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Rezensionen verfasst von
Sven Gellersen (Hannover)

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DEUS EX: Human Revolution Limited Edition
DEUS EX: Human Revolution Limited Edition
Wird angeboten von Medienvertrieb & Verlag
Preis: EUR 59,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 27. August 2011
Zunächst einmal: Meine Rezension richtet sich ausschließlich an jene Kunden, die sich "Deus Ex: Human Revolution" DEFINITIV kaufen wollen und nur noch wissen wollen, ob sich die LE lohnt, oder ob auch die normale Version ausreicht.

Die Limited Edition kommt in einer sehr stabilen Pappbox daher. Der USK-Stempel ist leider (wie bei Videospielen immer noch üblich) direkt aufgedruckt, kann also nicht abgezogen werden. In der Box befindet sich ein speziell für die LE hergestelltes Disc-Case, in dem sich neben dem Spiel auch die Bonus-DVD finden lässt. Das Case kommt übrigens mit einem exklusiven Design daher - es werden einige Impressionen aus dem Spiel gezeigt. Auch ein Klappentext oder anderes Werbe-Geblubber fehlt, was sehr positiv ist. Ebenfalls enthalten ist auch der Download-Code für den Zusatzcontent der LE. Hierzu gehören:
- Eine zusätzliche Mission
- Diverse zusätzliche Waffen (z.B. Scharfschützengewehr, Granatwerfer)
- 10.000 Credits, die im Spiel ausgegeben werden können
Außerdem liegt der Box das 40-seitige Artbook bei. Hier kann man sich einige größtenteils sehr schöne Artworks und Designs anschauen, unterteilt in verschiedene Themen wie "Characters" oder "Environments". Auch eine kurze Einleitung vom Art Director, Jonathan Jaques-Belletête, ist enthalten.

Kommen wir nun zur Bonus-DVD. Deren Inhalt besteht aus:
- Making Of
- Trailer (inklusive einem animierten Storyboard)
- Soundtrack
- Animierter Comic
Das Making Of ist hollywood-typisch mit viel Lobhudelei und Dramatik versehen. Aber immerhin gibt es außerdem dennoch einige interessante Einblicke und mit knapp 45 Minuten hat das Making Of auch eine durchaus akzeptable Länge. Das Video ist deutsch untertitelt.
Zu den Trailern gehören der E3- sowie der Ankündigungstrailer. Das animierte Storyboard sei hier als drittes Video besonders hervorgehoben, denn es ist einfach geil gemacht und weckt die Lust auf das Spiel!
Der Soundtrack hat mich etwas enttäuscht. Nicht von den Kompositionen her, sondern vom Umfang. Es sind nämlich leider nur 12 Stücke enthalten, die zudem selten über eine Spiellänge von mehr als zweieinhalb Minuten hinausgehen. Er ist also sehr kurz geraten und außerdem sehr wahrscheinlich unvollständig. Das finde ich schon recht unverschämt, denn wenn ich in der Artikelbeschreibung lese, dass der Soundtrack enthalten ist, kann ich auch davon ausgehen, dass damit der komplette Score gemeint ist. Die Musiktitel können übrigens als mp3-Dateien auf die Festplatte gezogen werden.
Der animierte Comic ist hübsch anzusehen. Es werden einige Charaktere aus der Story eingeführt und gibt vor allem einen ersten Einblick über eines der Hauptthemen der Storyline - nämlich die gesellschaftliche Zerrissenheit zwischen technologischem Fortschritt und der Angst vor den damit einhergehenden Veränderungen. Leider wurde der Comic nicht lokalisiert, Englischkenntnisse sind (im Gegensatz zum eigentlichen Spiel) zum Verständnis also erforderlich.

Mein Fazit fällt insgesamt positiv aus. Artbooks finde ich immer eine hübsche Dreingabe und auch das Making Of sowie der animierte Comic sind wirklich sehenswert. Enttäuscht war ich lediglich vom (inklompetten?) Soundtrack. Der Gesamteindruck ist trotzdem sehr positiv, daher vergebe ich volle fünf Sterne.
Ich empfehle die LE von "DE:HR" all jenen, die sowas ohnehin gerne sammeln, aber auch alle anderen können ruhig über den Kauf der LE nachdenken.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2014 7:31 AM MEST


Final Fantasy VII: Der Blick nach vorn
Final Fantasy VII: Der Blick nach vorn
von Nojima Kazushige
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist erstaunlich gut geworden, 23. August 2011
Bei "Der Blick nach vorn" von Nojima Kazushige handelt es sich um einen Roman zum "Final Fantasy VII"-Universum. Chronologisch spielen sich die Ereignisse des Buches zwischen dem Videospiel "Final Fantasy VII" sowie dem computeranimierten Film "Final Fantasy VII: Advent Children" ab.
Der Roman erzählt hierbei die Geschichten einzelner (aber nicht aller) Protagonisten aus "FFVII", wie es ihnen nach dem Sieg über Sephiroth ergangen ist. Aber auch ein neuer Charakter wird hier eingeführt, nämlich der kleine Junge Denzel. Die einzelnen Geschichten über Denzel, Tifa, Barret, Nanaki, Yuffie und Rufus bzw. dem Shinra-Konzern erlauben tiefe Einblicke in die Seelen jener Protagonisten. Man erfährt, welche Sorgen und Ängste sie plagen, aber auch, welche Hoffnungen sie in sich tragen. Dabei werden immer wieder Querverweise zwischen den einzelnen Geschichten hergestellt, da diese mal mehr mal weniger eng miteinander verwoben sind. Auch wer den Film schon gesehen hat, wird beim Lesen von "Der Blick nach vorn" einige Aha-Momente erleben. Neben den genannten Personen wurden aber auch Sephiroth und Aerith nicht vergessen. Diese haben ihre Auftritte zwischen den Hauptstories des Buches.
Was mich besonders am Buch begeistert hat, sind zwei Dinge:
Zum Einen der Schreibstil von Nojima Kazushige. Beim Lesen konnte ich mir die einzelnen Szenarien gut bildlich vorstellen, trotzdem verliert sich der Autor nicht in überdetaillierten Beschreibungen einzelner Szenen. Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen, aber genau das hat mir eben wirklich gefallen. Er hat einfach Raum für die eigene Vorstellungskraft gelassen.
Zum Anderen gefiel mir, dass das Buch die Krankheit "Geostigma" stark thematisiert hat, welche auch eine große Rolle im Film gespielt hat. Der Leser erfährt hier viel über Entstehung und Wirkung dieser Krankheit. Insbesondere Nanakis, Rufus' und Sephiroths Geschichten geben hier viel Aufschluss darüber.
Was mir dagegen überhaupt nicht gefallen hat, ist der Umstand, dass praktisch jede Geschichte völlig abrupt beendet wird. Schon klar, das Buch ist nur ein Bindeglied zwischen Videspiel und Film. Trotzdem wären ein, zwei Schlusssätze zu jeder Story schön gewesen. Ich hatte bei jeder Geschichte den Eindruck, da müsste noch ein Satz kommen, aber stattdessen ging es plötzlich mit einem anderen Protagonisten und seinen Erlebnissen weiter.

