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thejack

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Still Got the Blues-Remastered
Still Got the Blues-Remastered
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen Es ist ja manchmal so eine Sache.., 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Still Got the Blues-Remastered (Audio CD)
mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung.. ;)

Gary Moore sieht sich selbst offenbar als einen Bluesgitarristen, der eben eine Zeitlang auch andere Sachen gemacht hat (STILL got the Blues..)..

Was man dann auf dieser CD zu hören bekommt, klingt allerdings mehr nach einem Rockgitarristen, der sich an einigen Bluesnummern probieren..oder sagen wir es ruhig: austoben möchte!

Da ich sowohl Rock als auch Blues sehr mag, habe ich damit weniger ein Problem, und die CD gefällt mir an und für sich auch ganz gut.
Allerdings stört mich bei Gary Moore zuweilen sein Hang, mit allzu schnellen Läufen die Songs inklusive seiner Rhythmustruppe geradezu über den Haufen zu spielen (im Englischen mit "to overplay" treffend bezeichnet).

Insbesondere die Duette mit Albert King und Albert Collins sind beide für Gary Moore eher wenig schmeichelhaft: Erstens, weil sie - wenig überraschend - den besseren Blues spielen, und zweitens (und vor allem!), weil es eben so KLINGT, als wenn Gary Moore es ihnen mit seinen pfeilschnellen, fast metal-artigen Läufen nun aber mal so richtig zeigen will.

Ohne Frage ist Gary Moore ein begnadeter Gitarrist, was etwa bei "As the Years go passing by" eindrucksvoll zu hören ist.
Aber im Blues zählen doch andere Dinge als im Rock, und ein solches Umsatteln, wie Moore es mit dieser CD einleitete, ist auch für jemanden wie ihn nicht mal eben so zu schaffen.

Besonders aufschlussreich ist in solchen Fragen ja manchmal der direkte Vergleich, und hier fällt er etwa gegenüber Peter Green ("Stop messin` round") oder Eric Clapton bzw. Otis Rush ("All your love") erneut nicht sehr schmeichelhaft aus.
Moores Versionen wirken im direkten Vergleich doch arg poliert und glatt.

Aber nochmal: Mich persönlich stört das nicht, denn das Adaptieren viel gespielter Stücke im eigenen Stil gehört zur Geschichte und für mich auch zur Faszination des Blues.
Ich habe zu Hause sogar eine ganze CD mit Coverversionen von "Rock me baby", von BB King über die Doors und Tina Turner bis zu Acdc und den Stones.
Aber das nur am Rand. ;)

Als Fazit bleibt:
Für Bluespuristen vermutlich kaum hörenswert - wer Rock mag, wird schon eher auf seine Kosten kommen.

Unmasked
Unmasked
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für KISS Puristen eine schmerzhafte Angelegenheit.., 1. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Unmasked (Audio CD)
denn um dieses Album einigermaßen einordnen zu können, muss man einigen ungeliebten Tatsachen [natürlich in Anführungszeiten zu lesen, da ich ja hier meine Meinung schreibe] ins Auge blicken:

Nämlich:

1. KISS waren nie wirklich eine klassische Hardrockband. Wenn ich hier in den Rezensionen lese, sie hätten früher solche "Hardrock-Kracher" wie Deuce oder Strutter geschrieben, muss ich schon schmunzeln ehrlich gesagt..
Auch bei diesen frühen Songs ging es immer schon um eingängige Melodien, und das "harte" an KISS kam eher in ihrem Image und der Bühnenshow zum Vorschein als in der Musik.

2. Die obige Feststellung sollte nicht als Kritik missverstanden werden. Im Gegenteil, das Schreiben eingängiger Melodien halte ich ehrlich gesagt für eine der größten Stärken von Gene Simmons und Paul Stanley (jedenfalls, sofern sie von guten Produzenten unterstützt wurden!).
Wenn die beiden sich für zwei der großen Songschreiber der Rockgeschichte halten, liegen sie meiner Meinung nach nicht so falsch!

3. Dies ist vermutlich für viele der umstrittenste Punkt:
Ich bin der Überzeugung, dass der Abgang der Originalmitglieder Criss und Frehley der Band MUSIKALISCH eindeutig gutgetan hat!

