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Rezensionen verfasst von
Sven Gellersen (Hannover)

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Two Worlds II - [PlayStation 3]
Two Worlds II - [PlayStation 3]
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,51

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein unbefriedigendes Erlebnis, 21. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds II - [PlayStation 3] (Videospiel)
Bevor ich mit der eigentlichen Rezension anfange, möchte ich noch erwähnt haben, dass ich zwar sehr gerne RPGs in meine Konsole lege, diese jedoch bisher nur aus Japan kommen und somit völlig anders konzipiert sind. Mit westlichen Rollenspielen kenne ich mich daher nicht wirklich aus und bewerte "Two Worlds II" als Genre-Neuling.

Graphik / Spielwelt:
Schon hier gibt es deutlich mehr Negatives als Positives zu berichten. Zum Einen wären da die Charaktermodelle. Diese sind insgesamt recht detailarm, die Gesichter sind ziemlich steif und auch die Animationen sehen eher lächerlich aus. Besonders die Gesten, die das Gesagte verdeutlichen sollen, wirken völlig deplatziert. Nicht nur, dass die Anzahl der Gesten massiv beschränkt ist, nein, sie werden auch noch leicht zeitversetzt animiert und passen meist nicht so richtig zu dem, was der Charakter gesagt hat.
Die Dungeons in "Two Worlds II" wirken arg generisch. Es gibt nur zwei optische Stile (Katakomben und Höhlen mit reichlich Pilzen) und diese unterscheiden sich untereinander auch nie wirklich. Man hat ständig das Gefühl, den gleichen Dungeon schon 20x vorher gesehen zu haben.
Die technische Umsetzung des Spieles mutet ebenfalls amateurhaft an. Das Spiel kommt mit dem Laden der Spielwelt nicht klar. Wenn man eines der Portale verwendet, um große Wegstrecken zu vermeiden, hakt das Spiel grundsätzlich. Dies geht sogar soweit, dass das Spiel manchmal für locker eine halbe Minute einfriert und man als Spieler schon fürchtet, das Spiel hätte sich komplett aufgehängt. Außerdem ist fortwährend ein leichtes Ruckeln bemerkbar und es kommt nicht selten vor, dass NPCs oder andere Objekte plötzlich aufploppen. Seit meinem letzten Einlegen der Disc ist schon eine Weile vergangen, aber ich meine mich auch zu erinnern, dass es Zeilenverschiebungen gibt.
Die wenigen "echten" Zwischensequenzen (also nicht die zahlreichen langweilig dargestellten Dialoge) sind dramaturgisch eine mittlere Katastrophe und sind nicht besonders gut geschnitten. Die bereits erwähnten schlechten Animationen der Figuren tun ihr Übriges dazu.
Auf der positiven Seite gibt es die Spielwelt im Allgemeinen. Es gibt insgesamt vier Gebiete, zwei davon sehr groß, zwei etwas kleiner. Alle sind sehr eigenständig gestaltet. Es gibt eine Steppe, ein Gebiet mit reichhaltiger Flora, ein ich sag mal dämonisches / verseuchtes Gebiet, sowie einen Sumpf. Auch der Tageszeitenwechsel funktioniert ganz gut und setzt das Spiel im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht, sorgt für eine gute Atmosphäre.

Musik / Sound:
Die Musik in "Two Worlds II" ist an und für sich sehr schön anzuhören. Leider wiederholen sich die meisten Stücke viel zu oft, sodass der Soundtrack leider ziemlich langweilig wirkt.
Die deutsche Sprachausgabe bzw. teilweise auch die Dialoge sind ein Witz. Wenn z.B. der Held am Anfang des Spieles vom im Allgemeinen verhassten Volk der Orks befreit wird und trotzdem schon nach wenigen Spielminuten beginnt, mit der orkschen Retterin zu flirten und eindeutig zweideutige Andeutungen vom Stapel zu lassen, möchte man das Spiel am Liebsten gleich wieder rausnehmen und zum Händler zurückbringen. Das ist einfach peinlich und trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Spielwelt bei. Zumindest ein Synchronsprecher mit sehr markanter Stimme wurde sogar für zwei verschiedene Charaktere verwendet. Ist auch peinlich.
Zur Soundabmischung kann ich mich nicht großartig äußern, da ich nur Stereo habe.

Story:
Wie schon erwähnt, spiele ich sonst nur J-RPGs. Mir ist durchaus bewusst, dass westliche Rollenspiele andere Schwerpunkte setzen. Dass die Story von "Two Worlds II" aber so schlecht ist, habe ich dennoch nicht erwartet. Sie beginnt ja durchaus vielversprechend. Der Held wird von einer Gruppe Orks aus dem Gefängnis des Bösewichtes Gandohar befreit. Leider ist auch die Schwester des Helden in Gandohars Gefangenschaft und die gilt es von nun an zu befreien. Nebenbei wird wie üblich auch die Welt gerettet. Das ist zwar soweit nichts Ungewöhnliches, aber ausbaufähig wäre die Story allemal gewesen. Zumal ja die Orks nicht gerade zu den Lieblingen der Menschen gehören. Leider verliert die Geschichte beinahe augenblicklich an Fahrt und Spannung, sie wird über weite Teile des Spielverlaufes kaum vorangetrieben und sie erschien mir teilweise auch nicht wirklich schlüssig. Die Wendung, die die Geschichte ganz am Ende macht ist zu allem Überfluss auch noch extrem an den Haaren herbeigezogen.

Gameplay:
Ich habe das Spiel als Krieger gezockt. Interessanter hätte ich eine Laufbahn als Magier gefunden wegen des vielversprechenden Magiesystems, allerdings habe ich in verschiedenen Quellen gelesen, dass die Tastenbelegung unpraktisch ist und habe es daher gelassen.
Die Kämpfe werden in Echtzeit bestritten und leider ist es als Krieger ein Leichtes, nahezu sämtliche Angriffsanimationen der Gegner durch einen rechtzeitig geführten Schlag zu unterbrechen. Viele Kämpfe lassen sich dadurch mit simplem Button-Gehämmer bestreiten und man wird noch nichtmal selbst getroffen.
Die Inventarliste habe ich als äußerst unkomfortabel empfunden, da es weder die Möglichkeit gibt, die Liste sinnvoll zu sortieren, noch kann man die riesigen Objekt-Icons durch eine übersichtlichere Textliste ersetzen, wofür ich oftmals sehr dankbar gewesen wäre. Dazu kommt noch bei den meisten Objekten ein permanent blinkendes Symbol, welches den Spieler darauf aufmerksam machen soll, welche Objekte noch mit Rohstoffen wie Metall gestärkt werden können. Da das in der Regel auf zahlreiche Objekte in der Liste zutrifft und man sich auf einige wenige Waffen, Rüstungen usw. beschränkt, nervt dieses ständige Aufblinken tierisch.
Der finale Bosskampf ist eine absolute Frechheit. Warum zum Teufel bringe ich soviel Energie auf, meinen Char als Krieger stark zu machen, wenn ich am Ende feststellen muss, dass ich offenbar lieber meine Fertigkeiten im Umgang mit Pfeil und Bogen hätte stärken sollen? Wozu habe ich denn überhaupt dann die Freiheiten, meinen Char so zu leveln, wie mir es gefällt?
Die Freiheiten bei der Charakterentwicklung sind dabei eigentlich sehr positiv zu bewerten! Es gibt mehrere Fertigkeitengruppen (z.B. Handwerk oder Assassine), die nochmals in fünf bis zehn einzelne Fertigkeiten aufgeteilt sind. Wie man seine Fertigkeitenpunkte nun verteilt, bleibt dem Spieler vollkommen selbst überlassen. Individualität wird hier wirklich groß geschrieben.
Ebenfalls positiv sind die zahlreichen Quests, die man bestreiten kann - diese sind nämlich nicht x-beliebig, sondern sie bringen dem Spieler die Welt von Antaloor deutlich näher und man fühlt sich gut unterhalten. Ich möchte behaupten, dass die Quests die größte Stärke von "Two Worlds II" darstellen.

