Profil für Max Muster > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Max Muster
Top-Rezensenten Rang: 3.164.270
Hilfreiche Bewertungen: 98

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Max Muster "mnk66"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Einführung in das Geschichtsstudium
Einführung in das Geschichtsstudium
von Stefan Jordan
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,60

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein, günstig, gut, ..., 27. März 2011
Für knapp fünf Euro versucht das Buch oder besser Büchlein, wegen seiner kompakten physikalischen Abmessungen, auf ca. 180 Seiten einen ersten und umfassenden Überblick auf das Geschichtsstudium zu liefern.

Als Einstieg wird "die Universität als Arbeitsplatz und Lebensraum" beschrieben, so dass man einen groben Einblick in den Aufbau einer Universität und den dortigen Zuständigkeiten erhält. Bei Bedarf findet man sicher weitere und vertiefende Informationen hierzu in den Einführungsunterlagen der eigenen Universität. Im zweiten Kapitel erfolgt die Darstellung der Geschichte als Wissenschaft. Es wird die gängige Strukturierung der Geschichtswissenschaft in epochal, regional und sektoral erläutert und dargestellt, was Geschichte ist und wozu sie dienen kann. In den beiden folgenden Kapiteln geht es um das Handwerkzeug der Historiker. Während sich Kapitel vier dem Umgang mit historischem Material und dessen Gliederung in Quellen und Literatur befasst, liegt der Fokus von Kapitel fünf auf der Gewinnung des Materials, d.h. im wesentlichen auf Literaturrecherche Vorort und im Internet. Im letzten und umfangreichsten Kapitel wird auf rund 70 Seiten der Einstieg in die wissenschaftliche Forschung und Darstellung der daraus gewonnenen Erkenntnisse besprochen. Hier wird auf Themen, wie Relevanz, Heuristik, Quellenkritik und Interpretation ebenso eingegangen, wie auf die Formen, die Konzeption und den formalen Aufbau wissenschaftlicher Darstellungen. Während die im Anhang aufgeführten Beispiele für Inhaltsverzeichnisse und Deckblätter nur begrenzten Nutzen aufweisen, sind die kommentierten bibliographischen Hinweise zur weiteren Einführung in das Geschichtsstudium eine wahre Fundgrube zur weiteren Vertiefung des Themas. Der Autor scheut sich nicht in seinen Kommentaren Begriffe, wie "wenig brauchbar" oder "heute nur noch von 'historischem' Wert" zu verwenden und hilft dem Einsteiger so bei der weiteren Auswahl von Literatur.

Das Buch ist, wenn man Umfang und Preis berücksichtigt, ein nahezu perfekter Einstieg in das Thema Geschichtswissenschaften und liefert viele Ansatzpunkte um das Thema weiter zu vertiefen. Hr. Jordans Versuch "Hinweise, Hilfestellungen, Einleitungen und (kommentierte) Literaturtipps [...] zu geben" kann man somit als mehr als geglückt bezeichnen.


Seagate Barracuda LP 2 TB 8,9 cm (3,5 Zoll) interne Festplatte HDD S-ATA 300 Mbit/s 5900rpm 32MB Cache
Seagate Barracuda LP 2 TB 8,9 cm (3,5 Zoll) interne Festplatte HDD S-ATA 300 Mbit/s 5900rpm 32MB Cache

15 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein Seagate Platte mehr!, 22. Januar 2010
Kein Mensch braucht eine 2 TB Seagate Festplatte. Ich gehe jede Wette ein das die Platte bei den meisten Kunden schon defekt ist, bevor sie halbvoll ist. Meine letzte war bereits nach 800 GB defekt. Dank Amazon gab es das Geld schnell wieder zurück, aber für Seagate Produkte gilt in Zukunft: "Geschenkt ist noch zu teuer." Der Suchbegriff "seagate ausfälle" gibt bei Google stattliche 36.000 Treffer.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2010 12:38 AM CET


Alias
Alias
Wird angeboten von lobigo
Preis: EUR 19,45

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mittelmässige Kost ..., 9. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Alias (Computerspiel)
Für einen Spielabklatsch einer Fernsehserie ist Alias noch relativ gut geworden. Das heist allerdings nur, dass ich schon schlimmere Spiele gesehen habe, die mit großen Namen ankamen und noch schlechter waren. Verglichen mit anderen Schleichshootern, wie "Thief" oder "Splinter Cell" kommt das Spiel nicht mal an die letzte Generation dieser Spiele ran. Von der aktuellen Generation ist das Spiel Lichtjahre entfernt. Die Steuerung ist lieblos von der Consolenversion übernommen und verdient das Attribut "unspielbar". Ein vernüftiges Tutorial gibt es auch nicht. Alles in Allem sollte man die Finger von dem Teil lassen, für das gleiche Geld bekommt man heute auch richtige Spiele.