Bereits auf diesem Album, wo ja der legitime Criss-Nachfolger Eric Carr noch gar nicht die Trommeln bedient, ist das Niveau des Schlagzeugspiels im Vergleich zu hochgelobten Alben wie Love Gun oder Destroyer eindeutig [ehrlich gesagt: um ein Vielfaches] gestiegen.
Anton Figg verleiht den Songs eine Leichtigkeit, die mit Peter Criss fraglos nicht erreicht worden wäre.
Sein Spiel kam doch zu häufig über ein trockenes Rhythmushalten nicht hinaus.

Zusammenfassend:

Mir gefällt dieses Album noch um einiges besser als der Vorgänger Dynasty. Zwar finde auch ich "Shandi" ziemlich misslungen, aber erstens ist es im Vergleich zu späteren Balladenversuchen wie "Forever" immer noch recht gut, und zweitens steht auf der Habenseite mit dem Opener "Is that you?" meiner Meinung nach ein echter Klassiker, dem sich dann in loser Folge solche Poprockperlen wie "Tomorrow", "What makes the world go round", "She`s so European" und "Talk to me" anschließen.
Und auch der Rest ist zumindest interessant anzuhören.
Das einzige echte Manko ist für mich, dass das Album zum Ende hin deutlich abfällt, da die letzten drei Songs eher Filler als Killer sind.. ;)

Dennoch verdiente vier Sterne.

Monster
Monster
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hm.., 1. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Monster (Audio CD)
Das ist es also, das Sonic Boom-Nachfolgewerk, das laut Paul Stanley ja "thunderously better" als der Vorgänger aus dem Jahre 2009 sein soll.
Nun ja.

Zunächst ist positiv festzuhalten, dass es tatsächlich recht unterhaltsam geraten ist..und sogar den einen oder anderen richtig guten Song enthält (All for the love of Rock n Roll, Take me down below).

Allerdings haben Kiss mittlerweile eine Schwachstelle, die früher ganz undenkbar gewesen wäre, und an der auch Sonic Boom bereits krankte:

Paul Stanleys Gesang ist wirklich kaum noch ein Schatten seiner selbst. Dabei sei dahingestellt, ob er es nicht mehr kann [kaum vorstellbar eigentlich], oder ob einfach der Produzent fehlt, der ihm diesbezüglich wieder in die richtige Spur helfen könnte.

Jedenfalls hat er in den letzten beiden Alben seine früher beeindruckende Bandbreite fast völlig auf den (neuen?) "Heavy" Sound eingeschmolzen, der auch noch auf besonders pompös und aggressiv produziert ist.
Unterm Strich ergibt das allerdings gähnende Langeweile, und sehnsüchtig erinnert man sich an die Zeiten zurück, in denen Stanley bei Songs wie "Who wants to be lonely", "I was made for loving you", "Nowhere to run", "I want you" oder auch "The Oath" [um auch einmal die oft verschmähten Achtziger nicht ganz zu vergessen] etwas mehr von seinen stimmlichen Fähigkeiten zeigte.

Das führt dann auch dazu, dass eigentlich alle Stanley-Nummern zu den Ausfällen des Albums gehören.
Da die restlichen Songs nun aber auch nicht so stark sind, dass fünf Nullnummern mal eben so kompensiert werden könnten, kommt insgesamt eben ein mittelmäßiges Album heraus.
Und nein, ich gehöre nicht zur Fraktion der "ohne Ace und Peter ist alles Müll"- Rufer.

Capablanca: Move by Move
Capablanca: Move by Move
von Cyrus Lakdawala
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,80

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die entscheidende Frage.., 15. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Capablanca: Move by Move (Taschenbuch)
..im Hinblick nicht nur auf dieses Buch, sondern die ganze neue Everyman Chess "Move by move"-Serie ist ganz einfach:

Was genau soll bloß so ein Etikettenschwindel?

Warum "Move by move" draufschreiben, wenn es gar nicht drin ist??

"Move by move" ist seit längerem ein feststehender Begriff für eine Art von Schachliteratur, die anhand ausgewählter Meisterpartien, IN DENEN JEDER EINZELNE ZUG EINEN KOMMENTAR ERHÄLT, Schachwissen zu vermitteln sucht.

Bekannte Beispiele sind etwa Nunns "Understanding Chess move by move", natürlich Chernevs Klassiker "Logical Chess Move by move", aber etwa auch "Modern Chess Move by move" von Crouch oder die "Unbeatable Chess Lessons"-Serie von Snyder - und übrigens auch das fast vergessene "Fischer-Spassky move by move" von Larry Evans.