Fazit:
Schade. Ich bin ein großer Fan von Mittelalter-Fantasy-Settings und Antaloor sieht wirklich schön aus, auch wenn ich dafür zahlreiche Mängel in der technischen Präsentation hinnehmen muss.
Wo ich aber in Sachen Graphik sagen kann, dass ich gut damit leben kann, kein "High-End-Produkt" geliefert zu bekommen, sieht es bei der Story schon ganz anders aus. Hunderte Quests zu absolvieren und den Char zu stärken ist schön und gut und macht auch wirklich Laune. Wenn es dazu aber nur einen lächerlichen Haupthandlungsstrang mit idiotischem Ende gibt, reicht das einfach nicht aus.
Dazu kommen noch die vielen Kleinigkeiten wie das doofe Inventarsystem oder die simpel zu bestreitenden Kämpfe (als Krieger).
Alles in allem kann ich daher "Two Worlds II" leider nur zwei von fünf Sternen geben.
Potential war vorhanden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2011 6:35 AM MEST


Männer, die auf Ziegen starren [Blu-ray]
Männer, die auf Ziegen starren [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 7,97

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hey, ein Wendecover! Und weiter? ... ... *schulterzucken*, 28. Januar 2011
Also Leute, als ich den Trailer zum Film damals im Kino gesehen habe, dachte ich mir, der Film wird lustig. Eigentlich wollte ich ihn mir dann auch im Kino anschauen, dazu kam es aber nicht, weil sich der Titel aus meinen Gehirnwindungen wieder herausgeschlängelt hatte. Vor ein paar Tagen bin ich dann im Geschäft über "Männer, die auf Ziegen starren" gestolpert und ich erinnerte mich. So kam es also, dass ich den Film inzwischen auch gesehen habe und aufgrund dessen diese Rezension schreibe.

Der Klappentext klingt ja schon sehr vielversprechend. Da geht es also um ein geheimes Hippie-Bataillon der US-Armee, welches mit PSI-Kräften höchst geheime Aufträge erledigen soll. Auch beim Anblick des Cover-Designs kommt man auf den Gedanken, hier könnte man es mit einer reichlich durchgeknallten Komödie zu tun haben. Dabei begeht der Film jedoch eine ganze Reihe an Fehlern.
Fehler Nr.1: Die übernatürlichen Kräfte, die die Mitglieder des Bataillons haben, funktionieren im Film tatsächlich. Wolken zersprengen? Check. Ziege durch Anstarren tot umfallen lassen? Check. Durch Wände rennen? Nahezu lächerlich easy! Aber sorry ... worüber soll ich dann lachen? Nicht falsch verstehen, der Film hat auch seine humorvollen Seiten. Zum Beispiel, wenn Lyn (George Clooney) seinen "bösen Blick" aufsetzt, um eben die Wolken zu zersprengen. Oder die Weiterführung derselben Szene, in der Lyn den einzigen Felsbrocken weit und breit in der Wüste mit dem Auto umnieten will. Aber mehr als ein kleines Schmunzeln kommt dabei leider nicht heraus. Wäre doch viel cooler gewesen, wenn der Versuch erfolglos geblieben wäre und sich Auto und Felsbrocken dennoch geküsst hätten.
Fehler Nr.2: Die Erzählstruktur. Der Film wird komplett als Erinnerung des Reporters Bob Wilton (Jeff Bridges) erzählt, also als Rückblick. Heißt also, es kommen ständig irgendwelche Erklärungen und Kommentare aus dem Off. So etwas funktioniert vielleicht in Thrillern, Dramen oder was weiß ich was, aber ganz gewiss nicht in Komödien, denn so nimmt der Film einfach nicht an Fahrt auf. Er plätschert einfach wie ein unschuldiges Bächlein durch eine Blumenwiese dahin. Meine Meinung.
Fehler Nr.3: Stellenweise ist mir der Film zu ernst. Prinzipiell nicht schlimm in einer Komödie, aber weder Trailer noch der Klappentext der Blu-Ray ließen auch nur andeutungsweise darauf schließen. Denn bei einer erwarteten durchgeknallten Komödie haben ernste Szenen nix verloren.

Das waren jetzt drei Fehler, die mir den Film gründlich versaut haben. Möglicherweise bin ich mit gänzlich falschen Erwartungen an den Film herangegangen, bestimmt ist das sogar so.
Tröstet mich aber nicht.

Das Bild der Blu-Ray wird zumindest den Otto-Normalverbraucher (der ich bin) vollkommen zufriedenstellen und auch der Sound hat mir (2.1-System) gut gefallen.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Eigentlich nichts, außer so etwas wie "Außer Spesen ... äh Wendecover fast nix gewesen".
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2011 7:43 PM CET


The Book of Eli [Blu-ray]
The Book of Eli [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Preis: EUR 8,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viele Vorurteile..., 7. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Book of Eli [Blu-ray] (Blu-ray)
Reden wir heute mal nicht lange um den heißen Brei herum, sondern kommen gleich zu einem DER Kritikpunkte überhaupt, warum der Film "The Book of Eli" massenhaft Ein-Stern-Bewertungen bekommen hat (und noch bekommen wird):
JA, der Film ist eindeutig Pro-Gottesglaube.
NEIN, der Film verkommt dennoch nicht zu einer kreationistisch-primitiven Hau-Drauf-Propaganda mit ordentlich Populismus.

