Profil für Der Sammler > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Der Sammler
Top-Rezensenten Rang: 18.322
Hilfreiche Bewertungen: 375

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Der Sammler

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Nivea Creme Soft Flüssigseife, 3er Pack (3 x 250 ml)
Nivea Creme Soft Flüssigseife, 3er Pack (3 x 250 ml)
Preis: EUR 3,75

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Miserabler Seifenspender, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schätze die Nivea-Produkte eigentlich sehr, doch ist die Gestaltung des Seifenspenders bei diesem Produkt schlicht peinlich für den Hersteller: Das Material ist ungeeignet, da es sich mit zunehmender Entleerung des Spenders zusammenzieht. Dies führt dazu, daß man den Spender nach der erstmaligen Entleerung nur sehr eingeschränkt nachfüllen kann, weil höchstens noch die Hälfte der ursprünglich enthaltenen Menge hineinpaßt und das Nachfüllen sehr vorsichtig geschehen muß, weil die Seife wegen der zusammengezogenen Seitenwände schlecht einlaufen kann. Schade, denn der Pumpmechanismus ist eigentlich gut und würde mehrfaches Nachfüllen nahelegen.

Des weiteren steht der Spender etwa nach 50%iger Entleerung sehr kipplig (dazu trägt wohl auch das Zusammenziehen der Seitenwände bei), weshalb man vorsichtig drücken muß, um den Spender nicht umzureißen. Das geht nicht an.

Wie kann es sein, daß ein Hersteller so etwas vor der Auslieferung nicht bemerkt?

Die Flüssigseife selbst habe ich bisher nicht zu beanstanden.


StPO-Kommentar
StPO-Kommentar
von Helmut Satzger
  Broschiert
Preis: EUR 129,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein guter Anfang ..., 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: StPO-Kommentar (Broschiert)
In Ergänzung der ersten hier geposteten Rezension von Krenberger möchte ich nur stichpunktartig einige Eindrücke schildern:
- Die im Vorwort angesprochene Verzahnung mit dem parallel in zweiter Auflage erschienenen StGB-Kommentar derselben Herausgeber ist nur rudimentär und lediglich bei einzelnen Bearbeitern erkennbar (und auch in jenem StGB-Kommentar nicht verwirklicht); hier wird sicher in Folgeauflagen beider Werke nachgebessert werden. Das gleiche gilt für Binnenverweise.
- Kommentierungen, in denen lediglich Gerichtsentscheidungen sowie andere Kommentare nachgewiesen werden und auf Meinungsstreitigkeiten nur hingewiesen wird, ohne die jeweiligen Argumente anzuführen und ohne daß der Kommentator seine eigene Meinung argumentativ begründet (!!; also nicht apodiktisch statuiert!), gibt es schon viele; dies sollten die Herausgeber ab der zweiten Auflage verstärkt berücksichtigen, denn insoweit könnte dieser Kommentar unter den "Einbändern" eine Sonderstellung einnehmen. Immerhin werden aber schon heute stets nicht nur Gerichtsentscheidungen, sondern eben auch Stimmen aus der rechtswissenschaftlichen Literatur berücksichtigt.
- Der Kommentar kann in den nächsten Auflagen gern noch einige hundert Seiten umfangreicher werden. Dies sollte auf der argumentativen Vertiefung einiger Kommentierungen beruhen. Daß etwa die Kommentierung der Zentralnorm zur Beweisaufnahme und insbes. zum Beweisantragsrecht (Paragraph 244) nur 38 Seiten umfaßt, verwundert doch etwas; durchaus erfreulich ist hingegen, daß der Kommentator ein Rechtsanwalt ist und damit den in anderen StPO-Kommentaren meist von Richtern verfaßten Erläuterungen dieser Norm die anwaltliche Perspektive entgegengehalten werden kann (was durchaus künftig noch stärker akzentuiert werden sollte).
- Erfreulich ist, daß die Kommentierungen stets gut gegliedert und mit zahlreichen Zwischenüberschriften versehen sind.
- Daß auf Textanhänge verzichtet wurde, ist positiv; dies möge so bleiben, denn wer diesen Kommentar nutzt, hat auch andere Kommentare wie jenen von Meyer-Goßner zur Hand, wo sich genügend Textanhänge finden.
- Entgegen der nachdrücklich werbenden Verlagsankündigung hat der nach meiner Kenntnis unfallbedingt - infolge eines Treppensturzes - verstorbene (also entgegen der wohl unbedacht gewählten Formulierung im Vorwort nicht "aus dem Leben geschiedene") Mitherausgeber Gunter Widmaier, eine beeindruckende Anwaltspersönlichkeit und einer der renommiertesten Revisionsanwälte, leider nicht das gesamte Revisionsrecht, sondern nur Teile dieser Rechtsmaterie kommentiert - das ist bedauerlich, ohne daß damit die Kommentierungsleistung des anderen Bearbeiters kritisiert werden soll (weshalb das Revisionsrecht allerdings nicht wenigstens ausschließlich von Revisionsanwälten kommentiert wurde, statt als zweiten Bearbeiter einen Lehrstuhlinhaber heranzuziehen, bleibt unverständlich).
- Beeindruckend sind erneut die von Richter am BGH Eschelbach kommentierten Passagen. Dieser Kommentator, der auch an diversen anderen StPO- und StGB-Kommentaren mitarbeitet, bietet stets nicht nur kompilierende und nachweisende, sondern ersichtlich grundsätzlich durchdachte, mit Praxiserfahrung angereicherte, auf andere Rechtsgebiete wie das Verfassungsrecht, aber auch auf die Rechtssoziologie u.ä. ausgreifende, methodenbewußt und vertieft argumentierende, zudem - auch gegenüber der Rechtsprechung - kritische Ausführungen. Man erkennt solche Kommentierungen schon daran, daß sich immer wieder längere Textpassagen finden, die nicht durch Nachweise fragmentiert werden, in denen also nicht nur Aussagen getroffen und durch Berufung auf andere Stimmen belegt werden, sondern eigene Gedanken ausgebreitet werden: DAS ist Wissenschaft - die zugleich für den Praktiker hilfreich ist; daran sollte sich mancher die gerichtliche Spruchpraxis stets zustimmend referierende Praktiker ebenso wie mancher nur praxisfern theoretisierende Ordinarius ein Beispiel nehmen.
- Einen besonders guten Eindruck macht auch die Kommentierung des Rechts der Untersuchungshaft durch David Herrmann (RA, Augsburg), der schon früher durch eine einschlägige Monographie hervorgetreten ist.

