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Rezensionen verfasst von
Sven Gellersen (Hannover)

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Metamorphosis
Metamorphosis
Preis: EUR 6,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Metamorphose bestanden!, 25. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Metamorphosis (Audio CD)
Mit dem Album "Metamorphosis" präsentiert uns Papa Roach nunmehr das fünfte Studioalbum. War die Band noch mit "Infest" eine der zu der damaligen Zeit populären Nu-Metal-Bands (das meine ich nicht negativ), so hat sich spätestens mit dem vierten Album "The Paramour Sessions" eine ganz klare Veränderung abgezeichnet - und zwar zum Positiven. Papa Roach wurde erwachsen. Und was mit dem Vorgängeralbum begann, wird auf "Metamorphosis" klar weitergeführt. Stilistisch sind sich beide Alben sehr ähnlich, dennoch gibt es keinen Stillstand. Jetzt klingen die Titel noch homogener, einfach besser durchdacht.

Den Anfang macht "Days of War", ein nur eineinhalbminütiges instrumentales Intro, das Lust auf mehr macht und dann zum zweiten Track übergeht. "Change or die" ist ein echtes Brett, bietet einen druckvollen E-Gitarreneinsatz und treibende Drums. Als drittes haben wir "Hollywood Whore", welches etwas langsamer daherkommt. Insbesondere die ersten paar Sekunden klingen sehr soft, das ändert sich aber schnell. An dem Lied gefällt mir besonders der Refrain, da er gut im Kopf bleibt und zum Mitsingen anregt. "I almost told you that I loved you" ist der erste Titel, der mich nicht ganz so sehr überzeugt. Allerdings bietet das Lied zum Einstieg eine ziemlich coole Percussion und wirklich schlecht ist der Song auch nicht. Die nächsten Titel sind "Lifeline" - sehr eingängige Melodie - und "Had enough". Hierbei handelt es sich um das erste ruhigere Lied auf dem Album und bietet echte Ohrwurmqualität mit überzeugender Melodie. Obwohl eine Ballade, kann ich mir den Track auch sehr gut live vorstellen. "Live this down" finde ich von allen Liedern am durchschnittlichsten und überzeugt mich nicht so richtig. Es erinnert mich irgendwie noch zu sehr an die alten Papa-Roach-Zeiten. "March out of the Darkness" fängt sehr ruhig an, wird dann aber schneller und gefällt mir wieder wirklich gut. Das recht schnelle "Into the Light" überzeugt mich hingegen wieder nicht so gut, aber das Lied hat einen spitzenmäßigen Mittelpart. "Carry me" ist eine sehr schöne Ballade und wird von "Nights of Love" gefolgt. Wie der Name schon andeutet, wird hier der Titel des Intros textlich nochmal aufgegriffen. Neben "Hollywood Whore" eines der stärksten Lieder auf dem Album. Den Abschluss des 46-minütigen Albums bildet "State of Emergency". Hier geht nochmal richtig die Post ab. Auch hier ist der Mittelpart besonders hervorhebenswert, da er mit einer tollen Percussion aufwartet. Die letzten Sekunden lassen die CD dann ruhig ausklingen.

Als Fazit kann ich sagen, dass Papa Roach zu einer wirklich ernstzunehmenden, gereiften Rockband geworden ist, die momentan zu meinen absoluten Favoriten zählt. "Metamorphosis" ist zwar nicht durchgängig super, aber echte Aussetzer sind nicht zu vermelden. Vor allem aber wird das Album nicht langweilig. Jedes Lied ist absolut eigenständig und lässt einen nicht denken "Ach, das hab ich doch schon mal gehört".
Dieses Album kann ich wirklich jedem empfehlen, der auch schon den Vorgänger mochte!


Eternal Sonata
Eternal Sonata
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 29,95

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Graphik, super Story, 17. Februar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Eternal Sonata (Videospiel)
Ich habe mir dieses Spiel gleich zum PS3-Release schicken lassen und bin fast völlig davon begeistert. Bereits jetzt habe ich "Eternal Sonata" durch, was aber nicht auf eine zu geringe Spielzeit zurückzuführen ist, sondern darauf, dass es mich wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde gefesselt hat!

Story:
An sich nichts Besonderes. Ein durchgeknallter Herrscher hat es sich in den Kopf gesetzt, die ganze Welt zu beherrschen und macht sich dafür das Mineralpulver zu nutze. Das ist eine Substanz, die einerseits heilend wirken kann, andererseits bei regelmäßiger Einnahme die Menschen jedoch zu seelenlosen Monstern macht. Diesem Herrscher stellt sich eine bunt gemischte Truppe spielbarer Charaktere entgegen, darunter auch Polka und Allegretto, die Hauptcharas.
Die Geschichte ist sehr fesselnd erzählt, hat viel Humor, aber auch ernsthafte und traurige Stellen sowie einige unerwartete Wendungen.
Von diesem Hauptplot mal abgesehen, gibt es noch eine Besonderheit: Frédéric Chopin. Der berühmte Komponist spielt eine tragende Rolle, denn die Geschichte ist im Prinzip ein Traum (oder vielleicht auch nicht?), den er kurz vor seinem Tod hat.

Graphik:
"Eternal Sonata" kommt in einer sehr knuddelig-bunten Animé-Graphik mit Cel-Shading daher, die enorm märchenhaft wirkt. Der Stil lässt sich wohl am Besten mit "bauchig" beschreiben. Speziell die Charakter-Designs sind meist ziemlich rund, was sich oftmals auch durch die pompöse Kleidung erklären lässt.
Die Graphik ist sehr detailliert und liebevoll gestaltet (auch in den Dungeons!) und befindet sich auf einem hohen qualitativen Niveau, allerdings merkt man, dass sie nicht mehr ganz up to date ist. Dies merkt man vor allem an der Flora (also der Pflanzenwelt). Viele Büsche oder auch Baumwipfel sind nichts weiter als Pappaufsteller und das erkennt man auch sehr oft. Außerdem haben die Entwickler sehr oft mit Blur-Effekten gearbeitet, meiner Ansicht nach haben sie es dabei ein klein wenig übertrieben.
Ähnlich wie z.B. in "Final Fantasy X" gibt es keine Oberweltkarte. Das finde ich gut, denn dadurch wirkt die Welt homogener und glaubwürdiger.
Insgesamt ist die Graphik sehr schön, einigen wird der Stil jedoch eindeutig zu kitschig sein.

Musik:
Da Chopin eine wichtige Figur im Spiel ist, gibt es neben dem Score von Motoi Sakuraba (unter anderem "Star-Ocean"-Reihe) auch einige Klavierstücke von ihm zu hören. Diese werden in regelmäßigen Abständen im Verlauf der Story eingespielt und währenddessen werden auch einige Infos über das reale Leben des Komponisten preisgegeben.
Die Musik von Sakuraba ist komplett sehr schön. Es gibt wirklich tolle, unverbrauchte Melodien, die mit echten Instrumenten eingespielt wurden und hervorragend die Atmosphäre und die Bilder unterstützen. Dabei ist die Musik aber nie zu aufdringlich.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem ist einerseits rundenbasiert, andererseits aber auch sehr actionreich und taktisch orientiert. Aber der Reihe nach:
Auf die Kämpfe nehmen Licht und Schatten Einfluss. Gegner verändern teilweise ihre Form und ihre Fähigkeiten, je nachdem, wo sie sich auf dem Kampffeld befinden. Die eigenen Charaktere wiederum haben ebenfalls Spezialangriffe, die entweder nur im Licht oder eben nur im Schatten angewendet werden können.
Aber es gibt noch andere Rahmenbedingungen für die Kämpfe, die vom sogenannten Gruppenlevel abhängig sind. Der Gruppenlevel erhöht sich regelmäßig nach bestimmten Bosskämpfen. Der niedrigste Level gibt dem Spieler praktisch unendlich viel Zeit für taktische Überlegungen. Es gibt außerdem eine auf fünf Sekunden begrenzte Aktionszeit, die allerdings nur dann läuft, sofern sich die Spielfigur bewegt wird. Im dritten Level sieht die Sache schon anders aus. Es gibt nur noch eine begrenzte Taktikzeit von drei Sekunden, die automatisch anfängt zu laufen, sobald der Spieler dran ist. Die Aktionszeit beginnt direkt danach zu laufen, auch wenn die Spielfigur nicht bewegt wird. Dadurch ist der Spieler gezwungen, schnell zu überlegen und vor allem zu handeln.
Später kommen dann auch "Blocken" und "Gegenangriff" hinzu. Dafür muss im richtigen Moment die O-Taste bzw. X-Taste gedrückt werden. Die Funktion ist sehr unausgewogen. Bei einigen Gegnerarten hat man immer recht viel Zeit um die Taste zu drücken, bei anderen muss man wirklich, und ich mein WIRKLICH, blitzschnell reagieren.
Besonders ist auch, dass im Spiel keine Magie angewendet wird. Demzufolge haben die Charaktere nur LP (Lebenspunkte) und auch die Spezialangriffe können unendlich oft angewendet werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr schwankend. Es gibt Dungeons, bei denen man froh ist, wenn man sie endlich hinter sich gebracht hat. Andere sind dagegen lächerlich einfach, selbst wenn man schon seit einiger Zeit kaum noch gelevelt hat. Das Gleiche gilt für die zahlreichen Bosskämpfe.