Hier allerdings wird fast durchweg die Eröffnungsphase komplett übersprungen - häufig auch noch mit einem Kommentar wie "nicht besonders überzeugend gespielt"..wobei es für den Lernenden allerdings schön wäre erklärt zu bekommen, WARUM ein bestimmter Aufbau nicht überzeugend ist und was stattdessen besser gewesen wäre!

Ganz ähnlich auch im Endspiel, wo die Analysen zunehmend spärlicher werden.

Fazit: Recht gewöhnliche Analysen von recht bekannten Partien - die an anderer Stelle oft genug sorgfältiger kommentiert wurden (etwa bei Chernev, oder auch bei Reinfeld!).

Lick Library - Learn To Play Brian May: The Solos (2 DVDs + Audio CD)
Lick Library - Learn To Play Brian May: The Solos (2 DVDs + Audio CD)
DVD ~ Danny Gill
Preis: EUR 45,99

2.0 von 5 Sternen Zunächst eine Klarstellung.., 6. November 2012
Der Lehrer auf dieser DVD ist NICHT Danny Gill - obwohl es tatsächlich fälschlicherweise auf der Vorderseite des Covers steht! -, sondern Michael Casswell!

Und das ist genau das Problem :(

Im Gegensatz zu Gill tut Casswell sich auffällig schwer damit, seine Lektionen einem vorgestellten nicht ganz so fortgeschrittenen Publikum anzupassen.
So hält er es oftmals nicht für nötig, die Tonart anzugeben, in der das Solo (hauptsächlich) gespielt wird.
Manchmal spielt er einfach schnell drauf los, um sich selbst zu orientieren..und man fragt sich nur verwundert, ob er sich denn wohl nicht wirklich vorbereitet hat?!

Und nun das Schlimmste:

Die Lektionen stimmen nicht überein!
Nachdem man sich - recht mühevoll - durch seine Darbietung des I want it all-Solos gearbeitet hat und nun die ersten Früchte seiner Mühen ernten möchte, in dem man zunächst zur langsamen Version mitspielt, stellt man verwundert (und ehrlich gesagt auch verärgert!) fest, dass er hier ziemlich am Anfang eine unterschiedliche Notenfolge spielt.
Und bei der "medium tempo" Version noch einmal eine andere.

Nun mag man einwenden, dass ein einigermaßen fähiger Gitarrist sich hier relativ schnell die richtige Version "raushören" können sollte - dann wäre allerdings die Anschaffung dieser DVD insgesamt überflüssig.

Ich war jedenfalls ziemlich enttäuscht!

Wenn Michael Casswell sich mit dem "note for note"-Format nicht besonders wohlfühlt, sollte er es vielleicht seinen Kollegen überlassen.
Und ansonsten bitte: Besser vorbereiten, und sorgfältiger aufbereiten!

Chess Masters on Winning Chess
Chess Masters on Winning Chess
von Fred Reinfeld
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Konzept,.., 29. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chess Masters on Winning Chess (Taschenbuch)
das Reinfeld in diesem sehr schönen Buch umgesetzt hat:

An den Analysen der Meister entlang, die die ausgewählten Partien spielten [meistens der Sieger, aber gelegentlich kommen auch die Besiegten zu Wort..], verfasst er seine eigenen Kommentare - die im Gegensatz zu denen der Meisterspieler ausdrücklich lehrreich sein wollen.

Ein wirkliches Lehrbuch ist es dennoch kaum, dafür aber SEHR unterhaltsam - und der eigenen Spielstärke sicher nicht abträglich..
(Jedenfalls dann nicht, wenn man etwas Zeit und Geduld investiert, um den Gedanken der großen Meister nachzuspüren)

Mir hat noch besonders die Partieauswahl gefallen:

Es gibt wenig bekannte, bereits "hundertmal gesehene" Partien [einzig: Zukertort-Blackburne 1883], dafür eine Menge eher unbekannter Kampfpartien, etwa Koehnlein-Tarrasch 1907.
Ungewöhnlich genug für solche Partiensammlungen ist auch die Aufnahme von Remispartien (Nimzowitsch-Aljechin 1926 und Rubinstein-Sämisch 1926).

Wie immer bei älteren englischen Schachbüchern muss man allerdings mit deskriptiver Notation leben können.

