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g-hard85

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Masters of the Universe
Masters of the Universe
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 31,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4.5 Sterne, 16. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Masters of the Universe (Audio CD)
Mit "Masters Of The Universe" erblickte 2000 ein, vornehmlich von Experten und Untergrundfans ausgezeichneten Klassiker der Rapmusik das Licht der Welt - mit Senim Silla und One Be Lo, zusammen Binary Star bildend, als dessen Schöpfer. Kennen gelernt haben sich die zwei hinter schwedischen Gardinen (One Be Lo aufgrund bewaffneten Raubüberfalls), in denen sie, so wird es noch oft auf der LP berichtet, einen oder mehere Reifeprozesse durchgemacht haben. Grundsätzlich sei man nun erleuchtet, will fortan den Pfad des Guten einschlagen und sich von der dunklen Macht abwenden, um es etwas dramatisch auszudrücken; One Be Lo ist sogar aufgrund seiner neuen Lebenseinstellung zum Islam konvertiert. Für die Produktion ist weitgehend ein gewisser Decompoze zuständig, den One Be Lo, auch bekannt als OneManArmy, aus Schultagen kennt.

Mit einem geringen Budget wird 1999 "Waterworld" auf die Beine gestellt (dieser Name bezieht sich auf Michigan, derer beiden Geburtsort, den sie wegen Bewährungsauflagen nicht verlassen durften), welches sich erstaunlicherweise gut verkaufen ließ. Als man zu Subterraneous Records überwechselte, wurde "Waterworld" durch "Masters Of The Universe" umgenannt, etwas modifiziert und schließlich erneut auf den Markt gebracht - und zwar national wie international. Gut verkaufen konnte der Longplayer sich nicht besonders, dafür wurde umso mehr Qualität geboten; die wenigen, welche die begrenzt gepresste "Waterworld" besitzen (jene sollten die CD wie einen Schatz bewahren), kennen den Inhalt weitgehend und verpassen nicht allzu viel. Allen anderen sei die neue Version wärmsten ans Herz gelegt, mat bekommt Musik auf den Tisch serviert, der selbst diverse Klassiker aus den 90er nicht besser haben auflegen können.

Decompoze erweist sich als überaus talentierter Produzent, der meist sehr jazzige und ruhig gehaltene Stücke aufspielen lässt, beigelegt mit schönen Samples. Qualtitativ noch einen drauf setzen kann aber das Rapduo, welches zusammen bestens harmoniert (Senim hat eine etwas "sanftere" Stimme im Gegensatz zu One Be Lo, der gegebenenfalls etwas aggressiver performen kann). Vor allem One Be Lo vermag es, höchst beeindruckende MC-Leistungen darzubieten, seine Wortspiele, sein Flow, seine prosodische Abstimmung zu den Beats und seine Textinhalte sind allesamt erste Güteklasse. Wesentlich schwächer sollte aber Senim keinesfalls angesehen werden! Gleich im ersten Track "Reality Check", der vielleicht beste der LP (und ausnahmsweise nicht von Decompoze produziert), stellt One Be Lo seine Auffassung von guter Musik klar: "Honestly, my number one policy is quality, never sell my soul is my philosophy, High velocity, lyrics like Nastradamus make a prophecy, I told you cats a long time a go it ain't no stoppin' me". Und auch Senim soll eine Kostprobe nicht verwehrt bleiben: "Dig - I'ma put it on the table, I ain't a thug nigga and playa, I ain't playful, I'm just Senim Silla, man without label, Standin' on my own to you tryin' to stay stable" ("Honest Expression").

"Masters Of The Universe" gefällt als Ganzes, aber der ein oder andere Höhepunkt soll noch erwähnt werden; "Reality Check" bildet hierbei das erste große Ausrufungszeichen, mit atmosphärischen Intro und wundervollen, klaviebegleitenenden Tönen. "Solar Powered" und "Honest Expression" sind Titel der schnelleren Sorte, auf denen One Be Lo sein Können besonders gut unter Beweis stellen kann; ein sehr starker Track findet sich im nachdenklichen "I Know Why The Caged Bird Sing" wieder, ebenso im ernsten "Wolf Man Jack". Der Schlusspunkt mit "K.G.B." (die Abkürzung des russischen Geheimdienstes) schließt das Ganze eindrucksvoll ab (mit wehmütigen Summen russischer Soldaten im Hintergrund).

Man kann es nur noch einmal wiederholen, Binary Star hat mit "Masters Of The Universe" einen Meilenstein zusammengestellt, welches zwar bis heute nur mäßig Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat und auch nicht zu den "The Source - 5 Sterne-Alben" zählt, jedoch mit so ziemlich jeden anderen großen Rap-Release mithalten kann oder diese gar überbieten.


