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Beiträge von Florian
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Rezensionen verfasst von
Florian (Austria)

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Haggard - Awaking The Gods - Live In Mexico
Haggard - Awaking The Gods - Live In Mexico
DVD ~ Haggard
Preis: EUR 23,09

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen KEIN Live-MItschnitt!, 16. Juli 2012
Eines vorweg: Haggard sind eine fantastische Band. Sie haben einen praktisch einzigartigen Stil, wirklich schöne Kompositionen und sie geben sich live verdammt viel Mühe - kann ich nur jedem empfehlen!

Aber diese DVD ist kein live-Mitschnitt. Es sind einfach die Studioversionen der Lieder, mit Publikumsgeräuschen. Die Band hat das bestätigt, warum die DVD trotzdem immer noch verkauft wird, ist mir ein Rätsel, aber ich finde es unverschämt.
Insgesamt also eine bodenlose Frechheit, daher auch nur ein Stern. Mehr kann ich einfach nicht geben für so eine Zumutung!

Fazit: Besser nicht kaufen. Haggard haben genug unterstützungswertes Material, diese DVD gehört nicht dazu.


Original Rubik's Tower - 2x2x4 Zauberwürfel - inkl. Cubikon-Tasche
Original Rubik's Tower - 2x2x4 Zauberwürfel - inkl. Cubikon-Tasche
Wird angeboten von Cubikon (AGB/Widerruf)-Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 15,95

3.0 von 5 Sternen Gute Idee, schlechte Verarbeitung, 7. Februar 2012
= Haltbarkeit:2.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Rubik's Tower sieht mit seinen 2x2x4 Maßen nach dem ersten Verdrehen relativ ungewöhnlich, sowie schwer zu lösen aus und kann deshalb durchaus knifflig sein, ist insgesamt aber mit weniger Aufwand verbunden als der klassische 3³ Cube. Diese Kombination macht ihn interessant für Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen und mir hat das Lösen (zumindest beim ersten Mal) viel Spaß gemacht.

Nun, das waren aber auch schon die positiven Seiten. Der Titel meiner Rezension sagt eigentlich schon alles, aber im Einzelnen meine ich mit "schlechter Verarbeitung": Sticker, die nach weniger als 24 Stunden erste Abnutzungserscheinungen gezeigt hatten und eine Mechanik, die selbst bei vorsichtiger Bedienung immer wieder spießt, zwickt und knackt als würde das Teil gleich auseinanderbrechen. Ich bin kein Speedcuber (und ich glaube, dass der Tower selbst bei besserer Verarbeitung wohl nicht zum Speedcubing geeignet wäre), aber bei jeder Drehung extra langsam und bedächtig vorgehen zu müssen, damit der Tower auch ja nicht in alle Einzelteile zerfällt, kann einem schon den Spaß verderben.

Somit: 3 Sterne - weil ein Cube den man nicht ordentlich drehen kann eigentlich ein sehr schlechter Cube ist, der Tower aber, dank seiner exzentrischen Form, trotzdem hin und wieder Spaß macht.


Vergiss mein nicht!
Vergiss mein nicht!
DVD ~ Jim Carrey
Preis: EUR 7,99

18 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überbewertet und recht belanglos, 6. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Vergiss mein nicht! (DVD)
Dieser Film, mit dem eher seicht-kitschigen Namen "Vergiss mein nicht!" und dem sperrig-künsterlisch klingenden Originaltitel "Eternal Sunshine of the Spotless Mind", war 2004 ein großer Erfolg bei Kritik und Publikum. Regisseur Michel Gondry, der zuletzt mit "Abgedreht" enttäuschte, war plötzlich berühmt und Charlie Kaufman ("Being John Malkovich") bekam sogar den Oscar für sein Drehbuch. Innerhalb kürzester Zeit avancierte "Vergiss mein nicht!" zum Geheimtipp und zum Kultfilm; er gilt als unkonventionell, experimentell, intellektuell und allem voran natürlich neu und außergewöhnlich. Das ist er nicht.