Kurz zur Story.
In einer postapokalyptischen Welt des Jahres 2044 wandert Eli einsam durch die trostlosen Einöden, die überwiegend durch Anarchie und Chaos geprägt sind. Im Gepäck von Eli lassen sich allerlei Dinge zum Überleben und auch zum Verkaufen bzw. Tauschen gegen Wasser finden. Aber nicht nur das. Eli ist überdies auch im Besitz eines besonderen, ledergebundenen und mit einem Schloss versiegelten Buches. Dieses Buch hat für den Protagonisten eine enorme Bedeutung, er liest täglich darin und schöpft daraus offenbar seine Kraft zum Überleben. Relativ bald wird der Gegenspieler von Eli in die Geschichte eingeführt, der auf der Suche eines ganz besonderen Buches ist. Selbstverständlich ist es Elis Buch, davon weiß dieser aber natürlich zunächst nichts. So kommt es zu einer Jagd auf das Buch mit einigen Shoot-Outs und auch ein paar dialoglastigeren Begegnungen zwischen den Kontrahenten.

Um welches Buch handelt es sich?
Darüber lässt sich der Film eine Weile aus, doch relativ schnell werden genügend eindeutige Hinweise gegeben (u.a. das Kruzifix auf der Buchfront sowie diverse Rezitierungen bekannter Textstellen) und am Schluss des Films wird das Buch letztlich auch beim Namen genannt: Es ist die Bibel, genauer gesagt eine King-James-Bibel. Angeblich das letzte verbliebene Exemplar auf der Welt, denn nach dem nicht näher definierten Krieg wurden alle anderen Bibel-Exemplare vernichtet. Offenbar handelte es sich bei jenem Krieg um einen Glaubenskrieg. Wie Eli nun zu diesem Buch gekommen ist, sei hier nicht näher erläutert, allerdings ist die Auflösung der Frage eine der kritischsten Stellen des Films, an dem sich viele Kritiker aufhängen.

Obwohl der Film die Bibel und ihre Bedeutung für die Menschheit als solche eindeutig befürwortet, so geht "The Book of Eli" doch überraschend kritisch mit dem Christentum um bzw. mit dem, was daraus geworden ist. Eli befindet sich keineswegs auf einer Mission, in der er jedem dahergelaufenen Trottel die Macht des Buches offenbart, sondern möchte die Bibel an einen sicheren Ort im Westen bringen. Es ist sogar so, dass Eli strikt dagegen ist, dass andere Menschen während seiner Reise das Buch in die Hände bekommen und darin lesen.
Elis Gegenspieler überdies verkörpert sozusagen die Institution Kirche, wie sie im Mittelalter war und aktuell in vielen Glaubensabspaltungen wieder modern wird. Er möchte die Bibel besitzen, weil er dadurch die Menschen kontrollieren und manipulieren könnte, somit zu absoluter Macht käme. Er möchte den Menschen also nicht wirklich helfen, sondern verfolgt eigene, egoistische Ziele.

Vom Glaubensthema des Filmes abgesehen, bietet der Film mehrere Logiklöcher, teilweise kann man sogar von echten Logikkratern sprechen. Der schwerwiegenste Krater ist dabei ganz klar die im Film dargestellte Gesellschaft. Obwohl "The Book of Eli" noch nicht einmal eine Generation weiter in der Zukunft spielt, scheint die Welt nur noch von neandertalerischen Idioten bevölkert zu sein, ohne jedes kulturelles Wissen. Kaum jemand kann lesen und schreiben, die Bibel und der dazugehörige Glaube scheint völlig vergessen zu sein, ebenso wie jede andere Glaubensrichtung. Kein Mensch (außer natürlich der Bösewicht) erkennt auch nur eine einzige Textstelle, die aus der Bibel rezitiert wird. Ein solcher Rückgang des intellektuellen Fortschrittes ist in der kurzen Zeit von etwas mehr als 30 Jahren völlig unglaubwürdig. Da frage ich mich, warum der Regisseur bzw. Autor des Films nicht einfach ein paar hundert Jahre weiter in die Zukunft gegangen ist, um diesen Umstand plausibler zu gestalten.
Hinzu kommen noch fragwürdige Behauptungen, die mir sauer aufgestoßen sind. Beispiel: Einer alten Dame zitterten die Hände. Elis Erklärung hierfür war, dass diese Frau zuviel Menschenfleisch gegessen hat. Hä? Der logische Zusammenhang will sich mir hier nicht wirklich erschließen. Immerhin dürfte Menschenfleisch nicht wirklich schadhafter sein als das Fleisch von anderen Tieren. Es ist bloß (natürlich zu Recht) ein Tabu, Kannibalismus zu betreiben.
Positiv hervorzuheben ist noch die Gestaltung der Endzeit, die wirklich hübsch anzusehen ist. Allerdings fehlt hier die Innovation, denn eine solche Endzeit hat man schon viele viele Male in anderen, mad-max-inspirierten Filmen gesehen. Sehr gefallen haben mir auch die Schusswechsel, die selbst mit meinem 2.1-System sehr kernig und authentisch klangen.

Mein Fazit:
"The Book of Eli" ist ein durchaus sehenswerter Film, der sich einerseits kritisch mit dem Christentum auseinandersetzt, andererseits aber auch für meinen Geschmack zu sehr aussagen will, dass es sowas wie einen Gott wirklich gibt. Dies wird an Stellen deutlich, in denen Eli von einer Stimme erzählt, oder wenn er beschossen wird und scheinbar nicht getroffen werden kann.
Ein Must-Have ist der Film trotzdem nicht, dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten.


Castlevania: Lords of Shadow - Collector's Edition
Castlevania: Lords of Shadow - Collector's Edition

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 4. November 2010
Wie mein Vorredner, so beziehe auch ich mich bei dieser Rezension ausschließlich auf die Box, nicht auf das Spiel. Der Inhalt der Box ist (von der Quantität her) eher mager, sie besteht aus
- einer Soundtrack-CD
- und einer Eisenmaske

Die Box an sich besteht aus stabiler Pappe und ist hervorragend (!) gestaltet. Die Optik ist dem Spiel entsprechend pergamentartig und wirkt dadurch alt und geheimnisvoll. Jede größere Fläche, die die Box bietet, ist mit einer wunderschönen Konzeptzeichnung verziert. Sehr schön finde ich auch, dass man auf der Box keinerlei Logos wie "PS3" oder gar der USK-Einstufung findet - so wird der Gesamteindruck nicht zersört.
Wird die Box geöffnet, finden sich darin ein Pappkarton, in der sich luftpolstergeschützt die Eisenmaske samt Ständer befindet, sowie Spiel und Soundtrack gemeinsam in einem DigiPak (so, wie man es auch von vielen Film-DVDs kennt).
Die Maske hat eine sehr gute Verarbeitung. Sie ist nicht perfekt im dem Sinne, als dass sich keine glatten Flächen oder eine perfekte Lackierung oder ähnliches auf der Maske befinden. Dies finde ich aber ganz und gar nicht schlecht, denn so bekommt man den Eindruck, als wäre die Maske tatsächlich per Hand geschmiedet worden. Und nichts desto trotz bietet die Maske eine Fülle an Details.
Das DigiPak für die beiden Discs orientiert sich stilistisch an die Box, was ich ebenfalls sehr positiv finde. Allerdings findet man zumindest auf dem DigiPak einige Logos, nämlich von "Konami" und "Mercurysteam" (Hersteller und Entwickler) - aber auch hier fehlt (YEAH!!!) die USK-Einstufung!
Den Soundtrack habe ich mir noch nicht angehört, zuerst möchte ich das Spiel spielen ... ist'n Grundsatz von mir.