Der Gesamteindruck des Kommentars ist sehr positiv; eine Erstauflage leidet stets an einigen "Kinderkrankheiten", die sicher in den - hoffentlich zumindest in zweijährigem Rhythmus erscheinenden - Folgeauflagen kuriert werden. Der Verlag sollte auch erwägen, den StGB- und den StPO-Kommentar künftig im Paket zu einem attraktiven Paketpreis anzubieten.


Karajan: The 1970s Recordings (Limited Edition)
Karajan: The 1970s Recordings (Limited Edition)
Preis: EUR 224,51

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik top - aber unvollständiges Begleitbuch, 27. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die 1970er Box ist weitgehend genauso gestaltet wie ihre Vorgängerin für die 1960er Jahre, doch leider nicht ganz:

- die auf der jeweiligen Rückseite der Papphüllen zusätzlich angebrachte Editions-spezifische CD-Nummer ist leider kleiner gedruckt, was das Auffinden der gesuchten CD etwas erschwert;

- viel ärgerlicher ist aber, daß man eigentlich gar nicht wissen kann, welche CD-Nummer man überhaupt suchen soll, weil im kartonierten Begleitbuch der in der 1960er Box gebotene Teil 6, eine alphabetische Auflistung der enthaltenen Komponisten und ihrer in der Box gebotenen Werke mit Angabe der jeweiligen CD-Nummer, schlicht fehlt. Wurde hier gespart oder ist mein Begleitbuch etwa ein Fehldruck (von Amazon angekündigt war ein 200seitiges Buch, meines hat nur 177 Seiten)? Wie soll man jetzt ein gesuchtes Werk auffinden, ohne die Titellisten aller 82 CDs durchzusehen? Das ist eine Schlamperei der DG, die an dieser Stelle unbedingt nachbessern sollte;

- schließlich fehlt im Begleitbuch auch das von Amazon angekündigte (und mithin wohl von der DG in Aussicht gestellte) Interview mit Anne-Sophie Mutter über Karajan, auf das ich mich schon gefreut hatte - ein Hohn, daß sich stattdessen (?) in der europäischen Ausgabe des Begleitbuches ein Abschnitt mit Texten in koreanischen (?) Schriftzeichen findet. Warum nur muß man sich über fast jedes Produkt, das man heutzutage kauft, sofort ärgern? Es scheinen allenthalben nur noch unmotivierte Laien am Werk zu sein, die "auf die Schnelle alibimäßig irgendwas" abliefern ... redaktionelle Sorgfalt und das gute alte Korrekturlesen geraten bei Druckwerken ersichtlich mehr und mehr in Vergessenheit.

Die Musik allerdings, die der (ach so häufig gescholtene) Maestro und seine Spitzenmusiker bieten, ist durchgängig ein Ohrenschmaus in sorgfältig remasterter Tonqualität. Einzelne Einspielungen zu bewerten erscheint bei einem solchen Sammelwerk nicht angezeigt. Jedenfalls sollte die (alte) Frage, ob die von Karajansche Klangwelt in ihrem großorchestralen Zuschnitt jedem Werk gleichermaßen gerecht wird, niemanden davon abhalten, sich mit dieser und der Vorgängerbox wesentliche Teile des musikalischen Vermächtnisses eines der unbestreitbar größten Dirigenten ins Haus zu holen. Diese oftmals besonders "klangschönen" Versionen durch andersartige, etwa "historisch informierte" Einspielungen z.B. eines Harnoncourt oder Gardiner, zu ergänzen und kritisch zu vergleichen - oder einfach je nach eigener Stimmung mal die "schwelgerischere" und mal die "härtere" Sichtweise zu genießen - steht ja jedermann frei ...


