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m1ndbreak3r

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Uno!
Uno!
Preis: EUR 6,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und sie können es immer noch - Der Auftakt, 23. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Uno! (Audio CD)
Nun ist es also draußen - das nächste Album der kalifornischen Musikgötter. ¡UNO! bildet den Auftakt zu einer Album-Trilogie, die im Januar 2012 mit ¡TRE! beendet sein wird. Und was lehrt es uns?
Die Herren um Frontmann Billie Joe Armstrong sind zwar mittlerweile um die 40, rocken aber immer noch so gut wie zu Dookie-Zeiten!

Freilich, an das epische "American Idiot" sowie das angesprochene "Dookie" reicht ¡UNO! nicht ganz heran. Das kann aber auch gar nicht der Anspruch sein. Nur ganz ganz wenige Bands sind in der Lage, so viele Alben der selben Qualität zu schreiben. Selbst zwei Alben sind eine absolute Seltenheit - das haben Green Day schon geschafft.

¡UNO! überzeugt dennoch auf voller Linie. Es macht einfach Spaß, dieses Album zu hören. Das Album lässt sich zwar mit keinem der früheren komplett vergleichen, ist jedoch eher dem "alten" Green Day (Dookie, Insomniac, Nimrod., Warning:) zuzordnen als dem "neuen" (American Idiot, 21st Century Breakdown). Sicherlich gibt es viele Fans, die das enttäuschend finden, da sie mit einem der letzteren Alben zu der Band gefunden haben. Zu einem solchen Fan gehören auch ich; American Idiot war bei mir der Auslöser, Green Day als beste Band aller Zeiten zu entdecken.
Dennoch lässt sich auch bei dem "Wechsel" vom "neuen" Green Day auf das "noch neuere Green Day, das aber teilweise an das 'alte' Green Day erinnert" feststellen: Die kalifornischen Rocker bleiben sich immer noch treu!

Bereits beim ersten Ton des ersten Songs hat man das Gefühl: "Das ist Green Day". Und das ist meiner Meinung nach das, was eine wirklich gute Band ausmacht. Unabhängig davon, ob einem die "neue" Musik gefällt, zeigt sich die wahre Größe einer Band genau darin. Das beste Beispiel ist das neue Ärzte-Album "Auch" - mir gefällt es zwar gut, aber nicht so gut wie die Vorgänger. Allerdings hört man bei wirklich jedem Lied die Handschrift der Protagonisten heraus. Ein schlechtes Beispiel ist das neue Blink-182-Album "Neighbourhoods". Diese Platte hätte auch als neue Angels & Airwaves - CD veröffentlicht werden können, nach Blink klingt es leider nicht mehr.

Bei ¡UNO! kommt nun noch dazu, dass die Musik wirklich an jeder Stelle zu überzeugen weiß. Bereits am Anfang wird man mit drei der besten Songs komplett geflasht - das rockige "Nuclear Family", was durch fetten Gitarren-Sound und coole Bass-Linien zu überzeugen weiß, das geniale "Stay the Night", sowie mein heimlicher Favourit "Carpe Diem", welches einerseits zum Mitrocken, aber auch zum Nachdenken veranleitet. Damit ist jedoch keinesfalls gemeint, dass die anderen Songs qualitätstechnisch abfallen würden. Mit "Fell for You" beweisen Green Day (und wohl vor allem Songwriter Billie Joe), dass sie selbst solch ausgelutschte Themen immer noch zu einem genialen und keinesfalls langweiligen Stück Musik verwandeln können. "Troublemaker" besticht durch seine Spezialität und Andersartigkeit. Mit 2:45 hat es die perfekte Länge, um das ohrwurmverursachende Riff nicht zu überstrapazieren. "Rusty James", mein zweiter Anwärter auf den besten Song des Albums, erinnert teilweise an "Scattered", welches mein Favourit auf Nimrod. ist. Der Refrain geht ebenfalls nie aus dem Kopf. Mit "Oh Love" hat das Album einen hervorragenden Abschluss. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach Veröffentlichung der Single zuerst ein wenig skeptisch ob ¡UNO! war, diese Befürchtungen wurden zum Glück keinesfalls bestätigt. Bereits nach mehrmaligem Hören wusste das Stück zu gefallen; auf dem Album fügt es sich perfekt ins Gesamtkonzept ein und entlässt den Hörer mit viel Vorfreude auf ¡DOS!.
Komplettiert wird ¡UNO! durch das rotzige "Let Yourself Go", welchem aber der letzte Touch, das letzte I-Tüpfelchen fehlt. Ein typischer Nimrod.-Song. Auch "Angel Blue" erinnert an Green Days 1997er-Werk, ein mehr als solider Song, der auf diesem tollen Album allerdings nicht besonders hervorsticht. "Loss of Control" stößt in die selbe Sparte, leichte Einflüsse von Insomniac lassen sich jedoch nicht verleugnen. "Kill the DJ" wiederrum ist etwas komplett anderes - der funkige Song animiert zum Mitsingen, und wird wohl das einzige Experiment Green Days in dieser Richtung bleiben. Zu Gefallen weiß es aber dennoch.
Mit "Sweet 16" gibt es auf der LP nur einen einzigen Track, zu dem ich noch keinen wirklichen Zugang gefunden habe. Aus irgendeinem Grund berührt es mich nur wenig. Dies ist jedoch die einzige Ausnahme.

