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Master Stief

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Destiny - Standard Edition - [PlayStation 4]
Destiny - Standard Edition - [PlayStation 4]
Wird angeboten von Game-Point-Baetz e.K.
Preis: EUR 38,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unmengen verpasster Gelegenheiten, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Destiny ist das neueste Werk des legendären Entwickler Teams Bungie, welches mit dem Halo-Franchise einen Ruf als eines der absoluten Premium-Entwickler erarbeitet hat. Ihr neuestes Spiel ist ein Hybrid aus Ego-Shooter und einem Online-Rollenspiel wie etwa das allseits bekannte Referenzprodukt World of Warcraft.

Kaum ein Spiel zum Ende des Jahres wurde mit so viel Erwartung und Hype empfangen wie Destiny. Kaum jemand meiner Playstation-Kontakte besitzt Destiny nicht. Nach dem Spielen der Beta, stürzte ich mich extrem positiv gestimmt in die Welt von Destiny und hatte extrem viel Spaß.

Das feine, benutzerfreundliche Gameplay von Destiny erinnert stark an Halo von der Steuerung, der Optik und des generellen Gefühls her. Destiny bietet die Möglichkeit, sich eine von drei Klassen (Jäger, Titan und Warlock) auszusuchen, die verschiedene Fähigkeitenbäume besitzen mit verschiedenen Kräften. Je länger man spielt, desto stärker wird der eigene Charakter.

Destiny bietet 5 verschiedene Planeten, die allesamt absolut beeindruckend in Szene gesetzt sind. Man kann gar nicht glauben, wie ein grauer Fels wie der Mond in diesem Spiel dargestellt ist. Das Weltall liegt schwarz über der Oberfläche und man kann der Erde dabei zuschauen, wie sie aufgeht und verschwindet. Für Fans von Space-Adventures ein erhabener Anblick. Jeder Planet ist individuell und unverkennbar gestaltet: Die Erde wirkt etwas verfallen wie nach einem größeren Krieg mit Müll und Wracks von Flugzeugen versehen, die Venus gleicht einem Dschungelplaneten und die Oberfläche des Mars ist eine endlos wirkende Wüste.

Das Spiel bietet hierbei vier verschiedene Missionstypen: Storymissionen, Patrouillen, Strikes und Raids. Diese Missionen bieten der hervorragenden Spielmechanik genug Spielraum, sich zu entfalten. Man fühlt sich mit den verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet immer sehr stark gegenüber den Gegnern, ohne dass das Spiel zunächst zu einfach werden würde. Die Kämpfe laufen sehr flüssig, sehr intuitiv und geben auch Shooter-Anfängern einen guten Einstieg.
Auf den ersten Blick erfüllt Destiny die hoch gesteckten Erwartungen.

Die Fassade bröckelt allerdings erst nach Beendigung der Kampagne.
Das erste negative Aha-Erlebnis beginnt genau hier: Die "Story", die keine ist, endet einfach von jetzt auf gleich. Man steht vor der Frage, was man jetzt eigentlich weitergehend machen soll, allerdings lässt das exzellente Gameplay darüber hinwegschauen. Nach einiger Zeit wird klar, dass das Ziel des Spiels darin liegt, seinen Charakter zur Obergrenze zu leveln. Während dies in der Zeit bis zur Beendigung der Kampagne noch leicht fällt, verflacht die Motivation immer mehr.

Erst jetzt wird der fatale Fehler im Spieldesign deutlich: Destiny leidet extrem unter einem lächerlich geringen Inhalt. Die Missionen an sich sind gut, aber es sind einfach viel zu wenige. Die Storymissionen bieten keinen neuen Anreiz mehr, weil es keine Handlung gibt, sind darüber hinaus entweder zu einfach, weil der eigene Charakter zu stark ist oder unmöglich, weil das entsprechende Level/Equipment fehlt. Unnötig ist zudem, dass die relativ langen Zwischensequenzen nicht übersprungen werden können.

Übrig bleiben die Strike-Missionen, die man entweder singulär oder als Dauerschleife anwählen kann. Auch diese Missionen sind klasse gemacht: Fordernde Kämpfe gegen Wellen stärker werdender Gegner werden mit einem intensiven Bosskampf abgeschlossen. Enttäuschend hierbei sind lediglich die Bosse selbst: Diese sind riesige, stärkere Varianten normaler Gegner mit größerer Gesundheit. Fordernd hieran sind nicht die Bosse selbst, sondern die widerkehrenden normalen Gegner. Spielt man die sogenannten Playlists (angesprochene Dauerschleifen) wird man wieder und wieder in die gleiche Mission geworfen, bis letztlich jegliche Spannung verflogen ist. Häufig genug kommt eine Strike-Mission gar nicht vor, eine andere dafür 3-4 mal. Das Spiel mutiert zu einem monotonen Abarbeiten ohne wirklichen Fortschritt auf der Jagd nach besseren Gegenständen.

Man levelt seinen Charakter stupide solange, bis man an den Raids teilnehmen kann, von denen es aktuell genau eine Mission gibt. Zu allem Überfluss ist diese Mission teilweise extrem fehlerbehaftet: Gegner, die statt zu sterben plötzlich bei voller Gesundheit sind, ein missionskritischer Schild, der vom Spiel nicht erkannt wird und keine Schüsse abwehrt - ganz zu schweigen davon, dass es nötig ist, mit mindestens 3 weiteren Personen die Mission zu starten.

Hierin liegt das nächste Problem: Das Spiel ist darauf ausgelegt, Partnerschaften mit anderen Spielern einzugehen. Wie ist es dann möglich, dass es kein internes Chatprogramm gibt? Die einzigen Möglichkeiten der Interaktion bergen nett und lustig gemeinte Features wie Zuwinken, Tanzen und Zeigen. Das ist anfangs lustig, aber man kann nichts damit aussagen. Man muss also aus dem Spiel heraus entweder blinde Spielanfragen stellen oder aber ins PS4-Menü wechseln und dort einen Text verfassen. Für Raids und die wöchentlichen Herausforderungen gibt es keine Spielersuche: Eine absolut lächerliche Design-Entscheidung von Bungie, denn GENAU HIER braucht man diese doch.