Interessant ist noch, dass Nojima Kazushige beileibe kein unbeschriebenes Blatt ist. Im Gegenteil: Kazushige ist Hauptszenario-Autor mehrerer Final-Fantasy-Spiele (u.a. eben auch Teil VII) sowie Drehbuch-Autor von "FFVII: Advent Children". Er kennt sich somit bestens mit den Charakteren aus und das merkt man beim Lesen auch absolut.
Das Buch an sich kommt übrigens im schicken Hardcover-Einband daher, welches einen hochwertig verarbeiteten Eindruck macht. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, denn beim Begriff "Panini" denke ich vor allem an billige Stickerhefte über Fussballstars und Tierfotos. Um so schöner, dass ich in dem Punkt eines Besseren belehrt wurde.

Insgesamt vergebe ich vier von fünf Sternen. Den Abzug gibt es, weil die Geschichten zu abrupt enden, vor allem aber auch, weil nicht alle Protagonisten in gleichem Maße berücksichtigt wurden.


Stephen King's - Der Nebel - Limited Collector's Edition [Blu-ray] [Limited Edition]
Stephen King's - Der Nebel - Limited Collector's Edition [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Thomas Jane
Preis: EUR 10,97

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Director's Cut leider nur in DVD-Qualität, 14. Juli 2011
Bevor ich mich dem eigentlichen Film zuwende, möchte ich erst einmal wie im Titel ersichtlich darauf hinweisen, dass die von Frank Darabont bevorzugte Schwarz/Weiß-Fassung des Films leider nicht in HD-Qualität angeschaut werden kann. Als die Blu-Ray angelaufen war, hätte ich diese Fassung sogar fast nicht entdeckt, denn sie befindet sich unter dem Menüpunkt "Extras" - was ich bei einem Director's Cut noch nie erlebt habe!

Nun aber zum Film selbst:
"Der Nebel" ist wohl sicherlich kein klassischer Horror- und schon gar kein Monsterfilm, wenngleich beide Elemente im Film durchaus Verwendung finden. Wer aber Schockeffekte am laufenden Band sowie ozeanweise Blut erwartet, sei hiermit gewarnt: "Der Nebel" setzt andere Prioritäten.
Die Handlung zum Film ist recht zügig erzählt. Vater und Sohn fahren in die Stadt, um Einkäufe in einem Supermarkt zu erledigen. Während des Einkaufsbummels zieht dichter Nebel auf und schon bald wird klar, dass dies kein normaler Nebel ist. Etwas lauert darin. Somit sind Vater und Sohn sowie alle anderen Kunden des Supermarktes im Gebäude gefangen und genau hier setzt das Hauptaugenmerk des Filmes ein: Die zufällig zusammengewürfelte Gruppe und die dabei entstehende Gruppendynamik.
Machen wir uns nichts vor - "Der Nebel" bietet dem Zuschauer hierbei im Grunde ausschließlich Stereotypen wie eine Religionsfanatikerin, eine resolute alte Dame mit dem Herzen am richtigen Fleck oder einen schwarzen Anwalt, der hinter jeder Ecke Rassismus vermutet. Dankenswerterweise machen aber alle Schauspieler ihre Sache wirklich verdammt gut, sodass die geballte Ladung an Stereotypen nicht so negativ auffällt. Im Gegenteil, ich habe mich während des gesamten Films sehr gut unterhalten gefühlt. Insbesondere Marcia Gay Harden hat ihre Rolle als Religionsfanatikerin außerordentlich gut gespielt. In jeder kleinsten Bewegung, in jedem Gesichtsausdruck hat sie ihre vermeintliche intellektuelle Überlegenheit zur Schau gestellt. Hardens Rolle stellt im Übrigen einen der wichtigsten Knotenpunkte im Beziehungsgeflecht der Supermarktkunden dar. Schließlich sieht sie die Apokalypse nahen und versucht, die anderen Kunden zu überzeugen, damit jene endlich Buße tun und sie "der Bestie" im Nebel ein Blutopfer nach dem anderen servieren kann.
Was mich nebem dem Zusammenspiel der Charaktere besonders am Film begeistert hat, ist die unheimlich dichte, bedrückende Atmosphäre. Die Kameraeinstellungen sind oft statisch und wenn sich die Kamera dennoch bewegt, tut sie dies nur langsam, damit der Zuschauer jedes Detail einer Einstellung aufnehmen kann. Und trotzdem sind mir nach mehrmaligem Anschauen des Filmes immer noch weitere Details aufgefallen, insbesondere bei den einzelnen Personen der Menschengruppe, die hauptsächlich aus Statisten besteht. Auch die Schnitte werden nicht im actionmäßigen Halbsekundentakt dargeboten sondern nehmen sich ebenfalls die notwendige Zeit, um echte Atmosphäre entstehen zu lassen.
Musik wird nur spärlich eingesetzt. Selbst die wenigen Action-Szenen kommen meist ohne dramatische Musikuntermalung aus. Aber spätestens, als gegen Ende des Filmes das phantastische "The Host of Seraphim" der Musikband "Dead Can Dance" erklang, hatte mich der Film im Zusammenspiel mit den Bildern völlig in seinen Bann gezogen. Das Filmende schließlich hat mich minutenlang wie paralysiert im Sessel sitzen und auf den Abspann glotzen lassen - unfähig, auch nur einen sinnvollen Gedanken zu fassen.
Das, liebe Leser, habe ich in der Tat noch nie bei einem Film erlebt!

