Profil für Marietta > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Marietta
Top-Rezensenten Rang: 258.377
Hilfreiche Bewertungen: 41

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Marietta

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Just One Evil Act (Inspector Lynley Book 18) (English Edition)
Just One Evil Act (Inspector Lynley Book 18) (English Edition)
Preis: EUR 6,27

41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Havers außer Rand und Band, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich liebe Elizabeth Georges Inspektor-Lynley-Krimireihe. Seit Helens Tod, wenn nicht gar früher, hat die Qualität der Krimis allerdings nachgelassen. Beginnen wir mit dem Positiven: "Just One Evil Act" lässt sich lesen. Der Roman enthält einen hohen Havers-Anteil, die larmoyante Nervensäge Deborah St. James kommt nur marginal vor und Ardery wirkt sympathischer als sonst. So kurz die Kooperationen auch sind, so gefällt mir die Zusammenarbeit von Havers/Lynley mit dem italienischen Inspektor Lo Biano.

Was mir das Buch verdirbt: Havers' Verhalten. Eine starke Involvierung von Havers ist eigentlich Anlass für Freudensprünge. Hier hingegen verdirbt sie einem die Geschichte. Havers war schon immer etwas unkonventionell, aber hier handelt sie einfach inkompetent, irrational und lässt sich von ihren Gefühlen für den Professor korrumpieren. Hätte sie nur ein, zwei schwache Momente, ließe sich das tolerieren. Aber das ganze Buch über legt sie gefühlsbedingt einen Tunnelblick an den Tag, agiert störrisch und lässt jeden Berufsethos vermissen. Dass sie damit am Ende sogar durchkommt und für ihre unethische, korrumpierbare Polizeiarbeit quasi geadelt wird, schlägt dem Fass den Boden aus.

Weiterhin zehren die vielen Italienisch-Zitate den Lesefluss. Sie stören den Lesefluss und tragen nichts bei.

Unglaubwürdig finde ich: die Darstellung von Taymullah Azar, den Mord, der irgendwie keiner ist und die blassen Charakterisierungen. Wurde Haddiyah in den Vorgängerbüchern plastisch und lebhaft dargestellt, so ist sie in "Just One Evil Act" nicht mehr als eine kleine Schülerin. Schade auch, dass Lynley passiv ist. Dass sich vieles in Drehschleife wiederholt (die Interaktionen zwischen Barbara und dem Journalisten, die Interaktionen mit den Detektiven/Technikexperten, die Zusammenstöße des italienischen Inspektors mit seinem Vorgesetzten) wertet das Buch auch nicht gerade auf. Viele Handlungsstränge und -abzweigungen weisen Lücken auf - in Logik und gesundem Menschenverstand.

Ist das Buch empfehlenswert? Für eingefleischte George-Fans vielleicht schon. Leute, die nicht aus Prinzip jeden Lynley-Roman kaufen, sollten sich den Erwerb des Buch noch einmal durch den Kopf gehen lassen. 2.5 Sterne. Wäre Havers nicht komplett neben der Spur geschrieben, wären es drei geworden. So hat George leider einen ihrer Hauptcharaktere geköpft, da kaputtgeschrieben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 23, 2014 10:51 AM CET


Seite: 1