So weit
So weit
Preis: EUR 0,82

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen großartige Sängerin - hat ein eigenes Album verdient!, 23. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: So weit (MP3-Download)
Da ich keine Songs "herunterlade", sondern ausschließlich CDs kaufe, habe ich den Titel nur auszugsweise im Internet gehört - und bin begeistert!
Laura Bellon ist nicht nur eine äußerst begabte und gesangstechnisch kompetente Sängerin, sondern hat auch Ausstrahlung und "das gewisse Etwas" - deutlich zu sehen und zu hören bei ihren Auftritten bei der ersten Staffel von "The Voice of Germany". Sie hat es verdient, deutlich mehr als bisher gefördert zu werden - es kann doch nicht sein, daß heutzutage Könner in der zweiten und dritten Reihe "versauern", während gleichzeitig immer wieder unbegabte Medienprodukte ohne Stimme und ohne jede musikalische Kompetenz "hochgelobt" werden und sogar Platten produzieren dürfen. Wo also ist der förderungswillige Produzent, wo das geeignete Plattenlabel?


Gebr. Graef TO101EU 4 Scheiben Langschlitz Toaster, Edelstahl weiß
Gebr. Graef TO101EU 4 Scheiben Langschlitz Toaster, Edelstahl weiß

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr wertiges Gerät "made in Germany", 3. April 2013
Die Rezension bezieht sich auf das von mir bei Amazon gekaufte baugleiche Gerät in Edelstahl matt: Gebr. Graef TO100EU.

An diesem Toaster ist alles etwas durchdachter, stabiler und wertiger ausgeführt, als man dies von den üblichen Massenprodukten (die leider oft "made in China [PRC]" sind) gewöhnt ist. So rastet beispielsweise der Drehknopf, mit dem man den Bräunungsgrad einstellt, in feiner Abstufung wie ein Relais mit angenehmem, vertrauenerweckendem Geräusch. Dieser Drehknopf hat erfreulicherweise mit den üblichen hohldrehenden Plastikschaltern anderer Toaster (bei denen man nie wirklich weiß, ob die gewünschte Veränderung vom Gerät überhaupt registriert wurde) nichts gemeinsam.

Ein anderes Beispiel: Die Heizdrähte sind an den Innenwänden bis weit nach oben geführt und bräunen so auch die oberen Kanten größerer Brotscheiben. Von anderen Toastern kenne ich es hingegen, daß die Heizdrähte Teile der Brotscheibe gar nicht erfassen, der Toast also stellenweise weiß und weich bleibt.

Auch der Toastauswurf und der Lift funktionieren besser als gewöhnlich - der Toast wird am Ende des Bräunungsvorgangs nicht etwa (wie sonst leider oftmals erlebt) mit einem erschreckend lauten Geräusch nach oben gerissen und fast schon aus dem Gerät hinauskatapultiert, sondern das "Hochfahren" geschieht ruhiger und im besten Sinne "gelassener".

Der Brötchenaufsatz ist stabil und sitzt auf dem Gerät, ohne zu wackeln. Er ist so groß, daß bequem auch drei Brötchen oder zwei bis drei Brezn Platz finden. Daß er abnehmbar und nicht ausklappbar ist, ermöglicht es, ihn auch anderweitig zu nutzen - ich lasse z.B. selbstgebackene Brote auf ihm auskühlen.

Schließlich macht auch die Krümelschublade einen guten Eindruck, die unter dem ganzen Innenraum entlangläuft.

Der Aufbau des Gerätes wirkt durchdacht, der Innenraum sieht aufgeräumt aus, die Mechanik wirkt stabil, die verbauten Materialien wirken hochwertig. Das Gerät steht fest auf der Küchenarbeitsplatte; Gummifüße und das Gerätegewicht verhindern ein ständiges Verrutschen.

Die Toastergebnisse sind bisher - nach mehreren Wochen der Nutzung - überaus erfreulich.

Insgesamt ein Toaster, wie er nach meinem Empfinden sein soll. Der renommierte deutsche Mittelständler Graef (bekannt für seine Allesschneider, die er auch für den Profibereich wie Großmetzgereien u.ä. baut) zeigt einmal mehr, daß "Made in germany" noch immer ein Qualitätssiegel ist. Mir jedenfalls erscheint es lohnend, beim Kauf ein paar Euro mehr auszugeben, denn die Mehrausgabe dürfte sich durch längere Haltbarkeit des Gerätes und größere Freude bei der täglichen Nutzung im Vergleich zu den üblichen "Plastikbombern" rasch amortisieren.