Auf der Negativseite sind meines Erachtens lediglich die Trickeffekte zu verbuchen, die beim besten Willen nicht state of the art sind. Da die Kreaturen im Nebel jedoch im Grunde nur eine Nebenrolle haben, geht das absolut in Ordnung und zumindest die zu groß geratenen Heuschrecken sind absolut passabel animiert.
Was jedem Blu-Ray-Fanboy und Technik-Geek auffallen wird, ist das leicht körnige Bild. Dies fällt allerdings hauptsächlich in dunklen Bildabschnitten auf und trägt bei mir eher positiv zur Atmosphäre bei, als dass ich mich dadurch gestört gefühlt hätte.

Abschließend möchte ich dann doch nochmal meinem Unmut bezüglich des Director's Cuts Ausdruck verleihen.
Die S/W-Fassung von "Der Nebel" ist nicht umsonst die Fassung, die vom Regisseur bevorzugt ist. Durch die fehlenden Farben wirkt das Gezeigte noch viel eindringlicher, die Atmosphäre noch dichter. Dass es diese Fassung trotzdem nur in verminderter Qualität und versteckt in den Extras auf die Blu-Ray geschafft hat, finde ich wirklich traurig. Mir ist zwar klar, dass die S/W-Fassung kein echter Director's Cut ist, aber sie wird vom Regisseur immmerhin im Vorwort mit einem DC gleichgestellt.
Aber zum Glück gibt es dazu eine einfache Lösung: Fernbedienung in die Hand nehmen, Bildmenü aufrufen und schnell die Farben aus dem TV-Bild nehmen. Schon hat man den "Director's Cut" und muss trotzdem nicht auf's HD-Vergnügen verzichten :)


The 3rd Birthday - Twisted Edition
The 3rd Birthday - Twisted Edition
Wird angeboten von Digitalmediasoftware Germany Schnellversand
Preis: EUR 59,99

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 1. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bevor es losgeht... (die eigentlich Rezi beginnt beim nächsten Absatz)
Immer wieder lese ich in Kommentaren, wie unsinnig LE-Rezensionen doch seien, schließlich könne man sich im Vorwege über den Inhalt informieren. Jedoch erfährt man in Artikelbeschreibungen - die zudem verkaufsträchtig geschrieben sind - nie etwas über die tatsächliche Qualität des Produktes z.B. in Bezug auf die Verarbeitung. Genau hierfür schreibe ich meine Rezensionen.
Ich möchte mit dieser kurzen Einführung niemanden persönlich angreifen oder belehren. Ich möchte lediglich etwaige Kommentare verhindern, die sich mal wieder um genau diese Thematik drehen, denn solche Diskussionen habe ich nicht nur einmal geführt. LE-Rezensionen sind in meinen Augen absolut notwendig und sinnvoll. Ob eine solche Rezi für den einzelnen Kunden nun tatsächlich hilfreich ist, bleibt jedem natürlich selbst überlassen.

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Die Twisted Edition von "The 3rd Birthday" hat außer dem Spiel folgenden Inhalt:
- Ein 48-seitiges Artbook
- Zwei Lithographie-Kunstdrucke
- 50%-Rabatt für den Kauf von "Final Fantasy II" im PS-Store (ACHTUNG: nur gültig bis zum 01.07.2011 / 3 Monate seit Release)
- Ein herunterladbares Kostüm für Lightning in "Dissidia 012[duodecim] Final Fantasy"

Die Twisted Edition kommt in einer simplen Pappschachtel daher, die bei unvorsichtigem Gebrauch sehr leicht geknickt werden kann.
Das Artbook ist da schon deutlich hochwertiger. Es handelt sich hierbei um einen Hardcover-Einband. Das Buch bietet zahlreiche CG-Bilder (hauptsächlich Charaktere), einige Artworks (hauptsächlich Szenerien) sowie auf den letzten Seiten ein paar Konzeptzeichnungen (allerdings nur von den Kreaturen, nicht von Aya Brea oder anderen Charakteren).
Die "Kunstdrucke" sind mal wieder simple, wenn auch hübsche Pappkarten mit CG-Bildern.
Der 50%-Rabatt für "FFII" ist eine nette Dreingabe, allerdings ist der sehr eng bemessene Zeitraum der Gültigkeit (wie auch schon bei "Dissidia 012") eine Unverschämtheit. Wer also ein paar Wochen wartet, bis er sich die Twisted Edition kauft, kann diesen Rabatt nicht mehr verwenden. Das ist definitiv nicht sehr kundenfreundlich!
Das Kostüm für Lightning ist freilich nur für jene Käufer interessant, die sich auch "Dissidia 012" gekauft haben bzw. kaufen wollen.

Fazit:
Summa summarum haben wir hier von vier Zusatzinhalten dieser LE gleich zwei, die nur eingeschränkt nutzbar sind. Das Artbook wiederum ist wirklich cool (für den, der sich für sowas interessiert) während man auf die Kunstdrucke gut verzichten könnte.
Somit würde ich dieser LE drei Sterne geben und nur denen empfehlen, die prinzipiell gerne LEs bei sich stehen haben ungeachtet des Inhaltes.
Aber: Scheinbar gibt es für Deutschland bzw. Europa derzeit ausschließlich die Twisted Edition zu kaufen. Jedenfalls ist weder in Deutschland noch im UK eine normale Version bei Händlern gelistet. Wer also auf den ganzen Schnickschnack verzichten kann und eigentlich nur das Spiel will ist dennoch dazu gezwungen, die teurere LE zu kaufen. Oder eben vom Kauf abzusehen.
Hier wird der Kunde ganz klar bevormundet! Daher leider nur zwei Sterne, wobei der zweite Stern lediglich dem Artbook zu verdanken ist.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2011 3:37 PM MEST


Dissidia 012 Duodecim
Dissidia 012 Duodecim
Wird angeboten von samurai_media_JPN4DE
Preis: EUR 41,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 29. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Dissidia 012 Duodecim (Audio CD)
Und wieder einmal eine Rezension für eine Limited Edition von mir.
Legen wir doch gleich mal los.