Neben Missionen bietet das Spiel ebenfalls einen kompetitiven Mehrspielermodus, bei man gegen andere Spieler kämpft. Alle Maps im Spiel sind sehr gut erstellt und bieten gute Möglichkeiten für Fern-und Nahkampf. Aber auch hier ist die Anzahl einfach zu gering. Gleiches gilt für die Spielmodi: Team Deathmatch im 3-gegen-3 oder 6-gegen 6 sowie ein an Battlefield angelegter Spielmodus, bei dem es das Ziel ist, Gebiete auf der Map zu erobern.
Destiny besitzt weiterhin einen Jeder-gegen-Jeden-Modus für 6 Spieler, sowie den sogenannten Bergungsmodus, bei man einen Punkt aktiviert und anschließend verteidigt. Der Bergungsmodus steht jedoch aus absolut unerfindlichen Gründen nicht dauerhaft zur Verfügung. Warum? Das weiß wohl inklusive Bungie niemand.
Weitere beliebte Spielmodi wie Capture-The-Flag etwa fehlen. Schaut man sich aus nostalgischen Gründen nochmal die Anzahl der Spielmodi von Halo 1 - ebenfalls von Bungie entwickelt- an, kann man nur ungläubig den Kopf schütteln.

Ich habe selten ein Spiel gesehen mit so brach-liegendem Potenzial wie Destiny: Das Gameplay ist genial, wie man es von Bungie erwartet hat und bietet genug Spielspaß, um den Kauf zu rechtfertigen.
Alles Drumherum ist jedoch eine Enttäuschung. Gerne würde ich weiterhin Destiny spielen, aber es gibt eigentliche keine echte Motivation. Die Klassen sind zu ähnlich, die Missionen zu wenig, die Strikes zu langwierig und der Raid quasi nicht spielbar. Was bleibt ist der Spieler-gegen-Spieler-Modus, welcher sehr viel Spaß macht, aber unter den gleichen Problemen leidet.

Destiny wurde leider zu einem Online-Rollenspiel im Design, ohne den entsprechend großen Inhalt bereit zu stellen. Was folgt ist klar: Es werden kostenpflichtige DLCs kommen als neue Motivation...eigentliche eine Frechheit, was Bungie hier auf den Markt geworfen hat - wäre die Spielmechanik nicht so überragend gelungen! Es ist einfach extrem schade, mehr bleibt nicht zu sagen.


PlayStation 4 - Konsole
PlayStation 4 - Konsole
Preis: EUR 390,00

76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die PS4 nach dem ersten Jahr - Die SPIELEkonsole, 26. November 2014
Rezension bezieht sich auf: PlayStation 4 - Konsole (Konsole)
Vor fast genau einem Jahr habe ich mir die Playstation 4 gekauft, voller Vorfreude aufgebaut und gleichermaßen begeistert als auch fröhlich gestaunt, als ich das mitgelieferte Killzone eingelegt habe. Ein Jahr später fällt mein Fazit zur neuen Sony Konsole insgesamt deutlich positiv aus, auch wenn Stand jetzt der Umstieg auf die neue Generation aus meiner Sicht nur für diejenigen sinnvoll ist, die Gaming als primäres Hobby haben.

Zunächst einmal zum System:
Im direkten Vergleich mit der X-Box One fällt augenblicklich auf, dass die PS4 hauptsächlich als Spielekonsole gedacht ist, nicht als Multi-Media-Instrument. Die Oberfläche des Systems ist angenehm übersichtlich gehalten ohne zu viele Schnörkel und die einzelnen Menü-Punkte sind gut bezeichnet: Man findet sich deutlich schneller zurecht als beim etwas überladenen Menü des Konkurrenzproduktes aus dem Hause Microsoft. Verschiedene Apps wie etwa Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video stehen als Testversionen zur Verfügung. Blu-Rays werden in guter Qualität wiedergegeben und sehen auf der PS4 deutlich schärfer aus als noch auf der PS3. Der Playstation Store bietet Filme, Serien und Spiele als Download zur Verfügung.

Was direkt auffällt ist die immense Power der Konsole: Als ich auf der Box von Killzone seinerzeit las, dass es einer 40GB-Installation bedarf, war ich beinahe sicher, dass ich erst am nächsten Tag spielen kann. 30 Sekunden später war das Spiel installiert. Was jedoch nach nunmehr einem Jahr Playstation 4 übel aufstößt, ist die viel zu mickrige Festplatte mit 500GB. Nach einem Jahr war ich bereits gezwungen, Spiele zu deinstallieren, um neue Titel aufzuspielen. Die meisten Games haben eine Installationsgröße dieser Kategorie, sprich: 10-12 Spiele und die Festplatte ist voll. Gleiches gilt übrigens auch für die X-Box One.

Überarbeitet und stark an Social Networks wie etwa Facebook angelehnt ist das Playstation Network, der Online-Service von Sony. Wie bei genannter Plattform erstellt die PS4 ein Aktivitätenprotokoll, das relativ personalisiert Meldungen an Freunde macht, was man auf der Playstation getan hat. Dies reicht von "XY hat dieses oder jenes Spiel zum ersten Mal gespielt" bis hin zu "XY hat diese oder jene Trophäe freigeschaltet".
Angenehm ist hierbei, dass man auf das publik machen solcher Feeds gänzlich verzichten kann oder das ganze auf die Spitze treiben kann, indem man sein Network-Profil mit seinen Profilen aus Facebook und Twitter verbinden kann. Ein nett gemeintes Feature, allerdings ist die Verwendung doch recht zweifelhaft. Weitergehend kann man per Knopfdruck auf dem Controller gar Screenshots und Gameplay-Videos erstellen und teilen, was ein wirklich cooles Feature ist.
Insgesamt fällt der generelle Fokus auf stärkere Community bei der neuen Konsolengeneration auf: Die Features sind allesamt optional und geben eine gute, aber etwas eingeschränkte Möglichkeit, seine Spielerlebnisse mit anderen zu teilen, sofern man dies möchte.

Was Sony in Sachen Service zu bieten hat, ist insgesamt überwältigend: Zwar ist für die Mehrzahl der Spiele nun die kostenpflichtige Mitgliedschaft bei Playstation Plus vonnöten, allerdings belohnt Sony die Mitgliedschaft mit Unmengen an wirklich beeindruckenden Rabatten und kostenlosen Downloads von Spielen. Besonders interessant wird dies allerdings erst, wenn man die übrigen Sony Konsolen Playstation 3 und Playstation Vita besitzt. Sony wirft hier wirklich so viele unwiderstehliche Angebote auf den Markt, dass man höllisch aufpassen muss, nicht zu viel zu kaufen. Ein absolut unwiderstehlicher Service, den Microsoft nun zu kopieren versucht, aber noch nicht erreicht hat.

Jeden Monat gibt es mehrere Spiele kostenlos, wobei sich diese eher auf kreative Indie-Games wie etwa das grandiose Resogun bezieht, sowie Rabatte von teilweise 50% und mehr für Vollpreis-Spiele wie zuletzt Tomb Raider oder Assassins Creed IV.