Gebr. Graef WK71 Wasserkocher mit Temperatureinstellung / Edelstahl-Acryl weiß
Gebr. Graef WK71 Wasserkocher mit Temperatureinstellung / Edelstahl-Acryl weiß

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr wertiges Gerät "made in Germany", 3. April 2013
Die Rezension bezieht sich auf das von mir bei Amazon gekaufte baugleiche Gerät in schwarz: Gebr. Graef WK72

An diesem Wasserkocher ist alles etwas durchdachter, stabiler und wertiger ausgeführt, als man dies von den üblichen Massenprodukten (die leider oft "made in China [PRC]" sind) gewöhnt ist.

Der Innenraum ist aus Edelstahl. Ich habe bisher - nach mehreren Wochen der Nutzung - den Eindruck, daß sich trotz des bei uns hohen Kalkgehalts weniger Kalk ablagert als bei meinem bisherigen Wasserkocher von Cloer. Möglicherweise ist ja die Oberfläche noch ein wenig glatter.

Der Sockel mit Stromzufuhr ist wertiger als gewöhnlich; während mein Cloer immer auf seinem Sockel herumwackelte, steht der Graef fest und sicher. Zudem ist der Sockel mit Metall eingefaßt, was nicht nur schick ist, sondern zusätzliche Stabilität gibt.

Die Temperaturwahl mit vier getrennten Tasten ist angenehm; ein versehentliches Einschalten des Kochers (wie bei meinem alten Cloer mit seinem herausstehenden, leichtgängigen Kippschalter) erscheint ausgeschlossen.

Sehr hervorzuheben ist die Funktion des Deckels, der sich auf Knopfdruck schnell und weit (senkrecht) nach oben öffnet (beim alten Cloer hingegen klappte der Deckel in der Mitte der Öffnung nach unten ins Wasser hinein, war deshalb stets beim Befüllen im Weg und ließ zudem Staub in den Innenraum gelangen). Die Deckelfunktion wirkt extrem solide, nichts wackelt.

Der Griff liegt gut in der Hand. Das Befüllen ist ebenfalls unproblematisch.

Der Ausguß wirkt ungewöhnlich, der Wasserstrahl ist unregelmäßig, was zunächst irritieren mag. Allerdings geht beim Ausgießen im Ergebnis erfreulicherweise doch nichts "daneben"; zudem bewirkt diese Art des Ausgusses, daß kein Wasser außen am Kocher herabläuft. Andere Rezensenten haben geschrieben, daß durch die Entfernung des Kalkfilters der Wasserstrahl beim Ausgießen gleichmäßiger werde; ich habe dies noch nicht ausprobiert (und möchte eigentlich auch den - ebenfalls sehr solide wirkenden - Kalkfilter nicht missen).

Die Kochergebnisse sind gut, der Kocher ist schnell. Die Temperaturwahl in vier Stufen ist eine sinnvolle Zugabe, nicht nur für Teetrinker, sondern auch z.B. für Hobbyköche und Wärmflaschenbefüller. Beim Kochen tritt nur wenig Wasserdampf und gar kein heißes Spritzwasser am Deckel aus.

Insgesamt ein Wasserkocher, wie er nach meinem Empfinden sein soll. Der renommierte deutsche Mittelständler Graef (bekannt für seine Allesschneider, die er auch für den Profibereich wie Großmetzgereien u.ä. baut) zeigt einmal mehr, daß "Made in germany" noch immer ein Qualitätssiegel ist. Mir jedenfalls erscheint es lohnend, beim Kauf ein paar Euro mehr auszugeben, denn die Mehrausgabe dürfte sich durch längere Haltbarkeit des Gerätes und größere Freude bei der täglichen Nutzung im Vergleich zu den üblichen "Plastikbombern" rasch amortisieren.


Gebr. Graef WK72 Wasserkocher mit Temperatureinstellung / Edelstahl-Acryl schwarz
Gebr. Graef WK72 Wasserkocher mit Temperatureinstellung / Edelstahl-Acryl schwarz

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr wertiges Gerät "made in Germany"", 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An diesem Wasserkocher ist alles etwas durchdachter, stabiler und wertiger ausgeführt, als man dies von den üblichen Massenprodukten (die leider oft "made in China [PRC]" sind) gewöhnt ist.

Der Innenraum ist aus Edelstahl. Ich habe bisher - nach mehreren Wochen der Nutzung - den Eindruck, daß sich trotz des bei uns hohen Kalkgehalts weniger Kalk ablagert als bei meinem bisherigen Wasserkocher von Cloer. Möglicherweise ist ja die Oberfläche noch ein wenig glatter.