Eines haben alle diese Songs jedoch gemeinsam - sie haben unheimlich hohem Ohrwurm-Faktor. Die Melodien sind (wie von Green Day gewohnt) unheimlich eingängig und sind ein Genialität kaum noch zu überbieten. Besonders der Refrain von "Fell for You" und "Rusty James" hat es mir angetan; selbst von Sweet 16, welches mir nicht zusagt, summe ich diesen bereits seit Freitag unablässig im Kopf. Man weiß gar nicht, für welchen Song man sich nun entscheiden soll, schwirren doch so viele tolle Melodien im Kopf herum.

Besonders gut gefallen mir auch die ausgeklügelten Gitarren-Soli, welche Billie Joes und Jason Whites Fähigkeiten unterstreichen. Einige sehr gefällige Bass-Parts von Mike sowie "coole" Drums von Tre runden das songwritingtechnische Meisterwerk gekonnt ab. Auch textlich gibt es nichts, worüber man sich beschweren könnte. Zwar weisen viele Songs nicht mehr die Tiefe der beiden Vorgänger auf, das ist ohne Konzeptalbum aber auch gar nicht möglich. Viele der Kritiker wurden die letzten Jahre wohl etwas zu sehr verwöhnt. Außerdem war es Zielsetzung der Band, eher den Fokus auf Spaß zu setzen - was bei diesen Moshpit-tauglichen Songs vollkommen gelungen ist.

Alles in allem blicke ich mit viel Freude auf die noch kommende Vollendung der Trilogie. Wenn ¡UNO! laut Billie Joe erst der Auftakt der Genialität war, wird uns noch viel erwarten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 28, 2012 11:50 PM MEST


Wake the Dogs (Limited Deluxe Version im Digipack)
Wake the Dogs (Limited Deluxe Version im Digipack)
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 12,08

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt doch etwas Besseres zu tun als "Die Ärzte" zu hören!, 27. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem "auch" von "Die Ärzte" das erste Highlight des Jahres 2012 war, folgte mit "Wake the Dogs" der "Donots" heute das zweite. Nach mehrmaligem Hören des neuesten Werkes der Jungs aus "Ibbtown Rockcity" lässt sich gutes Gewissens feststellen:

Es gibt dann doch etwas Besseres zu tun als "Die Ärzte" zu hören - nämlich "Wake the Dogs" in den CD-Player zu schmeißen!

Der tolle Vorgänger, "The Long Way Home", wurde mit dem neuen Album noch einmal getoppt. Wer nach einem Song sucht, der negativ abfällt, wird enttäuscht werden. Insgesamt lässt sich bei den "Donots" in der letzten Zeit eine kontinuierliche Steigerung festellen, und das obwohl seit "Coma Chameleon" je nur zwei Jahre zwischen den LPs liegen - und in denen haben die "Donots" nicht etwa Pause gemacht, sondern die gesamte Republik Live zum Pogen gebracht. Was uns 2014 geniales erwarten wird, wage ich gar nicht zu hoffen. Nun aber zurück zu "Wake the Dogs".

Das Album mit dem roten Cover überzeugt zu allererst durch sein schickes Design. Das knallige Rot fällt in jedem Regal sofort ins Auge und erzeugt Aufmerksamkeit. Das Booklet beinhaltet nebst den Songtexten auch Fotos der Bandmitglieder und ist passend zum Album-Style gehalten.