Auf der anderen Seite hinkt Sony leider in Sachen Stabilität ihres Netzwerkes dem Konkurrenzprodukt X-Box Live immer noch hinterher: Zu oft fordert die Playstation 4 ein Update des Systems, zu häufig sind Updates von Spielen vonnöten. Am schlimmsten jedoch: Deutlich zu oft wird das Network heruntergefahren für Wartungsarbeiten. Besonders nervig hieran sind die Zeitpunkte: Warum Sony solche Arbeiten ausgerechnet besonders gerne im Zeitraum von Freitags bis Sonntags macht, bleibt wohl ihr Geheimnis.
Insgesamt ist das Gesamtpaket um die Konsole selbst sehr positiv: Natürlich nerven die Updates und Wartungsarbeiten, aber insgesamt läuft das System recht gut und ist stringenter als das X1-Betriebssystem.

Was eine Konsole jedoch ausmacht, sind selbstverständlich die Spiele. Nach einem Jahr mit der Konsole bin ich zwar zufrieden, aber gleichzeitig auch etwas enttäuscht. Es war insgesamt kein gutes Jahr für die hochgelobten Exklusivtitel von Sony, die in der letzten Generation den Unterschied gemacht haben. Leider bekommt man bei Killzone:Shadow Falls und Infamous: Second Son das Gefühl, dass man die Möglichkeiten der Konsole nicht ausschöpft. Die Grafik der Spiele sind bombastisch, die Spielererlebnisse hingegen lassen einen relativ kalt. Zu viel Optik, zu wenig und zu schwacher Inhalt. Weitere Exklusivtitel wie Knack sind frustrierend designed, neuere Spiele wie Little Big Planet 3 oder Driveclub funktionieren nicht so, wie sie sollten.

Bezeichnend ist, dass meine bisherigen Lieblingsspiele auf der Konsole überarbeitete Versionen alter Spiele sind wie etwa Diablo 3. Meine Spielebibliothek umfasst eine irre Anzahl nach nur einem Jahr, allerdings ist der Großteil entweder auch auf der X1 erhältlich oder remasterte Versionen, z.B. The Last of Us oder GTA V. Viele der neuen Games lassen einfach den Fokus vermissen, sich wirklich auf etwas festzunageln und durchzuziehen. Häufig genug versuchen die Spiele, alles für jedermann zu sein und machen dabei nichts konsequent richtig.

Insgesamt bereue ich meinen Kauf keine Sekunde, wenn ich auch etwas enttäuscht auf das erste Jahr zurückblicke. Positiv stimmt natürlich die Aussicht auf weitere Exklusivtitel wie Bloodborne, Uncharted 4 und vermutliche unzählige weitere Fortsetzungen und neue Franchises . In dieser Sicht bietet die X1 aktuell sogar tatsächlich mehr mit Titanfall, Forza Horizon 2 und Sunset Overdrive. Bleibt nur zu hoffen, dass die Qualitätsschraube wieder angezogen wird, denn Stand jetzt ist der Wechsel zur neuen Generation zwar schön, aber weit davon entfernt nötig zu sein, zumal es die meisten Games gar nach wie vor auf der Vorgängergeneration gibt.

Eine Kaufempfehlung für die PS4 gibt es von mir angesichts des positiven Ausblicks über die nächsten Jahre. Zudem richtet sich die Konsole nach wie vor trotz aller Social-Features generell eher an Solisten als an Partyspieler. Die allermeisten Games besitzen zwar einen Online-Mehrspieler, aber der gute, alte Mehrspieler am gleichen Bildschirm verschwindet leider immer mehr.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2015 4:43 PM CET


Halo - The Master Chief Collection Standard Edition - [Xbox One]
Halo - The Master Chief Collection Standard Edition - [Xbox One]
Preis: EUR 48,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heldenhaftes Gesamtpaket, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Halo - The Master Chief Collection ist zweifelsfrei auf dem Papier ein spektakulärer Deal: Zum Preis eines Games erhält man 4 Spiele des legendären X-Box-Franchises rund um den Supersoldaten Master Chief. Leider ist das Endprodukt zu einem zweischneidigen Paket geworden, was mich in gewisser Weise etwas sorgenvoll in Richtung des 5. Teils schauen lässt.

Die Installation des Spiels ist eine echte Geduldsprüfung: So muss man nicht nur das Game installieren, was lange genug dauert, sondern es ist desweiteren ein Dowload von satten 20GB bedarf, um alle 4 Spiele laufen zu lassen.

Ist man endlich im Menü angekommen, fühlt man sich sofort heimisch und wird von dem genialen Halo Theme in der Urfassung mit dem choralen Gesang empfangen und man kann sich nur schwerlich der Gänsehaut erwehren. Klickt man zwischen den einzelnen Kampagnen hin und her, werden Musikstücke, die seit jeher ein absolutes Markenzeichen der Serie waren, empfangen, jeweils passend zum ausgewählten Spiel.

Ich hatte ein wenig Sorge, dass es für mich als Fan der ersten Stunde ein "Abarbeiten" der Kampagnen werden könnte, doch sobald man Halo 1 beginnt, wird einem klar, dass die Spiele selbst deutlich aufgewertet wurden. Die höhere Auflösung lässt die Games besser aussehen, doch die eigentliche Verbesserung liegt in der höheren Bildwiederholungsrate, der allen Halo-Teilen eine neue, aufregende Dynamik verleiht. Man muss sich an die neue Geschwindigkeit erst einmal gewöhnen, doch besonders Halo 1 profitiert immens.

Besonders gespannt war ich auf die komplett erneuerte Version von Halo 2. Die unglaublich in Szene gesetzten Videosequenzen in CGI-Optik sind die mit Abstand grandiosesten ihrer Zunft, die ich bisher in einem Game gesehen habe und sind absolut auf einem Level mit High-End-Filmen wie etwa Man of Steel oder etwa Avengers. Aber bei Halo 2 fing die anfänglich durchweg positive Fassade der Box zu bröckeln: Die aufgemotzte Optik wirkt auf den ersten Blick etwas fad. Was sehr gut gelungen ist, sind die Lichteffekte besonders der Alienwaffen, die einfach erstaunlich sind. Welt und Charaktere hingegen sehen kaum -wenn überhaupt - besser aus als Halo 4 auf der X-Box 360.
Das eigentliche Problem der Edition liegt aber in der etwas kaputten Engine: Zu häufig verschwanden Feinde einfach, nur um Sekunden später wieder aufzutauchen. Grafik-Glitches kommen leider recht häufig vor, genau wie komplette Aussetzer der KI, die wie eingefroren herumstehen und sich wehrlos töten lassen. Insgesamt ist die Halo 2 Anniversary-Fassung für mich die Enttäuschung der gesamten Collection. Das Spiel hat grandiose Szenen und Sequenzen, überragende Cut-Scenes und die vielleicht das epischste Gefühl der gesamten Serie, aber Glitches, Fehler und eine etwas zu verhaltene Optik halten das Spiel davon zurück, etwas besonderes zu sein.