So...How's Your Girl?
So...How's Your Girl?
Preis: EUR 27,27

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4 Sterne, 15. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: So...How's Your Girl? (Audio CD)
Ende der 90er trafen sich zwei Hip Hop-Größen zusammen, um das Genre um eine Sparte attraktiver zu gestalten, die Rede ist von Prince Paul, den man schon in den späten 80er von Stetsasonic und De La Soul, später auch als Gravedigger-Mitglied, kennen dürfte und Dan the Automator, der u. a. seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt beim, durch Produktionsbeteiligung, 1996 erschienenen "Dr. Octagon" erleben durfte. Zwei Kreativköpfe also, bei denen man sich berechtigte Hoffnung machen darf, am Ende sowas wie Neuartigkeit und Verspieltheit zu bekommen.

Um es vorweg zunehmen, man bekommt sie geboten und zwar nicht zu wenig. Was hier letztlich heraus gekommen ist, ist musikalische Vielfalt per definitionem; ein Blick auf die Beteiligtenliste sollte schon einiges aussagen, so wirken u. a. DJ Shadow, Del the Funky Homosapiens, Company Flow-Frontrapper El-P, Sadat X und Grand Puba (beide aus der Gruppe "Brand Nubians", die vorzüglich Anfang der 90er in Aktion traten), Alec Empire oder auch Molokos Sängerin Roisin Murphy bei "So... How's Your Girl?" mit. Bekannte Musikartisten, die auf der Platte ihren Teil mehr als gut machen, aber die Show gehört einzig und allein die, von Prince Paul (der im selben Jahr ein weiteres Konzeptalbum auf die Beine gestellt hat) und Dan geführte Produktion. Diese ist nicht nur experimentell und genreübergreifend, sie ist trotz ihrer Mannigfaltigkeit am Ende dennoch in sich geschlossen.

Picken wir ein paar Tracks heraus; "Torch Song Trilogy" ist noch recht konventionell gehalten und ein reiner Hip Hop-Track, mit einem etwas unheimlichen, sehr minimalistischen und verstörten Beat, "The Truth" überwältigt den Hörer mit schwer-melancholischen Pianogeplimper und seichten Schlagzeug, beigleitet von einer grandiosen Ms. Murphy, ähnlich schwermütig, aber auf einer anderen Art, ist der Song davor, "Once Again", auf der die Brand Nubian-Rapper überzeugen, ebenso der einfühlsame, traurige, verkratzte Refrain; starkt inszeniert und einen Höhepunkt bildend ist "Waterworld", der mit Wasserspielereien sehr gut umgesetzt wurde, auch "Magnetizing" beschwört eine bedrohliche Atmosphäre herauf. Nicht vergessen darf man DJ Shadows' und El-Ps Einsätze, die ebenfalls für Highlights des Longplayers sorgen können; auf "Holy Calamity" bringt Shadow trip-hopsche, elektronische Einflüsse mit ins Spiel und "Megaton B-Boy 2000" stampft am Ende der Scheibe mit einem starken El-P auf, als befände man sich in "Funcrusher Plus"-Welten.

"So... How's Your Girl" wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein, oft wirken Versuche, neue Soundkulissen zu erschaffen, gezwungen und schlecht/falsch umgesetzt; hierbei ist es nicht der Fall und die CD bietet einen gelungen Beweis und auch eine Motivation für zukünftige Kreativköpfe, dass solche Versuche durchaus auch ein gutes Ende nehmen können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2011 4:46 PM MEST


Orange Moon Over Brooklyn
Orange Moon Over Brooklyn
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 34,14

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3.5 Sterne, 15. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Orange Moon Over Brooklyn (Audio CD)
Pumpkinhead war bereits vor 2005 mit zwei Tapes auffällig, u. a. mit seinem 2001 erschienenen Debut namens "The Old Testament", nun soll mit "Orange Moon Over Brooklyn" Aufsehen, welches zuvor nur in der Undergrundszene vorhanden war, erregt werden. Und Aufmerksamkeit sollte dem Brooklynrapper geschekt werden, immerhin handelt es sich um einen talentierten Artisten, der gut flowt, eine starkes Stimmorgan besitzt und mit Worten gut umzugehen weiss - technisch wie auch textlich. Als Mitwirkende werden u. a. Marco Polo für die Produktion und Wordsworth, Supastition, Hook-Legende und Stimmungsmacher DV Alias Khryst und auch Jean Grae als Songgäste an Bord geholt.

