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Mihyaera (Deutschland)

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Splinter the Silence: (Tony Hill and Carol Jordan, Book 9)
Splinter the Silence: (Tony Hill and Carol Jordan, Book 9)
Preis: EUR 4,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Krimi ein Totalausfall, 2. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Ich wollte, dass die Tony Hill-Reihe endlich wieder gut ist. Nach drei mittelmäßig bis absurden Handlungen in Folge, hatte ich kaum mehr Hoffnung auf Besserung, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es nach dem Tiefpunkt Buch 6 wieder bergauf ging. Leider sieht es tatsächlich so aus, als ob Val McDermid nun endgültig ins kreative Aus geraten ist.

Splinter The Silence ist als Krimi ein Witz.
Die Handlung ist geradezu lächerlich. Der Killer liest sich wie eine Parodie aller erdenklichen Klischees. Das Kindheitstrauma und das daraus resultierende Motiv des Mörders kann kein Mensch ernst nehmen. Ich dachte ja, Cross and Burn wäre schon Männerhass mit dem Vorschlaghammer gewesen, aber hier setzt Val noch mal einen drauf.

Mir kommt es so vor, als hätte Val versucht, ihren eigenen feministischen Blog von extremer Schwarzmalerei des männlichen Geschlechts in einen Krimi zu packen. Hier werden alle Register gezogen. Sogar Carol schwingt eine feministische Rede, was bei einer Pressekonferenz der Polizei (!) völlig unprofessionell ist…

Ja, Val sieht ihre Krimireihe schon immer als Gesellschaftskritik. Das ist auch sehr löblich und war lange Zeit auch gut umgesetzt. War diese einst wunderbar in die Handlung und dessen Charaktere verschlungen, ohne im Rampenlicht zur Schau gestellt zu werden wie ein Zirkuspferd, hat Val bereits das zweite Mal in Folge beschlossen, ihre Sicht auf das Geschlechterverhältnis zum Hauptthema zu machen. Sexismus, Rassismus oder auch Korruption waren einst kleine Bemerkungen oder Nebengeschichten, die der Leser sehr wohl wahrnahm, die aber nicht das ganze Buch bestimmten. Und genauso gehört es sich auch. Schließlich handelt es sich bei einem Krimi eben nicht um ein politisches Manifest, sondern um Unterhaltung. Leider zeichnet sich bei Vals Büchern (nicht nur der Tony Hill-Reihe) immer deutlicher eine ganz bestimmte Absicht ab, die aggressiv und vorwurfsvoll beworben wird. Frauen als stetige Opfer – nicht eines einzelnen gestörten Individuums, sondern symbolisch für ein flächendeckendes Übel: die männliche Psyche. Zwar gibt es in Vals Büchern auch nette Männer, aber langsam kann ich ihre Werke nur noch als reine Propaganda verstehen.

Die Handlung hat als Krimi rein gar nichts zu bieten. Das Thema Internet-Mobbing ist sehr aktuell und nimmt immer hässlichere Ausmaße an. Daraus hätte man einiges machen können. Wäre allerdings schön gewesen, wenn sich das Buch nicht so einseitig nur um Männer drehen würden, die Frauen bedrohen. Frauen machen sich gegenseitig genauso fertig. Darauf wird überhaupt nicht eingegangen.

Der Killer ist so tiefgründig wie eine Pfütze. Die Opfer genauso. Hier fehlt es an jeglicher Dramatik. Es kommt kein Gefühl der Bedrohung auf, keine Dringlichkeit. Denn Val scheint in der ganzen Bemühung um die Versöhnung von Tony und Carol vergessen zu haben, dem Leser irgendeinen Grund zu geben, sich für die Opfer (oder auch den Killer) zu interessieren. Die Sicht der verstörten Opfer, die einst so herzzerreißend inszeniert wurde, fehlt hier völlig. Das Buch verbringt kaum Zeit damit, die Gefühlslage der Opfer zu erkunden. Sie kommen ja auch kaum vor. Deren Motivation für ihre Überzeugungen wird gar nicht großartig ausgeleuchtet. Welche Erfahrungen hatten diese Frauen mit Sexismus oder Rassismus? Wie kam es dazu, dass sie diese Blogs geschrieben haben? Das wäre interessant gewesen. Was dem Leser präsentiert wird sind keine Menschen mehr, es sind nur noch Propaganda-Werkzeuge. Diese Frauen sind Übermenschen gewesen, Superhelden im Kampf gegen das Patriarchat und für den Weltfrieden. Sie haben keine Persönlichkeit, keine Fehler. Sie sind nur ein Sprechrohr für Val McDermids Weltsicht.

Ich erwarte von einem guten Krimi komplexe Charaktere. Die hatte Val einst auch zu bieten. Diese Zeiten scheinen aber lange vorbei. Nur noch Tony und Carol und deren Kollegen retten diese Buchreihe noch vor der völligen Absurdität.

Ich empfehle jedem, diese Buchreihe nur noch als Liebesgeschichte zu lesen und den Rest einfach zu ignorieren. Mit einem packenden Thriller hat Splinter The Silence wirklich nichts mehr zu tun. Denn dann kommt man als langjähriger Fan durchaus auf seine Kosten.
Wenn es um Tony und Carol geht, blitzt noch öfters mal ihr schriftstellerisches Können auf. Sie beweist weiterhin viel Feingefühl bei der Fortführung dieser Liebesgeschichte und den Beziehungen der anderen bekannten Gesichter. Auch wenn man langsam nur noch den Kopf schütteln kann, wieso zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen wie Magneten, es eigentlich nicht endlich mal gebacken bekommen, sich aus ihrer Panikstarre zu lösen. Aber die Beiden sind ja mittlerweile Meister darin, ihre sexuellen Bedürfnisse aus unerfindlichen Gründen zu unterdrücken… darüber denkt man einfach nicht mehr nach. Das ist einfach nur noch Unsinn. Sehr romantischer Unsinn, aber eben schon lange nicht mehr glaubwürdig. Die Autorin kann das ganze Liebesdrama gerne so sehr mystifizieren wie sie mag und sich dabei tausendmal widersprechen, es bleibt Unsinn.
So endet auch Buch 9 wie so oft damit, dass die Beiden so kurz davor stehen, endlich zueinander zu finden. Das hatten wir schon drei Mal. Das kauft der Autorin keiner mehr ab.

Jedoch muss ich gestehen, dass ich sehr überrascht war, dass Tony und Carol nach dem dramatischen Beziehungsaus in Buch 7 nun doch so schnell (für ihre Verhältnisse) wieder zueinander gefunden haben. Das war wirklich schön zu lesen. Die erste Hälfte des Buches dreht sich auch fast ausschließlich um die erneute Annäherung der beiden Protagonisten und Carols Wiedereingliederung ins Berufsleben. Und dabei lässt Val es sich nicht nehmen, Carol zu feiern wie einen Popstar. Für mich etwas zu viel des Guten, aber nach der depressiven Stimmung der letzten zwei Bücher durchaus eine sehr befriedigende Entwicklung.