Ein Schöner Tag
Ein Schöner Tag
Preis: EUR 7,50

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moses P. rapt nicht, er lässt Gott seine Zunge führen..., 8. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Ein Schöner Tag (Audio CD)
Er zeigt mit "Ein schöner Tag" wie genial RAP Music sein kann. Das Lied passt perfekt in den Sommer und macht Hunger auf mehr. Da tut's echt weh noch Wochen auf die LP warten zu müssen. Beasty Boys, Fanta 4, Moses P. => Hip Hop scheint wieder aufzu(er)stehen. Es gibt nicht schöneres als zu sehen, wie der angezählte Underdog "HipHop-Music" wieder auf die Beine kommt und kräftig austeilt. Da möchte man ruhig noch mehr auf die Ohren kriegen. Also her mit der LP.


Troy
Troy

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unsere troyen Begleiter ..., 8. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Troy (Audio CD)
HipHop scheint wieder in Mode zu kommen. Erst die Beasty Boys nach Jahren mit einer neuen Scheibe, dann die Fanta 4.
Der neue Stil der Fanta 4 klingt interessant, allerdings fehlt mir etwas der Sprachwitz aus den alten Veröffentlichung. (Mal abgesehen von "Hey hey ... ich war dein troyer Begleiter "Der goldene Reiter" :-)lässt grüßen) Dafür ist der Inhalt des Textes ganz in Ordnung. Ganz nüchtern betrachtet muss man sagen, dass die Maxi solide gemacht ist. Es ist zwar schön, dass die Jungs sich zurückmelden, aber ein Evergreen haben die Fantas mit der Maxi wohl nicht abgeliefert. Für einen Sommerhit 2004 sollte es aber immerhin reichen. Auf jeden Fall ist die Scheibe ein guter Einsteig für ein gelungenes Comeback der Schwabenkombo. Da kann man auf mehr hoffen...


Idee und Leidenschaft: Die Wege des westlichen Denkens
Idee und Leidenschaft: Die Wege des westlichen Denkens
von Richard Tarnas
  Taschenbuch

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ideen und Leidenschaft" ist nicht "Sophies Welt", 23. Juli 2004
Gleich vorweg stellen möchte ich, dass Ideen und Leidenschaft für einen Einsteiger und/oder Gelegenheitsphilosophen, wie z.B. mich, kein leicht zu lesendes Buch ist. Viel mehr hagelt es Fachbegriffe wie Ontologie oder Epistemologie etc. Es ist auch kein Philosophiebuch, sondern ein Buch über die Geschichte der Philosophie. Wer einen leichten Einstieg in dieses Thema sucht, findet mit "Sophies Welt" ein unterhaltsameren Einstieg (im Sinne von leicht, nicht gleichbedeutend mit seicht, unterhalten zu werden) Das Werk von Richard Tarnas ist nicht leicht und auf keinen Fall seicht. Vielleicht ist es subjektiv betrachtet unterhaltsam, auf jeden Fall ist es aber tief, umfassend und anspruchsvoll zu lesen. Hier wird man nicht leicht unterhalten, hier muss man aktiv lesen, Wörter nachschlagen, sein Wissen erweiteren um die folgenden Kapitel zu nachvollziehen zu können. Mir persönlich hat das Buch erst nach dem zweiten oder dritten Lesen richtig Spass gemacht. Das man das Buch mehrfach lesen kann, wäre mir bereits drei Sterne wert gewesen. Das man das Buch mehrfach lesen will, ist mir fünf Sterne wert.
PS: Auch wenn ich aus Unwissenheit erst Idee und Leidenschaft gelesen haben und dann durch einen Zufall Sophies Welt entdeckt habe, würde ich Einsteigern empfehlen erst Sophies Welt zu lesen. Wenn nach dem Konsum von Sophies Welt ein gewisser Fast-Food-Effekt auftritt, sprich "Das war lecker, aber satt fühle ich mich noch nicht" dann hat man die idealen Voraussetzungen zur Lektüre von Idee und Leidenschaft. Bei Lust und Laune am besten mehrfach, irgend wann versteht man dann sogar beide Bücher (oder man bildet es sich zumindest ein.) Hmm vielleicht kommt das Wort Bildung ja sogar daher, das man sich einbildet etwas zu wissen Aber das ist wieder ein anderes Thema und erst recht ein anderes Buch.