Um den Film nicht gleich völlig zu zerreißen, möchte ich zuerst einmal Charlie Kaufmans Drehbuch ein bisschen hervorheben, da es doch Potential hat. Die Geschichte um den Mann, der die Erinnerungen an seine Ex-Geliebte auslöschen lässt und während dieses Prozesses eine schmerzliche Reise durch diese und auch andere Erinnerungen machen muss, ist in ihren Grundzügen durchaus nicht unkreativ und hätte mit mehr guten Einfällen und psychologischer Tiefe im eigentlichen Skript gut funktionieren können. Das Kaufman fähig ist, solche Stories zu verfassen, weiß jeder der "Being John Malkovich" gesehen hat.

Problematisch ist, dass "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" große Mängel diesbezüglich aufweist. Die Hintergründe zur Beziehung der beiden Hauptprotagonisten bleiben, gleichwohl eben diese Beziehung einen Großteil des Films einnimmt, ungenau und zu sehr im Dunkeln. Anfangs lässt man das noch als Teil des Konzepts durchgehen, da die Erinnerungen rückwärts - also beginnend bei der jüngsten - gelöscht und durchlebt werden, gegen Ende wiegt diese Schwäche dafür umso schwerer.
Auch die Interaktion des Paars in ihrer Beziehung wirkt lückenhaft und ist wenig gelungen; sie gestehen sich ihre Liebe, und zwar sehr oft, aber das war's dann auch schon. Da sind kaum Details, keine Besonderheiten.
Zu allem Überfluss ist die Charakterzeichnung äußerst skizzenhaft - sie ist die impulsive, er der fade - und im Zusammenspiel mit den anderen Mankos, zieht das der Story einfach den Boden unter den Füßen weg.
Ironischerweise wirkt der doch recht kleine Nebenplot in all diesen Punkten bedeutend interessanter, beinahe ausgereifter, was den Effekt noch verstärkt.

Die Reise durch die Erinnerungen schwächelt auch und nutzt nicht annähernd das ihr innewohnende Potential. Jim Carreys Charakter besucht verschiedene Stationen in seiner Beziehung und muss feststellen, dass die vor seinen Augen gelöscht werden. Diese Szenen werden gemischt mit Kindheits- und Jugenderlebnissen, in denen er sich und seine Erinnerung verstecken will.
Wirkt diese Idee der ständig im Verschwinden begriffenen Erinnerungen und vor allem ihre Umsetzung zuerst noch sehr frisch, wird sie in jeder Sequenz so oft wiederholt und variiert, bis Langeweile vorherrscht; vor allem, weil sonst nicht viel passiert. Eine Reise durch den Geist eines Menschen, durch seine Erinnerungen, sein Unbewusstes - was da verschenkt wurde, lässt sich kaum ermessen.

Überhaupt versagt Michel Gondry auf fast ganzer Linie. Der Film plätschert vor sich hin und fängt ganz bald an, sich zu wiederholen, da die wenigen guten Ideen schnell verbraucht sind und dann einfach recycled werden. Kaum eine Szene kann sich entwickeln und auch im Gesamtbild sind selbst kleinere Höhepunkte in der Darstellung rar. Am klarsten zeigt sich dies an der Liebesbeziehung und am Ende des Films; da überrascht nichts, da will man nichts noch einmal sehen, das ist Konvention, 08/15, fast konservativ.
Die Optik ist nüchtern und soll wohl den Hauptdarstellern Raum geben, was in meinen Augen gar nicht funktioniert hat.

Die Darsteller allerdings im Allgemeinen, passen eigentlich gut. Jim Carrey zeigt Talent, hat aber nicht viel Freiraum, die Nebendarsteller machen ihre Sache und fallen nicht negativ auf. Nur leider Kate Winslet ist meiner Meinung nach eine Fehlbesetzung. Sie ist toll in "Revolutionary Road" oder "Little Children", die impulsive, laute und ständig ihre Haarfarbe wechselnde Clementine steht ihr aber gar nicht.

Was außerdem noch sehr stört an "Vergiss mein nicht!", ist, dass sich der Film einfach viel zu ernst nimmt. Die sehr konventionelle Liebesgeschichte wird in ein kleines bisschen Unorthodoxie getaucht und mit solch todernster Miene inszeniert, dass alles ziemlich konstruiert wirkt, ohne dabei wirklich künsterlisch zu sein.