Spielsystem:
"Eternal Sonata" ist sehr linear aufgebaut. Es gibt praktisch keine Handlungsfreiheit, man hat immer nur den einen Weg. Einerseits ist das natürlich ärgerlich, zumindest ein paar Nebenquests oder Minispiele hätten ruhig eingebaut werden können, andererseits hat mich das Spiel aber durchweg bestens unterhalten.
Ist das Spiel beendet, kann man einen Speicherstand anlegen, mit dem das Spiel erneut begonnen werden kann. Folgende Dinge werden dabei in das neue Spiel übernommen:
- Gruppenlevel
- Gefundene Kostüme
- Gefundene Partituren (diese werden für das einzige Minispiel in "Eternal Sonata" benötigt)
- Das Heldenemblem (ein "wichtiges Item", das man kurz vorm Ende bekommt. Wozu es außerdem noch gebraucht werden kann, weiß ich nicht.)

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass diese einst XBOX360-exklusive Rollenspielperle ihren Weg zu "meiner" Konsole gefunden hat. Im Vergleich zur Originalfassung haben die Entwickler noch einiges an Umfang für die PS3 draufgepackt. Neue Handlungsstränge, unterschiedliche Kostüme für die Spielfiguren, unterschiedliche Enden.
Dadurch ist das Spiel nicht mehr ganz so kurz, meine Spielzeit betrug 38 Stunden, als ich dem finalen Boss gegenüber stand. Allerdings lasse ich mir beim Spielen aber auch immer Zeit. Ich habe so ziemlich jeden NPC in den Städten angequatscht und stellenweise auch viel gelevelt. Andere werden "Eternal Sonata" sicherlich auch in 30 - 32 Stunden beenden können.
Somit gehört das Spiel nicht gerade zu den längsten unter den J-RPGs. Dieser Umstand sowie der unausgewogene Schwierigkeitsgrad kosten einen Stern.
Trotzdem empfehle ich das Spiel allen, die auch Spiele wie "Dragon Quest VIII", "Dark Chronicle" oder "Grandia" mochten.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2014 8:04 AM CET


Final Fantasy VII - Platinum
Final Fantasy VII - Platinum
Wird angeboten von Hamburger Junge
Preis: EUR 129,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas Besseres wird es wohl nie geben, 9. Februar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy VII - Platinum (Videospiel)
Mit diesem Spiel hat quasi meine komplette Gamer-Karriere angefangen und ich bin sehr froh, dass ich dieses Spiel mein eigen nennen kann. Dabei hätte es auch anders laufen können, denn auf FFVII bin ich nur aufmerksam geworden,weil ein damaliger Freund mich dazu "genötigt" hatte. Aber eigentlich kann man ja kaum von Nötigung sprechen, denn ich wurde mit dem besten Videospiel belohnt, das ich bis heute gezockt habe.

Natürlich kann das Spiel graphisch heute niemanden mehr beeindrucken, wenn man aktuelle Spiele wie "Metal Gear Solid 4" oder "Uncharted: Drakes Fortune" sieht, doch muss man dabei bedenken, dass FFVII aus dem Jahre 1997 (!) stammt. Und damals war die Graphik wirklich unfassbar genial. Nicht nur die vorgerenderten Graphiken waren vor 12 Jahren DAS Nonplusultra, sondern vor allem die Videosequenzen, welche bereits z.B. mit tollen Lichteffekten aufwarten konnten.
Der nächste Pluspunkt ist natürlich die Musik. Nobuo Uematsu ist wahrlich ein Gott in seinem Gebiet und hat sehr viel zur Atmosphäre des Spiels beigetragen (man denke da nur an "One-winged Angel", "Aerith' Theme" oder "ShinRa Company"). Den Soundtrack, der auf vier CD's ausgeliefert wird, habe ich bei mir stehen und gehört noch heute zu meinen favorisierten Alben, die ich habe.
Als Nächstes muss der schier unglaubliche Umfang genannt werden: Ein Vergnügungspark mit vielen kleinen Minispielchen zum Zeitvertreib, wenn man nicht gerade Sephiroth jagen will, eine Chocobofarm, auf der man seine eigenen Chocobos züchten kann um dann auch noch Chocobo-Rennen (im Vergnügungspark) zu bestreiten, optionale Bossgegner, nämlich die serientypischen "Weapons" und und und. Bis heute kenne ich kein Spiel, das ähnlich viel Zusatzumfang bietet. Alleine mit der Zucht der Rennvögel kann man zig Stunden verbringen.
Der größte Kaufgrund aber ist natürlich die Story. Die beginnt allerdings recht unspektakulär. Als Söldner heuert man bei einer Widerstandsgruppe an, die gegen den mächtigen ShinRa-Konzern kämpft. Man verbringt die ersten 12 - 15 Stunden in Midgar und die Story plätschert recht ruhig vor sich hin, ohne allerdings langweilig zu werden. Erst nach der Infiltrierung des ShinRa-Hauptquartiers nimmt die Story an Fahrt auf und zwar von 10 auf 100! Denn nun tritt der wahre Bösewicht in Erscheinung: Sephiroth. Von jetzt an beginnt eine nervenaufreibende, unfassbar emotionale Jagd auf eben diesen Mann. Als Spieler flucht man, freut sich, steht man ständig unter erwartungsvoller Spannung und auch die eine oder andere Träne wird sicherlich vergossen. Dabei ist jeder einzelne Hauptcharakter sehr tief gezeichnet / charakterisiert. Selbst Sephiroth hat seine eigene, ergreifende Geschichte durch die ich sogar mit ihm mitfühlen und seine Taten zumindest nachvollziehen kann. Einfach unglaublich!
Jetzt noch kurz eine Korrektur zur Produktbeschreibung von amazon: Das Spiel wird nicht auf vier, sondern auf drei CDs ausgeliefert und "reiche dreidimensionale Graphik" ist auch leicht übertrieben. Das Spiel bietet eine 3D-Oberwelt, die Kämpfe werden in 3D ausgefochten und die Videosequenzen sind natürlich auch in 3D. Der größte Teil des Spiels findet jedoch in vorgerenderten 2D-Locations (Städte und Dungeons) statt.

Fazit:
Wer im Jahre 2009 auch noch Spiele zocken mag, die technisch nicht mehr up to date sind und Final Fantasy VII noch nicht zu Hause stehen hat, der sollte schleunigst zugreifen! Ein vergleichbares Spiel wird es so schnell nicht mehr geben (wenn überhaupt jemals). FFVII ist ein echter Meilenstein in der Geschichte der Videospiele im Allgemeinen und der Rollenspiele im Besonderen.


Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf (Special Edition, 2 DVDs)
Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Stephen R. Schaffer
Wird angeboten von fallo8
Preis: EUR 18,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Roboter die Liebe entdecken, 5. Februar 2009
Bei Wall-E handelt es sich um einen Animationsfilm, von denen es in den letzten Jahren ständig welche gab. Doch dieser Film gehört sicherlich zu den Besten aus diesem noch relativ jungen Genre.

Die Handlung beginnt auf der Erde, die sich jedoch sehr von dem Planeten unterscheidet, den wir jetzt kennen. Alles ist trostlos, überall stapeln sich riesige Müllberge, die Städte sind verlassen. Verlassen? Nicht ganz! Ein letzter Roboter - nämlich Wall-E, der mich irgendwie an "Nr. 5" erinnert - zieht noch seine Runden, sammelt Müll auf, presst ihn zu handlichen Quadern zusammen und erschafft so die bereits erwähnten Müllberge (oder besser gesagt Gebirge). Dabei hat er eine Leidenschaft entwickelt: Gegenstände, die er besonders interessant findet, zerpresst er nicht, sondern sammelt sie in seinem selbst eingerichteten Unterschlupf.
Doch eines Tages ertönt Lärm. Ein Raumschiff landet auf der Erde und lässt einen anderen Roboter zurück. Eine echte Schönheit. Edles Weiß, edles Design und hochmodern. Name: Eva. Mit der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden Robotern, bis Eva zufällig ein kleines Pflänzchen entdeckt, das tatsächlich irgendwie auf der trostlosen Erde gedeihen konnte. Kaum entdeckt, verschwindet das zarte Blümchen im Körper von Eva und der Roboter schaltet sich ab. Wall-E kann nichts machen, es passiert nichts mehr.
Irgendwann kommt das Raumschiff wieder und nimmt Eva mit. Wall-E gelingt es, sich an das Raumschiff zu heften und so gelangt er zu einem weit entfernten, noch viel größeren Raumschiff. Dort nimmt das Abenteuer weiter seinen Verlauf...

So, mehr möchte ich nicht verraten. Das Besondere an dem Film ist die Art, in der er gemacht wurde. Es gibt sehr viele Abschnitte (insbesondere die erste halbe Stunde), in der kaum irgendwas gesagt wird. Die Handlung und vor allem die Komik entsteht allein dadurch, wie Wall-E agiert und durch die Beziehung, die sich zwischen Eva und Wall-E entwickelt. Eine solche Herangehensweise gibt es heute praktisch gar nicht mehr, da entwickelt sich "Wall-E" schon fast zu einer Innovation (obwohl es eigentlich keine ist).
Es gibt aber natürlich auch Abschnitte, in denen Dialoge stattfinden. Nämlich in dem riesigen Raumschiff, in dem Wall-E landet. Dort leben nämlich die letzten Menschen und warten seit hunderten von Jahren darauf, dass die Erde wieder bewohnbar wird.

Was bei aller Komik nicht vergessen werden sollte: "Wall-E" hält auf sehr humorvolle Art und Weise unserer heutigen Konsumgesellschaft den Spiegel vor. Nicht nur, dass die gesamte Erde zugemüllt ist, nein, im Raumschiff geht es weiter. Die Menschen sind nämlich unfassbar faul geworden. Alle sind extrem dick. Sie laufen nicht mehr selbständig, sondern werden von vollautomatischen "Rollstühlen" (ohne Rollen^^) von A nach B transportiert, dabei haben sie selbstverständlich die volle Kontrolle. Arbeiten muss auch niemand mehr, das wird alles von den zahllosen Robotern erledigt, die für die unterschiedlichsten Aufgaben gebaut wurden - es gibt Putzroboter, Wachroboter usw.
Aber keine Sorge, "Wall-E" kommt keinesfalls mit dem erhobenen Zeigefinger an. Niemand, der sich den Film anschaut, wird sich auf den Schlips getreten fühlen, denn alles ist wie gesagt einfach sehr witzig verpackt.
Auf der DVD gibt es außer den üblichen Verdächtigen (nämlich Making Of und Audiokommentare) unter anderem auch einige Kurzfilme. Dabei ist auch "Presto", welcher sozusagen im Kino als Vorprogramm gezeigt wurde - das war jedenfalls bei meinem Kinobesuch der Fall.

Fazit:
Alle, die sich gerne CG-Animationsfilme anschauen, dürfen hier bedenkenlos zugreifen ... und alle anderen auch! Technisch überzeugt der Film durch hervorragende Animationen und Unmengen Details. Storymäßig überzeugt der Film durch seine Eignung, von der ganzen Familie angeschaut zu werden und für einen Lacher nach dem anderen zu sorgen.


Samsung M6 HM320JI 320GB 6,4 cm (2,5 Zoll) s-ATA Festplatte 5400rpm
Samsung M6 HM320JI 320GB 6,4 cm (2,5 Zoll) s-ATA Festplatte 5400rpm

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die richtige Festplatte für die PlayStation 3, 1. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ich habe mich aufgrund der zahlreichen 5-Sterne-Rezensionen für diese Festplatte entschieden, um die Speicherkapazität meiner PS3 deutlich aufzustocken.
Ich kann die Samsung ebenfalls uneingeschränkt empfehlen, sie ist genauso leise wie die Seagate, die vorher drin war und von dem vielfach angesprochenen "Knacken" habe ich bisher nichts gehört.

Ich möchte hier noch kurz auf etwas hinweisen, was ich speziell für diejenigen unter uns wissenswert finde, die die Festplatte ebenfalls in die PS3 verbauen wollen:
Sobald die Platte von der Konsole formatiert worden ist, bekommt man in den Systeminformationen ~270 von 298 GB freien Speicherplatz gemeldet (den exakten freien Platz weiß ich jetzt nicht mehr, daher das "~"). Das war für mich zunächst ein Schock, schließlich erwartete ich die vollen 298 GB.
Daher habe ich hier bei Amazon in den Rezensionen nachgeforscht und bin bei den Kommentaren zu einer Rezension auf folgende Erklärung gestoßen:
298 GB sind es, weil bei Herstellerangaben 1 GB = 1000 MB sind, in Wirklichkeit sind es aber 1024 MB. Das wusste ich vorher schon, war für mich also keine Überraschung.
Das aber trotzdem nur 270 GB zur Verfügung stehen, war der eigentlich Schock für mich. Dieser Umstand kommt dadurch zustande, dass die PS3 einen prozentualen Anteil der Gesamtkapazität für sich beansprucht, um Dateien auslagern zu können.

Also erschreckt nicht, wenn ihr plötzlich 50 GB weniger zur Verfügung habt, als auf den ersten Blick der Fall sein sollte!
270 GB reichen auf jeden Fall auch aus, die werde ich wohl nie im Leben voll kriegen ... von daher: uneingeschränkte Kaufempfehlung, vor allem bei dem Preis!


Hands On Scooter
Hands On Scooter
Preis: EUR 18,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlimmer geht's immer! Respekt gibt's trotzdem, 26. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Hands On Scooter (Audio CD)
Ich kenne Scooter seit der ersten Stunde und war mal bis vor zwei, drei Jahren auch ein riesengroßer Fan von dieser Ausnahmeband. Klar, Scooter ist mit der Zeit immer kommerzieller und abwechslungsärmer geworden, aber es gab auch gute Zeiten. Vor allem in den 90ern, als noch Ferris Büller mit von der Partie war, hatte Scooter einen sehr hohen Rang bei mir. Die Musik war tanzbar und teilweise auch erstaunlich experimentell (ich denke da nur an das absolut geniale "Awakening").
Nach dem Abgang von Ferris gab es ein ständiges Auf und Ab bei der Band. Mal kamen gute Alben, dann wieder nicht so richtig gute. Speziell das letzte Album, "Jumping all over the world", war meines Erachtens mit dem billigen Jumpstyle ein absoluter Tiefpunkt.