Der Sockel mit Stromzufuhr ist wertiger als gewöhnlich; während mein Cloer immer auf seinem Sockel herumwackelte, steht der Graef fest und sicher. Zudem ist der Sockel mit Metall eingefaßt, was nicht nur schick ist, sondern zusätzliche Stabilität gibt.

Die Temperaturwahl mit vier getrennten Tasten ist angenehm; ein versehentliches Einschalten des Kochers (wie bei meinem alten Cloer mit seinem herausstehenden, leichtgängigen Kippschalter) erscheint ausgeschlossen.

Sehr hervorzuheben ist die Funktion des Deckels, der sich auf Knopfdruck schnell und weit (senkrecht) nach oben öffnet (beim alten Cloer hingegen klappte der Deckel in der Mitte der Öffnung nach unten ins Wasser hinein, war deshalb stets beim Befüllen im Weg und ließ zudem Staub in den Innenraum gelangen). Die Deckelfunktion wirkt extrem solide, nichts wackelt.

Der Griff liegt gut in der Hand. Das Befüllen ist ebenfalls unproblematisch.

Der Ausguß wirkt ungewöhnlich, der Wasserstrahl ist unregelmäßig, was zunächst irritieren mag. Allerdings geht beim Ausgießen im Ergebnis erfreulicherweise doch nichts "daneben"; zudem bewirkt diese Art des Ausgusses, daß kein Wasser außen am Kocher herabläuft. Andere Rezensenten haben geschrieben, daß durch die Entfernung des Kalkfilters der Wasserstrahl beim Ausgießen gleichmäßiger werde; ich habe dies noch nicht ausprobiert (und möchte eigentlich auch den - ebenfalls sehr solide wirkenden - Kalkfilter nicht missen).

Die Kochergebnisse sind gut, der Kocher ist schnell. Die Temperaturwahl in vier Stufen ist eine sinnvolle Zugabe, nicht nur für Teetrinker, sondern auch z.B. für Hobbyköche und Wärmflaschenbefüller. Beim Kochen tritt nur wenig Wasserdampf und gar kein heißes Spritzwasser am Deckel aus.

Insgesamt ein Wasserkocher, wie er nach meinem Empfinden sein soll. Der renommierte deutsche Mittelständler Graef (bekannt für seine Allesschneider, die er auch für den Profibereich wie Großmetzgereien u.ä. baut) zeigt einmal mehr, daß "Made in germany" noch immer ein Qualitätssiegel ist. Mir jedenfalls erscheint es lohnend, beim Kauf ein paar Euro mehr auszugeben, denn die Mehrausgabe dürfte sich durch längere Haltbarkeit des Gerätes und größere Freude bei der täglichen Nutzung im Vergleich zu den üblichen "Plastikbombern" rasch amortisieren.


Gebr. Graef TO100EU 4 Scheiben Langschlitz Toaster, Edelstahl matt
Gebr. Graef TO100EU 4 Scheiben Langschlitz Toaster, Edelstahl matt

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr wertiges Gerät "made in Germany", 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An diesem Toaster ist alles etwas durchdachter, stabiler und wertiger ausgeführt, als man dies von den üblichen Massenprodukten (die leider oft "made in China [PRC]" sind) gewöhnt ist. So rastet beispielsweise der Drehknopf, mit dem man den Bräunungsgrad einstellt, in feiner Abstufung wie ein Relais mit angenehmem, vertrauenerweckendem Geräusch. Dieser Drehknopf hat erfreulicherweise mit den üblichen hohldrehenden Plastikschaltern anderer Toaster (bei denen man nie wirklich weiß, ob die gewünschte Veränderung vom Gerät überhaupt registriert wurde) nichts gemeinsam.

Ein anderes Beispiel: Die Heizdrähte sind an den Innenwänden bis weit nach oben geführt und bräunen so auch die oberen Kanten größerer Brotscheiben. Von anderen Toastern kenne ich es hingegen, daß die Heizdrähte Teile der Brotscheibe gar nicht erfassen, der Toast also stellenweise weiß und weich bleibt.

Auch der Toastauswurf und der Lift funktionieren besser als gewöhnlich - der Toast wird am Ende des Bräunungsvorgangs nicht etwa (wie sonst leider oftmals erlebt) mit einem erschreckend lauten Geräusch nach oben gerissen und fast schon aus dem Gerät hinauskatapultiert, sondern das "Hochfahren" geschieht ruhiger und im besten Sinne "gelassener".

Der Brötchenaufsatz ist stabil und sitzt auf dem Gerät, ohne zu wackeln. Er ist so groß, daß bequem auch drei Brötchen oder zwei bis drei Brezn Platz finden. Daß er abnehmbar und nicht ausklappbar ist, ermöglicht es, ihn auch anderweitig zu nutzen - ich lasse z.B. selbstgebackene Brote auf ihm auskühlen.

Schließlich macht auch die Krümelschublade einen guten Eindruck, die unter dem ganzen Innenraum entlangläuft.