Leider gab es dann doch kaum Ideenaustausch zwischen den Beiden (da der Fall lange Zeit vor sich hin dümpelt), dem Hauptproblem seit mehreren Büchern. Es bleibt zu hoffen, dass der kleine unheilvolle Cliffhanger am Ende nicht wieder dazu führt, dass es erneut kaum zu Zusammenarbeit dieser eins so brillanten Köpfe kommt.
Aber immerhin gibt es dafür die erste Hälfte des Buches viele schöne Szenen zwischen den beiden. Endlich sind Tony und Carol keine Nebenfiguren mehr in ihrer eigenen Buchreihe. Es ging die ganze Zeit praktisch nur um die beiden. Das war sehr erfreulich. Ich hoffe, es bleibt so.

Die Auflösung des Falls hat mal wieder nichts Überraschendes zu bieten. Die Motivation des Täters ist sehr früh bekannt und darüber hinaus lernt man nichts weiter. Aber vielleicht sollte es auch nicht wirklich um den Fall gehen, sondern um Carols Rückkehr als strahlende Heldin der Bradfield Polizei. Dann sollte man sich jedoch fragen, ob man das Ganze noch als Krimi vermarkten möchte…

Fazit:
Als Krimi kann ich dieses Buch nicht gut bewerten. Einfach nur peinliche Propaganda. Der Absurdität von Jacko Vances Ableben in The Retribution kann dieses Buch nicht das Wasser reichen, dafür ist Splinter The Silence insgesamt die schlechteste Handlung der Serie.
Als Fortführung des endlosen Beziehungsdramas der Hauptdarsteller ist dieses Buch unterhaltsam, gerade zu herzerwärmend. Unerwartet positiv. Als Liebesroman durchaus akzeptabel.

Wertung insgesamt: 2,5 Sterne
Als Krimi: 1 Stern
Als Liebesgeschichte: 3 Sterne


Cross and Burn (Tony Hill and Carol Jordan)
Cross and Burn (Tony Hill and Carol Jordan)
von Val McDermid
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,45

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Band 8 der Paula McIntyre-Reihe - oh, ich meine natürlich der Tony Hill-Reihe..., 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war noch nie so nervös vor Veröffentlichung eines Buches wie bei "Cross and Burn".
Als es am Montag endlich da war, beäugte ich es erstmal wie eine tickende Bombe. Ich hatte Angst davor, was mich erwarten würde. Die letzten beiden Bücher der Serie waren alles andere als toll (siehe meine Rezensionen dazu). Ich hatte mich also seelisch darauf vorbereitet, dass dieses Buch nun der endgültige Todesstoß sein würde für diese einst so vortreffliche Buchreihe.
Dem war nicht so.
Val McDermid hat noch mal geradeso die Kurve gekriegt und die Serie davor bewahrt, völligst in den Abgrund der Absurdität zu stürzen. Aber es war eine Gratwanderung. Und ihre kreative Krise ist leider immer noch nicht überwunden. Band 8 ist noch weit entfernt von der erzählerischen Hochform der ersten 4 Bücher. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die Tony Hill-Reihe jemals wieder auf diesem Niveau bewegen wird. Wahrscheinlich nicht.
Aber zumindest bin ich nun wieder optimistischer und gewillt, auch im nächsten Buch Tony und Carol dabei zuzusehen, wie sich ihr ewiges Liebesdrama endlos im Kreis dreht. Diese Buchreihe ist nur was für masochistisch veranlagte Romantiker. Kein normaler Mensch braucht diese Bücher mittlerweile mehr lesen, denn außer wundervoll geschriebenem Charakterdrama wird nicht mehr viel geboten.

Krimi-Fans, die noch nie eins der Tony Hill-Bücher gelesen haben, würde ich von "Cross and Burn" abraten. Das vierte Mal in Folge ist Bradfields neuester Psychopath nicht der Rede wert. Das war einmal anders. In Band 4 zog mir das kranke Gehirn des Mörders noch die Schuhe aus. Ich war angewidert und fasziniert zugleich. Angewidert war ich auch diesmal. Val schreibt gewohnt brutal. Nur bedient sie sich bei dem Täterprofil dem ausgelutschten Frauenhasser-Klischee und bietet damit einfach zu wenig. Der Hintergrund des Täters ist zwar schlüssig, nur eben reichlich unoriginell. Zumindest gibt es bei "Cross and Burn" keine unfreiwillig komischen Momente wie bei "The Retribution", wo die Bedrohlichkeit von Jacko Vance irgendwann völlig verpuffte und ein glorios absurdes Ende fand.
Der Plot hat große Schwächen. So genau sollte man darüber nicht nachdenken, sonst fällt er in sich zusammen wie ein Karten-Haus.
Wo die Charaktere im letzten Buch noch mit dem Vorschlaghammer an den Plot angepasst wurden (was grundsätzlich eine ganz dumme Idee ist) und sich dadurch völlig untypisch verhielten, wurde der Plot hier für die Protagonisten maßgeschneidert. Was ironischerweise auch nicht wirklich gut funktioniert hat... das Ergebnis ist diesmal nämlich erstklassig, feinfühlig geschriebenes Charakterdrama auf Basis einer doch sehr konstruierten, spannungsarmen Handlung. Konstruiert wirkte auch schon der Plot des letzten Buches, aber da war eher die Reaktion von Carol und Tony auf das Geschehen das große, haarsträubende Problem.
Wenn man bedenkt, in was für ein Loch die Autorin ihre Charaktere geschrieben hatte durch Carols völlig überzogene Reaktion auf den Mord an ihrem Bruder (in Bezug auf Tony natürlich), bin ich doch sehr positiv überrascht, wie sie es geschafft hat, sie wieder freizuschaufeln, statt sie in einem völlig lächerlichem Melodrama zu begraben. Das hätte sicherlich nicht jeder geschafft. Val zeigt in "Cross and Burn" was sie noch drauf hat, wenn es um Gefühlswelten geht.
Natürlich muss man es hinnehmen, dass Carol Tony aus ihrem Leben verbannen möchte. Dieser an sich absurde Gedanke konnte nicht einfach fallen gelassen werden als sei "The Retribution" niemals passiert. Der Leser muss da nun durch, doch entgegen meiner schlimmsten Befürchtungen hat Val die Brechstange weggelegt und den Konflikt auf eine Art und Weise gelöst, die wieder viel nachvollziehbarer ist. In meiner Rezension zu dem vorherigem Band schrieb ich damals, dass die einzige Möglichkeit den Supergau zu bereinigen darin besteht, Carols irrsinniges Verhalten damit zu erklären, dass sie ihren Selbsthass auf jemand anderen projizieren musste, um damit fertig zu werden. Und genau das hat die Autorin zum Glück getan! Dadurch ist Carols Kälte gegenüber Tony zwar nicht plötzlich völlig plausibel, aber man kann damit leben. "Cross and Burn" ist eine durchaus sehr gelungene Aufarbeitung der Geschehnisse aus "The Retribution".
Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sich die Beziehung von Tony und Carol mittlerweile nur noch im Kreis dreht und die Beiden sich am Ende von Buch 8 genau an dem Punkt befinden, wo sie am Ende von Buch 4 waren... nämlich wieder ganz am Anfang. Tony und Carol befinden sich in einem unaufhörlichen Zustand der ausgestreckten Hand des guten Willens, ohne den anderen jemals zu fassen zu bekommen. Buch 3 war da die große Ausnahme. Im Grunde ist das gesamte Buch ein einziger Abklatsch von Buch 4, gemischt mit Buch 3. Anderes Trauma, aber ähnliches Ergebnis. Wir erinnern uns, dass sich Carol nach der Vergewaltigung völlig zurückzog und keinen Kontakt mehr mit Tony hatte. Sie machte ihn damals nicht verantwortlich, aber ihre Beziehung lag genauso in Scherben. Tony zerfloss in Schuldgefühlen, genau wie jetzt.
"Cross and Burn" wirft die völlig überflüssige Frage auf, ob Tony und Carol getrennt voneinander leben können bzw. möchten. Die Antwort darauf gab es bereits in Buch 3! Wir erinnern uns also noch weiter zurück als Tony und Carol sich ganze zwei Jahre (!) nicht gesehen hatten. Tony lebte mit einer anderen Frau zusammen und dachte, er wäre zufrieden. Ein Anruf von Carol genügte, um alte Gefühle aufzuwecken und als sie sich dann sahen, musste Tony sich eingestehen, dass er sich etwas vorgemacht hatte und es in seinem Leben nur eine Frau gibt.
Diese Erkenntnis hat Tony nun erneut... es wäre schön, wenn darauf endlich irgendwann mal eine Konsequenz folgen würde. Seiner Resolution, um Carol zu kämpfen, folgen auch diesmal keine Taten und es ist Carol, die sich am Ende aus Eingeständnis versöhnlich gibt.