Und diese Zutaten ergeben zusammen ein fast einstündiges, in sich vollkommend stimmiges Hörerlebnis, in dem man einen weitgehend resümierenden und nachdenklichen Pumpkinhead geboten bekommt, der einiges zu erzählen hat. Wirklich Neues berichtet er nicht, es sind typische Inhalte von einem Untergrundrapper, der hin und wieder versucht, bereits Gesagtes neu zu verpacken wie etwa im gut produzierten "Grenades", in dem er sich nicht als gutlebender Zivilist, sondern eher als Soldat im Krieg ansieht, wobei typischerweise gegen Bush geschossen wird ("Give me a bulldozer/and before the world is over/ I'll find Bush and his daddy and run both their asses over/ The Bush's are trigger happy/ and wanna be in the war/ Two people that like raising taxes and killing the poor"); solche Kriegsszenario-Vergleiche gabs aber in den 90er schon en masse (wenn auch ohne Bushkritik natürlich). Immerhin hat der übergewichtige Rapper in fast jedem Track was anderes zu erzählen, so legt er uns seine Reimfreude in "I Just Wanna Rhyme" nahe, "Rock On" gleicht einer Biographie in Kurzform und "Authentic" lässt den Inhalt erahnen: "this hip hop music for your soul".

Man muss Pumpkinhead zugute halten, dass er zwar nichts völlig Neues auf dem Markt bringt, sei es musikalischer Grund und Boden, oder eben auf Textebene bezogen, aber man glaubt ihm jedes Wort, "Authentic" ist auch, jenseits des zweiten Titels auf der gesamten Platte vorhanden; zudem werden langweilige, ausgeleierte Thematiken à la Drogen, Prostituierte und Schusswaffen außer Acht gelassen, weswegen alleine man viel Sympathie für den Protagonisten dieser LP hegen kann.

Pumpkinhead verändert mit "Orange Moon Over Brooklyn" nicht die Hip Hop-Welt, aber er kann sich mindestens als kraftvoller, aussagekräftiger und absolut glaubwürdiger Rapper präsentieren, der souverän und überzeugend seine Show abzieht. Und der Kanadier im Rücken bietet nicht innovativsten, aber sicherlich feinsten Neo-Boom Bap, mit einigen richtig tollen Nummern wie das atmosphärische Schlussstück, das liebliche "Anything", oder die bereits genannten "Rock On" (mit einem schwermütigen Beat) oder "Authentic". Undergroundlienbhaber tun gut daran, Pumpkinhead nicht verpasst zu haben!


3 Feet High and Rising [ENHANCED]
3 Feet High and Rising [ENHANCED]
Preis: EUR 16,11

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4.5 Sterne, 13. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: 3 Feet High and Rising [ENHANCED] (Audio CD)
Ein Rap-Album der 80er, welches verdientermaßer das Prädikat Klassiker beanspruchen darf, ist "3 Feet High And Rising" der dreiköpfigen Spassgruppe De La Soul. Mitzählen darf man eigentlich auch Prince Paul, einer der größten Beatkreierer seiner Zeit (und eigentlich auch in den zwei Dekaden danach), der für die komplette musikalische Inszenierung der Platte zuständig gewesen ist. Das Recht auf Klassikerstatus hat die Scheibe deswegen, weil sie in höchsten Maße innovativ und mutig war. Der Gangsta-Rap dominierte das Geschehen mittlerweile vollkommend, höchstens die Beastie Boys, Run DMC und Public Enemy konnten noch ähnliche Erfolge einfahren; und dann kamen drei intelligente Jungs aus normalen, sozialen Verhältnissen, die zwar keine Ghetto-Stories an den Tag legen konnten, dafür jede Menge kreative Musik.

Erstmal beeindrucken sie mit cleveren, druchdachten Reimen; zudem bildeten sie eine angenehme Abwechslung zu der recht aggressiv gehaltenen Konkurrenz à la PE oder Westcoast-Gangsta-Rap. Musik machte auf einmal wieder Spass und man konzentrierte sich auf weniger ernste Angelegenheiten (allerdings nicht ausschließlich); auf nur Spassmusik (was frühesten Hip Hop aus den 70er ausgezeichnet hat) ist "3 Feet High And Rising" nicht zu reduzieren, die De La Soulsche Ideolige ist zwar wirr, unterhaltend,bunt (siehe auch die Coverumsetzung) und verrückt, aber auch vielfältig (so ist der Track "Say No Go" der zerstörerischen Kraft von Drogen gewidmet)! Man kann auch verallgemeinernd sagen, die drei Typen reden/texten über so ziemlich alles, stets mit einer Prise Humor dabei.

