Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Rolf Busch > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rolf Busch
Top-Rezensenten Rang: 45.267
Hilfreiche Bewertungen: 280

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rolf Busch (Frankfurt)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch)
Große Erwartungen: Roman (insel taschenbuch)
von Charles Dickens
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Aussicht, 15. Februar 2013
Pip, Waise und aufgewachsen unter der harten Hand seiner Schwester, stellt sich ein anderes Leben vor, als Schmied in den ärmlichen Marschen zu werden. Ein Gentleman mit den großen Erwartungen eines zugefallenen Vermögens, das wäre fein. Zumal die angebetete Estella keine Jungs mit groben Händen und groben Sitten mag. Da wiederfährt Pip Gutes: Ein unbekannter Gönner ermöglicht ihm den sozialen Aufstieg. Dickens unterlegt eine kolportagehafte Story, bei der es um Verbrechen, Sühne, Liebe und Verzweiflung geht, mit den sozialen Realitäten seiner Zeit. Die Marschen sind elend, London ist dreckig, die Adligen der Gentry fristen ein nutzloses Leben und sind nur fähig, Geld auszugeben, dass sie nicht verdienten, die Juristerei und Gerichtsbarkeit ist korrupt und urteilt von der Stange, ohne Psychologie und Soziologie. Aus dieser Gesellschaft, die Dickens mit beißender Ironie geißelt, erheben sich einige sehr menschliche und einige sehr neurotische Figuren, die die Handlung tragen. Dass es dabei einige Längen gibt, ist ja bei Dickens nichts Seltenes. Dennoch hat der Roman auch heute noch Charme durch Witz und Gefühl.


Grosse Erwartungen: Roman
Grosse Erwartungen: Roman
von Charles Dickens
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne Aussicht, 15. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Grosse Erwartungen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Pip, Waise und aufgewachsen unter der harten Hand seiner Schwester, stellt sich ein anderes Leben vor, als Schmied in den ärmlichen Marschen zu werden. Ein Gentleman mit den großen Erwartungen eines zugefallenen Vermögens, das wäre fein. Zumal die angebetete Estella keine Jungs mit groben Händen und groben Sitten mag. Da wiederfährt Pip Gutes: Ein unbekannter Gönner ermöglicht ihm den sozialen Aufstieg. Dickens unterlegt eine kolportagehafte Story, bei der es um Verbrechen, Sühne, Liebe und Verzweiflung geht, mit den sozialen Realitäten seiner Zeit. Die Marschen sind elend, London ist dreckig, die Adligen der Gentry fristen ein nutzloses Leben und sind nur fähig, Geld auszugeben, dass sie nicht verdienten, die Juristerei und Gerichtsbarkeit ist korrupt und urteilt von der Stange, ohne Psychologie und Soziologie. Aus dieser Gesellschaft, die Dickens mit beißender Ironie geißelt, erheben sich einige sehr menschliche und einige sehr neurotische Figuren, die die Handlung tragen. Dass es dabei einige Längen gibt, ist ja bei Dickens nichts Seltenes. Dennoch hat der Roman auch heute noch Charme durch Witz und Gefühl.


Portnoys Beschwerden
Portnoys Beschwerden
von Philip Roth
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Staub drauf, 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Portnoys Beschwerden (Taschenbuch)
Dass es in den USA Ende der Sechziger Jahre möglich war, so ein dezidiert sexbezogenes Buch zu schreiben – das dann auch noch äußerst erfolgreich war – mag man sich gar nicht vorstellen. Wenn ich heute einige "Stellen" zitieren würde, würde Amazon meine Rezension nicht veröffentlichen. Und auf einer CD stünde drauf "parental advisory: explicit content". Roth hat in einem Interview mal erzählt, dass er in New York mit einem Taxifahrer namens Portnoy gefahren ist. Der Taximann stieß wüste Drohungen gegen den Autor aus, der inkognito neben ihm saß. Was eine Eltern von diesem literarischen Rundumschlag hielten, kann man sich denken. Worum es hier eigentlich geht? Portnoy, dezidiert jüdischer Intellektueller mit gehobenem Verwaltungsjob, blickt zurück auf sein noch junges Leben. Es ist ein Monolog, den er offenbar seinem Psychiater in der Analyse hält, auf 260 Seiten. Dabei geht es vor allem um seine ausgefallenen sexuellen Vorlieben und Neurosen, seine Beziehungsunfähigkeit und seine daraus resultierenden – seelischen – Beschwerden. Nicht lustig? Denkste!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 26, 2014 11:47 PM MEST