"Eternal Sunshine of the Spotless Mind" ist nicht außergewöhnlich, denn dafür fehlt ihm der Esprit, er ist nicht neu, denn dafür hat er zu wenig Ideen, er ist nicht intellektuell, denn dafür bräuchte er mehr Tiefgang, er ist nicht experimentell, denn dafür ist er zu mainstream, er ist nicht unkonventionell, denn dafür ist er zu brav.
Es ist einfach ein Film, den man gesehen haben kann, aber nicht gesehen haben muss; ein Film, der sich in seiner Ernsthaftigkeit ertränkt und viel weniger aussagt, als er aussagen will; ein Film, der gerade genug am orthodoxen Popcornkino vorbeischrammt, dass der gemeine Filmfan ihn als anspruchsvoll überbewertet.
Das ist kein Kultfilm, das wären zwei Sterne und weil ich nicht im geringsten das Bedürfnis empfinde, ihn nochmal zu sehen, gönne ich ihm nicht mal die.

Die mir vorliegende DVD hat deutsche und englische Tonspur, ein Audiokommentar und diverse Standardextras, wie ein kurzes Making Of, Deleted Scenes und ein paar Trailer.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2013 9:49 PM MEST


Awake
Awake
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,81

5.0 von 5 Sternen Ein düsterer Höhepunkt, 1. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Awake (Audio CD)
Mit "Images and Words" haben Dream Theater einen Meilenstein im Progressive Metal eingespielt und dem Nachfolger "Awake" merkt man an, dass die Jungs klar unter dem Druck standen, hier nochmals eins draufzusetzen. Glücklicherweise haben sie das ohne wenn und aber geschafft.

Allgemein ist "Awake" um einiges härter, aber auch komplexer als "Images and Words" und gemeinsam mit "Systematic Chaos" das wohl düsterste Album der Bandgeschichte.
Im Gegensatz zu ihrem aktuellen Longplayer aber, klingt "Awake" um einiges bemühter und noch bei weitem nicht so routiniert und, nun ja, eigenständiger. In meinen Augen auch sicher u.a. auf den "Kevin Moore Faktor" und den Erfolg des Vorgängers zurückzuführen.

"6:00" ist ein eingängiger Opener, der vor allem live fetzt und genauso wie die folgenden Titel "Caught in a web" und "Innocence faded" ein wahrer Ohrwurm ist, ohne zu irgendeiner Sekunde langweilig zu sein. Mit "Scarred" und der aus "Erotomania", "Voices" und "The Silent Man" bestehenden Trilogie "A Mind beside Itself" liefert die Band kreative Größtwerke ab, die über ein Jahrzehnt danach immer noch oft als Eichmaß für die Kunst von Dream Theater herhalten.
"Space-dye Vest", das von Keyboarder Moore alleine geschrieben wurde, bildet als wohl melancholischstes DT-Lied überhaupt den Abschluss.

"Awake" hat zu jedem Zeitpunkt meine Erwartungen übertroffen und ich könnte nicht oft genug sagen: Ich liebe dieses Album einfach!
Von Anfang bis Ende wahnsinnig gut durchkomponiert, stimmig und düster. Technisch sind die 4 Instrumentalisten sowieso über jeden Zweifel erhaben - stellen das aber gerade mit "Erotomania" wieder mal gekonnt zur Schau - und auch LaBrie gefällt mir gerade auf der "Awake" sehr, vielleicht auch weil die düstere Stimmung zu seiner Stimmlage gut passt.

Abschließend: Anspruchsvolle Rockmusik, DT-typisch hochmelodisch und komplex, für Fans ein Pflichtkauf, für Einsteiger vielleicht auf Anhieb ein wenig zu schwer, ein Höhepunkt in der Bandgeschichte aber auf jeden Fall.


Images and Words
Images and Words
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstes Album mit LaBrie - und WIE!, 16. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Images and Words (Audio CD)
"Images and Words" - bei diesen Worten jubeln quasi alle Dream Theater-Fans bis heute auf. Kein Wunder, hat es doch seit 1992 wirklich nichts an Magie verloren, beinhalted es doch mit "Pull me under" den größten Hit der Band und war es doch ein eintscheidender Schritt der Band.