Bis zu diesem Punkt würde ich der Box uneingeschränkt fünf Sterne geben - warum dann nur vier? Weil leider ein Artbook fehlt. Ein solches Büchlein wird durch die geniale Gestaltung der Box zwar beinahe schon hinfällig, aber ich habe gerne auch einige Infos zum Lesen (so wie beim Artbook zu "Mafia II"). Hätte es das noch gegeben, dann ... ach, scheiß was drauf. Das Teil bekommt seine verdienten fünf Sterne und damit fertig!

Fazit:
Diese Box ist für jeden Sammler wirklich zu empfehlen. Alleine die Maske ist den Aufpreis locker wert, da sie wirklich hochwertig verarbeitet ist und zudem alles andere als ein 08/15-Beiwerk á la "Spielfigur aus Plastik" ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2010 6:45 PM CET


Enslaved: Odyssey to the West
Enslaved: Odyssey to the West
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 22,52

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht & Schatten, 24. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Enslaved: Odyssey to the West (Videospiel)
Nun habe auch ich "Enslaved" durchgespielt und bin sehr angetan von dem Spiel. Es gibt sehr viele positive Aspekte, die dieses Spiel zu einem absoluten Pflichtkauf für Action-Adventure-Fans macht, leider aber auch eine negative Aspekte, welche den geneigten Spieler aber nicht davon abhalten sollten, sich "Enslaved" zuzulegen.
Im Folgenden die Einzelheiten...

Die Graphik:
Kommen wir gleich zu einem Bewertungspunkt, der etwas zuviel Schatten enthält. Zunächst zum Positiven: Die Spielwelt ist unglaublich schön und atmosphärisch designed. Ein wahres Kunstwerk. Im Spiel befinden wir uns in einem postapokalyptischen Amerika, in dem wir zahlreiche verrottete Hochhäuser, nahezu völlig zerstörte Brücken oder riesige Schrottberge zu sehen bekommen. Dabei wirkt alles in sich stimmig und real. Lediglich der nahezu inflationäre Einsatz von unterschiedlichsten Farben / Farbtönen trübt hier den Gesamteindruck. Zwar habe ich absolut nichts dagegen, wenn eine postapokalyptische Spielwelt nicht allzu trist aussieht, hier haben es die Entwickler meines Erachtens dennoch etwas übertrieben.
Von der rein technischen Seite gibt es leider nicht sooooo viel Gutes zu berichten. Es kommt oft vor, dass Texturen bei Kamerawechseln deutlich erkennbar nachgeladen werden (dauert meist etwa eine halbe Sekunde), und auch wenn man mit Monkey auf eine Wand zu läuft, kommt dies teilweise vor. Wenn die Texturen erstmal nachgeladen sind, stellt man mitunter fest, dass diese dennoch etwas verwaschen sind. Im Großen und Ganzen gehen die Texturen aber völlig in Ordnung, da dieser Mangel nur bei näherem Zoomen deutlich wird. Desweiteren gibt es immer wieder Tearing und (sehr selten) auch mal leichte Einbrüche in der Framerate.
All diese Kritikpunkte sind zwar vorhanden, jedoch haben sie meinen Spielspaß keineswegs beeinträchtigt. Die Liebe zum Detail, mit der die Designer bei der Gestaltung der Spielwelt zugange gewesen sind, wiegen die Mängel mit Leichtigkeit wieder auf. Nicht selten bin ich einfach mal eine Weile stehengeblieben, nur um die Landschaften zu bestaunen.

Die Musik / Der Sound:
Auch hier gibt es leider nicht nur Licht. Die deutschen Synchronsprecher sind sehr gut (vor allem Monkey!), der Soundtrack klingt einfach phantastisch. Das Problem: Balancing. Es kommt sehr oft vor, dass die Sprecher in den Zwischensequenzen viel zu leise abgemischt wurden, stellenweise kann man wirklich kein einziges Wort verstehen. Wenn man wiederum selbst spielt und die Charaktere lediglich Kommentare oder Hinweise zum Besten geben, sind die Stimmen im Zusammenspiel mit Soundeffekten und Musik perfekt ausbalanciert. Hier sollte unbedingt so schnell wie möglich ein Patch nachgeschoben werden!
Letztendlich bin ich schon nach kurzer Spielzeit dazu übergegangen, Untertitel einzuschalten.
Die Musik wurde von Nitin Sawhney komponiert und bietet eine große Vielfalt an dramatischen und ruhigen Stücken. Eingespielt wurde die Musik von einem Orchester (die Prager Philharmonie, wenn ich richtig informiert bin). Für den Soundtrack gibt es von mir volle Punktzahl!

Die Story:
Diese dürfte den meisten Lesern hier ohnehin schon bekannt sein, deswegen nur ganz kurz - bei der Flucht aus einem Sklaventransport treffen die beiden Hauptprotagonisten Monkey und Trip aufeinander. Bei der Flucht wird Monkey bewusstlos. Trip nutzt die Gelegenheit und setzt ihm ein Sklavenstirnband auf. Sie möchte, dass er sie zu ihrem Heimatdorf bringt. Da die Welt jedoch von gefährlichen Robotern ("Mechs") bevölkert wird, die auf alles ballern, was irgendwie lebt, ist Trip auf die Hilfe von Monkey angewiesen. Und diese Hilfe holt sie sich dank des Stirnbandes.
Dass die Story nicht so einfach gestrickt ist, wie es jetzt scheint, versteht sich von selbst und so kommt es schließlich im letzten von 14 Kapiteln zu einem großen Showdown, in dem es zu großen Gefühlen kommt.
Tatsächlich lässt sich sagen, dass die Story und vor allem das Verhältnis zwischen Monkey und Trip das Herzstück von "Enslaved" ist. Es ist einfach wunderbar, mitzuerleben, wie sich aus der reinen Zweckgemeinschaft zwischen den Beiden eine warme Freundschaft entwickelt. Oder sogar mehr? Nun, das müsst ihr schon selbst herausfinden ;) ... ach ja: Trotz all der Ernsthaftigkeit und Melancholie, die der Plot bietet, kommt der Humor vor allem im letzten Drittel des Spieles nicht zu kurz.

