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Hilfreiche Bewertungen: 14

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Rezensionen verfasst von
Lord Madrigal

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Thornography
Thornography
Preis: EUR 16,04

4.0 von 5 Sternen Gothic Rock aus der Schwarzmetall-Schmiede, 30. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Thornography (Audio CD)
Anno 2006 zeigen sich die britischen Vampire um Mainman Daniel Davey von ihrer "popigsten" Seite. Klingt komisch - ist aber so. Das ist für Fans erster Stunde sicherlich ein Nackenschlag, denn mit Black Metal hat dieser Silberling wirklich gar nichts mehr zu tun. Doch das bleibt auch schon der einizige Wehrmutstropfen.
Alle Songs haben einen hohen Wiedererkennungswert und bleiben bereits nach dem ersten Hören im Kopf hängen. Bislang beeindruckten die Düsterheimer eher mit facettenreichen Songs mit Überlänge und zahlreichen Rytmuswechseln. Das wird auf "Thronography" einfach mal für eine gute Stunde vergessen.

Bereits "Dirge Inferno" prischt nach vorne, stellt aber einen der schwächeren Songs dar. Der Refrain ist zwar markant, aber ansonsten plätschert der Song nur so vor sich hin.
"Tonight in Flames" stellt den dritten Song. Definitiv ein Highlight was sich in exzellenten Hooklines und dem Klasse Refrain zeigt.
Nachfolger ist "Libertina Grimm". Dieses Lied bleibt permanent im Midtempo und das tut dem Stück auch hörbar gut. Auch Danì`s Stimme kann sich hier voll entfalten. Meiner Meinung nach einer der besten Shouter der Szene.
Für "The Byronic Man" haben sich CoF prominente Unterstützung geholt in Form von Vile Valo von der finnischen Rock-Band HIM. Auch ein sehr gelungener Song.
Die folgenden drei Songs "I am the Thorn", "Cemetery and Sundown" sowie "Lovesick for Mina" bieten allesamt eingängen Metal und sind einfach strukturiert wie klassische Rocksongs. Und sie machen einfach nur Laune!! Defintive Highlights der Bandgeschichte auch wenn sie anders sind als die alten Black Metal Kracher!
Mein Favorit der Platte ist allerdings "The Foetus of a new day kicking". Brennt sich einfach im Hirn fest. Muss man gehört haben.
"The Rise of the Pentagram" ist, abgesehen von der gesprochenen Strophe zu beginn, ein Instrumentalstück. Gute Riffs und klasse Drums für gut 5 Minuten.
Auch der letzte Song "Under the huntress Moon" ist gut, ist allerdings ähnlich wie der Opener eher ein Mitläufer auf dieser Scheibe.
Auf der limited Edition gibt es noch als Zusatz ein Cover vom Heaven 17 Klassiker "Temptation" auf die Ohren. Auch ein hörenswertes Erlebnis.

Die Band gab schon kurz nach dem Release der Platte bekannt, dass es nie wieder ein so kommerzielles und rockiges Album geben wird. Aber eines von der Sorte reicht uns doch auch.
Festzuhalten bleibt: Gelungenes Experiment der Briten, nichts für beinharte Black Metal Freaks, aber alle Melodic Metal Fans können gerne zuschlagen.

Stay hard - stay heavy


Reinkaos
Reinkaos
Preis: EUR 19,31

5.0 von 5 Sternen Heavy Duty, 29. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Reinkaos (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist weder Black Metal noch Death Metal was die schwedische Kultkombo um Mainman und Mastermind Jon Nödtveidt auf ihrem dritten und letzten Langeisen zelebriert. Ich würde es schlichtweg Extreme Metal taufen mit leichtem Einschlag richtung Heavy Metal.