Entscheidend aus zwei Hauptgründen, wie ich finde. Erstens gibt James LaBrie hier sein Debut als Sänger ab und zweitens finden Dream Theater mit diesem Album zu ihrem ganz persönlichen Stil.

Hört man bei "When Dream and Day Unite" noch ganz stark die Einflüsse von Rush, Queensryche und Co, entwickelt die Musik der Jungs auf "Images and Words" eine ganz erstaunliche Eigendynamik, die nur so vor Kreativität strotzt und mit James LaBrie auch von Gesang begleitet wird, der wirklich passt.

"Pull me under" ist ein echter Kracher, mit starkem Refrain und eingängigem Intrumental-Teil. Dass dieser Song ein solch großer Hit wurde überrascht mich zwar bis heute noch immer, aber ich gönne es ihm, sozusagen.

"Another Day" hingegen ist eine Ballade durch und durch - aber was für eine. Immer wieder gern live gespielt, mit schöner Gitarre und ansprechenden Lyrics.

"Take the Time" ist für mich die erste wahre Überraschung. Der Song kommt mit einem absoluten Mitsing-Refrain daher, der live einschlägt wie eine Bombe, ist aber voll von krummen Takten, Breaks und Fills, hat geniale Basslines und super Gitarre. Hier kommt quasi jeder auf seine Kosten.

"Surrounded" beginnt schlicht, keyboardlastig und geht mit einem gefühlvollen Gitarrenteil in eine ordentliche Rock-Ballade über, ist textlich solide und passt perfekt zu LaBries Stimme.

"METROPOLIS PT. 1: THE MIRACLE AND THE SLEEPER" - hier kommt das Herzstück des Albums. Es ist eines der absoluten Lieblingslieder der Band - und das mit Recht!
Metropolis hat alles. Es ist komplex und super instrumentalisiert, hat schöne, kryptische Lyrics und einen LaBrie in Höchstform - und außerdem ein (wenn auch mit nur 6 Takten fast schon zu kurzes) grandioses Bass-Solo, welches für mich persönlich immer schon den Höhepunkt des Liedes ausmachte.

"Under a Glass Moon" ist für sich gesehen ein sehr gutes, oft sogar ziemlich unterschätztes Lied mit einem unglaublichen Solo von Herrn Petrucci, wenn man das Album aber durchhört, kommt es eben leider direkt nach "Metropolis"...

"Wait for Sleep" ist eine kurze Keyboard-Ballade, welche den Auftakt für das fulminante Ende des Albums bildet.

"LEARNING TO LIVE" - Wahnsinn! Der zweite richtig große Höhepunkt auf "Images and Words" und der kommt aber mit so einem Knall, dass er kurzzeitig das halbe Album in den Schatten stellt.
Dies ist mein persönliches Lieblingslied auf "Images and Words" - sogar vor "Metropolis".

Fazit: Ein Klassiker. Für Dream Theater-Fans unbezahlbar, für Einsteiger absolut geeignet, für die damalige Zeit das Eichmaß des Progressive Metal und auch heute noch ein echtes Kleinod.

5 von 5 Sternen - und die sind WIRKLICH verdient.


When Dream & Day Unite
When Dream & Day Unite
Preis: EUR 7,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stark - für ein Debut, 15. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: When Dream & Day Unite (Audio CD)
Mit ihrem 9. Album "Systematic Chaos" touren die Jungs gerade durch die halbe Welt und spielen vermutlich kaum mehr als 2, 3 Lieder von ihrem Debut dabei.

Eigentlich schade.
Die Musik der New Yorker war hier zwar noch geradliniger, aber trotzdem verhältnismäßig verspielt. "A fortune in lies", "The Ytsé Jam", "Afterlife", "The killing hand" - alles wirklich gute Lieder, die auch nach 10 Jahren super klingen und - wie die DVD "Score" beweist - auch noch richtig rocken.