Das Gameplay:
Habt ihr die "Uncharted"-Serie gespielt? Dann fühlt ihr euch bei "Enslaved" sofort heimisch. Es gibt zahlreiche Kletterpassagen (die allerdings sehr simpel gehalten sind und erst gegen Spielende etwas Geschick erfordern), einige ebenfalls eher simpel gehaltene Rätsel und natürlich Kämpfe.
Gekämpft wird mit einem Stab, der im späteren Spielverlauf auch Munition verschießen kann. Die Kampfschauplätze bieten viele Deckungsmöglichkeiten. Allerdings sollte man sich mit Monkey nicht zu lange an ein und derselben Stelle aufhalten, da die meisten Deckungen zerstörbar sind - dabei gibt es durchaus Unterschiede je nach Material. Im Nahkampf kann Monkey eine begrenzte Anzahl von Schlägen blocken, wenn die Gegner aus der Ferne schießen, kommt eine Art Schutzschild zum Einsatz, welches ebenfalls eine begrenzte Anzahl von Treffern abfängt. Das Schild wird nach kurzer Zeit wieder aufgeladen.
Die Roboter haben teilweise Schwachstellen. Dies wird durch Symbole über den Figuren dargestellt. Mal ergibt sich dadurch die Möglichkeit, einen Roboter auf einen anderen zu schleudern und dadurch eine Explosion zu verursachen, oder man schnappt sich den Gewehrarm eines Gegners und kümmert sich damit um den Rest. Zwischendurch kann Monkey auch Geschütztürme besetzen und von dort die Gegner auf's Korn nehmen.
Hier noch eine ungefähre Gewichtung aller drei Gameplay-Komponenten:
Rätsel 20%
Klettern 35%
Kämpfen 45%

Die Limited Edition:
Normalerweise schreibe ich hierfür eine extra Rezension, da aber der Inhalt sehr gering ausfällt, verzichte ich diesmal darauf.
Die LE bietet neben dem Spiel ein Artbook sowie eine Soundtrack-CD.
Das Artbook wird in einem hochwertigen Hardcover-Einband ausgeliefert, welches viele interessante Zeichnungen zu Charakteren, Landschaften und Gegnern beinhaltet. Sehr schön anzusehen, allerdings hätte ich mir hier noch einige informative Texte gewünscht.
Die Soundtrack-CD ist im Artbook mit drin und es gibt auch eine Tracklist. Reingehört habe ich noch nicht, allerdings gehe ich berechtigterweise davon aus, dass hier natürlich die Originalkompositionen aus dem Spiel zu hören sind. Alleine dadurch wird schon der Kauf der LE nahezu völlig gerechtfertigt, denn die Musik ist - wie schon erwähnt - wirklich großartig!
Die Spielhülle selbst kommt mit einer eigenen Covergestaltung daher, wobei auch auf der Rückseite keinerlei Infotexte zum Spiel zu finden sind (diese sind ja schon auf der Pappverpackung). Auch hier kann ich sagen, dass die Idee super ist.

Mein Fazit:
Kaufen, kaufen, kaufen!
Klar, "Enslaved" hat so seine Macken, aber die Story, die Atmosphäre, die Musik haut alles wieder raus! Danke, Ninja Theory, für ein solch wundervolles Spiel.


Nier - [PlayStation 3]
Nier - [PlayStation 3]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 29,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen NieR to Perfection? Oder: Mut zur Lücke, 7. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nier - [PlayStation 3] (Videospiel)
Was haben sich die meisten Fachmagazine über dieses Spiel die Mäuler zerrissen. Miese Graphik, altbackenes Gameplay und eine Story, die teilweise ausschließlich in Textform mit schwarzem Hintergrund dargestellt wird. Mehr als 70% war bei den meisten Redakteuren nicht drin.
Trotzdem fand ich das Spiel interessant und nachdem ich die überwiegend positiven Rezensionen hier auf Amazon gelesen hatte, wagte ich es: Ich bestellte mir "NieR". Nun, um eines vorweg zu nehmen - ich wurde nicht enttäuscht!
Aber immer der Reihe nach...

Die Graphik:
Naja, eine Augenweide ist "NieR" tatsächlich nicht. Die Texturen sehen auf eine gewisse Entfernung zwar nicht schlecht aus, beim näheren Heranzoomen offenbart sich jedoch, dass eben diese Texturen doch nicht so hochwertig sind. Besonders seltsam mutet einem der Unschärfe-Effekt an, den der Spieler oft bewundern darf. Bei diesem Effekt sieht man nämlich immer senkrechte und waagerechte Linien, wodurch die Graphik an jenen Stellen ziemlich grobpixelig wirkt.
Auch das Charakterdesign hat nicht gerade einen Publikumspreis verdient. Die Figuren sind recht seltsam proportioniert und vor allem Nier, der Hauptcharakter, besticht durch außergewöhnliche Hässlichkeit. Dafür sehen die zahlreichen Bossgegner in fast allen Fällen wirklich genial und abwechslungsreich designt aus. Hier also ein ganz klarer Pluspunkt.
Insgesamt kann ich sagen, dass die graphische Präsentation zwar nicht gerade das höchste der Gefühle ist, Augenkrebs bekommt man aber nicht vom Spiel - zumal die Spielwelt insgesamt sogar echt cool aussieht.

Die Musik / Der Sound:
"NieR" hat einen wirklich außergewöhnlichen Soundtrack. Fast alle Musiktitel werden vokal unterstützt. Dabei werden sowohl ganze Chöre als auch einzelne Sängerinnen zum Einsatz gebracht. Die wenigen instrumentalen Stücke bestechen meistens durch wunderschöne Pianomelodien. Die Musik ist also qualitativ als sehr hochwertig einzustufen, denn es werden durch die Bank weg fast ausschließlich echte Instrumente verwendet. Viele Kompositionen gingen mir dennoch mit der Zeit reichlich auf die Nerven. Letztendlich gibt es aber auch einige echte Ohrwürmer, die überaus gelungen sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Musik stumm zu schalten, so dass nur noch Sprecher und Soundeffekte zu hören sind.
Sehr gut gefallen mir die englischen Synchronsprecher. Speziell die Sprecher von Nier, Kaine und Grimoire Weiss sind toll. Aber auch alle anderen wichtigen Figuren, die im Spiel auftauchen, werden sehr gut synchronisiert.
Zur Soundausgabe kann ich leider nichts sagen, da ich kein Surround-System besitze.