Die Box kommt in stabiler, mehrfach gestärkter Pappe daher und sieht trotz des "billigen" Materials hochwertig aus. Die erste Besonderheit besteht beim Öffnen der Box. Man kann sie nämlich nicht aufklappen, sondern man nimmt einfach den Deckel ab - aber nicht etwa, wenn die Box liegt (so, wie man es erwarten würde), sondern wenn die Box steht wie auf der Amazon-Abbildung. Die Trennung erfolgt dabei zwischen dem Covermotiv und dem Dissidia-Schriftzug. Der Deckel nimmt also ungewöhnliche 3/4 der Gesamtmaße ein.
Vorder- und Rückseite der Box sind im gleichen Stil gehalten, lediglich die Motive unterscheiden sich. Auf der einen Seite sind sämtliche Cosmos-, auf der anderen Seite alle Chaos-Krieger abgebildet. Der Dissidia-Schriftzug ist auf der einen Seite mit Gold-, auf der anderen Seite mit Silberprägung aufgedruckt.
Ist die Box geöffnet, kommen zwei Hüllen zum Vorschein. Die größere Hülle beinhaltet die drei Soundtrack-CDs, welche mit 0, 1 und 2 beziffert sind. Man muss nicht lange nachdenken, warum. "0" und "1" beinhalten dabei den eigentlichen Soundtrack des Spieles, "2" stellt die Bonus-CD dar mit ein paar exklusiven Titeln. Außerdem findet man ein kleines Booklet. Dieses enthält die üblichen Informationen zu Arrangement, Komponisten und anderen Beteiligten. Desweiteren gibt es die Texte zu den Titeln "Cantata Mortis" und "God in Fire" und zwar in der jeweils gesprochenen Sprache (Latein und Englisch) sowie in der japanischen Übersetzung. Es sind auch einige Charakter-Artworks zu bestaunen. Diese sind übrigens mit den Kunstdrucken der Legacy-Edition von "Dissidia 012" (EU) identisch.
Die zweite Hülle enthält die Bonus-DVD (Spieldauer ca. 20 Minuten) mit einigen Trailern sowie einem speziellen Musik-Clip, der sich mit dem passenden Fernseher sogar in stereoskopischem 3D angeschaut werden kann. Dies trifft aber nicht auf die Trailer zu.

Ein kleiner Ausblick in die musikalische Präsentation...
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Da ich inzwischen auch das Spiel besitze und einige Stunden damit verbracht habe, kann ich auch schon einen ersten Eindruck zur Musik darbieten, denn die Soundtrack-CDs habe ich mir noch nicht angehört.
Meinem bisherigen Eindruck nach sind die Titel, die aus den Original-FFs entlehnt sind, mit viel Liebe und Respekt neu arrangiert worden. Einige Titel orientieren sich näher am Original (z.B. "Zanarkand", welches neben dem Piano lediglich ein paar Streicher zusätzlich spendiert bekommen hat), andere sind ungewöhnlicher arrangiert (z.B. "Suteki da ne", welches ohne Gesang und mit unerwarteter Instrumentierung daherkommt).
Es muss also niemand befürchten, gar fürchterliche Musikstücke serviert zu bekommen :)

Fazit:
Ich bin schon immer wieder überrascht, mit welchem Aufwand und mit wie viel Liebe Square Enix japanische LEs herstellt und mit welchem Schmu wir Europäer "beglückt" werden. Aber sei's drum. Eingefleischte FF-Fans können mit dieser Box definitiv nichts falsch machen.


Dissidia 012 [duodecim] Final Fantasy - Legacy Edition
Dissidia 012 [duodecim] Final Fantasy - Legacy Edition

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 25. März 2011
Gerade hat der DHL-Bote meines Vertrauens die Legacy Edition von "Dissidia 012 Final Fantasy" bei mir abgeliefert und da will ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mal wieder meinen Senf zur Ausstattung abzugeben. Das Spiel selber wird hier nicht besprochen. Wer sich also nur für das Spiel interessiert, braucht gar nicht erst weiterlesen.

Die Legacy Edition kommt mit folgendem Inhalt daher:
- Kostüme zum Herunterladen für Squall und Tifa
- 50% Rabatt auf den Kauf von "Final Fantasy" im PS-Store (ACHTUNG: Gültig nur bis zum 25.06.2011!)
- 6 Lithographie-Kunstdrucke zu verschiedenen Charakteren
- Das Spiel selbst ... welch eine Überraschung ;)