Auf "When Dream and Day Unite" singt noch kein James LaBrie, sondern Charlie Dominici.
Dieser hat zwar nicht den Tonumfang eines LaBrie (und live hat er mich mit seinem Solo-Projekt '07 auch sehr enttäuscht), klingt dafür aber auch um einiges mehr nach Heavy Metal. Man sollte eben keine Wunder erwarten.

Myung, Petrucci, Portnoy & Moore hingegen sind auch auf dieser Platte schon wahre Könner und spielen sich ordentlich die Finger blutig. So richtige Monsterläufe wie auf späteren Alben sucht man zwar vergebens, aber dafür ist alles recht stimmig arrangiert und für ein Debut ist auch der Klang recht beachtlicht.
Auch interessant, wie man auf "When Dream and Day unite" noch die Einflüsse anderer Bands wie Rush heraushört.

Insgesamt:
Gute 4 Sterne für ein starkes Debut-Album. Mit Dominici hat es, meiner Meinung nach, seine größte Schwäche (Zugegeben: Ist natürlich auch Geschmackssache), aber vor allem mit dem Instrumental "The Ytsé Jam" einen wahren Klassiker mit an Board.


Der unsichtbare Dritte
Der unsichtbare Dritte
DVD ~ Cary Grant
Wird angeboten von Film- und Bücher Verkauf
Preis: EUR 4,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss diesen Film einfach lieben!, 12. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Der unsichtbare Dritte (DVD)
"North by Northwest" ist für mich der beste Hitchcock überhaupt (noch vor "Vertigo") und zusätzlich einer der unterhaltsamsten Filme die ich kenne.

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich bei Cary Grants skurriler Flucht mitgefiebert und mich über die göttlichen Dialoge amüsiert habe - und trotzdem ist es jedes Mal wieder ein Erlebnis.

Dieser Film ist spannend, amüsant, witzig und (vor allem wenn man bedenkt, dass er aus 1959 ist) sehr rasant. Und Cary Grant spielt hier die Rolle seines Lebens. Kurz: Einfach zeitlos.

Ich kann diesen Film eigentlich fast uneingeschränkt jedem empfehlen. Ich habe ihn mir mit Leuten angesehen, die prinzipiell vor alten Filmen zurückschrecken und die Begeisterung war riesig.

Wer sich jetzt fragt, warum ich eine solch einseitige und euphorische Rezension schreibe: Einfach mal den Film anschauen :-)


Signs - Zeichen
Signs - Zeichen
DVD ~ Mel Gibson
Preis: EUR 7,99

21 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterbelichtete Aliens versus göttlichen Determinismus, 1. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Signs - Zeichen (DVD)
Dass Manoj Nelliyattu Shyamalan nach "The sixth sense", dessen auf einem fulminanten Ende aufbauendes Konzept für mich schon bei "Unbreakable" unkreativ daherkam, nur müde Variationen seines Debuts fabriziert hat, merkt man spätestens ab "Signs". (Hat man's dann immer noch nicht kapiert, gäb's ja noch "The Village - Das Kaff", welches hier allerdings nicht zur Debatte steht und auch keiner weiteren Erwähnung wert ist.)

Der Film selbst hätte prinzipiell keine schlechte Atmosphäre, ein paar spannende Sequenzen und nicht zu aufdringliche Schockeffekte.
Aber das alles hilft leider überhaupt nichts - die Handlung ist frei von Logik und absolut unglaubwürdig (beinahe lächerlich), Mel Gibson als abgefallener Priester nur traurig (er selbst gehört einer fundamentalistischen, christlichen Sekte mit Hang zum Antisemitismus an) und die ganze Alien-Geschichte selbst einfach nur der, nach "Unbreakable", nächste Schritt in Shyamalans Reihe der Klischee-Fantastik (Geister, Superhelden, Außerirdische).

