Weiter gehts mit Lionheart. Der als erstes veröffentlichte Song des Albums ist der technisch anspruchvollste der ersten 3 und glänzt so mit seiner dritten Strophe, in der sich auch Dani die Seele vom Leib schreit! Ein kleines Manko: Der Song wurde von der Single-Version übernommen und nicht neu aufgenommen. Man merkt eindeutig den Unterschied des Sounds gegenüber den anderen Songs.
Message to a King ist auf der 4 auch ein interessanter Song, der hart und stampfend losgeht, aber gegen Ende immer melodischer wird. Die Struktur des Songs gefällt mir sehr gut und unterscheidet sich gegenüber den ersten dreien am meisten. Trotzdem, bei aller Qualität, die drin steckt, der schwächste bisher. Naja, insofern man schwach sagen kann.
An Honourable Reign wurde auch schon vorab veröffentlicht und zeigt einen in Hochform laufenden Jason! Hammer! Traumhaft! Die Band kommt für Metalcore-Verhältnisse auch mit relativ wenigen Breakdowns aus, was nichts schlechtes ist, auch wenn ich ein großer Fan dieser bin! Wenn sie aber dann kommen, dann umso besser, wie hier im 5. Lied! "We are the Crown!!"
Das folgende Knight Life ist dann einer meiner absoluten Favoriten! Dieser Refrain, die Gitarren, Danis Screams, die sich im Gegensatz zu Portraits tiefer und angepisster anhören! Einfach zuhören und genießen! Es ist einer der schnellsten Songs mit relativ einfachem Rhytmus und von Mehdi, einem der besten Songwriter modernen Metals, klasse gesetzten Leads!
Anschließend folgt Royal Blood, das als 2. Song veröffentlicht wurde. Ein richtig fetter Start. Man will einfach auf alles einschlagen! Eine Bombe für den Moshpit! Und dann kommt der Refrain, der dieses aggressive Klima vertreibt und mit einer Melodie daherkommt, die man nicht wieder vergessen kann! Weltklasse Mehdi! Auch Adam Jacksons Double-Bass wird hier gehörig eingetreten und er kann seine volle Qualität aufzeigen!
Bitemarks folgt und geht nun ein bisschen in Architects-Gewässer! Was nichts schlechtes sein soll! Sie machens sogar besser, als diese oft selbst! Was mir hier sehr gefällt ist auch der Text, der wohl so eine Art Teil 2 von Anything with Teeth sein soll! Dies erkennt man schon am Songnamen und letztendlich an der Textzeile "The blood upon the walls is now upon my hands"! Daumen hoch!
Die Nummer 9 ist mein absoluter Liebling des Albums und könnte sogar mein All-Time-Fave von BT werden! Abdication of Power heißt das gute Stück und geht breakdownartig los, bevor ein schnelles Riff erscheint, das in den besten Refrain der letzten Jahre übergeht! Und was man im Metalcore selten findet, ist auf diesem Album ein paar mal vorhanden, doch nicht so genial wie hier: Ein Solo, in dem Mehdi letztendlich die letzten Zweifel über sein Talent besiegt! Wer dieses Lied nicht mag, der ist definitiv mein Feind ;)
Kingdom ist ein sehr treibendes Lied, bei dem man von Anfang an nur mitgröhlen möchte! Live wird es ein richtiger Kracher werden, mit seiner treibenden Melodie, die einen Circle-Pit nach dem anderen anheizen wird!
1603 ist dann mit der ruhigste Song des Albums. Das Piano-Intro passt von der Stimmung her perfekt in den Song, der großteils clean gesungen wird, aber auch nicht mit technischem Gitarrenspiel geizt.
Sceptres ist der perfekte Kontrast zu 1603! Der härteste Song des Albums, der durchgängig gescreamt wird und einen Breakdown in Parkway Drive- oder The Ghost Inside-Manier bereithält! Hier ist es unmöglich, still sitzen zu bleiben! Geil, fett, Burner!
Der zweitletzte Song, Vacant Throne, beginnt sehr langsam und schwerfällig, bevor er in den sehr melodischen Refrain übergeht, der meine lyrische Lieblingsstelle des Albums inne hält. Der ist gewohnt stark gesungen. Strophe 2 unterscheidet sich wie so oft von der ersten und auch nach 13 Songs wirds noch nicht langweilig!
Am Ende steht noch die Ballade A Curse an, die im Gegensatz zu Relief nicht akustisch gespielt ist. Ein letztes Mal darf Jason nochmal sein können zeigen, bevor Mehdi mit seinem Outro das Werk krönt!