Das Highlight dieses Longplayers ist aber ohne Frage die grandiose Produktion, angeregt von einer Vielzahl toller Samples, die wunderbar chaotisch zusammengepuzzelt wurden (erinnert von der Aufmachung her etwas an das "It Takes A Nation..."-Album) und letztlich ein, im Endeffekt homogenes Gesamtkunstwerk ergaben. Die Idee des Samplens und der Einführung von Jazzfetzen ist dem "Native Tongue" angesiedelt, wobei der Begriff einen kleinen Streitfall darstellt in dem Sinne, ob man darunter einen Musikgedanken versteht oder ein Kollektiv aus diversen Artisten (zu denen neben De La Soul beispielsweise auch die Jungle Brothers oder ATCQ zu nennen sind), die diesen Gedanken in die Praxis umsetzen. Wie auch immer, will man eine Hörprobe von typischen Native Tongue-Sound bekommen, braucht man einfach dieses De La Soul-Debut anhören (oder auch "Straight Out The Jungle").

Die Platte sollte an einem Stück durchgehört werden, um am besten zur Geltung zu kommen; es gibt natürlich auch ein paar Highlights, die sich vom Rest etwas absetzen können, z. B. "The Magic Number", "Jenifa Tought Me", "Tread Water" oder das ziemlich bekannte "Me Myself And I"; der absolute Höhepunkt findet sich jedoch bei "Eye Know" wieder, den ich ohne mit der Wimper zu zucken zu den 10 besten Hip Hop-Track überhaupt zählen würde (auch wenn ich keine Befürworter solcher Listen bin). Wenn ein Song es vermag, De La Soul als Ganzes möglichst genau wieder zu spiegeln (was sich normalerweise als unmöglich erweist), dann dieser.
Abschließend kann festgehalten werden, dass "3 Feet High And Rising" nicht einfach nur gut ist, sondern enorme Inspiration, was das gute Nässchen bei der Suche nach wunderbaren Samples bei den verschiedensten Artisten der 90er und auch des 21. Jahrhunderts, geben konnte. Die Gruppe hat mittlerweile sieben oder acht Alben auf den Markt gebracht, doch dieses hier ist zusammen mit seinem Nachfolger als das beste anzusehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2011 4:59 PM MEST


We're in This Thing Together [Vinyl LP]
We're in This Thing Together [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3.5 Sterne, 13. Mai 2011
Eine CD aus den späten 80er, die so recht übergangen und mit herzlich wenig Aufmerksamkeit empfangen wurde ist Low Profiles "We're In This Together". Low Profile, ein DJ-Rapper-Gespann, dürfte kaum jemand kennen, wenn ich aber den Namen des Rappers, nämlich WC, nenne, könnte sich die Ausgangslage vielleicht ändern. Immerhin kann dieser Mann diverse Feature-Beiträge bei mehreren Ice Cube-Platten aufweisen; außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass er Teil der Westside Connection (gewesen) ist, die 1996 ein anständiges Debut auf die Beine gestellt haben.

Den für die Beats Zuständigen, DJ Aladdin, dürfte auch dem einen oder anderen bekannt sein, vielleicht nicht aufgrund dieser LP, aber möglicherweise wegen seinem Zutun auf Alben wie "O.G." von Ice T oder "Return Of The Funky Man" von Lord Finesse. Bleiben wir bei "We're In This Together", stellt man fest, dass man bereits hier eine rundum starke Produktionsdarbietung geboten bekommt; dieser Eindruck wird schon im ersten Track, "Funky Song", gefestigt. "Pay Ya Dues" erinnert ein bisschen an harten EPMD-Funk, das entspannende Sample "Keep Em' Flowin" dürfte den meisten bekannt sein und wird wunderbar von WCs ruhig ausgeführten Rapparts begleitet, in "Aladdin's On A Rampage" demonstriert der gleichnamige DJ seine Scratch-Fähigkeiten, "How Ya Livin'" ist ein sehr souliges Stück (welches noch desöfteren gecovert wurde), ebenfalls sehr relaxend, und am Ende hat man dann noch zwei eher vorantreibende, partytaugliche Nummern mit "Make Room For The Dub" und dem gleichnamigen Albumtitel.

WC präsentiert sich 1989 ganz anders als auf "Bow Down", ruhiger, entspannter, kurzum facettenreicher. Und der erweist sich als sehr fähiger Artist, sowohl seine Texte, als auch sein Reimtechnik sind qualitativ hochwertig; er kann ohne weiteres mit Westcoast-Konkurrenten wie Ice T, Cube oder MC Ren Schritt halten, Eazy E oder Dre üerbietet er ohnehin.

