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Daufratshofer "Doc.Daufi" (Böbing)
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The Purple Album (Deluxe Edition)
The Purple Album (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die etwas zu spät umgesetzte Top Idee, 15. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Purple Album (Deluxe Edition) (Audio CD)
David Coverdale hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt. Er hat die großen Songs der Deep Purple MK III / MK IV Phase mit der Technik von heute nochmals neu aufgenommen. Es sollte auch eine Huldingung an die Band sein, der er seine große Laufbahn zu verdanken hatte, als er als junger Sänger einer völlig unbekannten Regionalband zu den damaligen Hardrockgiganten Deep Purple aufgenommen wurde.
Ursprünglich wollte Coverdale das Projekt mit dem Orginal Deep Purple Gitarristen Ritchie Blackmore durchziehen. Blackmore hatte sogar wieder Interesse nach langer Zeit als Strumpfhosenbarde mit mittelaterlich angehauchten Liedgutes ein bißchen wieder auf alten Pfaden zu wandeln und die E-Gitarre wieder mal einzustöpseln. Leider machte ihm da sein Management (Die Schwiegermutter seiner Angetrauten Candice Night) ein Strich durch die Rechnung. Coverdale sagte daß das Management von Blackmore völlig andere Vorstellungen von der Idee hatten (möglicherweise Mittelalterlich angehauchte Versionen der Deep Purple Klassiker mit Einbeziehung von Candice Night) und er dann ganz freundschaftlich von Ritchie wieder getrennt hat.
Letztendlich wurde David Coverdale von seiner Frau Cindy überredet, dieses Projekt ohne Ritchie Blackmore nochmals anzugehen. Für die Umsetzung dieser Idee hat Coverdale seine Band WHITESNAKE herangezogen.

Was mit beim ersten Durchhören sehr angenehm auffällt ist die Produktion, für die sich David Coverdale, Reb Beach und Michael Mcintyre auszeichen: Der Sound ist im Vergleich zu den letzten Whitesnake Alben wesentlich tranparenter geworden. Keine überladenden Metalgitarren - der Sound der Gitarren ist wieder richtig hardrocklastig geworden. Alles klingt griffig und nicht so düster wie auf "Forevermore".

Reb Beach und der neue Saitenhexer Joel Hoekstra spielen hier wirklich auffallend sehr gute, gefühlvolle Gitarrensolos. Ich vermisse Doug Aldrich in keinster Weise. Keine Frage Doug Aldrich ist ein klasse Metal Gitarrist - aber vermutlich hätte er alles mit überladenden Solos zugekleistert. Aber auch Rückkehrer Tommy Aldridge am Schlagzeug spielt absolut tight. Sein Spiel wirkt sehr lebendig. Michael Devin am Bass spielt routiniert und darf bei "You Fool No One" auch mal die Harmonica auspacken. Für die Keyboards hat man sich einen Gastkeyboarder geholt: Derek Hilland macht hier einen eher unauffälligen Job - die wenigen Keyboardsolos werden gekonnt gespielt - an die Klasse des unvergeßlichen John Lord reichen sie nicht heran.

Die Songauswahl ist natürlich super. Alle Klassiker der Ära mit Coverdale wurden bedacht. Die Umsetzung ist auch überraschend gut gelungen. "Burn", "Strombringer" - das sind immer noch Killersongs, funktionieren auch bestens im neuen Gewand. Beim Klassiker "Mistreated" zieht sich die Band mehr als achtbar aus der Affäre. Sehr gefühlvoll wird "Soldier Of Fortune" präsentiert - auch hier muß ich nochmal die Gitarristen Hoekstra / Beach loben - feines Spiel an den Akkusticgitarren.
Selbst der in den letzten Jahren viel gescholtene Sänger David Coverdale macht stellenweise keine so schlechte Figur. Bei beispielsweise "Lay Down Stay Down", die Ballade "Holy Man" oder bei "Might Just Take Your Life", das mit einem Slidegitarrenintro überrascht, singt er richtig gut. Bei "You Keep On Moving" bekomme ich sogar richtig Gänsehaut wenn ich Coverdales Gesang höre. Wenn man die Scheibe öfters hört, gewöhnt man sich direkt an die gealterte, brüchig gewordene Stimme von Coverdale. Das Singen hat er nicht verlernt - die gealterten Stimmbänder lassen es halt nicht mehr zu das er höher heraufsingt und manche Passagen sind schon mal krächzig.
Wenn Coverdale diese Scheibe Ende der 80iger Jahre gemacht hätte, wäre sie mit Sicherheit noch besser geworden, da er da stimmlich noch voll auf der Höhe gewesen war. Deshalb ein Stern Abzug von mir - eigentlich nur ein halber Stern.