Nun, inzwischen gibt es ein neues Album: Hands on Scooter. Hier hat die Band endlich mal wieder Mut bewiesen und viele Singles neu von diversen Künstlern interpretieren lassen. Aber der Reihe nach:

Jump that Rock:
Das Lied beginnt mit einer E-Gitarre (das haben wir vermutlich Status Quo zu verdanken) und geht binnen weniger Sekunden in monotonem, langweiligem Jumpstyle-Sound unter. Textlich gibt es einen Mix aus dem Original-Titel von Status Quo und typischem Scooter-"Ich-bin-der-Beste-und-der-Coolste"-Text. Von Innovation fehlt hier leider jede Spur.
1 / 5 Sternen

Weekend:
Das Lied ist von der Bloodhound Gang gecovert. Ich mag die Band und auch dieses Lied ist erstaunlich gut gelungen. Allerdings klingt der Sound so, als hätte man bei der Aufnahmetechnik gespart. Da wir es aber hier mit der Bloodhound Gang zu tun haben, vermute ich, dass das Absicht ist, denn den Eindruck hat man auch bei einigen echten BG-Titeln.
4 / 5 Sternen

Was kostet der Fisch?:
Für diesen Remix wurde K.I.Z. beauftragt. Die Band (oder der Rapper oder was auch immer) ist mir nicht näher bekannt, allerdings geht dieser Titel voll in die Hose. Irgendwie erinnert mich der Sound an selige c64-Zeiten, was nicht unbedingt schlecht sein muss, aber - nee, der Remix ist wirklich nicht gut.
2 / 5 Sternen

Beweg Dein Arsch:
Na was haben wir denn da? Sido! Bäääh, also dieses Lied ist definitiv eines der schlechtesten auf dem ganzen Album. Sido ist einfach lächerlich. Er kann nicht rappen und von ordentlichen Beats hat er auch keine Ahnung.
Das Schlimmste an "Beweg Dein Arsch" ist allerdings der Text, der an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten ist. Dieses lächerliche Pseudo-"Denk-positiv"-Gelaber geht mir ziemlich am Arsch vorbei, den ich ja eigentlich bewegen soll. Erinnert mich irgendwie an die Sido-Single "Herz", die genauso dämlich ist.
-2 / 5 Sternen - das erste Lied, das ich kenne und dem ich sogar Minus-Punkte geben muss!

Hyper Hyper:
Gecovert von Modeselektor ft. Otto von Schirach. Gefällt mir richtig gut. Sehr cooler, unkonventioneller Sound, den ich mir auch in Zukunft noch so einige Male anhören werde. Definitiv der beste Titel auf dem Album.
5 / 5 Sternen

I'm raving:
Der erste von zwei Cover-Versionen dieses Titels. Technisch überzeugt diese Version, allerdings bin ich persönlich kein großer Fan von Jan Delay. Ich mag seine näselnde Stimme nicht. Zum Glück singt er aber relativ wenig, ein Großteil von dem Lied läuft rein instrumental ab. Ach so, neben Delay hat hier auch Moonbootica mitgewirkt.
3 / 5 Sternen

Aiii shot the DJ:
Im Original haben wir es hier mit einem der schlechtesten Titel zu tun, die Scooter je produziert hat, aber als Cover von Andreas Dorau hört sich das Ganze schon wesentlich besser an.
Der Titel kommt als echter Guter-Laune-Sommer-Track daher, der auch durchgehend von einem Gitarren-Sample begleitet wird. Ein kleines bisschen erinnert mich der Titel an den Song "Endless Summer", den es auf Scooter's Erstling von 1994 zu hören gab.
3 / 5 Sternen

Friends:
Klostertaler? Sind das nicht diese Kirmes-Musikanten die ständig bei Leuten wie Florian Silbereisen auftreten? Ja - leider! Nach Sido ist das der nächste Totalreinfall. Tut mir leid, aber dieses Lied ist nicht wirklich gut oder gar hörbar, dafür müsste ich vorher ungefähr fünf Maß Bier trinken. Da ich aber nüchtern bin, muss ich auch bei diesem Lied in die Minuspunkte gehen.
-1 / 5 Sternen

Faster Harder Scooter:
Auch dieser Titel ist eher enttäuschend, denn von Knorkator bin ich definitiv Besseres gewohnt. Im Gegensatz zum Scooter-Original kommt die Cover-Version sehr behäbig und langsam daher, was einfach nicht passen will. Technisch gesehen gibt es eigentlich nichts auszusetzen, aber "Faster Harder Scooter" in gähnend langsam zu hören, kommt einfach nicht gut.
1 / 5 Sternen

I'm raving:
I'm raving die Zweite - Schlaftablette die Zweite. Auch dieser Titel von Turntable Rocker kann mich keinesfalls überzeugen. Wie schon der vorherige Track, so ist auch dieser viiiieeeel zu lahm und motiviert mich keinesfalls, ihn irgendwann noch mal hören zu wollen.
1 / 5 Sternen

Nessaja:
Allmählich komm ich mir wie bei einer Schlaftherapie vor. In der Scooter-Version ist Nessaja absolut genial, ein echter Floorburner, aber was ist DAS hier? Verdammt noch mal, Alexander Marcus hat hier einen extrem minimalistischen Electro-Titel daraus gemacht, der einfach nur grausam schlecht klingt. Ehrlich, selbst ein Siebenjähriger hätte das auf einem Lerncomputer genauso gut oder sogar besser machen können. Das Feeling und das Tempo von Scooter wird hier nicht ansatzweise eingefangen und wiedergegeben. Ich hatte wirklich Mühe, das Stück bis zum Ende zu hören!
Somit haben wir es hier mit dem dritten - und zum Glück auch letzten - Tiefpunkt auf der Scheibe zu tun.
-2 / 5 Sternen

Sexzwerg (Ich schwirre):
Zum Abschluss wird es noch mal richtig seltsam. Dem Titel nach müsste es sich hier eigentlich um einen Cover des Tracks "Sex Dwarf" (dt. Sexzwerg) aus dem Album "Sheffield" handeln. Ist aber nicht der Fall, auch nicht vom Text her. Stattdessen beinhaltet das Lied sowohl Elemente aus "Maria (I like it loud)" und "One (Always Hardcore)".
Gut ist das Lied deswegen aber noch lange nicht. Im Gegenteil: RAF & Superdefekt haben geschätzte 3.721 Samples wahllos übereinander gelegt, die leider überhaupt nicht zueinander passen und eigentlich nix anderes als vollkommenen Soundmüll ergeben. Doch noch ein Tiefpunkt :(
0 / 5 Sternen

Fazit:
Ich habe großen Respekt davor, was Scooter hier gewagt hat. Wirklich. Es gehört schon einiges an Selbstironie und Mut dazu, eigene Hits von einer solchen Bandbreite unterschiedlichster Künstler neu aufbereiten zu lassen. Dafür gibt's schonmal einen Riesenapplaus von mir, denn sowas trauen sich nur die wenigsten Musiker.
Nur leider ging das Konzept meiner Ansicht nach nicht ganz auf. Es gibt hier einige wirklich tolle Versionen ("Hyper Hyper" von Modeselektor, "Weekend" von Bloodhound Gang), aber auch wirklich viel Müll. Zu viel. Normalerweise halte ich es für nicht angebracht, in einer Rezension Minuspunkte zu vergeben, aber auf dieser CD hier sind einige Lieder so dermaßen schrottig, dass ich sie einfach nicht anders bewerten kann. Und alles andere bewegt sich (teilweise im unteren) Mittelfeld und das, obwohl hier einige wirklich hochrangige Künstler beteiligt waren.
Trotzdem bin ich auf das nächste vollwertige Scooteralbum gespannt. Vielleicht wird das ja auch wieder etwas innovativer, dran glauben tue ich allerdings noch nicht.