Der Aufbau des Gerätes wirkt durchdacht, der Innenraum sieht aufgeräumt aus, die Mechanik wirkt stabil, die verbauten Materialien wirken hochwertig. Das Gerät steht fest auf der Küchenarbeitsplatte; Gummifüße und das Gerätegewicht verhindern ein ständiges Verrutschen.

Die Toastergebnisse sind bisher - nach mehreren Wochen der Nutzung - überaus erfreulich.

Insgesamt ein Toaster, wie er nach meinem Empfinden sein soll. Der renommierte deutsche Mittelständler Graef (bekannt für seine Allesschneider, die er auch für den Profibereich wie Großmetzgereien u.ä. baut) zeigt einmal mehr, daß "Made in germany" noch immer ein Qualitätssiegel ist. Mir jedenfalls erscheint es lohnend, beim Kauf ein paar Euro mehr auszugeben, denn die Mehrausgabe dürfte sich durch längere Haltbarkeit des Gerätes und größere Freude bei der täglichen Nutzung im Vergleich zu den üblichen "Plastikbombern" rasch amortisieren.


Samsung UE40ES6300 101 cm (40 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner, 3D, Smart TV)
Samsung UE40ES6300 101 cm (40 Zoll) Fernseher (Full HD, Triple Tuner, 3D, Smart TV)
Wird angeboten von Mediadeal

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen vermeidbare Fehler in Menü und Bedienung, aber Bild und Ton erfreulich, 30. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mag sein, daß ich als Eigner eines deutschen Premium-Fernsehers (Loewe Individual Selection) verwöhnt bin, aber der Samsung weist einige Mängel auf, die mit ein wenig gutem Willen der koreanischen Ingenieure vermeidbar wären.

Das POSITIVE vorweg:

- Das BILD ist sehr gut. Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten lassen eine sehr individuelle Anpassung zu. Wünschenswert wäre eine je gesonderte Bildanpassung für HD-Sender und normale Digitalsender - an öffentlich-rechtliche HD-Sender angepaßte kräftigere Farben haben vereinzelt bei normal-digitalen Privatsendern (deren Sendematerial manchmal schon von Haus aus übermäßig "farbenfroh" zu sein scheint) die Tendenz zu "Bonbonfarben". - Insgesamt ist es erstaunlich, für wie wenig Geld man heute eine großartige Bilddarstellung bekommt.

- Der TON ist überraschend gut. Insoweit hatte ich - von Loewe verwöhnt - große Bedenken, in der Familie einen Samsung (oder genauer: überhaupt einen "Asiaten") zu verschenken. Diese Bedenken hat das Gerät zerstreut: Natürlich kann der Ton nicht mit jenem aus Surround-Anlagen o.ä. mithalten, aber wer (wie ich) den Fernseher nicht als häusliche Kinoleinwand ansieht und auf Raumtoneffekte verzichten kann, kommt in den Genuß eines klaren, durchaus kräftigen Tones mit Abstrahlung wie aus einem Centerspeaker. Besonders positiv für Menschen mit leichter Schwerhörigkeit dürfte die optionale Toneinstellung "verstärken" sein, bei der wohl die höherfrequenten Tonanteile lauter abgestrahlt werden. Hohe Töne sind nicht "nervig", die Mitten, insbesondere die Stimmdarstellung ist angenehm, die Baßanteile sind insgesamt nicht überragend, aber doch hörbar; der Ton ist also nicht "flat". Verzerrungen habe ich kaum bemerkt; leichte S-Zischlaute sind aber gelegentlich vernehmbar. - Insgesamt ist der Ton in dieser Preisklasse erfreulich.

Sind also Bild und Ton - zweifellos die wichtigsten Parameter - nicht zu beanstanden, gilt dies leider nicht für Einstellung und Bedienung sowie gewisse Aspekte der Konstruktion. Das NEGATIVE im einzelnen:

- Das gedruckte Handbuch ist völlig unzulänglich; daß dies auch bei Samsung anders geht, zeigt das Handbuch zu den Festplattenrekordern.

- Die im Gerät enthaltene Hilfefunktion ist zwar teilweise (!) inhaltlich nicht schlecht, aber sicher kein Ersatz für ein gedrucktes Handbuch, da das Aufrufen und dann Auffinden der gesuchten Stelle äußerst umständlich und langwierig ist. Aber auch inhaltlich läßt einen die Beschreibung oft im Stich; Paradebeispiel: Ändern der Sendernummer (dazu sogleich!).

- Wer (wie ich) einige Erfahrung bei der Inbetriebnahme moderner Fernseher hat, kommt mit dem Samsung wohl einigermaßen zurecht, obwohl das Handbuch auch die Ersteinrichtung nur unzulänglich beschreibt. Das sprichwörtliche "alte Mütterchen", aber auch der weniger computeraffine Nutzer, dem derartige Menüstrukturen fremd sind, dürfte aber der Verzweiflung nahe sein.