So frustrierend, wie sich das gerade anhört, liest sich "Cross and Burn" jedoch zum Glück nicht. Val versteht es durchaus, das Gefühlsdrama ihrer beiden Helden interessant zu halten. Und obwohl der Plot die Beiden sehr gefällig wieder zueinander führt, geht die Rechnung doch auf.
Ich war anfangs sehr besorgt, dass Carol schon wieder zum Opfer gemacht und alles noch schlimmer wird, bevor es besser wird.
Dem war Gott sei Dank nicht so. Anstatt Tony zum Retter in Not zu machen, ging die Autorin einen anderen Weg. Und das war gut so!

ACHTUNG, ES FOLGEN SPOILER!!!

Es ist Carol, die Tony aus der Patsche helfen muss. Und sie tut das sehr widerwillig. Der große Twist nach der Hälfte des Buches kommt jedoch alles andere als überraschend. Dass Tony selbst zum Verdächtigen wird, war mir bereits ca. 30 Seiten vorher klar. Im Grunde hätte es mir schon bei der Beschreibung des ersten Opfers klar sein sollen, denn die Ironie des Ganzen weiß durchaus zu gefallen. Jedoch ist dieser die komplette zweite Hälfte des Buches füllende Handlungsstrang ein wenig lächerlich. Darüber kann man aber wohl hinwegsehen, denn ab da betreten Tony und Carol endlich die Bühne.
Die erste Hälfte des Buches sind die Beiden nämlich - mal wieder - nur Nebenfiguren. Der ganze Fall wird aus Sicht von einer dem Leser sehr vertrauten Nebenfigur erzählt: Paula McIntyre.
Würde Paula nur in diesem Buch im Mittelpunkt stehen, hätte ich damit kein Problem. Sie ist ein wunderbarer Charakter. Nur traten Tony und Carol bereits die letzten drei (!) Bücher immer mehr in den Hintergrund, so dass mir langsam aber sicher der Geduldsfaden am reißen war. Wenn Val so viel Freude an Paula hat, möge sie ihr bitte eine eigene Buchreihe widmen. Aber ich möchte doch einfach nur wieder, dass Tony und Carol gemeinsam Serienmörder jagen!
Tonys Verhaftung mag ein geschicktes Mittel gewesen sein, Carol aus ihrem Exil zu locken, aber da wurde einiges an Potential verschenkt. Es ist von Anfang an klar, dass Tony die Morde nicht begangen hat. Natürlich wäre es schwer gefallen, da Spannung aufzubauen, da der Gedanke so absurd ist, aber man hätte den Leser ruhig für einen Moment zweifeln lassen können. Immerhin war sich Tony immer bewusst, dass ihn eigentlich nicht viel von seinen Patienten trennt. Und der Verlust von Carol hätte ihn ja vielleicht doch durchdrehen lassen können. Wie Tony selbst anmerkt, gäbe es durchaus eine oberflächliche Logik dafür. Liebe nimmt gerne mal hässliche Formen an, wenn sie enttäuscht wird.
Doch nicht mal für einen kurzen Moment darf der Leser besorgt sein. Der eigentliche Mörder war mir bereits bei seinem ersten Auftritt klar. In der Hinsicht hat "Cross and Burn" wirklich nichts zu bieten. Spannung kommt eigentlich auch nicht auf, da weder Tony wirklich in Gefahr ist, noch Carol entführt wird.
Das Buch lebt einzig von den Emotionen aller Figuren, einschließlich der Opfer. Der Plot dient nur dazu, diese auszuleuchten. Für sich allein gesehen gibt die Serienmördergeschichte nicht viel her. Auch die Auflösung des Geheimnisses um Tonys Involvierung ist wenig spektakulär. Es wird sogar einiges einfach ignoriert.

Fazit: Wer eine spannende, gut durchdachte Serienmörderjagt erwartet, wird auch diesmal enttäuscht sein. Dieses Buch ist nur etwas für langjährige Fans der Charaktere und für all diejenigen, denen Emotionen wichtiger sind als Logik. Was "Cross and Burn" zu bieten hat, ist ein wunderschöner, sensibler Erzählstil, der schon immer im krassen Kontrast zu der Brutalität der Fälle stand. Val ist immer noch eine Meisterin zwischenmenschlicher Beziehungen. Jedoch verrennt sie sich gerade in diesem Buch in bekannte Schwarzmalerei des männlichen Geschlechts, wodurch das Buch ein wenig an Glaubwürdigkeit verliert und durchaus sauer aufstoßen kann.
Es geht wieder bergauf mit der Tony Hill-Reihe, aber nur mühsam.
Leider kann ich auch diesmal nicht mehr als 3 Sterne geben, da auch Buch 8 noch zu große Kritikpunkte aufweist, obwohl ich zufriedener bin als bei den beiden Büchern davor.
Vom Schreibstil her und als Charakterdrama fantastisch: 5/5
Als Krimi wieder eine Enttäuschung: 2/5.
Gesamt 3/5.


Shure SRH-940 E
Shure SRH-940 E
Wird angeboten von Esse Music Store
Preis: EUR 220,00

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phänomenales Preis-Leistungs-Verhältnis!, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Shure SRH-940 E (Elektronik)
Ich habe den Shure 940, den Beyerdynamic DT1350 und den AKG K550 getestet (siehe dazu meine anderen Rezensionen).
Der Shure lässt beide KH locker hinter sich.