Abschließend noch was zur Vermarktungspolitik:
Ja, Scooter ist kommerziell und ständig irgendwelche CDs raus, die eigentlich niemand braucht. Und obwohl es auf "Hands on Scooter" fast ausschließlich Titel gibt, die bereits auf "Jumping all over the World - Whatever you want" vertreten waren, kann man das Ganze diesmal auch positiv betrachten: Viele Leute haben sich JAOTW bereits zum Release gekauft, damals gab es die letzte Special Edition noch nicht. Und viele Leute werden es sich sicher auch verkniffen haben, sich das Album noch ein zweites Mal zu kaufen (ich z.B. habe es mir nicht nochmal gekauft).
Deswegen ist "Hands on Scooter" eine gute Alternative und vier weitere Tracks gibt's noch obendrauf.


PlayStation 3 - Konsole 40 GB inkl. SIXAXIS Wireless Controller
PlayStation 3 - Konsole 40 GB inkl. SIXAXIS Wireless Controller

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Königin unter den Konsolen, 21. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich besitze meine PS3 40 GB inzwischen seit einem halben Jahr und bin absolut zufrieden damit. Gekauft habe ich sie damals als Starter Pack mit zwei Spielen inklusive - nämlich Uncharted (super Game) und MotorStorm (scheiß Game).

Die Konsole:
Die PS3 ist nicht gerade ein Leichtgewicht und wiegt etwa 6 Kilo (eigene Schätzung). Dies ist aber meiner Ansicht nach auch kein Wunder, denn das Gerät macht einen sehr hochwertig verarbeiteten Eindruck, was aber sicher auch durch den Klavierlack begünstigt wird.
Auch die Lautstärke ist unglaublich niedrig. Selbst bei absoluter Stille hört man nur ein leises Surren, während des Spielens fällt das Geräusch gar nicht mehr auf.
Die PS3 ist blu-ray-fähig, Filme habe ich jedoch in diesem Format noch nicht gesehen, da mein HD-Fernseher leider keine 24p unterstützt. Dennoch ein großer Pluspunkt, zumal die XBOX 360 serienmäßig nur ein normales DVD-Laufwerk hat und reine blu-ray-Player noch immer recht teuer sind.
Leider sind 40GB nur sehr wenig. Sobald man einige Spiele installiert hat, dauert es nicht mehr lange, bis die Festplatte vollkommen ausgereizt ist. Es lässt sich sicher darüber streiten, ob eine so kleine Platte wirklich kunden- und nutzungsorientiert ist, Sony muss jedoch eines auf jeden Fall zugute gehalten werden: Die PS3 verwendet eine standardmäßige s-ata-Festplatte, welche sich auch recht einfach austauschen lässt. Eine Anleitung zum Austausch findet sich sogar im Handbuch der Konsole und die Garantie erlischt dadurch auch nicht. Das ist wie ich finde eine durchaus akzeptable Lösung, zumal Festplatten auch nicht mehr so teuer sind.
Die Software wird durch regelmäßige System-Updates aktuell gehalten (Internet natürlich vorausgesetzt) und die Konsole hat sogar von Haus aus WLAN. Allerdings nimmt sich das Gerät zum Updaten (und auch zum Installieren von Videospielen) ziemlich viel Zeit. Bei einem Update sitze ich regelmäßig locker 20 Minuten vorm Bildschirm und kann nix machen, eine Installation nimmt sogar bis zu 30 Minuten in Anspruch. Dadurch hat die PS3 als Konsole einen großen Vorteil gegenüber PCs eingebüßt.

Die Games:
Hier hatte Sony bis vor Kurzem noch hart zu kämpfen. Es gab kaum interessante Exklusiv-Titel und überhaupt war die Auswahl von wirklich sehr guten Videospielen im Vergleich zur XBOX 360 doch recht gering. Doch auch hier ist die PS3 langsam aber sicher auf dem Vormarsch. Es erscheinen immer mehr sehr interessante exklusive Spiele (Little Big Planet oder in naher Zukunft auch Heavy Rain) und auch bei Sonys einstiger großer Stärke, den Rollenspielen, tut sich was. Valkyria Chronicles ist bereits erschienen, Final Fantasy XIII, White Knight Chronicles und The Last Remnant kommen noch. Selbst das einst XBOX-exklusive Eternal Sonata erscheint in wenigen Wochen endlich auch auf der PS3 und ich bin mir sicher, dass auch Tales of Vesperia über kurz oder lang auch auf die PS3 umgesetzt wird.

PS3 vs. XBOX 360:
Meiner Ansicht nach hat die PS3 klar die Nase vorn. Ich habe vor kurzem einen direkten Vergleich zwischen meiner PS3 und der XBOX 360 eines Freundes machen dürfen.
Im Nachfolgenden werde ich die Pros und Cons kurz vorstellen:
+ Die PS3 ist unglaublich leise - die XBOX ist enorm laut
+ Die PS3 hat serienmäßig WLAN - für die XBOX muss extra ein Adapter (70€) dafür gekauft werden
+ Die PS3 hat serienmäßig blu-ray - die XBOX nur DVD
+ Die PS3 wirkt auf mich insgesamt besser verarbeitet
+ Online-Gaming auf der PS3 ist kostenlos - die XBOX bietet dagegen mit den XBOX-Live-Cards reine Abzocke am Kunden
+ die PS3 verwendet eine standardmäßige s-ata-Festplatte - für die XBOX muss bei Bedarf eine spezielle, sehr teure Festplatte gekauft werden, die zudem nur 120GB hat
+ der PS3-Kontroller hat einen Akku eingebaut - für die XBOX-Kontroller müssen regelmäßig Batterien gekauft werden oder man holt sich ein Akku-Pack ... in beiden Fällen ist der XBOX-Kontroller wesentlich klobiger

- Das Line-Up der PS3 kann noch nicht ganz mit der XBOX 360 mithalten
- Die 40GB-Version der PS3 hat nur noch eine eingeschränkte Abwärtskompatibilität. Es lassen sich nur noch PS1-Spiele, aber nicht mehr PS2-Spiele abspielen. Dadurch ist die Funktion völlig uninteressant geworden, da ich gezwungen bin, meine alte PS2 angeschlossen zu lassen, um auch ältere Spiele zocken zu können. Die XBOX 360 ist dagegen vollkommen abwärtskompatibel.

Fazit:
Die PS3 ist eine wirklich erstklassige Konsole und bringt von Haus aus wesentlich mehr mit als ihr direkter Konkurrent von Microsoft.
Zwar mag die PS3 auf den ersten Blick teurer sein, dafür müssen für die XBOX viele Sachen extra gekauft werden, wodurch der "günstige" Konsolenpreis von Microsoft plötzlich gar nicht mehr so "günstig" ist - vor allem dann, wenn man auch Online-Gaming betreiben möchte!
Daher sollte die erste Wahl definitiv die PS3 sein!


Crisis Core: Final Fantasy VII
Crisis Core: Final Fantasy VII
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 57,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott segne Square Enix!!!, 4. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Crisis Core: Final Fantasy VII (Videospiel)
Lange, lange habe ich mit mir selbst gekämpft. Sollte ich mir eine PSP zulegen, damit ich als eingefleischter Final-Fantasy-VII-Fan Crisis Core spielen kann, oder sollte ich es lassen? Nun, nach vielen Monaten haben drei Gründe dafür gesorgt, dass ich mir den Handheld tatsächlich gekauft habe, 1. Crisis Core natürlich, 2. die vielen RPG-Klassiker, die neu aufgelegt worden sind, 3. die Geldsumme, die ich zu Weihnachten bekommen habe :)

Tja, und ich muss sagen, dass ich von CC FFVII keinesfalls enttäuscht wurde. Dieses Spiel ist einfach phänomenal! Aber der Reihe nach...

Die Graphik:
Ich muss sagen, ich bin wirklich beeindruckt, was Square da aus der PSP rausgekitzelt hat. Um einen Vergleich zu ziehen, ist die graphische Qualität eine Mischung aus PS1 und PS2, wobei hier eindeutig eine Tendenz zu PS2 erkennbar ist. Das ist schon wirklich beeindruckend, wenngleich der kleine Bildschirm natürlich auch von Vorteil dabei ist.
Außerdem kommen noch die FMV-Sequenzen hinzu, die man wirklich gesehen haben muss. Da kann die Graphik locker mit FFVII Advent Children mithalten, kein Scherz! Leider gibt es von solchen Sequenzen relativ wenige, allerdings ist das Spiel auch recht kurz.

