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Rezensionen verfasst von
Elke Seifried

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Nashörner haben auch Gefühle
Nashörner haben auch Gefühle
von Ulrike Leistenschneider
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lassen sich Nashörner vertreiben?, 29. September 2014
Nashörner haben auch Gefühle ist der zweite Band um Lea, für mich der erste, aber ich war sofort in der Geschichte und Lea, ihre Familie und ihre Freunde haben mich wirklich besonders gut unterhalten.

Lea, die im ersten Teil wohl mit dem längsten Liebesbrief der Welt begonnen hat, wurde von ihrer großen Liebe Jan geküsst. Doch leider ist seither Sendepause. Warum meldet er sich nicht? Sind sie doch nicht zusammen? Was ist bloß los? Das heißt auch, dass der Liebesbrief weiter gehen muss. Da das mit einem langen Brief so eine Sache ist, wird das hier eher eine Art Tagebuch. In dieses dürfen natürlich nicht nur ihre Gedanken an Jan, sondern auch alles andere. Die Probleme in der Familie, wie es so mit den Freunden und in der Schule läuft und natürlich dürfen die Comics und Bilder nicht fehlen, Lea ist schließlich die beste Comiczeichnerin überhaupt. Wer nun wissen will, wie es in der schrägen Familie auf und zu geht, ob Jan der Traumprinz wird oder ob die Nashörner auf jemanden anders anspringen, der muss selber lesen.

Wer kennt es nicht, Teenieliebe kann ganz schön anstrengend sein und da geht es Lea auch nicht anders. Sie ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich konnte so nachfühlen, wie sie hier auf Warteposition sitzt und so gut wie nichts machen kann. Gefühle kann man einfach nicht erzwingen und noch viel weniger lassen sich die Nashörner vertreiben. Nur gut, dass es Pinky gibt, die super taffe Freundin. Auf die kann sie so richtig zählen und ich fand sie nur klasse. Ihre flotten Sprüche und ausgefallenen Ideen haben für ganz viel zusätzlichen Pepp gesorgt. Wobei die ganze Geschichte ja vor kreativen Ideen regelrecht sprüht. Da gibt es die etwas außergewöhnliche Familie mit der esoterisch angehauchten Mudda, dem Vater, der nicht aus seiner Haut kann, und natürlich auch den kleinen Bruder Troll, die für zusätzlichen Zündstoff und gute Unterhaltung sorgen. Nicht zu vergessen auch die Oma, die sich einnistet und damit für einen mehr oder weniger großen Generationenkonflikt sorgt. Und klar gibt es da noch jede Menge Freunde, die auch alle so ihre liebe Not mit der richtigen Liebe haben. Nicht zu vergessen ist auch Krötenkaro, weil man eine Hassfigur ja auch braucht, alles in allem eine gelungen bunte Mischung.

Das Cover ist schon der richtige Hingucker und das Neongrün sticht so sehr, dass einem gar nichts anders übrig bleibt, als zu diesem Buch zu greifen. Und genau dieser Maget wirkt innen weiter. Denn hier gibt es zu der süßen, lustigen, teils aber auch ernsten Geschichte noch jede Menge zum Gucken. Kleine Comics, Nashörner, die die Gefühle prima darstellen, eine ganz eigene, besonders hässliche Kröte nur für Caro und ganz viele weitere kleine Details laden einen richtiggehend ein dieses Buch zu genießen. Die Illustrationen passen auch immer perfekt zum Text, da gebührt der Illustratorin wirklich ein ganz großes Lob.

Aber natürlich muss für 5 Sterne die Geschichte auch dazu passen. Und das hat die Autorin geschafft. Diese Geschichte ist nicht nur eine Liebesgeschichte, wie sie eh jeder kennt, sondern es steckt noch viel mehr in diesem Buch. Werte wie Freundschaft, Familie und Zusammenhalt, super viele lustige Szenen und natürlich die Spannung, ob es denn jetzt noch was wird mit dem Liebesglück, fesseln einen ans Buch.
Volle Leseempfehlung von meiner Seite.