Die Selbstmord-Schwestern
Die Selbstmord-Schwestern
von Jeffrey Eugenides
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumatmosphäre, 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Selbstmord-Schwestern (Taschenbuch)
Die Jungs aus der Nachbarschaft interessieren sich brennend für die fünf jungen Mädchen, die im Alter nur wenige Jahre auseinander sind. Natürlich, sie sehen nämlich gut aus und haben alle etwas unterschiedlich Anziehendes und Geheimnisvolles. Als Cecilia, 13, sich als erste umbringt, beginnen die Jungs, so etwas wie ein Dossier anzulegen, in dem sie alles, was sie über die Mädchen herausbekommen können, dokumentieren. Elf Monate danach bringt sich die letzte der Schwestern um. Eugenidis erschafft soziologisch ein Generationenbild der frühen Siebziger, also von Menschen, die Mitte bis Ende der 50er Jahre geboren wurden. Angesiedelt ist es in einer amerikanischen Middleclass-Vorstadt. Das Besondere dabei ist, dass es dem Autor gelingt, die eigentümliche Atmosphäre eines Traums, fast eines Märchens, beizubehalten. Vielleicht kommt das daher, dass die Erzähler-Jungs überwiegend anonym bleiben und der Text dadurch eine fast sachliche Distanz zum Leser behält. Und: Es gibt keine Lösungen auf unsere Fragen – das bleibt, und das ist auch richtig so.
Per Zufall las ich zwei Wochen nach diesem Buch eine Coverversion, die in Australien spielt: Rocking Horse Road von Carl Nixon.


Das München-Komplott: Denglers fünfter Fall (KiWi)
Das München-Komplott: Denglers fünfter Fall (KiWi)
von Wolfgang Schorlau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von wegen olle Kamelle, 23. Januar 2013
Schorlaus Nachwort und Dokumentenabdruck am Ende des Buchs sollte man sich vielleicht gleich zu Anfang genehmigen. Dann kann man sich ungefähr ausmalen, was an der Krimihandlung, die Detektiv Dengler hier im Auftrag des BKA ausübt, alles nicht erfunden ist: Es geht um das Münchner Oktoberfestattentat 1980, um Neonazi-Täter, Geheimdienste und vertuschte Ermittlungen, vor allem aber um die Angehörigen der Opfer, um Überlebende, die die ganze Wahrheit wissen wollen. Das ist gut geschrieben und vor allem: extrem beklemmend. Und aktuell. Ähnlich Realitätshaltiges im deutschen Krimi las ich bislang nur in Operation Rubikon von Andreas Pflüger.


Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
von Jonas Jonasson
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gauner und Pyromane, 23. Januar 2013
Einmal im Jahr "gönne" ich mir einen Titel aus den Bestsellerlisten. Die Enttäuschung folgt meist auf dem Fuß. Über den "Hundertjährigen" hörte ich lobende Kommentare aus ganz unterschiedlichen Kreisen. Auch, dass ich Autor und Verlag nicht kannte, machte mich neugierig. Ich wurde dieses Mal nicht enttäuscht. Der Roman ist eine unterhaltsame, lustige Gaunergeschichte, montiert und quergeschnitten mit einer Lebensbeichte eines Sprengmeisters, eines Pyromanen, der alles in die Luft sprengte, vom eigenen Haus bis zur Atombombe. Dass seine Begegnungen mit historischen Figuren wie Franco, Stalin, Truman und Mao ein bisschen stark an "Forrest Gump" erinnern, war sicherlich kein schlechter Schachzug des Autors. Die Auswahl der Figuren ist gelungen: Thema Alter, ein Dieb, ein ewiger Student und Imbissbudenbesitzer, ein Elefant, eine Rothaarige mit Tourette-Neigung, tumbe Fieslinge und ein etwas versponnener Kommissar. Der Autor hält beide Stränge schön zusammen, es kommt keine Langeweile auf. Für 5 Sterne fehlt mir am Buch etwas sprachlich Herausgehobenes – aber die Empfehlung kommt von Herzen.


Die Dame mit dem Hündchen: Erzählungen 1895 - 1903 (Artemis & Winkler - Blaue Reihe)
Die Dame mit dem Hündchen: Erzählungen 1895 - 1903 (Artemis & Winkler - Blaue Reihe)
von Anton Tschechow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Lande, 23. Januar 2013
Wer Cechovs Theaterstücke wie Kirschgarten, Drei Schwestern, Onkel Vanja oder Die Möwe auf der Bühne mag, findet an diesem Band mit 17 späten Erzählungen im Umfang von 12 bis 120 Seiten mit Sicherheit Gefallen. Das Thema des ländlichen Russlands in spätzaristischer Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts ist die Folie für Cechovs comedie humaine. Gescheiterte oder zermürbte Städter aus Moskau oder St. Petersburg ziehen sich in die öde Idylle abgelegener Landflecken zurück, wo sie an der Provinzialität der Bürger und Adligen und dem Elend der Landarbeiter und Bauern verzweifeln. Auch die umgekehrte Bewegung junger Menschen vom Land in die Stadt verspricht keine Rettung. Aufgeblättert wird ein Kaleidoskop von Figuren, die Cechov karikiert, aber nicht denunziert. Er begleitet Richter, Ermittler, Gutsbesitzer, Staatsangestellte, Erben, ehemalige Diener und naturgemäß oft Ärzte in eine Gesellschaft von frustrierten, ennui-geplagten Wesen, die nicht mehr aus ihrer Haut können. Die arbeitende Bevölkerung, auf deren Rücken die Gelangweilten sitzen, kommt nur selten vors Angesicht, wenn dann bei medizinischen, festlichen und kirchlichen Anlässen, wo gebetet, gesungen und – eimerweise Vodka – gesoffen wird. Dass dieser Auswuchs von Elend einer ganz offensichtlich in Agonie auf ihr Ende zusteuernden Gesellschaft dem Leser keine Depressionen sondern Lesefreude bereitet, liegt an der Kunst des Autors. Er lässt mit milder Ironie das Allgemeinmenschliche hervortreten und bringt so Klassiker im Wortsinn hervor. Das macht ihn heute und noch lange lesbar und relevant. Zur Ausgabe: Band 4 einer Reihe, die Neu-Übersetzung scheint mir gelungen, sehr schön aufgemacht, liegt gut in der Hand