Die Musik / Soundeffekte:
Die Musik gefällt mir auch sehr gut. Der Soundtrack besteht aus einem Mix aus altbekannten FF-VII-Melodien, die neu arrangiert wurden und auf der anderen Seite zahlreichen neuen Kompositionen.
Bis auf wenige Ausnahmen bei den neuen Titeln hört sich alles exzellent an. Was mir besonders auffiel, sind die vielen akustischen Elemente wie Gitarren, Piano oder Streicher.
Auch die Soundeffekte sind sehr gut. Geräusche wie Schritte, Türenschließen oder ähnliches hören sich immer sehr realistisch an und sind dem Kontext entsprechend angepasst. Es mag etwas befremdlich erscheinen, dass ich das extra erwähne, aber eben solche Soundeffekte sind meiner Meinung nach nicht immer gut umgesetzt, gerade in Rollenspielen.

Das Gameplay:
Der Hauptcharakter Zack wird in einer 3D-Umgebung aus der 3rd-Person-Ansicht gespielt. Die Kamera ist dabei fest auf Zack gerichtet und dreht sich selbständig bei Richtungswechseln mit. Sie lässt sich aber jederzeit mit den Schultertasten nachjustieren, was mehr oder weniger gut funktioniert. Manchmal ist die Kamera ziemlich widerspenstig.
Die Kämpfe finden in Echtzeit statt, ohne dass es Zeitbalken zum Ausführen von Angriffen oder Magie gibt. Die Gegner sind übrigens nicht sichtbar, Kämpfe werden zufallsbestimmt ausgelöst. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei im Hauptspiel moderat, die normalen Gegner und auch die meisten Bosse sind zu schwach, wenn man sich ein bisschen mit dem Aufleveln von Zack beschäftigt hat. Ganz anders sieht es bei den Nebenmissionen aus, von denen es laut Spielverpackung 300 geben soll (wieviele es tatsächlich sind, weiß ich nicht, da ich nicht alle erledigt habe). Auch hier gibt es viele Missionen, die lächerlich einfach sind - aber auch sehr viele Missionen, die wirklich knackig schwer sind.
Allerdings sind die Nebenmissionen auf Dauer ziemlich eintönig. Zwar sind die Briefings sehr unterschiedlich - mal geht es um das Testen neuer Angriffssysteme, mal, mal um das unschädlich machen von rebellischen Gruppierungen etc. - letztendlich kommt es aber immer auf's Gleiche hinaus: Zack wird in einem Dungeon abgesetzt und es gilt, in diesem einen (sichtbaren!) Gegner zu finden. Sobald dieser erledigt ist, ist auch die Nebenmission beendet. Anfangs ist das ja noch ganz lustig, aber auf Dauer nervt es einfach. Lediglich die Aussicht auf seltene, kostbare Items und Materia hat mich dazu veranlasst, immerhin 43% der Nebenmissionen zu beenden.
Sobald der Abspann und die letzten Spielszenen gezeigt wurden, kann der Spieler einen Spielstand anlegen und mit diesem das Spiel neu beginnen. Dabei werden alle Status-Parameter, Ausrüstungsgegenstände, Items und Materia ins neue Spiel übernommen, sodass man sich voll und ganz der Story widmen kann, ohne großartig aufzuleveln oder Nebenmissionen zu bestreiten. Sehr gute Idee!

Die Story:
Das bringt mich zum nächsten Punkt, die Story. Die Handlung ist sieben Jahre vor Final Fantasy VII angesetzt und wie schon erwähnt heißt der Hauptchara Zack. Zack ist ein Rang-2-SOLDAT und hat auch im Hauptspiel schon eine wichtige Rolle gehabt, wenngleich man ihm damals nie persönlich begegnet ist. Die Geschichte beginnt damit, dass ein Rang-1-SOLDAT, Genesis, plötzlich verschwunden ist und auch ein zweiter Rang-1-SOLDAT verschwindet nach kurzer Zeit. Zack wird zusammen mit Sephiroth beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen.
Das Spiel stellt sehr viele Bezüge zum Hauptspiel her. Vor allem die Geschehnisse in Nibelheim in Final Fantasy VII sind hier von sehr großer Bedeutung. Die Story wird dabei in einer Mischung von eingesprochenen Zwischensequenzen und Textboxen vorangetrieben.
Leider ist CC FFVII recht kurz geraten. Insgesamt habe ich 32 Stunden gespielt. Rechnet man davon die Zeit ab, die ich für die Nebenmissionen aufgewendet habe, bleiben 13 - 15 Stunden netto für die reine Handlung. Für ein Rollenspiel ist das eigentlich zu wenig. Andererseits wird man in diesen 15 Stunden wirklich bestens unterhalten.

Die Spielwelt:
Hier gibt es natürlich nicht allzuviel zu sagen. Wie zu erwarten spielt sich das Geschehen in der bekannten FF-VII-Welt ab. Eine Oberweltkarte gibt es nicht, ähnlich wie in FFX wird der Spieler von einem Ort zum nächsten gebracht. Viele bekannte Orte werden besucht, wie Midgar (Hauptquartier und untere Platte), Nibelheim oder Wutai. Es gibt sogar eine ganz neue Ortschaft, nämlich Modeoheim. Andere Orte werden nur erwähnt (z.B. Kalm) oder fallen ganz weg (z,B. Gold Saucer, Vergessene Stadt).

Das Fazit:
Ich weiß, ich habe ständig Ausdrücke wie "phänomenal", "exzellent" usw. verwendet, aber ich schwöre euch, dieses Spiel hat es wirklich verdient. Wenn ich könnte, würde ich dem Spiel 100 von 10 möglichen Punkten geben! Ehrlich! Jeder, der Final Fantasy VII mochte, MUSS dieses Spiel gezockt haben, da führt kein Weg dran vorbei. Vor allem die Story ist wirklich genial inszeniert. Es gibt hunderte Aha-Erlebnisse, insbesondere, was die Nibelheim-Katastrophe angeht. Aber auch abseits des Handlungsstranges gibt es viele Anspielungen auf das Original-FFVII.
Aber vor allem: das Ende! Ich habe selten ein Spiel gespielt, welches so abartig traurige Szenen bereithält und noch nie eines, dass ein so trauriges, ergreifendes Ende bietet. Das Spiel hat es tatsächlich geschafft, mich zum Weinen zu bringen - und damit meine ich NICHT bloß ein paar Tränen, die mir runtergekullert sind! Das schaffen wirklich nur sehr wenige Spiele und die Spiele, die es tatsächlich geschafft haben, mich emotional so zu packen, die steigen bei mir automatisch in den heiligen Olymp auf!
Tja, und dabei dachte ich nach FFX und FFXII, Square Enix könnte keine guten Geschichten mehr erzählen.
Gott segne Square Enix!!!

Ende


Valkyria Chronicles
Valkyria Chronicles
Wird angeboten von media-games-berlin-tegel
Preis: EUR 59,95

66 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein Spitzen-RPG für die PS3, 17. November 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Valkyria Chronicles (Videospiel)
Mir geht es ähnlich wie einem meiner Vorredner. Als ich mir die PS3 gekauft habe, tat ich dies vor allem wegen meiner J-RPG-Leidenschaft. Jetzt endlich, nach dem eher durchwachsenen / unterdurchschnittlichen Enchanted Arms ist auf der Konsole endlich ein exzellentes RPG erschienen: Valkyria Chronicles.
Bevor ich genauer auf das Spiel eingehe, möchte ich kurz darauf hinweisen, dass ich zwar RPG-erfahren bin, jedoch noch nie ein Taktik-RPG gezockt habe.