Wie aus dieser Aufzählung ersichtlich ist, beschränkt sich der Hauptteil des zusätzlichen Inhalts auf DLCs. Das ist sehr schade - vor allem, weil es wohl nicht viele geben wird, die sich die Legacy Edition gönnen und gleichzeitig auch noch die Absicht haben, sich das Ur-"Final Fantasy" aus dem Store zu kaufen. So kann man natürlich auch die Verkäufe eigener Produkte anheben, Square Enix.
Ebenso nice to have aber entbehrlich sind die Kostüme für Squall und Tifa. Naja, immerhin stammen die Charakere aus den beiden FFs, die bei mir den höchsten Kultstatus haben.
Einzig die so blumig als "Lithographie-Kunstdrucke" betitelten Kärtchen haben mich leicht überrascht, denn sie sind deutlich besser als ähnliche Karten aus anderen Square-Enix-LEs. Die Vorderseite ist nämlich jeweils mit einer echten Artwork-Zeichnung versehen statt mit blöden CG-Bildchen und auf der Rückseite steht der jeweilige Charaktername sowie das FF-Spiel, aus dem er stammt.
Es sind folgende Charaktere:
- Kain Highwind (FFIV)
- Laguna Loire (FFVIII)
- Lightning (FFXIII)
- Tifa Lockheart (FFVII)
- Vaan (FFXII)
- Yuna (FFX)
Letztendlich bestehen die Kunstdrucke aber trotzdem nur aus einfacher Pappe. Ist ja auch anders eigentlich nicht zu erwarten.
Kommen wir nun zur Box selber. Genau genommen haben wir es hier nicht mit einer Box zu tun, sondern nur mit einem Pappschuber, aus dem die Spielhülle herausgezogen werden kann. Das wird aus dem Foto oben hier auf amazon leider nicht auf den ersten Blick deutlich, lediglich bei genauerem Hinschauen. Immerhin lässt sich aber die Vorderseite aufklappen, auf diese Weise kommt man auch an die Kunstdrucke heran.
Ärgerlich ist es mal wieder, dass das USK-Siegel aufgedruckt und nicht geklebt wurde. Da kann ich Square Enix aber wohl kaum einen Vorwurf machen, so sind wohl leider die gesetzlichen Bestimmungen hierzulande.

Fazit:
Wie so oft bei den LEs von Square Enix hätte man deutlich mehr erwarten können. Gerade im direkten Vergleich zur LE vom ersten Dissidia-Spiel. Diese kam damals tatsächlich als Box und zwar mit wirklich stabiler Pappe. Das fand ich schon etwas besser.
Andererseits: Laut dem Stand vom 25.03.2011 kostet die Legacy Edition lediglich 5,-€ mehr als die normale Version und unter dem Aspekt kann ich diese LE tatsächlich den Leuten empfehlen, die sich selbst als LE-Sammler bezeichnen würden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2011 9:39 AM CET


Two Worlds II - [PlayStation 3]
Two Worlds II - [PlayStation 3]
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 11,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein unbefriedigendes Erlebnis, 21. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Two Worlds II - [PlayStation 3] (Videospiel)
Bevor ich mit der eigentlichen Rezension anfange, möchte ich noch erwähnt haben, dass ich zwar sehr gerne RPGs in meine Konsole lege, diese jedoch bisher nur aus Japan kommen und somit völlig anders konzipiert sind. Mit westlichen Rollenspielen kenne ich mich daher nicht wirklich aus und bewerte "Two Worlds II" als Genre-Neuling.

Graphik / Spielwelt:
Schon hier gibt es deutlich mehr Negatives als Positives zu berichten. Zum Einen wären da die Charaktermodelle. Diese sind insgesamt recht detailarm, die Gesichter sind ziemlich steif und auch die Animationen sehen eher lächerlich aus. Besonders die Gesten, die das Gesagte verdeutlichen sollen, wirken völlig deplatziert. Nicht nur, dass die Anzahl der Gesten massiv beschränkt ist, nein, sie werden auch noch leicht zeitversetzt animiert und passen meist nicht so richtig zu dem, was der Charakter gesagt hat.
Die Dungeons in "Two Worlds II" wirken arg generisch. Es gibt nur zwei optische Stile (Katakomben und Höhlen mit reichlich Pilzen) und diese unterscheiden sich untereinander auch nie wirklich. Man hat ständig das Gefühl, den gleichen Dungeon schon 20x vorher gesehen zu haben.
Die technische Umsetzung des Spieles mutet ebenfalls amateurhaft an. Das Spiel kommt mit dem Laden der Spielwelt nicht klar. Wenn man eines der Portale verwendet, um große Wegstrecken zu vermeiden, hakt das Spiel grundsätzlich. Dies geht sogar soweit, dass das Spiel manchmal für locker eine halbe Minute einfriert und man als Spieler schon fürchtet, das Spiel hätte sich komplett aufgehängt. Außerdem ist fortwährend ein leichtes Ruckeln bemerkbar und es kommt nicht selten vor, dass NPCs oder andere Objekte plötzlich aufploppen. Seit meinem letzten Einlegen der Disc ist schon eine Weile vergangen, aber ich meine mich auch zu erinnern, dass es Zeilenverschiebungen gibt.
Die wenigen "echten" Zwischensequenzen (also nicht die zahlreichen langweilig dargestellten Dialoge) sind dramaturgisch eine mittlere Katastrophe und sind nicht besonders gut geschnitten. Die bereits erwähnten schlechten Animationen der Figuren tun ihr Übriges dazu.
Auf der positiven Seite gibt es die Spielwelt im Allgemeinen. Es gibt insgesamt vier Gebiete, zwei davon sehr groß, zwei etwas kleiner. Alle sind sehr eigenständig gestaltet. Es gibt eine Steppe, ein Gebiet mit reichhaltiger Flora, ein ich sag mal dämonisches / verseuchtes Gebiet, sowie einen Sumpf. Auch der Tageszeitenwechsel funktioniert ganz gut und setzt das Spiel im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht, sorgt für eine gute Atmosphäre.

Musik / Sound:
Die Musik in "Two Worlds II" ist an und für sich sehr schön anzuhören. Leider wiederholen sich die meisten Stücke viel zu oft, sodass der Soundtrack leider ziemlich langweilig wirkt.
Die deutsche Sprachausgabe bzw. teilweise auch die Dialoge sind ein Witz. Wenn z.B. der Held am Anfang des Spieles vom im Allgemeinen verhassten Volk der Orks befreit wird und trotzdem schon nach wenigen Spielminuten beginnt, mit der orkschen Retterin zu flirten und eindeutig zweideutige Andeutungen vom Stapel zu lassen, möchte man das Spiel am Liebsten gleich wieder rausnehmen und zum Händler zurückbringen. Das ist einfach peinlich und trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Spielwelt bei. Zumindest ein Synchronsprecher mit sehr markanter Stimme wurde sogar für zwei verschiedene Charaktere verwendet. Ist auch peinlich.
Zur Soundabmischung kann ich mich nicht großartig äußern, da ich nur Stereo habe.