Ein MORDs-Team, Band 1: Der lautlose Schrei (Jugendkrimi)
Ein MORDs-Team, Band 1: Der lautlose Schrei (Jugendkrimi)
Preis: EUR 2,49

5.0 von 5 Sternen Super Auftakt und gemeiner Cliffhange, mich hat der Autor schon gepackt, 28. September 2014
MORDs Team ist der Auftakt für eine Jugendkrimireihe und hat mich wirklich vollkommen überzeugt, ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bände.

Es geht sofort spannend los. Bei einem kleinen Rückblick ins Jahr 1984. Ein paar Jugendliche wollen in die Schule einbrechen um die Prüfungsaufgaben zu stehlen, dabei wird ein Mädchen ermordet und eine mysteriöse Gestalt flieht mit Videobändern. Der Einstieg ist schon so mysteriös, die dunkle Atmosphäre, natürlich auch die Angst und das Entsetzten machen super neugierig auf diesen Krimi.
Dann geht es in der heutigen Zeit weiter. Da es sich um den ersten Teil handelt, müssen die vier aus dem Mords Team sich natürlich erst einmal kennenlernen. Mason, Olivia, Randy und Danielle, vier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dennoch haben sie ein Ziel. Bei Mason wurden im Schulspind Drogen entdeckt. Er will wissen, wer ihn von der Schule haben will, sein Freund Randy hilft ihm. Danielle heftet sich aus einem ganz anderen Grund auf die Fersen des Dealers Thompkins und Olivia, die Fotografin für die Gazette, ist immer auf der Suche nach interessanten Sachen. Bei ihren Versuchen hinter die Drogengeschichte zu kommen, stoßen sie dabei zufällig auf Unterlagen zu diesem alten Fall. Warum versucht jemand schon seit 30 Jahren erfolglos den Mörder des Mädchens von damals zu finden?

Die vier Jugendlichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Und genau diese Mischung finde ich super gelungen. Mason der gescheiterte Supersportler, der wegen seiner arroganten Art verhasst war, Randy, der Nerd, der Mason jetzt toll zur Seite steht, Danielle, das verwöhnte Töchterchen aus reichem Haus, das gar nicht so glücklich ist und natürlich Olivia, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, bieten jede Menge Zündstoff. Olivia musste sich schon immer behaupten, ist daher auch sehr selbstbewusst und nimmt es leicht mit Mason auf. Da sind Konflikte natürlich vorprogrammiert, aber genau das macht das Zusammenspiel der vier ja auch so interessant. Randy, nicht reich nicht arm, ist für mich so eine Art Vermittler und ist mir richtig ans Herz gewachsen. Mit Danielle, die sich immer mehr bewusst wird, das Geld allein nicht glücklich macht, kommt die Kluft zwischen Arm und Reich immer wieder zum Tragen. So fließen auch soziale Konflikte im Hintergrund mit ein, was mir gut gefällt.
Der Schreibstil des Autors liest sich wirklich hervorragend. Leicht flüssig geht die Geschichte vonstatten und neben der Spannung gibt es auch immer wieder etwas zum Schmunzeln.
Die Story an sich wird wirklich von Seite zu Seite noch spannender. Bei der Drogengeschichte wird es gefährlich, super aufregend und dann wird man mit völlig unerwarteten Wendungen konfrontiert. Der Fall ist am Ende auch mehr oder weniger abgeschlossen. Die Frage nach dem Wer hat die Drogen reingepackt und warum, ist auf jeden Fall geklärt, offen bleibt aber, wie die ganze Geschichte mit dem alten Fall zusammenhängt. Und dass sie das tut, das wird nach und nach immer mehr klar. Am Ende steht natürlich ein gemeiner oder guter Cliffhanger? Da ich mir wünsche, dass Kids viel mehr zum Buch greifen, würde ich sagen, ein guter, denn ich bin wirklich super gespannt und werde den zweiten Band wohl auf jeden Fall lesen müssen. Bleibt zu hoffen, dass es den Teenies auch so geht.