Kein Titel verfügbar

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Öberflächlicher Spielspass. Von Strategie keine Spur, 21. September 2003
Blitzkrieg von einigen Rezensenten hier als Stratgiespiel hoch gelobt, bietet nicht mal den Ansatz eines Strategiespiels.
Viel mehr ist das einzig sinvolle Vorgehen:
1. Abspeichern
2. Aufklären (und dabei Einheiten verlieren, da selbst gut gepanzerte Einheiten sehr schnell verloren gehen.)
3. Laden und den Level mit den vorher gesammelten Informationen aufräumen.
Das Spiel erreicht nicht mal ansatzweise den Tiefgang der Close Combat Serie und das ist ein echtes Armutszeugnis, da Close Combat Serie I-V seit Jahren auf dem Markt ist. Ein wenig Abschauen hätte hier sicher nicht geschadet. Zu dem Punkt Realitätsnähe sei gesagt, ein Spiel soll Spass machen und unterhalten, allzu große Realitätsnähe schadet da meist mehr als es hilft.
Ein abschliesender Kommentar zur KI: Einfach nur traurig. Die Einheit stehen irgendwo im Fog of War, also unsichtbar, und reagieren erst bei Entdeckung oder Beschuss. Auf diese Weise ist jedes Szenario absolut vorhersehbar, sobald man weis, welche Einheiten wo stehen. Selbständiges Vorrücken oder Eingraben, Flankenangriffe der Einheiten sind nicht implementiert und dieses Manko trängt somit voll zur großen Langeweile bei.
Die Szenarien wiederholen sich ständig und was nützen hunterte von Einheitentypen, wenn einige wenige so überlegen sind , dass man die restlichen Eineheitentypen sowieso in die Tonne treten kann.
Das einzige wozu Blitzkrieg animiert hat, war in den Keller gehen und das uralte Close Combat auszukramen und zu installieren. Das ist zwar nicht so schön bunt, aber davor anspruchsvoll und spannend.
Fazit: Muss man nicht wirklich haben.


Republic - The Revolution
Republic - The Revolution
Wird angeboten von Apollo1962
Preis: EUR 9,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Idee, total vergeigt - Der Fehlkauf 2003, 21. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Republic - The Revolution (Computerspiel)
Wenn man die Spielbeschreibung des Herstellers liest klingt es wie ein Traum. Eine Politiksimulation gepaart mit einer 3 D Engine, wie man Sie aus First Person Shooter ala Halflife kennt. Die Screenshoots auf der Verpackung sehen auch noch ganz ansprechend aus. Was man dann allerdings erlebt, wenn man das Spiel startet ist echt unglaublich:
1. Ein Interface, das komplett unbedienbar ist und mit intuitiver Spielerführung nun wirklich überhaupt nichts zu tun hat.
2. Ein Tutorial, das liebloser kaum sein könnte. Ca. 15 Screenshoots mit eingefügten Texten, was welcher Button, Icon oder sonstige Information auf dem Bildschirm einem sagen will. Nach der Erklärung weis man meist nicht mehr als zuvor. Keine Anleitung, keine Tips, nichts
3. Ein Spielidee in der man sich nicht vorkommt, wie der Politiker, der die Revolution startet, sondern wie die Sekretärin, die den Termikalender dieses Politikers verwaltet. Heute 10:00 Wahlkampfrede; 13:00 Pateifreunde anwerben; 17:00 Feierabend. Von den eigentlichen Tätigkeiten bekommt, man als Spieler so gut wie nichts mit.
4. Eine 3-D Engine, die absolut überflüssig ist, was nicht zuletzt daran liegt, das bereits die GUI total überflüssig ist. Der Tiefgang des Spiels hätte sich in einer handvoll Textabfragen verpacken lassen können.
Alles in allem, echt traurig, was die Kollegen 2003 für ca. 45 € an den Spieler bringen wollen und in meinem Fall auch geschafft haben. Mein Fazit: Gesehen, gekauft, gespielt und nach einem Tag wieder auf ebay zum Verkauf angeboten. Wem das Geld aus der Tasche wächst oder gerne mal sehen möchte, wie man Spieleprogrammierung auf keinen Fall machen sollte, kann das Teil ja mal bestellen. An alle anderen mein Tip: "Finger weg und Geld gespart!!!"
PS: Das Teil hat einen Stern, weil man Null Sterne nicht auswählen konnte.