In puncto fehlende Logik und Unglaubwürdigkeit reden wir hier nicht nur von ein paar kleinen Schönheitsfehlern. Eine überlegene außerirdische Rasse, die mit Raumschiffen unterwegs und uns in Sachen Entwicklung vermutlich tausende Jahre vorraus ist, benötigt Kornkreise zur Verständigung (und macht dabei ja so gar nicht auf sich aufmerksam), lässt sich wie strohdumme Zombies aus Romero-Filmen in Zimmern einsperren (wobei sogar die immer irgendwie raus finden) und kommt, so ganz nebenbei, auch noch auf die Schnapsidee einen Planeten anzugreifen, der zu 70% aus dem besteht, gegen das sie anscheinend "allergisch" ist - nämlich stinknormales Wasser - und schafft es dann nicht einmal, sich entsprechenden Schutz zuzulegen (Regenmäntel?).
Wobei wir schon bei der nächsten amüsanten Ungereimtheit wären - Wasser! Ich meine, Wasser ist, gemeinsam mit Kohlenstoff, eine der wichtigsten Grundlagen des uns bekannten Lebens. Eigentlich hätte sich da ein halb-gebildeter 14-jähriger eine bessere "Waffe" gegen diese unerwünschten Besucher ausdenken können...

Dazu kommt noch die gänzlich ungeklärte Handlungsweise dieser Außerirdischen - wieso wollen die unsere Erde? Warum töten sie Menschen? Was sind überhaupt ihre Motive, Intentionen? Und wenn sie Raumschiffe haben, wieso rennen sie dann, statt mit denen anzugreifen, nackt in Mel Gibsons Haus herum?

Was die religiöse Message anbelangt, die empfinde zumindest ich persönlich als Frechheit. Wenn ich mir Propaganda über die Allmacht Gottes (und warum vor allem Mel Gibson davon profitiert) reinziehen will, greife ich zu einschlägiger Literatur. Und ich glaube, ich bin da nicht alleine.
Eine derart stumpfsinnige Hommage an die "unergründlichen Wege des Herren" habe ich noch nie gesehen und dann noch - und das ist dann wirklich der Gipfel - diese unerträgliche Andeutung an die Vorbestimmtheit durch Gott.

Ja klar, Gott tötet Gibsons Frau, damit sie ihm in einer Nahtot-Halluzination "Hau das Ding weg" zuflüstern kann, damit er das dann Joaquin Phoenix im entscheidenden Moment sagt - aber weshalb?
Wenn man nachdenkt, fragt man sich schon, warum sie für diesen Satz sterben muss und warum Gibson deshalb seinen Glauben verlieren muss und warum er nicht einfach in aller Ruhe und auf Gott vertrauend, mit Frau und Phoenix an seiner Seite sagen kann: "Mein Freund, nimm den Baseballschläger, der da an der Wand hängt, zerschmetter dem Alien das Hirn, wir hauen ab und gehen Frühstücken."

Ehrlich gesagt, war es im Nachhinein ja beinahe klar, dass "Signs" schlecht werden musste.
Wenn man nämlich mal Mel Gibsons Filmkarriere so ansieht, kommt man, mal abgesehen von "Braveheart", echt ins Grübeln, welcher Film mit/von ihm nicht grottenschlecht oder höchstens passabel ist.
Wenn der einen Pfarrer spielt der gegen Aliens kämpft - man sollte sofort merken, welch schlechte Kombination das ist. Vor allem wenn Shyamalan Regie führt. (Spätestens) seit diesem Film habe ich den Respekt vor diesem Regisseur, der schon nach "Unbreakable sehr angeknackst war, endgültig verloren.

"Signs" ist nicht nur langweilig, weil das Ende eh klar (Ein amerikanischer 08/15-Film in dem ein Jünger Gottes gegen böse Außerirdische verliert? Sicher nicht.) und weil der Plot an den Haaren herbeigezogen ist, sondern er ist auch noch richtig lächerlich und dadurch höchstens dann spannend, wenn man es schafft, sein Gehirn und dessen Fähigkeit zu logischer Analyse auszuschalten.

Es hätte Potential gegeben, zumindest in der Theorie, aber davon sieht man im Endprodukt nichts.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2010 5:14 PM MEST


Under a Funeral Moon/Digi
Under a Funeral Moon/Digi
Preis: EUR 13,50

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser wurden sie kaum mehr..., 23. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Under a Funeral Moon/Digi (Audio CD)
Wie wir wissen, haben Darkthrone 3 wirklich wichtige, klassische, für den Black Metal essentielle Alben aufgenommen - "A blaze in the northern sky", dieses hier und "Transilvanian Hunger".