Abschließend ist zu sagen, dass man nur bedauern kann, dass diese LP trotz ihrer vorhandenen Qualität nicht wirklich Aufmerksamkeit ernten konnte, woran es genau lag, weiss ich nicht, immerhin wurden zwei Videos ausgestrahlt, in denen sogar ein junger Coolio Kurzauftritte hatte. Heute ist sie ziemlich rar und auch außer Produktion; man kann nur hoffen, dass sie irgendwann wieder neu gepresst wird.


In Control Vol.1 (Special Edition)
In Control Vol.1 (Special Edition)
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 45,47

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4 Sterne, 13. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: In Control Vol.1 (Special Edition) (Audio CD)
Spricht man über große Producer im Hip Hop-Geschäft der 80er, so steht Marley Marl zweifelsfrei ganz oben auf der Liste. Vor allem im Jahr 1988 dürfte er gute Chancen haben, den ersten Platz für sich zu beanspruchen, immerhin hat er komplette Regie übernommen bei den Solo-Alben von damaligen Rap-Berühmtheiten wie Big Daddy Kane ("Long Live The Kane"), Biz Markie ("Goin' Off") und MC Shan ("Born To Be Wild"). Nun taucht im selben Jahr sein Debut namens "In Control Vol. 1" auf.

Dabei ist Herr Marl traditionellerweise für den Sound zuständig und lädt diverse Bekannte Rapartisten aus dem Juice-Crew-Umfeld (irgendwann Mitte der 80er entstanden - vornehmlich Queensbridgestämmige) als Gäste ein, dazu zählen Leute, die damals ziemlich angesagt gewesen sind, wie die bereits gennanten Big Daddy Kane, MC Shan, Biz Markie oder Heavy D, aber auch welche, die noch heute (bzw. in den letzten Jahren) ziemlich aktiv (gewesen) sind, nämlich Tragedy Khadafi und Masta Ace. Khadafi hatte einen ziemlich großen Einfluss auf die Queens-Szene, etwa als Hauptregisseur von CNN's Klassiker "The War Report"; so gesehen könnte man Marl als Wurzel diverser Queens-Klassiker der 90er bezeichnen, aber dies ist wohl etwas weit gegriffen. Zumindest darf man seinen Einfluss, der ohne Zweifel existierte, nicht ganz außer Acht lassen. Auf der anderen Seite ist Masta Ace jemand, der sowohl in den 80er, als auch in den 90er und in der vergangenen Dekade aktiv war und gleichzeitig qualitativ überzeugte (in den 90er u. a. in seiner M.A.I.-Gruppe und vor allem in den Jahren 2001 und 2004, in denen seine wohl stärksten Releases das Licht der Welt erblickten).

Nun aber zur Kompilation. Bewertet werden nur die 1988 erschienen 10 Tracks, Bonus CD und Titel werden nicht unter die Lupe genommen. Die beiden bekanntesten Songs waren glaube ich "The Symphony", bei dem auch ein gewisser Kool G Rap mit an Bord war, und "Droppin' Science"; die anderen acht Titel können alle jedoch gut und gerne mithalten. Und, obwohl man den etwas veralteten Sound heraushört, können sie auch heute noch überzeugen, vor allem die zweite Hälfte weiss zu gefallen ("Duck Alert" ist ein tolles minimalistisch gehaltenes Stück, welches an 90er-Sound erinnern lässt, "Simon Says" überfällt mit gute-Laune-Stimmung und gehobenen Tempo, auch MC Shans verstörter Beat gibt allen Grund zur Freude und "Wack It" ist ein richtiger Party-Kracher). Neben der absolut gelungenen Produktion von Seiten Marls, machen die Rapper ihre Aufgabe im Grunde ebenso gut; es ist ohnehin interessant, gerade Personen wie Tragedy oder Ace in ihren Anfangstagen zu hören.

Die CD hat bereits mehr als zwei Jahrzehnte auf dem Buckel und macht heute dennoch Spass. Alle Hip Hop-Freunde, die nicht mit den 80er groß geworden sind (wie meine Wenigkeit), aber Einblicke gewährt bekommen wollen, sollten sich diese Kompi zu Gemüte führen, es handelt sich m. E. um einen perfekten Einstieg, da die Musik relativ zeitlos ist und nicht sofort abschreckt, wie es sicherlich andere machen; danach kann man auch ein paar Schritte weiter gehen und diverse Soloalben der Juice Crew-Mitglieder anhören. Man kann hierbei durchaus den Begriff (kleiner) Klassiker verwenden!