Fazit: Mit der CD "The Purple Album" ist David Coverdale & Whitesnake eine richtig gute Scheibe gelungen, was ich ihm ehrlich gesagt nicht mehr zugetraut habe. Eine absolut überzeugende Umsetzung der alten Deep Purple Klassiker. Hervorzuheben ist die sehr gute, richtig hardrockige Produktion und die bärenstarke Arbeit der Gitarristen Reb Beach und Joel Hoekstra. Fans von Deep Purple, Whitesnake und von Hardrock mit leicht bluesiger Schlagseite sollten hier zugreifen!


Glörious
Glörious
Preis: EUR 14,99

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wiedergeburt mit Luft nach oben., 24. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glörious (Audio CD)
Stürmische Zeiten bei BONFIRE: Nach über 30 Jahren im Dienste der Band - wenn man auch noch die Zeiten unter anderen Namen CACUMEN dazu rechnet, verabschiedete sich Sänger Claus Lessmann. Bandmitgründer Hans Ziller wollte aber weitermachen. Nicht ganz so verwunderlich war es dann das Ziller auf den Sänger seines Sideprojektes EZ LIVIN zurückgriff: DAVID REECE! Sänger Reece war einmal der Nachfolger von Udo Dirkschneider bei ACCEPT gewesen. Das Album "Eat The Heat" kam allerdings bei den Fans nicht so gut an und ACCEPT lösten sich auf. Ebenfalls neu und auch von Ez Livin kommend ist Bassist Ronnie Parkes.

Nachdem auch Gitarrist Chris Yps Limburg BONFIRE verlassen hatte, mußte also noch ein zweiter Gitarrist her. Frank Pane heißt der neue Saitenkünstler der Gruppe. Der gebürtige Allgäuer Gitarrist hat sich mittlerweile einen sehr guten Ruf weit über die Grenzen des Allgäus erspielt. Über Stationen wie u.a. MORNING DEW, RED TO GREY, VALLEYS EVE und eigenen Soloalben spielt er aktuell neben BONFIRE auch bei PURPENDICULAR, eine der besten DEEP PURPLE Tribute Bands Europas - wo bei diversen Gigs sogar der original Drummer von DEEP PURPLE - IAN PAICE an der Schießbude saß und bei deren aktuellen Langrille Größen wie "NEIL MURRAY" (Whitesnake, Gary Moore, Black Sabbath, MSG), STEVE MORSE (Deep Purple, Kansas) oder ROGER GLOVER (Deep Purple, Rainbow), DON AIREY (Deep Purple, Rainbow, Gary Moore, ...) als Gäste mitwirkten.

Kommen wir zum neuen Album Glorious: Hans Ziller hat mit David Reece zusammen einige richtige gute Hardrocknummern geschrieben. "21 Guns Salute" - das eine richtig gute Midtemponummer mit starken Refrain. Die Doublebassnummer "Nothin` At All" geht gut ab. "Remember" zeichnet sich durch die so typischen Melodicgitarrenläufe von Hans Ziller aus und könnte so auf dem tollen FIREWORKS Album gestanden haben. Das durchaus "Ready For Reaction" kompatible "Free Wind Desperado" und das mit einem packenden Refrain versehene "Put Out The Flame" sind weitere Höhepunkte dieser durchaus gelungenen Scheibe. Hervorzuheben wäre auch noch die schöne Halbballade "Shooting Star" und der wieder mit starken Refrain versehene Titeltrack "Glorious". Alle Nummern sind sehr gut durch arrangiert und zeichnen durch einen guten melodiösen und musikalischen Level aus.

Das Problem, was aber irgendwie auch kein Problem ist heißt David Reece. Reece singt gigantisch gut. Aber er ist nicht Claus Lessmann. Dieser hat schon sehr den Bonfire Sound geprägt. Mit Reece, der einen anderen Gesangsstil hat und eine gewisse Portion Bluesfeeling und Rauhheit in seinen Gesang einfließen läßt, klingt es irgendwie anders. Es klingt nicht mehr so nach BONFIRE - eher nach einer neuen Band oder eben als noch deutlich besser gelungener Nachfolger der letzten EZ LIVIN CD "Firestorm".

Die Ballade "Fallin` Outta Love" ist ein schwacher Versuch an die großen Balladen wie etwa "Who`s Fooling Who" oder "You Make Me Feel" nochmal heranzukommen. Die Bonusnummer - eine Tributeversion von Joe Cockers "With A Little Help From My Friends" hätte man sich schenken können - das paßt nicht zu BONFIRE. Gelungen aber irgendwie unnötig sind die Neuaufnahmen der alten Klassiker "Sweet Obsession" und "American Nights".