Man mag bis heute darüber streiten, welches am besten gelungen ist und diese Debatte wird sich auch weiterhin halten, aber mir persönlich sagt "Under a funeral moon" fast am meisten zu.

Haben Fenriz & Co. auf "A blaze in the northern sky" mit Halleffekten und extremer Gitarrenverzerrung schon eine gute Atmosphäre geschaffen, wird diese Technik auf diesem Album noch um einiges stärker und auch effektiver eingesetzt - und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das einzige, was fehlt, sind diese epischen Momente vom Vorgänger.

Die Stimme ist voll melancholischem Hass, die Percussion zwar monoton, aber auf jeden Fall treibend und passend, die Riffs super kalt, düster - das ganze ist zwar technisch gesehen unspektakulär, aber diesen Minimalismus kennen wir ja. Wichtig ist hier die Stimmung, die Atmosphäre, die Wirkung und vor allem darf man ja auch die Intentionen der Band nicht vergessen - und das wird alles wirklich gut verpackt und rübergebracht.

"Under a funeral moon" ist meiner bescheidenen Meinung nach eines von Darkthrones besten Alben ("A blaze in the northern sky" mag vielleicht noch besser sein) - es ist hasserfüllt, düster, schwarzhumorig (mit etwas Interpretationsgeist fast sarkastisch) und einfach unglaublichst und kaum erträglich TRUE.

Anspieltipps:
"Natassja in Eternal Sleep"
"Under a Funeral Moon"
"To Walk the Infernal Fields"


Interview mit einem Vampir [Special Edition]
Interview mit einem Vampir [Special Edition]
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 5,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Süß-melancholischer Albtraum der Unsterblichkeit, 2. Februar 2005
Wenn es mal eine Verfilmung verdient hat, als besser als seine literarische Vorlage zu gelten, dann wohl diese von Anne Rices "Interview mit einem Vampir".

Einer der wenigen Filme, die mit dem Vampir-Thema seriös umgehen, es nicht ins Lächerliche ziehen (siehe "Blade") und sich an Tiefgang versuchen.

Die Geschichte des jungen Louis, der im 18. Jahrhundert von einem Vampir namens Lestat die Unsterblichkeit geschenkt bekommt, um später festzustellen, dass sein ganzes Dasein nichts ist, als die Hölle auf Erden, ist mitreißend und regt an manchen Stellen beinahe zu philosophischen Denkansetzen an.
Der uralte Menschheitstraum der Unsterblichkeit wird hier ein psychedelischer Albtraum voll Grausamkeit, Blut, Zwietracht, dekadenter Orgien und Misanthropie - sie sind der Preis, den Louis für sein ewiges Leben zahlen muss!

Der Film ist düster, melancholisch, schwermütig, grausam, ist erfüllt mit schaurigen Visionen - er zeigt uns die schlimmsten menschlichen Abgründe, nur um später noch tiefer zu gehen; er zeigt uns die Tugend, wie sie verwelkt, den Hass, wie er verglüht, die Liebe, wie sie zu Grunde geht.
Das Leben, wie es schwindet und siecht. Er zeigt uns den Wahnsinn, der in der Unsterblichkeit liegt und lauert.

"Interview mit einem Vampir" verbindet mit Bravour Dramatisches mit Philosophie, Geschichte mit Phantastik, Schreckliches mit Wunderschönem, Grausamkeit mit Erotik, Wahnsinn mit Vernunft und am wichtigsten:
Trauer mit Glück.

Alles in allem bin ich jedes Mal wieder überrascht, was für ein Kleinod des Vampirfilms hier geschaffen wurde - eine facettenreiche Perle des Albtraums, eine psychedelische Achterbahnfahrt durch den Wahnsinn, die Liebe und das Leben eines gebrochenen, melancholischen Untoten namens Louis.

Die schauspielerische Leistung von Brad Pitt, Tom Cruise und (vorallem) Kirsten Dunst muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen.
Auch die Musik passt wie die Faust aufs Auge zum Stil des Films, gleichsam das Ende - nichts hätte da besser gepasst.


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