- GRAUENVOLL ist die weitere Nutzung des Gerätes als FERNSEHER nach Durchführung des Sendersuchlaufs. Hat man nämlich plötzlich ca. 400 Sender in alphabetischer (!) Reihenfolge abgespeichert vor sich, von denen einen ca. 350 nicht interessieren oder wegen Verschlüsselung nicht nutzbar sind, kommt schnell der Wunsch nach einer Favoritenliste für die ca. 50 wichtigsten Sender auf. Diese könnte man auch relativ schnell erstellen, doch scheitert man zunächst daran, daß man über "Tools - Extras - Favoriten bearbeiten" nicht weiterkommt: Ein Programmfehler scheint zu verhindern, daß man die angewählten Favoriten bearbeiten kann, man wird "veralbert", weil einem nach einigen auswählenden Klicks angezeigt wird, man habe die Favoriten erfolgreich bearbeitet, obwohl die Bearbeitung noch gar nicht begonnen hatte. Wie aber kam man überhaupt auf die "Tools ..."? Das Handbuch schweigt natürlich; die Hilfefunktion schickt einen (über "Verwenden des Menüs Sender" - langes Scrollen - "Verwenden des Menüs "Extras" in Verbindung mit dem Menü "Sender" ") dort hin, weil es behauptet, die Funktion "Favoriten bearbeiten" stehe einem im Menü "Extras" zur Verfügung; dies stimmt aber eben nicht (s. soeben: "Programmfehler"). Trotzdem geschaftt habe ich es dann, indem ich - intuitiv - in der Hilfefunktion (!) unter "Verwenden des Menüs Sender" auf die Höhe der Überschrift "Sender" gescrollt habe, wo dann in der zweiten Zeile von einem würfelähnlichen Symbol ein Pfeil auf das Wort "Sender" zeigt"; klickt man genau (!) auf Höhe dieser Zeile auf OK (Bestätigungstaste der FB, zwischen den vier Cursor-Pfeilen gelegen) und bestätigt danach die Frage "Möchten Sie dies ausführen", kommt man zu einem Menü, in dem man tatsächlich Favoritenlisten anlegen kann. (Nachtrag: Auch über die Smarthub-Taste, die bunte Taste auf der FB, kommt man an diese Stelle, wenn man im Smarthub-Menü "Kanal" anwählt.) ----- Nun beginnen aber erst die Probleme. Wenn man sich eine Favoritenliste auf die Schnelle zusammenstellt, hat man plötzlich eine Liste mit unterschiedlichsten Sendernummern, von denen das ZDF (wegen der alphabetischen Sortierung nach dem Suchlauf) z.B. die Nr. 357 haben könnte; zudem kann man auch die Favoritenliste nur entweder alphabetisch oder nach den Nummern ordnen. Will man also eine sinnvolle Liste erstellen, bei der man sich die Nummern gut merken kann (ARD = 1, ZDF = 2 usw.), um diese direkt anzuwählen, muß man die Sendernummern ändern. Dies geht aber nicht in einer etwa bereits erstellten Favoritenliste, sondern nur in der Liste aller Sender (oder der Liste TV = alle Fernsehsender ohne Radiosender); diese Liste (am besten die kürzere Liste TV) anwählen und zunächst unbedingt den potentiellen Fehler vermeiden, etwa unerwünschte Sender vorab zu löschen, um die Liste kürzer zu machen und schneller scrollen zu können (was eigentlich gut wäre): Löscht man etwa einen dümmlichen Sender, der beim Sendersuchlauf zufällig die Nr. 1 erhalten hatte, kann man später der ARD nicht die 1 zuweisen (diese Nummer existiert dann nämlich für den lieben Samsung wegen der Senderlöschung nicht mehr ... wenn man also eine Favoritenliste mit ca. 50 Sendern erstellen möchte, darf man keinen der 50 ersten Sender vorab löschen, die anderen aber schon, wenn man sicher ist, sie nie mehr zu benötigen, denn ACHTUNG: jeder neue Sendersuchlauf löscht alle Listen - einschließlich der mühsam erstellten Favoriten!!!!!). Nun gilt es also, in den ca. 400 alphabetisch sortierten Sendern in der Reihenfolge, die man sich vorab für die Favoritenliste überlegt hat, jeden einzelnen Sender durch Scrollen anzuwählen, die Taste OK zu drücken (Häkchen am Sender - ABER UNBEDINGT nur einen Sender so markieren), dann das Menü "Extras" aufzurufen (Taste TOOLS), dort zu "Kanalnr. bearbeiten" zu scrollen. Es wird einem nun die bisherige Nr. des Senders angezeigt; Pfeil nach rechts, dort im weißen Feld die gewünschte Nr. eingeben und anschließend 3 mal OK drücken. Erst dann ist ein Sender an seinem richtigen Platz. Hat man die ersten ca. 50 Nummern derart neu vergeben, kann man (beginnend bei der 1) diese 50 Sender anklicken und dann unter "TOOLS - Extras - Favoriten bearbeiten" diesen Nummernblock in eine der Favoritenlisten übertragen. - FAZIT: Eine Zumutung!!!! Ich habe dann auch noch Pech gehabt und - nachdem ich diese nervige Arbeit geleistet hatte - beim weiteren Erkunden des Gerätes einen RIESENFEHLER gemacht: unter "Menü - System" habe ich "Einstellungen" aufgerufen und mich dort nur umgeschaut, ohne einen Befehl zum Tätigwerden oder gar Löschen zu drücken, vielmehr lediglich die Schaltfläche "weiter" betätigt. Dies führte dazu, daß das Gerät in den Erstinstallationsmodus geraten ist und plötzlich überraschend alle Sender (ohne warnende Frage!!!!) gelöscht waren und ich zur Durchführung des Sendersuchlaufs aufgefordert wurde ... alle Arbeit für die Katz, das Ganze nochmals von vorne! Das nenne ich eine undurchdachte Menüstruktur ...