Die Story:
Hier spielt "NieR" ganz klar seine Stärken aus. Im Grunde geht es um einen Vater, der auf der Suche nach einem Heilmittel für seine Tochter ist, die an der mysteriösen Runenpest erkrankt ist. Aber wie es halt so ist, entfaltet sich schon nach recht kurzer Zeit eine sehr komplexe Handlung, die auch nach dem kompletten Durchspielen nicht zwangsläufig alle Fragen bezüglich der Charaktere und der Vorgeschichte beantwortet. Wer sich ein wenig mit Animés / Mangas auseinandersetzt, wird hierbei aber auch einige Elemente erkennen, die nicht ganz neu sind. Wegen Spoilergefahr gehe ich darauf aber jetzt nicht näher ein. Präsentiert wird die Geschichte durch zahlreiche, toll geschnittene Zwischensequenzen, aber auch anhand von Textboxen, die nur teilweise synchronisiert sind.
Aber das ist noch nicht alles! "NieR" hat nämlich insgesamt vier verschiedene Enden zu bieten und hier haben sich die Entwickler wirklich was Besonderes einfallen lassen. Nach dem ersten Durchspielen kann ein Spielstand angelegt werden. Wird dieser geladen, beginnt das Spiel nicht ganz von vorn, sondern setzt direkt nach einer bestimmten Schlüsselszene in der Story an. Von dort wird das Spiel wieder bis zum Ende gespielt, wobei es aber etliche neue Zwischensequenzen zu bestaunen gibt. Diese sind durchaus sinnvoll, denn durch sie verwandeln sich die zunächst stumpf bösartig wirkenden Gegner ("Schatten") im Spiel zu Wesen, die durchaus auch Gefühle und ihre eigenen Beweggründe für ihr Handeln haben. Dies ist auch eng mit der Vorgeschichte zu "NieR" verwoben. Aber wie auch immer: Nach dem zweiten Durchspielen darf noch ein Spielstand angelegt und geladen werden. Das Spiel beginnt wieder nach der erwähnten Schlüsselszene und wer im Spiel alle Waffen - insgesamt 30 - gesammelt hat, bekommt zwei weitere Variationen des Spielendes geboten. Hierbei kommt es darauf an, welche Entscheidung man kurz vor Ende trifft. Jede bietet ein anderes Ende. Und ohne zuviel verraten zu wollen: Beim dritten Durchgang sollte man erst die obere Entscheidungsmöglichkeit wählen, denn für die untere Möglichkeit haben die Entwickler sich eine echte Innovation überlegt. Diese Innovation verleiht der Entscheidung einen ganz besonderen Nachdruck und macht es dem Spieler nicht wirklich leichter, sich endgültig für diese Auswahl zu entscheiden.
Das mag jetzt beim Lesen verwirrend sein, wenn ihr "NieR" aber soweit spielt, wird euch schnell alles klar.

Das Kampfsystem:
Die Kämpfe finden in Echtzeit statt. Zunächst gibt es im Spiel nur eine Waffengattung, die Einhänder, später kommen die Zweihänder und Speere hinzu. Jede Gattung hat ihre Vor- und Nachteile. Gekämpft wird grundsätzlich gegen die sogenannten "Schatten". Das mag recht eintönig klingen, aber es gibt zahlreiche Varianten von diesen Wesen, die natürlich unterschiedlich stark sind und unterschiedlich aussehen. Die Entwickler haben dem Hauptcharakter etliche Funktionen spendiert, wie z.B. das effektive Durchbrechen von Rüstungen oder die Möglichkeit, Mitstreitern Befehle zu erteilen - die meisten Funktionen sind aber entbehrlich und habe ich im gesamten Spiel nie benutzt.
Für jede Waffe gibt es übrigens ein vierstufiges Upgrade-System, wofür man unterschiedliche Items sammeln muss. Die Upgrades wirken sich auf die Stärke der Waffe, aber auch auf das Gewicht und somit die Schnelligkeit im Kampf aus.

Der Umfang:
"NieR" hatte bei mir eine beachtliche Spielzeit von ziemlich genau 60 Stunden. In diesen 60 Stunden habe ich alle Enden gesehen, 78% der Nebenmissionen absolviert (darauf gehe ich gleich näher ein), sowie ein paar Trophäen für meinen PS3-Account gesammelt.
Die Nebenmissionen sind recht abwechslungsreich gestaltet. Leider sind etliche Missionen mit sehr viel Lauferei verbunden, wodurch einerseits die Spielzeit künstlich erhöht wird und andererseits die Nerven des Spielers teilweise arg strapaziert werden. Trotzdem sollte man die Missionen nicht außer Acht lassen und zwar aus zwei Gründen:
1) Viele Missionen stehen im Zusammenhang mit der Hauptstory, geben dieser neue Facetten und werfen neue Fragen auf. Dadurch wird die Qualität des Spielerlebnisses deutlich gesteigert.
2) Einige Waffen bekommt man nur durch das Erfüllen der Nebenaufgaben und wie oben bereits erwähnt, bekommt der Spieler nur durch eine komplette Waffensammlung die Möglichkeit, die letzten beiden Enden des Spieles zu sehen. Und ich finde, es sind die besseren Enden.
Abgesehen von den Nebenmissionen kann man sich die Zeit mit Angeln oder dem Säen und Ernten von Getreide, Gemüse und Obst vertreiben. Beides wird aber im Prinzip nur zum Lösen einiger Nebenmissionen benötigt.

Mein Fazit:
Ich bin traurig.
Traurig, weil viele sogenannte "Fach"-Magazine das Spiel wegen der eingangs erwähnten Schwächen gnadenlos abgestraft haben. Dabei hat gerade "NieR" nicht nur einen, sondern insbesondere einen zweiten Blick verdient. Wer sich nicht durch die mittelmäßige optische Präsentation und dem konventionellen Gameplay abschrecken lässt, wird mit einer echten Spiele-Perle aus Fernost belohnt, die eine der besten Stories der letzten Jahre zu bieten hat. Allerdings sollte man für "NieR" durchaus eine gewisse Sympathie für japanische Spiele mitbringen, denn insgesamt ist das Spiel nicht sehr "westlich".
Auch die erwähnten Textabschnitte mit schwarzem Hintergrund habe ich als erfrischende Abwechslung empfunden, denn gerade diese Passagen konnten mich mit einer hervorragenden Schriftsprache begeistern. Außerdem sind diese Abschnitte durchaus mit Bedacht gewählt worden, denn sie geben grundsätzlich nur Träume und Erinnerungen wider.
Trotzdem kann ich "NieR" keine vollen fünf Sterne geben, denn gerade die ewige Lauferei für die Nebenmissionen beeinflusst den Spielspaß nicht wenig.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2011 6:15 PM CET


Phantasma
Phantasma

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantasmatic - Vom Kunstwerk zum Meisterwerk, 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Phantasma (Audio CD)
Leon Bolier ist mir seit seinem Debut-Album "Pictures" ein Begriff in der Trance-Szene, der für hochwertige Musik steht. Schon auf diesem Album gab es zahlreiche Titel, die mich wegen ihren unverbrauchten, eigenständigen Melodien schwer beeindruckt haben. Als Beispiele seien hier "Dnipro", "Strike One" oder "Summernight Confessions" genannt. Dennoch war die Doppel-CD insgesamt noch recht unrund, es gab recht viele unterschiedliche Stile, die auf einem einzigen Album nicht so recht zusammenzupassen schienen.