Wadenbeißer: Roman (Frauenromane im GMEINER-Verlag)
Wadenbeißer: Roman (Frauenromane im GMEINER-Verlag)
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Wadenbeißer, 26. September 2014
Sibylle wurde von ihrem langjährigen Lebensgefährten überraschend vor die Tür gesetzt. Wohin jetzt nur so schnell? Klar zu Schwester Maxi. Auch wenn man sich jahrelang so gut wie nie gesehen hat, muss eine Schwester doch helfen oder nicht? Und da hat sie Maxi genau richtig eingeschätzt. Obwohl Maxi alles andere als erfreut ist, dürfen Sibille und ihr Wadenbeißerchen Filou erst einmal im trauten Familienheim einziehen. Weder die zwei Söhne noch Ehemann sind begeistert von dem „neuen“ Familienzuwachs. Kaum verwunderlich so dreist frech, wie sich dieser bereit macht. Und das gerade jetzt. Maxi hat endlich wieder einen guten Job gefunden, außerdem wird sie aufgrund ihrer gelungenen Kolumnen zu Anne Will eingeladen. Nach ihrem emotionalen Statement zur erbärmlichen Situation für junge Mütter am Arbeitsmarkt, hat sie nicht nur mit der Familie Probleme die es zu bewältigen gibt.

Sibylle, die sich dermaßen dreist einnistet, hat wirklich Zorn und Ärger bei mir geschürt. Das Modepüppchen, das außer Shoppen nicht wirklich viel kann, macht es Maxi wirklich nicht leicht. Maxi die gutmütige Seele, die es allen in der Familie recht machen will, hat es wirklich schwer. Da ich auch ein Mensch bin, der ganz lang alles schluckt, konnte ich mich super gut in sie hinein versetzten. Ehemann Alex erscheint eher am Rande, der macht sich ganz schnell dünne, als Sibylle auftaucht. Dafür sorgen die zwei Jungs Jan und Till für jede Menge Abwechslung, von lustig bis tragisch war alles dabei.
Ich hätte mir vielleicht noch ein wenig mehr Zankerei zwischen Sibylle und Maxi erwartet, manche Dinge dabei vielleicht auch ein wenig ausführlicher. Das tritt zugunsten des anderen Schwerpunkts etwas ins Hintertreffen.
Neben dem Familienstreit geht es eben auch um die berufliche Situation von Frauen und jungen Müttern. Mit gelungenen Kolumnen aber auch mittels ihrer Fernsehauftritte macht Maxi unmissverständlich deutlich, an was es bei unserer deutschen Familien- und Arbeitspolitik krankt. Sie fasst dabei aber auch an die Nasen der Frauen selbst. Toll wäre, wenn ihre Forderungen Realität werden würden, ganz klar, aber ich befürchte davon sind wir noch viele Schritte entfernt.

Interessant war für mich die Entwicklung der beiden Schwestern zu beobachten. Einige Szenen waren für mich etwas langatmig, manches fand ich auch übertrieben oder ich bin schlichtweg anderer Meinung. Dazu muss ich aber sagen, dass ich keine Mutter bin und das Glück habe, einen Beruf zu haben, bei dem es wirklich keinerlei Benachteiligung für Frauen und junge Mütter gibt. Außerdem bin ich finanziell unabhängig und mein Motto ist eher, selbst ist die Frau, und weniger, wer kann Frau bestmöglich helfen. Also vielleicht nicht ganz die richtige Zielgruppe für dieses Buch.

Trotz allem liest sich der Stil wirklich flüssig und leicht, ich konnte immer wieder lachen, schmunzeln und besonders die Kolumnen fand ich wirklich super gut gelungen. Da haben mich einige auch wirklich zum Nachdenken gebracht.
Der Wadenbeißer vom Cover hat leider nur eine sehr kleine Nebenrolle, es geht mehr um die Doppeldeutigkeit des Begriffs. Allerdings und das finde ich so richtig klasse, gibt es dafür ein super tolles Daumenkino mit solch einem frechen Hündchen. Das war auch das Zünglein an der Waage für meine Entscheidung für vier Sterne.


Veroneser Finale: Commissario Fontanaros erster Fall
Veroneser Finale: Commissario Fontanaros erster Fall
von Marta Donato
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen So muss ein Italienkrimi sein, 25. September 2014
Ich bin von Veroneser Finale wirklich voll auf begeistert. Ein Italienkrimi ganz genau wie ich ihn mir vorstelle, jede Menge italienisches und zusätzlich noch bayerisches Flair, super sympathische Ermittler und ein verzwickter Fall, der Hochspannung bietet.