Cloud Nine
Cloud Nine
Wird angeboten von Schöne_Klang_Juwelen
Preis: EUR 49,73

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4.5 Sterne, 6. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Cloud Nine (Audio CD)
Eigentlich war Nine bereits vor 1996 tätig, hatte etwa sein eigentliches Debut bereits ein Jahr zuvor hingelegt, doch reden tut man eher (sofern man diese Gestalt kennt) von diesem Werk: "Cloud 9". Nicht, dass sein Debut schlecht gewesen wäre, dafür ist Nine ein viel zu genialer Rapper, aber gegen das vorliegende Album geht es wohl gnadenlos unter. Das liegt daran, dass "Cloud 9" nahe der Perfektion kommt - in allen Belangen.

Fangen wir mit Nine selbst an; der Mann zählt zweifelslos zu den unnachahmlichsten Rappern überhaupt; das liegt einerseits an seiner bedrohlich tiefen Stimme (gegen die man Ja Rule und DMX getrost in die Tasche einstecken kann), andererseits an seiner starken Performance und seiner kompromisslosen Art, wütende und knochenharte Verse um sich zu spucken. Sein Reimschema ist simpel gestaltet, dafür dringt seine knallharte Wortwahl, untermalt mit eindringenden Kopfnickerbeats, direkt ins Gehirn der Hörer ein - und bleibt auch dort haften. Wer sich ein Bild von Nines Rapkünsten machen will, kann sich die ersten beiden Tracks (Intro nicht mitgerechnet) anhören und einen bärenstarken Vers nach dem anderen genießen ("Enter my cypher where everythings black, The rap makes me act the beast I attack"; "I feels like a soldier stuck behind enemy lines, In the world of man evil 'cause man ain't kind"; "Only the good die young so I'm bad as fuck, Pass the buck and be shit out of luck"; etc.). Seine verrauchte Stimme geben zu diesen Reimen dann noch das i-Tüpfelchen - harte Inhalte mit einer harten Stimme und schließlich auf harten Produktionen.

Und die Produktionen tun ihr Übriges, um die starken Texten mit musikalischer Qualität zu beschmücken. Sie trägt typischen "Mitte-der-90er-New-Yorker-Strassensound" mit sich, d. h. rau, trocken, düster, staubig, dreckig! Beats sind einfach gestaltet, gearbeitet wird u. a. mit Klaviertönen und Streichern, ähnlich wie es andere aus Bronx-, Queens- u. a. aus New Yorker Stadtteile stammende Rapper taten (siehe Mobb Deep, Onyx, CNN etc.), allerdings mit einer eigenen Unternote natürlich. So hat "Not Part A Me" einen ziemlich einzigartigen Beat, bei "Warriors" werden neue Musikwege eingeschlagen, indem Bounty Killer für Ragga-Einflüsse sorgt, was sich als gelungenes Vorhaben erwiesen hat. Einer der stärksten Songs dürfte sicherlich das, unter Kennern nicht unbekannte "Make Or Take" sein, welches während der Hook wundervoll mit Saxophoneinsätzen beigelegt ist (Smoothe Da Hustler, der im selben Jahr sein Debut hinlegte, begleitet Nine als Feature in diesem Track, zu dem auch ein Video gedreht wurde); außerdem sollte der, bereits vor 1995 gemachte Track "Four Chicken Wings & Rise" erwähnt werden, der ruhigste Titel auf der LP, der eine schöne, entspannende Atmosphäre heraufbeschwört.

"Cloud 9" (die Zahl neun ist übrigens aus mehreren Gründen Nines Lieblingszahl) gehört zu den großen Rap-Klassikern der 90er - nicht nur Eastcoast betreffend. Man bekommt eine fast fehlerlose Inszenierung vom harten Bronx-Straßenleben dargeboten, die besser nicht hätte angefertigt werden können, weder soundtechnisch, noch was Performance und Flow angeht (und die Stimme tut wie erwähnt ihr zusätzliches Übriges). Selbst das dunkle farbenlose Cover ist sehr gut gewählt und verstärkt die raue Atmosphäre. Leider genießt die Scheibe nicht die Aufmerksamkeit, die ihr gebührt, hinzu kommt, dass sie zudem äußerst rar und kaum noch zu erhalten ist. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie ein weiteren großen Grund darstellt, weswegen 1996 unter Hip Hop-Freunden als eines der stärksten Jahre dieses Genre gezählt wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2013 11:14 PM MEST


The Hour of Reprisal
The Hour of Reprisal
Preis: EUR 15,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3.5 Sterne, 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: The Hour of Reprisal (Audio CD)
"What's Wrong With Bill?" konnte vollends überzeugen, nicht nur bei den Fans, auch diverse Rezensionsseiten gaben positive Statements über Ill Bills Erstlings. Nun erschien 2008 der fast schon langersehnte Nachfolger: "The Hour Of Reprisal". Die Tracklist lässt gemischte Gefühle aufbrodeln, zwar hat man sowohl auf Producerseite, als auch bei Gastrappern viel Bekanntes vorzuweisen, was automatisch zur Befürchtung führt, Ill Bill aus dem Blick zu verlieren und stattdessen Einheitsbrei zu fressen.