Dieser KH ist ein Traum!
Endlich habe ich einen KH gefunden, der absolut klar ist. Bei meinem alten K172 hatte ich immer das Gefühl, einen Schleier über den Ohren zu haben (er war für meine Bedürfnisse aber der beste geschlossene KH in der 100 Euro Klasse). Damit ist Schluss! Der Shure ist wie eine Brille für die Ohren.

Ich bin kein Experte was Kopfhörer angeht, habe keine Ahnung von Messwerten und kann keine umfangreichen Vergleiche zu zig anderen Kopfhörern abgeben. Ich kann lediglich meine Begeisterung zum Ausdruck bringen.
Ich möchte jedoch kurz etwas zu einem oft genannten Kritikpunkt sagen: der Shure wird als zu dünn bezeichnet. Er sei besonders im Tiefenbereich nicht dicht genug. Auch sei der Klang irgendwie unnatürlich.
Ich kann das bestätigen, wenn man den KH z.B. nach dem oben genannten Beyer hört. ABER dieses Problem lässt sich mit dem Equalizer leicht beheben. Und dann entfaltet der Shure auch im Tiefenbereich einen umwerfenden, satten Klang.
Zumindest harmoniert der Shure nach ein wenig Feintuning perfekt mit meinem Cowon i9.
Man muss den Tiefenbereich ein wenig anheben und schon ist der KH überhaupt nicht mehr dünn. Er bleibt sehr luftig und detailreich, was gut ist, bietet nun aber auch bei den Tiefen den nötigen Druck, um die Musik lebendig wirken zu lassen.
Für meine Ohren klingt der Shure am Cowon mit der folgenden Einstellung perfekt:
135Hz: + 2 bzw. 3dB (wer auf viel Bass steht gern auch höher)
220Hz: + 3dB
780Hz: + 2dB
3.0kHz: 0
13kHz: + 3 bzw. 4dB (ich wollte die Stimmen näher haben, könnte für manch einen aber zu stechend sein)

Mit dieser Einstellung haut mich der Shure 940 von den Socken^^
Mit diesem KH kann man alles hören, von Klassik, über epische Chöre, bis hin zu Folk und Rock.
Der Shure ist extrem detailreich und klar. Das macht ihn etwas anstrengend. Da könnte man den Hochfrequenzbereich vielleicht etwas runterschrauben. Nach zwei Tagen intensivem Hörgenuss schmerzen meine Ohren jetzt ein wenig bei den Höhen. Ich bin da empfindlich. Jedoch sind die Höhen jetzt nicht furchtbar unangenehm, wie ich es bei anderen KH der Fall sein kann.
Der Shure *ist* brillant in den Höhen und hat sehr gute Mitten. Das ist aber keinesfalls ein Kritikpunkt. Aber auch die Tiefen sind nach Anhebung wunderschön. Der KH hat einen richtig tollen Tiefbass. Damit hört sich ein Cello extrem gut an. Ich bin regelrecht verliebt in den Bass. Und ich bin jemand, der eigentlich Bass nicht mag. Ich hatte vor dem Shure einen AKG K172, der praktisch bass-tot ist. Und ich wollte es extra so. Doch erst durch den Shure habe ich gelernt Bass zu schätzen. Damit bekommt Musik noch mal eine ganz andere Fülle. Der Bass des Shure ist wunderbar druckvoll und trocken, ohne dabei aufdringlich zu sein. Und er geht sehr tief. Da hat mein (zugegeben viel billigerer) offener Beyerdynamic DTX910 bei manchen Liedern schlapp gemacht und angefangen zu brummen. Der Shure ist ein Hörgenuss bei sehr tiefen Cello-Klängen.
Den Bass des Beyerdynamic 1350 finde ich auch viel schlechter. Der kommt auch nicht an den Shure ran. Für meine Ohren ist der echt hässlich und zu matschig.
Der Shure ist kein Bass-Monster, aber macht seine Arbeit sehr gut.
Für einen geschlossenen KH ist der Shure sehr luftig und relativ räumlich. An einen offenen KH kommt er natürlich nicht ran. Flöten klingen bei einem geschlossenen KH einfach nicht ganz so gut.
Aber der Shure wird zu recht als bester geschlossener KH seiner Preisklasse gefeiert.

Wer den Shure zum testen zu Hause hat, bitte mal das Stück "Jupiter Rising (Version 8) auf der Homepage von Audio Network anhören. Da kann man mal sehen wie genial der Tiefbass bei dem Cello ist. Gänsehaut pur!
Ich kann diesen KH jedem nur wärmstens empfehlen. Er macht bei jedem Genre ne gute Figur, soweit ich das beurteilen kann.
Ich höre hauptsächlich Musik mit echten Instrumenten. Bin Liebhaber von Geigen/Cello, Piano und Akustik-Gitarre. Überwiegend weibliche Vocals. Dafür ist der Shure absolut perfekt.
Aber auch epische Musik mit Synthesizer klingt super. Natürlich ist die Qualität der Aufnahme ausschlaggebend. Echte Instrumente werden immer räumlicher klingen als aus dem Computer. Dafür kann der KH nichts.
Schlechte Aufnahmen klingen bei diesem KH besonders enttäuschend. Das bedeutet jedoch nicht, dass man seine ganze mp3-Musik vergessen kann. Ganz und gar nicht. Gute mp3s (wie von Amazon) oder flacs klingen sehr gut.
Der Shure ist absolut mp3-Player tauglich. An meinem Cowon ist er sehr laut. Man braucht keine KHV. Je nach Player könnte ein KHV den Klang verbessern. An meinem Cowon macht ein Fiio E17 keinen Unterschied. Auch an meinem PC nicht. Das sollte jeder mal selbst ausprobieren.

Der Shure ist sehr bedingt portabel. Nicht nur ist er ziemlich groß und relativ schwer (im Vergleich zum Beyer 1350 oder dem Sennheiser HD 25), er isoliert auch fast gar nicht, trotz geschlossener Bauweise. Das ist nun leider auch der Grund wieso ich für den mobilen Gebrauch doch einen anderen KH suchen muss. Das Herz blutet mir, da ich den Klang wirklich umwerfend finde. Aber dieser KH ist leider leider nur für zu Hause oder eben für Tontechniker.

Das sich mich mit diesem großen KH kaum auf die Straße traue, ist da noch das kleinste Problem. Der Bügel ist nicht rund, sondern leicht eckig und steht vom Kopf ab. Dadurch wirkt er noch größer. Ein mobiler KH sollte anders designt sein!
Der Tragekomfort ist auch nicht optimal. Der Bügel ist bei Shure Modellen ziemlich unangenehm. Er drückt nach ner Weile stark auf den Kopf. Deshalb sollte man den Bügel ruhig etwas weiter einstellen. Die Ohrmuscheln sind sehr weich gepolstert und angenehm. Bei mir wird es erst nach ca. zwei Stunden etwas unangenehm. Aber auch nur weil, mein eines Ohr etwas asymmetrisch ist und bei jedem KH Probleme bereitet. Von daher ist der Shure da echt angenehm. Wäre da eben nicht das harte Kopfband...