Es bleibt festzuhalten, dass Bury Tomorrow nicht viel verändert haben, technisch jedoch einen eindeutigen Fortschritt hingelegt haben. Ich würde noch nicht sagen, dass das Album besser ist als Portraits, das wird sich noch zeigen, aber nach einer Woche durchgängigem Hören noch keine Anzeichen von Langeweile aufkommen lässt und qualitativ mit dem Erstling gleichwertig ist! Viele "Metalheads" werden sich natürlich wieder beschweren über dieses "moderne Dreckszeug", aber auf diese Leute braucht BT getrost nicht eingehen, da sie einfach ein großes Stück Musik verpassen! Man muss ihnen auch zu Gute heißen, dass das Album trotz enormer Länge zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Was ich persönlich aber sehr Schade finde ist, dass der Bass irgendwo im Mix untergegangen sein muss und man ihn zu keiner Zeit wirklich raushören kann.
Zwar definieren sie das Genre auch nicht neu, aber machens einfach besser als jede andere Band! Punkt. Aus. 5 Sterne, hochverdient! Sie setzen sich bei mir an Nummer 1 von Album des Jahres und verdrängen Stick to your Guns' "Diamond"! Letztendlich kann man als Anmerkung noch sagen, dass das was ein Konzeptalbum zu sein scheint, textlich dann doch in sehr unterschiedliche Richtungen geht und sich nicht nur mit der englischen Krone befasst. Diese dürften Bury Tomorrow aber bald schon erobert haben!

Anspieltips: Redeemer, Knight Life, Royal Blood, Abdication of Power


Blitzkreuz (Limited Deluxe Edition)
Blitzkreuz (Limited Deluxe Edition)

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Willkommen in der Realität, 18. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Callejon sind endlich mit ihrem neuen Album "Blitzkreuz" zurück und nach den ersten beiden Auskoppelungen "Blitzkreuz" und "Porn from Spain 2" wurden die Erwartungen sogar noch höher geschraubt. Doch es hieß erst einmal abwarten, bevor man in zu große Euphorie verfällt.

Mit "Blitzkreuz" und "Kojote U.G.L.Y" beginnt das Album erwartet stark! Die gewohnte perfekte Mischung aus klarem Gesang und den Screams von Basti. Vor allem der Refrain des Titeltracks "Blitzkreuz" lädt zum Mitgröhlen ein. 2 Songs in bester Callejon-Manier!
Doch danach macht sich erst einmal Ernüchterung breit. Denn "Meine Liebe" und "Atlantis" können dieses Niveau der ersten 2 Songs nicht halten. Ersteren hat man irgendwo schonmal gehört und er kommt auch ohne Druck daher. Meiner Meinung nach der schwächste Song der Platte. "Atlantis" steigert sich zwar wieder und man muss zu Gute halten, dass dieser Song komplett geschrieen wird, es fehlt aber trotzdem das gewisse Etwas, das einen dazu bringen will, auf Repeat zu drücken. Dieser Song gefällt mir zwar bei jedem Anhören immer etwas besser, jedoch will er sich in meinen Ohren nicht komplett entfalten. Vielleicht passiert es ja noch.
Weiter gehts mit "Vergissmeinnicht"! Und im Gegensatz zu vielen anderen Hörern ist dieses Lied für mich mit eines der Besten auf der Platte! Wenn nicht sogar das Beste! Die etwas untypischen Gitarren gehen sofort ins Ohr und setzen sich dort fest. Basti zeigt hier, was er für ein Gefühl in der Stimme hat und dank den durchweg als Zweitstimme eingesetzten Screams fehlt es auch an der Härte nicht. Dieser Song hätte auch genauso gut auf das überragende "Videodrom" gepasst.
Mit Porn From Spain 2 bringen sie natürlich wieder einen Kracher auf die Tanzfläche. Hier muss man nicht viel mehr sagen als geil! Vor allem Maxims Seitenhieb auf Cro hat mir dabei sehr gefallen.
"Bevor du gehst" knüpft aber leider wieder an der schwachen Seite des Albums an. In den ersten Sekunden dachte ich fast, sie wollen Xavier Naidoos "Bevor du gehst" covern, was letztendlich wohl die bessere Entscheidung gewesen wäre. Wieder ist kein Druck vorhanden und nichts dabei, das einem wirklich Spaß an diesem Lied gibt. Schade, denn das Potential ist auch hier vorhanden.
Song Nr. 8, "Polar", ist dann neben "Vergissmeinnicht" mein Lieblingslied auf "Blitzkreuz"! Die elektrischen Spielereien verleihen dem Ganzen genau dieses Etwas, das oft zuvor gefehlt hat! "Polar" ist am besten zu vergleichen mit "...Und wenn der Schnee", harte Strophen und ein sehr gefühlvoller Refrain. Auch wenn es von den Gitarren her relativ einfach gehalten ist, wird dieser Song bei mir eine hohe Anzahl an Wiedergaben finden, womöglich auch wegen der besten Lyrics des Albums, die man in verschiedene Richtungen interpretieren kann.
"Was bleibt seid ihr" lässt bei der Gitarrenarbeit endlich Bernhards Talent aufblitzen, was er mit einem schönen Solo beweist. Ansonsten bleibt aber auch dieser Titel leider ziemlich mau. Genauso ist es auch bei "Bring mich fort" der Fall. Ich muss dazu eigentlich nichts mehr schreiben, weil alles schon gesagt ist.
Kommen wir zum Abschluss: "Kind im Nebel". Etwas mit dem man nicht gerechnet hat. Eine Ballade, die richtig ans Herz geht und "Phantomschmerz" auch Paroli bieten kann. Auch der Hidden Track "Klangfarbe schwarz", ein Instrumentalstück, gefällt mir sehr. Ein starker Abschluss eines leider oft durchschnittlichen und vorhersehbaren Albums.