Die Probleme gingen für mich bei Halo 4 weiter: Das Spiel ist nach wie vor grandios, extrem episch und wartet mit einer sehr abwechslungsreichen Kampagne auf und sieht für ein 360-Spiel, welches nur in der Bildauflösung und erhöhter Bildwiederholungsrate unverschämt gut aus. Was nur wirklich ärgerlich ist, dass die Erfolge/Achievements bei dem Spiel fehlerhaft sind. Überspringt man die beendenden Zwischensequenzen einer Mission, kann es vorkommen, dass das Spiel den Abschluss selbiger nicht erkennt. Meine Legendär-Kampagne hat das Spiel gar nicht erkannt. Wirklich seltsam: Alle Missionen sind mit dem Schädelsymbol des höchsten Schwierigkeitsgrades versehen, aber intern werden mir nur 3 von 10 Missionen gutgeschrieben. Obwohl komplett Solo gespielt, habe ich Kooperativ jedoch 9 von 10 Missionen abgeschlossen.
Auch wenn dies wohlgemerkt Kleinigkeiten sind, so zeigt es doch, dass die "Chief-Collection" einfach unrund programmiert wurde.

Der größte Negativpunkt findet sich jedoch rund um den Multiplayer wieder: Fantastisch ist, dass alle 4 Multiplayer der Spiele vorhanden sind mit verschiedenen Modi, über 100 klassischen und remasterten Maps sowie zwei verschiedene Multiplayer-Varianten des damals bahnbrechenden Halo 2 - Multiplayers. Jedoch ist die Spielersuche fehlerhaft: Beinahe fast alle aktiven Spieler vermelden Probleme in diesem Bereich: Obwohl Heerscharen Halo-Fans online sein müssen, findet man keine Spieler und sitzt untätig herum.
Allerdings ist dies nicht das einzige Problem: Spielt man kooperativ über das Internet mit einem Freund die Kampagne, so leidet derjenige, der nicht das Spiel eröffnet, unter stark schwankender Verbindung zum Server. Enttäuschend ist hierbei, wie unterschiedlich die Performance ausfällt: Bei Halo 1 gab es hier und da mal kurze Verzögerungen, Halo 2 war wahrlich unspielbar mit heftigen Hängern, wenn man überhaupt mal in einen gemeinsamen Server hineinkam und Halo 3 hatte teilweise minutenlange Slow-Downs, die das Spiel in Zeitlupe ablaufen ließen. Am rundesten lief Halo 4, aber auch hier gab es negativ zu bemängelnde Phasen.

Eine Bewertung der Master Chief Collection im aktuellen Zustand ist sehr schwierig für meine Begriffe und ist absolut davon abhängig, welche Prioritäten der Käufer an die Spielerfahrung ansetzt: Multiplayer-Enthusiasten werden nicht nur enttäuscht sein, sondern Stand jetzt schlichtweg nicht spielen können. Wer auf kompetitiven Multiplayer setzt, sollte die Chief-Collection NICHT kaufen! Es funktioniert nicht.
Wer ein grandioses kooperatives Spiel sucht, ist hier genau richtig, sofern er plant, die Spiele am gleichen Fernseher zu bestreiten. Für mich gibt es nach wie vor keine bessere Serie, um mit Freunden zu spielen, da man alle 4 Kampagnen gemeinsam genießen kann. Halo ist hier immer noch die absolute Referenz!
Hat man seinerzeit die Erscheinung der Halo-Spiele verpasst und geht völlig unbedarft an die Serie heran, muss man die Box einfach haben. Halo hat sich einen legendären Ruf in der Szene erarbeitet und das mit gutem Grund. Die Kampagnen sind episch in Szene gesetzt, fordernd auf den höheren Schwierigkeitsgraden und mit einer für Shooter extrem fesselnden Story ausgestattet.

Wer Halo seit Beginn der Serie liebt wie ich, kann sich über die Probleme der jetzigen Fassung mit Unmengen Achievements (4500 Punkte insgesamt), neuen Herausforderungen, Spiellisten und insgesamt sehr gut überarbeiteten Versionen trösten, bis die Serverprobleme gelöst sind.
Um eine legendäre Collection zu sein, ist das Gesamtpaket einfach zu unrund und fehlerbehaftet. Allerdings ist der Inhalt der Fassung immer noch so unschlagbar stark, dass eine Wertung unterhalb von 4 Sternen nicht in Frage kommt.