Mafia
Mafia

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Spiel in 2002! Spannend und abwechslungsreich, 11. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Mafia (Computerspiel)
Gleich vorweg: Mafia war nicht nur das beste Spiel, das 2002 auf meinem Rechner lief und es war auch die größte Überraschung. Immer wieder konnte man lesen, dass Mafia ein tolles Spiel sein soll, aber bei der Beschreibung könnte ich mich lange Zeit nicht dazu hinreisen lassen, dieses Spiel endlich zu kaufen. Mal ehrlich, was soll toll daran sein mit völlig untermortorisierten Autos der 20er rumzugurken, wo heute jeder Kleinwagen in einer +100 PS Version daherkommt und man bei GTA die besten Sportwägen der Welt fahren kann. Nach einigen bösen Reinfällen mit Spielen im Gangsterumfeld war ich doppelt vorsichtig bevor ich zuschlug.
Nach der Installation kommt ein zum Spiel passendes Intro des Herstellers und atmosphärisch sehr gut gemachtes Hauptmenu. Flux ein neues Spiel ausgewählt und schon ging es los, munter fährt man als Taxifahrer im Chicago der 20er Jahre Kunden von A nach B um dort die nächsten Gäste aufzunehmen. Grafisch ist das alles erste Sahne und entspricht durchaus dem, was man von anderen First Person Shootern gewöhnt ist. Nach einigen erfolgreichen Touren fragt man sich allerdings, ist das jetzt wieder alles, als plötzlich eine kurze Filmsequenz einem Bekanntschaft mit der Mafia machen lässt und man auch schon den ersten Auftrag bekommt. Natürlich in alter Mafiamanier als „Ein Angebot, das man unmöglich ausschlagen kann." So geht das ganze Spiel weiter, von einer Mission kommt man in die nächste, die Aufgaben sind von Mission zu Mission faszinierend unterschiedlich. Sie müssen Chauffeur spielen, Autos sabotieren, andere Mitbürger ermorden, über Dächer fliehen, Flugzeuge aufhalten, Autorennen fahren oder ihren Chef zum Essen begleiten. Das ganze Spiel ist so abwechslungsreich, wie diese Aufzählung klingt. Jede dieser Spielsequenzen ist alleine so gut umgesetzt, dass sie ein eigenes Spiel wert wäre. Das Beste ist jedoch, dass durch alle diese abwechslungsreichen Aufgaben sich der rote Faden einer gut erzählten und interessanten Geschichte zieht. Seit Jahrzehnten reden Unterhaltungsriesen vom interaktiven Fernsehen, wenn ich jemals im Leben interaktives Fernsehen erlebt habe, dann mit Mafia. Wie in einem guten Buch kann und will man nicht aufhören, bevor man weis, wie es weitergeht und welche Aufgaben einem noch bevorstehen. Wenn man über Mafia irgendetwas Schlechtes sagen kann, dann vielleicht nur, das einige Level so schwer sind, das man nach etlichen Anläufen gerne zu einem Cheat aus dem Internet greift. Da die Geschichte, wie ein sehr guter Film aufgebaut ist, möchte ich euch gar nicht zuviel verraten, deshalb gleich zum Fazit
Fazit: Mafia ist deutlich mehr als ein First Person Shooter oder nur eine GTA Version, die in den 20er Jahren spielt. Mafia ist eine interaktiver Gangsterfilm, der einem zwar nicht erlaubt die Handlung des Films wesentlich zu verändern, aber einem durch die aktive Teilnahme Teil des Films werden lässt. Wie in einem guten Film oder Buch ist man am Ende etwas betrübt, die Welt seiner Helden wieder verlassen zu müssen und auf den nächsten Teil warten zu müssen. Aber welches Kompliment kann man mehr machen, als das man händeringend auf die se Fortsetzung wartet. Wenn man sich nur ein Spiel aus 2002 kauft, sollte man sicher Mafia in Betracht ziehen.