Fazit: BONFIRE haben mit "Glörious" eine durchaus tolle Hardrockscheibe eingespielt. Eine ganze Menge an Nummern machen mir wirklich Spaß. Allerdings muß man sich an den Sängerwechsel erstmal gewöhnen. Durch David Reece klingen BONFIRE nach einer anderen Band. Claus Lessmann schwebt hier wie ein Damoklesschwert über der Gruppe. Trotzdem Daumen hoch für ein gutes Stück Musik. Fans von melodiösen Hardrock können hier bedenkenlos zugreifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2015 7:09 AM MEST


Fox Theater Atlanta 24-07-81
Fox Theater Atlanta 24-07-81
Preis: EUR 18,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Vollgas durch die Prärie, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fox Theater Atlanta 24-07-81 (Audio CD)
1981 waren Blackfoot an ihrem musikalischen Zenith angekommen. Nach den hervorragenden Scheiben "Strikes", "Tomcattin" , "Marauder" und dem Liveknüller "Highway Song Live", mit einen bis dato äußerst heavy gespielten Southernrocksound, waren die Jungs um Gitarrist und Sänger Rickey Medlocke schwer angesagt. Gerade bei den Hard `n` Heavy Fans fand die Band viel Beachtung. Reihenweise wurden im Vorprogramm große Bands wie etwa Judas Priest, Scorpions, Def Leppard oder Krokus an die Wand gerockt. Leider verspielte man sich dann mit sehr kommerziellen und wenig southernrocklastigen Alben wie "Siogo", "Vertical Smiles" großen Kredit bei den Fans und konnte erst mit "Medicine Man" an alte Glanzzeiten anknüpfen. Rickey Medlocke verließ dann die Band um sich Lynyrd Skynyrd anzuschließen, der Gruppe bei der er in den Anfangsjahren einmal Schlagzeug gespielt hatte.

Nun liegt uns ein ganz hervorragender Livemitschnitt aus dem Jahre 1981 vor: Am 24.July spielten Blackfoot einen Gig im Fox Theater in Atlanta, Georgia. Die Band rockt dabei so dermaßen los, als wenn es kein Morgen mehr gibt. Angefangen von einen gnadenlosen "Gimme, Gimme, Gimme" über "On The Run" und "I Got A Line On You", herrliche Versionen von "Every Man Should Know" und "Fly Away", dem Nackenbrecher "Road Fever" bis hin zum Finale mit der Hymne "Highway Song" und dem Rauswerfer "Rattlesnake Rock `n` Roller. Die Band glänzt nur so voll Power und Spielfreude. Im Vergleich mit der später etwas erweiterten Fassung des Liveknüllers "Highway Song Live" zeigt die Setliste von Fox Theater Atlanta erfreulicherweise auch noch 3 Songs auf, die auf "Highway Song Live" nicht zu finden sind: "Too Hard To Handle", "Fox Chase" und "Searchin`". Der einzige Wehmutstropfen ist hier das Fehlen des Klassikers "Good Morning".
Soundlich muß im Vergleich mit "Highway Song Live" einige Abstriche machen. Ganz so sauber und druckvoll ist der Radiomitschnitt nicht. Manchmal klingt alles leicht verwaschen - da vermißt man doch etwas die Feinheiten beim Hören. Trotzdem ist alles sehr gut zu hören und das Ding macht eigentlich nur Spaß.

Fazit: Mit Fox Theater Atlanta 24-07-81 ist ein verdammt starker Livemitschnitt aus der Glanzzeit von Blackfoot aus dem Archiven aufgetaucht. Nur die bessere Soundqualität und der Berücksichtigung des Abräumers "Good Morning" machen "Highway Song Live" noch besser. Essentiell für Blackfoot Jünger und Fans von hart gespielten Southernrock. Bitte mehr davon!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2015 12:14 AM MEST


Van Halen - Tokyo Dome In Concert
Van Halen - Tokyo Dome In Concert
Preis: EUR 16,99