Story:
Wie schon erwähnt, spiele ich sonst nur J-RPGs. Mir ist durchaus bewusst, dass westliche Rollenspiele andere Schwerpunkte setzen. Dass die Story von "Two Worlds II" aber so schlecht ist, habe ich dennoch nicht erwartet. Sie beginnt ja durchaus vielversprechend. Der Held wird von einer Gruppe Orks aus dem Gefängnis des Bösewichtes Gandohar befreit. Leider ist auch die Schwester des Helden in Gandohars Gefangenschaft und die gilt es von nun an zu befreien. Nebenbei wird wie üblich auch die Welt gerettet. Das ist zwar soweit nichts Ungewöhnliches, aber ausbaufähig wäre die Story allemal gewesen. Zumal ja die Orks nicht gerade zu den Lieblingen der Menschen gehören. Leider verliert die Geschichte beinahe augenblicklich an Fahrt und Spannung, sie wird über weite Teile des Spielverlaufes kaum vorangetrieben und sie erschien mir teilweise auch nicht wirklich schlüssig. Die Wendung, die die Geschichte ganz am Ende macht ist zu allem Überfluss auch noch extrem an den Haaren herbeigezogen.

Gameplay:
Ich habe das Spiel als Krieger gezockt. Interessanter hätte ich eine Laufbahn als Magier gefunden wegen des vielversprechenden Magiesystems, allerdings habe ich in verschiedenen Quellen gelesen, dass die Tastenbelegung unpraktisch ist und habe es daher gelassen.
Die Kämpfe werden in Echtzeit bestritten und leider ist es als Krieger ein Leichtes, nahezu sämtliche Angriffsanimationen der Gegner durch einen rechtzeitig geführten Schlag zu unterbrechen. Viele Kämpfe lassen sich dadurch mit simplem Button-Gehämmer bestreiten und man wird noch nichtmal selbst getroffen.
Die Inventarliste habe ich als äußerst unkomfortabel empfunden, da es weder die Möglichkeit gibt, die Liste sinnvoll zu sortieren, noch kann man die riesigen Objekt-Icons durch eine übersichtlichere Textliste ersetzen, wofür ich oftmals sehr dankbar gewesen wäre. Dazu kommt noch bei den meisten Objekten ein permanent blinkendes Symbol, welches den Spieler darauf aufmerksam machen soll, welche Objekte noch mit Rohstoffen wie Metall gestärkt werden können. Da das in der Regel auf zahlreiche Objekte in der Liste zutrifft und man sich auf einige wenige Waffen, Rüstungen usw. beschränkt, nervt dieses ständige Aufblinken tierisch.
Der finale Bosskampf ist eine absolute Frechheit. Warum zum Teufel bringe ich soviel Energie auf, meinen Char als Krieger stark zu machen, wenn ich am Ende feststellen muss, dass ich offenbar lieber meine Fertigkeiten im Umgang mit Pfeil und Bogen hätte stärken sollen? Wozu habe ich denn überhaupt dann die Freiheiten, meinen Char so zu leveln, wie mir es gefällt?
Die Freiheiten bei der Charakterentwicklung sind dabei eigentlich sehr positiv zu bewerten! Es gibt mehrere Fertigkeitengruppen (z.B. Handwerk oder Assassine), die nochmals in fünf bis zehn einzelne Fertigkeiten aufgeteilt sind. Wie man seine Fertigkeitenpunkte nun verteilt, bleibt dem Spieler vollkommen selbst überlassen. Individualität wird hier wirklich groß geschrieben.
Ebenfalls positiv sind die zahlreichen Quests, die man bestreiten kann - diese sind nämlich nicht x-beliebig, sondern sie bringen dem Spieler die Welt von Antaloor deutlich näher und man fühlt sich gut unterhalten. Ich möchte behaupten, dass die Quests die größte Stärke von "Two Worlds II" darstellen.

Fazit:
Schade. Ich bin ein großer Fan von Mittelalter-Fantasy-Settings und Antaloor sieht wirklich schön aus, auch wenn ich dafür zahlreiche Mängel in der technischen Präsentation hinnehmen muss.
Wo ich aber in Sachen Graphik sagen kann, dass ich gut damit leben kann, kein "High-End-Produkt" geliefert zu bekommen, sieht es bei der Story schon ganz anders aus. Hunderte Quests zu absolvieren und den Char zu stärken ist schön und gut und macht auch wirklich Laune. Wenn es dazu aber nur einen lächerlichen Haupthandlungsstrang mit idiotischem Ende gibt, reicht das einfach nicht aus.
Dazu kommen noch die vielen Kleinigkeiten wie das doofe Inventarsystem oder die simpel zu bestreitenden Kämpfe (als Krieger).
Alles in allem kann ich daher "Two Worlds II" leider nur zwei von fünf Sternen geben.
Potential war vorhanden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2011 6:35 AM MEST


Männer, die auf Ziegen starren [Blu-ray]
Männer, die auf Ziegen starren [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 9,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hey, ein Wendecover! Und weiter? ... ... *schulterzucken*, 28. Januar 2011
Also Leute, als ich den Trailer zum Film damals im Kino gesehen habe, dachte ich mir, der Film wird lustig. Eigentlich wollte ich ihn mir dann auch im Kino anschauen, dazu kam es aber nicht, weil sich der Titel aus meinen Gehirnwindungen wieder herausgeschlängelt hatte. Vor ein paar Tagen bin ich dann im Geschäft über "Männer, die auf Ziegen starren" gestolpert und ich erinnerte mich. So kam es also, dass ich den Film inzwischen auch gesehen habe und aufgrund dessen diese Rezension schreibe.