Es bleibt zu sagen, dass Callejon auch nach intemsivem und mehrfachen Anhören nicht an "Videodrom" und "ZAHQ" anknüpfen können. "Blitzkreuz" hat zwar seine Glanzmomente, in denen man erkennt, dass Callejon immer noch eine der deutschen Vorzeigebands sind, doch leider fällt vieles einfach zu platt und irgendwo-schon mal-gehört-mäßig aus.
Jedoch hat sich der Kauf dieses Albums allein aufgrund des einzigartigen Artworks des Multitalents Basti Sobtzick und der auch vorhandenen grandiosen Songs gelohnt. Trotz der Schwächen sollte sich jeder Callejon-Fan dieses Album zulegen, alle anderen sollten lieber mal auf YouTube oder in Previews reinhören.

Ich hab mir lange überlegt ob ich 3 oder 4 Punkte verteilen will. Wenn ich es zu "Videodrom" oder "ZAHQ" vergleiche, muss es eine 3 geben, im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen heutzutage eine klare 4. Daher würde ich am liebsten eine 3,5 mit Luft nach oben vergeben, da sich ein paar Songs doch nach einigen Malen hören immer weiter verbessern.

Anspieltips: "Blitzkreuz", "Vergissmeinnicht", "Porn from Spain 2" & "Polar"


Get What You Give
Get What You Give
Preis: EUR 10,99

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir bekommen mehr als wir geben können..., 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Get What You Give (Audio CD)
Wer dachte, dass es nach "Returners" nicht mehr besser werden könne hat sich getäuscht! The Ghost Inside knüpfen dort an wo sie aufgehört haben und erweitern ihren Sound um einige Facetten. So kommen zu den treibenden Rhytmen, gut durchdachten Melodien, Vigils unverwechselbarem Gesang und den fetten Breakdowns nun auch clean gesungene Passagen dazu. Und wer denkt, dass sich TGI damit der breiten Masse anpassen hat sich gehörig geschnitten. Denn die Band weiß es, den klaren Gesang, der auch von Vigil gesungen wird, so einzubauen, dass es einem das Herz öffnet und nur zum Mitsingen einlädt. Als bestes Beispiel hierfür ist die Zeile "I'm not scared" in "Dark Horse", auf die man sich bei jedem Durchhören immer mehr freut! "Engine 45" bleibt dank der klaren Vocals auch sofort im Gedächtnis hängen.
Das ist aber nicht alles, was TGI wieder zu bieten haben. Bei Songs wie "Slipping Away", der mit seinem Breakdown und den Worten "My innocence is gone" mehr auf die Fresse gibt wie "Between the Lines" von "Returners", fällt es einem sehr sehr schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Selbes trifft auf die Songs "The Great Unknown", "Outlive" oder "Test the Limits" zu!
Aber auch ruhige Momente fehlen nicht. So zum Beispiel "White Light", bei dem Vigil über seinen verstorbenen Bruder singt & welches eines der großen Highlights auf "Get what you Give" ist. Hier bleibt kein Auge trocken. Auch "Thirty Three" glänzt mit einer schönen Melodie, welche sich in den Ohren festsetzt.
Neben all den glänzenden Momenten der Musik darf man aber auch nicht vergessen, dass sie mit ihren Texten mal wieder der Musikwelt gezeigt haben, wie der Hase läuft! Keine Band, außer vielleicht Stick to your Guns, schafft es, so ehrliche, berührende & wahre Lyrics zu schreiben wie The Ghost Inside, über die man auch längere Zeit nachdenken wird.

The Ghost Inside übertreffen sich mit ihrem neuen Album mal wieder selbst! Wer "Get what you Give" nicht kauft ist selbst Schuld und verpasst ein großes Stück Musik! Denn dieses Album wird sicher auch langfristig noch in vielen Playern laufen.

Anspieltips: "Slipping Away", "Dark Horse", "White Light" und "Test the Limits"
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2013 2:21 PM MEST


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