In Verona wird Talenti, der Chefarzt einer Klinik, brutal ermordet, und damit hat Commissario Antonio einen neuen Fall an der Backe und das obwohl seine Frau schon jetzt jammert, dass er nur noch arbeitet. Fast zeitgleich beginnt die Münchner Wiesn und dort wird ein italienischer Geschäftsmann ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen werden Georg Brettwieser, einem alten Freund von Antonio übertragen. Die beiden Fälle müssen irgendwie zusammenhängen, die Frage ist nur noch wie. Talenti hatte viele Affären, Geschäftsmann Cumeo hatte seine Finger bei vielen dreckigen Geschäften im Spiel. Auch bei seinen sogenannten Geschäftsfreunden verhielt er sich alles andere als korrekt. Eifersucht, verprellte Geschäftspartner, oder gar ein Verbrechen innerhalb der Familie, das ist hier die große Frage. Als sich dann herausstellt, dass eine Brandstiftung eigentlich auch ein geplanter Mord war, reist Georg nach Verona und die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln.

Ich bin wirklich begeistert. Der Fall war so verzwickt und ich war ständig am Rätseln wie denn jetzt die Fälle zusammenhängen könnten. Egal wie ich es drehte und wendete, es fehlte immer ein Detail für die Lösung. Ich konnte das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie alles zusammenhängt. Zusätzliche Spannung wird durch kleine Einschübe erreicht, die aus Tätersicht berichten. Damit ist man als Leser den Kommissaren einen kleinen Schritt voraus, allerdings von der Lösung noch ganz weit entfernt. Es werden auch wirklich super geschickt Finten gelegt und Marta Donato ist es gelungen mich damit aufs Glatteis zu führen.
Der Krimi punktet auch mit ganz tollem Flair. Die italienische Mentalität kommt super zum Tragen. Dazu gibt es Gaumenfreuden, bei denen mir nicht nur einmal das Wasser im Mund zusammengelaufen ist. Antonio ist für mich so ein ganz typischer italienischer Commissario, das Herz am rechten Fleck, er hat auch für seine Mitarbeiter mal ein nettes Wort und ein Genussmensch ist er sowieso. Aber da steht ihm Georg Brettwieser nicht viel nach, der Bayer mit dem italienischen Schuhtick ist schon eine ganz spezielle Marke, aber ebenfalls super sympathisch und auch dem guten Essen keinesfalls abgeneigt. Bayrisches Feeling kommt noch durch Zeugenvernehmungen auf der Wiesn oder im Hotel und durch die gemeinsame Leidenschaft für den FC Bayern München hinzu.

Alles in allem ein Krimi der mich vollauf begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Ich kann nur meine vollste Empfehlung aussprechen, sprich unbedingt lesen.


Pia sucht eine Freundin: Kinderbuch Deutsch-Englisch mit Leserätsel
Pia sucht eine Freundin: Kinderbuch Deutsch-Englisch mit Leserätsel
von Ulrike Rylance
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen So macht Englisch lernen Spaß, 22. September 2014
Welch geniale Idee, ein zweisprachiges Kinderbuch. Genau das was ich auch für Erwachsene gerne mag, wir hier wirklich toll für Kinder umgesetzt.

Das Buch wendet sich an Kinder ab 6 Jahren, sprich im Erstlesealter. Sowohl die einfachen Sätze sind optimal auf diese Zielgruppe abgestimmt, als auch das Thema. Welches Kind, das ganz neu zur Schule geht, kennt das Problem, dass man zuerst einmal Freunde finden muss, denn nicht?
Pia sucht eine Freundin und das ist alles andere als leicht, vor allem weiß man ja immer nicht so ganz genau, wer denn nun eine richtige Freundin ist und wer nicht. Man darf Pia auf ihrer Suche begleiten und da sind einige ausgefallene Ideen dabei, was Pia zur Probe machen soll, um zu beweisen, dass sie sich als Freundin eignet. Von Blumen pflücken bis hin zu Würmern schlucken wird viel von ihr verlangt, aber kann das denn Freundschaft sein?