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You Really Got Van Halen, 27. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Van Halen - Tokyo Dome In Concert (Audio CD)
Lange war es um eine der führenden Heavy Bands der 80iger Jahre still. Nach dem letzten gescheiterten Versuch es nochmal mit Sänger Sammy Hagar zu probieren, lag die Band erstmal brach. Gitarrist Eddie Van Halen unterzog sich einer Hüftoperation, bekämpfte Alkoholsucht und produzierte Musik für Pornostreifen.
Bassist Michael Anthony verließ die Band in Richung Sammy Hagar (CHICKENFOOT). 2012 meldet sich die Band mit Originalsänger David Lee Roth und neuer Scheibe "A Different Kind Of Truth" zurück. Den Bass bedient mittlerweile Wolfgang,der Sohn von Eddie Van Halen!
Wohl als Trostpflaster für alle europäischen Van Halen Fans, die die Band gerne auf der anschließenden Tour gesehen hätte, ist nun der am 21. Juni 2013 Livemitschnitt in Tokyo, Japan veröffentlicht worden.
Positiv fällt schonmal das Setlist der Band auf: Hier werden neben 3 Songs der aktuellen Langrille "A Different Kind Of Truth" viele alte Klassiker aus der Phase mit Sänger David Lee Roth präsentiert: Unchained, Runnin` With The Devil, Dance The Night Away, And The Cradle Will Rock..., Hot For Teacher, Panama, Ain't Talkin` `Bout Love und natürlich ihr größter Hit Jump. Das Cover von den Kinks - You Really Got Me durfte natürlich auch nicht fehlen. Songs aus der Phase mit Sammy Hagar sucht man vergebens.
Die Band präsentiert sich in prächtiger Spiellaune - da wird immer wieder mal innerhalb der Songs gejammt und alle Gitarrenjünger, die Eddie Van Halen in den 80iger Jahren auf Knien verehrt haben, sei gesagt das er immer noch klasse spielen kann.
Die Backing Vocals werden recht sauber gesungen, bei Sänger Roth merkt man natürlich das es mittlerweile 29 Jahre her ist, seit er das letzte Album mit Van Halen - 1984 aufgenommen. Manches singt er jetzt doch etwas tiefer oder anders als damals - da muß man sich teilweise schon etwas daran gewöhnen; das tut aber dem Spaß an dieser Veröffentlichung keine Abbruch. Bei ein paar wenigen Songs ist Keyboard zu hören - ob die von einem Sample kamen oder von einen Zusatzmusiker gespielt worden sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Eddie Van Halen war es mit ziemlicher Sicherheit nicht - der mußte Gitarre spielen.
Der Mischnitt ist von hochwertiger Qualität - es wurde sauber abgemischt und alles ist gut und differenziert zu hören. Möglicherweise wurde natürlich im Studio ein paar Fehler ausgebessert, aber ich glaube nicht soviel. Das kann auch egal sein, mir macht diese Scheibe Spaß!

Fazit: Van Halen ist mit Live Tokyo Dome In Concert ein prima Live Album gelungen, das durch Spielfreude, guter Songauswahl und sauberer Abmischung überzeugen kann. Ein paar leichte Abstriche muß man allerdings altersbedingt bei Sänger David Lee Roth machen. Van Halen Fans können hier bedenkenlos zugreifen. Bleibt zu hoffen das uns Van Halen nochmal live auf den alten Kontinent beehren.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2015 6:59 PM MEST


Spirit On A Mission (Deluxe Edition - CD + DVD Video)
Spirit On A Mission (Deluxe Edition - CD + DVD Video)
Preis: EUR 21,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schenkers 3. Frühling, 20. März 2015
Es ist kaum zu glauben, aber für mich steht fest: Michael Schenkers 3. Frühling ist da und beschert uns einen wunderbaren Frühlingsanfang am 20. März, dem Releasedatum seiner neuen CD "Spirit On A Mission".

Bereits das letzte Album "Bridge The Gap" wußte wirklich zu gefallen, aber mit "Spirit On A Mission" legt Schenker und seine Temple Of Rock Band noch eine Schippe darauf. Alle Songs wirken wie aus einen Guß geschmiedet, klingen frisch, ja fast schon zeitlos. Melodiöser Hardrock an der Schnittmenge zwischen Rainbow / Scorpions und natürlich einen guten Schuß Schenker Style, der vor allem beim Riffing und den Solos herauszuhören ist.
Da wäre beispielsweise der Fetzer "Something Of The Night" mit einem so ganz typischen Schenkerriff und einer tollen Gesangsbridge, klasse gesungen von Ex-Rainbow Shouter Dougie White. Und genau dieser Sänger ist eine der Fundamente für Schenkers 3. Frühling. Ein absoluter Ausnahmesänger mit Gespür für gute Gesanglinien. Einfach nur mal die Singleauskopplung "Vigilante Man" anhorchen - das ist Gänsehaut pur - dieser Gesang und die Melodien. Bärenstark auch die im Stropenteil leicht balladesk angehauchte Nummer "Good Times".
Beim epischen Stampfer "Let The Devil Scream" durchziehen immer wieder starke Solos das Lied.
Als weiterer Frühlingsbaustein entpuppt sich Keyboarder & Gitarrist Wayne Findley. Dieser steuerte bei gleich 5 Songs seine Ideen bei, wie etwa bei der feinen Doubelbassnummer "Live And Let Live". Die ehemalige Ryhtmusabteilung der Scorpions - Bassist Francis Buchholz und Herman Rarebell geben den Songs den so wichtigen Groove, auf den Schenker seine Solos bauen kann. "Communion" ist da so ein richtig schönes Groovemonster! "Rock City" und "Restless Heart" (geiles Riffing) fetzen richtig gut.
Man kann nur vermuten an was diese neue Frische, diese Kompaktheit herrührt: Ist es seine Band (es wäre doch mal Zeit den Namen Temple Of Rock wieder in MSG umzuändern), die immerhin schon mit Michael das 3. Album (die Livescheibe mit eingerechnet) eingespielt hat, oder gar der Umstand das Teile der CD nochmals neu aufgenommen werden mußten, nach dem Diebe im Studio die Masterbänder mitgehen haben lassen? Mir kann das letztendlich egal sein, denn Scheiben von dieser Güte darf Michael Schenker ruhig noch viele machen.