Jetzt ist endlich das neue Album (wieder eine Doppel-CD "staun") erschienen und ich muss sagen, dass sich Bolier deutlich gesteigert hat. Sicher, bei insgesamt 24 Tracks ist es für einen Künstler nur sehr schwierig, die Musik auf einem Niveau zu halten und auch Leon Bolier scheitert an dieser Aufgabe. Auf "Phantasma" gibt es durchaus Titel, die zwar technisch einwandfrei produziert sind und die man sich auch gut anhören kann, die andererseits aber auch etwas zu gewöhnlich, zu 08/15 klingen. Der weitaus größere Anteil des Albums besteht jedoch wieder aus Musik, die wirklich innovativ ist. Sowohl was die Melodien angeht, als auch die Art und Weise, wie Bolier Hi-Hats, Claps, Drums usw. miteinander verbindet. Beides ist bei ihm ungewöhnlich, eigenständig, faszinierend.
Sehr angenehm empfinde ich auch, dass Bolier sich vorrangig auf Instrumental-Trance konzentriert. Von den 24 Stücken sind nur vier dabei, in denen Sängerinnen mitmachen. Und diese Sängerinnen klingen auch nicht ganz so verbraucht und gleich, wie die sonstigen üblichen Verdächtigen.
Den Sound auf "Phantasma" empfinde ich insgesamt als etwas progressiver und treibender als noch auf "Pictures", das ist aber nur mein subjektiver Eindruck. Davon abgesehen gibt es aber auch ruhigere Titel wie "War of the Worlds" mit seinem recht meditativen Klang oder das melancholische "Irresistible" (eines der Vocal-Tracks). Außerdem findet sich jeweils am Ende jeder CD ein Ambient-Titel - diese haben mich aber nicht so wirklich überzeugt, denn sie klingen eher wie Interludes denn wie vollwertige Kompositionen. In der iTunes-Version des Albums gibt es noch zwei "8PM-Mixes" von "Shimamoto" und "Ocean Drive Boulevard" obendrauf, die ebenfalls sehr chillig und entspannt sind. Von den beiden Titeln kann ich besonders letzteren empfehlen.
Was gibt es sonst noch zu berichten? Nun, mir ist noch aufgefallen, dass Leon Bolier auf dem Album des Öfteren Vocals einsetzt. Damit meine ich jetzt aber nicht die Features, sondern einfach Samples, die mal tatsächlich eingesprochen sind, hin und wieder aber auch nur nach echten Stimmen klingen, es aber nicht sind. Auf "War of the Worlds" findet man beide Varianten. Ach ja, alle Titel sind extended und ungemixt. Beides sehr fan-freundlich, wie ich finde.

Fazit:
Ich finde es sehr schade, dass sich Leon Bolier gemessen am Erfolg noch lange nicht gegen solche Szene-Größen wie Armin van Buuren, Blank & Jones oder Tiesto behaupten kann. Vom Können her hat er aber längst die Pole-Position bei mir eingenommen. Van Buuren ist mir zu vokallastig und gleichförmig geworden, B&J haben ihre Trance-Wurzeln zu sehr verlassen und Tiesto versucht sich jetzt am Mainstream-Dance-Pop. Alles Künstler, die ich mal als wegweisend und federführend empfunden habe.

Meine persönlichen Toptitel:
- 2099
- Dark Star
- Irresistible
- Saturn
- War of the Worlds
- Off Road
- The Knights Approach


PSP - Zubehör-Set "Metal Gear Solid Peace Walker" (Hori)
PSP - Zubehör-Set "Metal Gear Solid Peace Walker" (Hori)

4.0 von 5 Sternen Schick, 29. Juni 2010
Das "Accessory Set" von Hori zum aktuellen PSP-Spiel "Metal Gear Solid: Peace Walker" kommt mit folgendem Inhalt daher:
- PSP-Tasche im Camouflage-Stil und MGS:PW-Schriftzug
- Cover-Schutz für die Oberseite der PSP
- Reinigungsmittel für den Bildschirm
- Drei verschiedene Sticker mit Motiven zum Spiel
- Download-Code für den Mehrspieler-Part des Spieles

Die Tasche besteht nicht aus Leder oder ähnlich hochwertigem Material, sondern aus einem Kunststoffmaterial. Dem Aussehen nach könnte es sich um ein wasserfestes Material handeln (zumindest für Regentropfen), sicher bin ich mir dabei aber nicht.
Der Cover-Schutz ist aus stabilem Plastik und wird oben und unten an der PSP befestigt. Wer etwas ungeschickt ist, wird beim Versuch, den Schutz hochzuklappen, selbigen wieder komplett von der PSP lösen. Dies ist also leider nicht optimal gelöst. Bei normalem Gebrauch funktioniert es aber an sich ganz gut. WICHTIG: Beim Cover-Schutz handelt es sich nicht um eine Hülle, in die die PSP hineingelegt wird, sondern es wird wirklich nur die Oberseite verdeckt.
Sehr cool finde ich die drei Sticker, die dem Set beigefügt wurden. Deren Grundfarben sind PSP-Schwarz und sie passen genau in den Silberring auf der Rückseite des Handhelds. Also dort, wo sich der PSP-Schriftzug befindet. Die Sticker haben einen extrem starken Halt und lassen sich nur noch mit einem spitzen und flachen Gegenstand wie einem Messer entfernen, wenn man den Sticker nicht beschädigen will. Dass es sich bei den Motiven überhaupt um Sticker handeln, lässt sich nach dem Aufkleben nur noch beim genauen Betrachten feststellen.
Da ich persönlich mit der PSP nicht online gehe, ist das DLC für mich uninteressant.

Fazit:
Ich bin im Großen und Ganzen durchaus zufrieden mit dem Accessory Set. Trotzdem vergebe ich keine fünf Sterne, denn zum Einen wäre es sehr viel cooler gewesen, wenn die PSP-Tasche aus Leder gefertigt worden wäre und zum Anderen hätte ich mir bei dem Set noch ein Dog-Tag gewünscht. Trotzdem ist das Set für jeden interessant, der sich für die Spiele-Serie interssiert und außerdem noch keine Tasche / keinen Bildschirmschutz für seine PSP besitzt.


Der Fürst des Nebels: Roman
Der Fürst des Nebels: Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ähnlichkeiten zu "Der Dunkle Wächter", 25. Juni 2010
"Der Fürst des Nebels" ist das zweite Buch von Zafón, welches ich gelesen habe und ebenso wie das erste Buch ("Der Dunkle Wächter") hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.
Gleich beim Aufschlagen des Buches wird klar, an welche Zielgruppe sich der Roman vor allem richtet: Jugendliche. Die Schrift ist etwas größer als in anderen Büchern, ebenso wie die Zeilenabstände und die Seitenränder. Für die besagte Zielgruppe finde ich dies sehr gut, denn eng und mit kleiner Schrift beschriebene Seiten können (müssen aber nicht) in dem Alter doch recht abschreckend wirken. Ich selbst jedoch pirsche mich allmählich an mein 29. Lebensjahr an und finde, dass die Jugendbücher von Zafón durchaus für Erwachsene lesenswert sind.