Die Geschichte an sich ist wirklich nett und vor allem auch schön illustriert. Für Leseanfänger eignet sie sich mit Sicherheit auch um „nur“ in Deutsch gelesen zu werden. Wenn dann aber die ersten Englischwörter bekannt sind, eignet sich das Buch zum Englisch lesen, für Übersetzungsübungen und natürlich zum Einprägen von neuen Wörtern und einfachen Sätzen. Der komplette Text ist sowohl in Englisch als auch in Deutsch abgedruckt. Wenn man also noch nicht alle Wörter kennt, kann man auch mal „spicken“. Sehr gut gefällt mir, dass die Illustration das Verständnis unterstützt. Wenn es z.B. um „battle with long sticks“ geht, gibt es dazu auch ein Bild davon, wie zwei Jungen mit langen Stecken kämpfen.
Eine sehr gute Idee ist auch der Verständnistest am Ende, der natürlich auch sowohl in Englisch, als auch in Deutsch vorhanden ist. Hier werden noch einmal Fragen zur Geschichte gestellt und jeweils drei Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Damit kann man prima kontrollieren, ob man auch aufmerksam gelesen hat.

Eine klasse Idee und richtig toll finde ich, dass es diese nette Geschichte für so viele Sprachen gibt. Volle Leseempfehlung von meiner Seite.


Die WILMA hat Ferien
Die WILMA hat Ferien
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Aufregende Ferien auf Norderney, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die WILMA hat Ferien (Kindle Edition)
Für Wilma ist das bereits der zweite Band für mich erst der erste, ich hatte aber keinerlei Probleme. Man findet super gut in die Geschichte und Wilma ist einem schon nach wenigen Seiten richtig ans Herz gewachsen.

Das erste Schuljahr hat Wilma nun hinter sich und es geht in die Sommerferien. Weil das Zeugnis so gut war, hat ihr Papa einen Zelturlaub auf der Nordseeinsel Norderney geplant. Wer nun wissen will, ob Norder Ei so heißt, weil die Leute da so gerne Eier essen, was es mit dem Zelten und den Heringen so auf sich hat, oder was sich hinter den Strandnixen verbirgt, der muss selber lesen. Nach einem Erlebnis mit Frau Gurkes Spitz, das alle den Atem anhalten lässt, geht es auf Reisen und der Urlaub wird wirklich ein Traum, gutes Essen, neue Freunde, eine Rattendüne und dann noch ein Hund, der aber in XXL und mit dem Namen Brutus.

Mir hat dieses Kinderbuch wirklich sehr gut gefallen. Wilma, das süße Mädel, das ständig Hunger hat, wächst einem wirklich sehr schnell ans Herz. Es wird auch keinen Tag der Ferien langweilig, so viel kann ich auf jeden Fall verraten. Die neuen Freunde, die sie auf Norderney findet, sind wirklich nett, wenn auch nicht ganz von Anfang an. Bei dem leckeren Essen, mit dem sie Tante Resi verwöhnt, läuft einem so manchmal das Wasser im Mund zusammen. Es gibt viel zu lachen und ein bisschen aufregend wird es auch, eine bunte Mischung, die wirklich prima unterhält. Sehr gut hat mir auch die frech, witzige Illustration gefallen. Immer wieder lockern originelle Zeichnungen, die etwas in Richtung Comic gehen und wirklich gelungen sind, den Lesefluss auf.

Am Ende gibt es sogar noch eine Bastelanleitung für Muschelketten, eben solche, wie Wilma sie im Buch gebastelt hat.
Alles in allem ein wirklich gelungenes Kinderbuch, das richtig Spaß macht.


Doktorspiele
Doktorspiele
von Jaromir Konecny
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doktorspiele ala Jaromir Konecny, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Doktorspiele (Taschenbuch)
Ich hatte mit Doktorspiele wirklich super freche, witzige Unterhaltung und meine Lachmuskeln wurden hervorragend trainiert. Allerdings sind diejenigen, die lieber „Mund“ statt „Maul halten“ lesen wollen und glauben, dass 16-jährige Jungs nachts von Globalisierung und Weltfrieden träumen, schlichtweg falsch hier.