Bayonetta
Bayonetta
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 19,02

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perfektes Gameplay, aber der Rest...., 10. Januar 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Bayonetta (Videospiel)
Bevor Bayonetta herausgekommen ist, habe ich ehrlichgesagt kaum etwas von dem Spiel gehört. Erst eine Vielzahl von äußerst positiven Bewertungen hat mich dazu gebracht, mir das Spiel zuzulegen, besonders da ich ein absoluter Fan von Spielen im Stile von Devil May Cry oder Ninja Gaiden bin. Als ich das Spiel dann eingelegt habe, war ich sowohl sehr zufrieden, allerdings auch teilweise ein bisschen geschockt. Kommen wir zunächst zu den positiven Aspekten des Spiels.
Man merkt sofort, dass Entwickler von Devil May Cry hier am Werk waren, denn das Kampfsystem ist unglaublich gut, auch wenn die Kombo-Liste der Hauptcharakterin Bayonetta eher an Ninja Gaiden erinnert. Die Kämpfe sind sehr schnell, erfordern schnelle Reflexe und sehen angenehm spektakulär aus. Besonders cool ist ein Feature als "Hexenzeit" bezeichnet. Wenn man dem Angriff des Gegners im letzten Moment ausweicht, aktiviert man eine Art "Bullet Time"(Zeitlupen-Modus), währenddessen man den Gegnern extrem viel Schaden zufügen kann, ohne selbst in Gefahr zu kommen, getroffen zu werden, da die Gegner sich quasi nicht mehr bewegen. Dieses Feature macht das Kampfsystem unheimlich ansprechend und tiefgründig.
Ebenfalls absolut herausragend ist das Level-Design. Das tolle dabei ist, dass es zwar einerseits natürlich an DMC erinnert, aber auch genauso große Parallelen zu Super Mario Galaxy hat. Die Spielwelt wird ständig auf den Kopf gestellt, man läuft an Wänden entlang, an der Decke herum usw. Dies kommt besonders bei einigen Bossfights zu tragen, die allesamt absolut phenomenal sind. Es ist schwer das ganze zu beschreiben, ohne es selbst erlebt zu haben, aber bei Bayonetta hatte ich erstmals das Gefühl, ein Action-Game zu spielen, das wirklich für die Next-Gen Konsole gemacht wurde. Während Devil May Cry 4 und Ninja Gaiden 2 sehr gute Spiele sind, die aber das Spielprinzip an sich kaum verbessert haben, sondern nur die Optik gemäß der Möglichkeiten aufgewertet haben, geht Bayonetta in jeglicher Richtung einen Schritt weiter. Es ist alles irgendwie angenehm "over-the-top" gestaltet, ein bisschen verrückt und wirr, aber dadurch eben auch sehr interessant.
Von der spielerischen Seite gibt es eigentlich wirklich absolut nichts zu bemängeln, allerdings hatte ich so meine Probleme mit dem ganzen "Drumherum". Was mich wirklich erheblich gestört hat bei dem Spiel, ist die musikalische Untermalung, die von unpassend zu absolut fehl am Platz schwankt. An dieser Stelle, finde ich, haben die Entwickler zu sehr versucht, sich von den oben genannten Spieleserien abzuheben, wobei dann etwas herauskam, was so anders ist als das Bekannte, dass es einfach nicht mehr richtig funktioniert. Wenn man sieht, wie Bayonetta in einer Videosequenz oder In-Game Horden von Gegnern tötet, passt einfach japanische Popmusik nicht ins Bild. Aber mal so gar nicht! Bei Devil May Cry wird einem ein Mix aus Rock-und Technoklängen geboten, bei Ninja Gaiden ein eher orchestraler Sound und bei Bayonetta dann das. Für mich persönlich ging es sogar teilweise so weit, dass mir ein wenig der Spaß am Spiel verloren gegangen ist. Ebenfalls hat mich die Story keineswegs vom Hocker gehauen. Irgendwie fand ich die Story etwas verwirrend und wenig geradlinig gestaltet. Die teilweise doch sehr kitschigen Dialoge mit der etwas zu kitschigen englischen Synchronisation tun ihr übriges dazu. Ich behaupte ja nicht, dass die Story bei Ninja Gaiden oder die Dialoge von Devil May Cry gerade Oscar-Qualität geliefert haben, aber bei Bayonetta fiel es mir extrem negativ auf. Desweiteren fand ich es Schade, dass bei den Zwischensequenzen keine einheitliche Darstellung gewählt wurde. Mal Videosequenz, mal Standbilder mit Voice-Over. Desweiteren bietet Bayonetta mit dem Charakter "Luka" wohl den schwächsten "Love-Interest" aller Zeiten.
Insgesamt betrachtet bleibt zu Bayonetta folgendes zu sagen: Optisch sehr gut, spielerisch eine Offenbarung, aber alles andere lässt einen irgendwie mit einem bitteren Beigeschmack zurück, bei dem man sich denkt, ein neues DMC wäre mir doch lieber gewesen. Auch wenn es mir teilweise so ging, habe ich den Kauf von Bayonetta keine Sekunde bereut, denn das Kern-Spiel ist so dermaßen gut, dass man über den Rest hinwegsieht. Man fühlt sich beim Spielen von Bayonetta irgendwie sehr an Final Fantasy X-2 erinnert: Sehr japanisch, irgendwie ein bisschen zu Girlie-haft für das eigene Wohl, aber spielerisch doch so gut, dass man nicht abschalten kann!


Resistance 2
Resistance 2
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 17,49

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resistance 2 ist das Halo der PS3!, 15. März 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Resistance 2 (Videospiel)
Was dem X-Box-Spieler das "Halo" ist, sollte dem PS3-Spieler "Resistance 2" sein: Ein Ego-Shooter der durch überragende Inszenierung und gute Technik besticht und genau das ist "Resistance 2".
Von Beginn an wird klar, dass die Entwickler sich die Schwächen des Vorgängers genau angeschaut haben und diese nahezu alle komplett entfernt haben. Angefangen bei der technischen Seite: Die Grafik von "Resistance 2" ist richtig schick, keine schwachen Texturen mehr, keine Last-Gen-Charaktermodelle mehr und jede Menge Action auf dem Bildschirm. Wie schon im Vorgänger überragen vor allem die Abschnitte in den Schiffen und Stationen der Bestien grafisch, nur dieses Mal auf ganz hohem Niveau.
Was mir vor allem beim Vorgänger fehlte war dieser gewisse Bombast, der die "Halo"-Serie auszeichnet. Das Spielen von "Halo" vermittelt einem immer wieder durch packende Szenen das Gefühl, etwas ganz besonderes geleistet zu haben, was es bei "Resistance 1" irgendwie nie gab. Nicht so bei "Resistance 2". Die Schlachtfelder sind viel größer, es bewegen sich an die 30 Personen gleichzeitig auf dem Bildschirm, die Gegner haben in ihrer Aggression nochmals gehörig zugelegt und machen einem das Leben richtig zur Hölle. Hinzu ist das Spielgeschehen einfach erheblich schneller geworden. Es gibt keine Verschnaufpausen, es herrscht Action non-stop!
Auch die Story überzeugt auf ganzer Linie. Mit "Resistance 2" hat man es geschafft, ein Universum zu kreieren, das schier unglaubliches Potenzial hat. Ohne etwas von der Geschichte vorwegzunehmen sei gesagt, dass man Schritt für Schritt der Herkunft der Bestien auf den Grund geht.
Was mir aber besonders imponierte sind die unterschiedlichsten Formen, die die Bestien in diesem Spiel angenommen haben, besonders die Bossfights erscheinen einfach nur bombastisch. In einem Bossfight mit einem Wolkenkratzer-Hohen Ungetüm wird man per geskripteten Events quer durch die Stadt geworfen, flieht vor dem schier übermächtigen Wesen so gut man es kann, nur um es letztlich doch niederzustrecken. Das sind eben diese Momente, die einem im Gedächtnis bleiben, die im Vorgänger schmerzlich vermisst wurden.
Bei "Resistance 2" wirkt die Formel "Bigger is Better" an allen Ecken und Enden. Das Spiel wirkt einfach kompletter und fertiger als der Vorgänger, der irgendwie überall ein wenig Feinschliff vermissen lässt. Die Spielmechanik wurde größtenteils beibehalten nur auf ein ganz anderes Level gehoben. Ganz ehrlich hätte ich nicht damit gerechnet, dass die Entwickler mit "Resistance 2" ein solches Brett vorlegen könnten. Ein absoluter Pflichtkauf und obendrein noch einer der besten Ego-Shooter auf allen Next-Gen-Konsolen!