Teufelsfrucht: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers erster Fall (KiWi)
Teufelsfrucht: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers erster Fall (KiWi)
von Tom Hillenbrand
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eintopf aus Luxemburg, 21. Januar 2013
Wer hätte gedacht, dass in dem untersetzten, mittelalterlichen Koch mit Bäuchlein der Retter der Welternährung steckt? Zumal Xavier Kieffers Lieblingsbeschäftigung eigentlich ist, am Bächlein zu sitzen, sein Weinchen zu schlürfen, Luxemburger Spezialitäten zu mümmeln, dabei mit der Welt zufrieden zu sein und in provinzieller Selbstgenügsamkeit seine Ruhe zu genießen. Aber vom Luxemburger Regierungschef Jean Claude Juncker hätte ja auch niemand gedacht, dass er die EU zusammenhalten könnte. Erst durch die Lebensmittelmafia treten die verborgenen Qualitäten des Köchleins hervor – als nämlich auf der Schwelle seines Restaurants ein Gourmet-Kritiker stirbt. So gerät ein Krimi in Gang, der den Leser nach Luxemburg, Paris, Genf und Stuttgart und zudem ins Innenleben von Sterneköchen und –küchen und der Lebensmittelchemie einlädt. Aus einem kleinen Giftmord wird eine Weltverschwörung, die im Showdown zwischen dem "mad scientist" Gero Wyss und unsrem Helden ihr reichlich hochgejazztes Ende findet. Autor Hillenbrand hat richtig ausgewählt: Kochkünste und -shows sind Top-Themen in den Medien, und Luxemburg, so klein es ist, ein Riese in Europa. (Wer’s nicht glaubt, sollte es sich mal ansehen. Leider unterschlägt Hillenbrand, trotz allen Insiderwissens, die etwas nervende Provinzialität der Einheimischen.) Diese Zutaten mixt er mit Action und Spannung gut durcheinander. Er vergisst dabei nicht, einiges Ausgefallene und leider auch einiges Überflüssige und Bekannte zu erläutern. So bekommen wir alles in allem eine leckere, bekömmliche Mahlzeit. Für eine Top-Platzierung reicht es nicht ganz, weil die Dialoge oft hölzern sind, der Plot allzu fantastisch und Kieffer einfach als Superheld nicht durchgeht.


Maigret und der geheimnisvolle Kapitän: Sämtliche Maigret-Romane (detebe)
Maigret und der geheimnisvolle Kapitän: Sämtliche Maigret-Romane (detebe)
von Georges Simenon
  Broschiert
Preis: EUR 10,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wasser und Nebel, 15. Januar 2013
Im Vordergrund steht die Atmosphäre des Kanals, die Menschen die hier arbeiten, der ständige Nebel. Alles ist düster und nass. Maigret hat, 1931 geschrieben, bereits die bekannten Eigenarten entwickelt, das Stoische und Sture, der analytische Blick, das Hineinhorchen in die Umstände. Der Roman steht am Übergang zum Serienhelden, die Ausgestaltung gerät etwas in den Hintergrund, die Figur tritt deutlicher hervor. Der Fall ist relativ spektakulär aufgezogen. Ein verlorenes Gedächtnis, Wunden, Rätsel, und er löst sich verzwickt, aber nicht sehr schlüssig. In der überarbeiteten Übersetzung aber heute ohne jede Patina zu lesen.


Maigret und der Treidler der ›Providence‹: Sämtliche Maigret-Romane (detebe)
Maigret und der Treidler der ›Providence‹: Sämtliche Maigret-Romane (detebe)
von Georges Simenon
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Tote am Kanal, 15. Januar 2013
Maigret übernimmt den Fall in der Provinz, muss sich aber zuerst mit den Örtlichkeiten und vor allem den Sitten am Kanal vertraut machen. 1930 gab es noch Schleppkähne, die von Pferden gezogen wurden. Schleusenwärter, Schiffer, Treidler, eine Welt für sich, die sich in den Kneipen an den Schleusen trifft und für Außenstehende unzugänglich scheint. Maigret setzt sich deutlich von der Kaste der hochnäsigen Untersuchungsbeamten ab. Er trinkt, isst und lebt mit den einfachen Leuten, beobachtet, analysiert. Es geschieht ein weiterer Mord. Langsam beginnt Maigret zu verstehen. Dies ist erst der vierte Maigret und Simenon schreibt hier sehr genau, sachlich und klassenbewusst. Deutlich abgesetzt von Kolportagekrimis dieser Zeit findet man hier gesellschaftliche Realität. Elemente des "noir" Krimis sind bereits zu erkennen, Maigret ist auch ein bißchen Marlow und Sam Spade, nur auf französisch.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6