Bereits beim Auspacken hat man also ein gutes Gefühl - eigentlich der perfekte Moment für ein Album um die Erwartungen vollkommen zu enttäuschen und zu floppen. Doch weit gefehlt! Die Jungs aus Ibbenbüren zeigen sich von ihrer besten Seite und sorgen für das sofortige Verlangen, im Zimmer umherzuspringen und zu pogen. Neben punkigen Nummern wie "Born a Wolf" warten sowohl ruhigere ("Come Away With Me"; "Solid Gold") und nachdenkliche Lieder auf den Hörer, während "Control" die Lautsprecher aufs Äußerte strapaziert und der CD-Player schon längst auf Anschlag ist, obwohl man noch viel viel lauter drehen möchte. Besonders die Vielfältigkeit der einzelnen Songs beeindruckt, und doch wirkt das Album nicht wie eine wahllose Kombination von verschiendenen zusammengewürfelten Tracks. Alles hat seinen Platz, passt zusammen, und wirkt rund.
(Eine ausführliche Song-by-Song Bewertung folgt weiter unten).

Mit welchem Geschick die "Donots" ihre Instrumente bedienen, weiß jeder der die Jungs einmal Live erlebt hat. Auf dieser Platte wird dies noch einmal deutlich. Mir als Gitarrist fällt hier gerade Guido auf, welcher seine wirklich herausragenden Qualitäten in einigen Songs zeigt.

Nach dem auf "The Long Way Home" bereits viele mehrstimmige Parts vertreten waren, nutzen die "Donots" auch auf dem Nachfolger wieder einmal ihre fünf Mann starke Bandbesetzung aus. Der dadurch entstehende fette Sound der Stimmen ist ein Stilelement welches die Rocker aus dem Münsterland mit sehr viel Finesse einzusetzen wissen (zB in "You Got It"). (Teilweise) mehrstimmige Refrains wie in "Wake the Dogs" oder "Don't Ever Look Down" pushen die tollen Songs noch zusätzlich.

Ein weiterer faszinierender Aspekt sind die vielen Tracks die das Potential zu einer echten Hymne haben. Hier ist besonders "Chasing the Sky" zu nennen.

Die Bonus-DVD:
Auf der Bonus-DVD findet sich ein etwa 25-minütiges Video auf dem die "Donots" acht Songs des neuen Albums Live im Studio performen. Auch wenn die Deluxe Edition etwas mehr kostet als die Standart-Edition, ist sie allemal zu empfehlen - es zeigt sich wieder und wieder warum die "Donots" Live noch besser als auf Platte sind. Einige Parts, die beim erstmaligen Anhören der CD noch nicht ganz zu gefallen wissen, sind auf der Bonus-DVD plötzlich genau so gut wie der Rest des Albums (zB die Strophen von "Control"). Wollte man schon nach dem Hören des Albums nichts lieber als mittem im Moshpit zu den Donots zu pogen, war dieses Verlangen nach der DVD beinahe unerträglich.

Song-by-Song:

--> "Wake the Dogs"
Schicker Opener, ging bereits bei der Veröffentlichung sofort ins Ohr. Der Text ist gewohnt gut ("Wake the dogs, cause that's our job and we'll knock knock knock"). Und auch wenn man mit diesem Song auf der Platte eher keine Hunde weckt: Live rockt "Wake the Dogs" die Haut von den Knochen! Als die "Donots" einige ihrer neuen Songs auf der Kurztour Ende 2011 vorstellten war dies der Song, der mir (und den meisten anderen Konzertbesuchern) am besten gefallen hat. Auf dem Album kommt er leider nicht ganz so gut rüber, daher
7,5/10.

--> "Into the Grey"
Holla - mal etwas ganz neues von den Donots. Und zusätzlich noch einfach genial. Der seemännische Touch kommt schon beim ersten Hören rüber, führt man sich nun noch den Text dazu vor Augen, bekommt man bei diesem Lied eine Gänsehaut. Ganz großes Kino.
9/10

--> "Come Away With Me"
Der ruhigste und poppigste Song auf dem Album. Wie man es von den Donots kennt, werden die "massentauglicheren" Lieder als Single veröffentlicht, die härteren Songs bleiben hier meistens zurück. Das ist allgemein natürlich verständlich, da die Band so mehr Aufmerksamkeit erlangen kann, andererseits aber auch schade, da tolle Songs wie "Born a Wolf" nur für die Fans zugänglich gemacht werden. Alles in allem soll dies natürlich nicht dieses tolle Lied schmälern - es hebt sich immer noch meilenweit von dem restlichen Gedudel ab, welches die heutige Pop-Musik bildet. Denn diesem Song hört man an, dass er mit Herz geschrieben wurde. Die Streicher am Ende des Songs runden das ganze perfekt ab. Auch hier sind die Lyrics wieder hervorzuheben ("Take me back to square one, ride right into the sun") - Gänsehaut! Ein Wort noch zum Video der Single, welches auf Youtube zu sehen ist: Auch dies ist absolut Klasse und hat deutlich mehr Klicks verdient!
8,5/10