Da die Analysen von Großmeistern auch heute noch kaum einmal den ausdrücklichen Zweck verfolgen, das Spiel für den amateurhaften Leser zu ERKLÄREN [die einzige Ausnahme vielleicht Paul Keres!], kann man sich nur wünschen, dass Reinfelds Konzept in diesem Buch eines Tages wiederentdeckt wird!

Fischer-Spassky Move by Move (Chess)
Fischer-Spassky Move by Move (Chess)
von Bobby Fischer
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Lesebuch.., 26. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
über diesen legendären WM-Kampf!

Mit Sicherheit gibt es bessere, genauere Analysen der Partien (z.B. von Timman).
Aber was den Unterhaltungswert und für jemanden wie mich (1600) auch den Lerneffekt betrifft [jeder Zug wird kommentiert], ist dies das mit Abstand beste Buch über dieses Match!

Das Format (für jeden Zug ein Diagramm!) würde es so heute sicherlich nicht mehr geben. Es ist auch nicht nötig, macht das Buch aber natürlich zu einer guten Lektüre auch ohne Brett!

Gerade Kommentare wie etwa "stopping 15.-P-N5 and -QR4. Now Blacks QNP stands alone as a target" zum 15. Zug von Weiß in der 9. Partie, die eben nicht den Anspruch haben, der "absoluten Wahrheit" [die es im Schach bekanntlich ohnehin nicht gibt!] auf die Spur zu kommen, fand ich sehr lehrreich.

Ehrlich gesagt würde ich mir vergleichbare Bücher auch über die anderen WM-Kämpfe der Schachgeschichte wünschen! ;)

Für alle, die mit deskriptiver Notation leben können.

Chess Move by Move
Chess Move by Move
von Lev I?A?kovlevich Abramov
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Ein feines kleines Büchlein.., 18. Juni 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chess Move by Move (Taschenbuch)
hat der frühere Trainer des sowjetisches Schachteams (u.a. während des berühmten Wettkampfes "gegen die Welt" 1970) hier vorgelegt.

Zehn Partien (überwiegend aus den 40er bis 60er Jahren), die Zug für Zug kommentiert werden.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist dabei , dass der jeweilige Kommentar VOR dem Zug (und in der Ich-Form!) gegeben wird, um so dem Leser gleichsam ein Hineinversetzen in den Denkprozess der Meister zu ermöglichen.

Verglichen etwa mit Chernevs "Logical Chess" kommt die verbale Beschreibung hier erheblich kürzer, aber dennoch sind die knappen Kommentare sehr prägnant, und man hat tatsächlich das Gefühl, zu verstehen worum es in den Partien geht.

Wenig überraschend ist, dass das Buch eine deutlich "sowjetrussische" Perspektive aufweist: Es beginnt mit einer Partie Aljechins und widmet sich dann sämtlichen russischen Weltmeistern, daneben noch solchen Könnern wie Geller, Taimanov und Keres.

Die Auswahl der Partien ist, zumindest soweit sie auf Abramov selbst zurückgeht, sehr gelungen:
Positiv fällt vor allem auf, dass keineswegs nur die üblichen 20-30 Züge-Angriffspartien gebracht werden (Kupper-Tal 1959, Spassky-Petrosian 1969), sondern auch langwierige technische Endspiele (Botvinnik-Vidmar 1946 und Petrosian-Bertok 1961).

Für die Auswahl und Bearbeitung der beiden letzten Partien zeichnet hingegen der Übersetzer Bernard Cafferty verantwortlich, und dies sind leider auch die beiden am wenigsten gelungenen:

Von Bobby Fischer gibt es nun wirklich eine Unmenge an sehr instruktiven Partien, wobei allerdings nur die wenigsten jemals ernsthaft (noch viel weniger unter dem Aspekt der Erklärung aller Züge!) kommentiert worden sind.
Umso bedauerlicher ist, dass ein weiteres Mal die 7.Partie aus seinem Wettkampf mit Petrosian 1971 gezeigt wird. Zwar konnten mir die Anmerkungen tatsächlich einige neue Aspekte vermitteln - aber es ist doch schade, dass hier keine weniger bekannte Partie ausgewählt wurde [Immerhin bleibt uns die 6.Partie des Wettkampfes 1972 erspart ;)]!