Zur Geschichte:
Der Junge Max zieht mit seiner Familie aus der Stadt in ein kleines Dorf am Meer - wegen des Krieges. Wir schreiben das Jahr 1943. Im Dorf angekommen, vergehen nur wenige Tage, bis Max einen anderen Jungen kennenlernt, mit dem er sich schnell anfreundet. Roland. Doch es dauert nicht lange und Max entdeckt seltsame Orte (wie einen unheimlichen Skulpturengarten) und es häufen sich merkwürdige Geschehnisse und Begegnungen. Alles deutet darauf hin, dass etwas Grausames, Böses zu Leben erwacht und im Nu stehen nicht nur Max', sondern auch Rolands und das Leben von Max' Schwester Alicia auf dem Spiel. Gemeinsam versuchen sie, das Rätsel zu lösen und das Unheil, dass sich zusammenbraut, abzuwenden und decken dabei Geheimnisse auf, die mehrere Jahre in die Vergangenheit reichen und von einer Familientragödie erzählen.

Da es sich bei "Der Fürst des Nebels" um ein Jugendbuch handelt, ist der Erzählfluss relativ schnörkellos. Der Autor kommt schnell von einer Szene zur nächsten, die Eigenheiten der einzelnen Charaktere werden kaum ausgebaut. Trotzdem - oder gerade deswegen - wirkt die Geschichte wie aus einem Guss und ich habe die Figuren auch immer als glaubwürdig empfunden. Auch die Anzahl der Charaktere bleibt übersichtlich. Es gibt Max und seine Familie, Roland und dessen Großvater und letztendlich noch den Bösewicht. Ansonsten wird nur allgemein z.B. von "den Dorfbewohnern" gesprochen bzw. es werden einige Personen genannt, die jedoch aus der Vergangenheit stammen.

Vergleich zu "Der Dunkle Wächter":
Wer zuerst "Der Dunkle Wächter" gelesen hat, sollte sich im Klaren darüber sein, dass "Der Fürst des Nebels" einige Parallelen aufweist - insbesondere was das Böse angeht. An und für sich stehen die beiden Romane für sich alleine, es gibt keinerlei direkte Verbindung zu beiden Geschichten. Doch wenn man beide Bücher gelesen hat, bekommt man den Eindruck, dass es sich beim Gegner (hier "Cain") um ein und dieselbe Person bzw. das gleiche Wesen handelt. Beim hier rezensierten Buch bekommt der Gegner allerdings seinen eigenen Auftritt, während er bei "Der Dunkle Wächter" lediglich von anderen Personen erwähnt wird, jedoch nie selbst in Erscheinung tritt.
Mir persönlich gefällt diese subtile, nicht direkt ausgesprochene Verbindung zwischen beiden Romanen sehr gut, wenngleich man Zafón deswegen Ideenarmut unterstellen könnte, was ich aber nicht tue.
Es gibt noch andere Parallelen wie z.B. der Hintergrund des 2. Weltkrieges und Familientragödien, die wichtige Rollen spielen.

"Der Fürst des Nebels" ist ein Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe. Für Jugendliche ist das Buch natürlich uneingeschränkt empfehlenswert, aber wie schon erwähnt: auch als Erwachsener ist dieses Buch mindestens einen Blick wert.


Limit: Roman
Limit: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Limit?, 31. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einige Wochen ist es nun schon her, seit ich "Limit" von Frank Schätzing gelesen habe und ich muss sagen, dass mir das Buch insgesamt doch recht gut gefallen hat.
Fast die Hälfte des sehr dicken Buches befasst sich mit Themen wie politische Verwicklungen, technische Fortschritte und wirtschaftliche Entwicklungen von bestimmten Ländern im Jahre 2024, was (unter unterhaltungsroman-technischen Gesichtspunkten!) doch recht trocken ist. All diese Informationen werden dem Leser zu einem Großteil in normalen Absätzen dargeboten, was durchaus gelungen ist - immer wieder aber kommt es auch vor, dass solche Informationen in Form von Unterhaltungen zwischen den Charakteren des Buches daherkommen. Dies ist leider nicht so schön, solche Textstellen kommen oftmals gewollt normal und natürlich, in Wahrheit aber stark gekünstelt und zuweilen lächerlich rüber. Es gab beispielsweise eine Textstelle, in der sich darüber unterhalten wurde, welche Automarken zu welchen Konzernen aus welchen Ländern gehören. Ich kann diese Textstelle nicht mehr finden, aber sie war eine von denen, die mich ungewollt zum Schmunzeln gebracht haben.
Der Rest des Buches ist dann aber tatsächlich ein Unterhaltungs-Roman und hier bekommt der Leser die gewohnt gute Qualität eines Frank Schätzing geboten. Es gibt zwei Handlungsstränge, die "China-Story" und die "Mond-Story", die auch miteinander verwoben sind. Dies wird aber erst sehr spät im Buch immer deutlicher, bis es dann schließlich zum Showdown kommt. Die China-Story ist sehr detektivisch geprägt, bei der Mond-Story will mir nicht so recht das passende Wort einfallen. Im Grunde beschreibt Schätzing sehr oft die zwischenmenschlichen Beziehungen der Mondreisenden. Betrachtet man beide Handlungsstränge getrennt voneinander, stellt man fest, dass "China" einen auf- und abschwellenden Spannungsbogen aufweist, während sich die Spannung bei "Mond" nach und nach aufbaut.
Die Charaktere des Buches sind insgesamt nicht ganz so tief und detailliert gezeichnet wie noch in "Der Schwarm". Zwar wird immer wieder deutlich, dass bestimmte Figuren eine bewegte Vergangenheit haben, die ihre aktuellen Verhaltensweisen erklären, Schätzing begnügt sich hierbei aber oftmals nur mit dezenten Anspielungen. Dies gilt vor allem für Owen Jericho, einem der Hauptprotagonisten des Romans.

Der geneigte Leser sollte sich über Folgendes im Klaren sein: "Limit" taugt als reiner Unterhaltungsroman nur bedingt. Die fast schon fanatische "Rechercheritis" von Schätzing kommt in diesem Buch zum vollen Entfalten. Weil das Buch dadurch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil zu sowas wie einem Sachbuch verkommt, hätte "Limit" eigentlich nur drei Sterne verdient. Vier bekommt es trotzdem, denn zumindest ich konnte mich mit den zwei Facetten des Romans gut arrangieren und ich fand Schätzings Zukunftsvorstellungen einfach sehr interessant.
Nichtsdestotrotz ist "Limit" das schwächste Buch von diesem Autor, das ich kenne und mit dem "Sachbuch"-Anteil bringt er den Leser in der Tat ans Limit.
Insofern ein gut gewählter Titel.


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