8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die letzten 3 Songs allein sind schon das Geld für das Album wert!, 1. Juni 2012
Wer skeptisch ist und befürchtet, dieses Album sei nur ein Abklatsch der alten Beach Boys-Glanzzeiten und in erster Linie Geldmacherei zum 50-jährigen: Entwarnung! Nein, das Album hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Brian Wilson hat es selbst produziert, und man merkt es: Selten hat man so ausgefallene, harmonische und anspruchsvolle Arrangements auf einem Pop-Album in den letzten Jahrzehnten gehört. Die Instrumentierung ist perfekt und schafft einen herrlich verträumten und natürlichen Klangteppich. Das ist kein Schnellschuss, sondern mit Liebe und Handarbeit produzierte Musik, das merkt man.
Der Höhepunkt des Albums sind sicher die letzten 3 Songs, die man am besten als Einheit hören sollte: Wären diese 1967 erschienen, würden sie heute wohl als Meilenstein der Popmusik gelten: Geniale Melodieführung, der phänomenale Chorsatz (wirklich wie in alten Zeiten!), und die Einleitung des letzten Stückes weckt Erinnerungen an das Intro von "Wouldn't It Be Nice", allerdings in sentimentaler Form. Wenn es die perfekte musikalische Coda für den Sound der 60er gibt, dann ist es der letzte Song auf dieser CD.
Die Songauswahl ist bunt gemischt, nachdenkliche Songs wechseln sich mit fröhlichen Uptempo-Nummern ab und verbreiten insgesamt sehr gute Laune.
Einige mögen kritisieren, dass mancher Song etwas glatt und zu wenig experimentell klingt - gut, das Album ist natürlich kein "Smile", aber dafür kann man das ganze Album wunderbar am Stück durchhören, und es ist immer noch um Welten anspruchsvoller als das meiste, was wir heute an Popmusik zu hören bekommen.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung! (von einem 38-jährigen Brian Wilson-Fan)