Die großen Ferien stehen vor der Tür und der 16-jährige Andi ist mächtig aufgeregt und unsicher weil Lilli zu Besuch kommen soll. Und zwar genau eben diese Lilli, die er seit neun Jahren nicht mehr gesehen hat und mit der er damals bei Doktorspielen zum ersten Mal die Unterschiede zwischen Frau und Mann genauer untersucht hat. Vor allem hat er immer noch ihren letzten Satz, „oh ist der klein“ im Ohr. Das können ja saubere Ferien werden, außerdem ist ja da auch noch das Problem, dass er in Katja verliebt ist und sie wohl nicht so sehr in ihn, mal ganz abgesehen von dem Testosteronüberschuss, dem Mann auch noch Herr werden muss.

Andi ist ein netter Kerl, der einem sofort sympathisch ist. Ein typischer 16-jähriger einfach, der mit der Pubertät, erstem Verliebtsein und Dauerständer zu kämpfen hat. Für den Leser sehr amüsant ist natürlich, dass er von einem riesen Fettnapf in den nächsten steigt. Ich habe teilweise wirklich Tränen gelacht, besonders bei den Szenen, die er eigentlich gar nicht beabsichtigt hat.
Lilli ist mir sofort ans Herz gewachsen. So wie Andi sich vielleicht manchmal wünscht, dass seine Mutter weniger mit ihren homöopathischen Kügelchen und ihrem Pendelschwingen an ihm herumdoktert, so hat es Lilli mit ihrem über korrekten Arztvater nicht ganz einfach. Lilli ist einfach toll, natürlich und vor allem bekommt sie hier endlich einmal etwas zu lachen.
Das Buch berichtet aus Andis Sicht und da wird auch kein Blatt vor den Mund genommen, ganz klar. Es geht schon wirklich oft um Ständer und wie man die am besten wieder runter holt. Aber dazwischen finden sich auch ganz viele Szenen, die einen berühren, z.B. geht es um das Verhältnis zwischen den Eltern und auch zu den Eltern, dass man sich um jemanden bemühen muss, dass man vielleicht auch manchmal peinlich sein darf und auch um die Liebe. Aber keine Angst Liebe nicht auf schnulzig.

Wie gesagt das Buch wird nicht jedermann begeistern, besonders diejenigen, die gewählte Ausdrucksformen einfordern, sind sicher falsch. Man darf wohl auch nicht schon beim Gedanken an Sexualität einen roten Kopf bekommen. Aber ich denke es wird bis auf kleine Ausnahmen, die vielleicht etwas überzogen sind, relativ authentisch über den ganz normalen Wahnsinn berichtet, den ein Junge im Teenageralter einfach durchmachen muss.
Keine uneingeschränkte Empfehlung, aber ich fand's klasse.


Simpel
Simpel
von Marie-Aude Murail
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

5.0 von 5 Sternen Alles andere als simpel, aber einfach gut, 20. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Simpel (Taschenbuch)
Der 17-jährige Colbert holt seinen Bruder gegen den Willen des Vaters aus der Behindertenanstalt. Er hat beschlossen den 22-jährigen Simpel bei sich aufzunehmen, weil dieser dort sehr leidet. Von seinem Vater erhält er leider null Unterstützung. Und es ist wirklich alles andere als simpel für einen erwachsenen Mann, der sich auf dem geistigen Stand eines Dreijährigen befindet, die komplette Verantwortung zu übernehmen. Das beginnt schon damit, dass es kein Zuckerschlecken ist, eine geeignete Wohnung zu finden, da viel zu viele Vorurteile herrschen. Allerdings finden die Beiden dann doch noch ihre Bleibe und zwar in einer Studenten-WG. Das Zusammenleben ist mit Sicherheit nicht immer einfach, teilweise zum Lachen, manchmal zum Weinen, aber am Ende profitieren doch alle davon.