Der Klappentext klingt ja schon sehr vielversprechend. Da geht es also um ein geheimes Hippie-Bataillon der US-Armee, welches mit PSI-Kräften höchst geheime Aufträge erledigen soll. Auch beim Anblick des Cover-Designs kommt man auf den Gedanken, hier könnte man es mit einer reichlich durchgeknallten Komödie zu tun haben. Dabei begeht der Film jedoch eine ganze Reihe an Fehlern.
Fehler Nr.1: Die übernatürlichen Kräfte, die die Mitglieder des Bataillons haben, funktionieren im Film tatsächlich. Wolken zersprengen? Check. Ziege durch Anstarren tot umfallen lassen? Check. Durch Wände rennen? Nahezu lächerlich easy! Aber sorry ... worüber soll ich dann lachen? Nicht falsch verstehen, der Film hat auch seine humorvollen Seiten. Zum Beispiel, wenn Lyn (George Clooney) seinen "bösen Blick" aufsetzt, um eben die Wolken zu zersprengen. Oder die Weiterführung derselben Szene, in der Lyn den einzigen Felsbrocken weit und breit in der Wüste mit dem Auto umnieten will. Aber mehr als ein kleines Schmunzeln kommt dabei leider nicht heraus. Wäre doch viel cooler gewesen, wenn der Versuch erfolglos geblieben wäre und sich Auto und Felsbrocken dennoch geküsst hätten.
Fehler Nr.2: Die Erzählstruktur. Der Film wird komplett als Erinnerung des Reporters Bob Wilton (Jeff Bridges) erzählt, also als Rückblick. Heißt also, es kommen ständig irgendwelche Erklärungen und Kommentare aus dem Off. So etwas funktioniert vielleicht in Thrillern, Dramen oder was weiß ich was, aber ganz gewiss nicht in Komödien, denn so nimmt der Film einfach nicht an Fahrt auf. Er plätschert einfach wie ein unschuldiges Bächlein durch eine Blumenwiese dahin. Meine Meinung.
Fehler Nr.3: Stellenweise ist mir der Film zu ernst. Prinzipiell nicht schlimm in einer Komödie, aber weder Trailer noch der Klappentext der Blu-Ray ließen auch nur andeutungsweise darauf schließen. Denn bei einer erwarteten durchgeknallten Komödie haben ernste Szenen nix verloren.

Das waren jetzt drei Fehler, die mir den Film gründlich versaut haben. Möglicherweise bin ich mit gänzlich falschen Erwartungen an den Film herangegangen, bestimmt ist das sogar so.
Tröstet mich aber nicht.

Das Bild der Blu-Ray wird zumindest den Otto-Normalverbraucher (der ich bin) vollkommen zufriedenstellen und auch der Sound hat mir (2.1-System) gut gefallen.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Eigentlich nichts, außer so etwas wie "Außer Spesen ... äh Wendecover fast nix gewesen".
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2011 7:43 PM CET


The Book of Eli [Blu-ray]
The Book of Eli [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viele Vorurteile..., 7. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Book of Eli [Blu-ray] (Blu-ray)
Reden wir heute mal nicht lange um den heißen Brei herum, sondern kommen gleich zu einem DER Kritikpunkte überhaupt, warum der Film "The Book of Eli" massenhaft Ein-Stern-Bewertungen bekommen hat (und noch bekommen wird):
JA, der Film ist eindeutig Pro-Gottesglaube.
NEIN, der Film verkommt dennoch nicht zu einer kreationistisch-primitiven Hau-Drauf-Propaganda mit ordentlich Populismus.

Kurz zur Story.
In einer postapokalyptischen Welt des Jahres 2044 wandert Eli einsam durch die trostlosen Einöden, die überwiegend durch Anarchie und Chaos geprägt sind. Im Gepäck von Eli lassen sich allerlei Dinge zum Überleben und auch zum Verkaufen bzw. Tauschen gegen Wasser finden. Aber nicht nur das. Eli ist überdies auch im Besitz eines besonderen, ledergebundenen und mit einem Schloss versiegelten Buches. Dieses Buch hat für den Protagonisten eine enorme Bedeutung, er liest täglich darin und schöpft daraus offenbar seine Kraft zum Überleben. Relativ bald wird der Gegenspieler von Eli in die Geschichte eingeführt, der auf der Suche eines ganz besonderen Buches ist. Selbstverständlich ist es Elis Buch, davon weiß dieser aber natürlich zunächst nichts. So kommt es zu einer Jagd auf das Buch mit einigen Shoot-Outs und auch ein paar dialoglastigeren Begegnungen zwischen den Kontrahenten.

Um welches Buch handelt es sich?
Darüber lässt sich der Film eine Weile aus, doch relativ schnell werden genügend eindeutige Hinweise gegeben (u.a. das Kruzifix auf der Buchfront sowie diverse Rezitierungen bekannter Textstellen) und am Schluss des Films wird das Buch letztlich auch beim Namen genannt: Es ist die Bibel, genauer gesagt eine King-James-Bibel. Angeblich das letzte verbliebene Exemplar auf der Welt, denn nach dem nicht näher definierten Krieg wurden alle anderen Bibel-Exemplare vernichtet. Offenbar handelte es sich bei jenem Krieg um einen Glaubenskrieg. Wie Eli nun zu diesem Buch gekommen ist, sei hier nicht näher erläutert, allerdings ist die Auflösung der Frage eine der kritischsten Stellen des Films, an dem sich viele Kritiker aufhängen.

Obwohl der Film die Bibel und ihre Bedeutung für die Menschheit als solche eindeutig befürwortet, so geht "The Book of Eli" doch überraschend kritisch mit dem Christentum um bzw. mit dem, was daraus geworden ist. Eli befindet sich keineswegs auf einer Mission, in der er jedem dahergelaufenen Trottel die Macht des Buches offenbart, sondern möchte die Bibel an einen sicheren Ort im Westen bringen. Es ist sogar so, dass Eli strikt dagegen ist, dass andere Menschen während seiner Reise das Buch in die Hände bekommen und darin lesen.
Elis Gegenspieler überdies verkörpert sozusagen die Institution Kirche, wie sie im Mittelalter war und aktuell in vielen Glaubensabspaltungen wieder modern wird. Er möchte die Bibel besitzen, weil er dadurch die Menschen kontrollieren und manipulieren könnte, somit zu absoluter Macht käme. Er möchte den Menschen also nicht wirklich helfen, sondern verfolgt eigene, egoistische Ziele.

