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Rezensionen verfasst von
Clausimo (Thüringen)

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Hunde würden länger leben, wenn...: Schwarzbuch Tierarzt
Hunde würden länger leben, wenn...: Schwarzbuch Tierarzt
von Jutta Ziegler
  Broschiert

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbequeme Wahrheiten..., 20. Februar 2011
Unbequeme Wahrheiten...

Dieses Buch enthält davon jede Menge. Unbequem und unangenehm... für die Pharmaindustrie, für die Fertigfutterhersteller und vor allem für die große Mehrheit der Tierärzte, die ja eigentlich zum Wohle unserer Tiere handeln sollten, es aber meist aus vielerlei Gründen doch nicht tun.

Es war an der Zeit für ein solches Buch! Die kritischen Stimmen häufen sich seit Jahren. Kritik am Fertigfutter für unsere Hunde und Katzen, in dem alles drin ist, was die Tiere NICHT brauchen. Kritik an unsinnigen jährlichen Mehrfachimpfungen, die unsere Tiere zu chronisch kranken Individuen machen und damit fleißig die Kassen der Zierärzte klingeln lassen. Kritik an hochtoxischen Parasitenbekämpfungsmitteln, mit denen wir unsere Tiere systematisch vergiften. Kritik an unbedachten Medikamentenverschreibungen und an Therapien, die die Tiere nur noch kranker machen, als sie es durch falsche Fütterung und die Chemiekeulen eh schon geworden sind.

Hier spricht eine Tierärztin, die jahrelang nach demselben Schema F" verfahren hat, bis sie irgendwann ihren Kopf eingeschaltet und begonnen hat, diese Taktiken zu hinterfragen. Und die Antworten auf ihre Fragen sind allesamt keine leichte Kost.

Deshalb ist das Buch auch für die Tierhalter unbequem. Denn so langsam wird es schwierig, die Vogel-Strauß-Taktik" weiter durchzuziehen und die Kritik zu überhören, die sich immer mehr erhebt. So langsam muss man sich wohl oder übel mit diesen Themen beschäftigen, auch wenn es doch so einfach ist, einfach zweimal täglich in den Fertigfuttersack zu greifen und ansonsten einfach blind dem behandelnden Tierarzt zu glauben und brav alle Mittelchen" auf und in das Tier zu stopfen, die er einem verkauft. Denn genau das tut er. Er VERKAUFT und damit ist klar, wessen Wohlergehen hier in den meisten Fällen an erster Stelle steht: Das seines Geldbeutels. Kein Tierarzt verdient an einem gesunden Tier Geld. Er verdient sein Geld hauptsächlich mit jährlichen (unnötigen) Wiederholungsimpfungen, chemischen (meist genauso unnötigen) Wurmkuren und Antiparasitika und vor allem verdient er sein Geld mit all den durch diese Praktiken chronisch erkrankten Hunden, die nun regelmäßig seine Hilfe" brauchen.

Dieses Buch macht wütend, wenn man die Fakten, die es enthält, als die Wahrheiten akzeptiert, die es sind. Es macht unheimlich wütend, aber es öffnet hoffentlich auch die Augen der Tierhalter und vielleicht auch so mancher Tierärzte, die in ihrem tiefsten Inneren wissen, was sie ihren Patienten tagtäglich wirklich antun.

Der Autorin Dr. med. vet. Jutta Ziegler gilt mein tiefer Dank für ihren Mut, dieses Buch zu schreiben und sich damit gegen eine Lobby zu stellen, die seit Jahrzehnten auf Kosten der Gesundheit unserer Tiere ihr Geld verdient.


Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter
Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter
von Hans-Ulrich Grimm
  Broschiert

148 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Tobak, der den Leser wachrüttelt!, 20. Dezember 2007
Hans-Ulrich Grimm beleuchtet in diesem Sachbuch die Herkunft und Zusammensetzung des Futters, das unseren Nutz- und Heimtieren tagtäglich vorgesetzt wird. Man erfährt, wie viel Chemie nötig ist, um die Rinder, Schweine, Hühner, Katzen und Hunde davon zu überzeugen ein für sie völlig unnatürliches Futter zu fressen, von dem sie sich normalerweise wohl angeekelt abwenden würden. Er berichtet über den Einsatz von Gentechnik und hormonähnlichen Substanzen, die binnen kürzester Zeit unheimliche (und unnatürliche!) Wachstumsraten hervorrufen. Die Missachtung der Würde des Lebewesens ist besorgniserregend.

Beispiel Hundefutter: Das Trockenfutter namenhafter Firmen wird hergestellt aus Abfallprodukten der Schlachthöfe (für deren Abholung die Firmen sogar noch bezahlt werden!), einem viel zu großen Anteil Getreide (das nicht ins Futter kommt, weil der Hund es braucht, sondern weil die Konsistenz sonst nicht fest genug für die Verarbeitung zu Trockenfutter wäre) und Produkten, deren genaue Herkunft kein Mensch wirklich wissen soll (es wurde nachweislich z.B. auch schon einmal Klärschlamm zu Hundefutter verarbeitet). Damit Hund auch frisst, was er da aufgetischt bekommt, werden Geschmacksverstärker zugesetzt. Und damit es auch schön "gesund" aussieht gibt man noch eine ordentlich Portion Farbstoffe hinzu.

Den Menschen wird eine heile Werbewelt voll genüsslich schnurrender Katzen und fröhlich bellender Hunde vorgegaukelt und suggeriert, dass ihr Haustier nur mit der "ausgewogenen" Ernährung durch Fertigfutter gesund und glücklich lebt. Schließlich soll des Menschen liebster Begleiter ja nicht leben wie ein Hund!

Der Autor wirft die Frage auf, wie viele der "modernen" Hundekrankheiten wie Krebs, Allergien, Haut- und Gelenkprobleme etc. auf die artfremde Ernährung durch Fertigfutter zurückzuführen sind. Dabei stehen die Tierärzte und Tierernährungswissenschaftler fast vollständig im Dienste der großen Futterfirmen. Schon als Studenten werden sie von diesen finanziell unterstützt und auch später großzügig gesponsert. Sie verdienen am Verkauf teuer Spezialfutter und letztendlich auch an der Behandlung der durch die falsche Ernährung hervorgerufenen Krankheiten, ob es ihnen nun bewusst ist oder nicht. Von Objektivität kann da keine Rede mehr sein.

Natürlich fragt sich der Leser bei der Lektüre dieses Buches auch, was er selbst beim Verzehr von Fleisch, Milchprodukten und Eiern an Chemie schluckt und welche Auswirkungen das auf ihn hat.

Auch wenn der Autor sich stellenweise etwas im Ton vergreift, sich in den einzelnen Kapiteln oftmals wiederholt und durchweg kein roter Faden zu erkennen ist, halte ich "Katzen würden Mäuse kaufen" für ein Buch, das für jeden interessant ist, egal ob selbst Tierhalter oder nicht. Es ist starker Tobak, der gründlich recherchiert wurde und oft äußerst trocken und sarkastisch an den Leser gebracht wird. Welche Konsequenzen man aus der Lektüre dieses Buches zieht bleibt jedem selbst überlassen, aber über Whiskas, Pedigree, Royal Canin, Eukanuba und Co. wird man danach zwangsläufig anders denken.


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