Das Gegenteil dann bei Karpov: Hier hätte man sich eine etwas längere, umkämpftere Partie gewünscht, nicht zuletzt um seine Endspieltechnik einmal mit genauem Kommentar genießen zu können..stattdessen gibt es eine (immerhin unbekannte!) Partie gegen Barle - die allerdings aufgrund eines unkorrekten Bauernopfers im sechsten (!) Zug bereits früh entschieden wird.

Vom "Zuschauerstandpunkt" aus schade - aber doch allemal lehrreich.

Insgesamt: Kein perfektes Buch, und weit von der Ausführlichkeit eines Seirawan ("Winning Chess Brilliancies") oder den lehrhaften Erklärungen eines Chernev entfernt, aber dennoch ein aufschlussreicher Blick in die Denkprozesse hinter zehn interessanten Meisterpartien.

Dass die Spiele aus Sicht der vorgestellten Zielgruppe dabei eigentlich etwas ZU komplex sind, liegt hingegen in der Natur der Sache: Anderes sollte man von Groß- (überwiegend sogar Welt-) meistern kaum erwarten.

Let There Be Rock (Special Edition Digipack)
Let There Be Rock (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 12,95

0 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo Bon Scott drauf steht.., 21. Oktober 2010
..darf der geneigte Fan dieser Tage ja kaum etwas anderes als fünf (oder wenn es ginge auch sechs oder zehn) Sterne vergeben..

Bei Licht besehen ergibt sich allerdings Folgendes:

Natürlich ist dies ein ordentliches Rockalbum. Mit späteren Veröffentlichungen dieser Band verglichen zeigt sich allerdings, dass dies hier von reifer Musikalität noch weit entfernt ist:

Angus Young nudelt hier seine Solos noch in einer Manier herunter, die im Englischen mit "Showing Off" treffend bezeichnet ist: Minutenlange, möglichst schnelle Darbietungen seiner handwerklichen Kunst - allerdings in keinster Weise songdienlich oder besonders erinnernswert.

Bestes (oder eher schlechtestes) Beispiel: Problem Child.
Der Rest ist in dieser Hinsicht allerdings leider auch nicht viel besser.

Und dann der Gitarrensound..exakt gestimmt klingt doch irgendwie anders ;-)

Dazu Bon Scotts Gesang..über den man natürlich nicht diskutieren kann: mir persönlich gefällt Brian Johnsons Stimme (späterer Jahre) einfach besser - obwohl ich durchaus zugestehe, dass Bon Scott in technischer Hinsicht der bessere Sänger war - aber eben nur in technischer Hinsicht ;-)

Alles in allem:

Natürlich sind hier einige Bandklassiker enthalten (Rosie, Let there be Rock..), und dafür wird dieses Album auch immer in Erinnerung bleiben.

Darüber hinaus ist dies (meiner Meinung nach!) allerings eher Mittelmaß - oder anders gesagt:

Hier ist eine hoffnugsvolle Band in ihrer Entwicklungsphase zu sehen - die sich allerdings mit späteren Veröffentlichungen (ab Highway to Hell) kaum zu messen vermag.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2012 8:26 PM CET


For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 8,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen es muss wohl das entstehungsjahr sein.., 10. April 2010
..das hier viele in die irre führt.

frei nach dem motto "wenn die back in black von 1980 so ein klassiker ist, kann doch der nachfolger von 81 nicht wirklich schlecht sein".
schön wäre es..

meiner meinung nach eines der schwächeren album der herren, zusammen mit flick of the switch und einigen frühen bon scott-scheiben (ja ich weiß..aber das hier ist MEINE meinung!).

wie einer meiner vorredner treffend formulierte, ist das monumentale titelstück hier "der ausrutscher nach oben"..ansonsten ist viel mittelmaß vertreten. oder noch genauer gesagt: die höhepunkte sind ÄUßERST momentan, wie etwa das grandiose riff in "evil walks" oder auch teile von "c.o.d." oder das solo von "inject the venom" - aber für ganze songs reicht das nicht..geschweige denn für ein ganzes album.

johnsons stimme ist hier eher nervig als packend..noch weit entfernt von der ausdruckskraft späterer jahre (ab ende der 80er).

so bleibt ein album, was natürlich soliden rock bietet, aber im gesamtkontext des acdc-outputs doch eindeutig zu den schwächsten gehört.
erst mit "blow up your video" ging es wieder wirklich aufwärts (nachdem "fly on the wall" einfach ZU schwach produziert war), und 1990 folgte dann endlich wieder ein echter klassiker.

das hier ist weit davon entfernt.

just my 2 cents.

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