- Das Verbindungsstück zwischen (schickem, hochglänzendem) Standfuß und Gerät ist aus billigem Plastik gefertigt, das weder zum Fuß noch zum Gerät paßt. Dieses Plastik ist zudem empfindlich, neigt zu Kratzern und gräulicher Anmutung. Das nenne ich am falschen Ende zu sparen - gern würde ich für bessere Qualität einen oder zwei Euro aufzahlen.

- Die Anschlüsse sind leider nicht verdeckt und sitzen zudem ziemlich weit oben am Gerät, weshalb man zu viel von den Kabeln sieht, wenn das Gerät frei steht (z.B. auf einem Fernsehwagen).

- Die Fernbedienung ist überladen (man erwischt gern mal eine falsche Taste, wenn man sie "blind" bedient) und - ärgerlich - am Boden halbrund, was dazu führt, daß sie "kippelt", wenn man sie auf dem Tisch stehend bedient - was soll das?

Diese Mängel lassen leider keine bessere Bewertung als 3 Sterne zu. Auf Netzwerk- und Internetnutzung ist mir die Lust vergangen, den Kram werde ich gar nicht erst installieren (das ist alles viel zu aufgebläht, man muß doch nicht mit jedem Elektrogerät alles machen können ...). Wer den Samsung allerdings als reinen Fernseher nutzen möchte, bekommt - wenn die Hürden der Inbetriebnahme und individuellen Einrichtung überwunden sind - genau das: einen sehr guten Fernseher.


The Originals - Bach (Sonaten und Partiten)
The Originals - Bach (Sonaten und Partiten)
Preis: EUR 16,99

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOP-Empfehlung, 23. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mehr als 15 Einspielungen der Solo-Violinwerke Bachs im Regal, kenne sie alle - und höre fast immer diese Aufnahme von Milstein. Sie hat eine "Aura" von Nobilität, souveräner Abgeklärtheit und künstlerischer Integrität, fern jeder zur Schau gestellten Virtuosität, fern jedes Bemühens um Klangschönheit um ihrer selbst willen, fern auch jedes aufgesetzten Pathos. Dadurch berührt mich diese Aufnahme immer wieder zutiefst. Von Milstein gibt es zudem eine ältere Aufnahme (EMI; ebenfalls hervorragend, freilich fehlt die "Altersweisheit", die bei der DG-Aufnahme möglicherweise zu der besonderen Aura beiträgt).

Natürlich kann man auch mit anderen Aufnahmen glücklich werden: Grumiaux (Philips; souverän, besonders klangschön, dabei durchaus tiefsinnig), Szeryng (DG; souverän, etwas pathetischer als Milstein), Kremer (2. Aufnahme bei ECM: faszinierend eigenwillig), Mintz (DG; souverän und unaufgeregt, insofern Milstein nicht unähnlich), Tetzlaff (er hat - mit verschiedenen Geigen - zwei Aufnahmen vorgelegt bei [1.] Virgin und [2.] Hänssler; nach meinem Empfinden spielt er Milstein am ähnlichsten, besonders in der älteren Aufnahme). Für eine "historisch informierte" Aufnahme greife ich zu Rachel Podger (Channel Classics; unaufgeregt, gefällig).

Große Meister, die man mal hören sollte: Szigeti (Vanguard) und der junge Menuhin (EMI).

Große Meister, die mich weniger berühren: Heifetz (RCA; zur Schau gestellte Virtuosität) und Perlmann (EMI; zur Schau gestellte Klangschönheit) - eine Geschmacksfrage!

Eine Ausnahmestellung hat Ida Händel (Testament); ihre Interpretation ist besonders langsam und breit angelegt - durchaus faszinierend.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4