Resistance: Fall of Man
Resistance: Fall of Man
Wird angeboten von Smart-DE
Preis: EUR 12,47

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die innovativsten Waffen seit langem!, 15. März 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Resistance: Fall of Man (Videospiel)
"Resistance:Fall of Man" ist einer der Launch-Titel für die PS3 und geht als potenzieller Shooter-Herausforderer und Konkurrent für Microsofts "Halo" ins Rennen. Ob dieses Unterfangen eines "Halos für die Playstation" geglückt ist, werde ich versuchen in dieser Rezension zu erörtern.
Zunächst einmal zur Geschichte des Spiels, die ich als sehr interessant einstufe. Der zweite Weltkrieg, wie er stattfand, ist in diesem Spiele-Universum so nicht eingetreten, da eine mysteriöse Spezies, die "Bestien", den ganzen Kontinent von Europa überfallen haben, bevor Nazi-Deutschland überhaupt zum ersten Schuss ansetzen konnte. Nun starten diese "Bestien" ihre Invasion von England.
Der Spieler schlüpft in die Rolle von Nathan Hale, der mit Genen eben dieser Bestien infiziert ist, was auch erklärt, warum er als einziger die brachialen Attacken der Monster überlebt. Der Spieler verbringt seine Zeit bei diesem Spiel damit, massive Angriffswellen der Bestien abzuwehren und deren futuristisch erscheinende Stellungen zu erkunden und auszuräuchern. Soweit so gut.
Was beim Starten des Spiels aber schlagartig klar wird ist, dass "Halo" doch irgendwo in einer anderen Liga spielt. Die Grafik von "Resistance" ist nicht schlecht, aber wirkt doch trotzdem altbacken und eines Übertitels für die PS3 nicht würdig. Die Texturen sind schwammig, die Charaktere nicht wirklich detalliert, die Effekte der Schusswaffen zuweilen lächerlich, alles in allem einfach ein bisschen unfertig. Einzig die Umgebungen der Bestien-Stationen vermitteln ein Next-Gen-Gefühl beim Spieler.
Auch die Spielmechanik wirkt irgendwie ein wenig unausgegoren. Ich kann es irgendwie nicht so richtig greifen, woran es liegt, es ist aber so. Das ganze erinnerte mich irgendwie sehr an die durchschnittliche Medal of Honor-Reihe. Das ganze wirkt zu Beginn irgendwie alles etwas Mittelmäßig. Mit fortwährender Spieldauer bemerkt man aber doch, dass das Spiel weit mehr Substanz hat als zunächst vermutet, was vor allem an den besten Waffen liegt, die es seit Jahren in einem Spiel gegeben hat.
Mal ganz ehrlich: Egal welchen Ego-Shooter man spielt, man hat immer die Standart-Auswahl an Waffen dabei:Pistole, kleines Maschinengewehr, großes Maschinengewehr, Schrotflinte, Scharfschützengewehr und Raketenwerfer. Diese tauchen zwar ebenso hier auf, aber sie wurden sehr interessant modifiziert. Das Standart-Sturmgewehr ist noch reichlich unspektakulär. Benutzt man aber das Alien-Gewehr, so sieht das ganze doch schon ganz anders aus. Die Zweitfunktion der Waffe erlaubt es, eine Art Peilsender an den Gegner zu heften, wodurch jeder Schuss aus der Waffe um Hindernisse herum den Gegner erreicht. Das Scharfschützengewehr besitzt eine Bullet-Time-Feature, dass es einem erlaubt, punktgenaue Schüsse abzugeben. Der sogenannte "Bohrer" schießt durch jegliche Wand hindurch und nimmt an Kraft mit jedem Hindernis hinzu, was vor allem von Gegnern verwendet für sehr hektische Momente sorgt. Die Waffenauswahl bei Resistance hebt das ganze Spiel erheblich nach oben!
Was dem Spiel im Endeffekt fehlt um wirklich klasse zu sein sind so diese "besonderen Momente". Das erstmalige Fahren eines Warthogs über die Oberfläche Halos, das Kapern eines riesigen Spinnenpanzers, der soeben eine ganze Großstadt zerlegt hat oder ähnliches. Momente in dem Spiel, die einem wirklich RICHTIG haften bleiben, die man immer wieder aufs neue Erleben will. Die Halo-Reihe strotzt nur geradezu mit solchen Momenten im Sekundentakt, Resistance fehlt es ein wenig am Bombast einfach.
Abgesehen davon ist "Resistance: Fall of Man" ein grundsolider Ego-Shooter mit klasse Waffen, einer interessanten Story, aber auch mittelschweren technischen Schwierigkeiten. Für einen günstigen Preis kann man sich das Spiel auf der Suche nach einem guten Ego-Shooter sicher anschaffen, wem der Preis egal ist sollte den grandiosen Nachfolger oder "Killzone 2" eher ins Auge fassen.