Auf der beiliegenden DVD der Deluxe Edition ist noch das Video von "Vigilante Man", nebst Interview und den typischen On The Road Trail zu sehen. Gutes Beiwerk, aber nicht essentiell.

Fazit: Michael Schenker hat ein tolles neues Album eingespielt, das in seinen Kompositionen, der Kompaktheit und Frische die wirklich gute Vorgängerscheibe "Bridge The Gap" noch toppt. Herausragender Akteur neben Michael Schenker ist wieder einmal Sänger Dougie White, der mit seinem Gesang das gewisse "I-Tüpferl" bildet. Fans von Michael Schenker, melodiösen Hardrock ala Scorpions, UFO, Rainbow können hier bedenkenlos zugreifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2015 8:24 PM MEST


Return To Forever (Limited Deluxe Edition)
Return To Forever (Limited Deluxe Edition)
Preis: EUR 11,99

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen amtliches Spätwerk, 20. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun ist also der vertonte Rücktritt vom einst verkündeten Abschied da. Allen langjährigen Fans, die hier wieder ein Album im Stile von "Blackout", "Love At First Sting" oder gar "Lovedrive" erwarten, muß ich eine klare Absage erteilen. Ganz so rockig und zielstrebig wie damals sind die SCORPIONS nicht mehr. Aber es ist eine durchaus abwechslungsreiche CD entstanden, mit der sowohl das "Wind Of Change" Publikum als wie auch die "Rock You Like A Hurricane" Fans etwas anfangen können:

"Hard Rockin` The Place", "Rock My Car" oder die schon als Unplugged Versionen bekannten Songs "Rock`n Roll Band" und "Dancing In The Moonlight" rocken sehr ordentlich, während "House Of Cards" und " Gypsy Life" wirklich gelungene, kitschfreie Balladen geworden sind. Die Pop / Rock Nummer "We Built This House" wirkt wie ein Überbleibsel aus "Savage Amusement" Zeiten - je öfters ich die Nummer höre, desto besser wird sie. Insgesamt wirkt die CD noch abwechslungsreicher als der Vorgänger "Sting In The Tail". Manches hätte man auch weglassen können: "The World We Used To Know" - eine langweilige, poppige Ballade, die die Welt nicht braucht oder das etwas seltsame "Who We Are". Etwas haben die SCORPIONS aber nie verlernt - das Gefühl für griffige Melodien - mal sanft, mal rockig - zeitlos gut.

Klaus Meine macht immer noch eine gute Figur als Sänger, auch wenn die Stimme langsam etwas rauher wird und er eher die tieferen Lagen bevorzugt. Für einen Sänger, der auf die 70 zugeht, eine verdammt gute Leistung.

Fazit: Auch wenn "Return To Forever" nicht an die Scheiben der 80iger oder spät 70iger Jahre heranreichen kann, ist den SCORPIONS ein schönes, abwechslungsreiches Album gelungen, das Spaß macht. Für SCORPIONS Fans natürlich Pflicht, Fans von melodiösen Hardrock, Rock und Balladen jenseits von billigen Schlagergesülze sollten unbedingt reinhören. So dürfen die SCORPIONS noch lange weitermachen.


Only to Rise
Only to Rise
Preis: EUR 17,49

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "DOKKSTRYP" - eine gute Idee, 23. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Only to Rise (Audio CD)
Manchmal haben Plattenfirmen auch gute Ideen: Da schlug doch die Plattenfirma von STRYPER Chef Michael Sweet vor, ein Projektalbum zu machen. Der ursprüngliche Vorschlag wäre der letzte DOKKEN Gitarrist Jon Levin als Kreativpartner. Aber Michael Sweet hatte eine noch viel bessere Idee - warum nicht gleich mit dem Gitarristen eine Scheibe aufnehmen, der DOKKEN zu Ruhm und Adel verholfen hat und auch mit seiner eigenen Band LYNCH MOB viele Gitarristenjünger und Hardrockfans der 80iger Jahre begeisterte: George Lynch. Für die Rythmusabteilung engagierte man kurzerhand Bassist James Lomenzo (WHITE LION, MEGADETH) und den durch BILLY IDOL und WHITESNAKE bekannten Schlagzeuger Brian Tichy.