Mir hat dieses Buch wirklich ausgesprochen gut gefallen. Es hat mich sehr berührt, ist mir zu Herzen gegangen, ich konnte lachen und schmunzeln und Simpel wurde mein ganz großer Held.
Es beginnt schon damit, dass ich anfangs richtig ärgerlich war. Ein Vater der sich nicht kümmern will und seinen Sohn lieber in die Anstalt abschiebt, Menschen, die Simple auf offener Straße als Idioten betiteln, dann die Ablehnung bei der Wohnungssuche, alles Dinge die mich verärgert und auch traurig gemacht haben. Umso mehr Respekt hat sich der 17-jährige Colbert bei mir verdient. Er macht seine Sache hier wirklich toll, man merkt richtig, wie sehr er seinen Bruder mag und das, obwohl es wirklich nicht immer leicht ist. Zudem hat Colbert ja auch seine eigenen Probleme, da er nicht so genau weiß für welches Mädchen er sich entscheiden soll. Es war für mich irre interessant zu verfolgen, wie sich das Leben aller ändert. Emmanuel, Aria, Corentin und Enzo, die vier anderen WG Bewohner, die anfangs alle mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind, werden offener, finden Lösungen und profitieren unbewusst alle davon, dass Simple mit ihnen zusammenlebt.
Simple spricht, wie es Kinder eben tun, immer die ungeschminkte Wahrheit aus. Klar, dass das nicht immer auf Begeisterungsstürme trifft. Für den Leser ergeben sich dadurch allerdings viele amüsante und teilweise wirklich nachdenklich stimmende Szenen. Super gut hat mir auch sein Stofftier Monsieur HaseHase gefallen, der in Simpels Leben eine große Rolle spielt.


Die Abtaucher
Die Abtaucher
von Thomas Schweres
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ein sehr vielversprechendes Krimidebüt, 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Abtaucher (Taschenbuch)
Der Krimi geht spannend los. Man bekommt mit, dass ein Einbrecher angelockt und ermordet wird. Wenig später befindet sich Kommissar Schüppe und sein Kollege Kroko auch schon am Tatort. Ein Einbruchsfall und ein ermordeter Albaner, eigentlich noch kein großes Ding. Allerdings geschehen weitere Morde und dort werden Fingerabdrücke und DNA des toten Albaners gefunden. Wie kann das sein, der ist doch schon längst tot? Wer macht sich hier die Arbeit eine falsche Spur zu legen und vor allem welches Motiv steckt hinter den scheinbar zusammenhangslosen Todesfällen? Kroko, der sich bei seinen Vernehmungen am liebsten nur um die Frauenwelt kümmert, ist Schüppe keine große Hilfe, ganz im Gegensatz zu Journalist Tom. Wird es Schüppe gelingen mit dessen Hilfe den verzwickten und weitreichenden Fall zu lösen?

Ich hatte mit dem Abtaucher wirklich prima Unterhaltung. Schüppe, auch „Spaten“ genannt und als Schalke Fan in seinem Kommissariat allein auf breiter Front, hat mir sofort gefallen. Sein Kollege Kroko, der Atze Schröder Verschnitt, hat auch viel Anlass zum Schmunzeln gegeben. So wie zwischen den beiden ein flapsiger Umgangston herrscht, verhält es sich auch bei Tom und seinem Team. Sekretärin Lydia ist genial und auch Harry, der Kameramann ist eine ganz besondere Nummer. Die Charaktere werden allesamt super gut beschrieben, da läuft das Kopfkino beim Leser wirklich auf Hochtouren. Durch die ausführlichen Beschreibungen bekommt man auch einen guten Einblick in die Medienwelt, besonders in die eines „anständigen“ und deshalb etwas abgebrannten Journalisten. Es gibt tatsächlich noch einige in der Zunft, die nicht jedes Elend verbraten.
Etwas schwer habe ich mit den Namen getan, jeder hat einen oft wirklich ideenreichen Spitznamen, Vor- und Zunamen ja sowieso und wenn dann für Abwechslung gesorgt wird, hatte ich mit meinem ausgeprägt schlechten Namensgedächtnis wirklich teilweise schlechte Karten, aber es gibt zum Glück ja Notizzettel.
Der Fall an sich beginnt super spannend, wobei dann aber die Spannungskurve etwas abflacht. Die ersten beiden Kapitel bekommt man dafür aber erstklassige Unterhaltung. Ab Seite 95 hat mich der Krimi dann aber auch vom Fall her völlig gepackt. Ein Mord nach dem anderen, verzwickte Ermittlungen, die auch so richtig gefährlich werden und dann eine Auflösung, die mich echt nahe gegangen ist, vor allem was Schüppe betrifft.