Fangen wir mal mit der Grafik an. Hier erreicht das Spiel schon mal die volle Punktzahl. VC kommt sehr animé-typisch daher mit Figuren, die große Kulleraugen haben. Die Grafik ist im Prinzip Cel-Shading, ist jedoch trotzdem einzigartig, denn die Schatten werden schraffiert dargestellt. Dadurch entsteht ein ganz besonderer - und wie ich finde absolut genial aussehender - "handgezeichneter" Stil. Dabei ist die Qualität sehr hochwertig, Figuren und Umgebungen haben etliche Details. Lediglich bei extremen Nahaufnahmen wirken die Texturen verschwommen, im normalen Spielablauf bekommt man davon allerdings nix mit.

Zum Sound kann ich leider nicht viel sagen, da ich lediglich über Stereo höre, deswegen komme ich gleich mal zum Soundtrack. Die Musik geht in Ordnung, bietet jedoch keine Höhenflüge. Vor allem die hohe Anzahl von militärisch inspirierten Themen nervt auf Dauer, auch wenn es zur Story passt. Zum Glück kann man aber in den Optionen die Hintergrundmusik komplett ausschalten. Lediglich die Zwischensequenzen sind dann noch musikalisch untermalt.

Zum Kampfsystem kann ich leider keine Vergleiche zu anderen Spielen ziehen, da ich, wie bereits erwähnt, noch nie ein Taktik-RPG in den Händen gehalten habe. Es gefällt mir aber außerordentlich gut. Es gibt verschiedene Soldaten-Klassen, die ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Ein Scout ist z.B. vor allem dazu geeignet, die Umgebung auszuspähen und einzelne Gegner auszuschalten, gegen mehrere Gegner sind sie jedoch unbrauchbar. Für diese Fälle gibt es dann die Shocktrooper, welche eine wesentlich bessere Abwehr haben. Außerdem gibt es noch Lancer (geeignet gegen Panzer), Engineers (um die eigenen Panzer zu reparieren, Minen zu entschärfen und Munition aufzuladen) und Sniper.
Für jede Rundenphase stehen mehrere CP zur Verfügung. Davon wir jedesmal einer aufgebraucht, wenn eine Einheit aktiv wird (bei Panzern werden zwei CP verbraucht). Nach der Aktivierung wechselt die Kartenansicht in die Verfolgerperspektive und der Spieler kann die Einheit über eine begrenzte Distanz bewegen. Pro Zug kann einmal geschossen werden (wer sich günstig hinstellt, kann jedoch mehrere Gegner auf einmal kampfunfähig machen). Zur Deckung stehen Sandsäcke zur Verfügung, in deren Nähe man sich auch hinhocken kann. Leider werden andere Objekte, wie herumliegende Trümmer nicht als Deckungsmöglichkeit erkannt, man kann sich also nicht dahinter ducken.
Im weiteren Spielverlauf ist es auch möglich, "Order" (Befehle) zu geben. Mit ihnen werden Status-Eigenschaften verbessert, Einheiten geheilt usw.
Neben den story-bezogenen Missionen gibt es auch "Skirmishes", in denen einzelne Missionen beliebig oft nachgespielt werden können, um weitere EXP und Geld einzusammeln.
Der Schwierigkeitsgrad ist dabei moderat. Es gibt Missionen, bei denen ich mehrere Anläufe gebraucht habe, andere (auch spätere Einsätze) waren wiederum recht einfach.

Die Story hebt sich wohltuend gegenüber vielen anderen J-RPGs ab. Es wird eine Art "alternativer 2. Weltkrieg" (im Spiel "2. Europäischer Krieg") erzählt. Die Handlung spielt im Europa des Jahres 1935. Die westliche europäische Föderation wird vom östlichen Imperium angegriffen und ein kleiner Staat namens Gallia (das sind die Guten, die man spielt) gerät dabei zwischen die Fronten. Es gibt dabei viele Parallelen zum 2. Weltkrieg. Für die Juden beispielsweise gibt es im Spiel die Darcsens, welche als Arbeitssklaven missbraucht und in Konzentrationslagern gehalten werden. Gallia selbst befindet sich geographisch gesehen ungefähr bei Preußen, welches in der Geschichte Europas ja mal zu Deutschland, dann wieder zu Polen gehörte und dadurch genauso wie Gallia ein Spielball der Nationen war. Dazu sei noch erwähnt, dass das Europa des Spieles nur eine ungefähre geographische Ähnlichkeit mit dem echten Europa hat.
Auch die Charakterhintergründe sind teilweise sehr gelungen, insbesondere die des Feindes. Die gegnerischen Hauptprotagonisten haben alle ihr Gründe, warum sie im Krieg mitwirken und zeigen teilweise auch menschliche Züge. Man hat es also nicht mit irgendwelchen Monstern zu tun, sodass die Story viel ernster und dramatischer als gewohnt ist.
Lediglich Welkin Gunther (der Hauptcharakter des Spieles) ist finde ich etwas misslungen. Der ist einfach zu brav, zu lieb, zu spießig und friedliebend.

Sonstiges:
Das Spiel ist in Form eines Geschichtsbuches mit unterschiedlichen Tabs aufgebaut. Im Story-Tab gibt es drei unterschiedliche Elemente:
· animierte Zwischensequenzen
· Textboxsequenzen
· Schlachten
Desweiteren gibt es Tabs wie "Skirmishes", "Glossary" oder "Headquarters". Im HQ werden die Soldaten-Klassen aufgelevelt, Waffen und Panzer verbessert und die Kampftruppe zusammengestellt.
Für den ersten Spieldurchlauf habe ich 43 Stunden gebraucht. Danach kann man einen "Cleared Save Data" anlegen und direkt einen zweiten Durchgang starten. Hierbei werden die Daten aus dem ersten Durchgang übernommen, sodass man von Anfang an sehr gute Waffen und hohe Levels hat. Bei den Skirmishes wird ein neuer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet.

Einen einzigen schwerwiegenden Kritikpunkt habe ich: Es gibt keine deutsche Übersetzung. Ich erwarte ja keine deutschen Sprecher (können mit den englischen ohnehin nie mithalten), aber zumindest deutsche Untertitel sollten Standard sein. In Zeiten, in denen die Entwicklung eines Videospieles teilweise zweistellige Millionenbeträge kostet, MUSS das einfach Standard sein - das gleiche gilt natürlich auch für die Lokalisation in anderen, für die Spieleindustrie wichtigen Ländern.
Ich persönlich habe kein Problem damit, das Spiel zu verstehen, aber für viele andere Gamer ist das Grund genug, sich dieses Spiel nicht zu kaufen ... daher ziehe ich auch zwei Sterne beim Spielspaß ab.

Insgesamt handelt es sich bei Valkyria Chronicles um ein wirklich erstklassiges RPG, welches jeder PS3-Besitzer haben sollte, der sich für Japan-Rollenspiele interessiert.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2011 7:58 PM CET


Final Fantasy XII
Final Fantasy XII
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen FF mit Innovationen, 31. Oktober 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XII (Videospiel)
Bevor ich konkret auf das Spiel eingehe, möchte ich kurz auf folgendes hinweisen:
Ich spiele FF-Games seit Teil VI und kann mich daher durchaus als FF-Fan und -Kenner bezeichnen. Viele Rezensenten (speziell solche, die nicht mehr als zwei Sterne gegeben haben) behaupten gerne, dass jemand, der FFXII mehr als vier Sterne gibt, kein echter Fan der Spielereihe sei bzw. niemals irgendein FF in der Hand gehalten habe.
Tja Leute, da bin ich wohl der lebende Gegenbeweis!

Grafik:
Final Fantasy XII ist in diesem Punkt über jeden Zweifel erhaben. Das Spiel sieht einfach klasse aus. Die Städte sprühen vor Lebendigkeit, es gibt Wetterwechsel und die einzelnen Gebiete, die die Städte umgeben, sind durchaus abwechslungsreich - wenngleich auch eine Tendenz zum wüsten- bzw. savannenartigen Stil zu erkennen ist.
Die Charaktere wirken harmonischer proportioniert und animiert, als noch im zehnten Teil.