Der KH ist aus Plastik und auf den ersten Blick gut verarbeitet. Sieht viel schicker aus als der schwarze 840. ABER beim Laufen gibt es Kabelgeräusche, dir nur durch ein straff gezogenes Kabel halbwegs umgangen werden können. Das Kabel ist aber zumindest austauschbar!
Der Dreh-Mechanismus soll die Schwachstelle sein. Das wird sich zeigen... sehr stabil erscheint mir das alles nicht. Allein deswegen kein robuster KH für die Bahn.
Der KH kommt in einer schicken Transportbox.

Klang: 5/5
Portabilität: 2/5
Verarbeitung: 4.4/5
Tragekomfort: 3.5/5

Für den Preis bekommt man keinen besseren geschlossenen KH. Ob man damit in der Öffentlichkeit unterwegs sein möchte, muss jeder selbst wissen. Durch die schlechte Isolierung hat man von dem guten Klang unterwegs leider wenig.
Für zu Hause ein toller KH mit großen Designschwächen. Ich werde ihn wohl für das Wohnzimmer behalten und für den mobilen Einsatz weiter suchen müssen.


AKG K550 Premium Kopfhörer
AKG K550 Premium Kopfhörer

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für den Preis..., 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: AKG K550 Premium Kopfhörer (Elektronik)
Ich war auf der Suche nach einem Upgrade für meinen AKG K172.
Es erschien logisch bei AKG zu bleiben, da ich kein Fan von Bass bin und vor einem Jahr extra einen KH wählte, der bass-arm ist und keine stechenden Höhen hat. Der K172 klingt sehr angenehm und warm.
Nur leider ist er eben recht dumpf. Ich hatte immer leicht das Gefühl, einen Schleier über den Ohren zu haben. Daher beschloss ich, nach so kurzer Zeit doch ein besseres Modell zu kaufen.

Der K550 war für mich jedoch eine große Enttäuschung.
Er klingt klarer als der K172, was man auch erwarten kann, wenn man doppelt so viel zahlt! Aber im Vergleich zu anderen KH der Preisklasse ist er einfach nur schlecht. Das muss ich mal so sagen.
Ich kann die ganzen sehr positiven Bewertungen überhaupt nicht verstehen.
Ich habe mich für den Shure 940 entschieden, der in der gleichen Preisklasse in einer ganz anderen Liga zu spielen scheint! Der Shure macht ALLES viel besser als der AKG.

Der K550 ist gegen den Shure oder auch gegen den Beyerdynamic DT-1350 einfach nur dumpf. Er ist für mich klanglich nicht mehr als 150 Euro wert. Er ist ein Upgrade zum K172, aber nur ein bescheidenes.
Der K550 ist genau wie der K172 im Tiefenbereich ein Totalausfall. Der K172 ist praktisch bass-tot und der K550 ist kaum besser. Absolut kein Druck, keine Fülle in den Tiefen. Vielleicht kann man da mit dem Equalizer was rausreißen, aber das spricht nicht gerade für den KH...
Erst durch den Shure, der einen traumhaften Tiefbass hat, habe ich gemerkt, wie wichtig ein wenig Bass ist, um der Musik Fülle zu geben. Ich dachte damals, ich bräuchte keinen Bass, da ich keine bass-lastige Musik höre. Ich wollte einen KH, mit dem man schön orchestrale Musik hören kann. Ich höre leidenschaftlich gern Musik mit viel Geige/Cello, Piano und Akustik-Gitarre. Allerdings auch viel epische Musik wie Two Steps From Hell.
Erst durch den Shure habe ich gemerkt, dass beides ohne Bass nicht wirklich gut klingt. Mit dem Shure bekomme ich Gänsehaut beim Cello. Das klingt phänomenal tief.
Der K550 kann das nicht. Sein einziger Vorteil ist, angenehm zu sein. Der Shure ist durch seine extrem klaren Höhen anstrengender. Und der AKG trägt sich auch angenehmer.
Wer jedoch richtig detailreichen, luftigen Klang haben will, der sollte den AKG nicht wählen. Beim K550 hat man immer noch einen Schleier auf den Ohren. Das wird einem vielleicht nicht klar, wenn man davor sehr viel schlechtere KH hatte und keine richtig klaren KH auf den Ohren hatte. Ich habe den AKG nach dem Shure und den Beyer getestet und war dadurch fast entsetzt wie schlecht der dagegen klingt.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei diesem KH einfach nur mies.
Ich kann ihn niemandem empfehlen.

Wer den K550 probegehört hat und in Erwägung zieht, ihn zu kaufen, soll den Shure noch testen. Wenn es ein geschlossener KH sein soll, ist der Shure 940 der beste in dieser Preisklasse. Das habe ich mehrfach gelesen und kann es nur bestätigen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2013 5:18 PM CET


Beyerdynamic DT 1350 Pro Kopfhörer (3,5 mm Klinke, 80Ohm) schwarz
Beyerdynamic DT 1350 Pro Kopfhörer (3,5 mm Klinke, 80Ohm) schwarz
Preis: EUR 220,00

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein recht dunkler Klaustrophobie-Kopfhörer..., 19. Januar 2013
Auf der Suche nach einem besseren Kopfhörer (AKG K172-Besitzerin) habe ich auch dieses Modell auf Grund der sehr positiven Bewertungen getestet.
Aber der Shure 940 hat den Beyerdynamic ganz klar übertroffen!

Es folgt eine laienhafte Erklärung wieso dieser KH für *mich* nichts ist:
Der Beyer ist das Kontrastprogramm zum Shure. Er ist für mein Empfinden viel zu dunkel abgestimmt. Er holt zwar alles richtig nah ran, was ich zunächst positiv fand. Auch klingt er sehr kraftvoll. Bei Two Steps From Hell kommt das gut. Aber dieser KH ist deshalb auch sehr bedrückend. An Räumlichkeit fehlt es stark. Auch von einem geschlossenem KH kann man da mehr erwarten!
Ich schätze, ich bin einfach nicht die Zielgruppe dieses KH (besitze aber ein offenes Paar Beyer, die ich sehr mag).
Ich verbinde mit Beyerdynamic eigentlich höhenbetonte KH, und obwohl der DT 1350 ziemlich klar ist, fehlt doch die Brillanz und Luftigkeit. Ich mag helle KH oder wenigstens warme (wie AKG). Der DT 1350 ist nichts davon finde ich.
Die Höhen sind wirklich zufriedenstellend, aber nicht so detailreich wie beim Shure. Und auch die Mitten könnten genauer sein. Besonders (weibliche) Stimmen kommen daher nicht ganz so gut zur Geltung.
Das K.O.-Kriterium war für mich eher der Tiefbereich und vor allem der Bass. Ich empfinde den Bass als unglaublich hässlich und leicht matschig, so wie ich es eigentlich bei dem Preis nicht erwartet habe. Ich fühlte mich leicht an Billigkopfhörer erinnert. Ich dachte dieser KH sei gerade wegen seinem präzisen Bass so gelobt.
Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich kein Fan von Bass bin. Ich hatte ein Jahr den AKG, der ja praktisch bass-tot ist und ich wollte es extra so. Und obwohl der Bass vom Beyer wirklich nicht besonders stark ausgeprägt ist (mir dennoch schon zu viel), stört er mich. Er macht den Tiefbereich irgendwie detailarm...zumindest kommt es mir so vor.
Ich finde auch, dass der Bass nicht tief genug geht und es an Druck fehlt. Dem Bass vom Shure finde ich richtig toll. Der ist trocken und so bleibt die Musik in jedem Bereich klar. Nicht so beim Beyer.
Die Bass-Schwäche fiel mir ganz besonders bei "Corridors of Power" von Scorched Score Music auf. Da zaubert der Shure einen richtig knackigen Bass hin. Der Beyer machte da eine ganz schlechte Figur.