Insgesamt bekommt man hier einen wirklich unterhaltsamen Regionalkrimi, der das Lesen wirklich wert ist. Auch wenn es für mich keine ganzen 5 Sterne sind, 4,5 wären mal wieder ideal, werde ich den Autor krimitechnisch auf jeden Fall auf dem Radar behalten. Ein sehr vielversprechendes Krimidebüt.


Der Mädchenmacher: Thriller
Der Mädchenmacher: Thriller
von Michael Koglin
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen 4,5 Sterne für einen wirklich fesselnden und vielschichtigen Thriller, 16. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Mädchenmacher: Thriller (Taschenbuch)
Lina Andersen, die junge Streifenpolizistin bekommt hier einen Einsatz bei der Soko. Sie wird zu einem ganz ungewöhnlich perversen Tatort gerufen. Eine weibliche Leiche wurde lukullisch garniert. Lina, die zwar nicht für solche Einsätze ausgebildet wurde, soll trotzdem undercover ermitteln, ob es jemand auf die militante Tierschützerin abgesehen hatte. Sie tritt in die Fußstapfen des Opfers, arbeitet im Supermarkt und schließt sich der Tierschutzorganisation an. Aber ist das überhaupt die richtige Fährte? Was verheimlicht ihr der Dezernatsleiter Hanisch, warum tummeln sich überall angebliche V-Männer? Oder soll sie hier gar als Lockvogel verbraten werden? Fragen über Fragen, die sie auch zu gefährlichen Alleingängen veranlassen. Nur gut, dass ihr wenigstens Freund Che zur Seite steht. Werden sie den perversen Täter aufhalten können, der seine Opferzahl ständig erhöht?

Dies war mein erster Thriller von Michael Koglin und ich musste mich erst etwas an die rasanten Szenenwechsel gewöhnen. Hier ist aufmerksames Lesen angesagt, wenn man bei der Geschichte dranbleiben will. Der große Vorteil dieses Schreibstils ist aber, dass irre viel Tempo gemacht wird damit auch enorme Spannung erzeugt wird. Aufmerksamkeit fordert auch, dass dieser Krimi auf sehr vielen Ebenen spielt. Man weiß von einem Entführer, von einem Mörder, von einem krebskranken Mann, von einem tieftraurigen Opa und man bekommt die furchtbare Situation gefangener Frauen mit. Dazu kommt das undurchsichtige Spiel der Ermittler, die Tierschutzorganisationen, die Fleischindustrie und dann natürlich Linas Ermittlungen. Am Anfang hatte ich wirklich sehr viele Fragezeichen und nur nach und nach kam Licht ins Dunkel. Ich war bis kurz vor knapp wirklich am Rätseln, wer denn nun der Täter ist und ganz richtig lag ich auch mit meinem Verdacht nicht.
Sehr gut hat mir Lina als Ermittlerin gefallen. Sie hat sich trotz fast abgeschlossenem Studium für den einfachen Streifendienst entschieden, ist auf dem Teppich geblieben und verbeißt sich hier richtig in den Fall. Ebenfalls toll fand ich ihren japanischen Freund Che, ein ganz cleveres Bürschchen.
Ich fand auch, dass der Thriller mit Spannung wirklich überzeugen konnte. Genau so wie ich mir es mir vorstelle, fesselnd von Anfang bis Ende und ein konstant hohes Tempo. Die Art des Mordens war grausam, ganz klar, aber ich habe es nicht als aussprechend brutal dargestellt empfunden. Meiner Meinung nach ist der Mädchenmacher daher auch für zartbesaitetere Leser geeignet.
Wie schon auf dem Buchrücken beschrieben, merkt Lina viel zu spät, dass sie auf der falschen Spur ist. Und ich war mit der relativ kurzen Auflösung nicht ganz so glücklich. Mich hat die Begründung, warum der Täter vor allem im Bezug auf Lina derart agiert hat, nicht ganz überzeugt und vielleicht hat mir auch ein wenig viel Glück zum Ermittlungserfolg geführt.
Alles in allem aber ein sehr lesenswerter Thriller, der mir fesselnde Unterhaltung geboten hat. Ich war auch am Grübeln, ob nun 4 oder 5 Sterne, 4,5 wären wieder einmal ideal.


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