Das Ergebnis ist ein Knaller:
Michael Sweet und George Lynch haben ein äußerst hochkarätiges Hardrockalbum aus dem Boden gestampft. Es gibt keine Ausfälle auf dieser CD. Hochmelodiös, 80iger Jahre orientiert, reiht sich ein klasse Song nach den anderen an. Mal klingt es verdammt nach den guten alten DOKKEN wie bei "Dying Rose" oder man erinnert sich an STRYPER wie z.B.bei "Love Stakes". Der Anfang der Singleauskopplung 9. September klingt einwenig nach IRON MAIDEN. George Lynch hat klasse Riffs beigesteurt und glänzt durch weltklasse Solos, Michael Sweet hat tolle Gesangsmelodien geschrieben, die er durch seinen kraftvollen Gesang und seiner zurückhaltenden Gitarrenarbeit veredelt. Dank Michael Sweets Arbeit als Produzent hat die Platte einen lebendig-kraftvollen und trotzdem sehr transparenten Sound bekommen. Der Zuhörer bekommt nie das Gefühl das es sich um eine Zwangsehe, oder eine geplante Häufung von Superstars mit Masterplan handelt. Da bleibt nur zu hoffen das dieses Projekt auch mal Live - vorallem in Deutschland zu sehen gibt.

Fazit: Michael Sweet (STRYPER) und George Lynch (DOKKEN, LYNCH MOB) haben ein überdurchschnittlich gutes Hardrockalbum zusammengezimmert. Wer auf die Bands der beiden Herren oder melodiösen Hardrock mit einem guten Schuß 80iger Jahre Feeling steht, sollte unbedingt zugreifen.


From The Vault: Hampton Coliseum 1981 (Ltd. Deluxe Boxset DVD & 2-CD)
From The Vault: Hampton Coliseum 1981 (Ltd. Deluxe Boxset DVD & 2-CD)
DVD ~ The Rolling Stones
Preis: EUR 17,49

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stones Fan, was willst Du mehr?, 1. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1981 begaben sich die Rolling Stones auf große Nordamerikatour. Es sollte bis dato die erfolgreichste US Tour in der Geschichte der Band werden. Über 2,2 Millionen Fans sahen die Band bei 50 Shows in 28 Städten. Im Gepäck das damals brandfrische "Tattoo You" Album mit dem letzten Nummer 1 Hit der Band "Start Me Up". Es sollte die letzte Tour für Jahre werden, denn nach der Welttour 81 / 82 gab es einen Riß zwischen den Machern der Band - Jagger / Richards. Mick Jagger meinte er könne eine erfolgreiche Solokarriere starten, was natürlich Keith Richards ziemlich mißfiel. Schön das sich die beiden Ende der 80iger Jahre wieder zusammenrauften und unter dem Banner The Rolling Stones wieder auf Tournee gingen.
Von der erwähnten Amerikatour 81 gibt es nun ein schönes Live - Dokument, das lange in den Archiven schlummerte und bisher nur als Bootleg den Weg in die Öffentlichkeit fand:

From The Vault - Live im Hampton Coliseum am 18. Dezember 1981. Allen Befürchtern vorweg zu nehmen, die glauben das hier offiziell ein Mitschnitt in Bootlegqualität veröffentlicht wird, kann eine klare Absage erteilen.
Dieser Mitschnitt hat erstklassige Soundqualität. Die Aufnahmen wurden neu gemixt und remastert und jedes Instrument sowie auch Gesang und Backing Vocals sind hervorragend zu hören. Löblich das hier nichts im Studio nachgebessert worden ist - also man bekommt hier einen authentischen Mitschnitt auf die Ohren. Die Cameraführung ist tadellos - dieses Konzert konnte man damals schon per Pay TV anschauen.

Anfangs sieht man eine hüllenlose Dame, bemalt bzw. tättowiert mit Stonesemblemen, die die Tourdaten der Stones herunterlispelt. Dann kommt man in den Genuß einiger Backstagebilder vor der Show und schließlich entern die Mannen um Mick Jagger die Bühne und starten mit "Under My Thumb". Auch wenn die Herren Richards und Wood ab und zu mal bei den Solos daneben greifen, ist das Konzert ein Genuß. Klar befinden sich die Stones spieltechnisch nicht in der Form wie zu Zeiten mit Mick Taylor an der 2. Gitarre, aber hier wird so richtig ehrlich rotzig ohne große Zutaten (zig Zusatzmusiker, Samples) gerockt, das es einem richtig warm um das Herz wird.
Schwerpunkt der Songauswahl liegt beim aktuellen Album "Tattoo You", vertreten mit gleich 6 Songs und die Scheibe "Some Gilrls", - davon werden 5 Titel gespielt. Besonders hervorzuheben sind die klasse gespielten Versionen von "Neighbours" und "Black Limousine", das von herrlichen Saxophonsolos untermalte "Just My Imagination", eine rockig ausufernde Version von "You Can`t Always Get What You Want" und das rotzig gespielte "She`s So Cold" vom Album "Emotional Rescue". Bei dem rockigen "Let Me Go" klettert Mick Jagger in die Zuschauerränge.