Mag sein, dass ich den KH nicht richtig getragen habe. Das seltsame ist auch, dass ich keine Klangunterschiede feststellen konnte, egal wie ich in auf hatte! Gespreizt oder zu, sehr am Hinterkopf oder mittig, er klang immer ziemlich gleich. Und nicht gleich blechern. Ich finde den KH gar nicht blechern. Ziemlich das Gegenteil - ein wenig zu dumpf und bedrückend.

Das einzige, was dieser KH vielleicht besser macht als der Shure ist, alles nah klingen zu lassen, auch wenn die Aufnahme da vielleicht nicht optimal war. Ich denke für gewisse Musik ist dieser KH sicherlich eine gute Wahl. Bei elektronischer Musik ohne Vocals, wo es weniger auf Bühne ankommt, würde ich schätzen.

Ich kann diesen KH nicht für Leute empfehlen, die luftige, sehr klare KH für weibliche Stimmen suchen. Geigen-Liebhaber sollten auch die Finger davon lassen, denn da fehlt es dem DT 1350 einfach an Räumlichkeit und Feinheit.

Für diesen Preis hatte ich mehr erwartet. Weitaus besser als der ziemlich schlechte AKG K550. Aber ich habe mich für den Shure 940 entschieden, der mit etwas EQ-Tuning im Tiefenbereich den DT 1350 locker hinter sich lässt.
Schönerer Bass (der sehr tief geht), bessere Höhen und Mitten. Räumlicher und viel klarer.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2014 10:12 PM CET


Invincible Inspiration
Invincible Inspiration
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Gnadenlos fröhlich, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Invincible Inspiration (MP3-Download)
Mit "Invincible Inspiration" zeigt sich Scorched Score Music von der extrem fröhlichen Seite.
Das ist wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack...
Auch ich muss gestehen, dass das Album nicht ganz so meins ist. Was nicht heißt, dass es schlecht ist!
Ich mag fröhlich epische Musik. Nur ist mir das hier schon fast zu fröhlich ;)
Dominieren bei "Epic Thriller Hybrids" die Geigen, so ist es hier das Schlagzeug.
Fast jedes Stück hat dieses laute Schlagzeug-Mittelstück, gepaart mit hohen Geigen und E-Gitarre. Einige Tracks wären mir ohne dieses Mittelstück lieber, wie z.B. "Said Done&Won".
Auch wie bei"Epic Thriller Hybrids" zieht sich eine klare Linie durch das Album. Wieder fehlt hier ein wenig die Abwechslung. Das Album ist aber nicht ganz so aus einem Guss. Etwas aus dem Rahmen fällt das etwas düstere, coole "Himalayan" oder auch die (sehr schöne!) Solo-Stimme bei "Have my Heart" (da kommt ein klitzeklein wenig Two Steps From Hell-Feeling auf).

Ich empfehle dieses Album für eine Radtour im Sonnenschein oder für einen Lauf über eine Wiese. Zumindest möchte ich das sofort tun, wenn ich diese Musik höre^^

Mir gefallen folgende Stücke besonders:

- Said Done & Won (vor allem Anfang und Ende)
- We Will Never Stop (schöne dezente Einspielung der Stimme, baut sich hübsch auf)
- Solaris (cooler Anfang, zu dem Stück will ich immer rumtanzen)
- Overcoming Anything (richtig rausgeschossen fröhlich, muss auch mal sein *g*)
- Game Theory (richtig cooles Mittelstück, wieder diese Stimme)


Epic Thriller Hybrids
Epic Thriller Hybrids
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Cool und sexy - minimalistischer Mix aus klassichen Streichern und modernen Beats, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Epic Thriller Hybrids (MP3-Download)
Scorched Score Music war mir schon länger bekannt, aber ich hatte diesem Namen nie groß Beachtung geschenkt. Ich kannte jedoch dieses Album nicht.
SSM hat drei kurze Alben herausgebracht, die sehr unterschiedlich sind und dieses hat es mir richtig angetan.

Selten findet man diese Art von Musik von einem echten Orchester gespielt. Alle drei Alben sind ein Mix aus echten Instrumenten und Synth.
"Epic Thriller Hybrids" ist ein für mich sehr ansprechender Mix aus schönen klaren Geigen und coolen Schlagzeug-Beats/Synth.
Der Stil ist ziemlich minimalistisch, d.h. kaum Klavier, keine Trompeten oder anderen klassischen Komponenten wie man erwarten würde. Kein Chor!
Dieses Album ist für Geigen-Fanatiker wie mich^^
Hohe Geigen und tiefe Cello-Klänge dominieren.

Wie man es von einem schönen Agenten-Thriller erwartet gibt sich das Album cool und sexy. Die Stücke sind sehr verspielt und flott.
Das Album macht gute Laune.

Zu Bemängeln ist vielleicht die fehlende Abwechslung der einzelnen Stücke. Sie sind sich alle recht ähnlich. Es wurde ein ganz klarer einheitlicher Stil durchgezogen. In diesem Fall stört es mich nicht. Eher würde ich einen Stern abziehen, weil das Album sehr kurz ist.

Am besten gefallen mir:

- A New Threat
- Corridors Of Power
- Triple Agent

4,5 Sterne


SkyWorld
SkyWorld
Preis: EUR 8,59

39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisterung pur!, 31. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SkyWorld (MP3-Download)
Wer meine anderen Rezensionen kennt, weiß, dass ich überkrtitisch sein kann. Besonders was Musik angeht.
Deshalb mal wieder eine sehr positive Bewertung^^

Nach dem für mich ziemlich enttäuschenden Album "Two Steps From Heaven" (nicht klanglich, sondern was das Genre angeht), präsentiert TSFH mit "Skyworld" ein wahrlich aufregende, mitreißende Zusammenstellung. Ich bin nicht mal nur Fan von den lauten epischen Stücken, aber was hier geboten wird, dürfte wieder stark den Geschmack der Mehrheit treffen. Und ich kann mich diesmal nur mit einrechnen.
"Skyworld" ist typisch TSFH und besticht mal wieder mit hervorragenden Chören, dem Markenzeichen dieses Duos wie ich finde.
Das Album ist für mich sehr ansprechend, da es der absolute Adrenalin-Rush ist, aber nicht so aggressiv oder düster wie manch andere Alben. Ich mag es positiv-episch. Und "Skyworld" bietet sehr heroisch, beflügelnde Stücke.
Der Titel "Skyworld" und das Cover passen perfekt. Das Album ist ziemlich dynamisch (=schnelle Kompositionen) und vielseitig, ein bisschen Mittelalter, ein wenig Wildwest, auch futuristisch wie auf dem Cover, aber vor allem einfach nur wie eine wilde Verfolgungsjagd durch die Lüfte. "Skyworld" lässt sich schlecht in eine Schublade schieben. Man muss einfach reinhören und sich bezaubern lassen :)

