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Rezensionen verfasst von
Christian S. "csimons30"

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Has Been
Has Been
Preis: EUR 11,94

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I'm an actor, not a singer, Jim, 26. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Has Been (Audio CD)
Eigentlich sind wir doch durch Schaden klug geworden.
Wenn Schauspieler sich in die Welt des Rock und Pop verirren, war das fast immer ein Anlass für tiefstes Grauen (David Hasselhoff) oder süffige Häme („Sag, sind meine Boxen schlecht, oder singt da Uwe Ochsenknecht?")
Und ist nicht gerade Bill Shatner, den wir als ewigen Astronauten im gelben Pyjama mit ulkigem Fiffi auf dem Schädel ohnehin schon auf dem Kiecker haben, nicht geradezu prädestiniert für Vorschuss-Tomaten?
Weit gefehlt.
Seit die CD „Has Been" auf dem Markt ist, fühlen sich selbst hartgesottene Feuilletonisten dazu verpflichtet ihren Kotau vor dem vermeintlichen Knattermimen zu machen.
Und das zu Recht:
„Has Been" ist ein kleines Meisterwerk in der Kategorie Lee Strasberg trifft Bruce Springsteen.
Wo soll man anfangen zu loben?
Bei der Cover-Version von „Common People", wo Shatners Schauspielkunst eine atemberaubende Synthese mit dem Gesang von Joe Jackson eingeht?
Bei dem Vater-Tochter-Drama „That's me Trying", in dem Shatner in weniger als drei Minuten perfekt einen typischen Nick-Hornby-Charakter zeichnet?
(Hugh Grant und John Cusack haben für die gleiche Übung in „About A Boy" und „High Fidelity" immerhin einen abendfüllenden Spielfilm gebraucht)
Was ist mit „You'll Have Time", in dem Shatner dem Tod mit einem hinreissend witzigen Gospel begegnet?
Oder den niemals sentimentalen oder gar kitschigen Liebesliedern „Familiar Love" und „Ideal Woman"?
Oder dem eindrucksvollen Abgesang auf seine tödlich verunglückte Frau in „What Have You Done"?
Dem herrlich schrägen und saukomischen Italo-Western „Has Been"?
Oder den grandiosen „wir-schimpfen-uns-alles-was-in-der-welt-schiefläuft-von-der-seele"-Rap „I Can't Get Behind That?" mit Henry Rollins?
Nein, mein persönlicher Favorit ist „Real" (mit dem Countrysänger Brad Paisley).
Hier setzt sich Shatner mit seinem Serien-Image auseinander. Wer da ein selbstmitleidiges Klagelied eines Schauspielers erwartet, der sein ganzes Leben lang auf eine Rolle festgelegt wurde, ist schon wieder auf dem Holzweg.
Vielmehr nimmt Shatner hier einige besonders durchgeknallte Captain-Kirk-Fans freundlich am Arm, und versucht ihnen mit Herz und Verstand etwas Vernunft beizubringen.
(Meine Lieblingszeile sinngemäß übersetzt:
„Also wenn die Erde das nächste Mal durch einen Asteroiden oder sonst eine Naturkatastrophe bedroht wir, dann fühle ich mich zwar geschmeichelt, dass Ihr dabei an mich denkt. Aber bitte ruft dann doch jemanden an, der wirklich was davon versteht.")
KLASSE!!!!
Und hier die neueste Star Trek-Episode:
Captain Kirk wird durch einen Transporterunfall ins Jahr 2005 zu den Grammy-Awards gebeamt, wo ihm sämtliche Größen der Rock und Pop-Welt zu Füßen liegen.
Irgendwie glaube ich nach „Has Been" nicht, dass dies realitätsferne Science Fiction ist....


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