Zum Glück schafft es der charismatische Bill, diese Zweifel zu bereinigen und alle Skeptiker zum Schweigen zu bringen, denn man bekommt es hier mit einer starken "Ill Bill-Show" zu tun. Die Gastbeitritte verstärken aber diese Show und dienen als Abwechslungsbringer. Vor allem die Produzenten können gute Arbeit leisten, errichten größtenteils absolut geeignete Beats für den aggressiven Hauptdarsteller (wie etwa DJ Premier, Bills Bruder Necro oder DJ Muggs) und können für eine gewisse musikalische Vielfalt sorgen, auch wenn es die dynamischeren Beats sind, die man hier in höherer Anzahl vorfindet. So sind "White Nigger" (mit fragwürdigen und etwas zu krassen Textinhalten), "I'm A Goon", "A Bullet Never Lies", "Trust Nobody" und "My Uncle" (mit einem monströsen Sound, als würde man in die Schlacht ziehen) typische Songs, in denen der Rapper sich richtig auslässt.

Etwas anderen, mehr sozialkritisch und nachdenklich gehaltenen Inhalt findet man dagegen in Tracks wie "U.B.S." und "Society Is Brainwashed" vor, letzterer mit gelungenem Video dazu. Als richtiges Highlight kann das überragende "War Is My Destiny" angesehen werden, eine Art Weltuntergangssong mit zerstörischer Hook von Max Cavalera und einem höllischen Immortal Technique, der mit einer für ihn typischen, epischen Strophe daherkommt ("But I seduced the daughters of man and made the Nephilim, I demanded human sacrifice from the rest of them, I became the spirit that tortured and protected them, And I built them the tower of language that collected them"), die wirklich nur er zustande bringen kann.

Abschließend ist zu sagen, dass Ill Bill überzeugt, vielleicht nicht so wie auf seinem Debut, aber es reihen sich genügend Titel ein, die für längerer Zeit in Erinnerung bleiben werden (vor allem der von Premier produzierte Track und "War Is My Destiny"). Einzig vorzuwerfen ist, dass man vielleicht den ein oder anderen "härteren" Track hätte rausschmeißen können, davon gibt es etwas zu viel des Guten, ansonsten: starker Zweitling!


Step in the Arena
Step in the Arena
Preis: EUR 10,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4 Sterne, 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Step in the Arena (Audio CD)
Vielleicht mag man "Moment Of Truth" oder "Daily Operation", vielleicht auch "Hard To Earn" als bestes Gangstarr-Album nennen; dass die erfolgreiche Karriere des DJ/Rapper-Gespanns aber in den frühesten 90er mit "Step In The Arena" anfing, auf welchem der gedankliche Grundstein hinter Premiers und Gurus simplen, aber genialen Erfolgsrezept dargeboten wurde, darf nicht vergessen werden. Eigentlich steckt hinter dieser Scheibe alles, was die beiden ausmachen und all das, was danach folgte, war nicht mehr oder weniger reine Kopie, auch wenn Diverses perfektioniert wurde.

Dabei hatten die beiden bereits in den späten 80er ihr Debut hingelegt, welches aber ziemlich in Vergessenheit geraten ist (auf Greatest Hits-CDs z. B. sind nie Titel von "No More Mr. Nice Guy" enthalten, wenn ich mich nicht irre) . Auf "Step In The Arena" fing Premier an, einfach gestaltete Beatmuster aufzustellen, die an manchen Stellen minimale Veränderungen aufweisen (beim Hook etwa) und ansonsten gleich bleiben, dabei verwendete er viele Jazz-Elemente und baute sowohl Funk- als auch Soul-Samples ein, die dem musikalischen Ganzen noch das gewisse Etwas verliehen; Boom Bap vom feinsten wurde letztlich kreiert. Und Guru bietet bei seinem Job auch nicht viel Abwechslung, Stimmlage, Geschwindigkeit, Emotionszustand und Intonation werden nicht wirklich großartig geändert - wozu auch? Genauso funktionierte die Gangstarr-Logik und diese war der Grund, weswegen auch alle zukünftige Werke ohne jegliche Ausnahme zu schönen Hörerlebnissen wurden; eine Tatsache, die selten in der Musikbranche auftritt.