Soul Calibur IV
Soul Calibur IV
Wird angeboten von gamedealer online - Preise inkl. Mwst - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 27,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soul Calibur schwächelt ein wenig, 15. März 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Soul Calibur IV (Videospiel)
Die Soul Calibur-Reihe ist eine der bekanntesten und besten Beat'em up Serien der Welt und besonders der nahezu perfekte erste Teil setze neue Maßstäbe mit dem waffenbezogenen Kampf und sehr detaillierter Grafik und interessanten Charakteren. Was mir damals besonders viel Spaß bereitete war der Spielmodus, bei dem man über eine Weltkarte "lief" und verschiedenste Herausforderungen meistern musste, die immer wieder variierten. Dadurch erreichte Soul Calibur einen Grad an Abwechslungsreichtum, der in dem Genre seines gleichen suchte.
Selibges Schema Griff ebenfalls noch auf den zweiten Teil zu, der vor allem durch die klasse Grafik bestoch. Doch die langverwendete Formel bekommt meiner Meinung nach so langsam Dellen. Für mich reicht es ganz ehrlich nicht mehr, einfach nur jedes mal eine neue Grafik zu bekommen und ansonsten mehr oder minder nichts neues. Ein neues Spielelement sind die sogenannten "Kritischen K.O.s", die mich doch sehr an die exzessiv-brutalen Fatality-Moves von Mortal Kombat erinnern jedoch ohne die Gewalt. Die Moves sind allesamt schön in Szene gesetzt und sehen genau wie das gesamte Spiel sehr spektakulär aus. Das Manko an der ganzen Sache ist, dass ich es bis jetzt noch nie in einem Kampf geschafft habe, einen dieser Moves auszuführen, da kein Gegner so viel blockt, dass der sogenannte "Seelenausfall" eintritt. Sogesehen ist dieses neue Feature mehr oder minder nutzlos.
Ein weiterer Kritikpunkt ist meiner Meinung nach der Storymodus. Dieser fällt lächerlich kurz aus mit 5 Kämpfen, nahezu keinerlei Zwischensequenzen und wenig Storygehalt. Das ist eindeutig zu wenig von Namco, da die Sage um die mysteriösen Waffen eigentlich viel Potenzial beinhaltet.
Der Modus, der wohl den Großteil der Zeit des Spielers beansprucht, ist der sogenannte "Schicksalturm", das Äquivalent zu dem obenbeschriebenen "Kartenmodus" aus den Vorgängern. Man kämpft sich durch verschiedene Herausforderungen unter unterschiedlichen Bedingungen, um neue Waffen oder Kostüme freizuschalten. Was mich an diesem Modus nur extrem stört ist der Schwierigkeitsgrad des ganzen. Ich liebe herausfordernde Spiele, bei denen man nicht einfach in einem durchmarschiert, aber was mir hier teilweise passiert, ist einfach nur frustrierend. Man kämpft teilweise pro Stage gegen 7-10 Gegner am Stück, ohne die Möglichkeit zwischenzuspeichern und somit nach unglaublich packenden Kämpfen an dem letzten Gegner scheitert und daraufhin wieder von vorne beginnt, dann ist das einfach nur nervig.
Ebenfalls als negativ sehe ich die Integrierung der Star Wars-Charaktere. Besonders der X-Box-Exclusive Charakter Yoda passt irgendwie finde ich so gar nicht ins System. Er ist nicht greifbar, er ist schlecht zu treffen durch seine Größe bedingt und spielt sich auch nicht gerade aufregend. Auch sehe ich Lichtschwerter in diesem doch größtenteils realistisch gehaltenen Titel als unpassend an.
Aber insgesamt betrachtet ist "Soul Calibur IV" besser als die Summe seiner Teile. Das Spielsystem ist nach wie vor das mit schnellste und kurzweiligste Beat'em up dieser Tage. Die Charaktere sind allesamt sehr unterschiedlich zu spielen und besitzen coole Waffen, die sich allesamt auszuprobieren lohnen. Es macht einfach sehr viel Spaß die packenden Waffenduelle auf dem Bildschirm auszutragen, besonders gegen einen Kumpel vor dem Bildschirm. Durch die Kurzweiligkeit bedingt garantiert dies spannende Kämpfe, auch bei eher unterschiedlicher Spielerfahrung, da man durch das simple Drücken von Knöpfen doch viel erreichen kann. Darin liegt jedoch auch meiner Meinung nach der Kritikpunkt des ganzen: Dem Spielsystem mangelt es mitlerweile doch an Tiefe. Die übrigen Beat'em up Serien wie "Dead or Alive", "Virtua Fighter" oder auch vor allem "Street Fighter IV" bieten viel mehr Tiefe und binden einen somit viel mehr vor den Bildschirm. "Soul Calibur IV" spielt man mal eine Weile und dann liegt es im Regal herum, während die Konkurrenz doch weitaus längerfristig begeistern kann.
Trotz alledem ist "Soul Calibur" definitv sein Geld wert. Es ist ein tolles Beat'em Up mit grandioser Grafik und tollen Charakteren, das vor allem Mehrspielerfreunde begeistern dürfte. Für langjährige Kenner der Serie jedoch ist das Spiel ein wenig enttäuschend ausgefallen, da man sich doch insgesamt etwas mehr Veränderung erhofft hat.


Street Fighter IV
Street Fighter IV
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 18,94

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Legende erhebt sich mal wieder! HADOKEN!, 4. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Street Fighter IV (Videospiel)
Wer kennt eigentlich Street Fighter nicht? Wer hat noch nie einen Karate-Meister auf seinem Bildschirm "Hadoken" rufen gehört? Eigentlich niemand der zählt...;-)
Die Street Fighter Serie kann seit dem bahnbrechenden zweiten Teil auf eine unglaubliche Fangemeinde bauen, die vor allem den Entwicklern sehr treu geblieben ist.
Ich habe mir vor dem Kauf des Spiels ehrlich gesagt schon ein wenig Sorgen gemacht. Die Grafik sah mir in Videos und auf Bildern irgendwie zu klotzig aus und Street Fighter kam mir früher immer ein wenig langsam vor im Vergleich zu moderneren Beat 'em Ups wie Dead or Alive. Jetzt wo ich das Spiel besitze, sehe ich das nicht viel anders, bis auf die Tatsache, dass ich weiß, dass das Spiel den Kauf aber sowas von Wert war.
Zur Grafik kann man sagen, dass diese eigentlich wirklich sehr schön aussieht, auch wenn sie zunächst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Die Figuren sind allesamt sehr groß und muskulös gestaltet und sind der Serie entsprechend weniger realistischen Kampfstilen nachempfunden, sondern wirken ein bisschen wie aus einem Comic entnommen, was aber keineswegs negativ anzukreiden ist. Die Umgebungen sind allesamt 3-Dimensional ausgestaltet und sehen im großen und ganzen sehr schön aus. Besonders der Dschungel-Level und die Vulkan-Ebene zeigen die grafische Pracht des Spiels, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lässt.
Spieltechnisch gesehen hat sich nicht viel geändert eigentlich. Die Spielmechanik als altbacken abzustempeln, wäre wohl der falsche Begriff. Klassisch passt weit besser. Das Spiel ist im klassischen 2D gehalten und protzt nicht mit einer Vielzahl an Moves pro Charakter, sondern mit Liebe zum Detail. Während die Charaktere bei Spielen wie "Dead or Alive" mit an die 70 Moves protzen, ist dies bei "Street Fighter IV" auf um die 10-15 beschränkt, die aber dank der ausgefeilten Spieltechnik völlig ausreichen. Die Entwickler bei Capcom haben es perfekt verstanden, auf Qualität statt Quantität zu setzen. Anstatt eben 70 Moves pro Charakter zu implementieren, von denen 1 Drittel schlecht ist, ein zweites Drittel nicht auszuführen ist und nur 1 Drittel tatsächlich Verwendung findet in einem Kampf, benutzt man hier jeden einzelnen dieser Moves immer wieder, variiert sie, hängt sie aneinander nach Belieben und kreiert auf diese Art und Weise packende Kämpfe. Das tolle bei "Street Fighter IV" ist, dass dadurch wilde Knopfdrückereien gar nichts einbringen, wohingegen man bei "Dead or Alive" oder "Soul Calibur" durch blindes Knopfdrücken einen Vollprofi nassmachen kann, was so nicht der Fall sein sollte. "Street Fighter IV" setzt auf eine perfekte Mischung aus Timing und Übersicht, was es einem Neuling schwer macht, einen erfahreneren Spieler zu besiegen. Jedoch lernt man so schnell immer wieder etwas neues, sodass es nicht wirklich lange dauert, bis sich das Kräfteverhältnis angleicht, was vor allem beim Spielen mit Kumpels vor dem Bildschirm für viel Spaß sorgt. Überhaupt ist die Tiefe des Spiels beängstigend: An die 20 Charaktere, jeder mit komplett Unterschiedlichen Schwerpunkten und Taktiken, die wiederum bei jedem der anderen 20 anderen Charakteren eine andere Herangehensweise erfordert. So ist es zum Beispiel etwas vollkommen anderes, wenn man mit Bison gegen Ryu kämpft als mit Ken, Akuma, Dhalsim, wer auch immer: Der Kampf ist komplett verändert, selbst bei den exakt gleichen Spielern und das ist einfach super. Man versucht immer neue Charaktere aus, neue Spielvarianten im Kampf, neue Kombinationsmöglichkeiten, man verbessert stetig sein Timing, seine Einschätzung von Situation, die Liste ist endlos lang.
Was bei der sehr grundlagenbezogenen Ausrichtung des Spiels jedoch ein wenig stört ist die geringe Anzahl an verschiedenen Spielmodi. Es gibt zwar einen Time-Attack-Mode und einen Survival-Mode, aber im Endeffekt spielt man doch eben einfach die ganze Zeit das selbe. "Dead or Alive" bietet da etwas mehr Abwechslung zugegebenermaßen, wobei man die Spiele nur schwer vergleichen kann. Sie sprechen ein unterschiedliches Publikum an: "Dead or Alive", "Soul Calibur", "Tekken", all diese Serien sprechen eher eine größere Gemeinde an, die eher auf Kurzweil aus ist als darauf, sich mit einem Kampfsystem bis ins kleinste Detail auseinanderzusetzen. "Street Fighter IV" bringt das und deshalb kann ich nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Man wird einfach total süchtig nach dem Spiel. Wer seit Jahren darauf wartet, endlich wieder ein Hadoken über den Bildschirm zu schmettern, der wird sowieso sofort orgasmische Ergüsse verspüren ;-)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2009 6:24 PM CET