Musik:
Leider zeichnet nicht mehr Nobuo Uematsu für den Soundtrack verantwortlich und das merkt man als FF-Kenner auch sofort. Nicht, dass der Soundtrack wirklich schlecht wäre, er bietet halt bloß nicht wirklich was Besonderes. Die Lieder sind unaufdringlich und von durchschnittlicher Qualität.

Kampfsystem:
Square Enix hat hier wirklich Mut bewiesen. Obwohl den Entwicklern klar sein musste, dass sie sich viele eingefleischte FF-Fans vergraulen, haben sie mit FFXII ein neues Kampfsystem ausprobiert. Meiner Ansicht nach eine sehr gute Idee.
Im Prinzip lassen sich auch in diesem Spiel noch Elemente des ATB-Systems erkennen, z.B. die Zeitbalken, die sich nach jeder Aktion erst wieder aufladen müssen. Im Gegensatz zu allen älteren Teilen (mit Ausnahme von FFXI, welches ich aber nie gespielt habe, da Online-RPG) hat das neue System jedoch den Anspruch, möglichst "Echtzeit" zu wirken und ist faktisch auch sehr viel actionorientierter.
Eine weitere Neuerung ist das Gambit-System - und hier scheiden sich die Geister. Ich persönlich finde es sehr gut. Mit Gambits hat der Spieler die Möglichkeit, den Charakteren Verhaltensmuster während den Kämpfen zuzuweisen wie z.B. "Heile andere Charaktere, deren Energie weniger als 50% beträgt". Ein solches Gambit kann dann weiter spezifiziert werden, z.B. mit was geheilt werden soll. Aufgrund dieses Systems KANN der Spieler jeden einzelnen Charakter automatisch kämpfen lassen, MUSS es aber nicht. Um das Kämpfen nicht zu einer einzigen Schau zu deklassieren, kann man nämlich auch die Gambits ausschalten und somit die Kontrolle über einen der Charaktere übernehmen - oder auch alle kontrollieren, was aber nicht empfehlenswert ist.
Durch das actionorientierte Gameplay werden die Kämpfe dadurch nie langweilig, man muss schnell und intuitiv handeln. Die Kritik vieler Rezensenten, man könne sich in den Kämpfen ruhig zurücklehnen und sich langweilen, kann ich daher nicht wirklich nachvollziehen. Nur, weil eine Möglichkeit gegeben ist, muss ich sie ja nicht nutzen - vor allem, wenn sie mir gar nicht gefällt :)
Desweiteren gibt es auch keine Zufallskämpfe mehr. Jeder Gegner ist jederzeit sichtbar. Dabei unterscheiden sich die unterschiedlichen Kreaturen in friedlich, neutral und aggressiv.
Die Aeons bzw. Esper fallen leider etwas zurück. Im Grunde sind sie diesmal nur schmückendes Beiwerk und nicht wirklich relevant für das sieg- und glorreiche Beenden eines Kampfes.
Insgesamt bietet FFXII ein wirklich exzellentes Kampfystem. Es bringt konsequent frischen Wind in die etwas eingefahrene FF-Reihe und ist bis ins letzte Detail ausgereift. Jedoch ist der Einstieg etwas schwierig. Ich habe schon einige Spielstunden damit verbringen müssen, bis ich mit dem neuen System wirklich umgehen konnte. Von da an hat es aber mächtig Laune gemacht!

Charaktersystem:
Hier hat sich Square Enix immer wieder was Neues einfallen lassen, so auch hier. Mithilfe eines Fähigkeitenbretts müssen für Zauber, Aeons, spezifische Fähigkeiten, aber auch für das Benutzen von Rüstungen und Waffen Lizenzen freigeschaltet werden.
Obwohl jeder Charakter auf den ersten Blick das gleiche Lizenzbrett hat, so sind doch die verschiedenen Lizenzen ganz unterschiedlich platziert. So ist es bei dem einen Chara sinnvoller, erstmal Heil- und Supportzauber zu erlernen, während der andere mehr für den "Haudrauf"-Part des Kampfes geeignet ist. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto ähnlicher werden sich jedoch die Kämpfer und somit muss die Rollenverteilung vor allem über das Gambit-System vorgenommen werden.

Spielwelt:
Final Fantasy XII spielt auf der Welt Ivalice, bekannt aus Final Fantasy Tactics und Vagrant Story.
Die Welt ist wirklich riesig und wie unter Grafik bereits angesprochen, sehr abwechslungsreich. Trotzdem haben es die Programmierer geschafft, Unmengen von Details in das Spiel einzubauen.
Negativ fällt auf, dass lediglich Rabanastre wirklich GROSS ist. Alle anderen Städte bzw. Dörfer / Siedlungen fallen wesentlich kleiner aus, wirken jedoch nicht weniger lebendig. Auch sind auf der Weltkarte viele Gebiete eingezeichnet, die der Spieler leider nie zu Gesicht bekommt. Dennoch ist der Umfang einfach riesig und man kann Stunden mit der Erkundung zubringen.

Story:
Dieses zuweilen in RPGs sehr wichtige Element ist leider der größte Schwachpunkt von Final Fantasy XII.
Dabei sind die Ansätze wirklich ausgezeichnet. Statt sich auf die persönlichen Probleme des Hauptcharakters und dessen Gefährten und ihren Beziehungen zueinander zu konzentrieren, hat Square Enix für den zwölften Teil einen deutlich distanzierten und "globaleren" erzählerischen Standpunkt gewählt, denn: Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar bei der Politik. Es geht in der Story ausschließlich um die kriegerischen Konflikte der drei Königreiche von Ivalice und darum, wie die Protagonisten des Spiels ihre Rollen als "Zahnräder" in diesen Konflikten erfüllen.
Durch diese für die FF-Reihe bisher sehr untypische Erzählstruktur, ist es den Autoren nicht gelungen, ausgefeilte Charakterzeichnungen zu erstellen. Die meisten Charaktere, vor allem Vaan, wirken beliebig austauschbar.
Nichtsdestotrotz hätte die Story dennoch das Zeug dazu gehabt, wirklich spannend zu werden. Leider verschiebt sich das Verhältnis Story / Kämpfe etwa nach der Hälfte des Spiels deutlich. Die Geschichte wird immer unwichtiger, es geht später primär um das Bestreiten von Kämpfen.

Zusätzlicher Umfang:
Mini-Games sind in FFXII praktisch nicht mehr vorhanden, dafür gibt es Unmengen an Sidequests, die der Spieler erledigen kann. Allen voran ist hier das Mob-Jagen zu erwähnen, welches sehr umfangreich und zeitaufwendig ist. Mobs sind besonders starke Boss-Gegner, die optional besiegt werden können.

FAZIT:
Ich bewundere Square Enix für den Schritt, den sie mit FFXII gewagt haben. Das Spiel ist wirklich vollkommen anders als die früheren Teile, dabei aber nur unwesentlich schlechter.
Ich kann wirklich verstehen, wenn alteingesessene FF-Fans sich nicht mit dem aktuellen Teil der Reihe anfreunden können, aber ich finde:
Jedes Final Fantasy (vor allem die späteren Teile) ist ein absolut eigenständiges Spiel mit Änderungen und Neuerungen gewesen, im zwölften Teil wurde es jedoch am krassesten deutlich.
In FFVII hatten wir das Materia-System, um Magie wirken zu können.
In FFVIII wurden die Charaktereigenschaften primär durch das Koppeln mit G.F.'s und Zaubern verbessert - nur sekundär durch das eigentlich Aufleveln in Kämpfen.
In FFIX wiederum wurden Fertigkeiten und Zauber durch das Tragen von Ausrüstung und Waffen erlernt.

In FFXII ist eben praktisch alles neu. Entweder man kann sich dem gegenüber öffnen, oder man kann es eben nicht. Ich kann es.
Und wurde dafür zwar nicht mit dem besten, aber dennoch sehr guten Spiel für die gute, alte PS2 belohnt.


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