--> "You're so Yesterday"
Meiner Meinung nach der beste Song auf dem Album. Einfach erfrischend anders. Hier zeigt sich wieder einmal, wie vielseitig Ingo Donot und co. sind. Auch ohne fette Gitarrensounds ist es ihnen möglich, ein so tolles Stück zu schreiben, dessen Rhythmus sich einfach nicht aus dem Kopf verabschiedet.
10/10

--> "Don't Ever Look Down"
Nach drei Highlights ein etwas "gewöhnlicherer" Song, welcher aber immer noch zum Mitwippen veranleitet. Schöner Schlagzeug-Beat. Wiedereinmal "muss" man den Text als besonders unter-die-Haut-gehend hervorheben ("So dive right into the clouds, and never ever look down, don't let your feet, touch the ground").
7/10

--> "Born a Wolf"
Typischer Guido-Song. Die beiden Knollmann-Brüder ergänzen sich wie in "Dead Man Walking" mehr als Prima und sorgen für überraschende und faszinierende Wendungen. Ein echt stimmiger Song, den man sofort mit Guido assoziiert.
9/10

--> "Control"
Die einzige Schwachstelle des Songs ist, wie weiter oben schon erwähnt, die Strophe, welche mit auf Platte noch nicht komplett zusagen will. Vielleicht muss ich den Song einfach noch mehr als 3/4 Mal hören. Der Refrain hingegen ist ein Prachtstück. Synthesizer sind immer ein Streitpunkt, aber zum Einen passen sie ziemlich gut in den Kontext ("It's getting out of control"), andererseits ist es nicht so dass die "Donots" zu "Depech Mode" geworden wären (denn - abgesehen davon dass der Song immernoch mächtig rockt und die Synthis natürlich nur als Unterstützung der E-Gitarren eingesetzt werden - bleibt es auf dem Album bei diesem einen Song mit Synthesizer-Note). Warum sollten die "Ibbtown-Rockers" nicht mal ein wenig rumprobieren dürfen?
7,5/10

--> "Solid Gold"
Der nächste eher ruhige Song, welcher durch den tollen Refrain sofort in Erinnerung bleibt. Gerade in diesem Song kommt Ingos einzigartige Stimme besonders gut rüber. Hat Potenzial zur Hymne.
8/10

--> "You Got It"
Beim ersten Hören direkt verliebt. Fantastische Melodie! Dazu noch Guidos heisere Stimme - perfekte Kombination. Der Text gibt dem Ganzen dann das Sahnehäubchen ("You gotta stay up with me, sing out of key, pissing the night away, if I don't sleep, nobody sleeps, bring on the light of day"). Konkurriert mit "You're so Yesterday" um den Titel des besten Songs des Albums.
10/10

--> "I Don't Wanna Wake Up"
Schöner Song, kein besonderes Highlight aber trotzdem ein gefälliger Rhythmus. Live bestimmt ein guter Song zum Pogen.
7/10

--> "Chasing the Sky"
Die nächste Hymne, sowohl Strophe als auch Refrain. Die Gitarre gefällt mir besonders gut (das Intro- und Vers-Riff sowie das Interlude). Text wie immer super.
8/10

--> "All You Ever Wanted"
So langsam fehlen einem die Worte - wieder ein toller Song. Hört das denn gar nicht auf? ;-) Einzig fehlt hier noch der allerletzte Kick, das I-Tüpfelchen.
8,5/10

--> "Manifesto"
Erinnert anfangs ein wenig an "Blink-182", es stellt sich aber sehr schnell heraus dass der Song um einiges tiefgründiger ist als "Blink" es je geschafft haben. Man muss das Lied schon ein paar Mal hören - und vor allem sich ausführlich mit den Lyrics beschäftigen! Selten habe ich mich nach dem Studium eines Songtextes so "satt" und nachdenklich gefühlt. Faszinierend was aus den Jungs mittlerweile geworden ist.
9/10

--> "So Long"
Der perfekte Abschluss für dieses tolle Album. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Gastsänger Frank Turner fügt sich perfekt ins Gefüge ein.
8/10

Ingo, Guido, Alex, Jan-Dirk und Eike haben es mal wieder geschafft: Ein wirklich riesiges Album.
Auch in der nächsten Zeit werden die Fans viel Spaß an den "DONOTS" haben!


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