The Atrocity Exhibition
The Atrocity Exhibition
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Sehr überzeugende Scheibe mit bitterbösem Sound!, 4. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Atrocity Exhibition (Audio CD)
Als ich "The Atrocity Exhibition" von Exodus das erste Mal in den CD-Player eingelegt hab, dachte ich nur "wow, klingt das böse!" und das ist auch im Prinzip die Essenz, aus der das Album gemacht ist.
Die neueste CD von Exodus besteht aus 10 sehr guten Songs, die komplett ohne Durchhänger daherkommen und mit knappen 72min doch überraschend ausladend daherkommt.
Produktionstechnisch gibt es wenig an dem Sound zu bemängeln. Die 10 Songs wuchten sehr kräftig aus den Boxen heraus und laden desöfteren zu hemmungslosen Headbang-Attacken ein. Wenn es etwas daran zu bemängeln gibt, ist es die konstante Überproduktion von Metal-Alben im allgemeinen. Die Drums sind sehr dominant, wodurch der Rest ein bisschen breiig daherkommt.
Songtechnisch geben sich die Jungs keine blöße, auch wenn der Stil sich seit dem Erstling "Bonded By Blood" geändert hat. Highspeed ist nicht mehr der Fokus, sondern eher groovende Riffs und diabolische Leads und Breaks, was aber im Gesamtpaket absolut überzeugend herüberkommt. Was mir persönlich allerdings fehlt, ist so der eine alles überragende Song auf dem Album. Der Titelsong groovt gewaltig, "Iconoclasm" mosht extrem und "The Garden of Bleeding" ist einfach nur diabolisch, aber irgendwie fühlt man sich zu keinem Zeitpunkt an Meisterwerke des Metals wie "Raining Blood" von Slayer oder "Master of Puppets" von Metallica erinnert.
Das Album bewegt sich insgesamt auf hohem Niveau und rockt von Anfang bis Ende durch, ohne auch nur einen km/h herzuschenken, aber der ganz große Wurf ist nicht drauf.
Wer jedoch auf Thrash-Metal mit modernem Sound steht, kann bedenkenlos zugreifen: Die Drums sind schnell und hämmern eine Double-Bass nach der andern raus, die Gitarren entfesseln wechselnd groovende und extrem schnelle Riffs und der Frontmann der Band brüllt sich die Seele herrlich aggressiv aus dem Leib.


Stirb Langsam - Quadrilogy 1-4 (4 DVDs)
Stirb Langsam - Quadrilogy 1-4 (4 DVDs)
DVD ~ Bruce Willis
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 29,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männerkino in Perfektion!, 4. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Stirb Langsam - Quadrilogy 1-4 (4 DVDs) (DVD)
Die "Stirb Langsam"-Reihe ist wohl die größte Ansammlung von Männerfilmen jenseits von Schwarzenegger, die es im Filmgeschäft zu erleben gibt: Action non-stop, kein dusseliges Gefühlsdilemma beim Hauptcharakter, keine Schönlinge aller Ben Affleck und Matt Damon in den Hauptrollen und eine Story, wie sie simpler kaum noch geht und doch ist Stirb Langsam eine der besten Filmreihen der Geschichte und gilt zu Recht als beste Actionreihe.
Das Erfolgsrezept ist denkbar einfach: Ein schwitzender, knallharter, verdreckter Titelheld, eine Bande von Terroristen und jede Menge Kugeln und Explosionen dazwischen. Auf den Höhepunkt gebracht wird dieses Erfolgsrezept natürlich mit dem grandiosen ersten Teil, den die Nachfolger im Endeffekt nur noch kopierten, was jedoch in allen 3 Fällen super gelungen ist.
Bruce Willis als John McClaine ist einfach Filmgrundwissen und für einen günstigen Preis in einer 4er-Box diese Filme zu ergattern, ist das Geld allemal wert. Das tolle an der "Stirb Langsam"-Reihe ist, dass man ohne viel Computerarbeit auskommt. Wenn in den Filmen etwas explodiert, haben die Macher aber definitiv irgendwas in die Luft gesprengt. Es handelt sich irgendwie einfach um ehrliche Arbeit anstatt um diesen Computermist, was auch im vierten Teil ja dann thematisiert wird, wenn man es so will.
Wer die Filme nicht besitzt und auf die härtere Gangart von Film steht, muss zugreifen.


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