Rapper und Produzent/DJ ergänzen sich prächtig, Guru passt zu Premiers Beats wie die Faust aufs Auge, deswegen kann man die CD, die ohne Feature auskommt, auch ohne Skip-Betätigung durchhören. Und das auch heute noch, obwohl mittlerweile über 20 Jahre verstrichen sind; wer hätte gedacht, dass so minimalistische Beats einen so zeitlosen Effekt mit sich tragen? Tracks wie "Who's Gonna Take The Weight?", das trockene und starke "The Meaning Of The Name" oder "Take A Rest" können mit heutigen Hip Hop-Titel mühelos mithalten, wenn nicht sogar diese überbieten; auch das "Execution Of A Chump" möchte ich nicht unerwähnt lassen, bei dem mir die melancholische Atmosphäre gefällt.

Sicher, alle vier Alben, die Gangstarr darauf veröffentlichten, sollten alle mindestens genauso gut werden, meistens sogar besser, zumindest sehe ich das heute so; aber all diese Alben haben ihren "ideologischen" Ursprung eben in dieser CD und deswegen ist sie als was Wertvolles anzusehen, zumindest was gute Hip Hop-Musik angeht.


The Book of Shabazz (Hidden Scrollz)
The Book of Shabazz (Hidden Scrollz)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 16,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 4 Sterne, 2. Mai 2011
Endlich erschien 2003 das langersehnte Debutalbum von Sunz of Man-Mitgründer Shabazz the Disciple. Wie hier von anderen Rezensenten schon richtig festgestellt wurde, handelt es sich eher um eine Mischung von Best Of-Tracks (u.a. von Baby Js "Birth"), Zusammenstellung einiger Singles sowie einiger neuer Titel. Alles zusammen ergibt "The Book Of Shabazz", welches nun als vollwertiges Werk angesehen werden kann. Einige Wu-Fans kennen ihn wohl bereits - abgesehn von einigen Maxis und neben den SoM-Auftritten - als Gastrapper der Gravediggeralben der 90er, auf denen er legendäre Darbietungen bot ("Diary Of A Madman").

Denjenigen, die mit Shabazz etwas anfangen können, brauche ich nicht viel zu erzählen, den anderen sei gesagt, dass man es mit einem höchst charismatischen Rapper zu tun hat, der einen unglaublich starken Flow besitzt und mit seiner Technik alle Hip Hop-Gemüter bewegen und mitreißen kann. Nun aber zum Album/Kompilation; zu den altbekannten Singles gehören "Crime Saga", "The Lambs Blood" und "Street Parables", die allesamt schlichtweg großartig sind und zu den stärksten Tracks der Platte zählen, einzig "Death Be the Penalty" fehlt, der m. E. stärkste Solo-Track von ihm überhaupt. Außerdem ist die "War Trilogy" mit dabei, vielleicht einigen vom "Birth"-Album bekannt, die anderen dürfen auf höllische Atmosphäre gespannt sein. "Brooklyn Bullshit" gehört schon zu den etwas "neueren" Titel dieser Zusammenstellung.

Neben den aus der Vergangenheit bekannten Titel fügen sich die neueren gepflegt ein, ohne den vorhandenen roten Faden zu zerschlagen; würde man die 90er-Tracks nicht kennen, so könnte man nicht erahnen, welche der Songs "neu" und welche "alt" sind. Deswegen sehe ich diese CD auch als vollständiges Werk und würdiges Solodebut an. Thematisch bleibt alles beim Alten, attackiert werden diverse Labels, "Fake-Rapper", Musikindustrie, die gesamte, mittlerweile seelenlose Hip Hop-Szene, soziale Umstände im Ghetto usw. Die Themen betreten somit nicht gerade Neuland, dafür bekommt man eine einzigartige und unnachahmliche Vorstellung von Shabazz' technischen Mic-Fähigkeiten geboten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Wer mal eine Kostprobe hören will, sollte sich beispielsweise "Oasis" oder "Surrender" zu Gemüte führen. Hip Hop solcher Art ist auf seine Weise kaum noch zu finden und eben deswegen wertvoll. Hätte Shabazz noch "Death Be the Penalty" raufgepackt, wäre ich auf 4.5 Sterne hochgegangen, so verbleibe ich bei guten 4.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 15, 2011 2:43 PM MEST


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