Während seiner Haftstrafe hatte Nödtveidt definitiv genug Zeit um den langersehnten Nachfolger des zurecht hochgelobten "Storm of the Lights bane" zu schmieden. Tja was soll man sagen? Er hat diese Zeit genutzt!
"Reinkaos" zeigt Dissection von einer bislang unbekannten Seite. Die gesamte Scheibe legt Wert auf melodische und ergreifende Riffs, gemäßigte Drums mit nur weinigen Blastbeats und auch Jon selber kommt stimmlich releaxter und reifer rüber als in der Vergangenheit.
Die Platte bringt einfach von Anfang bis Ende Spaß. Egal ob der bereits bekannte Song "Maha Kali" welcher stets im selben Tempo schippert und einfach zäh fließend wie Lava den Hörer übermannt oder "Black Dragon" mit seinen geilen Riffs und klasse Rythmus. Man sucht auf dieser Scheibe vergebens nach einer Schwachstelle. Alles wirkt genau durchdacht und trotzdem lässig. Die Symbiose aus Stimme und Instrumenten ist genial und das ohne Keyboard. Auch die Singleauskoppelung "Starless Aeon" gehört für mich zu den ganz großen Höhepunkten des Albums ebenso wie das ergreifende "God of forbidden Light" oder auch "Dark Mother divine". Jeder Song besticht einfach auch nach hundertfachem Hören immer wieder. Vergleichen kann man das Album musikalisch zumindest ansatzweise mit "Between two Worlds" von Abbaths Band "I" oder einigen In Flames Werken.

Für mich persönlich definitiv eines der TOP 20 Metal-Alben im 21. Jahrhundert. Natürlich rein musikalisch eine ganz andere Schiene als der prominente Vorläufer "Strom of the Lights bane" welcher noch im tiefsten und kältesten Black Metal anzusiedeln war. Nödtveidt hat einfach mal auf jedliche Trueness gepfiffen und das gemacht, worauf er grade Bock hatte bevor er sich im August 2006 die Lichter ausbließ.
Dissection werden den Fans wohl mit Songs wie "Black Horizons", "Nights Blood" oder "Where dead Angels lie" in Erinnerung bleiben und das ist auch gut so - aber dieser Silberling Names "Reinkaos" macht einfach nur Spaß!!
Kaufen Mädels!

Stay hard - stay heavy


Of Shadows
Of Shadows
Wird angeboten von cd-shop-zimmer-rodgau
Preis: EUR 19,00

4.0 von 5 Sternen Gute Arbeit made in Germany, 28. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Of Shadows (Audio CD)
Schon längst sind die deutschen Melo-Black Metaller von Cryptic Wintermoon kein Geheimtipp mehr. Das nunmehr dritte Werk der Kombo erstrahlt schon seit einigen Jahren am Metal-Firmament und erst vor kurzem kam ich dazu, es mir anzuschaffen.
Da sich bei der Band ja wiedermal das Besatzungskarussell mächtig gedreht hatte vor dem Output der CD, war ich unsicher, was da auf mich zukommt.
Keine Panik - die ganze Aufregung umsonst.

Bereits nach dem knackigen Intro gehts wieder in gewohnter Marnier zur Sache. "Trashomatic Overdrive" prischt sofort mit sägenden Riffs vor und geht dank Super Chorus sofort in den Gehörgang und setzt sich dort fest. Nahtlos anknüpfen kann "Portals of Nightfall". Der Song kommt beinahe majestätisch daher und bietet reichlich Facetten. Auch hier lädt der Refrain wieder herzlich zum Mitgröhlen ein. Der Vierer hört auf "Bonegrinder 1916" und weist durch seinen teilweise starken Hang zu den Elektro-Elementen gewisse Paralellen zu Bands wie Eisregen oder gar Dimmu Borgir auf. Gehört aber nicht zu letzt dadurch für mich definitiv zu den Highlights der Platte.
Ferner ist Song Numero 6 hervorzuheben, "Where the Oceans meet Eternity". Dieser Kracher Überzeugt auf ganzer Ebene. Hier passt vom kanon-artigen Gesang über die rythmischen Klampfen bis hin zum donnernden Schlagzeug einfach alles. Für mich der Beste Song der Scheibe, vielleicht sogar der Beste der Bandgeschichte.
Der Nachfolger "Grave without a name" bietet tolle Abwechselung zwischen ruhigen Elementen und schnellen Passagen und zeigt einmal mehr, dass Ronnie zu den ganz Großen am Mikro im deutschen Metal gehört.

Es gibt für die Platte nur vier von fünf Sternen da mir die anderen Songs welche ich oben nicht aufgeführt habe einfach zu schlicht und ereignislos daherkommen.
Sie pletschern so vor sich hin ohne größere Highlights. Das gefällt mir an der CD nicht so gut. Und die Produktion könnte etwas druckvoller und klarer sein.

Fazit: Eine gute Scheibe mit vielen Highlights, kein Meisterwerk, aber definitiv hörenswert und absolut zu empfehlen! Auch Fans der späteren Dimmu-Werke oder Anhänger von Lord Belial sollten mal ein Ohr riskieren.

Stay hard - stay heavy


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