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Hilfreiche Bewertungen: 17

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Rezensionen verfasst von
paradisebaby

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Shining
Shining
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Das Böse ist nicht immer menschlich, 10. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Shining (Taschenbuch)
Jack Torrance, der Familienvater ergattert einen Job als Hausmeister des Overlook-Hotels, welches er mit seiner Familie ' Wendy, Jack's Frau und Danny, Jack's Sohn ' über den Winter beziehen muss. Doch es stellt sich heraus dass das besagte Gemäuer alles andere als wohltuend für den erhofften Familienfrieden ist. Der trockene Alkoholiker Jack, für den aggressive Handlungen kein Fremdgebiet darstellen, wird schon bald vom Hotel 'übermannt' und seine Familie muss die Konsequenzen spüren.

Das besondere der Story ist, dass es hier hellsehende Menschen gibt und dass das Overlook-Hotel im Grunde den Bösewicht darstellt. Durch viele umfangreiche Rückblenden, welche natürlich zu Folge haben dass das Buch für Manchen (berechtigterweise) in die Länge gezogen wird, geht Mr. King ausführlich auf die drei Hauptcharaktere ein. Danny's überragende Hellseh-Fähigkeiten, Jacks Hang zum Alkohol und zur Aggression und Wendy's mütterliche Sorgen werden im Detail beschrieben und das effektiv, denn gegen Ende kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinfühlen und erfährt das bei einem Roman wichtige Mittendringefühl. Das war schon immer und ist auch heute noch die große Stärke des Autors, der nach Meinung vieler Leser auch einmal beim Schluss seiner Stories danebengreift. Das Ende ist hier aber gelungen wie ich finde und lässt auch Spielraum für eine Fortsetzung, welche ja bekanntermaßen unter dem Titel 'Doctor Sleep' bereits in Arbeit ist und die Geschichte des Erwachsenen Danny erzählt.

Insgesamt ist das Buch sehr zu empfehlen für jeden Freund spannender Erzählungen, der nichts dagegen hat, die Charaktere sehr genau kennenzulernen und in eine (teilweise) übernatürliche Welt einzutauchen, die eine erschreckend realistische Studie menschlichen Verhaltens ohne Hemmungen darlegt. Der Roman traut sich was, und der mutige Leser, der Offenheit für die Materie mitbringt, wird ihm einen speziellen Platz in seinem Bücherregal einräumen.


Sh*t My Dad Says
Sh*t My Dad Says
von Justin Halpern
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,78

5.0 von 5 Sternen You worry too much, eat some bacon, 8. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Sh*t My Dad Says (Gebundene Ausgabe)
'What? No, I got no idea if it'll make you feel better, I just made
too much bacon!' ist nur eine von vielen Lebensweisheiten des wohl vulgärsten Vaters, den ein Sohn sich wünschen kann. Das ist aber keinesfalls negativ gemeint, denn beim Lesen des Buches wird klar: dieser Vater liebt seinen Sohn, er stellt ihm nur sehr direkt und authentisch dem Leben vor.

Das Buch strotzt vor witzigen Geschichten, welche Erlebnisse des Autors beschreiben. Diese reichen von peinlichen Verwandtschafts- und Beziehungserlebnissen bis zu Schul- und Jobproblemen, wobei natürlich immer der Vater die Figur ist, die diese Stories erzählenswert machen. Bekannt wurde der Dad durch Twitter, Autor Justin Halpern fand es für angemessen, die durchaus witzigen Zitate seines Vaters online zu stellen und nach über 1.000.000 Abonnenten wurde ihm angeboten, das Buch zu Schreiben. 'I mean, they gave you money to do this. YOU. Amazing.'

Sh*t My Dad Says ist voll von zitierwürdigem Material, welches natürlich zum Lachen anregt, aber an manchen Stellen finden sich im wahrsten Sinne des Wortes Lebensweisheiten und man wünscht sich teilweise, der eigene Vater hätte einem das Leben im heranwachsenden Alter dermaßen unerschrocken, real und unmissverständlich nahegebracht.


Beyond Hell/Above Heaven
Beyond Hell/Above Heaven
Preis: EUR 6,99

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volbeat killt..., 8. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Beyond Hell/Above Heaven (Audio CD)
Und vergisst dabei auf die 'Füllung'. Die Trackliste kann von oben nach unten oder gemischt gehört werden, und die Platte ist voll mit Songs, welche die Band noch weiter in die Rockelite katapultieren werden. Dieses Track-by-Track Review versteht sich als Fanbeitrag:

1.The Mirror And The Ripper: Der Opener bietet gleich gewohnte Volbeat-Kost und ist durchgehend sehr melodisch, mit eingängigen Riffs und Doppelbassteppich noch weiter 'versüßt'. Keine Revolution, aber definitive eine Evolution. 4,5/5.