Was an diesem Album sehr positiv auffällt ist die Länge der Stücke. Man merkt deutlich, dass es sich hierbei um ein rein öffentliches Album handelt. Alle Stücke (bis auf eins^^) sind neu! Das war bei den drei vorherigen Alben nicht der Fall.
Die Stücke sind im Durchschnitt 3-4 Minuten lang, anders als bei Trailermusik.
Man bekommt mit 22 Stücken also viel für sein Geld.
Mir gefallen nur 4 Stücke absolut nicht. Und das sind auch die härteren.

Meine Highlights/Anspieltipps sind:
- Titan Dream
(Wer meint nur Thomas Bergersen könnte geniale Stücke schreiben, der irrt! Der Track von Nick Phoenix ist umwerfend, der Mix aus weiblicher und männlicher Stimme bei Minute 3 ist der Hammer!)

- Skyworld
(Gutes Titelstück, wirkt ziemlich elektronisch, aber hat ne super Dynamik, da bekommt man einfach gute Laune)

- El Dorado
(Super Fidel-Intro! Und dann das Einsetzen von düsteren Synth-Klängen, sehr cool. Dann kommt der heroische Abschnitt, hinzu kommt wieder die fantastische Solo-Stimme, plus Chor und schon hat man ein sehr gut komponiertes Stück!)

- All the King's Horses
(Sehr flott, das mag ich. Das "di-gi-dang" ist suuuper, das begeistert mich *g*)

- Winterspell
(Kirchenchor am Anfang diesmal, auch nett. Dann gehts aber überraschend eher in die Piratenrichtung! Merkwürdiger Mix, aber er funktioniert)

- Blackheart
(Starkes, emotionales Stück. Die Geigen sind ein Traum. In der Mitte richtig toll! Top 3)

- Big Sky
(Vielleicht mein Lieblingsstück des Albums! Einfach wunderschön mit der Flöte, den Streichern und dem Chor)

- Blizzard
(Nicht herausragend, aber schöne Mischung aus Klavier, Streichern und Synth)

- Breathe
(Erinnert mich von Stil her stark an Bergersens Soloalbum "Illusions", baut sich etwas langsam auf, aber es lohnt sich)

- Ocean Kingdom
(Schön majestätisch, schöne Solostimme, wie soll es anders sein)

- Sun & Moon
(Mag ich zwar nicht besonders, aber sticht hervor^^)

Ein weniger konventionell, aber dennoch gut kommen Realm of Power, Juggernaut, Dark Ages, Starfleet (schöner Chor!), Queen of Crows (schön psychotisch) daher.

Gar nicht mein Ding sind All is Hell that ends Well (Dubstep hinterlässt auch bei TSFH seine Spuren...), The End is the Beginning (die Stimme geht gar nicht und der Rest auch nicht), Our Last Hope.

Völlig aus dem Rahmen fällt Back to the Earth. Ein gescheitertes Experiment wie ich finde. Erinnert spontan an den Gesang eines Disney-Films. Was die beiden Herrschaften sich wohl dabei gedacht haben....

Fazit: Für mich eins der besten TSFH Alben als Gesamtwerk, wenn auch vielleicht nicht das kreativste. Solche Perlen wie The Ancients, White Witch oder Cassablanca findet man auf "Skyworld" nicht.
Aber ich bin dennoch ziemlich begeistert.
Must-Have für alle Fans!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2013 8:40 PM CET


Elysium
Elysium
Preis: EUR 7,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die wohl schlechtesten Aufnahmen eines Orchesters überhaupt...., 15. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Elysium (MP3-Download)
Vorweg: ich mag dieses Album wirklich gerne.
Aber ich kann immer noch nicht glauben, dass das echte Instrumente sein sollen!
Hätte ich nicht das Making Of gesehen, wo ein echtes Orchester spielt, würde ich es immer noch nicht glauben.
Mein erster Eindruck war sogar: wow, das hört sich teils an wie Software von vor 10 Jahren...
Es gibt Stellen, wo mir die krass verzerrten Töne einer Geige (???) richtig in den Ohren weh tun! Am schlimmsten ist das Ende von "Gryphonheart". Da muss ich immer das Gesicht verziehen.
Ich weiß nicht wie es Herr Blankenburg hinbekommen hat, dass die Qualität der Aufnahmen so schlecht ist und ich nicht gemerkt habe, dass es kein Synth ist...
Alles was Two Steps From Hell mit Synth gemacht hat, hört sich besser an. Und die sind nicht mal bekannt für gute Klangqualität. Bei TSFH hört man bei dem neusten Album "Two Steps From Heaven" deutlich, dass ein richtiges Orchester spielt. Es springt einen förmlich an. So kraftvoll und klar.
"Elysium" hingegen finde ich anstrengend zu hören, wie es immer bei Musik aus dem Synthesizer ist. Klingt villeicht überzogen, aber meine Ohren reagieren empfindlich auf sowas. Und ich merke immer wieder bei epischer Musik, dass ich ein Album erstens viel lauter und zweitens länger hören kann, ohne Kopfschmerzen zu bekommen, wenn es mal ausnahmsweise mit echten Instrumenten aufgenommen wurde.
Kurz bevor ich "Elysium" gekauft habe, hatte ich viel Audio Network gehört. Und dadurch fiel mir der Unterschied besonders auf. Wobei ich einlenke, dass nicht alle Stücke so künstlich wirken. Manche Geigen klingen tatsächlich echt, wie bei "Zephyrus" oder "Voyage dans la Lune". Andere Stücke wie "Theogony" oder "Garador's Flight" wieder nicht...
Ich denke nicht, dass es am mp3-Format liegt.
Auch finde ich, dass der Chor sich nicht genug abhebt. Schwer zu beschreiben, aber ich finde die teils verzerrten hohen Geigen störend, wenn der Chor singt. Bei "Vendetta" war das nicht. Da waren die Chöre sehr kraftvoll und verliefen nicht mit den Instrumenten.
An sich sind die Chöre aber sehr schön. Und die Stimmen sind nicht mehr verzerrt wie es teils bei "Vendetta" zu hören war.