Unterstützt werden die Stones von Ex-Faces Keyboarder Ian McLagan, Stones Urgestein Ian Stewart am Piano (letzte Tour mit dem einstigen 6. Rolling Stone), den phantastisch aufspielenden Ernie Watts am Saxaphon und den Saxophonisten Bobby Keys. Es war auch die letzte Tour der Stones, wo sie noch keine Backing Ground Sänger/innen dabei hatten und Keith & Woodie die Backing Vocals beisteuerten.
Zwischendurch gibt es einen wahrscheinlich hochprozentigen Umtrunk auf der Bühne, kein Wunder denn Keith Richards hatte an den 18. Dezember Geburtstag und natürlich gab es das obligatorische Geburtstagsständchen, bevor der Meister selber in Form von "Little T & A" an das Mikrophone durfte.
An der Setlistel gibt es nichts zu rütteln. Klar könnten die Stones noch etlich länger spielen - die Liste an guter Songs war schon damals sehr lang. Schön das man noch 2 Cover - Songs "Going To A Go-Go" von den Miracles und "Twenty Flight Rock" von Eddie Cochran in den Set einfügte, die man vorher von den Stones nicht kannte. Natürlich gibt es wieder das obligatorische Finale mit "Miss You", "Honky Tonk Woman", "Brown Sugar", "Start Me Up", "Jumping Jack Flash" und der Rausschmeißer "Satisfaction", bei dem sich Mick Jagger mit der US Flagge umhüllt, während Luftballone von der Bühnendecke fallen.

Fazit: Ein toller Livemitschnitt aus dem Jahre 1981 mit überraschend guter Soundqualität. Die Stones zeigen sich richtig spielfreudig und wirken insgesamt wesentlich erdiger, als wie auf neueren Livemitschnitten (ab 1989). Dieses Live Album schlägt den damaligen Live-Mitschnitt "Still Life" um Längen. Bitte mehr davon!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2014 5:34 PM CET


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gutes Bootleg, 20. Oktober 2014
Nach dem Tod von Ronnie James Dio, einem der wohl markantesten Hardrockshouter aller Zeiten, wird dessen Name wie bei soviel anderen, verstorbenen Künstlern ausgeschlachtet. Das kann man als Fan mit einem lachenden und einem weinendem Auge sehen. Schön einteils wenn richtig tolles Material, das in den Archiven schlummert, an den Fan gebracht wird; nicht schön wenn es um beispielsweise Livemitschnitte handelt, deren Qualität auf einen Niveau pendelt, das der geneigte Zuhörer meint, das Konzert wurde von einem Fan in der Zuschauermenge mit einem Casettenrecorder, mittels eingebauten Aufnahmemikro festgehalten.
Letzteres scheint bei dieser vorliegenden Live CD nicht der Fall zu sein, aber trotzdem ist der Mitschnitt nicht von hochkarätiger Qualität. Dieser Konzertmitschnitt erreicht gutes Bootlegniveau - nicht mehr und nicht weniger. Ein paar Ein- und Ausblendungen sind zu hören, stellenweise ist der Sound etwas breiig und einfach dünn. Bearbeitet scheint hier kaum etwas - alles wirkt sehr roh und ungeschliffen - einteils natürlich gut, denn somit sind die Aufnahmen ziemlich authentisch (keine Reperaturen), aber den Gesamtsound hätte man schon etwas aufmotzen können.

Genug gemeckert. Ronnie James Dio spielte 1984 mit seiner Band, 10 Tage nach dem Release seines 2. Soloalbums "The Last In Line", einen entfesselten Gig im Coliseum Washington. Die Songauswahl ist natürlich vom Allerfeinsten. Neben Songs des gerade veröffentlichten neuen Albums in Form von "We Rock" oder "Mystery" gibt es vom Meisterwerk "Holy Diver" den Titeltrack, das unverwüstliche "Stand Up And Shout", "Rainbow In The Dark" und "Shame On The Night" zu hören. Aus seiner Rainbow - Vergangenheit ist neben der Hymne "Long Live Rock `n` Roll" eine ziemlich brachial gespielte Version von "Man On The Silver Mountain" zu hören. Meister Dio hat dann auch noch zwei Black Sabbath Schmankerl im Gepäck: "Children Of The Sea" sowie "Heaven In Hell", bei dem Gitarrist Vivian Campell zur absoluten Höchstform aufläuft und wie auch auf dem ganzen Konzert unter Beweis stellt, das er der beste Gitarrist an der Seite von Ronnie James Dio, während seiner Solophase war. Aber auch die anderen Musiker der Band spielen hier großartig auf.