2.Heaven Nor Hell: Ein klassischer Rock-Beat führt zu einem klassischen ACDC-Style Rock-Riff, als Draufgabe ertönt eine lässige Harmonika und Volbeat kombinieren dies zu einem Mitgröhler erster Klasse. Und wo sonst hört man melancholische Instrumentalbreaks mit Doppelbass? 5/5.

3.Who They Are: Volbeats Einmal-Pro-Album-Ausflug ins Trashmetalland. Vielleicht einen Tick langsamer als 'Wild Rover Of Hell', aber natürlich genauso eingängig. Kurzum: Klassischer Metal mit Volbeattuning. 4,5/5.

4.Fallen: Die Singleauskopplung. Selten ist Radiotauglichkeit so genial. 5/5.

5.A Better Believer: Und wieder ertönt ein unheimlich melodischer Gute-Laune-Metalsong, welcher Fans der Band sprichwörtlich glauben lässt, dass das Album bereits nach 5 Songs der absolute Hammer ist. So vertraut, aber dennoch will der Track einem nicht mehr aus dem Kopf. 5/5.

6.7 Shots: Wohl einer der 'großen' Songs des Albums. Johnny Cashiges Intro, kräftige Gitarren und Drums, noch kräftigere Stimme von Poulsen und ein grandioser Gastauftritt von 'Mille' Petrozza (Kreator) als Gastsänger. 5/5.

7.A New Day: Wurde bereits oft Live gespielt. Typisch eingängig, aber hier fehlt vielleicht ein bisschen der letzte Schliff, um den Song auf das Niveau der anderen Songs der Platte anzuheben. 4/5.

8.16 Dollars: Eine Rockabilly-Nummer mit dem wohl eingängisten Refrain der ganzen Scheibe. Die 'Wohoohoos' verleihen dem Song zwar einen poppigen Touch, der simplistischen Grandiosität des Tracks tut das aber keinen Abbruch. 5/5.

9.A Warrior's Call: Diesen Song kennt die Fangemeinde bereits, er wurde im Vorjahr veröffentlicht und für Boxweltmeister Mikkel Kessler geschrieben. Die Lyrics sind zwar etwas 'käsig' und passen nicht sehr gut zur Guitar Gangsters Story, aber der Song hat soviel 'Punch', dass es natürlich schade ware ihn wegzulasssen. 5/5.

10.Magic Zone: Eine ungewohnte Richtung, die Volbeat hier einschlägt. Braucht vielleicht ein paar Anläufe mehr bis es gefällt, aber schlußendlich wünscht sich der geneigte Fan, das die Jungs öfter Mal aus Ihrer' Magic Zone' heraustreten. 4,5/5.

11.Evelyn: Süßer Name für das härteste Lied des Albums. Gast-'Sänger' Barney von Napalm Death knallt die Verse ohne Rücksicht auf Verluste ins Mikro und die Band gibt Vollgas mit der wohl besten Instrumentalleistung des Albums. Michael Poulsen singt unbeschwert seinen Refrain und die Ohren sind dermaßen entzückt dass man keine Zeit hat, sich zu wundern wie die Jungs es geschafft haben, dass sich hier alles zu einem genialen Ganzen zusammenfügt. Bester Song, auch wenn man dem 'Growlen' sonst abgeneigt ist. 5/5.

12.Being 1: Kurz und krachig, der Nächste Gute-Laune-Song. Wird wohl ein Live-Kracher. 4,5/5.

13.Thanks: Dankeshymne an die Fans und gleichzeitig punkigster Song des Albums. Auch hier geht nichts schief. 5/5.

Alles in allem, nach 8-maligem kompletten Durchhören, kann ich sagen, dies ist die abwechslungsreichste und augefeilteste Scheibe der Band. Typisch Volbeat, aber mit allem Drum und Dran ausgestattet, das auch diese CD zu einem einzigartigen, unvergleichlichen Erlebnis macht. Ob es auch die Beste ist, wird die Zeit zeigen, aber mit ganz großer Sicherheit wird die steil ansteigende Beliebtheitskurve der Band mit so einer Granate im Hintergrund noch steiler. Kaufen und Rocken!


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