Mafia
Mafia

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Spiel in 2002! Spannend und abwechslungsreich, 3. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Mafia (Computerspiel)
Gleich vorweg: Mafia war nicht nur das beste Spiel, das 2002 auf meinem Rechner lief und es war auch die größte Überraschung. Immer wieder konnte man lesen, dass Mafia ein tolles Spiel sein soll, aber bei der Beschreibung könnte ich mich lange Zeit nicht dazu hinreisen lassen, dieses Spiel endlich zu kaufen. Mal ehrlich, was soll toll daran sein mit völlig untermortorisierten Autos der 20er rumzugurken, wo heute jeder Kleinwagen in einer +100 PS Version daherkommt und man bei GTA die besten Sportwägen der Welt fahren kann. Nach einigen bösen Reinfällen mit Spielen im Gangsterumfeld war ich doppelt vorsichtig bevor ich zuschlug.
Nach der Installation kommt ein zum Spiel passendes Intro des Herstellers und atmosphärisch sehr gut gemachtes Hauptmenu. Flux ein neues Spiel ausgewählt und schon ging es los, munter fährt man als Taxifahrer im Chicago der 20er Jahre Kunden von A nach B um dort die nächsten Gäste aufzunehmen. Grafisch ist das alles erste Sahne und entspricht durchaus dem, was man von anderen First Person Shootern gewöhnt ist. Nach einigen erfolgreichen Touren fragt man sich allerdings, ist das jetzt wieder alles, als plötzlich eine kurze Filmsequenz einem Bekanntschaft mit der Mafia machen lässt und man auch schon den ersten Auftrag bekommt. Natürlich in alter Mafiamanier als „Ein Angebot, das man unmöglich ausschlagen kann." So geht das ganze Spiel weiter, von einer Mission kommt man in die nächste, die Aufgaben sind von Mission zu Mission faszinierend unterschiedlich. Sie müssen Chauffeur spielen, Autos sabotieren, andere Mitbürger ermorden, über Dächer fliehen, Flugzeuge aufhalten, Autorennen fahren oder ihren Chef zum Essen begleiten. Das ganze Spiel ist so abwechslungsreich, wie diese Aufzählung klingt. Jede dieser Spielsequenzen ist alleine so gut umgesetzt, dass sie ein eigenes Spiel wert wäre. Das Beste ist jedoch, dass durch alle diese abwechslungsreichen Aufgaben sich der rote Faden einer gut erzählten und interessanten Geschichte zieht. Seit Jahrzehnten reden Unterhaltungsriesen vom interaktiven Fernsehen, wenn ich jemals im Leben interaktives Fernsehen erlebt habe, dann mit Mafia. Wie in einem guten Buch kann und will man nicht aufhören, bevor man weis, wie es weitergeht und welche Aufgaben einem noch bevorstehen. Wenn man über Mafia irgendetwas Schlechtes sagen kann, dann vielleicht nur, das einige Level so schwer sind, das man nach etlichen Anläufen gerne zu einem Cheat aus dem Internet greift. Da die Geschichte, wie ein sehr guter Film aufgebaut ist, möchte ich euch gar nicht zuviel verraten, deshalb gleich zum Fazit
Fazit: Mafia ist deutlich mehr als ein First Person Shooter oder nur eine GTA Version, die in den 20er Jahren spielt. Mafia ist eine interaktiver Gangsterfilm, der einem zwar nicht erlaubt die Handlung des Films wesentlich zu verändern, aber einem durch die aktive Teilnahme, Teil des Films werden lässt. Wie in einem guten Film oder Buch ist man am Ende etwas betrübt, die Welt seiner Helden wieder verlassen zu müssen und auf den nächsten Teil warten zu müssen. Aber welches Kompliment kann man mehr machen, als das man händeringend auf die se Fortsetzung wartet. Wenn man sich nur ein Spiel aus 2002 kauft, sollte man sicher Mafia in Betracht ziehen.


Seite: 1 | 2