Vom Glaubensthema des Filmes abgesehen, bietet der Film mehrere Logiklöcher, teilweise kann man sogar von echten Logikkratern sprechen. Der schwerwiegenste Krater ist dabei ganz klar die im Film dargestellte Gesellschaft. Obwohl "The Book of Eli" noch nicht einmal eine Generation weiter in der Zukunft spielt, scheint die Welt nur noch von neandertalerischen Idioten bevölkert zu sein, ohne jedes kulturelles Wissen. Kaum jemand kann lesen und schreiben, die Bibel und der dazugehörige Glaube scheint völlig vergessen zu sein, ebenso wie jede andere Glaubensrichtung. Kein Mensch (außer natürlich der Bösewicht) erkennt auch nur eine einzige Textstelle, die aus der Bibel rezitiert wird. Ein solcher Rückgang des intellektuellen Fortschrittes ist in der kurzen Zeit von etwas mehr als 30 Jahren völlig unglaubwürdig. Da frage ich mich, warum der Regisseur bzw. Autor des Films nicht einfach ein paar hundert Jahre weiter in die Zukunft gegangen ist, um diesen Umstand plausibler zu gestalten.
Hinzu kommen noch fragwürdige Behauptungen, die mir sauer aufgestoßen sind. Beispiel: Einer alten Dame zitterten die Hände. Elis Erklärung hierfür war, dass diese Frau zuviel Menschenfleisch gegessen hat. Hä? Der logische Zusammenhang will sich mir hier nicht wirklich erschließen. Immerhin dürfte Menschenfleisch nicht wirklich schadhafter sein als das Fleisch von anderen Tieren. Es ist bloß (natürlich zu Recht) ein Tabu, Kannibalismus zu betreiben.
Positiv hervorzuheben ist noch die Gestaltung der Endzeit, die wirklich hübsch anzusehen ist. Allerdings fehlt hier die Innovation, denn eine solche Endzeit hat man schon viele viele Male in anderen, mad-max-inspirierten Filmen gesehen. Sehr gefallen haben mir auch die Schusswechsel, die selbst mit meinem 2.1-System sehr kernig und authentisch klangen.

Mein Fazit:
"The Book of Eli" ist ein durchaus sehenswerter Film, der sich einerseits kritisch mit dem Christentum auseinandersetzt, andererseits aber auch für meinen Geschmack zu sehr aussagen will, dass es sowas wie einen Gott wirklich gibt. Dies wird an Stellen deutlich, in denen Eli von einer Stimme erzählt, oder wenn er beschossen wird und scheinbar nicht getroffen werden kann.
Ein Must-Have ist der Film trotzdem nicht, dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten.


Castlevania: Lords of Shadow - Collector's Edition
Castlevania: Lords of Shadow - Collector's Edition
Wird angeboten von Wülfrather Game Box
Preis: EUR 99,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension für die LE-Box, 4. November 2010
Wie mein Vorredner, so beziehe auch ich mich bei dieser Rezension ausschließlich auf die Box, nicht auf das Spiel. Der Inhalt der Box ist (von der Quantität her) eher mager, sie besteht aus
- einer Soundtrack-CD
- und einer Eisenmaske

Die Box an sich besteht aus stabiler Pappe und ist hervorragend (!) gestaltet. Die Optik ist dem Spiel entsprechend pergamentartig und wirkt dadurch alt und geheimnisvoll. Jede größere Fläche, die die Box bietet, ist mit einer wunderschönen Konzeptzeichnung verziert. Sehr schön finde ich auch, dass man auf der Box keinerlei Logos wie "PS3" oder gar der USK-Einstufung findet - so wird der Gesamteindruck nicht zersört.
Wird die Box geöffnet, finden sich darin ein Pappkarton, in der sich luftpolstergeschützt die Eisenmaske samt Ständer befindet, sowie Spiel und Soundtrack gemeinsam in einem DigiPak (so, wie man es auch von vielen Film-DVDs kennt).
Die Maske hat eine sehr gute Verarbeitung. Sie ist nicht perfekt im dem Sinne, als dass sich keine glatten Flächen oder eine perfekte Lackierung oder ähnliches auf der Maske befinden. Dies finde ich aber ganz und gar nicht schlecht, denn so bekommt man den Eindruck, als wäre die Maske tatsächlich per Hand geschmiedet worden. Und nichts desto trotz bietet die Maske eine Fülle an Details.
Das DigiPak für die beiden Discs orientiert sich stilistisch an die Box, was ich ebenfalls sehr positiv finde. Allerdings findet man zumindest auf dem DigiPak einige Logos, nämlich von "Konami" und "Mercurysteam" (Hersteller und Entwickler) - aber auch hier fehlt (YEAH!!!) die USK-Einstufung!
Den Soundtrack habe ich mir noch nicht angehört, zuerst möchte ich das Spiel spielen ... ist'n Grundsatz von mir.

Bis zu diesem Punkt würde ich der Box uneingeschränkt fünf Sterne geben - warum dann nur vier? Weil leider ein Artbook fehlt. Ein solches Büchlein wird durch die geniale Gestaltung der Box zwar beinahe schon hinfällig, aber ich habe gerne auch einige Infos zum Lesen (so wie beim Artbook zu "Mafia II"). Hätte es das noch gegeben, dann ... ach, scheiß was drauf. Das Teil bekommt seine verdienten fünf Sterne und damit fertig!

Fazit:
Diese Box ist für jeden Sammler wirklich zu empfehlen. Alleine die Maske ist den Aufpreis locker wert, da sie wirklich hochwertig verarbeitet ist und zudem alles andere als ein 08/15-Beiwerk á la "Spielfigur aus Plastik" ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2010 6:45 PM CET


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