Fazit: Chasing Rainbows ist ein Live Mitschnitt von guter Bootleg Qualität.Das Konzert selber ist abgesehen von der guten Songauswahl, musikalisch auf hohen Niveau anzusiedeln. Für beinharte Dio - Fans natürlich unverzichtbar, wer allerdings auf einen guten differenzierten Sound steht, sollte die Finger davon weglassen und lieber auf andere Live-Mitschnitte von Dio zurückgreifen.


Live at the Whisky (Digipak)
Live at the Whisky (Digipak)
Preis: EUR 18,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorhang auf!, 19. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the Whisky (Digipak) (Audio CD)
Stryper haben im Laufe ihrer Bandgeschichte wahrlich Scheiben mit sehr unterschiedlicher Qualität herausgebracht:
Da gab es die tolle Anfangsphase mit Langrillen wie "The Yellow And The Black Attack", "Soldiers Under Command" und "To Hell With The Devil", dann das eher mäßige Album "In God We Trust", der durchaus gelungene Versuch der Wiedergutmachung mit "Against The Law", den nur noch wenige interessierte und schließlich löste man sich auf. Nach einigen Soloalben von Sänger & Gitarrist Michael Sweet, der auch zwischenzeitlich bei BOSTON anheuerte, kam die Reunion mit dem starken Livemitschnitt "7 Weeks: Live In America 2003". Das Comebackalbum "Reborn" wurde allerdings eine relativ enttäuschende Angelegenheit. Der Nachfolger "Murder By Pride" gelang schon besser. Nach zwei sehr gelungenen Coverscheiben - einmal mit Coverversionen diverser wohlbekannter Hard `n` Heavy Bands ("The Covering") und einer Neuaufnahme eigener Klassiker ("Second Coming") ist man mit der 2013 erschienen CD "No More Hell To Pay" von der Qualität der Songs wieder da angelangt, wo man in den 80iger Jahren aufgehört hat.

Von der aktuellen Tour liegt nun ein Livemitschnitt unter dem Namen "Live At The Whisky" vor:
Aufgezeichnet wurde "Live At The Whisky" am 16. November 2013 auf den Sunset Strip. Die Fans bekommen ein völlig authentisches Konzert auf Augen und Ohren. Es gibt kein hinzugemischten Applaus, keine ausufernden Studioreperaturen oder hochpolierte Sounds und große Showeffekte. Die Band zeigt vielmehr das sie eine Symbiose aus 4 Topmusikern ist, die ihr Handwerk beherrschen und sichtlich Spaß an einem Auftritt in einem wahrlich kleinem Club hat. Michael Sweet ist immer noch ein klasse Sänger und an der Gitarre macht ihm und sein Sidekumpan Oz Fox so schnell niemand etwas vor. Die Songauswahl ist sehr gelungen - nebst einigen Tracks der aktuellen CD wie "Legacy","Marching Into Battle, "No More Hell To Pay" und "Jesus Is Just Alright" gibt es natürlich jede Menge Greatest Hits auf die Ohren wie u.a. "Loud `n' Clear, "Reach Out", "Calling On You", "Free" oder die unverwüstlichen Rausschmeißer in Form von "To Hell With The Devil" und "Soldiers Under Command". Aber auch ein paar weniger bekannte Songs wie "All For One", das eher selten gespielte "The Rock That Makes Me Roll", oder "You Know What To Do" runden die gute Songauswahl ab.

Die Abmischung ist einwandfrei. Es sind alle Instrumente sowie Gesang und die Backing Vocals gut zu hören. Der Sound kommt schön druckvoll herüber. Bei der DVD ist die Cameraführung tadellos. Man muß sich natürlich etwas an den relativ kleinen Club gewöhnen, in dessen der Auftritt mitgeschnitten wurde. Als Bonus bei der DVD gibt es noch die Musikvideos von "Sympathy" und "No More Hell To Pay" und In "Nashville All Acces" plaudern STRYPER ein wenig über das aktuelle Album + Tour.

Fazit: Diese CD / DVD ist ein absolut gelungenes Livedokument einer der wohl erfolgreichsten Whitemetalbands. Besonderes positiv ist die rauhe, unverfälschte Identität des Livemitschnittes einer handwerklich klasse aufspielenden Band zu bewerten, die diese CD / DVD hervorragend wiederspiegelt. Für Stryperfans ein Pflichtkauf, für Neueinsteiger ein guter Überblick über die Schaffensphase der Band und eine Empfehlung für Fans von melodiösen Hardrock und Heavy Metal.


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