Im direktem vergleich zu "Vendetta" kann ich sagen, dass mir "Elysium" als Gesamtwerk besser gefällt. Es gibt nur zwei Stücke, die ich auslasse, weil ich sie langweilig finde. Das wären "Arion" und "Empyrea". Bei "Vendetta" haben mich nur 5 Stücke (von insgesamt 13) begeistert. Den Rest höre ich fast nie.
Jedoch gefallen die mir auch immer noch besser als alles von "Elysium". "Vendetta" war kreativer geschrieben.
"Elysium" ist sehr schön anzuhören, jedoch liegen für mich Welten zwischen Jo Blankenburg und der Genialität eines Thomas Bergersen oder Thomas Adam Habuda. Zumindest auf dieses Album bezogen.
Vielleicht braucht dieses Album auch nicht kreativer sein... "Elysium" IST schön. Das Cover passt perfekt. Das Album ist himmlich bezaubernd wie die Ankunft eines Engels.
Dennoch fehlt mir eine gewisse Dynamik und ein Überraschungseffekt durch einen gekonnten Taktwechsel. Ein herausragendes Mittelstück, eine umwerfende Solostimme oder ähnliches.
"Elysium" ist zu konventionell geschrieben, um es als Meisterwerk zu feiern.
Dafür und für die Klangqualität muss ich einen Stern abziehen.

Trotz meiner vielleicht kleinlichen Kritik ist "Elysium" wirklich gut gelungen. Jo Blankenburg ist für mich der beste Komponist von Position Music.
Ich kann dieses Album wärmstens empfehlen für jeden, der es nicht militärisch und aggressiv wie bei "Vendetta" braucht.
Man bekommt das, was das Cover verspricht.

Meine Lieblingsstücke und absolute Anspielempehlung:
- Gryphonheart
- Leaving Lemuria
- Zephyrus
- Voyage dans la Lune
- Theogony


The Freak Inside
The Freak Inside
Preis: EUR 17,98

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der helle Wahnsinn - ich bin sprachlos!, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Freak Inside (MP3-Download)
Ich höre gerade mit großen Augen dieses geniale Album.

Wow.... mir fehlen die Worte!

Musik schafft es immer seltener mich richtig zu beeindrucken. Ganz besonders was epische Musik angeht bin ich extrem wählerisch und über-kritisch. Da gibt es einfach zu viel nervigen Einheitsbrei.
Zufällig hörte ich vor einiger Zeit über Youtube das Stück "Aventus" von Thomas Adam Habuda und war begeistert. Leider musste ich feststellen, dass seine Musik für die breite Masse nicht zugänglich war. Gestern stolperte ich dann über dieses in der Zwischenzeit erschienene Album!
Und dieses Album hat es in sich! Der Umfang ist gigantisch und rechtfertigt den hohen Preis. 160 Minuten sind beeindruckend.
Was Habuda hier bietet ist Kreativität auf ganz hohem Niveau.
Bisher ist mir noch kein Komponist begegnet, der es mit Thomas Bergersen (Two Steps From Hell) aufnehmen kann. Jetzt kenne ich einen! Habuda hat einen ganz anderen Stil, der aber nicht minder beeindruckend ist.

"The Freak Inside" ist furios!
Abgesehen von Two Steps From Hell habe ich selten Stücke mit solch einer Kraft gehört. Dieses Album fegt den Hörer förmlich weg, aber ohne dabei dumpf und einseitig zu sein wie es sonst leider meist der Fall ist.
Jedes Lied ist gut komponiert, untypisch lang für dieses Genre (wenn man das Album überhaupt zuordnen kann) und perfekt digitalisiert. Viele epische Alben leiden unter mangelhafter Klangqualität, sei es, dass die Instrumente arg künstlich klingen oder die Räumlichkeit fehlt.
Habuda zeigt wie solche Musik klingen muss. Sogar nur im mp3 Format ist der Sound bombastisch.

Mag übertrieben klingen, aber ich muss vor Freude über diesen Hörgenuss fast heulen. Gerade als sich musikalische Langeweile bei mir eingestellt hatte und ich schon am verzweifeln war, stieß ich auf dieses Album.
Glorreicher hätte die Rettung nicht sein können!

Geschmäcker sind zwar verschieden, aber ich kann jedem Liebhaber von instrumentaler Musik und Chören nur raten, dieses Album zu kaufen.

Wie beschreibt man die Musik von Habuda?
Das ist schwer... er arbeitet einerseits mit den klassischen Komponenten für epische Musik, andererseits ist seine Musik viel wendiger und dynamischer als 90% der Konkurrenz. Er arbeitet mit den verschiedensten Instrumenten, die noch mal unterschiedliche kulturelle Färbungen geben. Nicht überraschend ist die hervorstechende orientalische Note. Eine luftige mystische Verspieltheit ist in vielen Stücken erkennbar. Gleichzeitig sind die Stücke oft so dicht, schnell und kraftvoll, dass man kaum wagt zu atmen. Wenn eine langsame Passage kommt, ist diese nicht weniger kraftvoll. Und der Übergang ins Schnelle vollzieht sich dann auf sehr bewegende Weise. Einige Stücke haben einen ziemlich düsteren/psychotischen oder melancholischen Unterton, jedoch würde ich das Album entgegen des Covers allgemein als eher abenteuerlich heroisch bis mystisch einstufen.
Auch den kurzen Stücke fehlt es nicht an Dramatik.
Die Chöre sind nicht so markant wie bei TSFH und tragen die Stücke eher seltener, verbinden sich aber wunderbar mit der Musik.
Das letzte Drittel des Albums bzw. die zweite CD hält dann doch einige sehr schöne weibliche Stimmen bereit und ist auch ruhiger und trauriger.

Keins der 38 Stücke ist schlecht geschrieben. Ich würde keins als furchtbar oder musikalisch öde bezeichnen. Das hat bisher noch kein Künstler geschafft, glaube ich.
Es gibt vielleicht drei Stücke, die nicht ganz so mitreißend oder bewegend sind.

Entsprechend schwer fällt es mir Anspieltipps zu liefern. Auf Grund der Länge vieler Stücke würde ich empfehlen, das Album mal ganz anzuhören. Der Künstler hat es für jeden zu Probehören komplett zugänglich gemacht!

Eine sehr vorläufige Best of Liste:

- 02 Floating Skulls, Rising Souls (sehr kraftvoll mit einem schönen langsamen Mittelstück)
- 06 Ecstacy of War (rafft mich völligst dahin!)
- 09 Alone together (psychotisches Geigenstück, der stumme Teil ist vielleicht etwas lang)
- 12 Inner Peace (sehr schöne asiatische Färbung)
- 14 Flowing Rivers of the Mountains (einfach nur wunderschön zum träumen)
- 16 Good Old Times (sehr skurrile Komposition, aber extrem cool)
- 21 Autumn Colors (wow, sehr sehr atmosphärisch bezaubernd)
- 22 Aventus (das Stück, das mich überhaupt auf diesen Künstler aufmerksam machte)
- 23 God of the Sun (toller überwältigender Mix aus orientalischen Tönen und Orgel (??))
- 32 Lacrimosa (beeindruckende Stimme)

Ich kann dieses Album nicht genug loben. Seit der Entdeckung von Emily Jane White vor ein paar Monaten habe ich nicht mehr so perfekt komponierte Musik gehört.
Mir völlig unbegreiflich wieso es noch keine Bewertungen gab.

Ein Meisterwerk!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 28, 2012 1:22 AM CET


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